Buch (4 Kapitel): Sek-I-Sprache — Schachtelsätze auf, Jargon erklärt, Begriffe verlinkt

tourismustal, tourismusregion, weltkueche, energiemanager: Nominalstil/Passiv → Aktiv,
jeder Fachbegriff eingeführt + per g() verlinkt (Achillesferse/Dumping-Preis/Dunkelflaute-
Schachtelsätze etc. entschärft). Fakten/Quellen/Struktur/Fotos unverändert.

Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
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@@ -73,22 +73,23 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
'Käse aus dem Bregenzer-Wald. Manches Essen kommt von ganz nah.', true) ?>
<?php else: ?>
<p class="b-leitfrage">Woher kommen die Zutaten auf deinem Teller und welche
Spuren hinterlässt ihr Weg zu uns, beim Klima, im Geldbörsel und bei den
Menschen, die sie anbauen?</p>
<p class="b-leitfrage">Woher kommen die Zutaten auf deinem Teller? Und was
hinterlässt ihr weiter Weg beim Klima, beim Preis und bei den Menschen,
die sie anbauen?</p>
<?= buchBild('opener-fruehstueckstisch',
'Gedeckter Frühstückstisch von oben fotografiert: Brot, Butter, Honig, Kakao, Banane, Orangensaft, Müsli Alltagsmotiv aus der eigenen Küche.',
'Ein ganz normales Frühstück und eine kleine Weltreise: Kakao aus Westafrika, Banane aus Ecuador, Orangensaft aus Brasilien, Brot und Butter aus der Region.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b>
Du lernst, warum dein Essen eine Weltreise hinter sich hat: welche
<?= g('klimazone', 'Klimazonen') ?> bestimmen, wo etwas wächst, wie der
<?= g('welthandel', 'Welthandel') ?> die Zutaten zu uns bringt, wer daran
wie viel verdient und wie du mit dem
Dein Essen hat oft eine Weltreise hinter sich. Du lernst, warum das so ist.
<?= g('klimazone', 'Klimazonen') ?> entscheiden, wo etwas wächst.
Der <?= g('welthandel', 'Welthandel') ?> bringt die Zutaten zu uns.
Du siehst auch, wer am Essen wie viel verdient.
Und du lernst, wie du selbst etwas bewegen kannst: mit dem
<?= g('co2-fussabdruck-lebensmittel', 'CO₂-Fußabdruck') ?> deines Tellers,
mit <?= g('saisonal-regional', 'saisonalem und regionalem') ?> Einkauf und
<?= g('fair-trade', 'Fair Trade') ?> selbst etwas bewegen kannst.</div>
mit <?= g('fair-trade', 'Fair Trade') ?>.</div>
<div class="b-chips">
<span class="b-chip">AT · GW 1.8 &amp; 1.9</span>
@@ -105,10 +106,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
🇦🇹🇩🇪🇨🇭 DACH · 🇪🇺 Europa · 🌍 Exotisch). Zu jedem Gericht bekommst du zuerst
das <b>echte Rezept</b> mit Schritten, Zubereitungszeit und Nährwerten. Dann
tippst du für jede <b>Welt-Zutat</b> (Pfeffer, Kakao, Reis …) auf der
Weltkarte an, aus welchem Land sie typischerweise zu uns kommt manche
Weltkarte an, aus welchem Land sie typischerweise zu uns kommt. Manche
Zutaten haben sogar zwei Hauptländer. Richtige Antworten bringen Punkte und
bis zu <b>10 Abzeichen</b>, und am Ende jedes Gerichts rechnet dir die
<b>Klimabilanz</b> vor, wie weit deine Zutaten gereist sind.</div>
bis zu <b>10 Abzeichen</b>. Am Ende jedes Gerichts zeigt dir die
<b>Klimabilanz</b>, wie weit deine Zutaten gereist sind.</div>
<?= buchBild('sennerei-kaese',
'Käselaibe in einer Sennerei, einem Käsekeller oder auf einem Marktstand (Bregenzerwald).',
@@ -183,10 +184,12 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<b>Herkunftsgeschichte</b> und die beginnt für dich am Regal: Bei
Obst und Gemüse muss das Herkunftsland angegeben sein.</p>
<p>Wie viel ein Land selbst erzeugt, misst der
<b><?= g('selbstversorgungsgrad', 'Selbstversorgungsgrad') ?></b>: 100 % heißt, die eigene Erzeugung deckt
genau den eigenen Verbrauch. Österreich ist bei Milch weit darüber
wir exportieren also und bei Obst, Fisch oder Reis weit darunter.
Was fehlt, muss <b>importiert</b> werden: aus Nachbarländern, aus
<b><?= g('selbstversorgungsgrad', 'Selbstversorgungsgrad') ?></b>.
100 % heißt: Ein Land erzeugt genau so viel, wie es verbraucht. Bei
Milch liegt Österreich weit darüber. Den Überschuss verkaufen wir ins
Ausland das nennt man <b>exportieren</b>. Bei Obst, Fisch oder Reis
liegt Österreich weit darunter. Was hier fehlt, kaufen wir aus anderen
Ländern zu das nennt man <b>importieren</b>: aus Nachbarländern, aus
Südeuropa oder per Schiff aus Übersee.</p>
</div>
<div>
@@ -279,33 +282,36 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-cols">
<div>
<p>Dass Vorarlberger Bäuer:innen keinen Kakao anbauen, liegt nicht am
Fleiß, sondern an der <?= g('klimazone', 'Klimazone') ?>: Die
Fleiß. Es liegt an der <?= g('klimazone', 'Klimazone') ?>. Die
<?= g('kakao-bohne', 'Kakao-Bohne') ?> braucht das ganze Jahr über
Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und Schatten solche Bedingungen gibt es
Wärme, hohe Luftfeuchtigkeit und Schatten. Solche Bedingungen gibt es
nur im „Kakaogürtel" rund um den Äquator. Ähnlich wählerisch sind
Banane, Vanille, Pfeffer und Zimt: lauter <b>tropische Kulturen</b>,
oft angebaut auf großen <?= g('plantage', 'Plantagen') ?>.</p>
Banane, Vanille, Pfeffer und Zimt. Das sind alles <b>tropische
Kulturen</b> Pflanzen also, die nur in den heißen Tropen wachsen.
Angebaut werden sie oft auf großen
<?= g('plantage', 'Plantagen') ?>.</p>
<p>Reis wiederum liebt Wärme <i>und</i> viel Wasser. In Süd- und
Südostasien liefert der <?= g('monsun', 'Monsun') ?> beides: Der
Sommer-Monsun bringt gewaltige Regenmengen, die die Reisfelder fluten.
Rund <b>90 % der Welternte</b> wachsen deshalb in Asien.
<span class="q">[2]</span> Unsere <b>gemäßigte Zone</b> ist dafür das
Revier von Weizen, Roggen, Erdäpfeln und Äpfeln und für Pasta wächst
der <?= g('hartweizen', 'Hartweizen') ?> am liebsten dort, wo es
trockener und heißer ist, etwa in Italien oder Kanada. Übrigens hängt
fast jede dieser Kulturen an einem unscheinbaren Helfer: Ohne
<?= g('bestaeubung', 'Bestäubung') ?> durch Insekten gäbe es weder
<span class="q">[2]</span> Bei uns ist das Klima gemäßigt nicht zu
heiß und nicht zu kalt, mit Sommer und Winter. Diese <b>gemäßigte
Zone</b> ist das Revier von Weizen, Roggen, Erdäpfeln und Äpfeln. Für
Pasta braucht man <?= g('hartweizen', 'Hartweizen') ?>. Der mag es
trockener und heißer und wächst am liebsten in Italien oder Kanada.
Übrigens hängt fast jede dieser Pflanzen an einem unscheinbaren Helfer:
Ohne <?= g('bestaeubung', 'Bestäubung') ?> durch Insekten gäbe es weder
Kakaofrucht noch Apfel.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('gewuerzregal-tropen',
'Eigenes Gewürzregal oder Speisekammer, nah fotografiert: Pfeffermühle, Zimtstangen, Vanilleschote, Kakaopulver.',
'Tropen im Küchenkasten: Pfeffer (Vietnam), Zimt (Sri Lanka), Vanille (Madagaskar), Kakao (Westafrika) kein einziges dieser Gewürze wächst in Europa.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b> Klimazonen bestimmen die
<b>Anbaugrenzen</b>: Tropische Kulturen wie Kakao, Banane oder Vanille
können bei uns nicht wachsen. Ohne Welthandel gäbe es hier weder
Schokolade noch Reis ohne heimische Landwirtschaft weder Brot noch
Milch.</div>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b> Das Klima setzt jeder Pflanze
eine <?= g('anbaugrenze', 'Anbaugrenze') ?>. Tropische Pflanzen wie
Kakao, Banane oder Vanille können bei uns nicht wachsen. Ohne Welthandel
gäbe es hier also weder Schokolade noch Reis. Ohne heimische
Landwirtschaft gäbe es weder Brot noch Milch.</div>
</div>
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Die „falschen" Länder
@@ -367,22 +373,24 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<div class="b-cols">
<div>
<p>Zwischen Ernte und Regal liegt eine lange Kette: Anbau → Ernte →
Transport → Verarbeitung → Handel. Am Beispiel Kakao: Fast die Hälfte
der Welternte bei rund <b>4,7 Mio. Tonnen</b> pro Jahr wächst in nur
zwei Ländern, <b>Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) und Ghana</b>.
<span class="q">[3]</span> Millionen Kleinbauern-Familien leben dort vom
Kakao, oft in <?= g('monokultur', 'Monokultur') ?>. Containerschiffe
bringen die Bohnen nach Europa, verarbeitet wird meist erst hier auch
die Schweiz, Deutschland und Österreich verdienen also an Schokolade
kräftig mit.</p>
<p>Wie das Geld entlang dieser
<b><?= g('wertschoepfungskette', 'Wertschöpfungskette') ?></b> verteilt ist,
überrascht viele: Von einem Euro, den wir für Schokolade ausgeben,
erreichen nur etwa <b>8 Cent</b> die Kakaobauern-Familien der Rest
bleibt bei Verarbeitung, Marke und Handel. <span class="q">[4]</span>
Wer den Anbau fairer machen will, greift zu
<?= g('fair-trade', 'Fair Trade') ?>: garantierte Mindestpreise plus
Prämie für die Gemeinschaft mehr dazu auf Seite 5.</p>
Transport → Verarbeitung → Handel. Nimm den Kakao als Beispiel. Fast
die Hälfte der Welternte rund <b>4,7 Mio. Tonnen</b> pro Jahr
wächst in nur zwei Ländern: <b>Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste) und
Ghana</b>. <span class="q">[3]</span> Millionen Kleinbauern-Familien
leben dort vom Kakao. Oft bauen sie nur diese eine Pflanze an. Das
nennt man <?= g('monokultur', 'Monokultur') ?>. Große Schiffe bringen
die Bohnen dann nach Europa. Verarbeitet werden sie meist erst hier.
Auch die Schweiz, Deutschland und Österreich verdienen an der
Schokolade also kräftig mit.</p>
<p>Auf jeder Station dieser Kette wird die Ware wertvoller. Deshalb
heißt sie <b><?= g('wertschoepfungskette', 'Wertschöpfungskette') ?></b>.
Wie das Geld auf ihr verteilt ist, überrascht viele. Von einem Euro,
den wir für Schokolade zahlen, kommen nur etwa <b>8 Cent</b> bei den
Kakaobauern-Familien an. Der Rest bleibt bei Verarbeitung, Marke und
Handel. <span class="q">[4]</span> Wer den Anbau fairer machen will,
greift zu <?= g('fair-trade', 'Fair Trade') ?>: garantierte
Mindestpreise plus eine Prämie für die Gemeinschaft. Mehr dazu auf
Seite 5.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('wolfurt-container',
@@ -476,9 +484,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
im Schnitt weniger als 10 %</b> des
<?= g('co2-fussabdruck-lebensmittel', 'CO₂-Fußabdrucks') ?> von
Lebensmitteln aus. <span class="q">[5]</span> Entscheidend ist die
<b>Erzeugung</b>: 1 kg Rindfleisch verursacht rund <b>60 kg</b>
Treibhausgase, 1 kg Linsen oder Erbsen <b>weniger als 1 kg</b>. Ein
Rindsgulasch aus der Region kann das Klima also stärker belasten als
<b>Erzeugung</b>, also wie ein Lebensmittel wächst oder gehalten wird.
1 kg Rindfleisch verursacht rund <b>60 kg</b>
<?= g('treibhausgas', 'Treibhausgase') ?> das sind Gase, die die Erde
aufheizen. 1 kg Linsen oder Erbsen verursacht <b>weniger als 1 kg</b>.
Ein Rindsgulasch aus der Region kann das Klima also stärker belasten als
ein Linsencurry mit Gewürzen aus Übersee.</p>
<p>Beim Transport zählt vor allem das <b>Wie</b>: Fast 60 % der
Lebensmittel-Transportkilometer laufen über das Schiff, nur 0,16 % über
@@ -592,13 +602,14 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
Siegel wie Fairtrade garantieren Mindestpreise und eine Prämie für
Schulen, Brunnen oder Werkzeug ein direkter Hebel gegen die 8-Cent-Bilanz
von Seite 3. Und ein dritter Hebel kostet gar nichts:
<b>weniger wegwerfen</b>. Wenn essbare Lebensmittel im Müll landen,
sprechen Fachleute von
<?= g('lebensmittelverschwendung', 'Lebensmittelverschwendung') ?> und
die ist enorm: Österreichs Haushalte entsorgen pro Jahr rund
<b>635.000 Tonnen</b> Lebensmittel, etwa <b>70 kg pro Person</b> mehr
als die Hälfte davon wäre vermeidbar. <span class="q">[8]</span> Essen,
das im Müll landet, hat seine ganze Weltreise umsonst gemacht.</p>
<b>weniger wegwerfen</b>. Wenn noch essbare Lebensmittel im Müll landen,
nennt man das
<?= g('lebensmittelverschwendung', 'Lebensmittelverschwendung') ?>. Und
die ist enorm. Österreichs Haushalte werfen pro Jahr rund
<b>635.000 Tonnen</b> Lebensmittel weg etwa <b>70 kg pro Person</b>.
Mehr als die Hälfte davon wäre noch gut gewesen.
<span class="q">[8]</span> Essen im Müll hat seine ganze Weltreise
umsonst gemacht.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('fairtrade-siegel',