diff --git a/App/pages/buch-energiemanager.php b/App/pages/buch-energiemanager.php index 95c3bfe..e3889f8 100644 --- a/App/pages/buch-energiemanager.php +++ b/App/pages/buch-energiemanager.php @@ -87,10 +87,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Darum geht es in diesem Kapitel: Strom lässt sich – anders als Holz oder Öl – kaum lagern. Du lernst, warum im - Erzeugung und Verbrauch in jeder Sekunde - übereinstimmen müssen, woher der Strom in Österreich, Deutschland und der - Schweiz kommt, wie das Wetter über und - bestimmt – und warum + in jeder Sekunde genau so viel Strom + erzeugt werden muss, wie gerade verbraucht wird. Du erfährst, woher der Strom + in Österreich, Deutschland und der Schweiz kommt. Du siehst, wie das Wetter + den und + steuert. Und du lernst, warum in den Alpen die „grünen Batterien" Europas sind.
@@ -181,20 +182,22 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; irgendwo erzeugt. Deshalb gilt im die eiserne Regel: Erzeugung und Verbrauch müssen in jeder Sekunde genau übereinstimmen.

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Ob das gelingt, zeigt die : - Im europäischen schwingt der - Wechselstrom 50-mal pro Sekunde – 50 . - Wird mehr verbraucht als erzeugt, sinkt die - Frequenz; wird zu viel erzeugt, steigt sie. Schon Abweichungen von - wenigen Zehntel-Hertz sind kritisch. Am 8. Jänner 2021 riss eine - Störung in Kroatien das europäische Netz in zwei Teile – die Frequenz - fiel auf 49,74 Hz, und nur automatische Schutzmaßnahmen - verhinderten Schlimmeres. [4]

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Dazu kommt: Der Verbrauch schwankt im Tagesrhythmus – das - . Nachts ist er niedrig, am Morgen - steigt er (Duschen, Kochen, Betriebe starten), und am Abend kommt die - größte Spitze, wenn Familien heimkommen, kochen und Bildschirme - einschalten.

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Ob das gelingt, verrät die . + Fast alle Länder Europas hängen an einem einzigen, gemeinsamen Netz – + dem . Darin fließt der Strom als + Wechselstrom: Er wechselt 50-mal pro Sekunde die Richtung. Das nennt man + 50 . Wird mehr Strom verbraucht als + erzeugt, wird dieser Takt langsamer – die Frequenz sinkt. Wird zu viel + erzeugt, steigt sie. Schon kleine Abweichungen sind gefährlich.

+

Wie gefährlich, zeigte der 8. Jänner 2021. Eine Störung in Kroatien + riss das europäische Netz in zwei Teile. Die Frequenz fiel auf + 49,74 Hz. Nur automatische Notschalter verhinderten Schlimmeres. + [4]

+

Dazu kommt: Der Verbrauch ist nicht immer gleich hoch. Er schwankt + über den Tag – das nennt man . Nachts + brauchen wir wenig Strom. Am Morgen steigt der Bedarf: Alle duschen, + kochen, und die Betriebe starten. Am Abend kommt die größte Spitze. Dann + kommen die Familien heim, kochen und schalten Bildschirme ein.

– ein europäischer Spitzenwert. [1]

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Deutschland hat weniger Gebirge, dafür windreiche Küsten: Dort ist +

Deutschland hat weniger Gebirge, dafür windreiche Küsten. Dort ist die mit 31,5 % die wichtigste - Stromquelle, gefolgt von Kohle und ; - insgesamt stammten 2024 59,4 % aus erneuerbaren Quellen. - [2] Die Schweiz ähnelt Österreich: Etwa - 60 % Wasserkraft, dazu aber gut 28 % aus - . - [3]

+ Stromquelle. Danach kommen Kohle und + . Insgesamt stammten 2024 + 59,4 % des Stroms aus erneuerbaren Quellen. + [2]

+

Die Schweiz ähnelt Österreich: etwa 60 % Wasserkraft. Dazu + kommen aber gut 28 % aus + . [3]

Der Strommix ist also Erdkunde pur: Berge und Niederschlag machen Wasserkraft möglich, flaches windiges Land begünstigt Windräder, sonnenreiche Dächer die Photovoltaik.

@@ -300,10 +304,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
🎮 In der Simulation: Der Balkengraph über deinem Plan zeigt für jeden 3-Stunden-Block zwei Werte: Strombedarf - (rot) und Solar/Wind verfügbar (gelb). Dein Pumpspeicher ist das - Zünglein an der Waage: Liefert das Wetter mehr, als gebraucht wird, pumpst - du den Überschuss als Wasser nach oben – fehlt Strom, lässt du ihn durch die - wieder herunter ().
+ (rot) und Solar/Wind verfügbar (gelb). Dein Pumpspeicher gleicht den + Unterschied aus. Liefert das Wetter mehr Strom, als gebraucht wird, pumpst + du den Überschuss als Wasser nach oben. Fehlt Strom, lässt du das Wasser + durch die wieder herunter. Dieses Ausgleichen + nennt man .
✏️ Aufgaben:
  1. ANenne die wichtigste Stromquelle @@ -376,13 +381,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; am Abend. Diese Lücke zwischen Bedarf und Wetterstrom – die – müssen andere Kraftwerke und Speicher füllen.

    -

    Richtig ernst wird es bei einer : - tagelang Hochnebel, kaum Wind. Anfang November 2024 lieferten Wind und - Sonne in Deutschland an einem Abend zeitweise nur noch rund 0,15 % - des Strombedarfs – der Preis an der , - wo Strom für jede Stunde des nächsten Tages gehandelt wird, schoss von - durchschnittlich 79 € auf über 800 € pro Megawattstunde. - [5]

    +

    Richtig ernst wird es bei einer . + Dann liegt tagelang Hochnebel über dem Land, und es weht kaum Wind. Anfang + November 2024 passierte das in Deutschland. An einem Abend lieferten Wind + und Sonne zusammen nur noch rund 0,15 % des Strombedarfs.

    +

    Das treibt den Preis. Strom wird an einer Börse gehandelt – der + . Dort kauft man Strom für jede + Stunde des nächsten Tages im Voraus. In dieser Nacht schoss der Preis in + die Höhe: von durchschnittlich 79 € auf über 800 € pro + Megawattstunde. [5]

    Auch die Jahreszeiten mischen mit: Im Winter ist der Verbrauch am höchsten (Heizen, Licht), die Sonnenausbeute aber am niedrigsten. Je mehr ein Land auf Wetterstrom setzt, desto wichtiger werden @@ -471,8 +478,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; im Bergsee. Wird Strom gebraucht, rauscht das Wasser durch Druckrohre zurück ins Tal und treibt an. Ein Pumpspeicher ist - in weniger als zwei Minuten auf voller Leistung – deshalb ist er - die wichtigste im Netz.

    + in weniger als zwei Minuten auf voller Leistung. Fehlt plötzlich + Strom, springt er also sofort ein. Genau diese schnelle Notreserve nennt + man – und dabei ist der + Pumpspeicher der wichtigste Helfer im Netz.

    Gratis ist das nicht: Der über den ganzen Kreislauf liegt bei 75 bis 80 % – von 100 kWh, die du zum Pumpen einsetzt, kommen also rund 80 zurück. @@ -493,7 +502,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; Obervermuntwerk II: 360 MW [7] · Lünerseewerk II (geplant): ~1.000 MW, ~1.300 m Fallhöhe, 2,65 Mrd. € [8] · - Wirkungsgrad Pumpspeicher: 75–80 % [9]

+ Wirkungsgrad Pumpspeicher: 75 – 80 % [9]
🎮 In der Simulation: Der Querschnitt zeigt @@ -574,29 +583,32 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';

Ein Teil des Strombedarfs ist rund um die Uhr da: Kühlhäuser, Krankenhäuser, Server, Industrieöfen – die - . Darüber wellt sich der Tagesgang - bis zur am Abend. Für jede Ebene - gibt es Spezialisten: - – sie nutzen die - stetige Strömung eines Flusses und laufen Tag und Nacht durch – tragen - die Grundlast, schnelle Pumpspeicher- und Gaskraftwerke fangen die - Spitzen und Prognosefehler ab. Koordiniert wird das Ganze vom - : In Österreich überwacht die - Austrian Power Grid (APG) das Übertragungsnetz rund um die Uhr.

-

Reicht das nicht, greift der Notfallplan: Bei fallender Frequenz - werden zuerst Reserven aktiviert, dann ganze Regionen gezielt - abgeschaltet – der . Er ist die - letzte Bremse vor dem , dem - großflächigen, tagelangen Stromausfall. Österreich bereitet sich - ernsthaft darauf vor: Bundesheer und Zivilschutz empfehlen jedem - Haushalt einen Vorrat – Trinkwasser (etwa 2 Liter pro Person und Tag), - haltbare Lebensmittel und Medikamente für rund zwei Wochen, dazu - Taschenlampe, Kerzen, Batterieradio und etwas Bargeld. - [11]

-

Und du? Wer Strom spart – Standby ausschalten, effiziente Geräte, - Wäsche zur Mittagszeit statt zur Abendspitze –, entlastet nicht nur die - eigene Stromrechnung, sondern auch das Netz. Genau dann Strom zu - verbrauchen, wenn viel da ist, wird in Zukunft immer wichtiger.

+ . Darüber steigt der Bedarf über den + Tag an, bis zur am Abend. Für jede + Aufgabe gibt es eigene Kraftwerke. Die Grundlast tragen zum Beispiel + . Sie nutzen die + stetige Strömung eines Flusses und laufen Tag und Nacht durch. Für die + kurzen Spitzen am Abend braucht man schnelle Kraftwerke. Pumpspeicher und + Gaskraftwerke springen dann in wenigen Minuten ein.

+

Wer behält bei all dem den Überblick? Das ist die Aufgabe der + . In Österreich überwacht die + Firma Austrian Power Grid (APG) das große Stromnetz – rund um die Uhr.

+

Reicht die Reserve einmal nicht, kommt der Notfallplan. Fällt die + Frequenz, schalten die Netzbetreiber zuerst zusätzliche Reserven dazu. + Hilft auch das nicht, schalten sie ganze Regionen gezielt für kurze Zeit + ab. Das nennt man . Er ist die letzte + Bremse vor dem – einem + großflächigen Stromausfall, der Tage dauern kann.

+

Österreich bereitet sich ernsthaft darauf vor. Bundesheer und + Zivilschutz empfehlen jedem Haushalt einen Vorrat. Dazu gehören: + Trinkwasser (etwa 2 Liter pro Person und Tag), haltbare Lebensmittel und + Medikamente für rund zwei Wochen. Dazu Taschenlampe, Kerzen, ein + Batterieradio und etwas Bargeld. [11]

+

Und du? Auch du kannst helfen. Wer Strom spart, entlastet nicht nur + die eigene Stromrechnung, sondern auch das Netz. Schalte Geräte ganz aus + statt in den Standby. Wasch die Wäsche lieber zu Mittag als zur + Abendspitze. Strom genau dann zu verbrauchen, wenn viel davon da ist, + wird in Zukunft immer wichtiger.

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Warum drängen sich an manchen Orten die Gäste, während - andere leer bleiben – und wie lenkt eine Region ihre Besucherströme so, - dass Gäste, Einheimische und Natur gewinnen?

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Warum drängen sich an manchen Orten alle Gäste, + während andere leer bleiben? Und wie führt eine Region ihre Gäste so, + dass alle gewinnen – Gäste, Einheimische und die Natur?

Darum geht es in diesem Kapitel: - Gäste bewegen sich nicht zufällig durch eine Region – sie folgen Wegen, - Straßen und Attraktionen. Du lernst, wie - funktioniert, warum der am Weg über - Erfolg und Misserfolg entscheidet, welche Zielgruppen wie anreisen - (zu Fuß, Rad, Bus, Auto), wie - entlang einer Route entsteht – und wie eine Region den Zielkonflikt - zwischen Verkehr, Wirtschaft und Umwelt löst.
+ Gäste laufen nicht kreuz und quer. Sie folgen Wegen, Straßen und + Sehenswürdigkeiten. Du lernst, wie man diese Ströme lenkt. Das nennt man + . Du siehst, warum der + am Weg über Erfolg oder Misserfolg + entscheidet. Du erfährst, wie die Gäste anreisen – zu Fuß, mit dem Rad, dem + Bus oder dem Auto. Du verstehst, wie eine Region mit ihren Gästen Geld + verdient. Das nennt man . Und du + lernst, wie eine Region Verkehr, Wirtschaft und Umwelt unter einen Hut + bringt.
AT · GW 3.5–3.8 @@ -101,15 +103,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
🎮 So arbeitest du mit der Simulation: - Du entwickelst eine Ausflugsregion über 8 Gästewellen und vier - Jahreszeiten. Zuerst wählst du eine von fünf Wegkarten – von der - Talschleife bis zur Passstraße. Die Gäste ziehen als Gruppen - sichtbar über die Wege; deine Gebäude wirken nur auf Gäste in - Reichweite. Zwischen den Wellen baust du in der Baupause, „Nächste Welle - rufen" bringt einen Bonus. Du startest mit 500 € Gemeindebudget. Am Ende - zählt vierfach: Ø-Bewertung ≥ 3,5 Sterne, Wertschöpfung ≥ 2.500 €, - Umweltwert ≥ 45 und keine Schulden unter −1.000 € – der Endbericht zeigt - dein Regionsprofil.
+ Du baust eine Ausflugsregion auf – über 8 Gästewellen und vier + Jahreszeiten. Zuerst wählst du eine von fünf Wegkarten. Sie reichen von der + Talschleife bis zur Passstraße. Die Gäste ziehen sichtbar in + Gruppen über die Wege. Deine Gebäude wirken nur auf Gäste, die nah genug + vorbeikommen. Zwischen den Wellen ist Baupause. Dann baust du in Ruhe. Der + Knopf „Nächste Welle rufen" bringt dir einen Bonus. Du startest mit 500 € + aus der Gemeindekasse. Am Ende zählen vier Ziele: im Schnitt ≥ 3,5 Sterne, + Wertschöpfung ≥ 2.500 €, Umweltwert ≥ 45 und keine Schulden unter −1.000 €. + Der Endbericht zeigt dir dann dein Regionsprofil.
1 · Besucherströme: Wenn alle zum selben Ort wollen
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Gäste verteilen sich nicht gleichmäßig – sie folgen Sehenswürdigkeiten, - Wegen und Empfehlungen aus dem Internet. So entstehen Besucherströme: - vorhersagbare Bewegungen vieler Menschen durch einen Raum. Wo sich die - Ströme stauen, kippt der ins Gegenteil: - verstopft Gassen und Straßen, - verärgert Einheimische und zerstört genau das Erlebnis, für das die Gäste - gekommen sind.

-

Das bekannteste Beispiel Österreichs ist Hallstatt: 740 - Einwohner:innen – aber gut 1,2 Millionen Tagesgäste im Jahr. Die Gemeinde - steuert dagegen: Seit 2019 dürfen höchstens 54 Reisebusse pro Tag - kommen, und die Veranstalter müssen ihren Zeit-Slot vorab buchen. 15 - Beschäftigte kümmern sich nur um Busse, Autos und Verkehr. - [1]

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hat viele - : - Information (Beschilderung, Apps, Live-Auslastung), - Reservierung (Slots, Tickets), Preise (Eintritt, Parkgebühr, - über den Preis steuern), - Sperren (Fahrverbote, Zufahrtszeiten) – und als freundlichstes - Werkzeug: attraktive Alternativen schaffen, damit sich die Ströme - von selbst verteilen.

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Stell dir vor, alle wollen zum selben schönen Aussichtspunkt. + Gäste verteilen sich nämlich nicht gleichmäßig. Sie folgen berühmten + Orten, Wegen und Tipps aus dem Internet. So entstehen + Besucherströme. Das sind Bewegungen vieler Menschen, die man + vorhersagen kann. Doch wo sich zu viele Gäste stauen, kippt der + ins Gegenteil. Dann spricht man von + : zu viele Gäste für einen Ort. + Die Gassen sind verstopft. Die Einheimischen ärgern sich. Und das schöne + Erlebnis ist kaputt – genau das, wofür die Gäste gekommen sind.

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Das bekannteste Beispiel in Österreich ist Hallstatt. Im Dorf + leben nur 740 Menschen. Aber jedes Jahr kommen gut 1,2 Millionen + Tagesgäste. Die Gemeinde steuert dagegen. Seit 2019 dürfen pro Tag + höchstens 54 Reisebusse ins Dorf. Jeder Busfahrer muss vorher eine + feste Ankunftszeit buchen. 15 Angestellte kümmern sich nur um Busse, + Autos und Verkehr. [1]

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Für die gibt es viele + . Man kann informieren: + mit Schildern, Apps und Anzeigen, wo gerade viel los ist. Man kann + Plätze reservieren lassen: mit festen Zeiten und Tickets. Man kann + über den Preis steuern: Eintritt oder Parkgebühr machen einen Ort + teurer, dann kommen weniger Gäste – so wirkt der Preis auf die + . Man kann sperren: mit + Fahrverboten oder festen Zufahrtszeiten. Am freundlichsten aber ist ein + anderes Werkzeug: schöne Alternativen anbieten. Dann verteilen sich + die Gäste von selbst.

[2]
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🎮 In der Simulation: Deine Gäste ziehen als - Gruppen sichtbar über die Wege der Karte. Öffne das 📊 Statistik-Overlay: - Eine Heatmap zeigt, wo die Ströme wirklich verlaufen – und wo dein - Angebot ins Leere läuft. Am Ende fließt dein Lenkungs-Wert mit 10 % - in die Gesamtnote ein: der Anteil der Gäste, die nicht mit dem Auto - anreisen (eine Bushaltestelle bringt +10 Punkte extra).
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🎮 In der Simulation: Deine Gäste ziehen + sichtbar in Gruppen über die Wege. Öffne das 📊 Statistik-Fenster. + Dort zeigt dir eine bunte Karte (die Heatmap), wo die Ströme wirklich + langgehen. So siehst du auch, wo dein Angebot ins Leere läuft. Am Ende zählt + dein Lenkungs-Wert mit 10 % in die Gesamtnote. Er misst, wie viele + Gäste ohne Auto anreisen. Eine Bushaltestelle bringt dir dabei +10 + Punkte extra.
✏️ Aufgaben:
  1. ANenne drei Werkzeuge der @@ -284,43 +291,45 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';

    2 · Standort am Weg: Warum die Lage über alles entscheidet

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    In der Stadt zahlen Geschäfte in der Fußgängerzone die höchsten Mieten – - für die „1a-Lage". Der Grund heißt : die Zahl der Menschen, - die vorbeikommen. Jeder Meter Abstand vom Strom kostet Kundschaft, denn - kaum jemand macht einen Umweg für ein Angebot, das er nicht kennt. Was - für die Einkaufsstraße gilt, gilt genauso für die Tourismusregion: Der +

    Denk an eine Einkaufsstraße in der Stadt. In der Fußgängerzone sind + die Mieten am höchsten. Warum? Weil dort die meisten Menschen vorbeigehen. + Diese Zahl der Vorbeigehenden nennt man + . Jeder Meter Abstand vom Strom + kostet Kundschaft. Denn kaum jemand macht einen Umweg für ein Angebot, + das er nicht kennt. In einer Tourismusregion ist es genauso. Der wichtigste ist die Lage am Weg.

    -

    Das ist keine neue Erkenntnis. Schon an mittelalterlichen Handels- und - Passrouten reihten sich Gasthöfe, Herbergen und Schmieden – wer den Strom - der Reisenden bediente, verdiente. Heute wiederholt sich das Muster am - Radweg (Kiosk, Radwerkstatt), am Wanderweg (Jausenstation, Alpe) und an - der Ausflugsstraße (Gasthof mit Parkplatz).

    -

    Zur Lage kommt die : Auch das bestgelegene Café kann - nur eine begrenzte Zahl von Gästen gleichzeitig bedienen. Und Angebote - verstärken sich gegenseitig: Wo Spielplatz, Eisdiele und WC - beieinanderliegen, bleiben Familien länger als bei jedem Angebot allein – - Fachleute sprechen von .

    +

    Das war schon immer so. Schon vor 500 Jahren standen an den Handels- + und Passwegen Gasthöfe, Herbergen und Schmieden. Wer die Reisenden + bediente, verdiente Geld. Heute ist es dasselbe Muster: ein Kiosk am + Radweg, eine Jausenstation am Wanderweg, ein Gasthof mit Parkplatz an der + Ausflugsstraße.

    +

    Zur Lage kommt die . Damit + meint man, wie viele Gäste ein Angebot auf einmal schafft. Auch das beste + Café kann nur so viele Menschen bedienen, wie Platz haben. Und Angebote + helfen sich gegenseitig. Wo Spielplatz, Eisdiele und WC nah + beieinander liegen, bleiben Familien länger als bei einem Angebot allein. + Fachleute nennen das : Ein + Angebot zieht die anderen mit.

    -
    Merke: Frequenz = die Zahl der - Vorbeikommenden. Ein Standort am Besucherstrom bekommt Kundschaft - „gratis" – ein Standort abseits muss sie teuer anlocken. Reichweite - und Kapazität begrenzen jedes Angebot.
    +
    Merke: Frequenz heißt: wie viele + Menschen vorbeikommen. Ein Standort am Strom bekommt Kundschaft fast + geschenkt. Ein Standort abseits muss sie teuer anlocken. Reichweite und + Kapazität setzen jedem Angebot eine Grenze.
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    🎮 In der Simulation: Beim Bauen zeigt die - Vorschau einen Kreis – die Reichweite. Nur Gäste innerhalb des Kreises - nutzen dein Gebäude, und jedes Gebäude bedient nur eine begrenzte Zahl - (Kapazität) der nächstgelegenen Gäste. Radfahrer:innen sind mehr als - doppelt so schnell wie Spaziergänger:innen – Angebote für sie wirken nur - direkt am Radweg. Die ℹ️ Tourismusinfo verstärkt alle - Attraktionen in ihrer Nähe (bis +32 %), und passende Nachbarn bilden - Synergien: Spielplatz + Eisdiele +22 %, Café + Marktstand +18 %, - Skilift + Almhütte +25 %.
    +
    🎮 In der Simulation: Beim Bauen siehst du + einen Kreis. Das ist die Reichweite. Nur Gäste in diesem Kreis nutzen + dein Gebäude. Und jedes Gebäude schafft nur eine bestimmte Zahl von Gästen. + Das ist die Kapazität. Radfahrer:innen sind mehr als doppelt so + schnell wie Menschen zu Fuß. Angebote für sie wirken darum nur direkt am + Radweg. Die ℹ️ Tourismusinfo macht alle Attraktionen in der Nähe + stärker (bis +32 %). Und passende Nachbarn helfen sich gegenseitig: Spielplatz + + Eisdiele +22 %, Café + Marktstand +18 %, Skilift + Almhütte +25 %.
    💡 Didaktischer Hinweis: Lassen Sie Standortentscheidungen vorab begründen („Warum dorthin?") und danach @@ -355,7 +364,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; Viele Orte wollen das ändern.
    Denn viele Autos machen Lärm und Abgase.

    Merke:
    Jede Gäste-Gruppe hat eigene Wünsche.
    @@ -379,29 +388,29 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';

    3 · Zielgruppen und ihre Mobilität: Wer kommt wie an?

    -

    „Die Gäste" gibt es nicht. Der Tourismus unterscheidet - Zielgruppen – Gruppen mit ähnlichen Wünschen, ähnlichem Budget und - ähnlicher Anreise: Familien (Auto; brauchen Spielplatz, WC, kurze Wege), - Wandergruppen (zu Fuß; Natur, Aussicht, Einkehr), Radfahrer:innen - (Radweg; schnell unterwegs, kurze Stopps, Werkstatt), Busreisegruppen - (Bus; Programm, Souvenirs – und zwingend ein Busparkplatz), dazu - Seniorengruppen, Schulklassen und anspruchsvolle Paare. Wer alle - gleichzeitig ansprechen will, spricht am Ende niemanden richtig an – - erfolgreiche Regionen wählen Schwerpunkte - ().

    -

    Zur Zielgruppe gehört ihr Verkehrsmittel: Rund 75 % der - Übernachtungsgäste in Österreich reisen mit dem Pkw an, nur 11 % - mit der Bahn und 7 % mit dem Flugzeug. [3] - Diese Aufteilung der Wege auf die Verkehrsmittel nennt man - – an ihr liest eine Region ab, - wie autolastig ihr Tourismus ist. - Für eine Region heißt das: Wer nur Parkplätze baut, holt noch mehr Autos - ins Tal – wer Bahn, Bus und Radweg stärkt, erschließt neue Gäste - ohne neuen Autoverkehr.

    -

    Gerade der Radtourismus ist ein Wirtschaftsfaktor geworden: - Die österreichische Radwirtschaft erwirtschaftet rund 2,9 Milliarden € - Wertschöpfung und beschäftigt etwa 46.000 Menschen – zwei Drittel - der direkt Beschäftigten arbeiten im Radtourismus. +

    „Die Gäste" gibt es nicht. Jede Gruppe hat andere Wünsche. Fachleute + teilen die Gäste darum in Zielgruppen ein. Das sind Gruppen mit + ähnlichen Wünschen, ähnlichem Geld und ähnlicher Anreise. Familien kommen + mit dem Auto und brauchen Spielplatz, WC und kurze Wege. Wandergruppen + kommen zu Fuß und wollen Natur, Aussicht und eine Einkehr. Radfahrer:innen + sind schnell, machen kurze Stopps und brauchen eine Werkstatt. Busgruppen + wollen ein Programm und Andenken – und unbedingt einen Busparkplatz. Dazu + kommen Seniorengruppen, Schulklassen und anspruchsvolle Paare. Wer allen + zugleich gefallen will, gefällt am Ende niemandem richtig. Kluge Regionen + wählen darum Schwerpunkte und bauen sie + .

    +

    Zu jeder Zielgruppe gehört ihr Verkehrsmittel. In Österreich + kommen rund 75 von 100 Übernachtungsgästen mit dem Auto. Nur 11 + kommen mit der Bahn und 7 mit dem Flugzeug. [3] + Wie sich die Gäste auf die Verkehrsmittel verteilen, nennt man + . Daran erkennt eine Region, wie + stark ihr Tourismus vom Auto abhängt. Das ist wichtig: Wer nur Parkplätze + baut, holt noch mehr Autos ins Tal. Wer Bahn, Bus und Radweg stärkt, holt + neue Gäste ohne mehr Autoverkehr.

    +

    Gerade das Reisen mit dem Rad bringt heute viel Geld. Die + österreichische Radwirtschaft schafft rund 2,9 Milliarden € + Wertschöpfung. Sie gibt etwa 46.000 Menschen Arbeit. Zwei von drei + dieser Menschen arbeiten für den Radtourismus. [4]

    @@ -416,12 +425,13 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
    🎮 In der Simulation: Neun Zielgruppen kommen - über drei Startpunkte: Straße West (Auto und Bus), Radweg Nord, - Fußweg Süd. Jede Gruppe hat eigenes Tempo, Budget und Zufriedenheitsziel – - von der Schulklasse (≈ 25 € Budget) bis zum wohlhabenden Paar (≈ 200 €, aber - nur bei einem Wirtshaus der Stufe 4+ zufrieden). Tippe eine Gruppe an, um - ihre Interessen zu sehen. Und Achtung bei Welle 5: Busgruppen ohne - Parkplatz fahren einfach weiter – der Feed meldet es dir gnadenlos.
    + über drei Startpunkte: Straße West (Auto und Bus), Radweg Nord und + Fußweg Süd. Jede Gruppe hat ihr eigenes Tempo, ihr eigenes Budget und ihr + eigenes Ziel. Die Schulklasse hat nur etwa 25 € dabei. Das reiche Paar hat + rund 200 € – ist aber nur bei einem Wirtshaus der Stufe 4 oder höher + zufrieden. Tippe eine Gruppe an, dann siehst du ihre Wünsche. Und pass in + Welle 5 auf: Busgruppen ohne Parkplatz fahren einfach weiter. Der Feed + meldet dir das schonungslos.
    ✏️ Aufgaben:
    1. ALege eine Tabelle an: @@ -491,27 +501,26 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';

      4 · Wertschöpfung entlang der Route: Aufenthalt ist Geld

      -

      Jeder Halt eines Gastes ist ein kleines Geschäft: Eis, Mittagessen, - Eintritt, Souvenir. Die Summe all dieser Ausgaben ist die - – sie wird zu Löhnen, - Pachten und Einkommen in der Region und sichert Arbeitsplätze weit über - die Gastronomie hinaus (Bäckerei, Bauernhof, Handwerk). Zum Vergleich: - Ein Übernachtungsgast gibt in Österreich im Winter rund +

      Jeder Halt eines Gastes ist ein kleines Geschäft: ein Eis, ein + Mittagessen, ein Eintritt, ein Andenken. Alle diese Ausgaben zusammen + nennt man . Aus diesem Geld + werden Löhne und Einkommen in der Region. Es sichert nicht nur Jobs in den + Gasthäusern. Auch Bäckerei, Bauernhof und Handwerk leben mit. Zum + Vergleich: Ein Übernachtungsgast gibt in Österreich im Winter rund aus, im Sommer 156 €. [5]

      -

      Die wichtigste Stellschraube ist die Aufenthaltsdauer: Wer nur - durchfährt, gibt fast nichts aus. Deshalb versuchen Regionen, Gäste zu - „bremsen" – mit Cafés, Märkten, Museen und Erlebnissen, die zum Bleiben - einladen. Jede zusätzliche Stunde vor Ort bedeutet zusätzlichen Umsatz. - Aus demselben Grund sind Übernachtungsgäste wertvoller als - : - Sie lassen Abendessen, Frühstück und - da.

      -

      Aber Vorsicht vor der Abzock-Falle: Wer Gäste nur „melkt", verliert - sie. Umsatz ist die Folge von Zufriedenheit – unzufriedene Gäste - geben wenig aus, kommen nicht wieder und warnen andere. Im Zeitalter der - Online-Bewertungen ist der Ruf einer Region ihr wertvollstes - Kapital: Die Sterne von heute sind die Gäste von morgen.

      +

      Am wichtigsten ist die Zeit, die ein Gast bleibt. Wer nur durchfährt, + gibt fast nichts aus. Darum versuchen Regionen, ihre Gäste zu „bremsen". + Cafés, Märkte, Museen und Erlebnisse laden zum Bleiben ein. Jede Stunde + mehr vor Ort bringt mehr Umsatz. Aus demselben Grund sind + Übernachtungsgäste wertvoller als . Sie + lassen auch Geld für Abendessen, Frühstück und + da.

      +

      Aber Vorsicht: Wer die Gäste nur abzockt, verliert sie. Umsatz kommt + immer erst nach der Zufriedenheit. Unzufriedene Gäste geben wenig aus. Sie + kommen nicht wieder und warnen andere. Heute schreibt jeder Gast eine + Bewertung ins Internet. Darum ist der gute Ruf das wertvollste Gut + einer Region: Die guten Sterne von heute sind die Gäste von morgen.

      -
      🎮 In der Simulation: Einnahmen sind die - Folge von Zufriedenheit: Nur zufriedene Gäste konsumieren, und mehr - als ihr Gruppenbudget geben sie nie aus. „Bremsen" verlängern den Aufenthalt – - ein Café bremst je nach Ausbaustufe bis zu 30 %, Marktstand und Souvenirshop +
      🎮 In der Simulation: Erst kommt die + Zufriedenheit, dann das Geld. Nur zufriedene Gäste geben etwas aus. Und mehr + als ihr Budget geben sie nie aus. „Bremsen" halten die Gäste länger fest. + Ein Café bremst je nach Ausbaustufe bis zu 30 %. Marktstand und Souvenirshop wirken ähnlich. Nach jeder Welle bewerten die Abgereisten deine Region im - Social-Media-Feed, und der Ruf bestimmt die nächste Welle: - Besucherfaktor = 0,7 + Ø-Sterne : 5. Wer unter 2 Sternen liegt, bekommt - weniger Gäste – wer bei 5 liegt, fast das Doppelte. Ziel: 2.500 € - Wertschöpfung bis zum Ende der 8. Welle.
      + Social-Media-Feed. Dieser Ruf bestimmt die nächste Welle. Die Formel + lautet: Besucherfaktor = 0,7 + Ø-Sterne : 5. Wer unter 2 Sternen liegt, + bekommt weniger Gäste. Wer 5 Sterne hat, bekommt fast doppelt so viele. Dein + Ziel: 2.500 € Wertschöpfung bis zum Ende der 8. Welle.
      💡 Didaktischer Hinweis: Der Feed ist Ihr bestes Auswertungswerkzeug: Lassen Sie nach Welle 4 drei echte Feed-Einträge @@ -560,7 +569,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; Und sie schadet der Natur fast gar nicht.
      Das nennt man: sanfte Mobilität.

      Ein Beispiel aus Vorarlberg:
      - Die Straße zum Formarin-See bei Lech ist tagsüber gesperrt.
      + Die Straße zum Formarinsee bei Lech ist tagsüber gesperrt.
      Am Mittwoch sogar den ganzen Tag.
      Die Gäste fahren mit dem Wander-Bus.
      So bleibt das Berg-Tal ruhig und schön.

      @@ -588,25 +597,29 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';

      5 · Sanfte Mobilität: Der Zielkonflikt Verkehr – Umwelt – Wirtschaft

      -

      Der Verkehr ist die Achillesferse des Tourismus: In Österreich - verursacht er über 90 % der CO₂-Emissionen des Tourismus, und - allein an den reisestarken Sommerwochenenden 2024 gab es 572 Staus. - [3] Gleichzeitig braucht die Region ihre - Gäste. Das ist ein klassischer - : Mehr Parkplätze bringen - mehr Gäste – aber auch mehr Lärm, Abgase und verbaute Fläche, die genau - die Landschaft schmälern, für die alle kommen.

      -

      Die Antwort vieler Regionen heißt : - Anreise und Wege vor Ort mit Bus, Bahn und Rad statt mit dem Auto. - Vorarlberg zeigt, wie das geht: Die Straße zum Formarinsee bei - Lech ist im Sommer tagsüber für Privatautos gesperrt (mittwochs sogar - ganztägig), die Zufahrt kostet 25 € Maut – der Wanderbus (Linie - 707) bringt die Gäste bequem hinauf. [6] - Sperre, Preis und attraktive Alternative greifen ineinander.

      -

      Tourismus hält am Ende drei - Dinge zugleich im Blick: Wirtschaft (Einkommen), Umwelt - (Landschaft, Klima) und Menschen (Gäste UND Einheimische). Eine - Region, die eines davon opfert, verliert langfristig alle drei.

      +

      Die größte Schwachstelle des Tourismus ist der Verkehr. In Österreich + stammen über 90 % vom klimaschädlichen CO₂ des Tourismus aus dem + Verkehr. Allein an den vollen Sommerwochenenden 2024 gab es 572 Staus. + [3] Und doch braucht die Region ihre Gäste. + Hier stoßen zwei Ziele zusammen. So etwas nennt man + . Mehr Parkplätze bringen + mehr Gäste. Aber sie bringen auch mehr Lärm, mehr Abgase und mehr verbaute + Fläche. Und das zerstört genau die schöne Landschaft, für die alle + kommen.

      +

      Viele Regionen antworten mit + . Das heißt: Die Gäste + reisen mit Bus, Bahn und Rad an statt mit dem Auto. Auch vor Ort fahren + sie umweltfreundlich. Vorarlberg macht es vor. Die Straße zum + Formarinsee bei Lech ist im Sommer tagsüber für Privatautos + gesperrt, am Mittwoch sogar den ganzen Tag. Wer trotzdem hinauffahren + darf, zahlt 25 € Maut. Dafür bringt der Wanderbus (Linie 707) die + Gäste bequem auf den Berg. [6] Sperre, Preis und + eine gute Alternative greifen hier ineinander.

      +

      Tourismus achtet am Ende auf + drei Dinge zugleich: auf die Wirtschaft (das Einkommen), auf die + Umwelt (Landschaft und Klima) und auf die Menschen (die + Gäste und die Einheimischen). Eine Region, die eines davon opfert, + verliert auf Dauer alle drei.

      🎮 In der Simulation: Der 🅿️ Parkplatz - bringt bis zu +35 % Auto- und Busgäste, kostet aber Umwelt (−8 beim Bau) und - erzeugt Verkehr, auf den empfindliche Gruppen (Senioren, Familien, - Radfahrer:innen) mit schlechteren Bewertungen reagieren. Die 🚏 - Bushaltestelle bringt Gruppen fast ohne Umweltkosten und verbessert - deinen Lenkungs-Wert. Das 🌿 Naturschutzgebiet hebt die Umwelt um +20 - und verstärkt das Naturerlebnis – sperrt aber die Bauplätze im Umkreis. Und - in Welle 4 klopft ein Investor an: 800 € sofort gegen Umwelt −10. - Du entscheidest – und der Endbericht zeigt, was daraus wurde: von der - 🌍 „Nachhaltigen Modellregion" bis zur 🌧️ „Krisenregion".
      + bringt bis zu +35 % Auto- und Busgäste. Aber er kostet Umwelt (−8 beim Bau) + und macht Verkehr. Empfindliche Gruppen wie Senioren, Familien und + Radfahrer:innen geben dann schlechtere Bewertungen. Die 🚏 + Bushaltestelle bringt Gruppen fast ohne Schaden für die Umwelt. Sie + hebt außerdem deinen Lenkungs-Wert. Das 🌿 Naturschutzgebiet verbessert + die Umwelt um +20 und macht das Naturerlebnis stärker. Dafür kannst du im + Umkreis nicht mehr bauen. Und in Welle 4 klopft ein Investor an: 800 € + sofort, aber die Umwelt sinkt um 10. Du entscheidest. Der Endbericht zeigt + dann, was daraus wurde – von der 🌍 „Nachhaltigen Modellregion" bis zur + 🌧️ „Krisenregion".
      ✏️ Abschluss-Aufgaben:
      1. AVergleiche Parkplatz und diff --git a/App/pages/buch-tourismustal.php b/App/pages/buch-tourismustal.php index 6127d80..2dacd51 100644 --- a/App/pages/buch-tourismustal.php +++ b/App/pages/buch-tourismustal.php @@ -82,12 +82,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; 'Ein Alpental: Naturraum, Lebensraum – und Wirtschaftsraum. Warth am Arlberg (Vorarlberg), Dezember 2025.') ?>
        Darum geht es in diesem Kapitel: - Du lernst, wie aus einem Tal einen - Wirtschaftsraum macht: welche - zählen, wie Preise durch - entstehen, warum das große Risiko ist – - und wie eine Region auf den Klimawandel reagieren kann, ohne Natur und Menschen - zu überfordern.
        + Du lernst, wie aus einem stillen Tal ein Wirtschaftsraum wird – ein Ort, an dem + viele Menschen mit dem Geld verdienen. + Vier Fragen führen dich durch das Kapitel: + Welche entscheiden, wo man was baut? + Wie entsteht ein Preis aus ? + Warum ist die – die starke Schwankung + zwischen Winter und Sommer – das größte Risiko? + Und wie reagiert eine Region auf den , + ohne Natur und Menschen zu überfordern?
      AT · GW 3.5–3.8 @@ -99,11 +102,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
      🎮 So arbeitest du mit der Simulation: - Du übernimmst 1975 die Entwicklung eines kleinen Alpentals. Alles beginnt mit - einem Gasthaus – Lift, Hotel, Personal und Sommerangebote folgen Schritt für - Schritt. Drei Szenen erzählen die echte Geschichte des Alpentourismus: + Du übernimmst 1975 ein kleines Alpental. Alles beginnt mit einem Gasthaus. + Lift, Hotel, Personal und Sommerangebote folgen Schritt für Schritt. Drei + Szenen erzählen die echte Geschichte des Alpentourismus: Pionierzeit 1975 · Boom 2000 · Schneegrenze 2035. Links siehst du deine - Kennzahlen, der 📋 Tagesbericht rechnet dir jede Bilanz vor, und der ℹ-Knopf + Kennzahlen. Der 📋 Tagesbericht rechnet dir jede Bilanz vor. Und der ℹ-Knopf an jedem Bauwerk erklärt Wirkung, Kosten und Regeln – bevor du baust.

      Kein Betrieb steht zufällig dort, wo er steht. Ob sich ein Gasthaus, ein - Lift oder ein Hotel lohnt, entscheiden die Eigenschaften des Ortes – die - . Man unterscheidet - , die man messen kann (Höhenlage, Schneesicherheit, - Erreichbarkeit, Wasser, Baugrund), und weiche Faktoren, die man - spürt (Landschaftsbild, Ruf, Sicherheit, Gastfreundschaft).

      -

      Im Gebirge ist die Höhenlage der wichtigste harte Faktor: Je höher - eine Bahn liegt, desto länger hält der Schnee – dafür sind die Gäste weiter - weg von Gasthaus und Ortszentrum. Die Erreichbarkeit ist der zweite - Schlüssel: Ein Tal ohne gute Anreise bleibt leer, egal wie schön es ist. - Und manche ist an Naturbedingungen - gebunden – eine braucht Wasser, - also die Nähe zum Fluss.

      + Lift oder ein Hotel lohnt, entscheiden die Eigenschaften des Ortes. Man + nennt sie . Davon gibt es zwei + Arten. kann + man messen: die Höhenlage, die Schneesicherheit, die Erreichbarkeit, das + Wasser und den Baugrund. Weiche Faktoren spürt man eher: das schöne + Landschaftsbild, den guten Ruf, die Sicherheit und die Gastfreundschaft.

      +

      Im Gebirge ist die Höhenlage der wichtigste harte Faktor. Je höher + eine Bahn liegt, desto länger hält der Schnee. Dafür sind die Gäste weiter + weg vom Gasthaus und vom Ortszentrum. Auch die Erreichbarkeit zählt + viel: Ein Tal ohne gute Anreise bleibt leer, egal wie schön es ist. + Und manche – also die feste + Grundausstattung eines Ortes – braucht besondere Bedingungen. Eine + zum Beispiel braucht Wasser + und muss deshalb nahe am Fluss stehen.

      . Reißt ein Glied, verdient das ganze Tal weniger. Wenn mehr Gäste kommen wollen, als der Bus bringen kann, hilft das beste Hotel nichts – der bestimmt das Ergebnis.

      -

      Und wie entsteht der Preis? Auf Märkten treffen - aufeinander. Ein hoher - Skipass-Preis bringt mehr Geld pro Gast – aber weniger Gäste kommen - und die Zufriedenheit sinkt. Ein Dumping-Preis füllt die Pisten, lässt aber - Einnahmen liegen. Dazwischen liegt der Preis, der zur Nachfrage passt.

      +

      Und wie entsteht der Preis? Auf einem Markt treffen sich + . Ein hoher + Skipass-Preis bringt mehr Geld pro Gast. Aber es kommen weniger Gäste, + und die Zufriedenheit sinkt. Ein sehr niedriger Preis füllt zwar die Pisten, + lässt aber viel Geld liegen. Dazwischen liegt der Preis, der zur Nachfrage + passt.

      Alles, was Gäste vor Ort ausgeben, nennt man – sie sichert Löhne und Einkommen im Tal. Wichtig: .

      @@ -357,11 +363,13 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; Zeit einen Namen: das .

      Wie extrem das werden kann, zeigt Lech am Arlberg: 84 % aller fallen dort in den Winter – nur - 16 % in den Sommer. Ganz Österreich zeigt aber, dass es anders geht: Bei den - Nächtigungen hat der Sommer den Winter inzwischen überholt. Regionen - wie der Wilde Kaiser erreichen fast 1 : 1, Serfaus-Fiss-Ladis hat seine - Sommernächtigungen in zehn Jahren fast verdoppelt – mit konsequenten - Familien- und Sommerangeboten ().

      + 16 % in den Sommer. Ganz Österreich zeigt aber, dass es anders geht. Bei den + Nächtigungen hat der Sommer den Winter inzwischen sogar überholt. + Regionen wie der Wilde Kaiser erreichen fast 1 : 1. Serfaus-Fiss-Ladis hat + seine Sommernächtigungen in zehn Jahren fast verdoppelt – mit vielen + Familien- und Sommerangeboten. Das Ziel dahinter heißt + : Gäste das ganze Jahr, + nicht nur im Winter.

      Aber Achtung: Gleich viele Gäste heißt nicht gleich viel Geld. Für die Bergbahnen ersetzt ein fehlender Wintergast erst 1,3 bis 4,2 Sommergäste.

      @@ -430,18 +438,19 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';

      4 · Die Schneegrenze steigt: Anpassung oder Rückzug?

      -

      Messdaten zeigen: In den Alpen schmilzt der Schnee 5 bis 9 Tage pro - Jahrzehnt früher; seit 1970 ist die Schneesaison rund einen Monat - kürzer geworden. Am härtesten trifft es Skigebiete unterhalb von - etwa 2.000 m.

      -

      Regionen haben zwei Antworten. Kurzfristig hilft - : Schneekanonen sichern die Saison, - brauchen aber viel Wasser, Energie – und Kälte. Langfristig hilft nur - : mehrere Standbeine statt - eines. (Wandern, - Rad), Familienangebote und Ausflugsziele machen das Tal unabhängiger vom - Schnee – die Umstellung dauert allerdings Jahre und ersetzt die - Winter-Wertschöpfung nur teilweise.

      +

      Messdaten zeigen: In den Alpen schmilzt der Schnee 5 – 9 Tage pro + Jahrzehnt früher. Seit 1970 ist die Schneesaison rund einen Monat + kürzer geworden. Am härtesten trifft es Skigebiete unter etwa + 2.000 m.

      +

      Regionen haben darauf zwei Antworten. Für die nächsten Jahre hilft die + : Schneekanonen sichern die Saison. + Sie brauchen aber viel Wasser, viel Strom – und vor allem Kälte. Auf lange + Sicht hilft nur . Das heißt: + auf mehreren Standbeinen stehen statt nur auf einem. Ein + mit Wandern und + Radfahren, dazu Familienangebote und Ausflugsziele – all das macht das Tal + unabhängiger vom Schnee. Diese Umstellung dauert aber Jahre. Und sie ersetzt + das Winter-Einkommen nur zum Teil.

      5 · Wachstum, Natur und Menschen: Wer bekommt das Tal?
      -

      Fläche ist knapp. Jeder Lift bedeutet Rodung, jedes Hotel verbraucht - Wiese – und genau wegen dieser Landschaft kommen die Gäste. Diesen Streit - um den Raum nennt man . - Wird er ignoriert, kippt der Erfolg: - verstopft Straßen, verärgert Einheimische und vertreibt am Ende genau die - Gäste, die Ruhe suchten.

      -

      Es gibt Gegenmittel: - (Aufforsten gibt der Natur Fläche zurück und macht Eingriffe rückgängig), - öko-effiziente Betriebe (Solar spart Kosten UND - schont die Natur – eine Investition, die sich doppelt rechnet) und - : Wer seinem - Personal gute Unterkünfte bietet, bekommt zufriedene Mitarbeiter:innen – - und die Gäste spüren den freundlicheren Service. Ein Win-win.

      -

      Und wenn Betriebe wachsen? Vier kleine Gasthäuser zusammen leisten - viel – ein großes leistet dasselbe mit geringeren Kosten pro Gast, - weil feste Kosten wie Küche oder Heizung nur einmal anfallen. - Diesen Vorteil großer Betriebe nennt man .

      +

      Fläche ist knapp. Für jeden Lift muss man Wald roden, also Bäume fällen. + Jedes Hotel verbraucht eine Wiese. Und genau wegen dieser Landschaft kommen + die Gäste. Diesen Streit um den knappen Raum nennt man + . Ignoriert man ihn, + kippt der Erfolg. Dann kommt der : + Zu viele Gäste verstopfen die Straßen, verärgern die Einheimischen und + vertreiben am Ende genau die Gäste, die Ruhe suchten.

      +

      Dagegen gibt es Gegenmittel. Bei der + pflanzt man neue Bäume und + gibt der Natur Fläche zurück. Öko-effiziente Betriebe nutzen zum + Beispiel Solarstrom: Das spart Kosten und schont die Natur zugleich. Und + heißt, gut für + die Menschen zu sorgen. Wer dem Personal gute Unterkünfte bietet, hat + zufriedene Mitarbeiter:innen – und die Gäste spüren den freundlicheren + Service.

      +

      Und wenn Betriebe wachsen? Ein großer Betrieb arbeitet oft günstiger als + viele kleine. Der Grund: Feste Kosten wie Küche oder Heizung fallen nur + einmal an. Diesen Vorteil großer Betriebe nennt man + .

      -

      Woher kommen die Zutaten auf deinem Teller – und welche - Spuren hinterlässt ihr Weg zu uns, beim Klima, im Geldbörsel und bei den - Menschen, die sie anbauen?

      +

      Woher kommen die Zutaten auf deinem Teller? Und was + hinterlässt ihr weiter Weg – beim Klima, beim Preis und bei den Menschen, + die sie anbauen?

      Darum geht es in diesem Kapitel: - Du lernst, warum dein Essen eine Weltreise hinter sich hat: welche - bestimmen, wo etwas wächst, wie der - die Zutaten zu uns bringt, wer daran - wie viel verdient – und wie du mit dem + Dein Essen hat oft eine Weltreise hinter sich. Du lernst, warum das so ist. + entscheiden, wo etwas wächst. + Der bringt die Zutaten zu uns. + Du siehst auch, wer am Essen wie viel verdient. + Und du lernst, wie du selbst etwas bewegen kannst: mit dem deines Tellers, mit Einkauf und - selbst etwas bewegen kannst.
      + mit .
      AT · GW 1.8 & 1.9 @@ -105,10 +106,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; 🇦🇹🇩🇪🇨🇭 DACH · 🇪🇺 Europa · 🌍 Exotisch). Zu jedem Gericht bekommst du zuerst das echte Rezept mit Schritten, Zubereitungszeit und Nährwerten. Dann tippst du für jede Welt-Zutat (Pfeffer, Kakao, Reis …) auf der - Weltkarte an, aus welchem Land sie typischerweise zu uns kommt – manche + Weltkarte an, aus welchem Land sie typischerweise zu uns kommt. Manche Zutaten haben sogar zwei Hauptländer. Richtige Antworten bringen Punkte und - bis zu 10 Abzeichen, und am Ende jedes Gerichts rechnet dir die - Klimabilanz vor, wie weit deine Zutaten gereist sind.
      + bis zu 10 Abzeichen. Am Ende jedes Gerichts zeigt dir die + Klimabilanz, wie weit deine Zutaten gereist sind.
      Herkunftsgeschichte – und die beginnt für dich am Regal: Bei Obst und Gemüse muss das Herkunftsland angegeben sein.

      Wie viel ein Land selbst erzeugt, misst der - : 100 % heißt, die eigene Erzeugung deckt - genau den eigenen Verbrauch. Österreich ist bei Milch weit darüber – - wir exportieren also – und bei Obst, Fisch oder Reis weit darunter. - Was fehlt, muss importiert werden: aus Nachbarländern, aus + . + 100 % heißt: Ein Land erzeugt genau so viel, wie es verbraucht. Bei + Milch liegt Österreich weit darüber. Den Überschuss verkaufen wir ins + Ausland – das nennt man exportieren. Bei Obst, Fisch oder Reis + liegt Österreich weit darunter. Was hier fehlt, kaufen wir aus anderen + Ländern zu – das nennt man importieren: aus Nachbarländern, aus Südeuropa oder per Schiff aus Übersee.

      @@ -279,33 +282,36 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';

      Dass Vorarlberger Bäuer:innen keinen Kakao anbauen, liegt nicht am - Fleiß, sondern an der : Die + Fleiß. Es liegt an der . Die braucht das ganze Jahr über - Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und Schatten – solche Bedingungen gibt es + Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und Schatten. Solche Bedingungen gibt es nur im „Kakaogürtel" rund um den Äquator. Ähnlich wählerisch sind - Banane, Vanille, Pfeffer und Zimt: lauter tropische Kulturen, - oft angebaut auf großen .

      + Banane, Vanille, Pfeffer und Zimt. Das sind alles tropische + Kulturen – Pflanzen also, die nur in den heißen Tropen wachsen. + Angebaut werden sie oft auf großen + .

      Reis wiederum liebt Wärme und viel Wasser. In Süd- und Südostasien liefert der beides: Der Sommer-Monsun bringt gewaltige Regenmengen, die die Reisfelder fluten. Rund 90 % der Welternte wachsen deshalb in Asien. - [2] Unsere gemäßigte Zone ist dafür das - Revier von Weizen, Roggen, Erdäpfeln und Äpfeln – und für Pasta wächst - der am liebsten dort, wo es - trockener und heißer ist, etwa in Italien oder Kanada. Übrigens hängt - fast jede dieser Kulturen an einem unscheinbaren Helfer: Ohne - durch Insekten gäbe es weder + [2] Bei uns ist das Klima gemäßigt – nicht zu + heiß und nicht zu kalt, mit Sommer und Winter. Diese gemäßigte + Zone ist das Revier von Weizen, Roggen, Erdäpfeln und Äpfeln. Für + Pasta braucht man . Der mag es + trockener und heißer und wächst am liebsten in Italien oder Kanada. + Übrigens hängt fast jede dieser Pflanzen an einem unscheinbaren Helfer: + Ohne durch Insekten gäbe es weder Kakaofrucht noch Apfel.

      -
      Merke: Klimazonen bestimmen die - Anbaugrenzen: Tropische Kulturen wie Kakao, Banane oder Vanille - können bei uns nicht wachsen. Ohne Welthandel gäbe es hier weder - Schokolade noch Reis – ohne heimische Landwirtschaft weder Brot noch - Milch.
      +
      Merke: Das Klima setzt jeder Pflanze + eine . Tropische Pflanzen wie + Kakao, Banane oder Vanille können bei uns nicht wachsen. Ohne Welthandel + gäbe es hier also weder Schokolade noch Reis. Ohne heimische + Landwirtschaft gäbe es weder Brot noch Milch.
      🎮 In der Simulation: Die „falschen" Länder @@ -367,22 +373,24 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';

      Zwischen Ernte und Regal liegt eine lange Kette: Anbau → Ernte → - Transport → Verarbeitung → Handel. Am Beispiel Kakao: Fast die Hälfte - der Welternte – bei rund 4,7 Mio. Tonnen pro Jahr – wächst in nur - zwei Ländern, Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) und Ghana. - [3] Millionen Kleinbauern-Familien leben dort vom - Kakao, oft in . Containerschiffe - bringen die Bohnen nach Europa, verarbeitet wird meist erst hier – auch - die Schweiz, Deutschland und Österreich verdienen also an Schokolade - kräftig mit.

      -

      Wie das Geld entlang dieser - verteilt ist, - überrascht viele: Von einem Euro, den wir für Schokolade ausgeben, - erreichen nur etwa 8 Cent die Kakaobauern-Familien – der Rest - bleibt bei Verarbeitung, Marke und Handel. [4] - Wer den Anbau fairer machen will, greift zu - : garantierte Mindestpreise plus - Prämie für die Gemeinschaft – mehr dazu auf Seite 5.

      + Transport → Verarbeitung → Handel. Nimm den Kakao als Beispiel. Fast + die Hälfte der Welternte – rund 4,7 Mio. Tonnen pro Jahr – + wächst in nur zwei Ländern: Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) und + Ghana. [3] Millionen Kleinbauern-Familien + leben dort vom Kakao. Oft bauen sie nur diese eine Pflanze an. Das + nennt man . Große Schiffe bringen + die Bohnen dann nach Europa. Verarbeitet werden sie meist erst hier. + Auch die Schweiz, Deutschland und Österreich verdienen an der + Schokolade also kräftig mit.

      +

      Auf jeder Station dieser Kette wird die Ware wertvoller. Deshalb + heißt sie . + Wie das Geld auf ihr verteilt ist, überrascht viele. Von einem Euro, + den wir für Schokolade zahlen, kommen nur etwa 8 Cent bei den + Kakaobauern-Familien an. Der Rest bleibt bei Verarbeitung, Marke und + Handel. [4] Wer den Anbau fairer machen will, + greift zu : garantierte + Mindestpreise plus eine Prämie für die Gemeinschaft. Mehr dazu auf + Seite 5.

      des von Lebensmitteln aus. [5] Entscheidend ist die - Erzeugung: 1 kg Rindfleisch verursacht rund 60 kg - Treibhausgase, 1 kg Linsen oder Erbsen weniger als 1 kg. Ein - Rindsgulasch aus der Region kann das Klima also stärker belasten als + Erzeugung, also wie ein Lebensmittel wächst oder gehalten wird. + 1 kg Rindfleisch verursacht rund 60 kg + – das sind Gase, die die Erde + aufheizen. 1 kg Linsen oder Erbsen verursacht weniger als 1 kg. + Ein Rindsgulasch aus der Region kann das Klima also stärker belasten als ein Linsencurry mit Gewürzen aus Übersee.

      Beim Transport zählt vor allem das Wie: Fast 60 % der Lebensmittel-Transportkilometer laufen über das Schiff, nur 0,16 % über @@ -592,13 +602,14 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; Siegel wie Fairtrade garantieren Mindestpreise und eine Prämie für Schulen, Brunnen oder Werkzeug – ein direkter Hebel gegen die 8-Cent-Bilanz von Seite 3. Und ein dritter Hebel kostet gar nichts: - weniger wegwerfen. Wenn essbare Lebensmittel im Müll landen, - sprechen Fachleute von - – und - die ist enorm: Österreichs Haushalte entsorgen pro Jahr rund - 635.000 Tonnen Lebensmittel, etwa 70 kg pro Person – mehr - als die Hälfte davon wäre vermeidbar. [8] Essen, - das im Müll landet, hat seine ganze Weltreise umsonst gemacht.

      + weniger wegwerfen. Wenn noch essbare Lebensmittel im Müll landen, + nennt man das + . Und + die ist enorm. Österreichs Haushalte werfen pro Jahr rund + 635.000 Tonnen Lebensmittel weg – etwa 70 kg pro Person. + Mehr als die Hälfte davon wäre noch gut gewesen. + [8] Essen im Müll hat seine ganze Weltreise + umsonst gemacht.