Buch (5 Kapitel): Sek-I-Sprache — heli, sonnensystem, eu-werkstatt, farmer, klima

Schachtelsätze auf, Jargon erklärt (Sperrwerk, Geo-Engineering, Vegetationsperiode,
gebundene Rotation, Glyphosat), jeder Fachbegriff per g() verlinkt. Sammel-Fix:
Boden-See→Bodensee, Formarin-See→Formarinsee (falsche LS-Bindestriche).

Co-Authored-By: Claude Fable 5 <noreply@anthropic.com>
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@@ -82,13 +82,16 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
'Zwölf Sterne auf blauem Grund: Die EU-Flagge hängt an Ämtern und Grenzen ein Zeichen dafür, dass hier zwei Ebenen regieren: das eigene Land und die Union.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b>
Du lernst, wie die Europäische Union funktioniert: welche Institutionen es gibt
und wer das <?= g('initiativrecht', 'Initiativrecht') ?> hat, wie ein
<?= g('eu-gesetz', 'EU-Gesetz') ?> im Mitentscheidungsverfahren entsteht, wie du
mit der <?= g('europaeische-buergerinitiative', 'Europäischen Bürgerinitiative') ?>
selbst mitbestimmen kannst und warum <?= g('lobbyismus', 'Lobbys') ?>,
Zuständigkeitsgrenzen und zähe Verfahren dazugehören, wenn 27 Staaten gemeinsam
entscheiden.</div>
Du lernst, wie die Europäische Union funktioniert. Welche Ämter gibt es?
Und wer darf neue Gesetze vorschlagen? Nur die EU-Kommission darf das. Man nennt
dieses Recht <?= g('initiativrecht', 'Initiativrecht') ?>. Du siehst, wie ein
<?= g('eu-gesetz', 'EU-Gesetz') ?> Schritt für Schritt entsteht. Diesen Weg
nennt man <?= g('mitentscheidung', 'Mitentscheidung') ?>. Du erfährst auch, wie
du selbst mitbestimmen kannst mit einer
<?= g('europaeische-buergerinitiative', 'Europäischen Bürgerinitiative') ?>.
Und du lernst, warum das oft schwer ist. Es reden
<?= g('lobbyismus', 'Lobbys') ?> mit. Die EU ist nicht für alles zuständig.
Und 27 Staaten müssen sich erst einigen.</div>
<div class="b-chips">
<span class="b-chip">AT · GW 4.2 &amp; 4.5 (EU, Grundfreiheiten, Werte)</span>
@@ -100,17 +103,17 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 So arbeitest du mit der Simulation:</b>
Du arbeitest dich durch <b>zehn echte EU-Fälle</b> vom Käfigverbot
(„End the Cage Age") über das einheitliche Ladekabel (USB-C) bis zu „Stop
Brexit". In jedem Fall begleitest du eine Jugendliche oder einen Jugendlichen
und beantwortest die entscheidenden Fragen mit <b>Karten</b> zu Institutionen,
Verfahren und Akteuren. Jede Karte hat ein <b>i-Symbol</b> mit einer
Detail-Ansicht voller Fakten. Falsche Antworten bekommen eine Erklärung
richtig grobe Fehler landen sichtbar im <b>Mülleimer</b>. Die
<b>Prozessleiste</b> zeigt dir den Weg des Falls Schritt für Schritt, am Ende
liest du unter „So war es wirklich", wie es in Brüssel tatsächlich ausging.
Pro Fall gibt es bis zu <b>5 Sterne</b>, dazu Auszeichnungen und einen
<b>Profi-Modus</b> mit weniger Hilfen.</div>
Du arbeitest dich durch <b>zehn echte EU-Fälle</b>. Es geht zum Beispiel um das
Käfig-Verbot für Tiere („End the Cage Age"), um das einheitliche Ladekabel
(USB-C) und um „Stop Brexit". In jedem Fall begleitest du eine Jugendliche oder
einen Jugendlichen. Du beantwortest die wichtigen Fragen mit <b>Karten</b>
zu Ämtern, Verfahren und Beteiligten. Jede Karte hat ein <b>i-Symbol</b>. Tippst
du darauf, öffnet sich eine Ansicht voller Fakten. Falsche Antworten bekommen
eine Erklärung. Grobe Fehler landen sichtbar im <b>Mülleimer</b>. Die
<b>Prozessleiste</b> zeigt dir den Weg des Falls Schritt für Schritt. Am Ende
liest du unter „So war es wirklich", wie es in Brüssel ausging. Pro Fall gibt es
bis zu <b>5 Sterne</b>, dazu Auszeichnungen und einen <b>Profi-Modus</b> mit
weniger Hilfen.</div>
<?= buchBild('reisepass-alt',
'Scan: alter Reisepass mit Einreise-Stempeln aus europäischen Ländern (Familienarchiv) Reisen vor Schengen.',
@@ -175,30 +178,36 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>1 · Was die EU ist und was nicht</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Die Europäische Union ist ein Verbund von <b>27 Staaten</b> mit rund
<b>450 Millionen Menschen</b> und 24 Amtssprachen <span class="q">[1]</span>.
Sie ist kein Bundesstaat wie die USA jedes Mitglied bleibt ein eigener
Staat. Aber die Mitglieder haben vereinbart, bestimmte Dinge gemeinsam zu
regeln: vor allem den <b><?= g('binnenmarkt', 'Binnenmarkt') ?></b> mit seinen vier Grundfreiheiten
(Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital bewegen sich frei über die
Grenzen). Du spürst die EU täglich, oft ohne es zu merken: kein Aufpreis
fürs Handy im EU-Ausland (Roaming), der Euro in 20 Ländern, Auslandsjahre
mit Erasmus+, keine Passkontrolle an den meisten Binnengrenzen.</p>
<p><b>Österreich</b> stimmte am 12. Juni 1994 in einer Volksabstimmung mit
66,6 % für den Beitritt und ist seit dem 1. Jänner 1995 Mitglied
<span class="q">[2]</span>. Die <b>Schweiz</b> ging einen anderen Weg: 1992
lehnte das Stimmvolk den <?= g('ewr', 'Europäischen Wirtschaftsraum') ?> knapp ab (50,3 %
Nein) seither regelt sie ihr Verhältnis zur EU über mehr als
100 <b>bilaterale Verträge</b> <span class="q">[3]</span>. Das winzige
<b>Liechtenstein</b> ist seit 1995 im EWR und macht damit beim Binnenmarkt
mit, ohne EU-Mitglied zu sein <span class="q">[3]</span>.</p>
<p>Wichtig: Die EU darf nur regeln, wofür ihr die Staaten die
<?= g('eu-zustaendigkeit', 'Zuständigkeit') ?> übertragen haben. Handel,
Verbraucherschutz oder Umweltstandards ja. Schule, Steuersätze, Familie
oder Militär das bleibt Sache der Mitgliedstaaten. Dahinter steht das
Prinzip der <?= g('subsidiaritaet', 'Subsidiarität') ?>: Die EU soll nur
regeln, was sie besser lösen kann als die Länder selbst alles andere
wird möglichst nah bei den Menschen entschieden.</p>
<p>Die Europäische Union ist ein Verbund von <b>27 Staaten</b>. In ihr leben
rund <b>450 Millionen Menschen</b>, und es gibt 24 Amtssprachen
<span class="q">[1]</span>. Die EU ist aber kein Bundesstaat wie die USA.
Jedes Mitglied bleibt ein eigener Staat. Die Länder haben nur vereinbart,
manche Dinge gemeinsam zu regeln. Das Wichtigste ist der
<b><?= g('binnenmarkt', 'Binnenmarkt') ?></b>. Er bringt vier Freiheiten:
Waren, Menschen, Dienstleistungen und Geld dürfen frei über die Grenzen. Man
nennt sie die vier Grundfreiheiten. Du spürst die EU jeden Tag, oft ohne es
zu merken. Dein Handy kostet im EU-Ausland nichts extra das nennt man
<?= g('roaming', 'Roaming') ?>. In 20 Ländern zahlst du mit dem Euro. Mit
Erasmus+ kannst du ein Jahr im Ausland lernen. Und an den meisten Grenzen
innerhalb der EU hält dich niemand mehr an dafür sorgt das
<?= g('schengen', 'Schengen-Abkommen') ?>.</p>
<p><b>Österreich</b> stimmte am 12. Juni 1994 über den Beitritt ab. In dieser
Volksabstimmung sagten <b>66,6 %</b> Ja. Seit dem 1. Jänner 1995 ist
Österreich Mitglied <span class="q">[2]</span>. Die <b>Schweiz</b> ging einen
anderen Weg. 1992 lehnte das Stimmvolk knapp ab, dem
<?= g('ewr', 'Europäischen Wirtschaftsraum') ?> beizutreten (50,3 % Nein).
Der Europäische Wirtschaftsraum verbindet Länder mit dem Binnenmarkt, ohne
dass sie EU-Mitglied sind. Seither regelt die Schweiz ihr Verhältnis zur EU
mit über 100 einzelnen Verträgen <span class="q">[3]</span>. Das winzige
<b>Liechtenstein</b> ist seit 1995 im EWR. So macht es beim Binnenmarkt mit,
ohne EU-Mitglied zu sein <span class="q">[3]</span>.</p>
<p>Wichtig ist: Die EU darf nicht alles regeln. Sie darf nur das, wofür ihr
die Staaten die <?= g('eu-zustaendigkeit', 'Zuständigkeit') ?> gegeben haben.
Handel, Verbraucherschutz oder Umwelt-Regeln ja. Schule, Steuern, Familie
oder Militär das bleibt Sache der einzelnen Länder. Dahinter steht ein
wichtiges Prinzip: die <?= g('subsidiaritaet', 'Subsidiarität') ?>. Es
bedeutet: Die EU soll nur regeln, was sie besser kann als die Länder allein.
Alles andere wird möglichst nah bei den Menschen entschieden.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('grenze-schweiz',
@@ -213,20 +222,21 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</div>
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Der Fall <b>„Stop
Brexit!"</b> dreht sich genau um diese Grenze: Bevor eine Bürgerinitiative
überhaupt Unterschriften sammeln darf, prüft die Kommission die
<b>Zuständigkeit</b> darf die EU das Thema überhaupt regeln? Die Karte
„EU-Zuständigkeit" (i-Symbol!) erklärt, was die EU darf und was nicht. Gut zu
wissen aus der Simulation: Über ein Drittel aller eingereichten
Bürgerinitiativen scheitert schon an dieser ersten Hürde.</div>
Brexit!"</b> dreht sich genau um diese Grenze. Bevor eine Bürgerinitiative
Unterschriften sammeln darf, prüft die Kommission zuerst die
<b>Zuständigkeit</b>: Darf die EU dieses Thema überhaupt regeln? Die Karte
„EU-Zuständigkeit" (mit i-Symbol!) erklärt dir, was die EU darf und was nicht.
Übrigens: Mehr als ein Drittel aller Bürgerinitiativen scheitert schon an dieser
ersten Hürde.</div>
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Didaktischer Hinweis:</b> Der Blick über die
Schweizer Grenze ist für Vorarlberger Klassen der stärkste Anker: Viele kennen
Schweizer Grenze ist für Vorarlberger Klassen der stärkste Anker. Viele kennen
Zollkontrolle, Einkaufstourismus und teureres Roaming in der Schweiz aus eigener
Erfahrung. Lassen Sie D-A-CH systematisch vergleichen (AT: Mitglied · DE:
Gründungsnähe/Mitglied · CH: bilateral · FL: EWR). Stolperstein: „Europa = EU"
Europarat, Schengen und Eurozone sind jeweils eigene Kreise; eine schnelle
Mengendiagramm-Skizze an der Tafel klärt viel.</div>
Erfahrung. Lassen Sie D-A-CH systematisch vergleichen: AT ist Mitglied, DE
Gründungsnähe und Mitglied, die CH bilateral verbunden, FL im EWR. Ein häufiger
Denkfehler ist „Europa = EU". Europarat, Schengen-Raum und Eurozone sind aber
jeweils eigene Kreise. Eine schnelle Mengendiagramm-Skizze an der Tafel klärt
das schnell.</div>
<?php endif; ?>
<?php endif; ?>
</section>
@@ -274,23 +284,26 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>2 · Wer macht was? Die Institutionen der EU</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Drei Institutionen bauen gemeinsam jedes EU-Gesetz. Die
<?= g('eu-kommission', 'EU-Kommission') ?> ist so etwas wie die Regierung
der Union: 27 Kommissar:innen, eine:r pro Land, mit Ursula von der Leyen an
der Spitze. Sie verwaltet, kontrolliert die Einhaltung der Verträge und
sie allein besitzt das <?= g('initiativrecht', 'Initiativrecht') ?>: Nur
die Kommission darf offiziell neue Gesetze vorschlagen.</p>
<p>Das <?= g('eu-parlament', 'EU-Parlament') ?> vertritt die
Bürger:innen. Es ist die einzige EU-Institution, die direkt gewählt wird
alle fünf Jahre, in Österreich schon ab 16. Seine 720 Abgeordneten sitzen
nicht nach Ländern, sondern nach politischer Richtung in Fraktionen. Der
<?= g('rat-der-eu', 'Rat der EU (Ministerrat)') ?> vertritt die
Regierungen: Je nach Thema treffen sich die zuständigen Minister:innen der
27 Staaten bei Umweltgesetzen etwa alle Umweltminister:innen.</p>
<p>Achtung, Verwechslungsgefahr: Der
<?= g('europaeischer-rat', 'Europäische Rat') ?> (die Staats- und
Regierungschefs) beschließt <b>keine</b> Gesetze, sondern nur die großen
Leitlinien. Und der „Europarat" in Straßburg gehört gar nicht zur EU.</p>
<p>Drei Einrichtungen bauen gemeinsam jedes EU-Gesetz. Die erste ist die
<?= g('eu-kommission', 'EU-Kommission') ?>. Sie ist so etwas wie die
Regierung der Union: 27 Kommissar:innen, eine:r pro Land, geführt von Ursula
von der Leyen. Die Kommission verwaltet und passt auf, dass alle die Verträge
einhalten. Und nur sie hat das <?= g('initiativrecht', 'Initiativrecht') ?>.
Das heißt: Nur die Kommission darf offiziell neue Gesetze vorschlagen.</p>
<p>Die zweite Einrichtung ist das <?= g('eu-parlament', 'EU-Parlament') ?>.
Es vertritt die Bürger:innen. Es ist die einzige EU-Einrichtung, die direkt
gewählt wird alle fünf Jahre, in Österreich schon ab 16 Jahren. Seine 720
Abgeordneten sitzen nicht nach Ländern zusammen. Sie sitzen nach politischer
Richtung in Gruppen, den Fraktionen. Die dritte Einrichtung ist der
<?= g('rat-der-eu', 'Rat der EU (Ministerrat)') ?>. Er vertritt die
Regierungen. Je nach Thema treffen sich die passenden Minister:innen der 27
Staaten. Bei Umweltgesetzen kommen zum Beispiel alle Umweltminister:innen
zusammen.</p>
<p>Achtung, hier verwechselt man leicht etwas. Der
<?= g('europaeischer-rat', 'Europäische Rat') ?> ist etwas anderes. Dort
sitzen die Staats- und Regierungschefs. Sie beschließen <b>keine</b> Gesetze,
sondern nur die großen Leitlinien. Und der „Europarat" in Straßburg gehört
gar nicht zur EU.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('plakat-euwahl',
@@ -307,12 +320,12 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
darf den Gesetzestext nur sie.</div>
</div>
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Die Institutionen begegnen
dir als <b>Karten</b> jede mit i-Symbol und einer Detail-Ansicht voller
Fakten (Sitz, Mitglieder, Aufgaben, „Im Fall …"-Kontext). Die Schlüsselfrage
kommt in fast jedem Fall: <b>„Wer darf den Gesetzestext einbringen?"</b> Wer
hier Parlament oder Ministerrat wählt, sieht die Karte im Mülleimer landen
mit Erklärung, warum nur die Kommission das Initiativrecht hat.</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Die Einrichtungen begegnen
dir als <b>Karten</b>. Jede hat ein i-Symbol und eine Detail-Ansicht voller
Fakten: Sitz, Mitglieder, Aufgaben und „Im Fall …"-Kontext. In fast jedem Fall
kommt dieselbe Schlüsselfrage: <b>„Wer darf den Gesetzestext einbringen?"</b>
Wer hier Parlament oder Ministerrat wählt, sieht die Karte im Mülleimer landen
mit einer Erklärung, warum nur die Kommission das Initiativrecht hat.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgaben:</b>
<ol>
<li><span class="b-stufe leicht">A</span>Ordne zu: Wer schlägt EU-Gesetze
@@ -328,14 +341,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</div>
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Erwartungshorizont (Auswahl):</b>
A: Kommission schlägt vor; Parlament + Ministerrat beschließen; Parlament wird
direkt gewählt. C: Der Nationalrat kann selbst Gesetzesanträge einbringen
(Initiativanträge), das EU-Parlament nicht es kann die Kommission nur
auffordern. <b>Stolperstein „drei Räte":</b> Europäischer Rat (Chefs, Leitlinien)
Rat der EU (Minister:innen, Gesetzgeber) ≠ Europarat (kein EU-Organ,
Menschenrechte, 46 Staaten). Diese Unterscheidung wird in der Simulation aktiv
geprüft: Die Karte „Europäischer Rat" ist in der Zustimmungs-Frage ein
beliebter Fehlgriff nutzen Sie die Mülleimer-Momente als Lernanlass.</div>
A: Die Kommission schlägt vor. Parlament und Ministerrat beschließen. Das
Parlament wird direkt gewählt. C: Der Nationalrat kann selbst Gesetzesanträge
einbringen (Initiativanträge), das EU-Parlament nicht es kann die Kommission
nur auffordern. <b>Stolperstein „drei Räte":</b> Der Europäische Rat (Chefs,
Leitlinien) ist nicht der Rat der EU (Minister:innen, Gesetzgeber). Und beide
sind nicht der Europarat (kein EU-Organ, Menschenrechte, 46 Staaten). Die
Simulation prüft diese Unterscheidung aktiv: Die Karte „Europäischer Rat" ist
in der Zustimmungs-Frage ein beliebter Fehlgriff. Nutzen Sie die
Mülleimer-Momente als Lernanlass.</div>
<?php endif; ?>
<?php endif; ?>
</section>
@@ -380,25 +394,27 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>3 · Vom Vorschlag zum Gesetz: das Mitentscheidungsverfahren</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Der Normalweg eines EU-Gesetzes heißt
<?= g('mitentscheidung', 'Mitentscheidung') ?>: Die Kommission legt einen
Vorschlag vor, dann beraten Parlament und Ministerrat beide dürfen
ändern, beide müssen am Ende zustimmen. Können sie sich nicht einigen,
treffen sich Verhandler:innen beider Seiten mit der Kommission zum
<b><?= g('trilog', 'Trilog') ?></b>, einer informellen Kompromissrunde. Es gibt bis zu drei
„Lesungen" scheitern alle, ist der Vorschlag gescheitert. Das fertige
Gesetz ist entweder eine <b>Verordnung</b> (gilt sofort überall gleich)
oder eine <b>Richtlinie</b> (jedes Land baut sie in eigene Gesetze um)
beides zusammen nennt man <?= g('eu-gesetz', 'EU-Gesetz') ?>.</p>
<p>Oft versucht die EU vorher den sanften Weg: eine
<?= g('freiwillige-vereinbarung', 'freiwillige Vereinbarung') ?> der
Branche. Beim Ladekabel unterschrieben 2009 fast alle Hersteller eine
Selbstverpflichtung nur Apple zog nicht mit. Nach Jahren des Wartens
schlug die Kommission 2021 die USB-C-Pflicht vor; 2022 stimmten Parlament
und Rat zu, seit dem 28. Dezember 2024 gilt sie für neue Handys, Tablets
und Kopfhörer <span class="q">[5]</span>. Ähnlich beim Roaming: freiwillige
Preissenkungen reichten nicht, also kamen ab 2007 Verordnungen seit dem
15. Juni 2017 kostet das Handy im EU-Ausland nichts extra
<p>Der normale Weg eines EU-Gesetzes heißt
<?= g('mitentscheidung', 'Mitentscheidung') ?>. Er läuft so: Die Kommission
legt einen Vorschlag vor. Dann beraten Parlament und Ministerrat. Beide
dürfen etwas ändern, und beide müssen am Ende zustimmen. Können sie sich
nicht einigen, gibt es eine besondere Runde: den
<b><?= g('trilog', 'Trilog') ?></b>. Dort verhandeln Vertreter:innen von
Parlament, Ministerrat und Kommission einen Kompromiss. Insgesamt gibt es
bis zu drei „Lesungen". Scheitern alle, ist der Vorschlag gescheitert. Am
Ende steht das fertige Gesetz. Es ist entweder eine <b>Verordnung</b> oder
eine <b>Richtlinie</b>. Eine Verordnung gilt sofort überall gleich. Eine
Richtlinie gibt nur das Ziel vor jedes Land baut sie in eigene Gesetze um.
Beides zusammen nennt man <?= g('eu-gesetz', 'EU-Gesetz') ?>.</p>
<p>Oft versucht die EU zuerst den sanften Weg. Sie bittet eine Branche um
eine <?= g('freiwillige-vereinbarung', 'freiwillige Vereinbarung') ?>. Beim
Ladekabel klappte das nur halb. 2009 unterschrieben fast alle Hersteller,
dass sie sich einigen wollen. Nur Apple machte nicht mit. Nach Jahren des
Wartens schlug die Kommission 2021 die USB-C-Pflicht vor. 2022 stimmten
Parlament und Rat zu. Seit dem 28. Dezember 2024 gilt sie für neue Handys,
Tablets und Kopfhörer <span class="q">[5]</span>. Beim Roaming war es
ähnlich. Freiwillige Preissenkungen reichten nicht. Also kamen ab 2007 feste
Regeln. Seit dem 15. Juni 2017 kostet das Handy im EU-Ausland nichts extra
<span class="q">[6]</span>.</p>
</div>
<div>
@@ -415,23 +431,23 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
beide stimmen zu → das Gesetz gilt für alle 27 Staaten.</div>
</div>
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Das Verfahren baust du
als <b>Lückentext mit Satz-Bausteinen</b> nach: „Diese zwei Institutionen
müssen einem EU-Gesetz zustimmen: … und …" nur Parlament + Ministerrat
passen, der Europäische Rat und die Volksabstimmung wandern in den Mülleimer.
Der Fall <b>„Ein Kabel für alle"</b> zeigt den Weg mit freiwilliger
Vereinbarung zuerst, <b>„Roaming abschaffen"</b> zeigt, dass ein Gesetz auch
in mehreren Stufen (2007 · 2012 · 2017) verschärft werden kann. Die
Prozessleiste unten hält jeden Schritt fest inklusive Sackgassen.</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Das Verfahren baust du mit
<b>Satz-Bausteinen</b> als Lückentext nach: „Diese zwei Einrichtungen müssen
einem EU-Gesetz zustimmen: … und …" Nur Parlament und Ministerrat passen. Der
Europäische Rat und die Volksabstimmung wandern in den Mülleimer. Der Fall
<b>„Ein Kabel für alle"</b> zeigt zuerst den Weg über die freiwillige
Vereinbarung. <b>„Roaming abschaffen"</b> zeigt, dass ein Gesetz auch in
mehreren Stufen (2007 · 2012 · 2017) strenger werden kann. Die Prozessleiste
unten hält jeden Schritt fest auch die Sackgassen.</div>
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Didaktischer Hinweis:</b> Der Trilog steht in
keinem Vertrag er ist gelebte Praxis und ein gutes Beispiel dafür, dass
keinem Vertrag. Er ist gelebte Praxis und ein gutes Beispiel dafür, dass
politische Verfahren informelle Abkürzungen entwickeln. Vertiefungsimpuls für
Leistungsstarke: „Verordnung vs. Richtlinie warum war USB-C eine Richtlinie
Leistungsstarke: „Verordnung oder Richtlinie warum war USB-C eine Richtlinie
(Umbau ins nationale Funkanlagenrecht), die DSGVO aber eine Verordnung?"
Stolperstein: Schüler:innen erwarten eine EU-weite Volksabstimmung als
letzten Schritt die gibt es bei EU-Gesetzen nicht, was die Simulation
konsequent (und für manche überraschend) zurückweist.</div>
Stolperstein: Schüler:innen erwarten oft eine EU-weite Volksabstimmung als
letzten Schritt. Die gibt es bei EU-Gesetzen aber nicht. Die Simulation weist
sie konsequent zurück für manche überraschend.</div>
<?php endif; ?>
<?php endif; ?>
</section>
@@ -478,27 +494,28 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>4 · Mitmachen: die Europäische Bürgerinitiative</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Seit 2012 haben EU-Bürger:innen ein eigenes, förmliches Werkzeug: die
<p>Seit 2012 haben EU-Bürger:innen ein eigenes, offizielles Werkzeug: die
<?= g('europaeische-buergerinitiative', 'Europäische Bürgerinitiative') ?>
(EBI). Die Spielregeln: Ein Bürgerkomitee aus mindestens <b>7 Personen aus
7 EU-Ländern</b> meldet die Initiative an. Danach bleiben <b>12 Monate</b>
Zeit, um <b>1 Million Unterschriften aus mindestens 7 Ländern</b> zu
sammeln in Österreich darfst du ab 16 unterschreiben
<span class="q">[7]</span>. Gelingt das, <b>muss</b> die Kommission die
Initiator:innen anhören und binnen sechs Monaten begründet antworten. Sie
muss dem Anliegen aber nicht folgen eine EBI ist stärker als eine
<?= g('eu-petition', 'Petition') ?>, aber kein Volksbegehren mit
Gesetzeskraft.</p>
<p>Was daraus werden kann, zeigen echte Fälle: <b>„Right2Water"</b> (Wasser
ist ein Menschenrecht) war die erste erfolgreiche EBI überhaupt und floss
(kurz EBI). Die Regeln sind klar. Zuerst meldet ein Komitee aus mindestens
<b>7 Personen aus 7 EU-Ländern</b> die Initiative an. Danach bleiben
<b>12 Monate</b> Zeit. In dieser Zeit muss man <b>1 Million Unterschriften
aus mindestens 7 Ländern</b> sammeln. In Österreich darfst du ab 16
unterschreiben <span class="q">[7]</span>. Schafft man das, muss die
Kommission die Initiator:innen anhören. Und sie muss innerhalb von sechs
Monaten begründet antworten. Sie muss dem Wunsch aber nicht folgen. Eine EBI
ist also stärker als eine <?= g('eu-petition', 'Petition') ?> (eine einfache
Bitte an die Behörden). Aber sie ist kein Volksbegehren mit Gesetzeskraft.</p>
<p>Echte Fälle zeigen, was daraus werden kann. <b>„Right2Water"</b> (Wasser
ist ein Menschenrecht) war die erste erfolgreiche EBI überhaupt. Sie floss
in die neue EU-Trinkwasser-Richtlinie ein. <b>„End the Cage Age"</b>
sammelte 20182019 <b>1.397.113 Unterschriften aus 18 Ländern</b>; 2021
versprach die Kommission ein Käfigverbot-Gesetz <span class="q">[8]</span>
vorgelegt hat sie es bis heute nicht, weshalb die Initiator:innen sie 2024
vor dem Gericht der EU verklagten <span class="q">[9]</span>.
<b>„Stop Vivisection"</b> gegen Tierversuche schaffte
<b>1.173.130 Unterschriften</b> und alle formalen Hürden die Kommission
lehnte am 3. Juni 2015 trotzdem inhaltlich ab <span class="q">[10]</span>.</p>
forderte ein Ende der Käfig-Haltung. Sie sammelte 20182019
<b>1.397.113 Unterschriften aus 18 Ländern</b>. 2021 versprach die Kommission
ein Gesetz gegen Käfige <span class="q">[8]</span>. Vorgelegt hat sie es bis
heute nicht. Darum verklagten die Initiator:innen sie 2024 vor dem Gericht
der EU <span class="q">[9]</span>. <b>„Stop Vivisection"</b> kämpfte gegen
Tierversuche. Sie schaffte <b>1.173.130 Unterschriften</b> und alle formalen
Hürden. Die Kommission lehnte am 3. Juni 2015 trotzdem ab
<span class="q">[10]</span>.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('unterschriften-stand',
@@ -518,7 +535,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Gleich vier Fälle drehen
sich um Bürgerinitiativen: <b>„Käfige abschaffen!"</b> (Erfolg im Verfahren,
Versprechen offen), <b>„Stop Vivisection"</b> und <b>„Glyphosat stoppen?"</b>
Versprechen noch offen), <b>„Stop Vivisection"</b> und <b>„Glyphosat stoppen?"</b>
(formal erfolgreich, inhaltlich abgelehnt) und <b>„Wasser ist ein
Menschenrecht"</b> (echter Durchbruch). Die Hürden baust du als Lückentext:
Welche Zahlen-Karte stimmt 100.000, 1 Million oder 10 Millionen? 1, 7 oder
@@ -536,14 +553,15 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</ol>
</div>
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Erwartungshorizont C:</b> Contra „wertlos":
Right2Water floss in die Trinkwasser-Richtlinie ein; End the Cage Age erzwang
Anhörung, Parlamentsresolution (558:37) und ein öffentliches Versprechen und
hält das Thema über die Klage vor dem EU-Gericht auf der Agenda. Pro:
Kommission behält Letztentscheid (Stop Vivisection, Glyphosat). Ziel ist ein
differenziertes Urteil: Agenda-Setting-Macht ja, Entscheidungsmacht nein.
<b>Aufgabe B im Cockpit:</b> Beide Fälle tauchen unter „Ergebnisse" mit
Sterne-Wertung auf Sie sehen, wer beide wirklich bearbeitet hat.</div>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Erwartungshorizont C:</b> Gegen „wertlos":
Right2Water floss in die Trinkwasser-Richtlinie ein. End the Cage Age erzwang
eine Anhörung, eine Parlamentsresolution (558:37) und ein öffentliches
Versprechen und hält das Thema über die Klage vor dem EU-Gericht auf der
Agenda. Für „wertlos" spricht: Die Kommission behält den Letztentscheid (Stop
Vivisection, Glyphosat). Ziel ist ein differenziertes Urteil: Agenda-Setting-Macht
ja, Entscheidungsmacht nein. <b>Aufgabe B im Cockpit:</b> Beide Fälle tauchen
unter „Ergebnisse" mit Sterne-Wertung auf Sie sehen, wer beide wirklich
bearbeitet hat.</div>
<?php endif; ?>
<?php endif; ?>
</section>
@@ -591,29 +609,30 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
<h2>5 · Lobbys, Mülleimer und die Grenzen der Demokratie</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Wo Gesetze für 450 Millionen Menschen entstehen, wird um Einfluss
gerungen. <?= g('lobbyismus', 'Lobbyismus') ?> die organisierte
Einflussnahme auf Politik ist in der EU legal, aber registrierungspflichtig:
Im <b><?= g('transparenzregister', 'Transparenzregister') ?></b> sind über <b>12.000
Interessenvertretungen</b> eingetragen <span class="q">[11]</span>, von
Apple und Bayer bis zu Greenpeace und Verbraucherschützer:innen. Lobby ist
also nicht automatisch „böse" aber die Kräfte sind ungleich verteilt.
Beim Ladekabel stemmte sich Apple über ein Jahrzehnt gegen die
Vereinheitlichung; von der gescheiterten freiwilligen Vereinbarung 2009
bis zur USB-C-Pflicht 2024 vergingen 15 Jahre am Ende setzte sich das
Gesetz trotzdem durch.</p>
<p>Demokratie hat aber auch eingebaute Grenzen. <b>„Stop Brexit"</b> wurde
2017 gar nicht erst zur Unterschriftensammlung zugelassen: Der EU-Vertrag
(Artikel 50) garantiert jedem Staat das Recht auszutreten die EU hatte
schlicht keine <?= g('eu-zustaendigkeit', 'Zuständigkeit') ?>, den Brexit
zu verhindern <span class="q">[12]</span>. Die
Ablehnung war rechtsstaatlich
korrekt, so bitter sie für die Betroffenen war. Und bei <b>Glyphosat</b>
sammelte eine EBI 1,3 Millionen Unterschriften gegen das Pestizid doch
weil die EU-Behörde EFSA keinen Verbotsgrund sah und die Mitgliedstaaten
keine Mehrheit fanden, verlängerte die Kommission die Zulassung 2023 um
zehn Jahre, bis Ende 2033 <span class="q">[13]</span>. Verfahren
garantieren Fairness nicht das Wunschergebnis.</p>
<p>Wo Gesetze für 450 Millionen Menschen entstehen, kämpfen viele um
Einfluss. Das nennt man <?= g('lobbyismus', 'Lobbyismus') ?>: Firmen und
Verbände versuchen gezielt, die Politik zu beeinflussen. In der EU ist das
erlaubt. Aber man muss sich eintragen lassen. Dafür gibt es das
<b><?= g('transparenzregister', 'Transparenzregister') ?></b>, eine
öffentliche Liste. Darin stehen über <b>12.000 Interessenvertretungen</b>
<span class="q">[11]</span> von Apple und Bayer bis zu Greenpeace und
Verbraucherschützer:innen. Lobby-Arbeit ist also nicht automatisch „böse".
Aber die Kräfte sind ungleich verteilt. Beim Ladekabel wehrte sich Apple
über ein Jahrzehnt gegen ein einheitliches Kabel. Von der gescheiterten
freiwilligen Vereinbarung 2009 bis zur USB-C-Pflicht 2024 vergingen 15
Jahre. Am Ende setzte sich das Gesetz trotzdem durch.</p>
<p>Die Demokratie hat aber auch eingebaute Grenzen. <b>„Stop Brexit"</b>
wurde 2017 gar nicht erst zur Unterschriftensammlung zugelassen. Der
EU-Vertrag (Artikel 50) gibt jedem Staat das Recht auszutreten. Die EU hatte
also keine <?= g('eu-zustaendigkeit', 'Zuständigkeit') ?>, den Brexit zu
verhindern <span class="q">[12]</span>. Die Ablehnung war rechtlich korrekt
so bitter sie für die Betroffenen war. Auch bei <b>Glyphosat</b> war es
schwierig. Gegen dieses Pflanzenschutz-Mittel sammelte eine EBI 1,3 Millionen
Unterschriften. Doch die EU-Behörde EFSA sah keinen Grund für ein Verbot.
Und die Mitgliedstaaten fanden keine Mehrheit. Also verlängerte die
Kommission 2023 die Zulassung um zehn Jahre, bis Ende 2033
<span class="q">[13]</span>. Verfahren garantieren Fairness aber nicht das
Wunschergebnis.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('feldspritze-landwirtschaft',
@@ -633,13 +652,13 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</div>
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Die <b>Lobby-Karte</b>
taucht in den Fällen USB-C, Glyphosat, DSGVO und AI Act auf inklusive der
Frage, was Konzerne in Brüssel eigentlich tun. In <b>„Stop Brexit!"</b> endet
der Fall bewusst im Mülleimer („Im Mülleimer mit Recht?"): Hier lernst du,
dass eine Ablehnung richtig sein kann. <b>„Glyphosat stoppen?"</b> ist der
längste Fall mit sechs Schritten vom Wissenschaftsstreit IARC gegen EFSA
bis zur überraschenden Abstimmung der Mitgliedstaaten. Wer alle zehn Fälle
abschließt, holt die Auszeichnung „Marathon".</div>
taucht in den Fällen USB-C, Glyphosat, DSGVO und AI Act auf. Sie fragt auch,
was Konzerne in Brüssel eigentlich tun. In <b>„Stop Brexit!"</b> endet der Fall
bewusst im Mülleimer („Im Mülleimer mit Recht?"). Hier lernst du: Eine
Ablehnung kann richtig sein. <b>„Glyphosat stoppen?"</b> ist der längste Fall
mit sechs Schritten vom Wissenschaftsstreit IARC gegen EFSA bis zur
überraschenden Abstimmung der Mitgliedstaaten. Wer alle zehn Fälle abschließt,
holt die Auszeichnung „Marathon".</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Abschluss-Aufgaben:</b>
<ol>
<li><span class="b-stufe mittel">B</span>Erkläre den Unterschied zwischen
@@ -656,12 +675,12 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
</div>
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Differenzierung &amp; Auswertung:</b>
Aufgabe D eignet sich als Gruppenprojekt mit „Kommissions-Rollenspiel": Eine
Aufgabe D eignet sich als Gruppenprojekt mit „Kommissions-Rollenspiel". Eine
Gruppe prüft die Zuständigkeit der anderen genau die Prüfung, an der „Stop
Brexit" scheiterte. Leistungsstarke Gruppen bearbeiten die Simulation im
<b>Profi-Modus</b> (weniger Hilfen) oder übernehmen den sechsteiligen
Glyphosat-Fall. Im Cockpit unter „Ergebnisse" sehen Sie pro Fall Sterne,
Versuche und Mülleimer-Zahl hohe Mülleimer-Werte bei Seite-2-Fragen deuten
Versuche und Mülleimer-Zahl. Hohe Mülleimer-Werte bei Seite-2-Fragen deuten
fast immer auf die Rat/Räte-Verwechslung hin. Für den inklusiven Unterricht:
<a href="?leicht=1">Leichte-Sprache-Version</a> dieses Kapitels gleiche
Bilder, gleiche Kernaussagen, reduzierte Aufgaben.</div>