Buch (4 Kapitel): Sek-I-Sprache — Schachtelsätze auf, Jargon erklärt, Begriffe verlinkt
tourismustal, tourismusregion, weltkueche, energiemanager: Nominalstil/Passiv → Aktiv, jeder Fachbegriff eingeführt + per g() verlinkt (Achillesferse/Dumping-Preis/Dunkelflaute- Schachtelsätze etc. entschärft). Fakten/Quellen/Struktur/Fotos unverändert. Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
@@ -87,10 +87,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
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<div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b>
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Strom lässt sich – anders als Holz oder Öl – kaum lagern. Du lernst, warum im
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<?= g('stromnetz', 'Stromnetz') ?> Erzeugung und Verbrauch in jeder Sekunde
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übereinstimmen müssen, woher der Strom in Österreich, Deutschland und der
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Schweiz kommt, wie das Wetter über <?= g('photovoltaik', 'Sonnen-') ?> und
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<?= g('windenergie', 'Windstrom') ?> bestimmt – und warum
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<?= g('stromnetz', 'Stromnetz') ?> in jeder Sekunde genau so viel Strom
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erzeugt werden muss, wie gerade verbraucht wird. Du erfährst, woher der Strom
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in Österreich, Deutschland und der Schweiz kommt. Du siehst, wie das Wetter
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den <?= g('photovoltaik', 'Sonnen-') ?> und
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<?= g('windenergie', 'Windstrom') ?> steuert. Und du lernst, warum
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<?= g('pumpspeicher', 'Pumpspeicherkraftwerke') ?> in den Alpen die
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„grünen Batterien" Europas sind.</div>
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@@ -181,20 +182,22 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
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irgendwo erzeugt. Deshalb gilt im <?= g('stromnetz', 'Stromnetz') ?> die
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eiserne Regel: <b>Erzeugung und Verbrauch müssen in jeder Sekunde genau
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übereinstimmen.</b></p>
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<p>Ob das gelingt, zeigt die <?= g('netzfrequenz', 'Netzfrequenz') ?>:
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Im europäischen <?= g('verbundnetz', 'Verbundnetz') ?> schwingt der
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Wechselstrom 50-mal pro Sekunde – <b>50 <?= g('hertz', 'Hertz') ?></b>.
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Wird mehr verbraucht als erzeugt, sinkt die
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Frequenz; wird zu viel erzeugt, steigt sie. Schon Abweichungen von
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wenigen Zehntel-Hertz sind kritisch. Am 8. Jänner 2021 riss eine
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Störung in Kroatien das europäische Netz in zwei Teile – die Frequenz
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fiel auf <b>49,74 Hz</b>, und nur automatische Schutzmaßnahmen
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verhinderten Schlimmeres. <span class="q">[4]</span></p>
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<p>Dazu kommt: Der Verbrauch schwankt im Tagesrhythmus – das
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<?= g('lastprofil', 'Lastprofil') ?>. Nachts ist er niedrig, am Morgen
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steigt er (Duschen, Kochen, Betriebe starten), und am Abend kommt die
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größte Spitze, wenn Familien heimkommen, kochen und Bildschirme
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einschalten.</p>
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<p>Ob das gelingt, verrät die <?= g('netzfrequenz', 'Netzfrequenz') ?>.
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Fast alle Länder Europas hängen an einem einzigen, gemeinsamen Netz –
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dem <?= g('verbundnetz', 'Verbundnetz') ?>. Darin fließt der Strom als
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Wechselstrom: Er wechselt 50-mal pro Sekunde die Richtung. Das nennt man
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<b>50 <?= g('hertz', 'Hertz') ?></b>. Wird mehr Strom verbraucht als
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erzeugt, wird dieser Takt langsamer – die Frequenz sinkt. Wird zu viel
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erzeugt, steigt sie. Schon kleine Abweichungen sind gefährlich.</p>
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<p>Wie gefährlich, zeigte der 8. Jänner 2021. Eine Störung in Kroatien
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riss das europäische Netz in zwei Teile. Die Frequenz fiel auf
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<b>49,74 Hz</b>. Nur automatische Notschalter verhinderten Schlimmeres.
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<span class="q">[4]</span></p>
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<p>Dazu kommt: Der Verbrauch ist nicht immer gleich hoch. Er schwankt
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über den Tag – das nennt man <?= g('lastprofil', 'Lastprofil') ?>. Nachts
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brauchen wir wenig Strom. Am Morgen steigt der Bedarf: Alle duschen,
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kochen, und die Betriebe starten. Am Abend kommt die größte Spitze. Dann
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kommen die Familien heim, kochen und schalten Bildschirme ein.</p>
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</div>
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<div>
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<?= buchBild('gleichgewicht-smartmeter',
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@@ -274,14 +277,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
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dazu etwa 20 % aus Wind- und Sonnenkraft. Insgesamt waren 2024 rund
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87 % der Erzeugung <?= g('erneuerbar', 'erneuerbar') ?> – ein
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europäischer Spitzenwert. <span class="q">[1]</span></p>
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<p>Deutschland hat weniger Gebirge, dafür windreiche Küsten: Dort ist
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<p>Deutschland hat weniger Gebirge, dafür windreiche Küsten. Dort ist
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die <?= g('windenergie', 'Windkraft') ?> mit 31,5 % die wichtigste
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Stromquelle, gefolgt von Kohle und <?= g('photovoltaik', 'Photovoltaik') ?>;
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insgesamt stammten 2024 <b>59,4 %</b> aus erneuerbaren Quellen.
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<span class="q">[2]</span> Die Schweiz ähnelt Österreich: Etwa
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<b>60 % Wasserkraft</b>, dazu aber gut 28 % aus
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<?= g('kernenergie', 'Kernkraftwerken') ?>.
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<span class="q">[3]</span></p>
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Stromquelle. Danach kommen Kohle und
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<?= g('photovoltaik', 'Photovoltaik') ?>. Insgesamt stammten 2024
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<b>59,4 %</b> des Stroms aus erneuerbaren Quellen.
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<span class="q">[2]</span></p>
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<p>Die Schweiz ähnelt Österreich: etwa <b>60 % Wasserkraft</b>. Dazu
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kommen aber gut 28 % aus
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<?= g('kernenergie', 'Kernkraftwerken') ?>. <span class="q">[3]</span></p>
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<p>Der Strommix ist also Erdkunde pur: Berge und Niederschlag machen
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Wasserkraft möglich, flaches windiges Land begünstigt Windräder,
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sonnenreiche Dächer die Photovoltaik.</p>
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@@ -300,10 +304,11 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
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</div>
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<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Der Balkengraph über
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deinem Plan zeigt für jeden 3-Stunden-Block zwei Werte: <b>Strombedarf</b>
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(rot) und <b>Solar/Wind verfügbar</b> (gelb). Dein Pumpspeicher ist das
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Zünglein an der Waage: Liefert das Wetter mehr, als gebraucht wird, pumpst
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du den Überschuss als Wasser nach oben – fehlt Strom, lässt du ihn durch die
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<?= g('turbine', 'Turbinen') ?> wieder herunter (<?= g('lastausgleich', 'Lastausgleich') ?>).</div>
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(rot) und <b>Solar/Wind verfügbar</b> (gelb). Dein Pumpspeicher gleicht den
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Unterschied aus. Liefert das Wetter mehr Strom, als gebraucht wird, pumpst
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du den Überschuss als Wasser nach oben. Fehlt Strom, lässt du das Wasser
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durch die <?= g('turbine', 'Turbinen') ?> wieder herunter. Dieses Ausgleichen
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nennt man <?= g('lastausgleich', 'Lastausgleich') ?>.</div>
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<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgaben:</b>
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<ol>
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<li><span class="b-stufe leicht">A</span>Nenne die wichtigste Stromquelle
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@@ -376,13 +381,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
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<b>am Abend</b>. Diese Lücke zwischen Bedarf und Wetterstrom – die
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<?= g('residuallast', 'Residuallast') ?> – müssen andere Kraftwerke und
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Speicher füllen.</p>
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<p>Richtig ernst wird es bei einer <?= g('dunkelflaute', 'Dunkelflaute') ?>:
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tagelang Hochnebel, kaum Wind. Anfang November 2024 lieferten Wind und
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Sonne in Deutschland an einem Abend zeitweise nur noch <b>rund 0,15 %</b>
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des Strombedarfs – der Preis an der <?= g('stromboerse', 'Strombörse') ?>,
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wo Strom für jede Stunde des nächsten Tages gehandelt wird, schoss von
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durchschnittlich 79 € auf über <b>800 € pro Megawattstunde</b>.
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<span class="q">[5]</span></p>
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<p>Richtig ernst wird es bei einer <?= g('dunkelflaute', 'Dunkelflaute') ?>.
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Dann liegt tagelang Hochnebel über dem Land, und es weht kaum Wind. Anfang
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November 2024 passierte das in Deutschland. An einem Abend lieferten Wind
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und Sonne zusammen nur noch <b>rund 0,15 %</b> des Strombedarfs.</p>
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<p>Das treibt den Preis. Strom wird an einer Börse gehandelt – der
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<?= g('stromboerse', 'Strombörse') ?>. Dort kauft man Strom für jede
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Stunde des nächsten Tages im Voraus. In dieser Nacht schoss der Preis in
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die Höhe: von durchschnittlich 79 € auf über <b>800 € pro
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Megawattstunde</b>. <span class="q">[5]</span></p>
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<p>Auch die Jahreszeiten mischen mit: Im Winter ist der Verbrauch am
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höchsten (Heizen, Licht), die Sonnenausbeute aber am niedrigsten. Je
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mehr ein Land auf Wetterstrom setzt, desto wichtiger werden
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@@ -471,8 +478,10 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
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<?= g('lageenergie', 'Höhenenergie') ?> im Bergsee. Wird
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<b>Strom gebraucht</b>, rauscht das Wasser durch Druckrohre zurück ins
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Tal und treibt <?= g('turbine', 'Turbinen') ?> an. Ein Pumpspeicher ist
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in <b>weniger als zwei Minuten</b> auf voller Leistung – deshalb ist er
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die wichtigste <?= g('regelreserve', 'Regelreserve') ?> im Netz.</p>
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in <b>weniger als zwei Minuten</b> auf voller Leistung. Fehlt plötzlich
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Strom, springt er also sofort ein. Genau diese schnelle Notreserve nennt
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man <?= g('regelreserve', 'Regelreserve') ?> – und dabei ist der
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Pumpspeicher der wichtigste Helfer im Netz.</p>
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<p>Gratis ist das nicht: Der <?= g('wirkungsgrad', 'Wirkungsgrad') ?>
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über den ganzen Kreislauf liegt bei <b>75 bis 80 %</b> – von 100 kWh,
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die du zum Pumpen einsetzt, kommen also rund 80 zurück.
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@@ -493,7 +502,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
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Obervermuntwerk II: <b>360 MW</b> <span class="q">[7]</span> ·
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Lünerseewerk II (geplant): <b>~1.000 MW</b>, ~1.300 m Fallhöhe,
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2,65 Mrd. € <span class="q">[8]</span> ·
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Wirkungsgrad Pumpspeicher: <b>75–80 %</b> <span class="q">[9]</span></div>
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Wirkungsgrad Pumpspeicher: <b>75 – 80 %</b> <span class="q">[9]</span></div>
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</div>
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</div>
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<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Der Querschnitt zeigt
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@@ -574,29 +583,32 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
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<div>
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<p>Ein Teil des Strombedarfs ist rund um die Uhr da: Kühlhäuser,
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Krankenhäuser, Server, Industrieöfen – die
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<?= g('grundlast', 'Grundlast') ?>. Darüber wellt sich der Tagesgang
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bis zur <?= g('spitzenlast', 'Spitzenlast') ?> am Abend. Für jede Ebene
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gibt es Spezialisten:
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<?= g('laufwasserkraftwerk', 'Laufwasserkraftwerke') ?> – sie nutzen die
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stetige Strömung eines Flusses und laufen Tag und Nacht durch – tragen
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die Grundlast, schnelle Pumpspeicher- und Gaskraftwerke fangen die
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Spitzen und Prognosefehler ab. Koordiniert wird das Ganze vom
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<?= g('netzbetreiber', 'Netzbetreiber') ?>: In Österreich überwacht die
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Austrian Power Grid (APG) das Übertragungsnetz rund um die Uhr.</p>
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<p>Reicht das nicht, greift der Notfallplan: Bei fallender Frequenz
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werden zuerst Reserven aktiviert, dann ganze Regionen gezielt
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abgeschaltet – der <?= g('lastabwurf', 'Lastabwurf') ?>. Er ist die
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letzte Bremse vor dem <?= g('blackout', 'Blackout') ?>, dem
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großflächigen, tagelangen Stromausfall. Österreich bereitet sich
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ernsthaft darauf vor: Bundesheer und Zivilschutz empfehlen jedem
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Haushalt einen Vorrat – Trinkwasser (etwa 2 Liter pro Person und Tag),
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haltbare Lebensmittel und Medikamente für rund zwei Wochen, dazu
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Taschenlampe, Kerzen, Batterieradio und etwas Bargeld.
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<span class="q">[11]</span></p>
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<p>Und du? Wer Strom spart – Standby ausschalten, effiziente Geräte,
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Wäsche zur Mittagszeit statt zur Abendspitze –, entlastet nicht nur die
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eigene Stromrechnung, sondern auch das Netz. Genau dann Strom zu
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verbrauchen, wenn viel da ist, wird in Zukunft immer wichtiger.</p>
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<?= g('grundlast', 'Grundlast') ?>. Darüber steigt der Bedarf über den
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Tag an, bis zur <?= g('spitzenlast', 'Spitzenlast') ?> am Abend. Für jede
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Aufgabe gibt es eigene Kraftwerke. Die Grundlast tragen zum Beispiel
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<?= g('laufwasserkraftwerk', 'Laufwasserkraftwerke') ?>. Sie nutzen die
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stetige Strömung eines Flusses und laufen Tag und Nacht durch. Für die
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kurzen Spitzen am Abend braucht man schnelle Kraftwerke. Pumpspeicher und
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Gaskraftwerke springen dann in wenigen Minuten ein.</p>
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<p>Wer behält bei all dem den Überblick? Das ist die Aufgabe der
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<?= g('netzbetreiber', 'Netzbetreiber') ?>. In Österreich überwacht die
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Firma Austrian Power Grid (APG) das große Stromnetz – rund um die Uhr.</p>
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<p>Reicht die Reserve einmal nicht, kommt der Notfallplan. Fällt die
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Frequenz, schalten die Netzbetreiber zuerst zusätzliche Reserven dazu.
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Hilft auch das nicht, schalten sie ganze Regionen gezielt für kurze Zeit
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ab. Das nennt man <?= g('lastabwurf', 'Lastabwurf') ?>. Er ist die letzte
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Bremse vor dem <?= g('blackout', 'Blackout') ?> – einem
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großflächigen Stromausfall, der Tage dauern kann.</p>
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<p>Österreich bereitet sich ernsthaft darauf vor. Bundesheer und
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Zivilschutz empfehlen jedem Haushalt einen Vorrat. Dazu gehören:
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Trinkwasser (etwa 2 Liter pro Person und Tag), haltbare Lebensmittel und
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Medikamente für rund zwei Wochen. Dazu Taschenlampe, Kerzen, ein
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Batterieradio und etwas Bargeld. <span class="q">[11]</span></p>
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<p>Und du? Auch du kannst helfen. Wer Strom spart, entlastet nicht nur
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die eigene Stromrechnung, sondern auch das Netz. Schalte Geräte ganz aus
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statt in den Standby. Wasch die Wäsche lieber zu Mittag als zur
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Abendspitze. Strom genau dann zu verbrauchen, wenn viel davon da ist,
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wird in Zukunft immer wichtiger.</p>
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</div>
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<div>
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<?= buchBild('blackout-notvorrat',
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