Buch ↔ Glossar verbunden: 80 neue Glossar-Einträge, ~390 Tooltips, Rückverlinkung

- 13 Kapitel: alle Fachbegriffe per g()-Tooltip verlinkt, fehlende Begriffe als
  vollwertige Glossar-Einträge angelegt (short/text + Leichte-Sprache-Felder,
  glossar:-Querverweise, ohne Bild — Bild-Batch folgt)
- Modul-Mappings vervollständigt: jeder Buch-Begriff erscheint auf glossar?module=<sim>
  (kofferdetektiv erstmals gemappt, 31 Begriffe; klima auf beide module_ids)
- Ergänzende Erklärsätze im Buch, wo Begriffe bisher nur genannt wurden
- glossar.php: Chip „📖 Zum Schulbuch-Kapitel" bei aktivem Modul-Filter (BUCH_LINK-Map,
  klima-3d → buch-klima)
- SQL idempotent (INSERT IGNORE, Mappings per key_slug-Subquery, keine harten IDs):
  App/Don_t_Deploy/2026-07-15-buch-glossar-*.sql

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-- Buch-Kapitel Busfahrt <-> Glossar (2026-07-15)
-- 5 neue Glossar-Eintraege + Modul-Mapping fuer alle im Kapitel
-- verwendeten g()-Slugs. Idempotent (INSERT IGNORE), mehrfach
-- ausfuehrbar, MySQL-kompatibel. Encoding: UTF-8.
-- Anwenden: mysql --default-character-set=utf8mb4 -u root geograsim < diese Datei
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-- ---------- Neue Glossar-Eintraege ----------
INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy) VALUES
('fernbus', 'Fernbus',
'Linienbus für lange Strecken zwischen Städten meist günstig und klimafreundlich.',
'Ein Fernbus verbindet Städte über große Entfernungen im Linienverkehr anders als der Stadtbus, der nur innerhalb eines Ortes unterwegs ist. In Deutschland wurde der Fernbusmarkt 2013 geöffnet; seither ist ein dichtes Netz entstanden, Marktführer Flix verbindet über 8.000 Ziele in mehr als 40 Ländern. Typische Fahrgäste sind junge Leute, Familien und Schulklassen, denn die Tickets sind meist deutlich billiger als Bahn oder Flugzeug. Weil sich viele Menschen ein Fahrzeug teilen, verursacht ein Fernbus nur rund 30 g Treibhausgase pro [Personenkilometer](glossar:personenkilometer) fast so wenig wie der Fernzug und nur ein Bruchteil von Auto oder Flugzeug.',
'verkehr',
'Ein Bus für weite Fahrten von Stadt zu Stadt.',
'Ein Fern-Bus fährt von einer Stadt in eine andere Stadt.\nDie Fahrt ist oft sehr weit.\nDie Fahr-Karte kostet wenig Geld.\nViele Menschen teilen sich einen Bus.\nDarum ist der Fern-Bus gut für die Umwelt.'),
('transitverkehr', 'Transitverkehr',
'Verkehr, der ein Land nur durchquert Start und Ziel liegen in anderen Ländern.',
'Transitverkehr durchquert ein Land oder eine Region, ohne dort zu starten oder anzukommen. Österreich ist wegen seiner Lage in der Mitte Europas ein typisches Transitland: Ein Lkw von München nach Verona fährt über den [Brenner](glossar:brennerkorridor) quer durch Tirol. 2025 rollten rund 2,42 Millionen Lkw über den Brenner fast dreimal so viele wie über alle Schweizer Alpenübergänge zusammen. Die Menschen an der Strecke tragen Lärm, Stau und Abgase, der Nutzen entsteht aber vor allem anderswo. Deshalb wird politisch gestritten, wie viel Transit eine Region verträgt etwa mit Lkw-Fahrverboten oder dem Bau des Brennerbasistunnels für die Bahn.',
'verkehr',
'Verkehr, der nur durch ein Land hindurchfährt.',
'Viele Last-Wagen fahren nur durch Österreich hindurch.\nSie kommen aus einem anderen Land.\nSie fahren in ein anderes Land.\nDas heißt Transit-Verkehr.\nDer Transit-Verkehr macht Lärm und schlechte Luft.\nDarum gibt es oft Streit darüber.'),
('personenkilometer', 'Personenkilometer',
'Maßeinheit der Verkehrsleistung: eine Person legt einen Kilometer zurück.',
'Ein Personenkilometer (Pkm) bedeutet: Eine Person reist einen Kilometer weit. Fahren 50 Personen 100 km weit mit dem Bus, sind das 50 · 100 = 5.000 Personenkilometer. Mit dieser Einheit lassen sich Verkehrsmittel fair vergleichen, denn die [Emissionen](glossar:emissionen) eines Fahrzeugs werden auf alle Mitfahrenden aufgeteilt. Ein gut besetzter Reisebus kommt so auf nur rund 30 g Treibhausgase pro Personenkilometer, ein durchschnittlich besetztes Auto auf 164 g. Entscheidend ist die Auslastung: Ein fast leerer Bus kann pro Kopf schlechter abschneiden als ein voll besetztes Auto.',
'einheit',
'Ein Mensch fährt einen Kilometer weit.',
'Ein Personen-Kilometer heißt:\nEin Mensch fährt einen Kilometer weit.\n50 Menschen im Bus auf 1 Kilometer sind 50 Personen-Kilometer.\nSo kann man Bus, Auto und Flugzeug gut vergleichen.\nEin voller Bus ist gut für die Umwelt.'),
('zollunion', 'Zollunion',
'Staatenverbund ohne Zölle untereinander und mit gemeinsamen Zöllen nach außen.',
'In einer Zollunion erheben die Mitgliedsländer untereinander keine Zölle mehr und wenden an ihren Außengrenzen gemeinsame Zollsätze an. Die EU-Zollunion besteht seit 1968: Waren können zwischen den EU-Staaten ohne Warenkontrollen und Zollpapiere gehandelt werden. Sie ist nicht dasselbe wie der [Schengen-Raum](glossar:schengen), der die Personenkontrollen abschafft: Die Schweiz gehört zu Schengen, aber nicht zur EU-Zollunion deshalb kontrolliert der [Zoll](glossar:zoll) an der Schweizer Grenze Waren, obwohl niemand den Pass zeigen muss. Das Vereinigte Königreich war umgekehrt lange Mitglied der Zollunion, aber nie Teil von Schengen.',
'recht',
'Länder-Gruppe ohne Zoll an den Grenzen untereinander.',
'Die EU-Länder sind eine Zoll-Union.\nDas heißt: Waren kosten an der Grenze keinen Zoll.\nNiemand kontrolliert die Waren im Bus oder Last-Wagen.\nDie Schweiz ist nicht in der Zoll-Union.\nAn der Schweizer Grenze werden Waren kontrolliert.'),
('binnengrenze', 'Binnengrenze',
'Grenze zwischen zwei Mitgliedstaaten innerhalb eines Verbunds wie dem Schengen-Raum.',
'Eine Binnengrenze ist eine Grenze zwischen zwei Staaten, die beide demselben Verbund angehören im Schengen-Raum etwa die Grenze zwischen Österreich und Deutschland. An den Binnengrenzen des [Schengen-Raums](glossar:schengen) gibt es keine systematischen Personenkontrollen mehr: Busse, Autos und Züge fahren einfach durch, nur ein Schild zeigt den Staatswechsel an. Das Gegenstück ist die [EU-Außengrenze](glossar:eu-aussengrenze), an der weiterhin streng kontrolliert wird. In Ausnahmefällen etwa bei Großereignissen oder starker Migration dürfen Staaten vorübergehend wieder Kontrollen an Binnengrenzen einführen, wie es Österreich und Deutschland mehrfach getan haben.',
'geografie',
'Eine Grenze zwischen zwei Ländern im Schengen-Raum.',
'Eine Binnen-Grenze liegt zwischen zwei Schengen-Ländern.\nZum Beispiel zwischen Österreich und Deutschland.\nDort gibt es keine Pass-Kontrolle.\nDer Bus fährt einfach durch.\nNur ein Schild zeigt: Jetzt bist du in einem anderen Land.');
-- ---------- Modul-Mapping: alle im Buch-Kapitel verwendeten Slugs ----------
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id)
SELECT id, 'busfahrt' FROM glossar WHERE key_slug IN (
'hauptstadt', 'wahrzeichen', 'topografie', 'auftrag', 'umweg',
'massstab', 'luftlinie', 'tarif', 'marge', 'maut', 'vignette',
'go-box', 'lenkzeit', 'tachograph', 'pauschalreise', 'emissionen',
'klimawandel', 'tourismus', 'kinetose', 'schengen', 'eu-aussengrenze',
'zoll', 'brennerkorridor', 'alpenpass',
'fernbus', 'transitverkehr', 'personenkilometer', 'zollunion', 'binnengrenze'
);
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-- Buch-Kapitel Energiemanager ↔ Glossar (2026-07-15)
-- 8 neue Glossar-Einträge + Modul-Mapping für alle Buch-Begriffe
-- Idempotent (INSERT IGNORE), mehrfach ausführbar. UTF-8.
-- Anwenden: mysql --default-character-set=utf8mb4 -u root geograsim < diese_datei.sql
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INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy) VALUES
('hertz', 'Hertz (Hz)',
'Einheit für Frequenz: Wie oft sich etwas pro Sekunde wiederholt 1 Hz = einmal pro Sekunde.',
'Hertz (Hz) ist die Einheit für die Frequenz also dafür, wie oft sich ein Vorgang pro Sekunde wiederholt. 1 Hertz bedeutet: einmal pro Sekunde. Benannt ist die Einheit nach dem deutschen Physiker Heinrich Hertz (18571894). Im europäischen Stromnetz wechselt der Wechselstrom 50-mal pro Sekunde die Richtung die [Netzfrequenz](glossar:netzfrequenz) beträgt 50 Hz. Auch Töne werden in Hertz gemessen: Der Kammerton a hat 440 Hz, Menschen hören ungefähr von 20 Hz bis 20.000 Hz.',
'einheit',
'Hertz sagt: Wie oft passiert etwas in einer Sekunde?',
'Hertz ist eine Einheit. Die Abkürzung ist Hz.\n1 Hertz heißt: einmal in der Sekunde.\nUnser Strom wechselt 50-mal in der Sekunde die Richtung.\nMan sagt: Das Strom-Netz hat 50 Hertz.\nAuch Töne misst man in Hertz.'),
('gigawattstunde', 'Gigawattstunde (GWh)',
'Eine Million Kilowattstunden Einheit für sehr große Strommengen, etwa den Tagesverbrauch ganzer Städte.',
'1 Gigawattstunde (GWh) entspricht 1.000 Megawattstunden oder 1.000.000 [Kilowattstunden](glossar:kilowattstunde). In dieser Größenordnung rechnet man bei großen Kraftwerken, Speicherseen und dem Verbrauch ganzer Städte. Ein durchschnittlicher Haushalt in Österreich verbraucht rund 3.500 kWh pro Jahr mit 1 GWh kommen also etwa 285 Haushalte ein ganzes Jahr aus. Der Speichersee eines großen [Pumpspeicherkraftwerks](glossar:pumpspeicher) kann viele GWh Energie aufnehmen. Noch größer ist die Terawattstunde (TWh): 1 TWh = 1.000 GWh Österreich verbraucht rund 65 TWh Strom pro Jahr.',
'einheit',
'1 Gigawatt-Stunde ist sehr viel Strom: 1 Million Kilowatt-Stunden.',
'Die Abkürzung ist GWh.\n1 GWh sind 1 Million Kilowatt-Stunden.\nDas ist sehr viel Strom.\nUngefähr 285 Familien brauchen so viel Strom in einem ganzen Jahr.\nMit GWh misst man große Kraft-Werke und große Speicher.'),
('verbundnetz', 'Verbundnetz',
'Zusammenschluss vieler nationaler Stromnetze zu einem großen Netz ganz Kontinentaleuropa schwingt gemeinsam im 50-Hz-Takt.',
'Ein Verbundnetz entsteht, wenn viele Länder ihre [Stromnetze](glossar:stromnetz) zusammenschalten. Das kontinentaleuropäische Verbundnetz reicht von Portugal bis Polen und von Dänemark bis in die Türkei alle angeschlossenen Kraftwerke und Verbraucher arbeiten synchron mit derselben [Netzfrequenz](glossar:netzfrequenz) von 50 Hz. Der große Vorteil: Die Länder helfen einander aus. Fällt irgendwo ein Kraftwerk aus oder liefert das Wetter zu wenig, gleichen die Nachbarländer die Lücke sofort mit aus. Wie empfindlich das System ist, zeigte der 8. Jänner 2021: Eine Störung in Kroatien trennte das europäische Netz in zwei Teile, die Frequenz fiel auf 49,74 Hz nur automatische Schutzmaßnahmen verhinderten einen großflächigen [Blackout](glossar:blackout).',
'energie',
'Viele Länder teilen sich ein großes Strom-Netz.',
'Viele Länder in Europa haben ihre Strom-Netze verbunden.\nSo entsteht ein riesiges Netz.\nAlle Kraft-Werke arbeiten im gleichen Takt.\nDie Länder helfen sich gegenseitig.\nHat ein Land zu wenig Strom, schicken die Nachbarn Strom.'),
('stromboerse', 'Strombörse',
'Marktplatz, auf dem Strom für jede Stunde des nächsten Tages gehandelt wird der Preis entsteht aus Angebot und Nachfrage.',
'An der Strombörse kaufen und verkaufen Kraftwerksbetreiber, Stromhändler und große Verbraucher elektrische Energie meist für jede einzelne Stunde des nächsten Tages. Der Preis entsteht wie auf jedem Markt aus Angebot und Nachfrage: Liefern Sonne und Wind viel, ist Strom billig an manchen Mittagen sogar gratis oder mit negativem Preis. Wird Strom knapp, etwa in einer [Dunkelflaute](glossar:dunkelflaute), schießen die Preise in die Höhe: im November 2024 zeitweise von rund 79 auf über 800 Euro pro Megawattstunde. Die wichtigste Strombörse für Mitteleuropa ist die EPEX SPOT in Paris. [Pumpspeicherkraftwerke](glossar:pumpspeicher) verdienen an den Preisunterschieden: Sie kaufen billigen Überschussstrom zum Pumpen und verkaufen teuren Strom zur Abendspitze.',
'wirtschaft',
'An der Strom-Börse wird Strom gekauft und verkauft.',
'Strom hat einen Preis.\nDer Preis entsteht an der Strom-Börse.\nDas ist ein Markt-Platz für Strom.\nGibt es viel Strom, ist der Strom billig.\nGibt es wenig Strom, ist der Strom teuer.'),
('kernenergie', 'Kernenergie',
'Stromerzeugung durch Kernspaltung von Uran liefert verlässlich viel Strom ohne CO₂, hinterlässt aber radioaktiven Abfall.',
'In einem Kernkraftwerk wird der Kern von Uran-Atomen gespalten. Dabei entsteht enorme Hitze, die Wasserdampf erzeugt und über [Turbinen](glossar:turbine) Strom produziert. Kernkraftwerke liefern gleichmäßig sehr viel Strom und stoßen dabei kein CO₂ aus deshalb tragen sie in vielen Ländern die [Grundlast](glossar:grundlast). Die Kehrseiten: radioaktiver Abfall, der hunderttausende Jahre sicher gelagert werden muss, und das Risiko schwerer Unfälle wie in Tschernobyl (1986) und Fukushima (2011). Die Schweiz erzeugt rund 28 % ihres Stroms aus Kernkraft, Frankreich sogar etwa 65 %. Österreich hat sich 1978 per Volksabstimmung dagegen entschieden das fertig gebaute Kraftwerk Zwentendorf ging nie in Betrieb.',
'energie',
'Kern-Kraft-Werke machen Strom aus Uran.',
'Ein Kern-Kraft-Werk spaltet winzige Teilchen: Atome.\nDabei entsteht sehr viel Hitze.\nMit der Hitze macht das Kraft-Werk Strom.\nDer Müll davon strahlt aber sehr lange und ist gefährlich.\nÖsterreich hat kein Kern-Kraft-Werk.\nDie Schweiz hat mehrere.'),
('laufwasserkraftwerk', 'Laufwasserkraftwerk',
'Wasserkraftwerk an einem Fluss, das die ständige Strömung nutzt läuft Tag und Nacht und trägt die Grundlast.',
'Ein Laufwasserkraftwerk liegt direkt an einem Fluss und nutzt dessen stetige Strömung: Das Wasser fließt ununterbrochen durch die [Turbinen](glossar:turbine) und erzeugt rund um die Uhr Strom. Anders als ein [Pumpspeicherkraftwerk](glossar:pumpspeicher) kann es keine Energie speichern es produziert so viel, wie der Fluss gerade Wasser führt. Dafür liefert es sehr verlässlich und günstig, weshalb Laufwasserkraftwerke einen großen Teil der [Grundlast](glossar:grundlast) tragen. In Österreich stehen große Laufwasserkraftwerke an Donau, Inn, Enns und Ill das größte ist das Donaukraftwerk Altenwörth in Niederösterreich.',
'energie',
'Ein Kraft-Werk am Fluss. Es macht Tag und Nacht Strom.',
'Ein Lauf-Wasser-Kraft-Werk steht an einem Fluss.\nDas Fluss-Wasser fließt durch das Kraft-Werk.\nDabei dreht es eine Turbine.\nDie Turbine macht Strom.\nDas geht Tag und Nacht.\nDenn der Fluss fließt immer.'),
('netzbetreiber', 'Netzbetreiber',
'Unternehmen, das Stromleitungen betreibt und das Gleichgewicht im Netz überwacht in Österreich z. B. die Austrian Power Grid (APG).',
'Netzbetreiber sind die Unternehmen hinter den Stromleitungen: Sie bauen und warten die Netze und sorgen dafür, dass Erzeugung und Verbrauch in jeder Sekunde übereinstimmen. Übertragungsnetzbetreiber wie die Austrian Power Grid (APG) in Österreich, Swissgrid in der Schweiz oder die vier großen Betreiber in Deutschland steuern die Hochspannungs-„Autobahnen“ des Stroms; Verteilnetzbetreiber bringen den Strom bis zur Steckdose. In Leitwarten beobachten Fachleute rund um die Uhr die [Netzfrequenz](glossar:netzfrequenz), erstellen Prognosen für Wetter und Verbrauch und rufen bei Bedarf [Regelreserve](glossar:regelreserve) ab. Droht ein Ungleichgewicht, greifen sie ein notfalls bis zum kontrollierten [Lastabwurf](glossar:lastabwurf).',
'energie',
'Netz-Betreiber sind Firmen. Sie kümmern sich um die Strom-Leitungen.',
'Der Strom fließt durch viele Leitungen.\nUm die Leitungen kümmern sich eigene Firmen.\nSie heißen Netz-Betreiber.\nSie passen auf: Es muss immer genau genug Strom da sein.\nFachleute schauen dafür Tag und Nacht auf das Netz.'),
('lageenergie', 'Lageenergie',
'Energie, die ein Körper durch seine Höhe besitzt auch Höhenenergie oder potenzielle Energie genannt.',
'Wer etwas nach oben hebt, steckt Arbeit hinein diese Energie ist danach als Lageenergie (auch Höhenenergie oder potenzielle Energie) gespeichert. Je schwerer der Körper und je größer die Höhe, desto mehr Lageenergie: Sie ergibt sich aus Masse · Fallhöhe · Erdbeschleunigung. Beim Herabfallen oder Herabfließen wandelt sie sich in Bewegungsenergie um. Genau das nutzt ein [Pumpspeicherkraftwerk](glossar:pumpspeicher): Mit überschüssigem Strom wird Wasser in einen hoch gelegenen Bergsee gepumpt dort „wartet“ die Energie als Lageenergie, bis das Wasser wieder ins Tal rauscht und über [Turbinen](glossar:turbine) neuen Strom erzeugt.',
'physik',
'Lage-Energie ist die Energie von Dingen, die hoch oben sind.',
'Hebe einen Stein hoch.\nDas kostet dich Kraft.\nDie Kraft steckt jetzt im Stein.\nMan sagt: Der Stein hat Lage-Energie.\nLässt du den Stein los, fällt er.\nGenauso speichert ein Berg-See Energie: Das Wasser oben kann beim Hinunter-Fließen Strom machen.');
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-- Modul-Mapping: neue Einträge
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INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='hertz';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='gigawattstunde';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='verbundnetz';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='stromboerse';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='kernenergie';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='laufwasserkraftwerk';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='netzbetreiber';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='lageenergie';
-- ------------------------------------------------------------
-- Modul-Mapping: alle bereits im Kapitel verlinkten Bestandsbegriffe
-- (idempotent — stellt sicher, dass die Glossar-Modulseite alle Buch-Begriffe zeigt)
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INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='stromnetz';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='netzfrequenz';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='lastprofil';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='energiemix';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='wasserkraft';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='erneuerbar';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='windenergie';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='photovoltaik';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='turbine';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='lastausgleich';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='residuallast';
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INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='stromspeicher';
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INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='regelreserve';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='wirkungsgrad';
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INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='lastabwurf';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'energiemanager' FROM glossar WHERE key_slug='blackout';
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-- Schulbuch-Kapitel EU-Werkstatt ↔ Glossar
-- 5 neue Glossar-Einträge + Modul-Mapping (alle Buch-Begriffe)
-- Idempotent (INSERT IGNORE), MySQL-kompatibel, keine harten IDs.
-- Datum: 2026-07-15
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INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy) VALUES
('trilog', 'Trilog',
'Informelle Verhandlungsrunde von EU-Parlament, Ministerrat und Kommission, um bei einem Gesetz schneller einen Kompromiss zu finden.',
'Können sich EU-Parlament und Ministerrat bei einem Gesetzesvorschlag nicht einigen, treffen sich Verhandler:innen beider Seiten mit der Kommission zu einer vertraulichen Kompromissrunde — dem Trilog („Dreiergespräch“).\n\nDer Trilog steht in keinem EU-Vertrag. Er hat sich als Praxis entwickelt, weil er das Gesetzgebungsverfahren stark beschleunigt: Die große Mehrheit der EU-Gesetze wird heute schon nach der ersten Lesung mit einem Trilog-Kompromiss beschlossen.\n\nKritiker:innen bemängeln, dass die Runden hinter verschlossenen Türen stattfinden und schwer nachvollziehbar sind. Das Ergebnis muss aber immer noch offiziell von Parlament und Ministerrat bestätigt werden — ohne deren Zustimmung gilt kein Trilog-Kompromiss.',
'gesellschaft',
'Ein Treffen von Parlament, Minister-Rat und Kommission. Dort suchen sie einen Kompromiss für ein Gesetz.',
'Manchmal sind sich Parlament und Minister-Rat nicht einig.\nDann treffen sich Vertreter von beiden mit der Kommission.\nDieses Treffen heißt Trilog.\nTrilog bedeutet: Dreier-Gespräch.\nDort suchen sie gemeinsam einen Kompromiss.\nAm Ende müssen Parlament und Minister-Rat trotzdem noch Ja sagen.'),
('binnenmarkt', 'Binnenmarkt',
'Der gemeinsame Markt der EU: Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital bewegen sich frei über die Binnengrenzen.',
'Der Binnenmarkt ist das wirtschaftliche Herzstück der EU. Seit 1993 gelten darin die vier Grundfreiheiten: Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital dürfen sich frei zwischen den Mitgliedsländern bewegen — ohne Zölle und ohne Warenkontrollen an den Binnengrenzen.\n\nEin Tischlereibetrieb aus Vorarlberg kann so ohne Zollpapiere nach Deutschland liefern, eine Wienerin ohne Arbeitserlaubnis in den Niederlanden arbeiten.\n\nAuch Nicht-EU-Länder können teilnehmen: Norwegen, Island und Liechtenstein sind über den EWR dabei, die Schweiz teilweise über bilaterale Verträge.\n\nDamit der Binnenmarkt funktioniert, braucht es gemeinsame Regeln — etwa für Produktsicherheit oder Ladekabel. Deshalb entsteht ein großer Teil der EU-Gesetze genau für ihn.',
'wirtschaft',
'Der gemeinsame Markt der EU-Länder. Waren und Menschen können sich frei bewegen.',
'Die EU-Länder haben einen gemeinsamen Markt.\nEr heißt Binnen-Markt.\nWaren kann man frei in ein anderes EU-Land verkaufen.\nEs gibt keinen Zoll zwischen den EU-Ländern.\nMenschen dürfen in jedem EU-Land arbeiten und wohnen.\nDafür braucht es gemeinsame Regeln.'),
('transparenzregister', 'Transparenzregister',
'Öffentliche EU-Liste, in die sich Lobby-Organisationen eintragen müssen, bevor sie Einfluss auf die EU-Politik nehmen.',
'Das Transparenzregister ist eine öffentliche Datenbank der EU. Wer als Firma, Verband oder Organisation Einfluss auf EU-Gesetze nehmen will, muss sich dort eintragen — mit Namen, Themen, Auftraggebern und ungefährem Lobby-Budget.\n\nÜber 12.000 Interessenvertretungen sind registriert: Konzerne wie Apple und Bayer genauso wie Umweltorganisationen oder Verbraucherschützer:innen.\n\nOhne Eintrag bekommen Lobbyist:innen keine offiziellen Treffen mit Kommissar:innen und keinen dauerhaften Zugang zum EU-Parlament.\n\nJede:r kann online nachschauen, wer in Brüssel zu welchem Thema Einfluss nimmt. So bleibt Lobbyismus erlaubt — aber sichtbar.',
'gesellschaft',
'Eine öffentliche Liste der EU. Dort müssen alle Lobby-Gruppen eingetragen sein.',
'Viele Firmen und Vereine wollen EU-Gesetze beeinflussen.\nDas nennt man Lobby-Arbeit.\nDafür gibt es eine Regel:\nSie müssen in einer öffentlichen Liste stehen.\nDie Liste heißt Transparenz-Register.\nJeder Mensch kann die Liste im Internet ansehen.'),
('ewr', 'Europäischer Wirtschaftsraum (EWR)',
'Abkommen, das den EU-Binnenmarkt auf Norwegen, Island und Liechtenstein ausweitet — ohne EU-Mitgliedschaft.',
'Der Europäische Wirtschaftsraum (EWR) verbindet seit 1994 die EU-Länder mit Norwegen, Island und Liechtenstein. Die drei Länder machen beim Binnenmarkt mit: Sie übernehmen die meisten Binnenmarkt-Regeln, dürfen bei EU-Gesetzen aber nicht mitentscheiden.\n\nDie Schweiz stimmte 1992 knapp gegen den EWR-Beitritt (50,3 % Nein) und regelt ihr Verhältnis zur EU seither über mehr als 100 bilaterale Verträge.\n\nFür Vorarlberg besonders greifbar: Das Nachbarland Liechtenstein ist seit 1995 EWR-Mitglied — Waren und Arbeitskräfte bewegen sich dort fast so frei wie innerhalb der EU.',
'wirtschaft',
'Ein Vertrag: Norwegen, Island und Liechtenstein machen beim EU-Markt mit. Sie sind aber nicht in der EU.',
'EWR heißt: Europäischer Wirtschafts-Raum.\nDas ist ein Vertrag mit der EU.\nNorwegen, Island und Liechtenstein machen mit.\nSie dürfen am gemeinsamen Markt teilnehmen.\nAber sie sind nicht in der EU.\nDie Schweiz hat 1992 Nein zum EWR gesagt.'),
('subsidiaritaet', 'Subsidiarität',
'Grundsatz der EU: Entscheidungen sollen auf der niedrigsten Ebene fallen, die das Problem gut lösen kann.',
'Subsidiarität ist ein Grundprinzip der EU (Artikel 5 EU-Vertrag): Die Union soll nur dann handeln, wenn ein Ziel auf EU-Ebene besser erreicht werden kann als von den einzelnen Ländern, Regionen oder Gemeinden.\n\nGrenzüberschreitende Themen wie Roaming-Gebühren oder einheitliche Ladekabel kann kein Land allein regeln — hier ist die EU-Ebene sinnvoll. Den Stundenplan einer Schule in Bregenz kann dagegen das Land Vorarlberg viel besser festlegen als Brüssel.\n\nDie nationalen Parlamente wachen darüber mit: Meinen genug von ihnen, ein EU-Vorschlag verletze die Subsidiarität, muss die Kommission ihn noch einmal überprüfen.',
'gesellschaft',
'Eine Regel der EU: Jede Entscheidung soll dort fallen, wo man das Problem am besten lösen kann.',
'Die EU hat eine wichtige Regel.\nSie heißt Subsidiarität.\nDie Regel sagt: Entscheide so nah bei den Menschen wie möglich.\nDie Gemeinde regelt, was die Gemeinde gut kann.\nDas Land regelt, was das Land gut kann.\nDie EU regelt nur, was alle Länder gemeinsam besser können.');
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-- Modul-Mapping: ALLE Glossar-Begriffe des Buch-Kapitels
-- (neue + bestehende g()-Slugs; INSERT IGNORE = idempotent)
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INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='trilog';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='binnenmarkt';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='transparenzregister';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='ewr';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='subsidiaritaet';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='eu-kommission';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='eu-parlament';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='rat-der-eu';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='europaeischer-rat';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='europaeische-buergerinitiative';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='eu-petition';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='initiativrecht';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='mitentscheidung';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='eu-gesetz';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='eu-zustaendigkeit';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='lobbyismus';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'eu-werkstatt' FROM glossar WHERE key_slug='freiwillige-vereinbarung';
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-- ============================================================
-- Buch-Glossar: Kapitel "Landwirtschaft weltweit" (farmer)
-- Neue Fachbegriffe + Modul-Mapping für alle Kapitel-Begriffe
-- Idempotent (INSERT IGNORE), mehrfach ausführbar, MySQL-kompatibel.
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-- ---------- 1) Neue Glossar-Einträge ----------
INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy) VALUES
('anbaugrenze', 'Anbaugrenze',
'Die klimatische Grenze, jenseits derer eine Nutzpflanze nicht mehr wächst.',
'Jede Nutzpflanze hat Ansprüche an Wärme, Wasser und Wachstumszeit. Die Anbaugrenze ist der Punkt, an dem eine dieser Bedingungen nicht mehr erfüllt ist — dahinter misslingt die Ernte, egal wie sorgfältig gearbeitet wird. Wichtige Grenzen sind Frost (die Banane stirbt in der ersten Frostnacht), eine zu kurze [Vegetationsperiode](glossar:vegetationsperiode) im Norden und die Höhengrenze am Berg. Anbaugrenzen sind der Grund, warum Kaffee, Bananen und Datteln über den [Welthandel](glossar:welthandel) zu uns kommen. Der Klimawandel verschiebt viele dieser Grenzen gerade polwärts und bergauf.',
'geografie',
'Die Grenze, ab der eine Pflanze nicht mehr wachsen kann.',
'Jede Pflanze braucht das richtige Wetter.\nIst es zu kalt oder zu trocken, wächst sie nicht.\nDiese Grenze heißt Anbau-Grenze.\nDie Banane wächst nicht im kalten Norden.\nDarum kommt sie aus einem warmen Land.'),
('vegetationsperiode', 'Vegetationsperiode',
'Die Zeit im Jahr, in der es warm genug für Pflanzenwachstum ist.',
'Die Vegetationsperiode ist die Anzahl der Tage pro Jahr, an denen die Temperatur zum Wachsen ausreicht — meist gerechnet ab einer Tagesmitteltemperatur von etwa 5 °C. In den Tropen dauert sie das ganze Jahr, in Mitteleuropa rund 200 Tage, im hohen Norden nur wenige Wochen. Ist die Vegetationsperiode zu kurz, reifen Pflanzen wie Mais oder Reis nicht mehr aus, bevor der Frost kommt — deshalb bildet sie eine wichtige [Anbaugrenze](glossar:anbaugrenze). Der Klimawandel verlängert die Vegetationsperiode in vielen Regionen.',
'biologie',
'Die Zeit im Jahr, in der Pflanzen wachsen können.',
'Pflanzen wachsen nur, wenn es warm genug ist.\nDiese warme Zeit im Jahr heißt Vegetations-Periode.\nBei uns dauert sie etwa ein halbes Jahr.\nIm Norden ist der Sommer sehr kurz.\nDort reift das Getreide oft nicht mehr.'),
('waldgrenze', 'Waldgrenze',
'Die Höhe am Berg, über der kein zusammenhängender Wald mehr wächst.',
'Am Berg wird es je 100 Höhenmeter etwa 0,6 °C kälter. Ab einer bestimmten Höhe ist der Sommer zu kurz und zu kalt, damit Bäume überleben — das ist die Waldgrenze. In den Alpen liegt sie je nach Lage bei rund 1.800 bis 2.200 Metern. Darüber folgen nur noch Zwergsträucher, Almweiden und schließlich Fels und Eis (siehe [Höhenstufe](glossar:hoehenstufe)). Über der Waldgrenze endet auch der Ackerbau; genutzt wird das Land dann als Almweide.',
'geografie',
'Die Höhe am Berg, ab der kein Wald mehr wächst.',
'Je höher der Berg, desto kälter wird es.\nGanz oben ist es zu kalt für Bäume.\nAb dieser Höhe wächst kein Wald mehr.\nDas nennt man Wald-Grenze.\nIn den Alpen ist das etwa bei 2000 Metern.'),
('almwirtschaft', 'Alm- und Alpwirtschaft',
'Sommerliche Weidewirtschaft auf hochgelegenen Bergwiesen über der Waldgrenze.',
'Bei der Alm- (österreichisch/bayerisch) bzw. Alpwirtschaft (schweizerisch) treibt man das Vieh im Sommer auf die hochgelegenen Bergweiden über der [Waldgrenze](glossar:waldgrenze). Das nutzt Futter, das sonst niemand ernten könnte, schont die Talwiesen für das Winterheu und hält die Kulturlandschaft offen — ohne Beweidung würde vieles verbuschen. Aus der Almmilch entsteht hochwertiger Bergkäse. Alm- und Alpwirtschaft prägen Österreich, die Schweiz und Süddeutschland; allein Österreich zählt rund 8.400 Almen.',
'geografie',
'Kühe verbringen den Sommer oben auf der Berg-Weide.',
'Im Sommer gehen die Kühe hoch auf den Berg.\nDie Wiese dort oben heißt Alm oder Alp.\nDas Gras dort ist frisch und gut.\nAus der Milch macht man Berg-Käse.\nDas gibt es in Österreich und in der Schweiz.'),
('bodenversiegelung', 'Bodenversiegelung',
'Das dauerhafte Zubauen von Boden mit Beton, Asphalt oder Gebäuden.',
'Bodenversiegelung bedeutet, dass fruchtbarer Boden mit Straßen, Hallen, Häusern oder Parkplätzen bedeckt wird. Versiegelter Boden kann kein Wasser mehr aufnehmen, keine Pflanzen mehr tragen und ist praktisch für immer verloren — denn Ackerboden wächst nur extrem langsam nach. Im dicht besiedelten Österreich wurden 2024 täglich rund 6,75 Hektar Boden neu verbraucht. Weil guter Boden nicht vermehrbar ist, ist der sparsame Umgang damit ein zentrales Ziel der [Nachhaltigkeit](glossar:nachhaltigkeit).',
'umwelt',
'Guter Boden wird mit Beton zugebaut und ist dann verloren.',
'Manchmal baut man auf ein Feld eine Straße oder ein Haus.\nDann liegt Beton auf dem Boden.\nDurch den Beton kann nichts mehr wachsen.\nDer gute Boden ist für immer weg.\nDarum soll man Felder nicht zubauen.'),
('anbauguertel', 'Anbaugürtel',
'Ein breites Band um die Erde, in dem dieselbe Nutzpflanze vorherrscht.',
'Weil jede Pflanze ihre passende [Klimazone](glossar:klimazone) braucht, ordnet sich die Weltlandwirtschaft in Anbaugürtel — Bänder rund um die Erde, in denen eine Kultur dominiert. Der Weizengürtel liegt in den gemäßigten Zonen (US-Prärie, Ukraine, Mitteleuropa), der Reisgürtel im warm-feuchten Asien, der Kaffeegürtel im tropischen Hochland. Weil diese Gürtel klimatisch festgelegt sind, muss vieles über den [Welthandel](glossar:welthandel) zwischen den Kontinenten transportiert werden. Der Klimawandel verschiebt die Anbaugürtel langsam Richtung Pole.',
'geografie',
'Ein großes Gebiet auf der Erde, wo überall die gleiche Pflanze wächst.',
'Manche Pflanzen wachsen in großen Streifen um die Erde.\nDas nennt man Anbau-Gürtel.\nWeizen wächst in einem milden Gürtel wie bei uns.\nReis wächst im warmen und nassen Asien.\nKaffee wächst nur in den warmen Tropen.'),
('welternaehrung', 'Welternährung',
'Die Frage, wie alle Menschen der Erde genug zu essen bekommen.',
'Welternährung meint die Aufgabe, die gesamte Weltbevölkerung — rund 8 Milliarden Menschen — ausreichend und gesund mit Nahrung zu versorgen. Grundnahrungsmittel wie Weizen und Reis spielen dabei die Hauptrolle. Obwohl weltweit genug Nahrung erzeugt wird, hungerten 2024 etwa 673 Millionen Menschen — vor allem wegen Armut, Kriegen und Missernten. Der Klimawandel bedroht die Welternährung zusätzlich, weil Dürren und Wetterextreme Ernten vernichten und [Anbaugrenzen](glossar:anbaugrenze) verschieben.',
'gesellschaft',
'Dass alle Menschen auf der Welt genug zu essen haben.',
'Auf der Erde leben sehr viele Menschen.\nAlle brauchen jeden Tag Essen.\nWelt-Ernährung heißt: Bekommen alle genug?\nLeider haben noch immer viele Menschen Hunger.\nDer Klima-Wandel macht das Problem größer.');
-- ---------- 2) Modul-Mapping für ALLE Kapitel-Begriffe ----------
-- ids IMMER per Subquery, nie hardcoden. INSERT IGNORE = idempotent.
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id)
SELECT id, 'farmer' FROM glossar WHERE key_slug IN (
-- neue Begriffe
'anbaugrenze','vegetationsperiode','waldgrenze','almwirtschaft',
'bodenversiegelung','anbauguertel','welternaehrung',
-- bereits per g() im Kapitel verlinkte Bestandsbegriffe
'klimazone','eignungsklasse','koeppen-geiger','klimawandel','subtropisch-cfa',
'hoehenstufe','welthandel','reefer-container','verderblich','aquakultur',
'plantage','importpreis-abschlag','welt-hafen','ueberweidung','bodenmuedigkeit',
'monokultur','krankheits-ausbruch','treibhausgas','co2-fussabdruck','nachhaltigkeit'
);
@@ -0,0 +1,80 @@
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-- Schulbuch-Kapitel Fluss & Hochwasser ↔ Glossar
-- Datum: 2026-07-15 · Modul: fluss
-- Neue Glossar-Einträge (7) + Modul-Mapping für alle Buch-Slugs.
-- Mehrfach ausführbar (INSERT IGNORE, keine hardcodierten IDs).
-- Hinweis: 'bodenversiegelung' evtl. parallel vom farmer-Kapitel
-- angelegt — INSERT IGNORE macht das konfliktfrei.
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INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy) VALUES
('pegel',
'Pegel',
'Messstelle, die den Wasserstand eines Flusses rund um die Uhr aufzeichnet.',
'Ein Pegel ist eine fest eingerichtete Messstelle am Fluss, die den Wasserstand laufend misst — als Latte zum Ablesen oder als automatische Station, die ihre Daten sofort weitermeldet. Angegeben wird der Wasserstand in Zentimetern über einem festgelegten Nullpunkt. Steigt der Pegel über bestimmte Marken, werden Hochwasser-Warnstufen ausgelöst — der Pegel ist damit das Fieberthermometer des Flusses. In Österreich messen hunderte Pegel an Flüssen und Seen; die aktuellen Stände kann jede:r im Internet abrufen (z. B. ehyd.gv.at). Aus vielen Pegeln im [Einzugsgebiet](glossar:einzugsgebiet) berechnen Fachleute, wann eine Flutwelle wo ankommt.',
'wasser',
'Eine Mess-Stelle am Fluss. Sie zeigt, wie hoch das Wasser steht.',
'Am Fluss steht eine Mess-Latte oder ein Mess-Haus.\nDas nennt man Pegel.\nDer Pegel zeigt: So hoch steht das Wasser.\nSteigt das Wasser stark, gibt es eine Warnung.\nSo können sich die Menschen vorbereiten.'),
('hq100',
'HQ100 (100-jährliches Hochwasser)',
'Hochwasser, das in jedem Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 : 100 erreicht oder überschritten wird.',
'HQ100 bezeichnet ein Hochwasser, das in jedem einzelnen Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 % (also 1 : 100) erreicht oder überschritten wird. Achtung, beliebter Denkfehler: Das heißt nicht „kommt nur alle 100 Jahre" — ein HQ100 kann auch zweimal in einem Jahrzehnt auftreten, die Wahrscheinlichkeit startet jedes Jahr neu. HQ100 ist der wichtigste Maßstab der Raumplanung: [Gefahrenzonenpläne](glossar:gefahrenzonenplan) und viele Dämme sind darauf bemessen. Für Ereignisse darüber hinaus bleibt immer ein [Restrisiko](glossar:restrisiko). Ob eine Adresse in Österreich im HQ100-Gebiet liegt, zeigt die Karte HORA (hora.gv.at).',
'wasser',
'Ein sehr großes Hochwasser. Es ist in jedem Jahr sehr selten, aber möglich.',
'HQ100 ist ein Fach-Wort für ein sehr großes Hochwasser.\nSo ein Hochwasser ist selten.\nAber es kann in jedem Jahr passieren.\nEs kann sogar zweimal kurz hintereinander kommen.\nDort, wo so ein Hochwasser hinkommt, soll man keine Häuser bauen.'),
('aue',
'Aue',
'Flache Landschaft aus Wäldern und Wiesen entlang eines Flusses, die bei Hochwasser überflutet werden darf.',
'Die Aue ist der natürliche Überflutungsraum eines Flusses: flache Wälder und Wiesen entlang des Ufers, die bei Hochwasser volllaufen wie ein Schwamm, das Wasser zurückhalten und langsam wieder abgeben. Diesen Effekt nennt man [Retention](glossar:retention) — er macht die Flutwelle für alle flussabwärts niedriger. Auen gehören zugleich zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas: Der ständige Wechsel von nass und trocken schafft Platz für Fische, Amphibien, Biber und Vögel. Durch [Flussbegradigung](glossar:flussbegradigung) und Dämme sind die meisten Auen in Österreich verschwunden oder vom Fluss abgeschnitten; der Nationalpark Donau-Auen östlich von Wien schützt eine der letzten großen Flussauen Europas.',
'wasser',
'Wiesen und Wälder direkt am Fluss. Bei Hochwasser dürfen sie unter Wasser stehen.',
'Neben dem Fluss liegen flache Wiesen und Wälder.\nDas nennt man Au oder Aue.\nBei Hochwasser läuft das Wasser in die Au.\nDie Au ist wie ein Schwamm.\nSie hält das Wasser fest.\nIn der Au leben sehr viele Tiere.'),
('gefahrenzonenplan',
'Gefahrenzonenplan',
'Amtliche Karte, die zeigt, wo Hochwasser, Muren oder Lawinen drohen — Grundlage für Bau-Entscheidungen.',
'Ein Gefahrenzonenplan ist eine amtliche Karte, die für jede Gemeinde ausweist, wo Naturgefahren wie Hochwasser, Muren oder Lawinen wie stark drohen. In der roten Zone gilt praktisch Bauverbot, in der gelben Zone darf nur mit besonderen Auflagen gebaut werden (z. B. erhöhte Eingänge, keine Wohnräume im Keller). Maßstab beim Hochwasser ist meist das [HQ100](glossar:hq100). Erstellt werden die Pläne in Österreich von der Wildbach- und Lawinenverbauung und der Bundeswasserbauverwaltung; die Gemeinden müssen sie bei der Flächenwidmung berücksichtigen. Damit ist der Gefahrenzonenplan der billigste [Hochwasserschutz](glossar:hochwasserschutz): Er verhindert, dass überhaupt im Weg des Wassers gebaut wird.',
'recht',
'Eine Karte mit Gefahren-Zonen. Sie zeigt, wo man nicht bauen darf.',
'Nicht jeder Platz ist zum Bauen sicher.\nDarum gibt es eine besondere Karte.\nSie heißt Gefahren-Zonen-Plan.\nRote Zone heißt: Hier ist es gefährlich. Hier darf man kein Haus bauen.\nGelbe Zone heißt: Bauen nur mit besonderem Schutz.'),
('restrisiko',
'Restrisiko',
'Die Gefahr, die trotz aller Schutzmaßnahmen übrig bleibt.',
'Restrisiko nennt man die Gefahr, die trotz aller Schutzmaßnahmen übrig bleibt. Jeder Damm und jedes Rückhaltebecken ist nur für ein bestimmtes Ereignis bemessen — oft das [HQ100](glossar:hq100). Kommt ein größeres Hochwasser, wird der Damm überströmt oder bricht. Gefährlich wird das Restrisiko vor allem, wenn Menschen es vergessen: Hinter Dämmen fühlt man sich sicher und baut immer näher ans Wasser — versagt der Schutz dann doch, ist der Schaden größer als je zuvor. Moderner [Hochwasserschutz](glossar:hochwasserschutz) plant das Restrisiko deshalb mit: durch Warnsysteme, Notfallpläne und Bauweisen, die eine Überflutung aushalten.',
'gesellschaft',
'Die Gefahr, die trotz Schutz übrig bleibt.',
'Ein Damm schützt vor Hochwasser.\nAber ein Damm schützt nicht immer.\nDas Wasser kann höher steigen als der Damm.\nOder der Damm bricht.\nDie Gefahr, die übrig bleibt, heißt Rest-Risiko.\nDarum braucht man auch Warnungen und Notfall-Pläne.'),
('rueckhaltebecken',
'Rückhaltebecken',
'Becken, das bei Hochwasser die Flutwelle auffängt und das Wasser später langsam wieder abgibt.',
'Ein Rückhaltebecken ist ein meist leeres Becken im Tal oberhalb einer Siedlung: Bei Hochwasser füllt es sich, fängt die Spitze der Flutwelle ab und gibt das Wasser danach gedrosselt wieder ab. Es ist damit die technische Variante der [Retention](glossar:retention) — es leistet gezielt, was eine natürliche [Aue](glossar:aue) von selbst tut. Beim Hochwasser im September 2024 füllte sich das neue Rückhaltebecken in Hofstetten-Grünau (Niederösterreich) mit rund 20 000 m³ fast bis zum Rand und bewahrte den Ort vor schweren Schäden. Wie jeder technische Schutz hat auch ein Becken eine Bemessungsgrenze: Läuft es über, bleibt ein [Restrisiko](glossar:restrisiko).',
'wasser',
'Eine große leere Wanne im Tal. Bei Hochwasser fängt sie das Wasser.',
'Ein Rückhalte-Becken ist wie eine große leere Wanne.\nSie liegt oben im Tal.\nBei Hochwasser läuft die Wanne voll.\nSie fängt das Wasser auf.\nSpäter lässt sie das Wasser langsam wieder heraus.\nSo bleibt das Dorf trocken.'),
('bodenversiegelung',
'Bodenversiegelung',
'Abdecken des Bodens mit Asphalt, Beton oder Gebäuden, sodass kein Wasser mehr versickern kann.',
'Von Bodenversiegelung spricht man, wenn Boden mit Asphalt, Beton oder Gebäuden abgedeckt wird. Versiegelter Boden kann kein Wasser mehr aufnehmen: Der Regen versickert nicht, sondern läuft sofort in den nächsten Bach — das macht [Hochwasser](glossar:ueberflutung) höher und schneller. Zugleich gehen fruchtbare Ackerböden und Lebensräume verloren, und versiegelte Flächen heizen sich im Sommer stark auf. Österreich verbraucht im Zehnjahresmittel rund 11 Hektar Boden pro Tag; etwa die Hälfte davon wird versiegelt. Das Nachhaltigkeitsziel der Bundesregierung liegt bei 2,5 Hektar pro Tag — Entsiegelung und Bauen im Bestand sollen helfen, es zu erreichen.',
'umwelt',
'Boden wird mit Asphalt oder Beton bedeckt. Dann kann kein Wasser mehr versickern.',
'Manchmal baut man auf einer Wiese eine Straße oder ein Haus.\nDann ist der Boden zu.\nDas nennt man Boden-Versiegelung.\nRegen kann nicht mehr in den Boden.\nDas Wasser läuft sofort in den Fluss.\nDas macht Hochwasser schlimmer.');
-- ------------------------------------------------------------
-- Modul-Mapping: ALLE im Kapitel buch-fluss verwendeten Slugs
-- (neue + bestehende) dem Modul 'fluss' zuordnen. Idempotent.
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INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id)
SELECT id, 'fluss' FROM glossar WHERE key_slug IN (
-- neu angelegt
'pegel', 'hq100', 'aue', 'gefahrenzonenplan', 'restrisiko',
'rueckhaltebecken', 'bodenversiegelung',
-- bestehende g()-Slugs des Kapitels
'ueberflutung', 'einzugsgebiet', 'hochwasserschutz', 'retention',
'renaturierung', 'maeander', 'klimawandel', 'ueberschwemmungsgebiet',
'ufervegetation', 'oekosystem', 'biodiversitaet', 'flussbegradigung'
);
@@ -0,0 +1,61 @@
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-- Buch-Kapitel „Mit Karte und Koordinaten" (buch-heli) ↔ Glossar
-- 2026-07-15 · 6 neue Einträge + Modul-Mapping 'heli'
-- Mehrfach ausführbar (INSERT IGNORE), keine hartkodierten IDs.
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INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy) VALUES
('windrose', 'Windrose',
'Grafik mit den Himmelsrichtungen: vier Hauptrichtungen (N, O, S, W) und die Neben- und Zwischenrichtungen dazwischen.',
'Die Windrose ist die Richtungs-Anzeige der Karte: Sie zeigt die vier Haupthimmelsrichtungen Norden, Osten, Süden und Westen sowie die Nebenrichtungen Nordosten, Südosten, Südwesten und Nordwesten. Für genauere Angaben teilt man weiter in 16 Richtungen dann deckt jede Richtung einen Sektor von 22,5° ab (360° : 16 = 22,5°). Auf fast jeder Karte zeigt eine Windrose oder ein Nordpfeil an, wo Norden liegt. In der Luft- und Schifffahrt gibt man den Kurs zusätzlich als Winkel von 0° bis 360° an: 0° ist Norden, 90° Osten, 180° Süden, 270° Westen. Wer die Windrose sicher lesen kann, versteht Ansagen wie „Richtung Nord-Osten, 12 Kilometer" sofort.',
'geografie',
'Die Windrose zeigt die Himmels-Richtungen an.',
'Es gibt 4 Haupt-Richtungen:\nNorden, Osten, Süden und Westen.\nDazwischen gibt es noch mehr Richtungen.\nZum Beispiel: Nord-Osten.\nDie Windrose ist ein Bild mit allen Richtungen.\nSie steht auf fast jeder Karte.'),
('flugrettung', 'Flugrettung',
'Rettungsdienst aus der Luft: Notarzthubschrauber bringen medizinische Hilfe schnell an schwer erreichbare Orte.',
'Die Flugrettung ergänzt den Rettungsdienst am Boden: Ein Notarzthubschrauber bringt Notärztin oder Notarzt in wenigen Minuten zum Einsatzort besonders wichtig bei Herzinfarkt, Schlaganfall, schweren Unfällen und überall dort, wo der Rettungswagen schlecht hinkommt. In Österreich betreibt die ÖAMTC-Flugrettung 17 ganzjährige Christophorus-Stützpunkte (2025: 21.650 Einsätze), in der Schweiz erreicht die Rega mit 14 Basen jeden Punkt des Landes in rund 15 Flugminuten, in Deutschland fliegen vor allem ADAC Luftrettung und DRF Luftrettung. Die Stützpunkte sind so verteilt, dass möglichst jeder Ort in wenigen Flugminuten erreichbar ist ein geografisches Planungsproblem wie bei Feuerwehren oder Krankenhäusern.',
'gesellschaft',
'Rettung mit dem Hubschrauber aus der Luft.',
'Manchmal ist ein Mensch schwer verletzt.\nDann muss die Hilfe sehr schnell kommen.\nEin Rettungs-Hubschrauber fliegt den Not-Arzt zum Unfall-Ort.\nDer Hubschrauber kommt auch an schwierige Orte.\nZum Beispiel hoch in die Berge.\nIn Österreich heißen die Hubschrauber Christophorus.'),
('lawine', 'Lawine',
'Schneemassen, die sich plötzlich vom Berghang lösen und zu Tal stürzen eine der größten Naturgefahren im Gebirge.',
'Eine Lawine entsteht, wenn die Schneedecke am Hang ihren Halt verliert ausgelöst durch Neuschnee, Wind, Erwärmung oder die Belastung durch einzelne Wintersportler:innen. Nasse Fließlawinen wälzen sich mit 40 bis 80 km/h zu Tal, trockene Staublawinen erreichen über 200 km/h. In Österreich sterben im 10-Jahres-Mittel rund 16 Menschen pro Winter in Lawinen, die meisten davon abseits gesicherter Pisten. Schutz bieten Lawinenverbauungen, gesperrte Hänge und der tägliche Lawinenlagebericht und das eigene Verhalten: Wer die Lawinenwarnstufe kennt und gefährdete Hänge meidet, senkt das Risiko erheblich.',
'geologie',
'Schnee rutscht plötzlich den Berg hinunter.',
'Am Berg-Hang liegt viel Schnee.\nManchmal verliert der Schnee den Halt.\nDann rutscht er sehr schnell ins Tal.\nDas nennt man Lawine.\nEine Lawine ist sehr gefährlich.\nMenschen können unter dem Schnee begraben werden.'),
('lawinenwarnstufe', 'Lawinenwarnstufe',
'Fünfstufige europäische Skala für die Lawinengefahr: von Stufe 1 (gering) bis Stufe 5 (sehr groß).',
'Die Lawinenwarndienste der Alpenländer geben im Winter täglich einen Lagebericht heraus und bewerten die Gefahr mit der europaweit einheitlichen fünfstufigen Skala: 1 gering, 2 mäßig, 3 erheblich, 4 groß, 5 sehr groß. Die Skala steigt nicht gleichmäßig an: Schon bei Stufe 3 (erheblich) passieren die meisten tödlichen Lawinenunfälle, weil viele die Gefahr unterschätzen. Ab Stufe 4 können Lawinen auch Straßen und Gebäude erreichen dann werden Verkehrswege gesperrt, und Orte sind zeitweise abgeschnitten. Wintersportler:innen lesen deshalb vor jeder Tour den Lawinenlagebericht ihrer Region.',
'geologie',
'Eine Zahl von 1 bis 5 sagt, wie groß die Lawinen-Gefahr ist.',
'Fach-Leute prüfen jeden Tag den Schnee.\nDann sagen sie eine Warn-Stufe an.\nStufe 1 heißt: wenig Gefahr.\nStufe 5 heißt: sehr große Gefahr.\nSchon bei Stufe 3 ist es gefährlich.\nSchau vor einer Ski-Tour immer auf die Warn-Stufe.'),
('waldgrenze', 'Waldgrenze',
'Die Höhe im Gebirge, oberhalb derer kein geschlossener Wald mehr wächst in den Alpen bei etwa 1.700 bis 2.200 m.',
'Mit zunehmender Höhe wird es kälter und die Vegetationszeit kürzer irgendwann reicht es für Bäume nicht mehr: Diese Grenze heißt Waldgrenze. In den Alpen liegt sie je nach Region und Hanglage zwischen etwa 1.700 und 2.200 Metern. Sie verläuft nicht überall gleich hoch: Sonnseitige Hänge haben eine höhere Waldgrenze als Schattenhänge, und in den trockeneren Zentralalpen liegt sie höher als in den Randalpen. Auch der Mensch hat sie verschoben für die Almwirtschaft wurde der Wald vielerorts unter die natürliche Grenze zurückgedrängt. Oberhalb folgen Krummholz, Almen und Matten, ganz oben nur noch Fels, Schnee und Eis.',
'geografie',
'Ab dieser Höhe wachsen am Berg keine Bäume mehr.',
'Hoch oben am Berg ist es sehr kalt.\nBäume brauchen aber Wärme zum Wachsen.\nDarum gibt es ab einer bestimmten Höhe keinen Wald mehr.\nDiese Höhe heißt Wald-Grenze.\nIn den Alpen liegt sie bei ungefähr 2.000 Metern.\nÜber der Wald-Grenze gibt es nur Wiesen, Felsen und Schnee.'),
('notruf', 'Notruf',
'Anruf bei einer Rettungs-Leitstelle im Notfall europaweit unter 112, in Österreich am Berg unter 140.',
'Ein Notruf alarmiert die Rettungskräfte: Der Euronotruf 112 funktioniert in ganz Europa, ist gratis und wählt sich notfalls in jedes verfügbare Handynetz ein. In Österreich erreicht man die Rettung unter 144 und den Alpinnotruf der Bergrettung unter 140, in der Schweiz alarmiert die Nummer 1414 die Rega. Beim Anruf helfen die vier W-Fragen: Wo ist es passiert? Was ist passiert? Wie viele Verletzte? Wer ruft an? Am wichtigsten ist das Wo wer seinen Standort genau nennen kann (Ortsname, Hüttenname oder Koordinaten aus der Karten-App), verkürzt die Suche von Stunden auf Minuten. Und: nie auflegen, bevor die Leitstelle es sagt.',
'gesellschaft',
'Im Not-Fall rufst du die Nummer 112 an.',
'Ein Mensch ist verletzt und braucht Hilfe.\nDann rufst du den Not-Ruf an.\nDie Nummer 112 geht in ganz Europa.\nIn Österreich gilt am Berg auch die Nummer 140.\nSage zuerst: Wo bist du?\nLege erst auf, wenn die Leit-Stelle es erlaubt.');
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-- Modul-Mapping: ALLE Buch-Begriffe des Kapitels → Modul 'heli'
-- (idempotent; deckt neue UND bereits existierende Slugs ab)
-- ------------------------------------------------------------
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id)
SELECT id, 'heli' FROM glossar WHERE key_slug IN (
'gradnetz', 'breitengrad', 'laengengrad', 'koordinate', 'einsatzkoordinate',
'gps', 'topografische-karte', 'hoehenlinie', 'hoehenstufe', 'klimazone',
'massstab', 'kompass', 'luftlinie', 'heli-kennzeichen', 'gewitter-flug',
'vogelschlag', 'luftverkehr',
'windrose', 'flugrettung', 'lawine', 'lawinenwarnstufe', 'waldgrenze', 'notruf'
);
@@ -0,0 +1,104 @@
-- ============================================================
-- Schulbuch-Kapitel "Klimawandel an der Küste" (buch-klima.php)
-- Glossar-Ergänzungen + Modul-Mappings (klima UND klima-3d)
-- 2026-07-15 · idempotent (INSERT IGNORE), mehrfach ausführbar
-- Anwendung: mysql --default-character-set=utf8mb4 -u root geograsim < diese_datei.sql
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-- ---------- 1) Neue Glossar-Einträge (10) ----------
INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy) VALUES
('keeling-kurve', 'Keeling-Kurve',
'Die seit 1958 auf Hawaii gemessene CO₂-Kurve — der berühmteste Beleg für den Anstieg des CO₂ in der Luft.',
'Die Keeling-Kurve zeigt den CO₂-Gehalt der Atmosphäre, gemessen seit 1958 an der Station Mauna Loa auf Hawaii. Benannt ist sie nach dem Forscher Charles David Keeling, der die Messreihe begann. Die Kurve steigt Jahr für Jahr: von rund 315 [ppm](glossar:ppm) im Jahr 1958 auf über 430 ppm heute. Innerhalb eines Jahres schwankt sie leicht, weil die Pflanzen der Nordhalbkugel im Sommer viel [CO₂](glossar:co2) aufnehmen und im Winter wieder abgeben — wie ein „Atmen“ der Erde. Die Keeling-Kurve gilt als eine der wichtigsten Messreihen der Klimaforschung, weil sie den menschengemachten CO₂-Anstieg lückenlos dokumentiert.',
'klima',
'Eine Mess-Kurve zeigt: Das CO₂ in der Luft steigt seit 1958 immer weiter.',
'Auf Hawaii steht eine Mess-Station.\nSie misst seit 1958 das CO₂ in der Luft.\nDie Messung ergibt eine Kurve.\nDie Kurve heißt Keeling-Kurve.\nSie steigt jedes Jahr weiter.\nDas zeigt: Der Mensch macht immer mehr CO₂.'),
('klimatraegheit', 'Trägheit des Klimasystems',
'Ozeane und Eisschilde reagieren mit jahrzehntelanger Verzögerung — ein Teil der Erwärmung und des Meeresspiegelanstiegs ist bereits „beschlossen“.',
'Das Klimasystem reagiert träge: Ozeane und Eisschilde sind so riesig, dass sie sich nur langsam an eine wärmere Atmosphäre anpassen. Selbst wenn die [Emissionen](glossar:emissionen) heute stark sinken, steigen Temperatur und [Meeresspiegel](glossar:meeresspiegel) noch Jahrzehnte bis Jahrhunderte weiter — Fachleute sprechen vom „bereits beschlossenen“ Anteil (englisch committed warming beziehungsweise committed sea level rise). Der Grund: Die Ozeane haben bereits riesige Wärmemengen aufgenommen und geben sie nur langsam weiter, und einmal angestoßenes Eisschmelzen läuft lange nach. Deshalb lohnt sich früher Klimaschutz doppelt — jedes vermiedene Zehntelgrad verringert die künftig unvermeidbare Veränderung.',
'klima',
'Das Klima reagiert langsam — ein Teil der Erwärmung kommt auf jeden Fall noch.',
'Das Meer und das Eis sind riesig.\nSie ändern sich nur sehr langsam.\nDarum wirkt unser CO₂ noch lange nach.\nAuch wenn wir heute weniger CO₂ machen:\nDas Meer steigt noch viele Jahre weiter.\nDarum ist früher Klima-Schutz so wichtig.'),
('schwammstadt', 'Schwammstadt',
'Stadt, die Regenwasser wie ein Schwamm aufsaugt und speichert, statt es in die Kanalisation zu leiten.',
'Eine Schwammstadt ist so geplant, dass sie Regenwasser aufnimmt, speichert und langsam wieder abgibt — wie ein Schwamm. Dafür werden Flächen entsiegelt, Dächer begrünt, Bäume in spezielle Speicher-Substrate gepflanzt und Mulden oder unterirdische Speicher angelegt. Das hilft doppelt gegen [Klimafolgen](glossar:klimafolgen): Bei Starkregen läuft die Kanalisation nicht über, und in Hitzeperioden kühlt das gespeicherte Wasser über Verdunstung die Stadt. Wien, Zürich und viele deutsche Städte bauen Straßenzüge bereits nach dem Schwammstadt-Prinzip um. Die Schwammstadt ist damit ein wichtiges Beispiel für Klimaanpassung im Binnenland — weit weg von jeder Küste.',
'umwelt',
'Eine Stadt, die Regen-Wasser aufsaugt wie ein Schwamm.',
'Bei starkem Regen kommt viel Wasser auf einmal.\nIn einer Schwamm-Stadt kann das Wasser in den Boden.\nEs gibt viel Grün und wenig Beton.\nDer Boden speichert das Wasser wie ein Schwamm.\nAn heißen Tagen kühlt das Wasser die Stadt.\nSo schützt sich die Stadt gegen Regen und Hitze.'),
('gletscher', 'Gletscher',
'Große Eismasse, die sich langsam talwärts bewegt — entstanden aus über Jahrhunderte zusammengepresstem Schnee.',
'Ein Gletscher ist eine große Eismasse, die aus jahrhundertelang zusammengepresstem Schnee entsteht und sich unter ihrem eigenen Gewicht langsam talwärts bewegt. Gletscher speichern Süßwasser und geben es im Sommer als Schmelzwasser ab — viele Flüsse der Alpen leben davon. Durch die Erderwärmung schmelzen Gletscher weltweit dramatisch schnell: Die Schweizer Gletscher verloren allein 20222023 rund ein Zehntel ihres Eisvolumens. Weil Gletscher auf jedes Zehntelgrad reagieren, gelten sie als „Fieberthermometer“ des Klimas. Ihr Schmelzwasser trägt außerdem zum Anstieg des [Meeresspiegels](glossar:meeresspiegel) bei — und ein verschwundener Gletscher wächst in menschlichen Zeiträumen nicht wieder nach.',
'geologie',
'Ein großer, langsamer Strom aus Eis in den Bergen.',
'Ein Gletscher ist eine dicke Schicht aus Eis.\nEr entsteht aus altem, zusammen-gedrücktem Schnee.\nEr bewegt sich ganz langsam ins Tal.\nDurch den Klima-Wandel schmelzen die Gletscher schnell.\nEin Gletscher, der weg ist, kommt nicht zurück.'),
('versalzung', 'Versalzung',
'Salzwasser dringt in Grundwasser und Böden ein — Trinkwasser und Felder werden unbrauchbar, lange bevor Land überflutet wird.',
'Von Versalzung spricht man, wenn Salz in Grundwasser oder Böden gelangt und sie unbrauchbar macht. An Küsten ist der steigende [Meeresspiegel](glossar:meeresspiegel) eine Hauptursache: Salzwasser drückt ins Grundwasser, Brunnen liefern kein Trinkwasser mehr, und auf versalzten Feldern wachsen die meisten Nutzpflanzen nicht. Flache Inselstaaten wie Tuvalu oder die Malediven spüren das schon heute — Menschen müssen wegziehen, obwohl ihre Häuser noch trocken stehen. Versalzung entsteht auch im Binnenland, wenn in trockenen Gebieten falsch bewässert wird: Das Wasser verdunstet, das Salz bleibt im Boden zurück. Sie zählt damit zu den [Klimafolgen](glossar:klimafolgen), die lange vor einer [Überflutung](glossar:ueberflutung) wirken.',
'wasser',
'Salz kommt ins Trink-Wasser und in die Felder — beides wird unbrauchbar.',
'Das Meer steigt.\nSalz-Wasser drückt in den Boden.\nDann ist Salz im Brunnen-Wasser.\nMan kann es nicht mehr trinken.\nAuf salzigen Feldern wachsen keine Pflanzen.\nDarum müssen Menschen oft schon früh wegziehen.'),
('sturmflut', 'Sturmflut',
'Starker Wind drückt das Meerwasser gegen die Küste — der Wasserstand steigt weit über die normale Flut hinaus.',
'Bei einer Sturmflut drückt starker, lang anhaltender Wind das Meerwasser gegen die Küste, sodass der Wasserstand weit über die normale Flut steigt. An der Nordsee können Sturmfluten mehrere Meter über dem mittleren Hochwasser liegen — die Sturmflut von 1953 tötete in den Niederlanden über 1.800 Menschen und führte zum Bau der Deltawerke, dreizehn gewaltiger Sperrwerke. Der steigende [Meeresspiegel](glossar:meeresspiegel) macht Sturmfluten gefährlicher: Jeder Zentimeter Anstieg erhöht die Basis, von der aus die Flut startet. [Küstenschutz](glossar:kuestenschutz) wie Deiche und Sperrwerke muss deshalb laufend nachgerüstet werden.',
'wasser',
'Sturm drückt das Meer an die Küste — das Wasser steigt sehr hoch.',
'Bei einer Sturm-Flut weht sehr starker Wind.\nDer Wind drückt das Meer gegen das Land.\nDas Wasser steigt viel höher als normal.\nDas ist gefährlich für Menschen an der Küste.\nDeiche und Schutz-Tore halten das Wasser auf.\nWeil das Meer steigt, werden Sturm-Fluten schlimmer.'),
('waermeausdehnung', 'Wärmeausdehnung',
'Warmes Wasser braucht mehr Platz als kaltes — ein Hauptgrund für den Anstieg des Meeresspiegels.',
'Fast alle Stoffe dehnen sich aus, wenn sie wärmer werden — auch Wasser. Erwärmt sich der Ozean, brauchen dieselben Wassermassen mehr Platz, und der [Meeresspiegel](glossar:meeresspiegel) steigt, ohne dass ein einziger Tropfen dazukommt. Die Ozeane nehmen rund 90 % der zusätzlichen Wärme aus dem verstärkten [Treibhauseffekt](glossar:treibhauseffekt) auf; die Wärmeausdehnung verursacht deshalb etwa ein Drittel bis die Hälfte des bisherigen Meeresspiegelanstiegs. Den Rest liefert Schmelzwasser von [Gletschern](glossar:gletscher) und Eisschilden. Weil sich die Wärme nur langsam in die Tiefe der Ozeane verteilt, wirkt die Ausdehnung noch Jahrhunderte nach — selbst wenn die Erwärmung stoppt.',
'physik',
'Warmes Wasser braucht mehr Platz als kaltes Wasser.',
'Wird Wasser warm, dehnt es sich aus.\nEs braucht dann mehr Platz.\nDas Meer nimmt viel Wärme auf.\nDarum steigt das Meer — ganz ohne neues Wasser.\nDas ist ein Haupt-Grund für den Meeres-Anstieg.'),
('folgekosten', 'Folgekosten (externe Kosten)',
'Kosten, die eine Entscheidung später oder bei anderen verursacht — sie stehen in keiner Rechnung, bezahlt werden sie trotzdem.',
'Folgekosten sind Kosten, die durch eine Entscheidung erst später entstehen oder von anderen getragen werden — Ökonom:innen sprechen auch von externen Kosten. Beispiel [Kohlekraftwerk](glossar:kohlekraftwerk): Der Strom ist billig, doch die [Emissionen](glossar:emissionen) verursachen Flutschäden, Ernteausfälle und Gesundheitskosten, die in keiner Betriebsrechnung auftauchen. Studien beziffern die Klimaschäden pro Tonne CO₂ auf ein Vielfaches der heutigen CO₂-Preise. Wer Folgekosten mitrechnet, kommt oft zu einem anderen Ergebnis: Klimaschutz kostet heute — kein Klimaschutz kostet später deutlich mehr. Instrumente wie CO₂-Steuern versuchen, externe Kosten in die Preise zu holen, damit die Verursacher sie selbst bezahlen.',
'wirtschaft',
'Kosten, die erst später kommen — oder die andere Menschen bezahlen müssen.',
'Manche Dinge sind beim Kauf billig.\nAber sie machen später großen Schaden.\nZum Beispiel Strom aus Kohle:\nEr macht viel CO₂.\nDas CO₂ führt zu Hochwasser und Hitze.\nDiese Schäden kosten viel Geld — das sind Folge-Kosten.'),
('zielkonflikt', 'Zielkonflikt',
'Zwei wünschenswerte Ziele stehen im Widerspruch — wer das eine erreicht, gefährdet das andere.',
'Ein Zielkonflikt liegt vor, wenn zwei an sich wünschenswerte Ziele nicht gleichzeitig voll erreichbar sind. Ein klassisches Beispiel aus dem Klimaschutz: Ein [Kohlekraftwerk](glossar:kohlekraftwerk) liefert billigen Strom und sichert Arbeitsplätze — heizt aber die Erde weiter auf; ein Flughafen bringt Tourismus-Einnahmen und zugleich mehr Emissionen. Politik und Raumplanung müssen solche Konflikte abwägen: Welche Interessen wiegen schwerer, wer trägt die Lasten, gibt es einen Kompromiss oder eine Alternative — etwa [erneuerbare Energie](glossar:erneuerbare-energie) statt Kohle? Zielkonflikte ehrlich zu benennen ist der erste Schritt zu guten Entscheidungen; sie zu verschweigen führt fast immer zu Streit.',
'gesellschaft',
'Zwei gute Ziele passen nicht zusammen — man muss abwägen.',
'Manchmal will man zwei gute Dinge auf einmal.\nAber beide zusammen gehen nicht.\nZum Beispiel: billiger Strom und sauberes Klima.\nEin Kohle-Kraftwerk gibt billigen Strom.\nAber es schadet dem Klima.\nDann muss man entscheiden, was wichtiger ist.'),
('hitzetag', 'Hitzetag',
'Ein Tag mit mindestens 30 °C Höchsttemperatur — durch den Klimawandel gibt es immer mehr davon.',
'Als Hitzetag zählt in der Meteorologie ein Tag, an dem die Höchsttemperatur 30 °C erreicht oder übersteigt. Die Zahl der Hitzetage ist einer der deutlichsten Anzeiger des Klimawandels: In Österreich hat sie sich seit Mitte des 20. Jahrhunderts verdoppelt bis verdreifacht, und die Wiener Innenstadt zählte 2024 erstmals über 50 Hitzetage in einem Jahr. Hitze belastet vor allem ältere Menschen, Kleinkinder und Kranke — in dicht bebauten Städten staut sich die Wärme zusätzlich (Hitzeinsel-Effekt). Städte reagieren mit mehr Grün, Beschattung, Trinkbrunnen und dem Umbau zur [Schwammstadt](glossar:schwammstadt). Verwandte Begriffe: Sommertag (ab 25 °C) und Tropennacht (kühlt nicht unter 20 °C ab).',
'klima',
'Ein Tag mit 30 Grad Hitze oder mehr.',
'An einem Hitze-Tag wird es 30 Grad heiß oder mehr.\nFrüher gab es wenige Hitze-Tage.\nHeute gibt es doppelt so viele.\nGroße Hitze ist ungesund, besonders für alte Menschen.\nBäume und Wasser machen die Stadt kühler.');
-- ---------- 2) Modul-Mappings: ALLE Kapitel-Begriffe → 'klima' UND 'klima-3d' ----------
-- (bestehende + neue Slugs; INSERT IGNORE = idempotent)
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id)
SELECT id, 'klima' FROM glossar WHERE key_slug IN (
'treibhauseffekt','co2','meeresspiegel','kipppunkt','ppm','windpark','hochwasserschutz',
'treibhausgas','methan','fossile-brennstoffe','emissionen','pariser-abkommen','klimafolgen',
'ueberflutung','energiemix','kohlekraftwerk','erneuerbare-energie','wasserkraft','windenergie',
'photovoltaik','dunkelflaute','pumpspeicher','turbine','megawatt','blackout','kuestenschutz',
'mangrove','permafrost','klimaneutralitaet','steuern','wartung',
'keeling-kurve','klimatraegheit','schwammstadt','gletscher','versalzung','sturmflut',
'waermeausdehnung','folgekosten','zielkonflikt','hitzetag'
);
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id)
SELECT id, 'klima-3d' FROM glossar WHERE key_slug IN (
'treibhauseffekt','co2','meeresspiegel','kipppunkt','ppm','windpark','hochwasserschutz',
'treibhausgas','methan','fossile-brennstoffe','emissionen','pariser-abkommen','klimafolgen',
'ueberflutung','energiemix','kohlekraftwerk','erneuerbare-energie','wasserkraft','windenergie',
'photovoltaik','dunkelflaute','pumpspeicher','turbine','megawatt','blackout','kuestenschutz',
'mangrove','permafrost','klimaneutralitaet','steuern','wartung',
'keeling-kurve','klimatraegheit','schwammstadt','gletscher','versalzung','sturmflut',
'waermeausdehnung','folgekosten','zielkonflikt','hitzetag'
);
@@ -0,0 +1,93 @@
-- ============================================================
-- Schulbuch-Kapitel Kofferdetektiv ↔ Glossar
-- 2026-07-15 · idempotent (INSERT IGNORE), MySQL-kompatibel
-- 7 neue Glossar-Einträge + glossar_modules-Mapping für ALLE
-- im Kapitel (buch-kofferdetektiv.php) verwendeten g()-Slugs.
-- ============================================================
-- ---------- Neue Glossar-Einträge ----------
INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy) VALUES
('reisemotiv', 'Reisemotiv',
'Der Grund, aus dem ein Mensch eine Reise unternimmt z. B. Erholung, Kultur, Besuch oder Beruf.',
'Reisemotive sind die Beweggründe für eine Reise. Die Tourismusforschung unterscheidet vor allem: Erholung (Strand, Berge, Wellness), Neugier auf Kultur und Städte, Besuche bei Familie und Freund:innen (VFR visiting friends and relatives), Sport und Events sowie Geschäftsreisen. Aus den Motiven entstehen unterschiedliche Tourismusarten: Wer Erholung sucht, bucht eher einen Badeurlaub wer Kultur sucht, einen Städtetrip. Für Reiseziele ist das wichtig, denn sie richten ihr Angebot auf bestimmte Motive aus, etwa Vorarlberg auf Berg- und Wintersport.',
'gesellschaft',
'Der Grund, warum ein Mensch reist.',
'Menschen reisen aus verschiedenen Gründen.\nManche wollen sich erholen.\nManche wollen fremde Städte sehen.\nManche besuchen ihre Familie.\nUnd manche reisen für die Arbeit.\nDer Grund für eine Reise heißt Reise-Motiv.'),
('tourismusarten', 'Tourismusarten',
'Formen des Reisens wie Badeurlaub, Städtetrip, Wintersport oder Geschäftsreise geordnet nach Motiv und Ziel.',
'Tourismusarten teilen das Reisen in Formen ein. Man ordnet sie nach dem Motiv (Erholungs-, Kultur-, Sport- oder Geschäftstourismus), nach dem Ziel (Badeurlaub am Meer, Städtetourismus, Bergtourismus) oder nach der Organisation (Pauschalreise oder individuell geplant). Auch die Dauer zählt: vom Tagesausflug bis zur Fernreise. Eine Region lebt oft von mehreren Arten zugleich am Bodensee etwa von Ausflugs-, Rad- und Kulturtourismus. Wer Tourismusarten kennt, versteht, warum Orte so unterschiedlich auf ihre Gäste eingestellt sind.',
'gesellschaft',
'Verschiedene Formen vom Reisen.',
'Es gibt viele Arten von Urlaub.\nZum Beispiel: Bade-Urlaub am Meer.\nOder eine Reise in eine große Stadt.\nOder Ski-Fahren in den Bergen.\nDiese Formen heißen Tourismus-Arten.'),
('gepaeckfoerderanlage', 'Gepäckförderanlage',
'Automatisches Band- und Sortiersystem, das Koffer am Flughafen vom Check-in zum richtigen Flugzeug bringt.',
'Eine Gepäckförderanlage ist das meist unterirdische Transportsystem eines Flughafens. Nach der Abgabe am Schalter liest ein Scanner das Barcode-Etikett des Koffers; Förderbänder und automatische Weichen leiten ihn durch Sicherheitskontrolle und Sortierung bis zur Verladestation seines Flugs. Am Flughafen Frankfurt ist die Anlage rund 81 Kilometer lang und schafft bis zu 125.000 Gepäckstücke pro Tag mit bis zu 18 km/h. Ist die Umsteigezeit zu kurz oder fällt ein Glied der Kette aus, verpasst der Koffer seinen Flug und muss nachgeschickt werden.',
'verkehr',
'Eine Maschine mit langen Bändern für Koffer am Flughafen.',
'Am Flughafen gibst du deinen Koffer ab.\nDann fährt der Koffer auf langen Bändern.\nEine Maschine liest das Etikett am Koffer.\nSo findet der Koffer sein Flugzeug.\nDiese Maschine heißt Gepäck-Förder-Anlage.'),
('kondensstreifen', 'Kondensstreifen',
'Weiße Wolkenstreifen hinter Flugzeugen aus gefrorenen Wassertröpfchen sie wärmen das Klima zusätzlich.',
'Kondensstreifen entstehen, wenn heiße, feuchte Flugzeug-Abgase in großer Höhe auf sehr kalte Luft treffen: Der Wasserdampf gefriert an Rußteilchen zu winzigen Eiskristallen. Bei feuchter Höhenluft bleiben die Streifen stundenlang bestehen und breiten sich zu Schleierwolken aus. Diese Wolken lassen das Sonnenlicht durch, halten aber die Wärmestrahlung der Erde zurück wie eine dünne zusätzliche Wärmedecke. Deshalb tragen Kondensstreifen erheblich zur Klimawirkung des Flugverkehrs bei: Sie gehören zu den Nicht-CO₂-Effekten, die zusammen etwa zwei Drittel der Klimawirkung des Fliegens ausmachen.',
'klima',
'Weiße Streifen am Himmel hinter einem Flugzeug.',
'Hinter Flugzeugen sieht man oft weiße Streifen.\nDas sind Kondens-Streifen.\nSie bestehen aus kleinen Eis-Kristallen.\nDie Streifen können zu Wolken werden.\nDiese Wolken machen die Erde wärmer.'),
('nicht-co2-effekte', 'Nicht-CO₂-Effekte',
'Klimawirkungen des Fliegens, die nicht vom CO₂ stammen vor allem Kondensstreifen und Stickoxide in großer Höhe.',
'Flugzeuge wirken auf das Klima nicht nur durch CO₂. In 10 bis 12 Kilometern Höhe erzeugen sie Kondensstreifen, die sich zu wärmenden Schleierwolken ausbreiten, und Stickoxide, aus denen dort das Treibhausgas Ozon entsteht. Diese Nicht-CO₂-Effekte machen nach Forschung des DLR etwa zwei Drittel der gesamten Klimawirkung des Luftverkehrs aus das CO₂ selbst nur ein Drittel. Viele CO₂-Rechner zeigen darum nur einen Teil der Wahrheit: Wer die volle Klimawirkung eines Flugs abschätzen will, muss die reine CO₂-Menge etwa verdreifachen.',
'klima',
'Fliegen schadet dem Klima nicht nur durch das Gas CO₂.',
'Flugzeuge stoßen das Gas CO₂ aus.\nCO₂ macht die Erde wärmer.\nAber Flugzeuge machen noch mehr:\nSie machen weiße Streifen am Himmel.\nAuch diese Streifen wärmen die Erde.\nDas nennt man Nicht-CO₂-Effekte.'),
('kurzstreckenflug', 'Kurzstreckenflug',
'Flug über eine kurze Distanz (bis etwa 1.500 km) pro Kilometer besonders klimaschädlich und oft durch die Bahn ersetzbar.',
'Als Kurzstreckenflüge gelten Flüge bis etwa 1.500 Kilometer, zum Beispiel WienParis oder ZürichBerlin. Pro Kilometer sind sie besonders klimaschädlich, weil Start und Steigflug am meisten Treibstoff verbrauchen und bei kurzen Strecken stark ins Gewicht fallen. Gleichzeitig sind genau diese Strecken oft gut mit der Bahn erreichbar ein Fernzug verursacht nur rund ein Sechstel der Treibhausgase. Deshalb setzen viele Länder hier an: Frankreich hat Inlandsflüge verboten, wenn die Bahn das Ziel in weniger als 2,5 Stunden erreicht.',
'verkehr',
'Ein Flug über eine kurze Strecke.',
'Ein Kurz-Strecken-Flug ist ein kurzer Flug.\nZum Beispiel von Wien nach Paris.\nKurze Flüge schaden dem Klima besonders.\nDenn der Start braucht sehr viel Treibstoff.\nBesser ist auf kurzen Strecken der Zug.'),
('nachtzug', 'Nachtzug',
'Zug mit Schlaf- und Liegewagen, der über Nacht fährt klimafreundliche Alternative zum Flug in Europa.',
'Ein Nachtzug fährt lange Strecken über Nacht und führt Schlaf-, Liege- und Sitzwagen: abends einsteigen, morgens mitten in einer anderen Stadt aufwachen Reisezeit wird zu Schlafzeit. Nach Jahren des Rückzugs erleben Nachtzüge in Europa eine Renaissance, vor allem als klimafreundliche Alternative zum Kurz- und Mittelstreckenflug: Auf gleicher Strecke verursacht die Bahn nur etwa ein Sechstel der Treibhausgase. Das größte Nachtzugnetz Europas betreiben die ÖBB mit dem Nightjet über 25 Metropolen von Hamburg bis Rom, mit Halten auch in Feldkirch.',
'verkehr',
'Ein Zug, der in der Nacht fährt. Man kann darin schlafen.',
'Ein Nacht-Zug fährt in der Nacht.\nDu steigst am Abend ein.\nIm Zug gibt es Betten.\nDu schläfst während der Fahrt.\nAm Morgen bist du in einer anderen Stadt.\nDer Nacht-Zug ist gut für das Klima.');
-- ---------- Modul-Mapping: ALLE g()-Slugs des Kapitels ----------
-- (kofferdetektiv hatte lokal noch keine glossar_modules-Zuordnungen)
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@@ -0,0 +1,101 @@
-- =====================================================================
-- Schulbuch-Kapitel Logistik ↔ Glossar
-- Datum: 2026-07-15 · Kapitel: App/pages/buch-logistik.php
-- Mehrfach ausführbar (INSERT IGNORE), keine hartkodierten IDs.
-- Anwendung lokal:
-- /c/xampp/mysql/bin/mysql.exe -u root --default-character-set=utf8mb4 geograsim < App/Don_t_Deploy/2026-07-15-buch-glossar-logistik.sql
-- =====================================================================
SET NAMES utf8mb4;
-- ---------------------------------------------------------------------
-- 1) Neue Glossar-Einträge
-- ---------------------------------------------------------------------
INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy) VALUES
('modal-split',
'Modal Split',
'Aufteilung des Verkehrs auf die Verkehrsträger Straße, Schiene, Wasser und Luft meist in Prozent.',
'Der Modal Split beschreibt, wie sich der Verkehr auf die verschiedenen Verkehrsträger verteilt beim Güterverkehr also auf LKW, Bahn, Schiff und Flugzeug. Angegeben wird er meist in Prozent der Transportleistung (Tonnenkilometer). In der EU liegt der Modal Split im Güterverkehr bei rund 78 % Straße, 17 % Schiene und 5 % [Binnenschiff](glossar:binnenschiff). Verkehrspolitik will diesen Split verschieben: mehr Güter auf die klimafreundlichere Schiene, weniger auf die Straße das nennt man Verkehrsverlagerung. Auch beim Personenverkehr spricht man vom Modal Split, etwa zwischen Auto, Öffis, Rad und Zufußgehen.',
'verkehr',
'Der Modal Split zeigt: Wie viel fährt mit LKW, wie viel mit Zug, wie viel mit Schiff?',
'Waren reisen mit LKW, Zug oder Schiff.\nDer Modal Split ist eine Zahlen-Aufteilung.\nEr zeigt: Wie viel fährt womit?\nIn Europa fährt das meiste mit dem LKW.\nViele Länder wollen das ändern.\nMehr Waren sollen mit dem Zug fahren.'),
('transitverkehr',
'Transitverkehr',
'Verkehr, der ein Land nur durchquert Start und Ziel liegen in anderen Ländern.',
'Transitverkehr ist Verkehr, der ein Land oder eine Region nur durchquert: Start und Ziel liegen woanders. Österreich und die Schweiz sind klassische Transitländer, weil die wichtigsten Routen zwischen Nord- und Südeuropa über die Alpen führen. Der meistbefahrene Übergang ist der Brenner: 2024 rollten dort rund 2,46 Millionen LKW fast dreimal so viele wie über alle Schweizer Alpenrouten zusammen. Für die Bevölkerung entlang der Strecke bedeutet Transit Lärm, Abgase und Stau, ohne dass die Waren für sie bestimmt sind. Gegenmittel sind Maut und Abgaben, Fahrverbote, die [Rollende Landstraße](glossar:rollende-landstrasse) und neue [Basistunnel](glossar:basistunnel) für die Bahn.',
'verkehr',
'Transit-Verkehr fährt nur durch ein Land hindurch Start und Ziel sind woanders.',
'Manche LKW fahren nur durch ein Land hindurch.\nSie starten woanders. Sie halten nicht an.\nDas nennt man Transit-Verkehr.\nViele LKW fahren durch Österreich über die Alpen.\nDas macht Lärm und Abgase.\nDie Menschen im Tal leiden darunter.'),
('just-in-time',
'Just-in-time',
'Liefer-Prinzip: Ware kommt genau dann an, wenn sie gebraucht wird fast ohne Lager.',
'Just-in-time (englisch: „gerade rechtzeitig") ist ein Liefer-Prinzip: Material und Waren treffen genau dann ein, wenn sie gebraucht werden in der Fabrik am Band oder im Geschäft im Regal. Firmen sparen so teure Lagerhallen und gebundenes Geld; das „Lager" fährt gewissermaßen auf der Autobahn mit. Der Preis dafür ist Verwundbarkeit: Fällt ein Glied der [Logistikkette](glossar:logistikkette) aus, steht binnen Tagen die Produktion. Das zeigte 2021 die „Ever Given": Ein einziges quergestelltes Schiff im Suezkanal ließ Wochen später in Europa Teile und Produkte fehlen. Erfunden wurde das Prinzip in der japanischen Autoindustrie (Toyota).',
'wirtschaft',
'Just-in-time heißt: Die Ware kommt genau dann, wenn man sie braucht.',
'Lager kosten viel Geld.\nDarum haben viele Firmen fast kein Lager.\nDie Ware kommt genau zur richtigen Zeit.\nDas heißt: just in time.\nAber Vorsicht: Kommt die Ware zu spät, steht die Fabrik still.\nDann bleibt auch das Regal im Geschäft leer.'),
('rollende-landstrasse',
'Rollende Landstraße (RoLa)',
'Kombinierter Verkehr, bei dem der komplette LKW auf einem Zug mitfährt.',
'Bei der Rollenden Landstraße (kurz RoLa) fährt der komplette LKW Zugmaschine samt Anhänger auf einen Spezialzug mit besonders niedrigen Waggons und rollt so über die Alpen. Die Fahrer:innen reisen im Begleitwagen mit und können ihre gesetzliche Ruhezeit einhalten, während der Zug fährt. In Österreich gibt es RoLa-Verbindungen vor allem auf der Brennerachse, etwa von Wörgl zum Brennersee. Vorteil: weniger Lärm und Abgase im Tal, kein [Umschlag](glossar:umschlag) der Ware nötig. Nachteil: Der Zug schleppt das tote Gewicht der LKW mit effizienter ist der unbegleitete kombinierte Verkehr, bei dem nur der [Container](glossar:container) oder Auflieger verladen wird.',
'verkehr',
'Bei der Rollenden Land-Straße fährt der ganze LKW auf einem Zug mit.',
'Manchmal fährt ein ganzer LKW auf einem Zug.\nDer Zug bringt ihn über die Alpen.\nDas nennt man: Rollende Land-Straße.\nDie Fahrerin oder der Fahrer fährt im Zug mit.\nSo gibt es weniger Lärm und weniger Abgase im Tal.'),
('basistunnel',
'Basistunnel',
'Langer, flacher Eisenbahntunnel am Fuß eines Gebirges Züge sparen sich die Steigung.',
'Ein Basistunnel ist ein Eisenbahntunnel, der ein Gebirge nicht oben am Pass, sondern tief unten an seiner Basis durchquert. Weil er fast eben verläuft, können Güterzüge schwerer und länger sein und brauchen keine zusätzlichen Loks für die Steigung das macht die Bahn gegenüber dem LKW konkurrenzfähig. Der Gotthard-Basistunnel in der Schweiz (57 km, eröffnet 2016) ist der längste Eisenbahntunnel der Welt. Österreich und Italien bauen den Brenner-Basistunnel von Innsbruck nach Franzensfeste: 55 km, mit der Umfahrung Innsbrucks 64 km Eröffnung frühestens 2032. Solche Tunnel sind das Rückgrat der Verkehrsverlagerung: Sie sollen den [Transitverkehr](glossar:transitverkehr) von der Straße auf die Schiene holen.',
'verkehr',
'Ein Basis-Tunnel ist ein sehr langer Bahn-Tunnel unten durch den Berg.',
'Züge kommen schwer über hohe Berge.\nDarum baut man einen Tunnel ganz unten durch den Berg.\nDas ist ein Basis-Tunnel.\nDer Zug muss dann nicht mehr klettern.\nDer Gotthard-Basis-Tunnel in der Schweiz ist 57 Kilometer lang.\nÖsterreich baut den Brenner-Basis-Tunnel.'),
('binnenschiff',
'Binnenschiff',
'Frachtschiff für Flüsse und Kanäle transportiert große Mengen langsam, aber günstig.',
'Ein Binnenschiff ist ein Frachtschiff, das nicht auf dem Meer, sondern auf Flüssen, Kanälen und Seen fährt in Europa vor allem auf Rhein und Donau. Es befördert Massengüter wie Getreide, Kohle, Baustoffe oder [Container](glossar:container): langsam, aber sehr günstig und mit wenig CO₂ je Tonne. Ein einziger Schubverband ersetzt über hundert LKW-Ladungen. Der Rhein verbindet den Hafen Rotterdam mit der Schweiz, die Donau verbindet Bayern und Österreich mit dem Schwarzen Meer. Schwachstelle ist das Wetter: Bei Niedrigwasser dürfen die Schiffe nur teilbeladen fahren in Dürresommern wird der Fluss zum Engpass.',
'verkehr',
'Ein Binnen-Schiff fährt auf dem Fluss und trägt sehr viel Ware.',
'Ein Binnen-Schiff fährt nicht auf dem Meer.\nEs fährt auf dem Fluss, zum Beispiel auf der Donau.\nEs trägt sehr viel Ware auf einmal.\nEin Schiff ersetzt viele LKW.\nEs ist billig, aber langsam.\nBei wenig Wasser im Fluss kann es nicht voll fahren.'),
('letzte-meile',
'Letzte Meile',
'Der letzte Abschnitt einer Lieferung bis zur Haustür der teuerste Teil der ganzen Kette.',
'Die „letzte Meile" ist der letzte Abschnitt einer Lieferung: vom Verteilzentrum bis zur Haustür oder ins Geschäft. Sie ist der teuerste und aufwendigste Teil der ganzen [Logistikkette](glossar:logistikkette) statt hunderter Container auf einem Zug fährt hier ein Zusteller mit einzelnen Paketen von Adresse zu Adresse, oft mit mehreren Klingel-Versuchen. Durch den Online-Handel wächst dieser Verkehr rasant: Allein in Deutschland waren 2024 über 4 Milliarden Paketsendungen unterwegs. Städte und Paketdienste testen deshalb Lösungen wie Paketstationen, Mikro-Depots und Lastenräder, um Wohnstraßen zu entlasten.',
'verkehr',
'Die letzte Meile ist das letzte Stück vom Paket-Weg bis zu deiner Haus-Tür.',
'Ein Paket macht eine lange Reise.\nDas letzte Stück geht bis zu deiner Haus-Tür.\nDieses Stück heißt: die letzte Meile.\nEs ist das teuerste Stück vom ganzen Weg.\nDer Bote fährt von Haus zu Haus.\nDarum gibt es jetzt auch Paket-Stationen und Lasten-Räder.');
-- ---------------------------------------------------------------------
-- 2) Modul-Mapping (neue + alle bereits im Kapitel verwendeten Slugs)
-- IMMER per Subquery, nie hartkodierte IDs.
-- ---------------------------------------------------------------------
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='modal-split';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='transitverkehr';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='just-in-time';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='rollende-landstrasse';
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INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='letzte-meile';
-- Bestehende g()-Slugs des Kapitels (idempotent, sichert vollständige Modulseite)
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='logistik';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='hafen';
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INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='disposition';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='auftrag';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='frist';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='fahrzeug';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='logistikkette';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='spedition';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='leerfahrt';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='bahnterminal';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='umschlag';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='intermodal';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='welt-hafen';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='teu';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='standkosten';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='verderblich';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'logistik' FROM glossar WHERE key_slug='reefer-container';
@@ -0,0 +1,72 @@
-- ============================================================
-- Schulbuch-Kapitel "Sonne, Erde, Mond" (buch-sonnensystem.php)
-- Glossar-Ergänzungen + Modul-Mappings · 2026-07-15
-- Mehrfach ausführbar (INSERT IGNORE), keine hardcodierten IDs.
-- ============================================================
-- ---------- 1) Neue Glossar-Einträge ----------
INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy) VALUES
('gebundene-rotation', 'Gebundene Rotation',
'Ein Mond dreht sich genau einmal um sich selbst, während er einmal um seinen Planeten läuft — deshalb zeigt er immer dieselbe Seite.',
'Unser Mond braucht für eine Drehung um sich selbst exakt so lange wie für einen Umlauf um die Erde: 27,3 Tage. Diese Kopplung heißt gebundene Rotation — die Folge ist, dass wir von der Erde aus immer dieselbe Mondseite sehen. Die Rückseite wurde erst 1959 von der sowjetischen Raumsonde Lunik 3 fotografiert. Verursacht haben die Kopplung die Gezeitenkräfte der Erde: Sie haben die Monddrehung über Milliarden Jahre abgebremst, bis sie im Takt des Umlaufs war. Gebundene Rotation ist im Sonnensystem die Regel, nicht die Ausnahme — fast alle großen Monde zeigen ihrem Planeten stets dieselbe Seite.',
'astronomie',
'Der Mond zeigt der Erde immer die gleiche Seite.',
'Der Mond wandert um die Erde.\nDabei dreht er sich auch um sich selbst.\nBeides dauert genau gleich lang.\nDarum sehen wir immer die gleiche Seite vom Mond.\nDie Rück-Seite sehen wir von der Erde aus nie.'),
('lichtgeschwindigkeit', 'Lichtgeschwindigkeit',
'Die höchste Geschwindigkeit, die es gibt: Licht legt rund 300.000 Kilometer pro Sekunde zurück.',
'Licht bewegt sich mit knapp 300.000 km pro Sekunde — schneller geht es nach den Gesetzen der Physik nicht. Im Alltag wirkt Licht deshalb „sofort da", doch im Weltall werden die Laufzeiten spürbar: Vom Mond braucht das Licht 1,3 Sekunden, von der Sonne 8 Minuten 20 Sekunden (150.000.000 : 300.000 = 500 Sekunden). Wir sehen die Sonne also immer so, wie sie vor gut 8 Minuten war. Astronominnen und Astronomen nutzen die Lichtlaufzeit sogar als Entfernungsmaß: Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt — rund 9,5 Billionen Kilometer. Der nächste Stern nach der Sonne ist über 4 Lichtjahre entfernt.',
'physik',
'Licht ist das Schnellste, das es gibt: 300.000 Kilometer in jeder Sekunde.',
'Nichts ist schneller als Licht.\nLicht schafft 300.000 Kilometer in einer Sekunde.\nTrotzdem ist das Welt-All riesig.\nVom Mond braucht das Licht 1,3 Sekunden zu uns.\nVon der Sonne braucht es gut 8 Minuten.'),
('kernschatten', 'Kernschatten und Halbschatten',
'Der Schatten eines Himmelskörpers hat zwei Zonen: den dunklen Kernschatten und den nur teilweise abgedunkelten Halbschatten.',
'Weil die Sonne keine punktförmige Lampe ist, sondern eine riesige leuchtende Kugel, wirft jeder Himmelskörper einen doppelten Schatten: Im Kernschatten ist die Sonne komplett verdeckt, im Halbschatten ringsherum nur teilweise. Bei einer [Sonnenfinsternis](glossar:sonnenfinsternis) entscheidet das über das Erlebnis: Nur wer im schmalen Kernschatten des Mondes steht (oft nur gut 100 km breit), sieht eine totale Finsternis — im viel größeren Halbschatten bleibt sie partiell, die Sonne wirkt „angeknabbert". Auch bei einer [Mondfinsternis](glossar:mondfinsternis) gilt die Unterscheidung: Erst wenn der Mond ganz in den Kernschatten der Erde eintaucht, färbt er sich kupferrot; streift er nur den Halbschatten, wird er kaum merklich dunkler.',
'astronomie',
'Ein Schatten hat einen ganz dunklen Teil und einen halb-dunklen Rand.',
'Die Sonne ist eine riesige Licht-Kugel.\nDarum hat jeder Schatten im Welt-All zwei Teile.\nIn der Mitte ist der Kern-Schatten.\nDort ist die Sonne ganz verdeckt.\nAußen herum ist der Halb-Schatten.\nDort ist die Sonne nur zum Teil verdeckt.'),
('lichtverschmutzung', 'Lichtverschmutzung',
'Künstliches Licht hellt den Nachthimmel auf — Sterne werden unsichtbar, Tiere und Menschen geraten aus dem Rhythmus.',
'Straßenlampen, Reklametafeln und angestrahlte Gebäude schicken einen Teil ihres Lichts in den Himmel. Dort wird es von Luft und Staub gestreut und legt eine helle Glocke über Städte und Täler — der Nachthimmel „verblasst". Über einer Großstadt sind statt tausender Sterne oft nur noch ein paar Dutzend zu sehen. Lichtverschmutzung stört außerdem nachtaktive Tiere: Zugvögel verlieren die Orientierung, Insekten verenden zu Millionen an Lampen. Dagegen helfen abgeschirmte, warmweiße Leuchten, die nur nach unten strahlen. In Schutzgebieten wie dem Sternenpark Attersee-Traunsee in Oberösterreich wird der dunkle Nachthimmel gezielt bewahrt — dort ist sogar die Milchstraße wieder frei sichtbar.',
'umwelt',
'Zu viel künstliches Licht macht den Nacht-Himmel hell. Dann sieht man die Sterne nicht mehr.',
'In der Stadt brennen nachts viele Lampen.\nDas Licht strahlt auch in den Himmel.\nDer Himmel wird dadurch hell.\nDann sieht man nur noch wenige Sterne.\nDas Licht stört auch Vögel und Insekten.\nIn den Bergen ist der Himmel dunkel.\nDort sieht man tausende Sterne.'),
('planetenweg', 'Planetenweg',
'Ein Wanderweg, auf dem das Sonnensystem maßstäblich verkleinert aufgebaut ist — meist im Maßstab 1 : 1 Milliarde.',
'Auf einem Planetenweg ist das Sonnensystem so stark verkleinert, dass man es abgehen kann — Größen und Abstände im selben [Maßstab](glossar:massstab), meist 1 : 1 Milliarde. Ein Meter auf dem Weg entspricht dann 1 Million Kilometern im All, ein Schritt ungefähr der doppelten Entfernung ErdeMond. So wird körperlich erfahrbar, wie leer das Sonnensystem ist: Die Sonne ist eine Kugel von 1,4 m, die Erde nur 13 mm klein und schon 150 m entfernt — und bis zum Neptun wandert man 4,5 km. Planetenwege gibt es überall im DACH-Raum, zum Beispiel in Kreuzlingen am Bodensee oder am Uetliberg bei Zürich.',
'astronomie',
'Ein Wander-Weg, auf dem das Sonnen-System ganz klein nachgebaut ist.',
'Das echte Sonnen-System ist riesig.\nAuf einem Planeten-Weg ist es 1 Milliarde Mal verkleinert.\nDie Sonne ist dort eine große Kugel.\nDie Erde ist nur so groß wie eine Murmel.\nDu gehst von Planet zu Planet.\nSo spürst du: Das Welt-All ist fast leer.');
-- ---------- 2) Modul-Mappings (module_id = 'sonnensystem') ----------
-- Neue Einträge:
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='gebundene-rotation';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='lichtgeschwindigkeit';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='kernschatten';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='lichtverschmutzung';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='planetenweg';
-- Bestehende Einträge, die im Buch-Kapitel per g() verlinkt sind (idempotent):
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='zeitzone';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='datumsgrenze';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='laengengrad';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='massstab';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='achsneigung';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='mondphase';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='sonnenfinsternis';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='mondfinsternis';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='aequator';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='ekliptik';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='sonnenwende';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='tag-und-nacht-gleiche';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='polarkreis';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='polartag';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='polarnacht';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='wendekreis';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='zenit';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='astronomische-einheit';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'sonnensystem' FROM glossar WHERE key_slug='photon';
@@ -0,0 +1,81 @@
-- ============================================================
-- Schulbuch-Kapitel „Tourismusregion (Besucherströme lenken)"
-- Glossar-Einträge + Modul-Mapping · 2026-07-15
-- Idempotent (INSERT IGNORE), mehrfach ausführbar, MySQL-kompatibel.
-- Ausführen mit: mysql --default-character-set=utf8mb4 -u root geograsim < diese_datei.sql
-- ============================================================
SET NAMES utf8mb4;
-- ---------- Neue Glossar-Einträge (6) ----------
INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy) VALUES
('frequenz',
'Frequenz (Passantenfrequenz)',
'Die Zahl der Menschen, die an einem Standort vorbeikommen je höher, desto wertvoller die Lage.',
'In Wirtschaft und Handel meint Frequenz die Zahl der Menschen, die an einem Standort vorbeikommen. Hohe Frequenz bringt Kundschaft „gratis": Geschäfte in der Fußgängerzone der sogenannten 1a-Lage zahlen deshalb die höchsten Mieten. Im Tourismus gilt dasselbe entlang der Besucherströme: An einer Jausenstation direkt am Wanderweg kommt jede Gruppe vorbei, ein Standort abseits muss Gäste erst teuer anlocken. Gemessen wird Frequenz mit Zählungen, im Handel auch mit automatischen Passantenzählern.',
'wirtschaft',
'Wie viele Menschen an einem Ort vorbei-kommen.',
'Frequenz heißt: So viele Menschen kommen hier vorbei.\nAn einer Einkaufs-Straße gehen viele Menschen vorbei.\nDort ist ein Geschäft gut.\nAm Wander-Weg ist es genauso.\nEin Kiosk am Weg bekommt viele Kunden.'),
('kapazitaet',
'Kapazität',
'Die größte Menge, die eine Einrichtung gleichzeitig aufnehmen oder bedienen kann.',
'Kapazität bezeichnet die Obergrenze dessen, was eine Einrichtung leisten kann: Sitzplätze im Café, Betten im Hotel, Personen pro Stunde bei einer Seilbahn, Stellplätze am Parkplatz. Ist die Kapazität erreicht, entstehen Wartezeiten oder Gäste werden abgewiesen selbst der beste Standort nützt dann nichts mehr. Auch ganze Regionen haben eine Belastungsgrenze (Fachwort: Tragfähigkeit): Wird sie dauerhaft überschritten, kippt der Tourismus in Übertourismus.',
'wirtschaft',
'So viel passt höchstens hinein.',
'Kapazität heißt: So viele Menschen passen hinein.\nEin Café hat zum Beispiel 30 Plätze.\nMehr Gäste müssen warten.\nAuch ein Park-Platz ist irgendwann voll.'),
('kopplungseffekt',
'Kopplungseffekt',
'Angebote, die nahe beieinanderliegen, verstärken sich gegenseitig Menschen erledigen mehrere Dinge an einem Ort.',
'Ein Kopplungseffekt entsteht, wenn Menschen mehrere Angebote an einem Ort miteinander verbinden: Wer zum Wochenmarkt geht, trinkt danach einen Kaffee; wer mit den Kindern den Spielplatz besucht, kauft anschließend ein Eis. Deshalb profitieren Geschäfte von passenden Nachbarn Einkaufsstraßen, Ortskerne und Ausflugsziele funktionieren als Cluster besser als verstreute Einzelangebote. Im Tourismus verlängern gekoppelte Angebote den Aufenthalt der Gäste und erhöhen so die Wertschöpfung der Region.',
'wirtschaft',
'Angebote nebeneinander helfen sich gegenseitig.',
'Manche Angebote passen gut zusammen.\nZum Beispiel: Spiel-Platz und Eis-Stand.\nDie Kinder spielen. Danach kaufen alle ein Eis.\nBeide Angebote bekommen so mehr Kunden.'),
('modal-split',
'Modal Split',
'Die Aufteilung aller Wege auf die Verkehrsmittel z. B. wie viele Gäste mit Auto, Bahn, Bus oder Rad anreisen.',
'Der Modal Split zeigt, welchen Anteil die einzelnen Verkehrsmittel an allen zurückgelegten Wegen haben. Im österreichischen Tourismus reisen rund 75 % der Übernachtungsgäste mit dem Pkw an, nur etwa 11 % mit der Bahn und 7 % mit dem Flugzeug. Viele Regionen wollen ihren Modal Split verschieben weg vom Auto, hin zu Bahn, Bus und Rad , weil das Staus, Lärm und CO₂-Emissionen verringert. Werkzeuge dafür sind gute Bahnanschlüsse, Wanderbusse, Gästekarten mit Gratis-Öffis und attraktive Radwege.',
'verkehr',
'Wie viele Menschen mit Auto, Bus, Bahn oder Rad fahren.',
'Menschen reisen verschieden an.\nManche mit dem Auto. Manche mit der Bahn.\nManche mit dem Bus oder mit dem Rad.\nDer Modal Split zeigt: Wie viele nehmen was?\nViele Orte wollen: weniger Autos, mehr Bus und Bahn.'),
('tagesgast',
'Tagesgast und Nächtigungsgast',
'Tagesgäste reisen am selben Tag wieder ab, Nächtigungsgäste übernachten und geben deutlich mehr Geld aus.',
'Der Tourismus unterscheidet zwei Gästetypen: Tagesgäste kommen und gehen am selben Tag sie nutzen Wege, Parkplätze und WCs, geben aber vergleichsweise wenig aus. Nächtigungsgäste bleiben mindestens eine Nacht und lassen Abendessen, Frühstück und Zimmerpreis in der Region. Orte wie Hallstatt oder Venedig haben deshalb vor allem ein Tagesgast-Problem: viel Belastung, aber wenig Wertschöpfung. Viele Regionen versuchen daher, aus Tagesgästen Übernachtungsgäste zu machen etwa mit Abendprogramm und attraktiven Unterkünften.',
'wirtschaft',
'Ein Tages-Gast fährt am Abend wieder heim. Ein Nächtigungs-Gast bleibt über Nacht.',
'Ein Tages-Gast kommt nur für einen Tag.\nEr gibt wenig Geld aus.\nEin Nächtigungs-Gast schläft im Ort.\nEr isst dort und bezahlt sein Zimmer.\nDarum bringt er dem Ort mehr Geld.'),
('lenkungsinstrumente',
'Lenkungsinstrumente',
'Die Werkzeuge, mit denen Orte Besucherströme steuern: Information, Reservierung, Preise, Sperren und Alternativen.',
'Lenkungsinstrumente sind die konkreten Werkzeuge der Besucherlenkung. Man unterscheidet fünf Gruppen: Information (Beschilderung, Apps, Live-Auslastung), Reservierung (Zeit-Slots, Tickets), Preise (Eintritt, Parkgebühren, Maut), Sperren (Fahrverbote, Zufahrtszeiten) und attraktive Alternativen (neue Routen, Wanderbusse). Meist wirken mehrere Instrumente zusammen: Am Formarinsee in Vorarlberg kombiniert die Gemeinde Lech eine Straßensperre, 25 € Maut und einen Wanderbus als bequeme Alternative.',
'gesellschaft',
'Werkzeuge, mit denen man Gäste lenkt.',
'Ein Ort kann seine Gäste lenken.\nDafür gibt es Werkzeuge.\nZum Beispiel: Schilder zeigen freie Wege.\nOder: Busse müssen sich anmelden.\nOder: Der Eintritt kostet Geld.\nOder: Ein Bus fährt statt der vielen Autos.');
-- ---------- Modul-Mapping (neue + alle im Kapitel verwendeten Slugs) ----------
-- NIE ids hardcoden — immer per Subquery über key_slug.
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='frequenz';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='kapazitaet';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='kopplungseffekt';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='modal-split';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='tagesgast';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='lenkungsinstrumente';
-- Bestehende g()-Slugs des Kapitels:
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='besucherlenkung';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='standortfaktor';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='wertschoepfung';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='tourismus';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='uebertourismus';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='angebot-nachfrage';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='diversifizierung';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='tagesausgaben';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='naechtigung';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='raumnutzungskonflikt';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='sanfter-tourismus';
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'tourismusregion' FROM glossar WHERE key_slug='nachhaltigkeit';
@@ -0,0 +1,79 @@
-- ============================================================
-- Buch-Kapitel Tourismustal: Glossar-Ergänzung + Modul-Mapping
-- Stand: 2026-07-15 · Auftrag "Schulbuch ↔ Glossar verbinden"
-- 5 neue Begriffe (mit Leichter Sprache) + Modul-Zuordnung für
-- ALLE im Kapitel buch-tourismustal.php verwendeten g()-Slugs.
-- Idempotent (INSERT IGNORE), mehrfach ausführbar, MySQL-kompatibel.
-- ============================================================
INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy, sort_order) VALUES
('engpass', 'Engpass',
'Das schwächste Glied einer Kette bestimmt die Gesamtleistung wo es klemmt, entsteht ein Engpass (Flaschenhals).',
'Ein Engpass (auch Flaschenhals) ist die Stelle in einem Ablauf, die am wenigsten schafft und damit das Ergebnis der ganzen Kette begrenzt. Beispiel Tourismus: Wenn der Bus nur 60 Gäste pro Tag ins Tal bringt, nützen 200 Hotelbetten nichts mehr als 60 Gäste können nicht kommen. Wer eine Kette verbessern will, muss zuerst den Engpass finden und genau dort ausbauen. Ausbau an anderer Stelle kostet Geld, bringt aber nichts. Das Prinzip gilt überall: in Fabriken, im Verkehr, in Lieferketten.',
'wirtschaft',
'Die engste Stelle in einer Kette. Sie bestimmt, wie viel insgesamt geht.',
'Ein Eng-Pass ist eine enge Stelle.\nBeispiel: Der Bus bringt nur 60 Gäste ins Tal.\nDann helfen auch 200 Betten nichts.\nMehr als 60 Gäste kommen nicht.\nMan muss zuerst die enge Stelle größer machen.',
216),
('skaleneffekt', 'Skaleneffekt',
'Große Betriebe arbeiten oft billiger pro Stück: Feste Kosten verteilen sich auf mehr Leistung.',
'Skaleneffekt heißt: Je größer ein Betrieb, desto geringer werden oft die Kosten pro Gast oder pro Stück. Der Grund: Feste Kosten wie Heizung, Küche oder Verwaltung fallen nur einmal an und verteilen sich auf mehr Leistung. Ein großes Hotel mit 100 Betten braucht keine vier Küchen vier kleine Gasthäuser mit je 25 Betten schon. Deshalb schließen sich Betriebe zusammen oder bauen aus. Skaleneffekte haben aber Grenzen: Sehr große Betriebe werden unübersichtlich, und im Tourismus schätzen viele Gäste gerade kleine, persönliche Häuser.',
'wirtschaft',
'Ein großer Betrieb ist pro Gast oft billiger als viele kleine.',
'Ein großes Hotel braucht nur eine Küche.\nVier kleine Gast-Häuser brauchen vier Küchen.\nDarum ist das große Hotel pro Gast billiger.\nDas nennt man Skalen-Effekt.',
217),
('harte-weiche-standortfaktoren', 'Harte und weiche Standortfaktoren',
'Harte Faktoren kann man messen (Höhenlage, Anbindung, Kosten), weiche spürt man (Image, Landschaft, Sicherheit).',
'Standortfaktoren teilt man in zwei Gruppen. Harte Faktoren lassen sich messen und in Zahlen ausdrücken: Höhenlage, Schneesicherheit, Verkehrsanbindung, Grundstückspreise, Wasser- und Stromversorgung. Weiche Faktoren kann man nicht direkt messen, sie wirken über Gefühl und Ruf: Landschaftsbild, Gastfreundschaft, Sicherheit, Image eines Ortes. Für Betriebe zählen meist zuerst die harten Faktoren für Gäste sind die weichen oft der eigentliche Grund zu kommen. Ein Skiort kann perfekt erreichbar sein: Wenn er hässlich verbaut ist, bleiben die Gäste trotzdem aus.',
'wirtschaft',
'Harte Faktoren kann man messen. Weiche Faktoren kann man nur spüren.',
'Harte Standort-Faktoren kann man messen.\nZum Beispiel: Wie hoch liegt der Ort? Wie gut kommt man hin?\nWeiche Standort-Faktoren kann man fühlen.\nZum Beispiel: Ist die Landschaft schön? Sind die Menschen freundlich?\nBeides ist wichtig für einen Urlaubs-Ort.',
218),
('preiselastizitaet', 'Preiselastizität',
'Wie stark die Nachfrage auf eine Preisänderung reagiert: elastisch = Kunden weichen aus, unelastisch = sie zahlen trotzdem.',
'Die Preiselastizität beschreibt, wie stark die Nachfrage reagiert, wenn sich der Preis ändert. Elastische Nachfrage: Schon eine kleine Preiserhöhung vertreibt viele Käufer etwa beim Skipass, wenn das Nachbartal billiger ist. Unelastische Nachfrage: Der Preis kann steigen, die Menschen kaufen trotzdem etwa bei Medikamenten oder Treibstoff. Für Anbieter ist das entscheidend: Bei elastischer Nachfrage senkt eine Preiserhöhung den Gesamtumsatz, bei unelastischer erhöht sie ihn. Der beste Preis liegt dort, wo Preis mal Menge den höchsten Ertrag bringt.',
'wirtschaft',
'Zeigt, wie stark Kunden auf einen neuen Preis reagieren.',
'Wird der Ski-Pass teurer, kommen weniger Gäste.\nManchmal nur ein paar weniger.\nManchmal sehr viele weniger.\nWie stark das ist, nennt man Preis-Elastizität.',
219),
('ruecklagen', 'Rücklagen',
'Gespartes Geld für schlechte Zeiten und plötzliche Chancen der Sicherheitspolster eines Betriebs.',
'Rücklagen sind Geld, das ein Betrieb oder ein Haushalt zur Seite legt, statt alles sofort auszugeben. Sie helfen in zwei Situationen: wenn unerwartete Kosten kommen (eine Reparatur, ein schneearmer Winter) und wenn sich plötzlich eine Chance bietet, die schnelles Geld verlangt. Ein Tourismusbetrieb ohne Rücklagen muss bei jedem Rückschlag Schulden machen; wer zu viele Schulden hat, dem droht die Zwangsversteigerung durch die Bank. Faustregel vieler Betriebe: Rücklagen für mehrere Monate laufende Kosten bereithalten.',
'wirtschaft',
'Gespartes Geld für schlechte Zeiten.',
'Rück-Lagen sind gespartes Geld.\nDas Geld hilft, wenn etwas kaputt geht.\nOder wenn ein Winter wenig Schnee hat.\nOhne Erspartes muss man Schulden machen.\nZu viele Schulden sind gefährlich.',
220);
-- ------------------------------------------------------------
-- Modul-Mapping: ALLE im Kapitel verwendeten Glossar-Begriffe
-- (neue + bestehende g()-Slugs) → Modul 'tourismustal'.
-- INSERT IGNORE = idempotent, nie IDs hardcoden.
-- ------------------------------------------------------------
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id)
SELECT id, 'tourismustal' FROM glossar WHERE key_slug IN (
-- neue Begriffe dieses Auftrags
'engpass',
'skaleneffekt',
'harte-weiche-standortfaktoren',
'preiselastizitaet',
'ruecklagen',
-- bestehender Begriff, im Kapitel neu verlinkt
'renaturierung',
-- bereits verlinkte Bestandsbegriffe des Kapitels
'tourismus',
'standortfaktor',
'angebot-nachfrage',
'saisonalitaet',
'infrastruktur',
'beschneiung',
'wertschoepfung',
'tagesausgaben',
'sommerloch',
'naechtigung',
'ganzjahrestourismus',
'diversifizierung',
'sanfter-tourismus',
'raumnutzungskonflikt',
'uebertourismus',
'soziale-verantwortung'
);
@@ -0,0 +1,81 @@
-- ============================================================
-- Buch-Kapitel Weltküche: Glossar-Ergänzung + Modul-Mapping
-- Stand: 2026-07-15 · Auftrag "Schulbuch ↔ Glossar verbinden"
-- 6 neue Begriffe (mit Leichter Sprache) + Modul-Zuordnung für
-- ALLE im Kapitel buch-weltkueche.php verwendeten g()-Slugs.
-- Idempotent (INSERT IGNORE), mehrfach ausführbar, MySQL-kompatibel.
-- ============================================================
INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy, sort_order) VALUES
('selbstversorgungsgrad', 'Selbstversorgungsgrad',
'Gibt in Prozent an, wie viel von einem Lebensmittel ein Land selbst erzeugt gemessen am eigenen Verbrauch.',
'Der Selbstversorgungsgrad misst, wie viel ein Land von einem Lebensmittel selbst erzeugt, verglichen mit dem, was es verbraucht: Erzeugung geteilt durch Verbrauch, in Prozent. 100 % heißt: Die eigene Produktion deckt genau den eigenen Bedarf. Werte über 100 % sind möglich dann wird der Überschuss exportiert: Österreich liegt bei Milch bei 177 %. Bei Obst (33 %), Fisch (8 %) oder Reis (unter 1 %) muss dagegen importiert werden. Achtung, häufiges Missverständnis: Die Zahl sagt nicht, wie viele Menschen sich von heimischen Produkten ernähren, sondern vergleicht nur Mengen.',
'wirtschaft',
'Der Selbst-Versorgungs-Grad zeigt: Wie viel von seinem Essen macht ein Land selbst?',
'Ein Land braucht Essen.\nManches macht es selbst. Manches kauft es von anderen Ländern.\nDer Selbst-Versorgungs-Grad zeigt das in Prozent.\n100 Prozent heißt: Das Land macht genau so viel, wie es braucht.\nÖsterreich hat bei Milch mehr als genug.\nBei Obst und Fisch kauft es viel dazu.',
2012),
('wertschoepfungskette', 'Wertschöpfungskette',
'Alle Stationen eines Produkts vom Rohstoff bis zum Verkauf an jeder entsteht Wert, und jede verdient mit.',
'Die Wertschöpfungskette beschreibt alle Schritte, die ein Produkt vom Rohstoff bis ins Regal durchläuft: Anbau, Ernte, Transport, Verarbeitung, Handel. An jeder Station kommt Wert dazu und jede Station will am Verkaufspreis mitverdienen. Beispiel Schokolade: Von einem Euro Ladenpreis erreichen nur etwa 8 Cent die Kakaobauern-Familien am Anfang der Kette; der Großteil bleibt bei Verarbeitung, Marke und Handel. Wer wissen will, wem sein Einkauf nützt, muss die ganze Kette anschauen genau dort setzen Fair Trade und Lieferkettenregeln an.',
'wirtschaft',
'Die Wert-Schöpfungs-Kette zeigt alle Schritte von der Ernte bis ins Geschäft.',
'Ein Produkt macht viele Schritte.\nZum Beispiel Schokolade: Anbau, Ernte, Transport, Fabrik, Geschäft.\nDas nennt man Wert-Schöpfungs-Kette.\nJeder Schritt will Geld verdienen.\nDie Bauern-Familien am Anfang bekommen oft am wenigsten.',
2013),
('flugware', 'Flugware',
'Lebensmittel, die per Flugzeug importiert werden der klimaschädlichste Transportweg beim Essen.',
'Flugware nennt man Lebensmittel, die per Flugzeug zu uns transportiert werden meist empfindliche, schnell verderbliche Produkte wie Beeren, Spargel außerhalb der Saison oder frischer Fisch. Das Flugzeug verursacht pro Tonnen-Kilometer rund 60-mal so viel CO₂ wie das Schiff (500 statt 8 Gramm). Zum Glück ist Flugware selten: Nur etwa 0,16 % der weltweiten Lebensmittel-Transportkilometer laufen über das Flugzeug, fast 60 % über das Schiff. Die Banane per Schiff ist darum kein Klimaproblem wer aber Flugware meidet, nutzt beim Transport den größten Hebel.',
'verkehr',
'Flug-Ware ist Essen, das mit dem Flugzeug zu uns kommt.',
'Manches Essen kommt mit dem Flugzeug.\nZum Beispiel Beeren im Winter.\nDas nennt man Flug-Ware.\nDas Flugzeug macht sehr viel CO₂.\nViel mehr als das Schiff.\nDarum ist Flug-Ware schlecht für das Klima.',
2014),
('off-season-import', 'Off-Season-Import',
'Import von Obst und Gemüse außerhalb der heimischen Saison etwa Erdbeeren oder Trauben im Winter.',
'Off-Season-Import (englisch off season = außerhalb der Saison) bedeutet: Ein Lebensmittel wird genau dann eingeführt, wenn es bei uns gerade nicht wächst. Weintrauben aus Südafrika oder Erdbeeren aus Übersee füllen so unsere Wintermonate möglich machen das die umgekehrten Jahreszeiten der Südhalbkugel und schnelle Transportwege. Klimatisch ist Off-Season-Ware oft heikel: Sie kommt teils als Flugware oder aus beheizten Glashäusern. Die Freiland-Tomate im August schneidet deshalb deutlich besser ab als dieselbe Tomate im Jänner.',
'wirtschaft',
'Off-Season-Import heißt: Obst und Gemüse kommen im Winter aus fernen Ländern.',
'Bei uns wächst im Winter wenig.\nTrotzdem gibt es im Geschäft Erdbeeren und Trauben.\nSie kommen dann aus fernen Ländern.\nZum Beispiel aus Süd-Afrika. Dort ist dann Sommer.\nDas nennt man Off-Season-Import.\nDer lange Weg ist oft schlecht für das Klima.',
2015),
('ernaehrungspyramide', 'Ernährungspyramide',
'Grafik in Pyramidenform, die zeigt, wovon man viel und wovon man wenig essen und trinken soll.',
'Die Ernährungspyramide ordnet Lebensmittel nach der empfohlenen Menge: Unten steht, wovon man viel braucht, oben, was selten sein soll. Die österreichische Pyramide empfiehlt: viel Wasser und ungesüßte Getränke, täglich Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst, regelmäßig Getreide und Erdäpfel, maßvoll Milchprodukte und Fisch, wenig Fleisch und selten Süßes oder sehr Fettes. Sie ist eine Orientierung für den Alltag, kein Verbot entscheidend ist die Mischung über die ganze Woche. Nährwertangaben auf Verpackungen (kcal, Eiweiß, Fett, Salz) helfen beim Vergleichen einzelner Produkte.',
'gesellschaft',
'Die Ernährungs-Pyramide zeigt: Davon viel essen, davon wenig.',
'Die Ernährungs-Pyramide ist ein Bild.\nUnten steht: Davon brauchst du viel.\nOben steht: Davon nur wenig.\nViel trinken, am besten Wasser.\nViel Gemüse und Obst essen.\nWenig Fleisch und wenig Süßes.',
2016),
('lebensmittelverschwendung', 'Lebensmittelverschwendung',
'Essbare Lebensmittel, die im Müll landen statt gegessen zu werden in Österreich rund 70 kg pro Kopf und Jahr.',
'Von Lebensmittelverschwendung spricht man, wenn essbare Lebensmittel weggeworfen werden im Haushalt, im Handel oder in Gasthäusern. Österreichs Haushalte entsorgen pro Jahr rund 635.000 Tonnen Lebensmittel, etwa 70 kg pro Person; mehr als die Hälfte davon wäre vermeidbar. Verschwendet wird dabei nicht nur Geld, sondern alles, was im Essen steckt: Wasser, Ackerfläche, Arbeit und Transport die ganze Weltreise war umsonst. Einfache Gegenmittel: Einkauf planen, Reste verwerten und wissen, dass „mindestens haltbar bis" nicht „schlecht ab" bedeutet.',
'umwelt',
'Lebensmittel-Verschwendung heißt: Gutes Essen landet im Müll.',
'Viel Essen landet im Müll.\nIn Österreich sind das ungefähr 70 Kilo pro Person im Jahr.\nViel davon wäre noch gut.\nDas ist schade um das Essen und um das Geld.\nBesser: Nur kaufen, was man braucht.\nUnd Reste am nächsten Tag essen.',
2017);
-- ------------------------------------------------------------
-- Modul-Mapping: ALLE im Kapitel verwendeten Glossar-Begriffe
-- (neue + bestehende g()-Slugs) → Modul 'weltkueche'.
-- INSERT IGNORE = idempotent, nie IDs hardcoden.
-- ------------------------------------------------------------
INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id)
SELECT id, 'weltkueche' FROM glossar WHERE key_slug IN (
-- neue Begriffe dieses Auftrags
'selbstversorgungsgrad',
'wertschoepfungskette',
'flugware',
'off-season-import',
'ernaehrungspyramide',
'lebensmittelverschwendung',
-- bestehende g()-Slugs des Kapitels
'klimazone',
'welthandel',
'co2-fussabdruck-lebensmittel',
'saisonal-regional',
'fair-trade',
'kakao-bohne',
'plantage',
'monsun',
'hartweizen',
'bestaeubung',
'welternte',
'monokultur'
);
+14 -7
View File
@@ -478,7 +478,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>4 · Busreisen in Europa: Wer fährt warum mit dem Bus?</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Der Fernbus ist das Comeback des Jahrzehnts im europäischen Verkehr:
<p>Der <?= g('fernbus', 'Fernbus') ?> ist das Comeback des Jahrzehnts im europäischen Verkehr:
Seit der Marktöffnung in Deutschland 2013 ist ein dichtes Netz
entstanden Marktführer Flix verbindet heute nach eigenen Angaben über
8.000 Ziele in mehr als 40 Ländern <span class="q">[6]</span>. Allein in
@@ -492,8 +492,12 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Und das Klima? Hier überrascht der Bus: Weil sich viele Menschen ein
Fahrzeug teilen, sind seine <?= g('emissionen', 'Emissionen') ?> pro
Person winzig. Ein Fernbus verursacht rund <b>30 g Treibhausgase pro
Personenkilometer</b> ein durchschnittlich besetztes Auto 164 g, ein
Inlandsflug sogar 290 g. Nur der Fernzug liegt mit 26 g noch knapp
<?= g('personenkilometer', 'Personenkilometer') ?></b> ein
durchschnittlich besetztes Auto 164 g, ein Inlandsflug sogar 290 g.
Ein Personenkilometer bedeutet dabei: Eine Person legt einen Kilometer
zurück erst diese Einheit macht Verkehrsmittel fair vergleichbar,
weil sich die Abgase eines Fahrzeugs auf alle Mitfahrenden verteilen.
Nur der Fernzug liegt mit 26 g noch knapp
darunter <span class="q">[1]</span>. Für den Klimaschutz ist der
volle Reisebus also ein Spitzenreiter ein wichtiges Argument in der
Debatte um <?= g('klimawandel', 'Klimawandel') ?> und
@@ -592,13 +596,14 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
den Pass zeigt, ist historisch gesehen eine Sensation. Möglich macht es
der <?= g('schengen', 'Schengen-Raum') ?>: 29 Staaten 25 EU-Länder
plus Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz haben ihre
Personenkontrollen an den Binnengrenzen abgeschafft. Seit
Personenkontrollen an den <?= g('binnengrenze', 'Binnengrenzen') ?>
abgeschafft. Seit
1. Jänner 2025 sind auch Bulgarien und Rumänien Vollmitglieder.
Kontrolliert wird dafür an der
<?= g('eu-aussengrenze', 'EU-Außengrenze') ?> und beim
<?= g('zoll', 'Zoll') ?> gelten eigene Regeln: Die Schweiz gehört zwar
zu Schengen, aber nicht zur EU-Zollunion, deshalb gibt es dort
Warenkontrollen. <span class="q">[2]</span></p>
zu Schengen, aber nicht zur <?= g('zollunion', 'EU-Zollunion') ?>,
deshalb gibt es dort Warenkontrollen. <span class="q">[2]</span></p>
<p>Ein zweites Nadelöhr des europäischen Reiseraums ist die Natur
selbst: die Alpen. Der Verkehr bündelt sich an wenigen Übergängen
allen voran der <?= g('brennerkorridor', 'Brenner') ?>, mit 1.370 m der
@@ -607,7 +612,9 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
darüber fast dreimal so viele wie über alle vier Schweizer
Alpenübergänge zusammen <span class="q">[7]</span>. Wo sich so viel
Verkehr bündelt, entstehen Stau, Lärm und Abgase und der Streit
darüber, wie viel Transit eine Region verträgt.</p>
darüber, wie viel <?= g('transitverkehr', 'Transit') ?> eine Region
verträgt: also Verkehr, der Tirol nur durchquert, weil Start und Ziel
in anderen Ländern liegen.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('grenzuebergang-schild',
+20 -10
View File
@@ -180,8 +180,9 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
eiserne Regel: <b>Erzeugung und Verbrauch müssen in jeder Sekunde genau
übereinstimmen.</b></p>
<p>Ob das gelingt, zeigt die <?= g('netzfrequenz', 'Netzfrequenz') ?>:
Im europäischen Verbundnetz schwingt der Wechselstrom 50-mal pro
Sekunde <b>50 Hertz</b>. Wird mehr verbraucht als erzeugt, sinkt die
Im europäischen <?= g('verbundnetz', 'Verbundnetz') ?> schwingt der
Wechselstrom 50-mal pro Sekunde <b>50 <?= g('hertz', 'Hertz') ?></b>.
Wird mehr verbraucht als erzeugt, sinkt die
Frequenz; wird zu viel erzeugt, steigt sie. Schon Abweichungen von
wenigen Zehntel-Hertz sind kritisch. Am 8. Jänner 2021 riss eine
Störung in Kroatien das europäische Netz in zwei Teile die Frequenz
@@ -212,7 +213,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Kraftwerks-Querschnitt sitzt der <b>Netzfrequenz-Tacho</b>: Sollwert
50,00 Hz, Toleranz ±0,2 Hz. Sobald du „Tag starten" drückst, läuft dein Plan
Block für Block ab ist ein Block <b>ausgeglichen</b> (Lücke oder Überschuss
kleiner als 0,5 GWh), bleibt der Zeiger im grünen Bereich. Der
kleiner als 0,5 <?= g('gigawattstunde', 'GWh') ?>), bleibt der Zeiger im
grünen Bereich. Der
📈 <b>Frequenzverlauf</b> darunter zeichnet alle 8 Blöcke mit: An ihm siehst
du hinterher genau, in welchem Block dein Netz gewackelt hat.</div>
<?php if ($LEHRER): ?>
@@ -275,7 +277,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Stromquelle, gefolgt von Kohle und <?= g('photovoltaik', 'Photovoltaik') ?>;
insgesamt stammten 2024 <b>59,4 %</b> aus erneuerbaren Quellen.
<span class="q">[2]</span> Die Schweiz ähnelt Österreich: Etwa
<b>60 % Wasserkraft</b>, dazu aber gut 28 % aus Kernkraftwerken.
<b>60 % Wasserkraft</b>, dazu aber gut 28 % aus
<?= g('kernenergie', 'Kernkraftwerken') ?>.
<span class="q">[3]</span></p>
<p>Der Strommix ist also Erdkunde pur: Berge und Niederschlag machen
Wasserkraft möglich, flaches windiges Land begünstigt Windräder,
@@ -374,8 +377,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Richtig ernst wird es bei einer <?= g('dunkelflaute', 'Dunkelflaute') ?>:
tagelang Hochnebel, kaum Wind. Anfang November 2024 lieferten Wind und
Sonne in Deutschland an einem Abend zeitweise nur noch <b>rund 0,15 %</b>
des Strombedarfs der Börsenpreis schoss von durchschnittlich 79 € auf
über <b>800 € pro Megawattstunde</b>. <span class="q">[5]</span></p>
des Strombedarfs der Preis an der <?= g('stromboerse', 'Strombörse') ?>,
wo Strom für jede Stunde des nächsten Tages gehandelt wird, schoss von
durchschnittlich 79 € auf über <b>800 € pro Megawattstunde</b>.
<span class="q">[5]</span></p>
<p>Auch die Jahreszeiten mischen mit: Im Winter ist der Verbrauch am
höchsten (Heizen, Licht), die Sonnenausbeute aber am niedrigsten. Je
mehr ein Land auf Wetterstrom setzt, desto wichtiger werden
@@ -460,7 +465,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Höhenunterschied. Ein <?= g('pumpspeicher', 'Pumpspeicherkraftwerk') ?>
hat zwei Becken: eines im Tal, eines hunderte Meter höher am Berg. Gibt
es <b>Stromüberschuss</b> (etwa zur Solar-Mittagsspitze), pumpt es Wasser
nach oben die Energie steckt jetzt als Höhenenergie im Bergsee. Wird
nach oben die Energie steckt jetzt als
<?= g('lageenergie', 'Höhenenergie') ?> im Bergsee. Wird
<b>Strom gebraucht</b>, rauscht das Wasser durch Druckrohre zurück ins
Tal und treibt <?= g('turbine', 'Turbinen') ?> an. Ein Pumpspeicher ist
in <b>weniger als zwei Minuten</b> auf voller Leistung deshalb ist er
@@ -568,9 +574,13 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Krankenhäuser, Server, Industrieöfen die
<?= g('grundlast', 'Grundlast') ?>. Darüber wellt sich der Tagesgang
bis zur <?= g('spitzenlast', 'Spitzenlast') ?> am Abend. Für jede Ebene
gibt es Spezialisten: Laufwasser- und andere Dauerläufer tragen die
Grundlast, schnelle Pumpspeicher- und Gaskraftwerke fangen die Spitzen
und Prognosefehler ab.</p>
gibt es Spezialisten:
<?= g('laufwasserkraftwerk', 'Laufwasserkraftwerke') ?> sie nutzen die
stetige Strömung eines Flusses und laufen Tag und Nacht durch tragen
die Grundlast, schnelle Pumpspeicher- und Gaskraftwerke fangen die
Spitzen und Prognosefehler ab. Koordiniert wird das Ganze vom
<?= g('netzbetreiber', 'Netzbetreiber') ?>: In Österreich überwacht die
Austrian Power Grid (APG) das Übertragungsnetz rund um die Uhr.</p>
<p>Reicht das nicht, greift der Notfallplan: Bei fallender Frequenz
werden zuerst Reserven aktiviert, dann ganze Regionen gezielt
abgeschaltet der <?= g('lastabwurf', 'Lastabwurf') ?>. Er ist die
+8 -5
View File
@@ -177,7 +177,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<b>450 Millionen Menschen</b> und 24 Amtssprachen <span class="q">[1]</span>.
Sie ist kein Bundesstaat wie die USA jedes Mitglied bleibt ein eigener
Staat. Aber die Mitglieder haben vereinbart, bestimmte Dinge gemeinsam zu
regeln: vor allem den <b>Binnenmarkt</b> mit seinen vier Grundfreiheiten
regeln: vor allem den <b><?= g('binnenmarkt', 'Binnenmarkt') ?></b> mit seinen vier Grundfreiheiten
(Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital bewegen sich frei über die
Grenzen). Du spürst die EU täglich, oft ohne es zu merken: kein Aufpreis
fürs Handy im EU-Ausland (Roaming), der Euro in 20 Ländern, Auslandsjahre
@@ -185,7 +185,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p><b>Österreich</b> stimmte am 12. Juni 1994 in einer Volksabstimmung mit
66,6 % für den Beitritt und ist seit dem 1. Jänner 1995 Mitglied
<span class="q">[2]</span>. Die <b>Schweiz</b> ging einen anderen Weg: 1992
lehnte das Stimmvolk den Europäischen Wirtschaftsraum knapp ab (50,3 %
lehnte das Stimmvolk den <?= g('ewr', 'Europäischen Wirtschaftsraum') ?> knapp ab (50,3 %
Nein) seither regelt sie ihr Verhältnis zur EU über mehr als
100 <b>bilaterale Verträge</b> <span class="q">[3]</span>. Das winzige
<b>Liechtenstein</b> ist seit 1995 im EWR und macht damit beim Binnenmarkt
@@ -193,7 +193,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Wichtig: Die EU darf nur regeln, wofür ihr die Staaten die
<?= g('eu-zustaendigkeit', 'Zuständigkeit') ?> übertragen haben. Handel,
Verbraucherschutz oder Umweltstandards ja. Schule, Steuersätze, Familie
oder Militär das bleibt Sache der Mitgliedstaaten.</p>
oder Militär das bleibt Sache der Mitgliedstaaten. Dahinter steht das
Prinzip der <?= g('subsidiaritaet', 'Subsidiarität') ?>: Die EU soll nur
regeln, was sie besser lösen kann als die Länder selbst alles andere
wird möglichst nah bei den Menschen entschieden.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('grenze-schweiz',
@@ -380,7 +383,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Vorschlag vor, dann beraten Parlament und Ministerrat beide dürfen
ändern, beide müssen am Ende zustimmen. Können sie sich nicht einigen,
treffen sich Verhandler:innen beider Seiten mit der Kommission zum
<b>Trilog</b>, einer informellen Kompromissrunde. Es gibt bis zu drei
<b><?= g('trilog', 'Trilog') ?></b>, einer informellen Kompromissrunde. Es gibt bis zu drei
„Lesungen" scheitern alle, ist der Vorschlag gescheitert. Das fertige
Gesetz ist entweder eine <b>Verordnung</b> (gilt sofort überall gleich)
oder eine <b>Richtlinie</b> (jedes Land baut sie in eigene Gesetze um)
@@ -589,7 +592,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Wo Gesetze für 450 Millionen Menschen entstehen, wird um Einfluss
gerungen. <?= g('lobbyismus', 'Lobbyismus') ?> die organisierte
Einflussnahme auf Politik ist in der EU legal, aber registrierungspflichtig:
Im <b>Transparenzregister</b> sind über <b>12.000
Im <b><?= g('transparenzregister', 'Transparenzregister') ?></b> sind über <b>12.000
Interessenvertretungen</b> eingetragen <span class="q">[11]</span>, von
Apple und Bayer bis zu Greenpeace und Verbraucherschützer:innen. Lobby ist
also nicht automatisch „böse" aber die Kräfte sind ungleich verteilt.
+11 -9
View File
@@ -259,19 +259,19 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-cols">
<div>
<p>Warum baut niemand Bananen in Norwegen an? Die Antwort heißt
<b>Anbaugrenze</b>. Jede Nutzpflanze hat Ansprüche, die erfüllt sein müssen
<?= g('anbaugrenze', 'Anbaugrenze') ?>. Jede Nutzpflanze hat Ansprüche, die erfüllt sein müssen
wird eine Grenze überschritten, misslingt die Ernte, egal wie fleißig man
arbeitet. Drei Grenzen sind besonders wichtig.</p>
<p><b>Frost:</b> Die Banane braucht ganzjährig Wärme über 15 °C. In der ersten
Frostnacht platzen ihre wassergefüllten Zellen die Staude stirbt. Deshalb
endet der Bananenanbau dort, wo Winterfrost auftritt.
<b>Vegetationsperiode:</b> Das ist die Zeit im Jahr, in der es warm genug zum
<b><?= g('vegetationsperiode', 'Vegetationsperiode') ?>:</b> Das ist die Zeit im Jahr, in der es warm genug zum
Wachsen ist. Im Norden ist der Sommer zu kurz, damit Reis oder Mais reifen
können die Pflanze kommt nicht zur Ernte.
<b>Höhengrenze:</b> Am Berg wird es je 100 Höhenmeter etwa 0,6 °C kälter. Die
Klimazonen wiederholen sich als <?= g('hoehenstufe', 'Höhenstufen') ?> von
unten nach oben ganz oben herrscht Kälte wie am Pol. Über der
<b>Waldgrenze</b> (in den Alpen rund 1.8002.200 m) wächst kein Wald mehr,
<?= g('waldgrenze', 'Waldgrenze') ?> (in den Alpen rund 1.8002.200 m) wächst kein Wald mehr,
darüber endet auch der Ackerbau.</p>
<p>Genau deshalb funktioniert der <?= g('welthandel', 'Welthandel') ?>: Was
hier nicht wächst, kommt von dort, wo es die passende Klimazone gibt. Bananen,
@@ -362,7 +362,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-cols">
<div>
<p>Weil jede Pflanze ihre Zone braucht, ordnet sich die Weltlandwirtschaft in
<b>Anbaugürtel</b> Bänder rund um die Erde, in denen dieselbe Kultur
<?= g('anbauguertel', 'Anbaugürtel') ?> Bänder rund um die Erde, in denen dieselbe Kultur
dominiert. Ein Blick auf die Weltkarte, den man im Kopf haben sollte:</p>
<p><b>Weizen</b> das wichtigste Brotgetreide mag gemäßigte Zonen mit Sommer
und Winter: der US-Weizengürtel, die Ukraine („Kornkammer Europas"), Mitteleuropa.
@@ -469,7 +469,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Tundra nutzbar. Jedes Tier hat dabei seine Klimazone: das <b>Rentier</b> die
kalte Tundra und Taiga, das <b>Kamel</b> die heiße Wüste, das Rind die
saftigen Wiesen der gemäßigten Zone.</p>
<p>Ein Musterbeispiel im D-A-CH-Raum ist die <b>Alm- bzw. Alpwirtschaft</b>:
<p>Ein Musterbeispiel im D-A-CH-Raum ist die <?= g('almwirtschaft', 'Alm- bzw. Alpwirtschaft') ?>:
Im Sommer treibt man das Vieh auf die hochgelegenen Almweiden über der
Waldgrenze. Das schont die Talwiesen (dort wächst das Winterheu), nutzt das
Bergfutter und hält die Kulturlandschaft offen ohne Beweidung würde vieles
@@ -567,7 +567,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
kalt war: In Südengland ist eine ernstzunehmende Weinregion entstanden. Doch
der Wandel bringt vor allem Risiken: Hitze und <b>Dürre</b> lassen Ernten
verdorren, Wetterextreme werden häufiger, und wo Wasser fehlt, droht
Wüstenbildung. Für die <b>Welternährung</b> ist das gefährlich schon heute
Wüstenbildung. Für die <?= g('welternaehrung', 'Welternährung') ?> ist das gefährlich schon heute
hungern hunderte Millionen Menschen.</p>
<p>Auch <i>wie</i> wir anbauen, zählt. <?= g('monokultur', 'Monokulturen') ?>
sind effizient, aber anfällig für <?= g('bodenmuedigkeit', 'Bodenmüdigkeit') ?>
@@ -577,9 +577,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
europaweit führend.</p>
<p>Und schließlich der Boden selbst: Fruchtbarer Ackerboden ist nicht
vermehrbar. Wird er zubetoniert für Straßen, Hallen, Parkplätze , ist er
für immer verloren. Diese <b>Bodenversiegelung</b> ist gerade im dicht
besiedelten Österreich ein großes Thema für die
<?= g('nachhaltigkeit', 'Nachhaltigkeit') ?>.</p>
für immer verloren. Diese <?= g('bodenversiegelung', 'Bodenversiegelung') ?>
ist gerade im dicht besiedelten Österreich ein großes Thema für die
<?= g('nachhaltigkeit', 'Nachhaltigkeit') ?>. Sie ist doppelt folgenschwer:
Versiegelter Boden kann auch kein Regenwasser mehr aufnehmen, was bei
Starkregen Überschwemmungen verstärkt.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('klimawandel-baustelle-acker',
+13 -9
View File
@@ -189,8 +189,9 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Jeder Fluss sammelt das Wasser einer ganzen Landschaft: Alles, was in
seinem <?= g('einzugsgebiet', 'Einzugsgebiet') ?> regnet oder schmilzt,
läuft früher oder später in seinem Bett zusammen. Wie viel Wasser gerade
unterwegs ist, zeigt der <b>Pegel</b> eine Messstelle, die den
Wasserstand rund um die Uhr aufzeichnet.</p>
unterwegs ist, zeigt der <b><?= g('pegel', 'Pegel') ?></b> eine
Messstelle, die den Wasserstand rund um die Uhr aufzeichnet. Steigt er
über festgelegte Marken, lösen die Behörden Warnstufen aus.</p>
<p><?= g('ueberflutung', 'Hochwasser') ?> entsteht, wenn mehr Wasser
ankommt, als das Flussbett fassen kann. Dazu braucht es meist drei
Zutaten: <b>(1) viel Regen oder Schneeschmelze</b>, <b>(2) Böden, die
@@ -279,12 +280,13 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div>
<p>Die klassische Antwort auf Hochwasser ist Technik: <b>Dämme</b> und
Deiche halten das Wasser im Bett, <b>Schutzmauern</b> sichern Ortskerne,
<b>Rückhaltebecken</b> fangen die Flutwelle oben im Tal ab, bevor sie
die Siedlungen erreicht. Dieser <?= g('hochwasserschutz', 'Hochwasserschutz') ?>
<b><?= g('rueckhaltebecken', 'Rückhaltebecken') ?></b> fangen die
Flutwelle oben im Tal ab, bevor sie die Siedlungen erreicht, und geben
das Wasser später gedrosselt wieder ab. Dieser <?= g('hochwasserschutz', 'Hochwasserschutz') ?>
hat ganze Talböden erst besiedelbar gemacht.</p>
<p>Aber Technik hat Grenzen. <b>Erstens:</b> Jeder Damm ist nur für ein
bestimmtes Hochwasser bemessen kommt ein größeres, wird er überströmt
oder bricht. Es bleibt immer ein <b>Restrisiko</b>. <b>Zweitens:</b> Was
oder bricht. Es bleibt immer ein <b><?= g('restrisiko', 'Restrisiko') ?></b>. <b>Zweitens:</b> Was
der Damm hier zurückhält, kommt flussabwärts umso geballter an Schutz
kann das Problem auch <b>verlagern</b>. <b>Drittens:</b> Hinter Dämmen
fühlen sich Menschen sicher und bauen immer näher ans Wasser wenn der
@@ -386,7 +388,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-cols">
<div>
<p>Die zweite Antwort auf Hochwasser ist keine Mauer, sondern Fläche.
Natürliche Flusslandschaften haben eingebaute Puffer: <b>Auen</b>
Natürliche Flusslandschaften haben eingebaute Puffer: <b><?= g('aue', 'Auen') ?></b>
die flachen Wälder und Wiesen entlang des Flusses laufen bei
Hochwasser voll wie ein Schwamm, halten das Wasser zurück und geben es
langsam wieder ab. Diesen Effekt nennt man
@@ -603,9 +605,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-cols">
<div>
<p>Der billigste Hochwasserschutz ist, gar nicht erst im Weg des Wassers
zu bauen. Dafür gibt es die <b>Raumplanung</b>: Gefahrenzonenpläne
zu bauen. Dafür gibt es die <b>Raumplanung</b>:
<?= g('gefahrenzonenplan', 'Gefahrenzonenpläne') ?>
weisen aus, wo Hochwasser wie oft zu erwarten ist. Maßstab ist meist das
<b>HQ100</b> ein Hochwasser, das in jedem einzelnen Jahr mit einer
<b><?= g('hq100', 'HQ100') ?></b> ein Hochwasser, das in jedem einzelnen Jahr mit einer
Wahrscheinlichkeit von 1 : 100 erreicht oder überschritten wird.
Achtung, beliebter Denkfehler: Das heißt <i>nicht</i> „kommt nur alle
100 Jahre" es kann auch zweimal in einem Jahrzehnt kommen.
@@ -619,7 +622,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Katastrophenfonds ersetzt nach Ermessen meist nur einen Teil des
Schadens. Die Frage „Wer zahlt?" wird nach jedem großen Hochwasser neu
diskutiert.</p>
<p>Dazu kommt die <b>Versiegelung</b>: Verbaute Böden nehmen kein Wasser
<p>Dazu kommt die <b><?= g('bodenversiegelung', 'Versiegelung') ?></b>:
Verbaute Böden nehmen kein Wasser
auf jeder neue Parkplatz schickt seinen Regen ungebremst in den
nächsten Bach. Hochwasserschutz beginnt deshalb nicht am Damm, sondern
bei jeder einzelnen Flächenwidmung.</p>
+18 -10
View File
@@ -85,8 +85,9 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Erde eindeutig benennt, wie <?= g('hoehenlinie', 'Höhenlinien') ?> und
<?= g('hoehenstufe', 'Höhenstufen') ?> das Gebirge auf der Karte lesbar
machen, wie man aus <?= g('massstab', 'Maßstab') ?>, Entfernung und
Geschwindigkeit die Flugzeit berechnet und wie die Flugrettung in
Österreich, Deutschland und der Schweiz organisiert ist.</div>
Geschwindigkeit die Flugzeit berechnet und wie die
<?= g('flugrettung', 'Flugrettung') ?> in Österreich, Deutschland und der
Schweiz organisiert ist.</div>
<div class="b-chips">
<span class="b-chip">AT · GW 1.3 &amp; 1.6</span>
@@ -269,7 +270,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Temperatur im Schnitt um rund <b>0,65 °C</b> ein Berg trägt also
mehrere <?= g('klimazone', 'Klimazonen') ?> übereinander. Diese
<?= g('hoehenstufe', 'Höhenstufen') ?> prägen die Alpen: unten Siedlungen
und Obstwiesen, darüber der Bergwald, ab der <b>Waldgrenze</b> (je nach
und Obstwiesen, darüber der Bergwald, ab der
<?= g('waldgrenze', 'Waldgrenze') ?> (je nach
Lage etwa 1.700 bis 2.200 m) nur noch Almen und Matten, ganz oben Fels,
Schnee und Eis (<b>nivale Stufe</b>).</p>
<p>Für die Flugrettung sind Höhenstufen Alltag: Ein Einsatz an der
@@ -366,11 +368,12 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Richtung? Wie lange?</b> Die Entfernung liest man über den
<?= g('massstab', 'Maßstab') ?> von der Karte ab: Bei 1 : 50.000
entspricht 1 cm auf der Karte 50.000 cm in der Natur also 500 m.
Ein Hubschrauber fliegt dabei <b>Luftlinie</b>, den direkten Weg
Ein Hubschrauber fliegt dabei <?= g('luftlinie', 'Luftlinie') ?>, den
direkten Weg
Straßen, Pässe und Serpentinen zählen für ihn nicht. Genau das
macht ihn im Gebirge unschlagbar schnell.</p>
<p>Die Richtung beschreibt man mit den Himmelsrichtungen der
Windrose zwischen den Haupt- und Nebenrichtungen (N, NO, O, SO, S,
<?= g('windrose', 'Windrose') ?> zwischen den Haupt- und Nebenrichtungen (N, NO, O, SO, S,
SW, W, NW) unterscheiden Profis noch feiner, etwa Nord-Nordost. Ein
<?= g('kompass', 'Kompass') ?> zeigt Norden an; in der Luftfahrt gibt
man den Kurs zusätzlich als Winkel von 0° bis 360° an.</p>
@@ -568,10 +571,14 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>5 · Alpine Gefahren und Verantwortung: Wenn jede Minute zählt</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Das Gebirge verzeiht wenig Fehler. <b>Lawinen</b> fordern in
Österreich im 10-Jahres-Schnitt <b>16 Todesopfer pro Winter</b> wobei
die Winter stark schwanken: 2024/25 waren es acht, im Winter darauf
dreißig. Dazu kommen <b>Wetterumstürze</b>: Ein sonniger Bergtag kann
<p>Das Gebirge verzeiht wenig Fehler. <?= g('lawine', 'Lawinen') ?>
fordern in Österreich im 10-Jahres-Schnitt <b>16 Todesopfer pro
Winter</b> wobei die Winter stark schwanken: 2024/25 waren es acht, im
Winter darauf dreißig. Wie groß die Gefahr gerade ist, zeigt die
fünfstufige <?= g('lawinenwarnstufe', 'Lawinenwarnstufe') ?>: Die
Lawinenwarndienste geben sie im Winter täglich neu heraus und schon
Stufe 3 („erheblich") ist ernst zu nehmen, denn hier passieren die
meisten tödlichen Unfälle. Dazu kommen <b>Wetterumstürze</b>: Ein sonniger Bergtag kann
binnen einer Stunde in Nebel, Sturm oder Gewitter kippen gefährlich
für Wandernde, aber auch für den Hubschrauber selbst, denn bei
<?= g('gewitter-flug', 'Gewitter') ?>, dichtem Nebel oder
@@ -579,7 +586,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
ihre Grenzen.</p>
<p>Deshalb gilt am Berg: <b>Vorbeugen ist die halbe Rettung.</b>
Tourenplanung, Wetterbericht, passende Ausrüstung und das Wissen,
wie man alarmiert. In Österreich erreicht der <b>Alpinnotruf 140</b>
wie man einen <?= g('notruf', 'Notruf') ?> absetzt. In Österreich
erreicht der <b>Alpinnotruf 140</b>
direkt die Leitstellen der Bergrettung; der <b>Euronotruf 112</b>
funktioniert in ganz Europa und wählt sich notfalls in jedes verfügbare
Handynetz ein. In der Schweiz alarmiert man die Rega unter <b>1414</b>.</p>
+19 -11
View File
@@ -190,7 +190,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Erdgas. Die <?= g('emissionen', 'Emissionen') ?> haben den CO₂-Gehalt
der Luft von rund 280 <?= g('ppm', 'ppm') ?> auf über 430 ppm getrieben.
Seit 1958 misst die Station Mauna Loa auf Hawaii diesen Anstieg Jahr für
Jahr — die berühmte <b>Keeling-Kurve</b> kennt nur eine Richtung: aufwärts.
Jahr — die berühmte <?= g('keeling-kurve', 'Keeling-Kurve') ?> kennt nur eine Richtung: aufwärts.
Die Folge: 2024 war das erste Kalenderjahr, das im Schnitt mehr als
1,5 °C über dem vorindustriellen Niveau lag — der Zielmarke des
<?= g('pariser-abkommen', 'Pariser Klimaabkommens') ?>.</p>
@@ -271,7 +271,9 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div>
<p>Dass das Meer steigt, hat <b>zwei Ursachen</b>. Erstens: Warmes
Wasser dehnt sich aus — die Ozeane nehmen den Großteil der zusätzlichen
Wärme auf und brauchen dadurch mehr Platz. Zweitens: Gletscher und die
Wärme auf und brauchen dadurch mehr Platz
(<?= g('waermeausdehnung', 'Wärmeausdehnung') ?>). Zweitens:
<?= g('gletscher', 'Gletscher') ?> und die
Eisschilde Grönlands und der Antarktis schmelzen, und das Schmelzwasser
fließt ins Meer. Seit 1901 ist der globale <?= g('meeresspiegel', 'Meeresspiegel') ?>
um rund <b>20 cm</b> gestiegen — und die Geschwindigkeit nimmt zu:
@@ -284,7 +286,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
unserem Nachbarn im Nordwesten — liegt gut ein Viertel des Landes
<i>unter</i> dem Meeresspiegel, samt Städten wie Amsterdam und Rotterdam.
Und die <?= g('klimafolgen', 'Folgen') ?> beginnen lange vor der Flut:
Salzwasser sickert ins Grundwasser, versalzt Brunnen und Felder
Salzwasser sickert ins Grundwasser und versalzt Brunnen und Felder
(<?= g('versalzung', 'Versalzung') ?>) —
Menschen müssen gehen, obwohl ihr Haus noch trocken steht
(<?= g('ueberflutung', 'Überflutung') ?> ist nur die letzte Stufe).</p>
</div>
@@ -303,7 +306,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Der Meeresspiegel
folgt der Temperatur — aber in zwei Anteilen: Ein Teil reagiert schnell,
ein Teil ist <b>„bereits beschlossen"</b> und kommt auch dann noch, wenn
du das CO₂ längst senkst (so wie die trägen Eisschilde in Wirklichkeit).
du das CO₂ längst senkst (so wie die trägen Eisschilde in Wirklichkeit
Fachleute nennen das die <?= g('klimatraegheit', 'Trägheit des Klimasystems') ?>).
Die <b>Geflutet-Anzeige</b> zeigt die Wirkung auf der Karte: Zuerst frisst
das Meer den Strand — <i>das verhindert auch der beste Deich nicht</i> —,
dann steigt das Wasser in die Häuser. Bleibt am Ende weniger als 40 %
@@ -492,7 +496,9 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<?= g('kuestenschutz', 'Küstenschutz') ?>. Das Musterland sind die
Niederlande: 26 % des Landes liegen unter dem Meeresspiegel, geschützt
von Deichen und den <b>Deltawerken</b>, dreizehn gewaltigen Sperrwerken
gegen Nordsee-Sturmfluten. Doch selbst sie sind nur auf rund 40 cm
gegen Nordsee-<?= g('sturmflut', 'Sturmfluten') ?> — dabei drückt tagelanger
Sturm das Meer weit über die normale Flut hinaus gegen das Land.
Doch selbst sie sind nur auf rund 40 cm
Anstieg ausgelegt und müssen nachgerüstet werden. <b>Naturbasiert
schützen:</b> <?= g('mangrove', 'Mangrovenwälder') ?> brechen Wellen,
halten mit ihren Wurzeln den Boden fest und binden nebenbei CO₂ —
@@ -502,8 +508,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
entstehen dann nur noch auf höherem Grund.</p>
<p>Auch im Binnenland heißt Anpassung bauen und planen: Flüsse bekommen
Dämme und Rückhalteräume — der Alpenrhein in Vorarlberg wird seit über
100 Jahren so gebändigt —, und Städte werden zur <b>„Schwammstadt"</b>
umgebaut: entsiegelte Flächen, Grünstreifen und Speicher saugen
100 Jahren so gebändigt —, und Städte werden zur
<?= g('schwammstadt', '„Schwammstadt"') ?> umgebaut: entsiegelte Flächen, Grünstreifen und Speicher saugen
Starkregen auf, statt ihn in die Kanalisation zu zwingen.</p>
</div>
<div>
@@ -588,9 +594,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Klimaschutz kostet Geld — Windparks, Deiche und Aufforstung stehen
in jedem Budget. Aber <b>kein</b> Klimaschutz kostet mehr: Flutschäden,
Ernteausfälle, Hitzefolgen und immer teurerer Küstenschutz sind die
Rechnung, die später kommt. Ökonom:innen nennen das <b>Folgekosten</b> —
Rechnung, die später kommt. Ökonom:innen nennen das
<?= g('folgekosten', 'Folgekosten') ?> —
sie tauchen in keiner Betriebsrechnung auf, bezahlt werden sie trotzdem.
Dazu kommen echte <b>Zielkonflikte</b>: Ein Kohlekraftwerk liefert
Dazu kommen echte <?= g('zielkonflikt', 'Zielkonflikte') ?>: Ein Kohlekraftwerk liefert
billigen Strom und ein Flughafen bringt Tourismus-Einnahmen — beides
heizt zugleich die Erde weiter auf. Und es gibt <b>Scheinlösungen</b>:
Geo-Engineering wie die „Wolken-Impfung" klingt nach Wundermittel,
@@ -602,8 +609,9 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<?= g('permafrost', 'Permafrosts') ?> —, läuft die Veränderung von
selbst weiter, auch wenn die Emissionen später sinken. Wie nah das ist,
zeigen die Alpen: Die Schweizer Gletscher verloren in nur zwei Jahren
ein Zehntel ihres Eises, und die Zahl der Hitzetage in Österreich hat
sich verdoppelt bis verdreifacht. Früh investieren ist deshalb nicht
ein Zehntel ihres Eises, und die Zahl der
<?= g('hitzetag', 'Hitzetage') ?> (Tage mit mindestens 30 °C) in
Österreich hat sich verdoppelt bis verdreifacht. Früh investieren ist deshalb nicht
nur ökologisch, sondern auch ökonomisch klüger —
<?= g('klimaneutralitaet', 'Klimaneutralität') ?> ist das Ziel, auf das
sich die Welt in Paris geeinigt hat.</p>
+11 -8
View File
@@ -178,10 +178,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-cols">
<div>
<p>Menschen reisen, seit es Menschen gibt aber noch nie sind so viele
gereist wie heute. Die Gründe nennt man <b>Reisemotive</b>: Erholung
gereist wie heute. Die Gründe nennt man <b><?= g('reisemotiv', 'Reisemotive') ?></b>: Erholung
(Strand, Berge, Wellness), Neugier auf Kultur und Städte, Besuche bei
Familie und Freund:innen, Sport und Events und Geschäftsreisen. Aus
den Motiven entstehen Tourismusarten: vom Badeurlaub über den
den Motiven entstehen <?= g('tourismusarten', 'Tourismusarten') ?>: vom Badeurlaub über den
Städtetrip bis zur <?= g('pauschalreise', 'Pauschalreise') ?>, bei der
Flug, Hotel und Transfer als Paket gebucht werden.</p>
<p><?= g('tourismus', 'Tourismus') ?> ist längst eine Weltindustrie:
@@ -381,7 +381,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
eine <?= g('logistikkette', 'Transportkette') ?> mit vielen Gliedern.
Am <?= g('hub-flughafen', 'Hub-Flughafen') ?> („Drehkreuz") steigen
nicht nur Passagiere um, sondern auch ihr Gepäck: In Frankfurt sortiert
eine <b>81 Kilometer lange</b> Gepäckförderanlage bis zu
eine <b>81 Kilometer lange</b> <?= g('gepaeckfoerderanlage', 'Gepäckförderanlage') ?> bis zu
<b>125.000 Koffer pro Tag</b> vollautomatisch, mit bis zu 18 km/h.</p>
<p>Und trotzdem geht etwas schief: Weltweit kommen etwa
<b>6 von 1.000 Gepäckstücken</b> nicht planmäßig an meist, weil die
@@ -486,8 +486,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<?= g('emissionen', 'Emissionen') ?>. Die Forschung des DLR zeigt: Der
Luftverkehr ist für rund <b>3,5 % der bisherigen menschengemachten
Erwärmung</b> verantwortlich und nur ein Drittel davon stammt aus dem
CO₂ selbst. Zwei Drittel sind <b>Nicht-CO₂-Effekte</b>: vor allem
Kondensstreifen, die sich in großer Höhe zu Schleierwolken ausbreiten
CO₂ selbst. Zwei Drittel sind <b><?= g('nicht-co2-effekte', 'Nicht-CO₂-Effekte') ?></b>: vor allem
<?= g('kondensstreifen', 'Kondensstreifen') ?>, die sich in großer Höhe zu Schleierwolken ausbreiten
und wie eine zusätzliche Wärmedecke wirken
(<?= g('treibhauseffekt', 'Treibhauseffekt') ?>).</p>
<p>Der Vergleich der Verkehrsmittel ist deutlich: Ein Inlandsflug
@@ -496,8 +496,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
die <?= g('co2-flugverkehr', 'CO₂-Bilanz einer Reise') ?> zählt aber
auch die Distanz: Eine einzige Fernreise kann den ganzen übrigen
<?= g('co2-fussabdruck', 'CO₂-Fußabdruck') ?> eines Jahres übertreffen.
Deshalb lautet die wichtigste Faustregel: <b>Kurzstrecken auf die
Schiene verlagern</b> und Fernreisen seltener, dafür länger.</p>
Deshalb lautet die wichtigste Faustregel:
<b><?= g('kurzstreckenflug', 'Kurzstreckenflüge') ?> auf die Schiene
verlagern</b> und Fernreisen seltener, dafür länger. Als Kurzstrecke
gilt dabei ein Flug bis etwa 1.500 Kilometer innerhalb Europas also
die meisten Verbindungen.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('kondensstreifen-himmel',
@@ -600,7 +603,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
die Belastung verteilt sich.</p>
<p>Der größte Hebel ist die <?= g('mobilitaet', 'Mobilität') ?>: Für
Strecken innerhalb Europas ist die Bahn fast immer die klimafreundlichste
Wahl. Renaissance feiert dabei der <b>Nachtzug</b>: Die ÖBB betreiben mit
Wahl. Renaissance feiert dabei der <b><?= g('nachtzug', 'Nachtzug') ?></b>: Die ÖBB betreiben mit
dem Nightjet das größte Nachtzugnetz Europas über 25 Metropolen von
Hamburg bis Rom sind erreichbar, einige Züge halten sogar in Feldkirch.
Abends einsteigen, morgens mitten in der Stadt aufwachen: Reisezeit wird
+15 -9
View File
@@ -195,7 +195,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
passieren LKW, Züge und Schiffe die Grenzen ohne Zollkontrolle.
Doch die Lastenverteilung ist einseitig: <b>78 % der Transportleistung
rollen auf der Straße</b>, nur 17 % auf der Schiene und 5 % auf
Binnengewässern Tendenz: noch mehr Straße. <span class="q">[1]</span></p>
Binnengewässern Tendenz: noch mehr Straße. <span class="q">[1]</span>
Diese Aufteilung der Güter auf die Verkehrsträger nennt man
<?= g('modal-split', 'Modal Split') ?> die wohl meistdiskutierte
Kennzahl der Verkehrspolitik.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('gueterzug-terminal-wolfurt',
@@ -279,7 +282,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Triebfahrzeug konkurrenzlos effizient auf langen Strecken. Sein
Nachteil: Er braucht Gleise und ein <?= g('bahnterminal', 'Bahnterminal') ?>,
und jeder Wechsel des Verkehrsmittels kostet Zeit und Geld der
<?= g('umschlag', 'Umschlag') ?>. Das <b>Binnenschiff</b> schließlich
<?= g('umschlag', 'Umschlag') ?>. Das <b><?= g('binnenschiff', 'Binnenschiff') ?></b> schließlich
transportiert auf Rhein und Donau riesige Mengen langsam, aber günstig
ein einziger Schubverband ersetzt über hundert LKW-Ladungen.</p>
<p>Die Kunst liegt im Kombinieren: Beim
@@ -484,7 +487,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Zwischen den Industrieräumen nördlich und südlich der Alpen liegt
eine 800 km lange Gebirgsmauer überquerbar nur an wenigen Pässen und
Tunneln. Güter, die Österreich oder die Schweiz nur <i>durchqueren</i>,
nennt man <b>Transitverkehr</b>. Der mit Abstand meistbelastete Übergang
nennt man <b><?= g('transitverkehr', 'Transitverkehr') ?></b>. Der mit Abstand meistbelastete Übergang
ist der <b>Brenner</b> (1.370 m) zwischen Tirol und Südtirol:
<b>2,46 Millionen LKW</b> rollten 2024 über die Brennerautobahn
fast dreimal so viele wie über <b>alle vier</b> Schweizer Alpenrouten
@@ -492,13 +495,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
im engen Wipptal bedeutet das Dauerbelastung durch Lärm und Abgase.</p>
<p>Die <b>Schweiz</b> zeigt seit den 1990ern einen anderen Weg: Per
Volksabstimmung beschloss sie, den Transit auf die Schiene zu verlagern
mit hohen LKW-Abgaben und den NEAT-Basistunneln. Der
mit hohen LKW-Abgaben und den NEAT-<?= g('basistunnel', 'Basistunneln') ?>.
Ein Basistunnel durchquert das Gebirge nicht oben am Pass, sondern flach
an seinem Fuß so kommen auch schwere Güterzüge ohne Steigung hindurch. Der
<b>Gotthard-Basistunnel</b> (57 km, eröffnet 2016) ist der längste
Eisenbahntunnel der Welt; rund <b>72 %</b> des alpenquerenden Güterverkehrs
der Schweiz fahren heute per Bahn. <span class="q">[9] [10]</span></p>
<p>Österreich steuert mit Blockabfertigung, Nachtfahr- und sektoralen
Fahrverboten dagegen und setzt auf die <b>Rollende Landstraße</b>
(der ganze LKW fährt auf dem Zug mit) sowie den
Fahrverboten dagegen und setzt auf die <b><?= g('rollende-landstrasse', 'Rollende Landstraße') ?></b>
(der ganze LKW fährt auf dem Zug mit, die Fahrer:innen ruhen im Begleitwagen) sowie den
<b>Brenner-Basistunnel</b>: 55 km von Innsbruck nach Franzensfeste,
mit der Umfahrung Innsbrucks 64 km die längste unterirdische
Bahnverbindung der Welt, geplant ab etwa 2032. <span class="q">[11]</span></p>
@@ -602,7 +607,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-cols">
<div>
<p>Lagerhallen kosten Miete, gebundenes Geld und Personal. Deshalb
arbeiten Fabriken und Handel heute <b>just in time</b>: Die Ware kommt
arbeiten Fabriken und Handel heute <b><?= g('just-in-time', 'just in time') ?></b>: Die Ware kommt
genau dann an, wenn sie gebraucht wird das Lager fährt quasi auf der
Autobahn mit. Das spart Kosten, macht Lieferketten aber verwundbar:
Fällt ein Glied aus, steht binnen Tagen die Produktion.</p>
@@ -618,8 +623,9 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Kilometer. <span class="q">[13]</span> Gute Disposition sucht deshalb
immer eine Rückladung. Und der Boom geht weiter: Allein in Deutschland
waren 2024 <b>4,29 Milliarden Paketsendungen</b> unterwegs der
Online-Handel verwandelt Wohnstraßen in die „letzte Meile" der
Logistik. <span class="q">[14]</span></p>
Online-Handel verwandelt Wohnstraßen in die „<?= g('letzte-meile', 'letzte Meile') ?>"
der Logistik den teuersten Abschnitt der ganzen Kette, weil hier jedes
Paket einzeln an eine Tür gebracht wird. <span class="q">[14]</span></p>
</div>
<div>
<?= buchBild('paket-zustellung',
+9 -5
View File
@@ -407,7 +407,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<b>z</b>unehmende Mond ist rechts beleuchtet, der <b>a</b>bnehmende
links.</p>
<p>Eine Besonderheit fällt seit Jahrtausenden auf: Wir sehen <b>immer
dieselbe Seite</b> des Mondes. Der Grund heißt <b>gebundene Rotation</b>
dieselbe Seite</b> des Mondes. Der Grund heißt <b><?= g('gebundene-rotation', 'gebundene Rotation') ?></b>
der Mond dreht sich in exakt derselben Zeit einmal um sich selbst, in
der er einmal um die Erde läuft. Die Gezeitenkräfte der Erde haben ihn
über Milliarden Jahre in diesen Takt gezwungen. Seine Rückseite hat erst
@@ -500,7 +500,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Eine Finsternis ist reine Geometrie. Schiebt sich der <b>Mond</b>
genau zwischen Sonne und Erde (bei Neumond), fällt sein Schatten auf
einen kleinen Fleck der Erde: <?= g('sonnenfinsternis', 'Sonnenfinsternis') ?>
nur wer im Schattenstreifen steht, erlebt sie. Steht dagegen die
nur wer im Schattenstreifen steht, erlebt sie. Genau genommen hat der
Schatten zwei Zonen: Nur im schmalen <?= g('kernschatten', 'Kernschatten') ?>
wird die Finsternis total, im viel breiteren Halbschatten ringsherum
bleibt sie partiell. Steht dagegen die
<b>Erde</b> zwischen Sonne und Mond (bei Vollmond), wandert der Mond
durch den Erdschatten: <?= g('mondfinsternis', 'Mondfinsternis') ?>
sichtbar von der gesamten Nachtseite der Erde. Dabei wird der Mond nicht
@@ -623,16 +626,17 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
in <b>8 cm &middot; 107 ≈ 8,6 m</b> Entfernung, am anderen Ende des
Klassenzimmers.</p>
<p>Auch Zeit wird zum Maßstab: Licht, das Schnellste überhaupt
(300.000 km pro Sekunde), braucht von der Sonne <b>8 Minuten 20
(<?= g('lichtgeschwindigkeit', 'Lichtgeschwindigkeit') ?>:
300.000 km pro Sekunde), braucht von der Sonne <b>8 Minuten 20
Sekunden</b> bis zu uns vom Mond nur 1,3 Sekunden
(<b>384.400 : 300.000 ≈ 1,3</b>). <span class="q">[6]</span> Wir sehen
die Sonne also immer so, wie sie vor 8 Minuten war.</p>
<p>Am besten <i>erlebt</i> man Größenordnungen zu Fuß: Auf
<b>Planetenwegen</b> ist das Sonnensystem meist 1 : 1 Milliarde
<b><?= g('planetenweg', 'Planetenwegen') ?></b> ist das Sonnensystem meist 1 : 1 Milliarde
verkleinert ein Schritt entspricht etwa der doppelten Distanz
ErdeMond. Und wer die Sterne dahinter sehen will, braucht vor allem
eines: <b>Dunkelheit</b>. Kunstlicht überstrahlt den Nachthimmel
(„Lichtverschmutzung") in Sternenparks wie Attersee-Traunsee wird
(„<?= g('lichtverschmutzung', 'Lichtverschmutzung') ?>") in Sternenparks wie Attersee-Traunsee wird
der dunkle Himmel deshalb gezielt geschützt. <span class="q">[8]</span></p>
</div>
<div>
+10 -5
View File
@@ -187,7 +187,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
kommen, und die Veranstalter müssen ihren Zeit-Slot vorab buchen. 15
Beschäftigte kümmern sich nur um Busse, Autos und Verkehr.
<span class="q">[1]</span></p>
<p><?= g('besucherlenkung', 'Besucherlenkung') ?> hat viele Werkzeuge:
<p><?= g('besucherlenkung', 'Besucherlenkung') ?> hat viele
<?= g('lenkungsinstrumente', 'Werkzeuge') ?>:
<b>Information</b> (Beschilderung, Apps, Live-Auslastung),
<b>Reservierung</b> (Slots, Tickets), <b>Preise</b> (Eintritt, Parkgebühr,
<?= g('angebot-nachfrage', 'Nachfrage') ?> über den Preis steuern),
@@ -282,7 +283,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-cols">
<div>
<p>In der Stadt zahlen Geschäfte in der Fußgängerzone die höchsten Mieten
für die „1a-Lage". Der Grund heißt <b>Frequenz</b>: die Zahl der Menschen,
für die „1a-Lage". Der Grund heißt <b><?= g('frequenz', 'Frequenz') ?></b>: die Zahl der Menschen,
die vorbeikommen. Jeder Meter Abstand vom Strom kostet Kundschaft, denn
kaum jemand macht einen Umweg für ein Angebot, das er nicht kennt. Was
für die Einkaufsstraße gilt, gilt genauso für die Tourismusregion: Der
@@ -293,11 +294,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
der Reisenden bediente, verdiente. Heute wiederholt sich das Muster am
Radweg (Kiosk, Radwerkstatt), am Wanderweg (Jausenstation, Alpe) und an
der Ausflugsstraße (Gasthof mit Parkplatz).</p>
<p>Zur Lage kommt die <b>Kapazität</b>: Auch das bestgelegene Café kann
<p>Zur Lage kommt die <b><?= g('kapazitaet', 'Kapazität') ?></b>: Auch das bestgelegene Café kann
nur eine begrenzte Zahl von Gästen gleichzeitig bedienen. Und Angebote
verstärken sich <b>gegenseitig</b>: Wo Spielplatz, Eisdiele und WC
beieinanderliegen, bleiben Familien länger als bei jedem Angebot allein
Fachleute sprechen von Kopplungseffekten.</p>
Fachleute sprechen von <?= g('kopplungseffekt', 'Kopplungseffekten') ?>.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('standort-jausenstation',
@@ -389,6 +390,9 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Zur Zielgruppe gehört ihr <b>Verkehrsmittel</b>: Rund <b>75 % der
Übernachtungsgäste</b> in Österreich reisen mit dem Pkw an, nur 11 %
mit der Bahn und 7 % mit dem Flugzeug. <span class="q">[3]</span>
Diese Aufteilung der Wege auf die Verkehrsmittel nennt man
<?= g('modal-split', 'Modal Split') ?> an ihr liest eine Region ab,
wie autolastig ihr Tourismus ist.
Für eine Region heißt das: Wer nur Parkplätze baut, holt noch mehr Autos
ins Tal wer Bahn, Bus und Radweg stärkt, erschließt neue Gäste
<i>ohne</i> neuen Autoverkehr.</p>
@@ -497,7 +501,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
durchfährt, gibt fast nichts aus. Deshalb versuchen Regionen, Gäste zu
„bremsen" mit Cafés, Märkten, Museen und Erlebnissen, die zum Bleiben
einladen. Jede zusätzliche Stunde vor Ort bedeutet zusätzlichen Umsatz.
Aus demselben Grund sind Übernachtungsgäste wertvoller als Tagesgäste:
Aus demselben Grund sind Übernachtungsgäste wertvoller als
<?= g('tagesgast', 'Tagesgäste') ?>:
Sie lassen Abendessen, Frühstück und <?= g('naechtigung', 'Nächtigung') ?>
da.</p>
<p>Aber Vorsicht vor der Abzock-Falle: Wer Gäste nur „melkt", verliert
+12 -8
View File
@@ -166,7 +166,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Kein Betrieb steht zufällig dort, wo er steht. Ob sich ein Gasthaus, ein
Lift oder ein Hotel lohnt, entscheiden die Eigenschaften des Ortes die
<?= g('standortfaktor', 'Standortfaktoren') ?>. Man unterscheidet
<b>harte Faktoren</b>, die man messen kann (Höhenlage, Schneesicherheit,
<b><?= g('harte-weiche-standortfaktoren', 'harte Faktoren') ?></b>, die man messen kann (Höhenlage, Schneesicherheit,
Erreichbarkeit, Wasser, Baugrund), und <b>weiche Faktoren</b>, die man
spürt (Landschaftsbild, Ruf, Sicherheit, Gastfreundschaft).</p>
<p>Im Gebirge ist die <b>Höhenlage</b> der wichtigste harte Faktor: Je höher
@@ -246,7 +246,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Tourismus ist eine Kette: <b>Anreise → Kapazität → Betten → Personal →
Einnahmen</b>. Reißt ein Glied, verdient das ganze Tal weniger. Wenn mehr
Gäste kommen wollen, als der Bus bringen kann, hilft das beste Hotel nichts
der <b>Engpass</b> bestimmt das Ergebnis.</p>
der <b><?= g('engpass', 'Engpass') ?></b> bestimmt das Ergebnis.</p>
<p>Und wie entsteht der Preis? Auf Märkten treffen
<?= g('angebot-nachfrage', 'Angebot und Nachfrage') ?> aufeinander. Ein hoher
Skipass-Preis bringt mehr Geld <i>pro Gast</i> aber weniger Gäste kommen
@@ -277,7 +277,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
(links) ist deine Preisstellschraube beobachte, wie Gästezahl und Einnahmen
reagieren. Der 📋 <b>Tagesbericht</b> zeigt die ganze Kette als Rechnung:
Wer wollte kommen (· Faktoren), wer konnte kommen (Engpass!), Einnahmen minus
Kosten. Rücklagen sind wichtig: Einmalige Chancen wie das <b>Skirennen
Kosten. <?= g('ruecklagen', 'Rücklagen') ?> gespartes Geld als Polster für
schlechte Tage sind wichtig: Einmalige Chancen wie das <b>Skirennen
(5.000 €)</b> kommen nur einmal und ab 15.000 € Schulden verkauft die
<b>Bank</b> dein teuerstes Gebäude zwangsweise.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgaben:</b>
@@ -298,7 +299,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Erwartungshorizont (Auswahl):</b>
A: Bei 15 € viele Gäste, wenig Ertrag/Gast; bei 45 € wenige Gäste, sinkende
Zufriedenheit Umsatzmaximum liegt dazwischen (Preiselastizität).
Zufriedenheit Umsatzmaximum liegt dazwischen (<?= g('preiselastizitaet', 'Preiselastizität') ?>:
Wie stark die Nachfrage auf eine Preisänderung reagiert).
C: Nein laufende Kosten (Instandhaltung, Löhne) laufen immer; Überfüllung
senkt Zufriedenheit → weniger Nachfrage morgen.
<b>Stolperstein „Panzer-Rush":</b> Wer sofort alles baut, endet absichtlich in
@@ -520,15 +522,17 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Wird er ignoriert, kippt der Erfolg: <?= g('uebertourismus', 'Übertourismus') ?>
verstopft Straßen, verärgert Einheimische und vertreibt am Ende genau die
Gäste, die Ruhe suchten.</p>
<p>Es gibt Gegenmittel: <b>Renaturierung</b> (Aufforsten gibt der Natur
Fläche zurück), <b>öko-effiziente Betriebe</b> (Solar spart Kosten UND
<p>Es gibt Gegenmittel: <b><?= g('renaturierung', 'Renaturierung') ?></b>
(Aufforsten gibt der Natur Fläche zurück und macht Eingriffe rückgängig),
<b>öko-effiziente Betriebe</b> (Solar spart Kosten UND
schont die Natur eine Investition, die sich doppelt rechnet) und
<?= g('soziale-verantwortung', 'soziale Verantwortung') ?>: Wer seinem
Personal gute Unterkünfte bietet, bekommt zufriedene Mitarbeiter:innen
und die Gäste spüren den freundlicheren Service. Ein Win-win.</p>
<p>Und wenn Betriebe wachsen? Vier kleine Gasthäuser zusammen leisten
viel <b>ein großes</b> leistet dasselbe mit geringeren Kosten pro Gast.
Diesen Vorteil großer Betriebe nennt man <b>Skaleneffekt</b>.</p>
viel <b>ein großes</b> leistet dasselbe mit geringeren Kosten pro Gast,
weil feste Kosten wie Küche oder Heizung nur einmal anfallen.
Diesen Vorteil großer Betriebe nennt man <b><?= g('skaleneffekt', 'Skaleneffekt') ?></b>.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('zielkonflikt-baustelle-natur',
+12 -6
View File
@@ -181,7 +181,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<b>Herkunftsgeschichte</b> und die beginnt für dich am Regal: Bei
Obst und Gemüse muss das Herkunftsland angegeben sein.</p>
<p>Wie viel ein Land selbst erzeugt, misst der
<b>Selbstversorgungsgrad</b>: 100 % heißt, die eigene Erzeugung deckt
<b><?= g('selbstversorgungsgrad', 'Selbstversorgungsgrad') ?></b>: 100 % heißt, die eigene Erzeugung deckt
genau den eigenen Verbrauch. Österreich ist bei Milch weit darüber
wir exportieren also und bei Obst, Fisch oder Reis weit darunter.
Was fehlt, muss <b>importiert</b> werden: aus Nachbarländern, aus
@@ -201,7 +201,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
der größte Produzent der Welt, sondern das Land, aus dem die Zutat
<b>typisch zu uns auf den Markt</b> kommt. Vier Kategorien helfen dir:
🇪🇺 <b>Hauptlieferant</b> (kommt zu uns) · 🌐 <b>Welt-Hauptproduzent</b>
(Big Player, aber selten bei uns im Regal) · 🌍 <b>Off-Season-Lieferant</b>
(Big Player, aber selten bei uns im Regal) ·
🌍 <b><?= g('off-season-import', 'Off-Season-Lieferant') ?></b>
(füllt nur unsere Wintersaison) · 🏠 <b>Eigenkonsum</b> (bleibt im eigenen
Land). Zutaten aus der Speisekammer (Hefe, Essig …) sind als „lokal"
markiert sie musst du nicht erforschen.</div>
@@ -372,7 +373,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
bringen die Bohnen nach Europa, verarbeitet wird meist erst hier auch
die Schweiz, Deutschland und Österreich verdienen also an Schokolade
kräftig mit.</p>
<p>Wie das Geld entlang dieser <b>Wertschöpfungskette</b> verteilt ist,
<p>Wie das Geld entlang dieser
<b><?= g('wertschoepfungskette', 'Wertschöpfungskette') ?></b> verteilt ist,
überrascht viele: Von einem Euro, den wir für Schokolade ausgeben,
erreichen nur etwa <b>8 Cent</b> die Kakaobauern-Familien der Rest
bleibt bei Verarbeitung, Marke und Handel. <span class="q">[4]</span>
@@ -479,7 +481,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Beim Transport zählt vor allem das <b>Wie</b>: Fast 60 % der
Lebensmittel-Transportkilometer laufen über das Schiff, nur 0,16 % über
das Flugzeug. <span class="q">[6]</span> Die Banane per Schiff ist
darum kein Klimaproblem <b>Flugware</b> (etwa empfindliche Beeren
darum kein Klimaproblem <b><?= g('flugware', 'Flugware') ?></b> (etwa empfindliche Beeren
oder Spargel außerhalb der Saison) dagegen schon. Und
<?= g('saisonal-regional', 'saisonal &amp; regional') ?> bleibt trotzdem
sinnvoll: Die Freiland-Tomate im August schlägt jede Winter-Tomate aus
@@ -577,7 +579,8 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<p>Was auf den Teller kommt, entscheidet dreifach: über deine
<b>Gesundheit</b>, über das <b>Klima</b> (Seite 4) und über die
Menschen am Anfang der Kette (Seite 3). Für die Gesundheit gibt die
<b>österreichische Ernährungspyramide</b> die Richtung vor: viel Wasser,
österreichische <b><?= g('ernaehrungspyramide', 'Ernährungspyramide') ?></b>
die Richtung vor: viel Wasser,
täglich Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst, regelmäßig Getreide und
Erdäpfel, maßvoll Milchprodukte, wenig Fleisch, selten Süßes.
<span class="q">[7]</span> Die Nährwerte auf Verpackungen (und in der
@@ -587,7 +590,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Siegel wie Fairtrade garantieren Mindestpreise und eine Prämie für
Schulen, Brunnen oder Werkzeug ein direkter Hebel gegen die 8-Cent-Bilanz
von Seite 3. Und ein dritter Hebel kostet gar nichts:
<b>weniger wegwerfen</b>. Österreichs Haushalte entsorgen pro Jahr rund
<b>weniger wegwerfen</b>. Wenn essbare Lebensmittel im Müll landen,
sprechen Fachleute von
<?= g('lebensmittelverschwendung', 'Lebensmittelverschwendung') ?> und
die ist enorm: Österreichs Haushalte entsorgen pro Jahr rund
<b>635.000 Tonnen</b> Lebensmittel, etwa <b>70 kg pro Person</b> mehr
als die Hälfte davon wäre vermeidbar. <span class="q">[8]</span> Essen,
das im Müll landet, hat seine ganze Weltreise umsonst gemacht.</p>
+15
View File
@@ -41,6 +41,14 @@ foreach ($modDb as $m) {
];
$moduleOrder[] = $m['module_id'];
}
// Schulbuch-Kapitel je Modul (für den 📖-Link bei aktivem Modul-Filter)
$buchLink = [];
$buchAlias = ['klima-3d' => 'klima'];
foreach (array_keys($moduleMeta) as $mid) {
$ziel = $buchAlias[$mid] ?? $mid;
if (is_file(__DIR__ . '/buch-' . $ziel . '.php')) $buchLink[$mid] = 'buch-' . $ziel;
}
?><!DOCTYPE html>
<html lang="de">
<head>
@@ -136,6 +144,7 @@ foreach ($modDb as $m) {
white-space: nowrap;
}
.gl-chip.active { background: var(--ggs-fjord); color: var(--ggs-white); border-color: var(--ggs-fjord); }
a.gl-chip.gl-buch { background: var(--ggs-forest, #1f4b37); color: var(--ggs-white); border-color: var(--ggs-forest, #1f4b37); text-decoration: none; }
@media (hover: hover) {
.gl-chip:hover { border-color: var(--ggs-fjord); color: var(--ggs-fjord); }
}
@@ -650,6 +659,7 @@ const INIT_MODULE = <?= json_encode($module) ?>;
// Aus DB-Tabelle module_info (Admin-pflegbar, Source-of-Truth)
const MODULE_META = <?= json_encode($moduleMeta, JSON_UNESCAPED_UNICODE) ?>;
const MODULE_ORDER = <?= json_encode($moduleOrder, JSON_UNESCAPED_UNICODE) ?>;
const BUCH_LINK = <?= json_encode($buchLink, JSON_UNESCAPED_UNICODE) ?>; // Modul → Schulbuch-Kapitel
const CATEGORY_LABEL = {
klima: 'Klima',
einheit: 'Einheit',
@@ -799,6 +809,11 @@ function renderFilters() {
</button>`;
});
// Schulbuch-Link, wenn ein Modul mit Kapitel gefiltert ist
if (STATE.filter.module && BUCH_LINK[STATE.filter.module]) {
html += `<a class="gl-chip gl-buch" href="<?= $bp ?>/${BUCH_LINK[STATE.filter.module]}">📖 Zum Schulbuch-Kapitel</a>`;
}
wrap.innerHTML = html;
wrap.querySelectorAll('.gl-chip').forEach(btn => {