Buch (4 Kapitel): Sek-I-Sprache — Schachtelsätze auf, Jargon erklärt, Begriffe verlinkt

tourismustal, tourismusregion, weltkueche, energiemanager: Nominalstil/Passiv → Aktiv,
jeder Fachbegriff eingeführt + per g() verlinkt (Achillesferse/Dumping-Preis/Dunkelflaute-
Schachtelsätze etc. entschärft). Fakten/Quellen/Struktur/Fotos unverändert.

Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
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<div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b> <div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b>
Strom lässt sich anders als Holz oder Öl kaum lagern. Du lernst, warum im Strom lässt sich anders als Holz oder Öl kaum lagern. Du lernst, warum im
<?= g('stromnetz', 'Stromnetz') ?> Erzeugung und Verbrauch in jeder Sekunde <?= g('stromnetz', 'Stromnetz') ?> in jeder Sekunde genau so viel Strom
übereinstimmen müssen, woher der Strom in Österreich, Deutschland und der erzeugt werden muss, wie gerade verbraucht wird. Du erfährst, woher der Strom
Schweiz kommt, wie das Wetter über <?= g('photovoltaik', 'Sonnen-') ?> und in Österreich, Deutschland und der Schweiz kommt. Du siehst, wie das Wetter
<?= g('windenergie', 'Windstrom') ?> bestimmt und warum den <?= g('photovoltaik', 'Sonnen-') ?> und
<?= g('windenergie', 'Windstrom') ?> steuert. Und du lernst, warum
<?= g('pumpspeicher', 'Pumpspeicherkraftwerke') ?> in den Alpen die <?= g('pumpspeicher', 'Pumpspeicherkraftwerke') ?> in den Alpen die
„grünen Batterien" Europas sind.</div> „grünen Batterien" Europas sind.</div>
@@ -181,20 +182,22 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
irgendwo erzeugt. Deshalb gilt im <?= g('stromnetz', 'Stromnetz') ?> die irgendwo erzeugt. Deshalb gilt im <?= g('stromnetz', 'Stromnetz') ?> die
eiserne Regel: <b>Erzeugung und Verbrauch müssen in jeder Sekunde genau eiserne Regel: <b>Erzeugung und Verbrauch müssen in jeder Sekunde genau
übereinstimmen.</b></p> übereinstimmen.</b></p>
<p>Ob das gelingt, zeigt die <?= g('netzfrequenz', 'Netzfrequenz') ?>: <p>Ob das gelingt, verrät die <?= g('netzfrequenz', 'Netzfrequenz') ?>.
Im europäischen <?= g('verbundnetz', 'Verbundnetz') ?> schwingt der Fast alle Länder Europas hängen an einem einzigen, gemeinsamen Netz
Wechselstrom 50-mal pro Sekunde <b>50 <?= g('hertz', 'Hertz') ?></b>. dem <?= g('verbundnetz', 'Verbundnetz') ?>. Darin fließt der Strom als
Wird mehr verbraucht als erzeugt, sinkt die Wechselstrom: Er wechselt 50-mal pro Sekunde die Richtung. Das nennt man
Frequenz; wird zu viel erzeugt, steigt sie. Schon Abweichungen von <b>50 <?= g('hertz', 'Hertz') ?></b>. Wird mehr Strom verbraucht als
wenigen Zehntel-Hertz sind kritisch. Am 8. Jänner 2021 riss eine erzeugt, wird dieser Takt langsamer die Frequenz sinkt. Wird zu viel
Störung in Kroatien das europäische Netz in zwei Teile die Frequenz erzeugt, steigt sie. Schon kleine Abweichungen sind gefährlich.</p>
fiel auf <b>49,74 Hz</b>, und nur automatische Schutzmaßnahmen <p>Wie gefährlich, zeigte der 8. Jänner 2021. Eine Störung in Kroatien
verhinderten Schlimmeres. <span class="q">[4]</span></p> riss das europäische Netz in zwei Teile. Die Frequenz fiel auf
<p>Dazu kommt: Der Verbrauch schwankt im Tagesrhythmus das <b>49,74 Hz</b>. Nur automatische Notschalter verhinderten Schlimmeres.
<?= g('lastprofil', 'Lastprofil') ?>. Nachts ist er niedrig, am Morgen <span class="q">[4]</span></p>
steigt er (Duschen, Kochen, Betriebe starten), und am Abend kommt die <p>Dazu kommt: Der Verbrauch ist nicht immer gleich hoch. Er schwankt
größte Spitze, wenn Familien heimkommen, kochen und Bildschirme über den Tag das nennt man <?= g('lastprofil', 'Lastprofil') ?>. Nachts
einschalten.</p> brauchen wir wenig Strom. Am Morgen steigt der Bedarf: Alle duschen,
kochen, und die Betriebe starten. Am Abend kommt die größte Spitze. Dann
kommen die Familien heim, kochen und schalten Bildschirme ein.</p>
</div> </div>
<div> <div>
<?= buchBild('gleichgewicht-smartmeter', <?= buchBild('gleichgewicht-smartmeter',
@@ -274,14 +277,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
dazu etwa 20 % aus Wind- und Sonnenkraft. Insgesamt waren 2024 rund dazu etwa 20 % aus Wind- und Sonnenkraft. Insgesamt waren 2024 rund
87 % der Erzeugung <?= g('erneuerbar', 'erneuerbar') ?> ein 87 % der Erzeugung <?= g('erneuerbar', 'erneuerbar') ?> ein
europäischer Spitzenwert. <span class="q">[1]</span></p> europäischer Spitzenwert. <span class="q">[1]</span></p>
<p>Deutschland hat weniger Gebirge, dafür windreiche Küsten: Dort ist <p>Deutschland hat weniger Gebirge, dafür windreiche Küsten. Dort ist
die <?= g('windenergie', 'Windkraft') ?> mit 31,5 % die wichtigste die <?= g('windenergie', 'Windkraft') ?> mit 31,5 % die wichtigste
Stromquelle, gefolgt von Kohle und <?= g('photovoltaik', 'Photovoltaik') ?>; Stromquelle. Danach kommen Kohle und
insgesamt stammten 2024 <b>59,4 %</b> aus erneuerbaren Quellen. <?= g('photovoltaik', 'Photovoltaik') ?>. Insgesamt stammten 2024
<span class="q">[2]</span> Die Schweiz ähnelt Österreich: Etwa <b>59,4 %</b> des Stroms aus erneuerbaren Quellen.
<b>60 % Wasserkraft</b>, dazu aber gut 28 % aus <span class="q">[2]</span></p>
<?= g('kernenergie', 'Kernkraftwerken') ?>. <p>Die Schweiz ähnelt Österreich: etwa <b>60 % Wasserkraft</b>. Dazu
<span class="q">[3]</span></p> kommen aber gut 28 % aus
<?= g('kernenergie', 'Kernkraftwerken') ?>. <span class="q">[3]</span></p>
<p>Der Strommix ist also Erdkunde pur: Berge und Niederschlag machen <p>Der Strommix ist also Erdkunde pur: Berge und Niederschlag machen
Wasserkraft möglich, flaches windiges Land begünstigt Windräder, Wasserkraft möglich, flaches windiges Land begünstigt Windräder,
sonnenreiche Dächer die Photovoltaik.</p> sonnenreiche Dächer die Photovoltaik.</p>
@@ -300,10 +304,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</div> </div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Der Balkengraph über <div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Der Balkengraph über
deinem Plan zeigt für jeden 3-Stunden-Block zwei Werte: <b>Strombedarf</b> deinem Plan zeigt für jeden 3-Stunden-Block zwei Werte: <b>Strombedarf</b>
(rot) und <b>Solar/Wind verfügbar</b> (gelb). Dein Pumpspeicher ist das (rot) und <b>Solar/Wind verfügbar</b> (gelb). Dein Pumpspeicher gleicht den
Zünglein an der Waage: Liefert das Wetter mehr, als gebraucht wird, pumpst Unterschied aus. Liefert das Wetter mehr Strom, als gebraucht wird, pumpst
du den Überschuss als Wasser nach oben fehlt Strom, lässt du ihn durch die du den Überschuss als Wasser nach oben. Fehlt Strom, lässt du das Wasser
<?= g('turbine', 'Turbinen') ?> wieder herunter (<?= g('lastausgleich', 'Lastausgleich') ?>).</div> durch die <?= g('turbine', 'Turbinen') ?> wieder herunter. Dieses Ausgleichen
nennt man <?= g('lastausgleich', 'Lastausgleich') ?>.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgaben:</b> <div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgaben:</b>
<ol> <ol>
<li><span class="b-stufe leicht">A</span>Nenne die wichtigste Stromquelle <li><span class="b-stufe leicht">A</span>Nenne die wichtigste Stromquelle
@@ -376,13 +381,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<b>am Abend</b>. Diese Lücke zwischen Bedarf und Wetterstrom die <b>am Abend</b>. Diese Lücke zwischen Bedarf und Wetterstrom die
<?= g('residuallast', 'Residuallast') ?> müssen andere Kraftwerke und <?= g('residuallast', 'Residuallast') ?> müssen andere Kraftwerke und
Speicher füllen.</p> Speicher füllen.</p>
<p>Richtig ernst wird es bei einer <?= g('dunkelflaute', 'Dunkelflaute') ?>: <p>Richtig ernst wird es bei einer <?= g('dunkelflaute', 'Dunkelflaute') ?>.
tagelang Hochnebel, kaum Wind. Anfang November 2024 lieferten Wind und Dann liegt tagelang Hochnebel über dem Land, und es weht kaum Wind. Anfang
Sonne in Deutschland an einem Abend zeitweise nur noch <b>rund 0,15 %</b> November 2024 passierte das in Deutschland. An einem Abend lieferten Wind
des Strombedarfs der Preis an der <?= g('stromboerse', 'Strombörse') ?>, und Sonne zusammen nur noch <b>rund 0,15 %</b> des Strombedarfs.</p>
wo Strom für jede Stunde des nächsten Tages gehandelt wird, schoss von <p>Das treibt den Preis. Strom wird an einer Börse gehandelt der
durchschnittlich 79 € auf über <b>800 € pro Megawattstunde</b>. <?= g('stromboerse', 'Strombörse') ?>. Dort kauft man Strom für jede
<span class="q">[5]</span></p> Stunde des nächsten Tages im Voraus. In dieser Nacht schoss der Preis in
die Höhe: von durchschnittlich 79 € auf über <b>800 € pro
Megawattstunde</b>. <span class="q">[5]</span></p>
<p>Auch die Jahreszeiten mischen mit: Im Winter ist der Verbrauch am <p>Auch die Jahreszeiten mischen mit: Im Winter ist der Verbrauch am
höchsten (Heizen, Licht), die Sonnenausbeute aber am niedrigsten. Je höchsten (Heizen, Licht), die Sonnenausbeute aber am niedrigsten. Je
mehr ein Land auf Wetterstrom setzt, desto wichtiger werden mehr ein Land auf Wetterstrom setzt, desto wichtiger werden
@@ -471,8 +478,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<?= g('lageenergie', 'Höhenenergie') ?> im Bergsee. Wird <?= g('lageenergie', 'Höhenenergie') ?> im Bergsee. Wird
<b>Strom gebraucht</b>, rauscht das Wasser durch Druckrohre zurück ins <b>Strom gebraucht</b>, rauscht das Wasser durch Druckrohre zurück ins
Tal und treibt <?= g('turbine', 'Turbinen') ?> an. Ein Pumpspeicher ist Tal und treibt <?= g('turbine', 'Turbinen') ?> an. Ein Pumpspeicher ist
in <b>weniger als zwei Minuten</b> auf voller Leistung deshalb ist er in <b>weniger als zwei Minuten</b> auf voller Leistung. Fehlt plötzlich
die wichtigste <?= g('regelreserve', 'Regelreserve') ?> im Netz.</p> Strom, springt er also sofort ein. Genau diese schnelle Notreserve nennt
man <?= g('regelreserve', 'Regelreserve') ?> und dabei ist der
Pumpspeicher der wichtigste Helfer im Netz.</p>
<p>Gratis ist das nicht: Der <?= g('wirkungsgrad', 'Wirkungsgrad') ?> <p>Gratis ist das nicht: Der <?= g('wirkungsgrad', 'Wirkungsgrad') ?>
über den ganzen Kreislauf liegt bei <b>75 bis 80 %</b> von 100 kWh, über den ganzen Kreislauf liegt bei <b>75 bis 80 %</b> von 100 kWh,
die du zum Pumpen einsetzt, kommen also rund 80 zurück. die du zum Pumpen einsetzt, kommen also rund 80 zurück.
@@ -493,7 +502,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Obervermuntwerk II: <b>360 MW</b> <span class="q">[7]</span> · Obervermuntwerk II: <b>360 MW</b> <span class="q">[7]</span> ·
Lünerseewerk II (geplant): <b>~1.000 MW</b>, ~1.300 m Fallhöhe, Lünerseewerk II (geplant): <b>~1.000 MW</b>, ~1.300 m Fallhöhe,
2,65 Mrd. € <span class="q">[8]</span> · 2,65 Mrd. € <span class="q">[8]</span> ·
Wirkungsgrad Pumpspeicher: <b>7580 %</b> <span class="q">[9]</span></div> Wirkungsgrad Pumpspeicher: <b>75 80 %</b> <span class="q">[9]</span></div>
</div> </div>
</div> </div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Der Querschnitt zeigt <div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Der Querschnitt zeigt
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<div> <div>
<p>Ein Teil des Strombedarfs ist rund um die Uhr da: Kühlhäuser, <p>Ein Teil des Strombedarfs ist rund um die Uhr da: Kühlhäuser,
Krankenhäuser, Server, Industrieöfen die Krankenhäuser, Server, Industrieöfen die
<?= g('grundlast', 'Grundlast') ?>. Darüber wellt sich der Tagesgang <?= g('grundlast', 'Grundlast') ?>. Darüber steigt der Bedarf über den
bis zur <?= g('spitzenlast', 'Spitzenlast') ?> am Abend. Für jede Ebene Tag an, bis zur <?= g('spitzenlast', 'Spitzenlast') ?> am Abend. Für jede
gibt es Spezialisten: Aufgabe gibt es eigene Kraftwerke. Die Grundlast tragen zum Beispiel
<?= g('laufwasserkraftwerk', 'Laufwasserkraftwerke') ?> sie nutzen die <?= g('laufwasserkraftwerk', 'Laufwasserkraftwerke') ?>. Sie nutzen die
stetige Strömung eines Flusses und laufen Tag und Nacht durch tragen stetige Strömung eines Flusses und laufen Tag und Nacht durch. Für die
die Grundlast, schnelle Pumpspeicher- und Gaskraftwerke fangen die kurzen Spitzen am Abend braucht man schnelle Kraftwerke. Pumpspeicher und
Spitzen und Prognosefehler ab. Koordiniert wird das Ganze vom Gaskraftwerke springen dann in wenigen Minuten ein.</p>
<?= g('netzbetreiber', 'Netzbetreiber') ?>: In Österreich überwacht die <p>Wer behält bei all dem den Überblick? Das ist die Aufgabe der
Austrian Power Grid (APG) das Übertragungsnetz rund um die Uhr.</p> <?= g('netzbetreiber', 'Netzbetreiber') ?>. In Österreich überwacht die
<p>Reicht das nicht, greift der Notfallplan: Bei fallender Frequenz Firma Austrian Power Grid (APG) das große Stromnetz rund um die Uhr.</p>
werden zuerst Reserven aktiviert, dann ganze Regionen gezielt <p>Reicht die Reserve einmal nicht, kommt der Notfallplan. Fällt die
abgeschaltet der <?= g('lastabwurf', 'Lastabwurf') ?>. Er ist die Frequenz, schalten die Netzbetreiber zuerst zusätzliche Reserven dazu.
letzte Bremse vor dem <?= g('blackout', 'Blackout') ?>, dem Hilft auch das nicht, schalten sie ganze Regionen gezielt für kurze Zeit
großflächigen, tagelangen Stromausfall. Österreich bereitet sich ab. Das nennt man <?= g('lastabwurf', 'Lastabwurf') ?>. Er ist die letzte
ernsthaft darauf vor: Bundesheer und Zivilschutz empfehlen jedem Bremse vor dem <?= g('blackout', 'Blackout') ?> einem
Haushalt einen Vorrat Trinkwasser (etwa 2 Liter pro Person und Tag), großflächigen Stromausfall, der Tage dauern kann.</p>
haltbare Lebensmittel und Medikamente für rund zwei Wochen, dazu <p>Österreich bereitet sich ernsthaft darauf vor. Bundesheer und
Taschenlampe, Kerzen, Batterieradio und etwas Bargeld. Zivilschutz empfehlen jedem Haushalt einen Vorrat. Dazu gehören:
<span class="q">[11]</span></p> Trinkwasser (etwa 2 Liter pro Person und Tag), haltbare Lebensmittel und
<p>Und du? Wer Strom spart Standby ausschalten, effiziente Geräte, Medikamente für rund zwei Wochen. Dazu Taschenlampe, Kerzen, ein
Wäsche zur Mittagszeit statt zur Abendspitze , entlastet nicht nur die Batterieradio und etwas Bargeld. <span class="q">[11]</span></p>
eigene Stromrechnung, sondern auch das Netz. Genau dann Strom zu <p>Und du? Auch du kannst helfen. Wer Strom spart, entlastet nicht nur
verbrauchen, wenn viel da ist, wird in Zukunft immer wichtiger.</p> die eigene Stromrechnung, sondern auch das Netz. Schalte Geräte ganz aus
statt in den Standby. Wasch die Wäsche lieber zu Mittag als zur
Abendspitze. Strom genau dann zu verbrauchen, wenn viel davon da ist,
wird in Zukunft immer wichtiger.</p>
</div> </div>
<div> <div>
<?= buchBild('blackout-notvorrat', <?= buchBild('blackout-notvorrat',
+174 -160
View File
@@ -74,22 +74,24 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
'So viele Autos! Viele Gäste sind gut. Zu viele Autos sind ein Problem.', true) ?> 'So viele Autos! Viele Gäste sind gut. Zu viele Autos sind ein Problem.', true) ?>
<?php else: ?> <?php else: ?>
<p class="b-leitfrage">Warum drängen sich an manchen Orten die Gäste, während <p class="b-leitfrage">Warum drängen sich an manchen Orten alle Gäste,
andere leer bleiben und wie lenkt eine Region ihre Besucherströme so, während andere leer bleiben? Und wie führt eine Region ihre Gäste so,
dass Gäste, Einheimische und Natur gewinnen?</p> dass alle gewinnen Gäste, Einheimische und die Natur?</p>
<?= buchBild('opener-ausflugsziel-andrang', <?= buchBild('opener-ausflugsziel-andrang',
'Beliebtes Ausflugsziel mit sichtbarem Andrang: viele Menschen auf einem Wanderweg oder an einem Aussichtspunkt (z. B. Karren-Kante Dornbirn, Pfänder oder Rappenlochschlucht an einem Schönwettertag).', 'Beliebtes Ausflugsziel mit sichtbarem Andrang: viele Menschen auf einem Wanderweg oder an einem Aussichtspunkt (z. B. Karren-Kante Dornbirn, Pfänder oder Rappenlochschlucht an einem Schönwettertag).',
'Alle wollen zum selben Platz: Besucherströme an einem Aussichtspunkt. Wer sie versteht, kann sie lenken.') ?> 'Alle wollen zum selben Platz: Besucherströme an einem Aussichtspunkt. Wer sie versteht, kann sie lenken.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b> <div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b>
Gäste bewegen sich nicht zufällig durch eine Region sie folgen Wegen, Gäste laufen nicht kreuz und quer. Sie folgen Wegen, Straßen und
Straßen und Attraktionen. Du lernst, wie <?= g('besucherlenkung', 'Besucherlenkung') ?> Sehenswürdigkeiten. Du lernst, wie man diese Ströme lenkt. Das nennt man
funktioniert, warum der <?= g('standortfaktor', 'Standort') ?> am Weg über <?= g('besucherlenkung', 'Besucherlenkung') ?>. Du siehst, warum der
Erfolg und Misserfolg entscheidet, welche Zielgruppen wie anreisen <?= g('standortfaktor', 'Standort') ?> am Weg über Erfolg oder Misserfolg
(zu Fuß, Rad, Bus, Auto), wie <?= g('wertschoepfung', 'Wertschöpfung') ?> entscheidet. Du erfährst, wie die Gäste anreisen zu Fuß, mit dem Rad, dem
entlang einer Route entsteht und wie eine Region den Zielkonflikt Bus oder dem Auto. Du verstehst, wie eine Region mit ihren Gästen Geld
zwischen Verkehr, Wirtschaft und Umwelt löst.</div> verdient. Das nennt man <?= g('wertschoepfung', 'Wertschöpfung') ?>. Und du
lernst, wie eine Region Verkehr, Wirtschaft und Umwelt unter einen Hut
bringt.</div>
<div class="b-chips"> <div class="b-chips">
<span class="b-chip">AT · GW 3.53.8</span> <span class="b-chip">AT · GW 3.53.8</span>
@@ -101,15 +103,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</div> </div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 So arbeitest du mit der Simulation:</b> <div class="b-box b-sim"><b>🎮 So arbeitest du mit der Simulation:</b>
Du entwickelst eine Ausflugsregion über <b>8 Gästewellen</b> und vier Du baust eine Ausflugsregion auf über <b>8 Gästewellen</b> und vier
Jahreszeiten. Zuerst wählst du eine von fünf Wegkarten von der Jahreszeiten. Zuerst wählst du eine von fünf Wegkarten. Sie reichen von der
<b>Talschleife</b> bis zur <b>Passstraße</b>. Die Gäste ziehen als Gruppen <b>Talschleife</b> bis zur <b>Passstraße</b>. Die Gäste ziehen sichtbar in
sichtbar über die Wege; deine Gebäude wirken <b>nur auf Gäste in Gruppen über die Wege. Deine Gebäude wirken nur auf Gäste, die nah genug
Reichweite</b>. Zwischen den Wellen baust du in der Baupause, „Nächste Welle vorbeikommen. Zwischen den Wellen ist Baupause. Dann baust du in Ruhe. Der
rufen" bringt einen Bonus. Du startest mit 500 € Gemeindebudget. Am Ende Knopf „Nächste Welle rufen" bringt dir einen Bonus. Du startest mit 500 €
zählt vierfach: Ø-Bewertung ≥ 3,5 Sterne, Wertschöpfung ≥ 2.500 €, aus der Gemeindekasse. Am Ende zählen vier Ziele: im Schnitt ≥ 3,5 Sterne,
Umweltwert ≥ 45 und keine Schulden unter 1.000 € der Endbericht zeigt Wertschöpfung ≥ 2.500 €, Umweltwert ≥ 45 und keine Schulden unter 1.000 €.
dein Regionsprofil.</div> Der Endbericht zeigt dir dann dein Regionsprofil.</div>
<?= buchBild('opener-parkplatz-voll', <?= buchBild('opener-parkplatz-voll',
'Voller Wanderparkplatz oder Parkplatz an einem Ausflugsziel an einem Schönwettertag (z. B. Bödele, Ebnit, Furkajoch).', 'Voller Wanderparkplatz oder Parkplatz an einem Ausflugsziel an einem Schönwettertag (z. B. Bödele, Ebnit, Furkajoch).',
@@ -176,27 +178,31 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>1 · Besucherströme: Wenn alle zum selben Ort wollen</h2> <h2>1 · Besucherströme: Wenn alle zum selben Ort wollen</h2>
<div class="b-cols"> <div class="b-cols">
<div> <div>
<p>Gäste verteilen sich nicht gleichmäßig sie folgen Sehenswürdigkeiten, <p>Stell dir vor, alle wollen zum selben schönen Aussichtspunkt.
Wegen und Empfehlungen aus dem Internet. So entstehen <b>Besucherströme</b>: Gäste verteilen sich nämlich nicht gleichmäßig. Sie folgen berühmten
vorhersagbare Bewegungen vieler Menschen durch einen Raum. Wo sich die Orten, Wegen und Tipps aus dem Internet. So entstehen
Ströme stauen, kippt der <?= g('tourismus', 'Tourismus') ?> ins Gegenteil: <b>Besucherströme</b>. Das sind Bewegungen vieler Menschen, die man
<?= g('uebertourismus', 'Übertourismus') ?> verstopft Gassen und Straßen, vorhersagen kann. Doch wo sich zu viele Gäste stauen, kippt der
verärgert Einheimische und zerstört genau das Erlebnis, für das die Gäste <?= g('tourismus', 'Tourismus') ?> ins Gegenteil. Dann spricht man von
gekommen sind.</p> <?= g('uebertourismus', 'Übertourismus') ?>: zu viele Gäste für einen Ort.
<p>Das bekannteste Beispiel Österreichs ist <b>Hallstatt</b>: 740 Die Gassen sind verstopft. Die Einheimischen ärgern sich. Und das schöne
Einwohner:innen aber gut 1,2 Millionen Tagesgäste im Jahr. Die Gemeinde Erlebnis ist kaputt genau das, wofür die Gäste gekommen sind.</p>
steuert dagegen: Seit 2019 dürfen <b>höchstens 54 Reisebusse pro Tag</b> <p>Das bekannteste Beispiel in Österreich ist <b>Hallstatt</b>. Im Dorf
kommen, und die Veranstalter müssen ihren Zeit-Slot vorab buchen. 15 leben nur 740 Menschen. Aber jedes Jahr kommen gut 1,2 Millionen
Beschäftigte kümmern sich nur um Busse, Autos und Verkehr. Tagesgäste. Die Gemeinde steuert dagegen. Seit 2019 dürfen pro Tag
<span class="q">[1]</span></p> <b>höchstens 54 Reisebusse</b> ins Dorf. Jeder Busfahrer muss vorher eine
<p><?= g('besucherlenkung', 'Besucherlenkung') ?> hat viele feste Ankunftszeit buchen. 15 Angestellte kümmern sich nur um Busse,
<?= g('lenkungsinstrumente', 'Werkzeuge') ?>: Autos und Verkehr. <span class="q">[1]</span></p>
<b>Information</b> (Beschilderung, Apps, Live-Auslastung), <p>Für die <?= g('besucherlenkung', 'Besucherlenkung') ?> gibt es viele
<b>Reservierung</b> (Slots, Tickets), <b>Preise</b> (Eintritt, Parkgebühr, <?= g('lenkungsinstrumente', 'Werkzeuge') ?>. Man kann <b>informieren</b>:
<?= g('angebot-nachfrage', 'Nachfrage') ?> über den Preis steuern), mit Schildern, Apps und Anzeigen, wo gerade viel los ist. Man kann
<b>Sperren</b> (Fahrverbote, Zufahrtszeiten) und als freundlichstes <b>Plätze reservieren</b> lassen: mit festen Zeiten und Tickets. Man kann
Werkzeug: <b>attraktive Alternativen</b> schaffen, damit sich die Ströme über den <b>Preis</b> steuern: Eintritt oder Parkgebühr machen einen Ort
von selbst verteilen.</p> teurer, dann kommen weniger Gäste so wirkt der Preis auf die
<?= g('angebot-nachfrage', 'Nachfrage') ?>. Man kann <b>sperren</b>: mit
Fahrverboten oder festen Zufahrtszeiten. Am freundlichsten aber ist ein
anderes Werkzeug: <b>schöne Alternativen</b> anbieten. Dann verteilen sich
die Gäste von selbst.</p>
</div> </div>
<div> <div>
<?= buchBild('lenkung-wegweiser', <?= buchBild('lenkung-wegweiser',
@@ -210,12 +216,13 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
sind befreit <span class="q">[2]</span></div> sind befreit <span class="q">[2]</span></div>
</div> </div>
</div> </div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Deine Gäste ziehen als <div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Deine Gäste ziehen
Gruppen sichtbar über die Wege der Karte. Öffne das 📊 <b>Statistik-Overlay</b>: sichtbar in Gruppen über die Wege. Öffne das 📊 <b>Statistik-Fenster</b>.
Eine <b>Heatmap</b> zeigt, wo die Ströme wirklich verlaufen und wo dein Dort zeigt dir eine bunte Karte (die <b>Heatmap</b>), wo die Ströme wirklich
Angebot ins Leere läuft. Am Ende fließt dein <b>Lenkungs-Wert</b> mit 10 % langgehen. So siehst du auch, wo dein Angebot ins Leere läuft. Am Ende zählt
in die Gesamtnote ein: der Anteil der Gäste, die <i>nicht</i> mit dem Auto dein <b>Lenkungs-Wert</b> mit 10 % in die Gesamtnote. Er misst, wie viele
anreisen (eine Bushaltestelle bringt +10 Punkte extra).</div> Gäste <i>ohne</i> Auto anreisen. Eine Bushaltestelle bringt dir dabei +10
Punkte extra.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgaben:</b> <div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgaben:</b>
<ol> <ol>
<li><span class="b-stufe leicht">A</span>Nenne drei Werkzeuge der <li><span class="b-stufe leicht">A</span>Nenne drei Werkzeuge der
@@ -284,43 +291,45 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>2 · Standort am Weg: Warum die Lage über alles entscheidet</h2> <h2>2 · Standort am Weg: Warum die Lage über alles entscheidet</h2>
<div class="b-cols"> <div class="b-cols">
<div> <div>
<p>In der Stadt zahlen Geschäfte in der Fußgängerzone die höchsten Mieten <p>Denk an eine Einkaufsstraße in der Stadt. In der Fußgängerzone sind
für die „1a-Lage". Der Grund heißt <b><?= g('frequenz', 'Frequenz') ?></b>: die Zahl der Menschen, die Mieten am höchsten. Warum? Weil dort die meisten Menschen vorbeigehen.
die vorbeikommen. Jeder Meter Abstand vom Strom kostet Kundschaft, denn Diese Zahl der Vorbeigehenden nennt man
kaum jemand macht einen Umweg für ein Angebot, das er nicht kennt. Was <b><?= g('frequenz', 'Frequenz') ?></b>. Jeder Meter Abstand vom Strom
für die Einkaufsstraße gilt, gilt genauso für die Tourismusregion: Der kostet Kundschaft. Denn kaum jemand macht einen Umweg für ein Angebot,
das er nicht kennt. In einer Tourismusregion ist es genauso. Der
wichtigste <?= g('standortfaktor', 'Standortfaktor') ?> ist die wichtigste <?= g('standortfaktor', 'Standortfaktor') ?> ist die
<b>Lage am Weg</b>.</p> <b>Lage am Weg</b>.</p>
<p>Das ist keine neue Erkenntnis. Schon an mittelalterlichen Handels- und <p>Das war schon immer so. Schon vor 500 Jahren standen an den Handels-
Passrouten reihten sich Gasthöfe, Herbergen und Schmieden wer den Strom und Passwegen Gasthöfe, Herbergen und Schmieden. Wer die Reisenden
der Reisenden bediente, verdiente. Heute wiederholt sich das Muster am bediente, verdiente Geld. Heute ist es dasselbe Muster: ein Kiosk am
Radweg (Kiosk, Radwerkstatt), am Wanderweg (Jausenstation, Alpe) und an Radweg, eine Jausenstation am Wanderweg, ein Gasthof mit Parkplatz an der
der Ausflugsstraße (Gasthof mit Parkplatz).</p> Ausflugsstraße.</p>
<p>Zur Lage kommt die <b><?= g('kapazitaet', 'Kapazität') ?></b>: Auch das bestgelegene Café kann <p>Zur Lage kommt die <b><?= g('kapazitaet', 'Kapazität') ?></b>. Damit
nur eine begrenzte Zahl von Gästen gleichzeitig bedienen. Und Angebote meint man, wie viele Gäste ein Angebot auf einmal schafft. Auch das beste
verstärken sich <b>gegenseitig</b>: Wo Spielplatz, Eisdiele und WC Café kann nur so viele Menschen bedienen, wie Platz haben. Und Angebote
beieinanderliegen, bleiben Familien länger als bei jedem Angebot allein helfen sich <b>gegenseitig</b>. Wo Spielplatz, Eisdiele und WC nah
Fachleute sprechen von <?= g('kopplungseffekt', 'Kopplungseffekten') ?>.</p> beieinander liegen, bleiben Familien länger als bei einem Angebot allein.
Fachleute nennen das <?= g('kopplungseffekt', 'Kopplungseffekt') ?>: Ein
Angebot zieht die anderen mit.</p>
</div> </div>
<div> <div>
<?= buchBild('standort-jausenstation', <?= buchBild('standort-jausenstation',
'Jausenstation, Kiosk oder Alpwirtschaft direkt an einem gut begangenen Wanderweg (z. B. Alpe am Pfänder-Rundweg oder im Bregenzerwald), gern mit vorbeigehenden Gästen.', 'Jausenstation, Kiosk oder Alpwirtschaft direkt an einem gut begangenen Wanderweg (z. B. Alpe am Pfänder-Rundweg oder im Bregenzerwald), gern mit vorbeigehenden Gästen.',
'Frequenz ist alles: Diese Einkehr liegt direkt am Weg jede Wandergruppe kommt an ihr vorbei.') ?> 'Frequenz ist alles: Diese Einkehr liegt direkt am Weg jede Wandergruppe kommt an ihr vorbei.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b> Frequenz = die Zahl der <div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b> Frequenz heißt: wie viele
Vorbeikommenden. Ein Standort am Besucherstrom bekommt Kundschaft Menschen vorbeikommen. Ein Standort am Strom bekommt Kundschaft fast
„gratis" ein Standort abseits muss sie teuer anlocken. Reichweite geschenkt. Ein Standort abseits muss sie teuer anlocken. Reichweite und
und Kapazität begrenzen jedes Angebot.</div> Kapazität setzen jedem Angebot eine Grenze.</div>
</div> </div>
</div> </div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Beim Bauen zeigt die <div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Beim Bauen siehst du
Vorschau einen Kreis die <b>Reichweite</b>. Nur Gäste innerhalb des Kreises einen Kreis. Das ist die <b>Reichweite</b>. Nur Gäste in diesem Kreis nutzen
nutzen dein Gebäude, und jedes Gebäude bedient nur eine begrenzte Zahl dein Gebäude. Und jedes Gebäude schafft nur eine bestimmte Zahl von Gästen.
(<b>Kapazität</b>) der nächstgelegenen Gäste. Radfahrer:innen sind mehr als Das ist die <b>Kapazität</b>. Radfahrer:innen sind mehr als doppelt so
doppelt so schnell wie Spaziergänger:innen Angebote für sie wirken nur schnell wie Menschen zu Fuß. Angebote für sie wirken darum nur <b>direkt am
<b>direkt am Radweg</b>. Die ️ <b>Tourismusinfo</b> verstärkt alle Radweg</b>. Die ️ <b>Tourismusinfo</b> macht alle Attraktionen in der Nähe
Attraktionen in ihrer Nähe (bis +32 %), und passende Nachbarn bilden stärker (bis +32 %). Und passende Nachbarn helfen sich gegenseitig: Spielplatz
<b>Synergien</b>: Spielplatz + Eisdiele +22 %, Café + Marktstand +18 %, + Eisdiele +22 %, Café + Marktstand +18 %, Skilift + Almhütte +25 %.</div>
Skilift + Almhütte +25 %.</div>
<?php if ($LEHRER): ?> <?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Didaktischer Hinweis:</b> Lassen Sie <div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Didaktischer Hinweis:</b> Lassen Sie
Standortentscheidungen <i>vorab begründen</i> („Warum dorthin?") und danach Standortentscheidungen <i>vorab begründen</i> („Warum dorthin?") und danach
@@ -355,7 +364,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Viele Orte wollen das ändern.<br> Viele Orte wollen das ändern.<br>
Denn viele Autos machen Lärm und Abgase.</p> Denn viele Autos machen Lärm und Abgase.</p>
<?= buchBild('zielgruppen-radweg', <?= buchBild('zielgruppen-radweg',
'Rad-Fahrer auf einem Rad-Weg, zum Beispiel am Boden-See.', 'Rad-Fahrer auf einem Rad-Weg, zum Beispiel am Bodensee.',
'Diese Gäste kommen mit dem Rad. Sie brauchen: einen guten Weg, ein Café und eine Werkstatt.') ?> 'Diese Gäste kommen mit dem Rad. Sie brauchen: einen guten Weg, ein Café und eine Werkstatt.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b><br> <div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b><br>
Jede Gäste-Gruppe hat eigene Wünsche.<br> Jede Gäste-Gruppe hat eigene Wünsche.<br>
@@ -379,29 +388,29 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>3 · Zielgruppen und ihre Mobilität: Wer kommt wie an?</h2> <h2>3 · Zielgruppen und ihre Mobilität: Wer kommt wie an?</h2>
<div class="b-cols"> <div class="b-cols">
<div> <div>
<p>„Die Gäste" gibt es nicht. Der Tourismus unterscheidet <p>„Die Gäste" gibt es nicht. Jede Gruppe hat andere Wünsche. Fachleute
<b>Zielgruppen</b> Gruppen mit ähnlichen Wünschen, ähnlichem Budget und teilen die Gäste darum in <b>Zielgruppen</b> ein. Das sind Gruppen mit
ähnlicher Anreise: Familien (Auto; brauchen Spielplatz, WC, kurze Wege), ähnlichen Wünschen, ähnlichem Geld und ähnlicher Anreise. Familien kommen
Wandergruppen (zu Fuß; Natur, Aussicht, Einkehr), Radfahrer:innen mit dem Auto und brauchen Spielplatz, WC und kurze Wege. Wandergruppen
(Radweg; schnell unterwegs, kurze Stopps, Werkstatt), Busreisegruppen kommen zu Fuß und wollen Natur, Aussicht und eine Einkehr. Radfahrer:innen
(Bus; Programm, Souvenirs und zwingend ein Busparkplatz), dazu sind schnell, machen kurze Stopps und brauchen eine Werkstatt. Busgruppen
Seniorengruppen, Schulklassen und anspruchsvolle Paare. Wer alle wollen ein Programm und Andenken und unbedingt einen Busparkplatz. Dazu
gleichzeitig ansprechen will, spricht am Ende niemanden richtig an kommen Seniorengruppen, Schulklassen und anspruchsvolle Paare. Wer allen
erfolgreiche Regionen wählen Schwerpunkte zugleich gefallen will, gefällt am Ende niemandem richtig. Kluge Regionen
(<?= g('diversifizierung', 'und verbreitern sie bewusst') ?>).</p> wählen darum Schwerpunkte und bauen sie
<p>Zur Zielgruppe gehört ihr <b>Verkehrsmittel</b>: Rund <b>75 % der <?= g('diversifizierung', 'nach und nach breiter aus') ?>.</p>
Übernachtungsgäste</b> in Österreich reisen mit dem Pkw an, nur 11 % <p>Zu jeder Zielgruppe gehört ihr <b>Verkehrsmittel</b>. In Österreich
mit der Bahn und 7 % mit dem Flugzeug. <span class="q">[3]</span> kommen rund <b>75 von 100 Übernachtungsgästen</b> mit dem Auto. Nur 11
Diese Aufteilung der Wege auf die Verkehrsmittel nennt man kommen mit der Bahn und 7 mit dem Flugzeug. <span class="q">[3]</span>
<?= g('modal-split', 'Modal Split') ?> an ihr liest eine Region ab, Wie sich die Gäste auf die Verkehrsmittel verteilen, nennt man
wie autolastig ihr Tourismus ist. <?= g('modal-split', 'Modal Split') ?>. Daran erkennt eine Region, wie
Für eine Region heißt das: Wer nur Parkplätze baut, holt noch mehr Autos stark ihr Tourismus vom Auto abhängt. Das ist wichtig: Wer nur Parkplätze
ins Tal wer Bahn, Bus und Radweg stärkt, erschließt neue Gäste baut, holt noch mehr Autos ins Tal. Wer Bahn, Bus und Radweg stärkt, holt
<i>ohne</i> neuen Autoverkehr.</p> neue Gäste <i>ohne</i> mehr Autoverkehr.</p>
<p>Gerade der <b>Radtourismus</b> ist ein Wirtschaftsfaktor geworden: <p>Gerade das Reisen mit dem Rad bringt heute viel Geld. Die
Die österreichische Radwirtschaft erwirtschaftet rund <b>2,9 Milliarden € österreichische Radwirtschaft schafft rund <b>2,9 Milliarden €
Wertschöpfung</b> und beschäftigt etwa 46.000 Menschen zwei Drittel Wertschöpfung</b>. Sie gibt etwa 46.000 Menschen Arbeit. Zwei von drei
der direkt Beschäftigten arbeiten im Radtourismus. dieser Menschen arbeiten für den Radtourismus.
<span class="q">[4]</span></p> <span class="q">[4]</span></p>
</div> </div>
<div> <div>
@@ -416,12 +425,13 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</div> </div>
</div> </div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Neun Zielgruppen kommen <div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Neun Zielgruppen kommen
über <b>drei Startpunkte</b>: Straße West (Auto und Bus), Radweg Nord, über <b>drei Startpunkte</b>: Straße West (Auto und Bus), Radweg Nord und
Fußweg Süd. Jede Gruppe hat eigenes Tempo, Budget und Zufriedenheitsziel Fußweg Süd. Jede Gruppe hat ihr eigenes Tempo, ihr eigenes Budget und ihr
von der Schulklasse (≈ 25 € Budget) bis zum wohlhabenden Paar (≈ 200 €, aber eigenes Ziel. Die Schulklasse hat nur etwa 25 € dabei. Das reiche Paar hat
nur bei einem Wirtshaus der Stufe 4+ zufrieden). Tippe eine Gruppe an, um rund 200 € ist aber nur bei einem Wirtshaus der Stufe 4 oder höher
ihre Interessen zu sehen. Und Achtung bei Welle 5: <b>Busgruppen ohne zufrieden. Tippe eine Gruppe an, dann siehst du ihre Wünsche. Und pass in
Parkplatz fahren einfach weiter</b> der Feed meldet es dir gnadenlos.</div> Welle 5 auf: <b>Busgruppen ohne Parkplatz fahren einfach weiter.</b> Der Feed
meldet dir das schonungslos.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgaben:</b> <div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgaben:</b>
<ol> <ol>
<li><span class="b-stufe leicht">A</span>Lege eine Tabelle an: <li><span class="b-stufe leicht">A</span>Lege eine Tabelle an:
@@ -491,27 +501,26 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>4 · Wertschöpfung entlang der Route: Aufenthalt ist Geld</h2> <h2>4 · Wertschöpfung entlang der Route: Aufenthalt ist Geld</h2>
<div class="b-cols"> <div class="b-cols">
<div> <div>
<p>Jeder Halt eines Gastes ist ein kleines Geschäft: Eis, Mittagessen, <p>Jeder Halt eines Gastes ist ein kleines Geschäft: ein Eis, ein
Eintritt, Souvenir. Die Summe all dieser Ausgaben ist die Mittagessen, ein Eintritt, ein Andenken. Alle diese Ausgaben zusammen
<?= g('wertschoepfung', 'Wertschöpfung') ?> sie wird zu Löhnen, nennt man <?= g('wertschoepfung', 'Wertschöpfung') ?>. Aus diesem Geld
Pachten und Einkommen in der Region und sichert Arbeitsplätze weit über werden Löhne und Einkommen in der Region. Es sichert nicht nur Jobs in den
die Gastronomie hinaus (Bäckerei, Bauernhof, Handwerk). Zum Vergleich: Gasthäusern. Auch Bäckerei, Bauernhof und Handwerk leben mit. Zum
Ein Übernachtungsgast gibt in Österreich im Winter rund Vergleich: Ein Übernachtungsgast gibt in Österreich im Winter rund
<?= g('tagesausgaben', '193 € pro Tag') ?> aus, im Sommer 156 €. <?= g('tagesausgaben', '193 € pro Tag') ?> aus, im Sommer 156 €.
<span class="q">[5]</span></p> <span class="q">[5]</span></p>
<p>Die wichtigste Stellschraube ist die <b>Aufenthaltsdauer</b>: Wer nur <p>Am wichtigsten ist die Zeit, die ein Gast bleibt. Wer nur durchfährt,
durchfährt, gibt fast nichts aus. Deshalb versuchen Regionen, Gäste zu gibt fast nichts aus. Darum versuchen Regionen, ihre Gäste zu „bremsen".
„bremsen" mit Cafés, Märkten, Museen und Erlebnissen, die zum Bleiben Cafés, Märkte, Museen und Erlebnisse laden zum Bleiben ein. Jede Stunde
einladen. Jede zusätzliche Stunde vor Ort bedeutet zusätzlichen Umsatz. mehr vor Ort bringt mehr Umsatz. Aus demselben Grund sind
Aus demselben Grund sind Übernachtungsgäste wertvoller als Übernachtungsgäste wertvoller als <?= g('tagesgast', 'Tagesgäste') ?>. Sie
<?= g('tagesgast', 'Tagesgäste') ?>: lassen auch Geld für Abendessen, Frühstück und
Sie lassen Abendessen, Frühstück und <?= g('naechtigung', 'Nächtigung') ?> <?= g('naechtigung', 'Nächtigung') ?> da.</p>
da.</p> <p>Aber Vorsicht: Wer die Gäste nur abzockt, verliert sie. Umsatz kommt
<p>Aber Vorsicht vor der Abzock-Falle: Wer Gäste nur „melkt", verliert immer erst nach der Zufriedenheit. Unzufriedene Gäste geben wenig aus. Sie
sie. Umsatz ist die <b>Folge</b> von Zufriedenheit unzufriedene Gäste kommen nicht wieder und warnen andere. Heute schreibt jeder Gast eine
geben wenig aus, kommen nicht wieder und warnen andere. Im Zeitalter der Bewertung ins Internet. Darum ist der gute <b>Ruf</b> das wertvollste Gut
Online-Bewertungen ist der <b>Ruf</b> einer Region ihr wertvollstes einer Region: Die guten Sterne von heute sind die Gäste von morgen.</p>
Kapital: Die Sterne von heute sind die Gäste von morgen.</p>
</div> </div>
<div> <div>
<?= buchBild('wertschoepfung-marktstand', <?= buchBild('wertschoepfung-marktstand',
@@ -525,15 +534,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
setzt Zufriedenheit voraus.</div> setzt Zufriedenheit voraus.</div>
</div> </div>
</div> </div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Einnahmen sind die <div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Erst kommt die
<b>Folge</b> von Zufriedenheit: Nur zufriedene Gäste konsumieren, und mehr Zufriedenheit, dann das Geld. Nur zufriedene Gäste geben etwas aus. Und mehr
als ihr Gruppenbudget geben sie nie aus. „Bremsen" verlängern den Aufenthalt als ihr Budget geben sie nie aus. „Bremsen" halten die Gäste länger fest.
ein Café bremst je nach Ausbaustufe bis zu 30 %, Marktstand und Souvenirshop Ein Café bremst je nach Ausbaustufe bis zu 30 %. Marktstand und Souvenirshop
wirken ähnlich. Nach jeder Welle bewerten die Abgereisten deine Region im wirken ähnlich. Nach jeder Welle bewerten die Abgereisten deine Region im
<b>Social-Media-Feed</b>, und der Ruf bestimmt die nächste Welle: <b>Social-Media-Feed</b>. Dieser Ruf bestimmt die nächste Welle. Die Formel
Besucherfaktor = 0,7 + Ø-Sterne : 5. Wer unter 2 Sternen liegt, bekommt lautet: Besucherfaktor = 0,7 + Ø-Sterne : 5. Wer unter 2 Sternen liegt,
weniger Gäste wer bei 5 liegt, fast das Doppelte. Ziel: <b>2.500 € bekommt weniger Gäste. Wer 5 Sterne hat, bekommt fast doppelt so viele. Dein
Wertschöpfung</b> bis zum Ende der 8. Welle.</div> Ziel: <b>2.500 € Wertschöpfung</b> bis zum Ende der 8. Welle.</div>
<?php if ($LEHRER): ?> <?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Didaktischer Hinweis:</b> Der Feed ist Ihr <div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Didaktischer Hinweis:</b> Der Feed ist Ihr
bestes Auswertungswerkzeug: Lassen Sie nach Welle 4 drei echte Feed-Einträge bestes Auswertungswerkzeug: Lassen Sie nach Welle 4 drei echte Feed-Einträge
@@ -560,7 +569,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Und sie schadet der Natur fast gar nicht.<br> Und sie schadet der Natur fast gar nicht.<br>
Das nennt man: sanfte Mobilität.</p> Das nennt man: sanfte Mobilität.</p>
<p>Ein Beispiel aus Vorarlberg:<br> <p>Ein Beispiel aus Vorarlberg:<br>
Die Straße zum Formarin-See bei Lech ist tagsüber gesperrt.<br> Die Straße zum Formarinsee bei Lech ist tagsüber gesperrt.<br>
Am Mittwoch sogar den ganzen Tag.<br> Am Mittwoch sogar den ganzen Tag.<br>
Die Gäste fahren mit dem Wander-Bus.<br> Die Gäste fahren mit dem Wander-Bus.<br>
So bleibt das Berg-Tal ruhig und schön.</p> So bleibt das Berg-Tal ruhig und schön.</p>
@@ -588,25 +597,29 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>5 · Sanfte Mobilität: Der Zielkonflikt Verkehr Umwelt Wirtschaft</h2> <h2>5 · Sanfte Mobilität: Der Zielkonflikt Verkehr Umwelt Wirtschaft</h2>
<div class="b-cols"> <div class="b-cols">
<div> <div>
<p>Der Verkehr ist die Achillesferse des Tourismus: In Österreich <p>Die größte Schwachstelle des Tourismus ist der Verkehr. In Österreich
verursacht er <b>über 90 % der CO₂-Emissionen des Tourismus</b>, und stammen <b>über 90 % vom klimaschädlichen CO₂ des Tourismus</b> aus dem
allein an den reisestarken Sommerwochenenden 2024 gab es 572 Staus. Verkehr. Allein an den vollen Sommerwochenenden 2024 gab es 572 Staus.
<span class="q">[3]</span> Gleichzeitig <i>braucht</i> die Region ihre <span class="q">[3]</span> Und doch <i>braucht</i> die Region ihre Gäste.
Gäste. Das ist ein klassischer Hier stoßen zwei Ziele zusammen. So etwas nennt man
<?= g('raumnutzungskonflikt', 'Zielkonflikt' ) ?>: Mehr Parkplätze bringen <?= g('raumnutzungskonflikt', 'Zielkonflikt' ) ?>. Mehr Parkplätze bringen
mehr Gäste aber auch mehr Lärm, Abgase und verbaute Fläche, die genau mehr Gäste. Aber sie bringen auch mehr Lärm, mehr Abgase und mehr verbaute
die Landschaft schmälern, für die alle kommen.</p> Fläche. Und das zerstört genau die schöne Landschaft, für die alle
<p>Die Antwort vieler Regionen heißt <?= g('sanfter-tourismus', 'sanfte Mobilität') ?>: kommen.</p>
Anreise und Wege vor Ort mit Bus, Bahn und Rad statt mit dem Auto. <p>Viele Regionen antworten mit
Vorarlberg zeigt, wie das geht: Die Straße zum <b>Formarinsee</b> bei <?= g('sanfter-tourismus', 'sanfter Mobilität') ?>. Das heißt: Die Gäste
Lech ist im Sommer tagsüber für Privatautos gesperrt (mittwochs sogar reisen mit Bus, Bahn und Rad an statt mit dem Auto. Auch vor Ort fahren
ganztägig), die Zufahrt kostet 25 € Maut der <b>Wanderbus</b> (Linie sie umweltfreundlich. Vorarlberg macht es vor. Die Straße zum
707) bringt die Gäste bequem hinauf. <span class="q">[6]</span> <b>Formarinsee</b> bei Lech ist im Sommer tagsüber für Privatautos
Sperre, Preis und attraktive Alternative greifen ineinander.</p> gesperrt, am Mittwoch sogar den ganzen Tag. Wer trotzdem hinauffahren
<p><?= g('nachhaltigkeit', 'Nachhaltiger') ?> Tourismus hält am Ende drei darf, zahlt 25 € Maut. Dafür bringt der <b>Wanderbus</b> (Linie 707) die
Dinge zugleich im Blick: <b>Wirtschaft</b> (Einkommen), <b>Umwelt</b> Gäste bequem auf den Berg. <span class="q">[6]</span> Sperre, Preis und
(Landschaft, Klima) und <b>Menschen</b> (Gäste UND Einheimische). Eine eine gute Alternative greifen hier ineinander.</p>
Region, die eines davon opfert, verliert langfristig alle drei.</p> <p><?= g('nachhaltigkeit', 'Nachhaltiger') ?> Tourismus achtet am Ende auf
drei Dinge zugleich: auf die <b>Wirtschaft</b> (das Einkommen), auf die
<b>Umwelt</b> (Landschaft und Klima) und auf die <b>Menschen</b> (die
Gäste und die Einheimischen). Eine Region, die eines davon opfert,
verliert auf Dauer alle drei.</p>
</div> </div>
<div> <div>
<?= buchBild('mobilitaet-wanderbus', <?= buchBild('mobilitaet-wanderbus',
@@ -620,15 +633,16 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</div> </div>
</div> </div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Der 🅿️ <b>Parkplatz</b> <div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Der 🅿️ <b>Parkplatz</b>
bringt bis zu +35 % Auto- und Busgäste, kostet aber Umwelt (8 beim Bau) und bringt bis zu +35 % Auto- und Busgäste. Aber er kostet Umwelt (8 beim Bau)
erzeugt <b>Verkehr</b>, auf den empfindliche Gruppen (Senioren, Familien, und macht <b>Verkehr</b>. Empfindliche Gruppen wie Senioren, Familien und
Radfahrer:innen) mit schlechteren Bewertungen reagieren. Die 🚏 Radfahrer:innen geben dann schlechtere Bewertungen. Die 🚏
<b>Bushaltestelle</b> bringt Gruppen fast ohne Umweltkosten und verbessert <b>Bushaltestelle</b> bringt Gruppen fast ohne Schaden für die Umwelt. Sie
deinen Lenkungs-Wert. Das 🌿 <b>Naturschutzgebiet</b> hebt die Umwelt um +20 hebt außerdem deinen Lenkungs-Wert. Das 🌿 <b>Naturschutzgebiet</b> verbessert
und verstärkt das Naturerlebnis sperrt aber die Bauplätze im Umkreis. Und die Umwelt um +20 und macht das Naturerlebnis stärker. Dafür kannst du im
in Welle 4 klopft ein <b>Investor</b> an: 800 € sofort gegen Umwelt 10. Umkreis nicht mehr bauen. Und in Welle 4 klopft ein <b>Investor</b> an: 800 €
Du entscheidest und der Endbericht zeigt, was daraus wurde: von der sofort, aber die Umwelt sinkt um 10. Du entscheidest. Der Endbericht zeigt
🌍 „Nachhaltigen Modellregion" bis zur 🌧️ „Krisenregion".</div> dann, was daraus wurde von der 🌍 „Nachhaltigen Modellregion" bis zur
🌧️ „Krisenregion".</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Abschluss-Aufgaben:</b> <div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Abschluss-Aufgaben:</b>
<ol> <ol>
<li><span class="b-stufe leicht">A</span>Vergleiche Parkplatz und <li><span class="b-stufe leicht">A</span>Vergleiche Parkplatz und
+72 -61
View File
@@ -82,12 +82,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
'Ein Alpental: Naturraum, Lebensraum und Wirtschaftsraum. Warth am Arlberg (Vorarlberg), Dezember 2025.') ?> 'Ein Alpental: Naturraum, Lebensraum und Wirtschaftsraum. Warth am Arlberg (Vorarlberg), Dezember 2025.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b> <div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b>
Du lernst, wie <?= g('tourismus', 'Tourismus') ?> aus einem Tal einen Du lernst, wie aus einem stillen Tal ein Wirtschaftsraum wird ein Ort, an dem
Wirtschaftsraum macht: welche <?= g('standortfaktor', 'Standortfaktoren') ?> viele Menschen mit dem <?= g('tourismus', 'Tourismus') ?> Geld verdienen.
zählen, wie Preise durch <?= g('angebot-nachfrage', 'Angebot und Nachfrage') ?> Vier Fragen führen dich durch das Kapitel:
entstehen, warum <?= g('saisonalitaet', 'Saisonalität') ?> das große Risiko ist Welche <?= g('standortfaktor', 'Standortfaktoren') ?> entscheiden, wo man was baut?
und wie eine Region auf den Klimawandel reagieren kann, ohne Natur und Menschen Wie entsteht ein Preis aus <?= g('angebot-nachfrage', 'Angebot und Nachfrage') ?>?
zu überfordern.</div> Warum ist die <?= g('saisonalitaet', 'Saisonalität') ?> die starke Schwankung
zwischen Winter und Sommer das größte Risiko?
Und wie reagiert eine Region auf den <?= g('klimawandel', 'Klimawandel') ?>,
ohne Natur und Menschen zu überfordern?</div>
<div class="b-chips"> <div class="b-chips">
<span class="b-chip">AT · GW 3.53.8</span> <span class="b-chip">AT · GW 3.53.8</span>
@@ -99,11 +102,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</div> </div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 So arbeitest du mit der Simulation:</b> <div class="b-box b-sim"><b>🎮 So arbeitest du mit der Simulation:</b>
Du übernimmst 1975 die Entwicklung eines kleinen Alpentals. Alles beginnt mit Du übernimmst 1975 ein kleines Alpental. Alles beginnt mit einem Gasthaus.
einem Gasthaus Lift, Hotel, Personal und Sommerangebote folgen Schritt für Lift, Hotel, Personal und Sommerangebote folgen Schritt für Schritt. Drei
Schritt. Drei Szenen erzählen die echte Geschichte des Alpentourismus: Szenen erzählen die echte Geschichte des Alpentourismus:
<b>Pionierzeit 1975 · Boom 2000 · Schneegrenze 2035</b>. Links siehst du deine <b>Pionierzeit 1975 · Boom 2000 · Schneegrenze 2035</b>. Links siehst du deine
Kennzahlen, der 📋 Tagesbericht rechnet dir jede Bilanz vor, und der -Knopf Kennzahlen. Der 📋 Tagesbericht rechnet dir jede Bilanz vor. Und der -Knopf
an jedem Bauwerk erklärt Wirkung, Kosten und Regeln <i>bevor</i> du baust.</div> an jedem Bauwerk erklärt Wirkung, Kosten und Regeln <i>bevor</i> du baust.</div>
<?= buchBild('geschichte-1948', <?= buchBild('geschichte-1948',
@@ -166,18 +169,20 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-cols"> <div class="b-cols">
<div> <div>
<p>Kein Betrieb steht zufällig dort, wo er steht. Ob sich ein Gasthaus, ein <p>Kein Betrieb steht zufällig dort, wo er steht. Ob sich ein Gasthaus, ein
Lift oder ein Hotel lohnt, entscheiden die Eigenschaften des Ortes die Lift oder ein Hotel lohnt, entscheiden die Eigenschaften des Ortes. Man
<?= g('standortfaktor', 'Standortfaktoren') ?>. Man unterscheidet nennt sie <?= g('standortfaktor', 'Standortfaktoren') ?>. Davon gibt es zwei
<b><?= g('harte-weiche-standortfaktoren', 'harte Faktoren') ?></b>, die man messen kann (Höhenlage, Schneesicherheit, Arten. <b><?= g('harte-weiche-standortfaktoren', 'Harte Faktoren') ?></b> kann
Erreichbarkeit, Wasser, Baugrund), und <b>weiche Faktoren</b>, die man man messen: die Höhenlage, die Schneesicherheit, die Erreichbarkeit, das
spürt (Landschaftsbild, Ruf, Sicherheit, Gastfreundschaft).</p> Wasser und den Baugrund. <b>Weiche Faktoren</b> spürt man eher: das schöne
<p>Im Gebirge ist die <b>Höhenlage</b> der wichtigste harte Faktor: Je höher Landschaftsbild, den guten Ruf, die Sicherheit und die Gastfreundschaft.</p>
eine Bahn liegt, desto länger hält der Schnee dafür sind die Gäste weiter <p>Im Gebirge ist die <b>Höhenlage</b> der wichtigste harte Faktor. Je höher
weg von Gasthaus und Ortszentrum. Die <b>Erreichbarkeit</b> ist der zweite eine Bahn liegt, desto länger hält der Schnee. Dafür sind die Gäste weiter
Schlüssel: Ein Tal ohne gute Anreise bleibt leer, egal wie schön es ist. weg vom Gasthaus und vom Ortszentrum. Auch die <b>Erreichbarkeit</b> zählt
Und manche <?= g('infrastruktur', 'Infrastruktur') ?> ist an Naturbedingungen viel: Ein Tal ohne gute Anreise bleibt leer, egal wie schön es ist.
gebunden eine <?= g('beschneiung', 'Beschneiungsanlage') ?> braucht Wasser, Und manche <?= g('infrastruktur', 'Infrastruktur') ?> also die feste
also die Nähe zum Fluss.</p> Grundausstattung eines Ortes braucht besondere Bedingungen. Eine
<?= g('beschneiung', 'Beschneiungsanlage') ?> zum Beispiel braucht Wasser
und muss deshalb nahe am Fluss stehen.</p>
</div> </div>
<div> <div>
<?= buchBild('standort-lift-hang', <?= buchBild('standort-lift-hang',
@@ -249,11 +254,12 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Einnahmen</b>. Reißt ein Glied, verdient das ganze Tal weniger. Wenn mehr Einnahmen</b>. Reißt ein Glied, verdient das ganze Tal weniger. Wenn mehr
Gäste kommen wollen, als der Bus bringen kann, hilft das beste Hotel nichts Gäste kommen wollen, als der Bus bringen kann, hilft das beste Hotel nichts
der <b><?= g('engpass', 'Engpass') ?></b> bestimmt das Ergebnis.</p> der <b><?= g('engpass', 'Engpass') ?></b> bestimmt das Ergebnis.</p>
<p>Und wie entsteht der Preis? Auf rkten treffen <p>Und wie entsteht der Preis? Auf einem Markt treffen sich
<?= g('angebot-nachfrage', 'Angebot und Nachfrage') ?> aufeinander. Ein hoher <?= g('angebot-nachfrage', 'Angebot und Nachfrage') ?>. Ein hoher
Skipass-Preis bringt mehr Geld <i>pro Gast</i> aber weniger Gäste kommen Skipass-Preis bringt mehr Geld <i>pro Gast</i>. Aber es kommen weniger Gäste,
und die Zufriedenheit sinkt. Ein Dumping-Preis füllt die Pisten, lässt aber und die Zufriedenheit sinkt. Ein sehr niedriger Preis füllt zwar die Pisten,
Einnahmen liegen. Dazwischen liegt der Preis, der zur Nachfrage passt.</p> lässt aber viel Geld liegen. Dazwischen liegt der Preis, der zur Nachfrage
passt.</p>
<p>Alles, was Gäste vor Ort ausgeben, nennt man <p>Alles, was Gäste vor Ort ausgeben, nennt man
<?= g('wertschoepfung', 'Wertschöpfung') ?> sie sichert Löhne und <?= g('wertschoepfung', 'Wertschöpfung') ?> sie sichert Löhne und
Einkommen im Tal. Wichtig: <?= g('tagesausgaben', 'Wintergäste geben mehr aus als Sommergäste') ?>.</p> Einkommen im Tal. Wichtig: <?= g('tagesausgaben', 'Wintergäste geben mehr aus als Sommergäste') ?>.</p>
@@ -357,11 +363,13 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Zeit einen Namen: das <?= g('sommerloch', 'Sommerloch') ?>.</p> Zeit einen Namen: das <?= g('sommerloch', 'Sommerloch') ?>.</p>
<p>Wie extrem das werden kann, zeigt Lech am Arlberg: <b>84 % aller <p>Wie extrem das werden kann, zeigt Lech am Arlberg: <b>84 % aller
<?= g('naechtigung', 'Nächtigungen') ?> fallen dort in den Winter</b> nur <?= g('naechtigung', 'Nächtigungen') ?> fallen dort in den Winter</b> nur
16 % in den Sommer. Ganz Österreich zeigt aber, dass es anders geht: Bei den 16 % in den Sommer. Ganz Österreich zeigt aber, dass es anders geht. Bei den
Nächtigungen hat der Sommer den Winter inzwischen <b>überholt</b>. Regionen Nächtigungen hat der Sommer den Winter inzwischen sogar <b>überholt</b>.
wie der Wilde Kaiser erreichen fast 1 : 1, Serfaus-Fiss-Ladis hat seine Regionen wie der Wilde Kaiser erreichen fast 1 : 1. Serfaus-Fiss-Ladis hat
Sommernächtigungen in zehn Jahren fast <b>verdoppelt</b> mit konsequenten seine Sommernächtigungen in zehn Jahren fast <b>verdoppelt</b> mit vielen
Familien- und Sommerangeboten (<?= g('ganzjahrestourismus', 'Ganzjahrestourismus') ?>).</p> Familien- und Sommerangeboten. Das Ziel dahinter heißt
<?= g('ganzjahrestourismus', 'Ganzjahrestourismus') ?>: Gäste das ganze Jahr,
nicht nur im Winter.</p>
<p>Aber Achtung: Gleich viele Gäste heißt nicht gleich viel Geld. Für die <p>Aber Achtung: Gleich viele Gäste heißt nicht gleich viel Geld. Für die
Bergbahnen ersetzt <b>ein</b> fehlender Wintergast erst <b>1,3 bis 4,2 Bergbahnen ersetzt <b>ein</b> fehlender Wintergast erst <b>1,3 bis 4,2
Sommergäste</b>.</p> Sommergäste</b>.</p>
@@ -430,18 +438,19 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>4 · Die Schneegrenze steigt: Anpassung oder Rückzug?</h2> <h2>4 · Die Schneegrenze steigt: Anpassung oder Rückzug?</h2>
<div class="b-cols"> <div class="b-cols">
<div> <div>
<p>Messdaten zeigen: In den Alpen schmilzt der Schnee <b>5 bis 9 Tage pro <p>Messdaten zeigen: In den Alpen schmilzt der Schnee <b>5 9 Tage pro
Jahrzehnt früher</b>; seit 1970 ist die Schneesaison rund <b>einen Monat Jahrzehnt früher</b>. Seit 1970 ist die Schneesaison rund <b>einen Monat
kürzer</b> geworden. Am härtesten trifft es Skigebiete <b>unterhalb von kürzer</b> geworden. Am härtesten trifft es Skigebiete <b>unter etwa
etwa 2.000 m</b>.</p> 2.000 m</b>.</p>
<p>Regionen haben zwei Antworten. Kurzfristig hilft <p>Regionen haben darauf zwei Antworten. Für die nächsten Jahre hilft die
<?= g('beschneiung', 'Beschneiung') ?>: Schneekanonen sichern die Saison, <?= g('beschneiung', 'Beschneiung') ?>: Schneekanonen sichern die Saison.
brauchen aber viel Wasser, Energie und Kälte. Langfristig hilft nur Sie brauchen aber viel Wasser, viel Strom und vor allem Kälte. Auf lange
<?= g('diversifizierung', 'Diversifizierung') ?>: mehrere Standbeine statt Sicht hilft nur <?= g('diversifizierung', 'Diversifizierung') ?>. Das heißt:
eines. <?= g('sanfter-tourismus', 'Sanfter Sommertourismus') ?> (Wandern, auf mehreren Standbeinen stehen statt nur auf einem. Ein
Rad), Familienangebote und Ausflugsziele machen das Tal unabhängiger vom <?= g('sanfter-tourismus', 'sanfter Sommertourismus') ?> mit Wandern und
Schnee die Umstellung dauert allerdings Jahre und ersetzt die Radfahren, dazu Familienangebote und Ausflugsziele all das macht das Tal
Winter-Wertschöpfung nur teilweise.</p> unabhängiger vom Schnee. Diese Umstellung dauert aber Jahre. Und sie ersetzt
das Winter-Einkommen nur zum Teil.</p>
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<?= buchBild('klimawandel-kunstschneeband', <?= buchBild('klimawandel-kunstschneeband',
@@ -518,23 +527,25 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>5 · Wachstum, Natur und Menschen: Wer bekommt das Tal?</h2> <h2>5 · Wachstum, Natur und Menschen: Wer bekommt das Tal?</h2>
<div class="b-cols"> <div class="b-cols">
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<p>Fläche ist knapp. Jeder Lift bedeutet Rodung, jedes Hotel verbraucht <p>Fläche ist knapp. Für jeden Lift muss man Wald roden, also Bäume fällen.
Wiese und genau wegen dieser Landschaft kommen die Gäste. Diesen Streit Jedes Hotel verbraucht eine Wiese. Und genau wegen dieser Landschaft kommen
um den Raum nennt man <?= g('raumnutzungskonflikt', 'Raumnutzungskonflikt') ?>. die Gäste. Diesen Streit um den knappen Raum nennt man
Wird er ignoriert, kippt der Erfolg: <?= g('uebertourismus', 'Übertourismus') ?> <?= g('raumnutzungskonflikt', 'Raumnutzungskonflikt') ?>. Ignoriert man ihn,
verstopft Straßen, verärgert Einheimische und vertreibt am Ende genau die kippt der Erfolg. Dann kommt der <?= g('uebertourismus', 'Übertourismus') ?>:
Gäste, die Ruhe suchten.</p> Zu viele Gäste verstopfen die Straßen, verärgern die Einheimischen und
<p>Es gibt Gegenmittel: <b><?= g('renaturierung', 'Renaturierung') ?></b> vertreiben am Ende genau die Gäste, die Ruhe suchten.</p>
(Aufforsten gibt der Natur Fläche zurück und macht Eingriffe rückgängig), <p>Dagegen gibt es Gegenmittel. Bei der
<b>öko-effiziente Betriebe</b> (Solar spart Kosten UND <b><?= g('renaturierung', 'Renaturierung') ?></b> pflanzt man neue Bäume und
schont die Natur eine Investition, die sich doppelt rechnet) und gibt der Natur Fläche zurück. <b>Öko-effiziente Betriebe</b> nutzen zum
<?= g('soziale-verantwortung', 'soziale Verantwortung') ?>: Wer seinem Beispiel Solarstrom: Das spart Kosten und schont die Natur zugleich. Und
Personal gute Unterkünfte bietet, bekommt zufriedene Mitarbeiter:innen <?= g('soziale-verantwortung', 'soziale Verantwortung') ?> heißt, gut für
und die Gäste spüren den freundlicheren Service. Ein Win-win.</p> die Menschen zu sorgen. Wer dem Personal gute Unterkünfte bietet, hat
<p>Und wenn Betriebe wachsen? Vier kleine Gasthäuser zusammen leisten zufriedene Mitarbeiter:innen und die Gäste spüren den freundlicheren
viel <b>ein großes</b> leistet dasselbe mit geringeren Kosten pro Gast, Service.</p>
weil feste Kosten wie Küche oder Heizung nur einmal anfallen. <p>Und wenn Betriebe wachsen? Ein großer Betrieb arbeitet oft günstiger als
Diesen Vorteil großer Betriebe nennt man <b><?= g('skaleneffekt', 'Skaleneffekt') ?></b>.</p> viele kleine. Der Grund: Feste Kosten wie Küche oder Heizung fallen nur
einmal an. Diesen Vorteil großer Betriebe nennt man
<b><?= g('skaleneffekt', 'Skaleneffekt') ?></b>.</p>
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<?= buchBild('zielkonflikt-baustelle-natur', <?= buchBild('zielkonflikt-baustelle-natur',
+67 -56
View File
@@ -73,22 +73,23 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
'Käse aus dem Bregenzer-Wald. Manches Essen kommt von ganz nah.', true) ?> 'Käse aus dem Bregenzer-Wald. Manches Essen kommt von ganz nah.', true) ?>
<?php else: ?> <?php else: ?>
<p class="b-leitfrage">Woher kommen die Zutaten auf deinem Teller und welche <p class="b-leitfrage">Woher kommen die Zutaten auf deinem Teller? Und was
Spuren hinterlässt ihr Weg zu uns, beim Klima, im Geldbörsel und bei den hinterlässt ihr weiter Weg beim Klima, beim Preis und bei den Menschen,
Menschen, die sie anbauen?</p> die sie anbauen?</p>
<?= buchBild('opener-fruehstueckstisch', <?= buchBild('opener-fruehstueckstisch',
'Gedeckter Frühstückstisch von oben fotografiert: Brot, Butter, Honig, Kakao, Banane, Orangensaft, Müsli Alltagsmotiv aus der eigenen Küche.', 'Gedeckter Frühstückstisch von oben fotografiert: Brot, Butter, Honig, Kakao, Banane, Orangensaft, Müsli Alltagsmotiv aus der eigenen Küche.',
'Ein ganz normales Frühstück und eine kleine Weltreise: Kakao aus Westafrika, Banane aus Ecuador, Orangensaft aus Brasilien, Brot und Butter aus der Region.') ?> 'Ein ganz normales Frühstück und eine kleine Weltreise: Kakao aus Westafrika, Banane aus Ecuador, Orangensaft aus Brasilien, Brot und Butter aus der Region.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b> <div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b>
Du lernst, warum dein Essen eine Weltreise hinter sich hat: welche Dein Essen hat oft eine Weltreise hinter sich. Du lernst, warum das so ist.
<?= g('klimazone', 'Klimazonen') ?> bestimmen, wo etwas wächst, wie der <?= g('klimazone', 'Klimazonen') ?> entscheiden, wo etwas wächst.
<?= g('welthandel', 'Welthandel') ?> die Zutaten zu uns bringt, wer daran Der <?= g('welthandel', 'Welthandel') ?> bringt die Zutaten zu uns.
wie viel verdient und wie du mit dem Du siehst auch, wer am Essen wie viel verdient.
Und du lernst, wie du selbst etwas bewegen kannst: mit dem
<?= g('co2-fussabdruck-lebensmittel', 'CO₂-Fußabdruck') ?> deines Tellers, <?= g('co2-fussabdruck-lebensmittel', 'CO₂-Fußabdruck') ?> deines Tellers,
mit <?= g('saisonal-regional', 'saisonalem und regionalem') ?> Einkauf und mit <?= g('saisonal-regional', 'saisonalem und regionalem') ?> Einkauf und
<?= g('fair-trade', 'Fair Trade') ?> selbst etwas bewegen kannst.</div> mit <?= g('fair-trade', 'Fair Trade') ?>.</div>
<div class="b-chips"> <div class="b-chips">
<span class="b-chip">AT · GW 1.8 &amp; 1.9</span> <span class="b-chip">AT · GW 1.8 &amp; 1.9</span>
@@ -105,10 +106,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
🇦🇹🇩🇪🇨🇭 DACH · 🇪🇺 Europa · 🌍 Exotisch). Zu jedem Gericht bekommst du zuerst 🇦🇹🇩🇪🇨🇭 DACH · 🇪🇺 Europa · 🌍 Exotisch). Zu jedem Gericht bekommst du zuerst
das <b>echte Rezept</b> mit Schritten, Zubereitungszeit und Nährwerten. Dann das <b>echte Rezept</b> mit Schritten, Zubereitungszeit und Nährwerten. Dann
tippst du für jede <b>Welt-Zutat</b> (Pfeffer, Kakao, Reis …) auf der tippst du für jede <b>Welt-Zutat</b> (Pfeffer, Kakao, Reis …) auf der
Weltkarte an, aus welchem Land sie typischerweise zu uns kommt manche Weltkarte an, aus welchem Land sie typischerweise zu uns kommt. Manche
Zutaten haben sogar zwei Hauptländer. Richtige Antworten bringen Punkte und Zutaten haben sogar zwei Hauptländer. Richtige Antworten bringen Punkte und
bis zu <b>10 Abzeichen</b>, und am Ende jedes Gerichts rechnet dir die bis zu <b>10 Abzeichen</b>. Am Ende jedes Gerichts zeigt dir die
<b>Klimabilanz</b> vor, wie weit deine Zutaten gereist sind.</div> <b>Klimabilanz</b>, wie weit deine Zutaten gereist sind.</div>
<?= buchBild('sennerei-kaese', <?= buchBild('sennerei-kaese',
'Käselaibe in einer Sennerei, einem Käsekeller oder auf einem Marktstand (Bregenzerwald).', 'Käselaibe in einer Sennerei, einem Käsekeller oder auf einem Marktstand (Bregenzerwald).',
@@ -183,10 +184,12 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<b>Herkunftsgeschichte</b> und die beginnt für dich am Regal: Bei <b>Herkunftsgeschichte</b> und die beginnt für dich am Regal: Bei
Obst und Gemüse muss das Herkunftsland angegeben sein.</p> Obst und Gemüse muss das Herkunftsland angegeben sein.</p>
<p>Wie viel ein Land selbst erzeugt, misst der <p>Wie viel ein Land selbst erzeugt, misst der
<b><?= g('selbstversorgungsgrad', 'Selbstversorgungsgrad') ?></b>: 100 % heißt, die eigene Erzeugung deckt <b><?= g('selbstversorgungsgrad', 'Selbstversorgungsgrad') ?></b>.
genau den eigenen Verbrauch. Österreich ist bei Milch weit darüber 100 % heißt: Ein Land erzeugt genau so viel, wie es verbraucht. Bei
wir exportieren also und bei Obst, Fisch oder Reis weit darunter. Milch liegt Österreich weit darüber. Den Überschuss verkaufen wir ins
Was fehlt, muss <b>importiert</b> werden: aus Nachbarländern, aus Ausland das nennt man <b>exportieren</b>. Bei Obst, Fisch oder Reis
liegt Österreich weit darunter. Was hier fehlt, kaufen wir aus anderen
Ländern zu das nennt man <b>importieren</b>: aus Nachbarländern, aus
Südeuropa oder per Schiff aus Übersee.</p> Südeuropa oder per Schiff aus Übersee.</p>
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@@ -279,33 +282,36 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
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<p>Dass Vorarlberger Bäuer:innen keinen Kakao anbauen, liegt nicht am <p>Dass Vorarlberger Bäuer:innen keinen Kakao anbauen, liegt nicht am
Fleiß, sondern an der <?= g('klimazone', 'Klimazone') ?>: Die Fleiß. Es liegt an der <?= g('klimazone', 'Klimazone') ?>. Die
<?= g('kakao-bohne', 'Kakao-Bohne') ?> braucht das ganze Jahr über <?= g('kakao-bohne', 'Kakao-Bohne') ?> braucht das ganze Jahr über
Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und Schatten solche Bedingungen gibt es Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und Schatten. Solche Bedingungen gibt es
nur im „Kakaogürtel" rund um den Äquator. Ähnlich wählerisch sind nur im „Kakaogürtel" rund um den Äquator. Ähnlich wählerisch sind
Banane, Vanille, Pfeffer und Zimt: lauter <b>tropische Kulturen</b>, Banane, Vanille, Pfeffer und Zimt. Das sind alles <b>tropische
oft angebaut auf großen <?= g('plantage', 'Plantagen') ?>.</p> Kulturen</b> Pflanzen also, die nur in den heißen Tropen wachsen.
Angebaut werden sie oft auf großen
<?= g('plantage', 'Plantagen') ?>.</p>
<p>Reis wiederum liebt Wärme <i>und</i> viel Wasser. In Süd- und <p>Reis wiederum liebt Wärme <i>und</i> viel Wasser. In Süd- und
Südostasien liefert der <?= g('monsun', 'Monsun') ?> beides: Der Südostasien liefert der <?= g('monsun', 'Monsun') ?> beides: Der
Sommer-Monsun bringt gewaltige Regenmengen, die die Reisfelder fluten. Sommer-Monsun bringt gewaltige Regenmengen, die die Reisfelder fluten.
Rund <b>90 % der Welternte</b> wachsen deshalb in Asien. Rund <b>90 % der Welternte</b> wachsen deshalb in Asien.
<span class="q">[2]</span> Unsere <b>gemäßigte Zone</b> ist dafür das <span class="q">[2]</span> Bei uns ist das Klima gemäßigt nicht zu
Revier von Weizen, Roggen, Erdäpfeln und Äpfeln und für Pasta wächst heiß und nicht zu kalt, mit Sommer und Winter. Diese <b>gemäßigte
der <?= g('hartweizen', 'Hartweizen') ?> am liebsten dort, wo es Zone</b> ist das Revier von Weizen, Roggen, Erdäpfeln und Äpfeln. Für
trockener und heißer ist, etwa in Italien oder Kanada. Übrigens hängt Pasta braucht man <?= g('hartweizen', 'Hartweizen') ?>. Der mag es
fast jede dieser Kulturen an einem unscheinbaren Helfer: Ohne trockener und heißer und wächst am liebsten in Italien oder Kanada.
<?= g('bestaeubung', 'Bestäubung') ?> durch Insekten gäbe es weder Übrigens hängt fast jede dieser Pflanzen an einem unscheinbaren Helfer:
Ohne <?= g('bestaeubung', 'Bestäubung') ?> durch Insekten gäbe es weder
Kakaofrucht noch Apfel.</p> Kakaofrucht noch Apfel.</p>
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<?= buchBild('gewuerzregal-tropen', <?= buchBild('gewuerzregal-tropen',
'Eigenes Gewürzregal oder Speisekammer, nah fotografiert: Pfeffermühle, Zimtstangen, Vanilleschote, Kakaopulver.', 'Eigenes Gewürzregal oder Speisekammer, nah fotografiert: Pfeffermühle, Zimtstangen, Vanilleschote, Kakaopulver.',
'Tropen im Küchenkasten: Pfeffer (Vietnam), Zimt (Sri Lanka), Vanille (Madagaskar), Kakao (Westafrika) kein einziges dieser Gewürze wächst in Europa.') ?> 'Tropen im Küchenkasten: Pfeffer (Vietnam), Zimt (Sri Lanka), Vanille (Madagaskar), Kakao (Westafrika) kein einziges dieser Gewürze wächst in Europa.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b> Klimazonen bestimmen die <div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b> Das Klima setzt jeder Pflanze
<b>Anbaugrenzen</b>: Tropische Kulturen wie Kakao, Banane oder Vanille eine <?= g('anbaugrenze', 'Anbaugrenze') ?>. Tropische Pflanzen wie
können bei uns nicht wachsen. Ohne Welthandel gäbe es hier weder Kakao, Banane oder Vanille können bei uns nicht wachsen. Ohne Welthandel
Schokolade noch Reis ohne heimische Landwirtschaft weder Brot noch gäbe es hier also weder Schokolade noch Reis. Ohne heimische
Milch.</div> Landwirtschaft gäbe es weder Brot noch Milch.</div>
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<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Die „falschen" Länder <div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Die „falschen" Länder
@@ -367,22 +373,24 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-cols"> <div class="b-cols">
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<p>Zwischen Ernte und Regal liegt eine lange Kette: Anbau → Ernte → <p>Zwischen Ernte und Regal liegt eine lange Kette: Anbau → Ernte →
Transport → Verarbeitung → Handel. Am Beispiel Kakao: Fast die Hälfte Transport → Verarbeitung → Handel. Nimm den Kakao als Beispiel. Fast
der Welternte bei rund <b>4,7 Mio. Tonnen</b> pro Jahr wächst in nur die Hälfte der Welternte rund <b>4,7 Mio. Tonnen</b> pro Jahr
zwei Ländern, <b>Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) und Ghana</b>. wächst in nur zwei Ländern: <b>Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) und
<span class="q">[3]</span> Millionen Kleinbauern-Familien leben dort vom Ghana</b>. <span class="q">[3]</span> Millionen Kleinbauern-Familien
Kakao, oft in <?= g('monokultur', 'Monokultur') ?>. Containerschiffe leben dort vom Kakao. Oft bauen sie nur diese eine Pflanze an. Das
bringen die Bohnen nach Europa, verarbeitet wird meist erst hier auch nennt man <?= g('monokultur', 'Monokultur') ?>. Große Schiffe bringen
die Schweiz, Deutschland und Österreich verdienen also an Schokolade die Bohnen dann nach Europa. Verarbeitet werden sie meist erst hier.
kräftig mit.</p> Auch die Schweiz, Deutschland und Österreich verdienen an der
<p>Wie das Geld entlang dieser Schokolade also kräftig mit.</p>
<b><?= g('wertschoepfungskette', 'Wertschöpfungskette') ?></b> verteilt ist, <p>Auf jeder Station dieser Kette wird die Ware wertvoller. Deshalb
überrascht viele: Von einem Euro, den wir für Schokolade ausgeben, heißt sie <b><?= g('wertschoepfungskette', 'Wertschöpfungskette') ?></b>.
erreichen nur etwa <b>8 Cent</b> die Kakaobauern-Familien der Rest Wie das Geld auf ihr verteilt ist, überrascht viele. Von einem Euro,
bleibt bei Verarbeitung, Marke und Handel. <span class="q">[4]</span> den wir für Schokolade zahlen, kommen nur etwa <b>8 Cent</b> bei den
Wer den Anbau fairer machen will, greift zu Kakaobauern-Familien an. Der Rest bleibt bei Verarbeitung, Marke und
<?= g('fair-trade', 'Fair Trade') ?>: garantierte Mindestpreise plus Handel. <span class="q">[4]</span> Wer den Anbau fairer machen will,
Prämie für die Gemeinschaft mehr dazu auf Seite 5.</p> greift zu <?= g('fair-trade', 'Fair Trade') ?>: garantierte
Mindestpreise plus eine Prämie für die Gemeinschaft. Mehr dazu auf
Seite 5.</p>
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<?= buchBild('wolfurt-container', <?= buchBild('wolfurt-container',
@@ -476,9 +484,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
im Schnitt weniger als 10 %</b> des im Schnitt weniger als 10 %</b> des
<?= g('co2-fussabdruck-lebensmittel', 'CO₂-Fußabdrucks') ?> von <?= g('co2-fussabdruck-lebensmittel', 'CO₂-Fußabdrucks') ?> von
Lebensmitteln aus. <span class="q">[5]</span> Entscheidend ist die Lebensmitteln aus. <span class="q">[5]</span> Entscheidend ist die
<b>Erzeugung</b>: 1 kg Rindfleisch verursacht rund <b>60 kg</b> <b>Erzeugung</b>, also wie ein Lebensmittel wächst oder gehalten wird.
Treibhausgase, 1 kg Linsen oder Erbsen <b>weniger als 1 kg</b>. Ein 1 kg Rindfleisch verursacht rund <b>60 kg</b>
Rindsgulasch aus der Region kann das Klima also stärker belasten als <?= g('treibhausgas', 'Treibhausgase') ?> das sind Gase, die die Erde
aufheizen. 1 kg Linsen oder Erbsen verursacht <b>weniger als 1 kg</b>.
Ein Rindsgulasch aus der Region kann das Klima also stärker belasten als
ein Linsencurry mit Gewürzen aus Übersee.</p> ein Linsencurry mit Gewürzen aus Übersee.</p>
<p>Beim Transport zählt vor allem das <b>Wie</b>: Fast 60 % der <p>Beim Transport zählt vor allem das <b>Wie</b>: Fast 60 % der
Lebensmittel-Transportkilometer laufen über das Schiff, nur 0,16 % über Lebensmittel-Transportkilometer laufen über das Schiff, nur 0,16 % über
@@ -592,13 +602,14 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Siegel wie Fairtrade garantieren Mindestpreise und eine Prämie für Siegel wie Fairtrade garantieren Mindestpreise und eine Prämie für
Schulen, Brunnen oder Werkzeug ein direkter Hebel gegen die 8-Cent-Bilanz Schulen, Brunnen oder Werkzeug ein direkter Hebel gegen die 8-Cent-Bilanz
von Seite 3. Und ein dritter Hebel kostet gar nichts: von Seite 3. Und ein dritter Hebel kostet gar nichts:
<b>weniger wegwerfen</b>. Wenn essbare Lebensmittel im Müll landen, <b>weniger wegwerfen</b>. Wenn noch essbare Lebensmittel im Müll landen,
sprechen Fachleute von nennt man das
<?= g('lebensmittelverschwendung', 'Lebensmittelverschwendung') ?> und <?= g('lebensmittelverschwendung', 'Lebensmittelverschwendung') ?>. Und
die ist enorm: Österreichs Haushalte entsorgen pro Jahr rund die ist enorm. Österreichs Haushalte werfen pro Jahr rund
<b>635.000 Tonnen</b> Lebensmittel, etwa <b>70 kg pro Person</b> mehr <b>635.000 Tonnen</b> Lebensmittel weg etwa <b>70 kg pro Person</b>.
als die Hälfte davon wäre vermeidbar. <span class="q">[8]</span> Essen, Mehr als die Hälfte davon wäre noch gut gewesen.
das im Müll landet, hat seine ganze Weltreise umsonst gemacht.</p> <span class="q">[8]</span> Essen im Müll hat seine ganze Weltreise
umsonst gemacht.</p>
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<?= buchBild('fairtrade-siegel', <?= buchBild('fairtrade-siegel',