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Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 <noreply@anthropic.com>
2026-08-22 12:38:19 +02:00

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{
"_meta": {
"description": "Tranche C — 10 Europa-Gerichte (außerhalb DACH).",
"stand": "2026-06-07"
},
"pizza-margherita": {
"name": "Pizza Margherita",
"emoji": "🍕",
"origin": "Italien · Neapel",
"category": "europa",
"diff": "Mittel",
"imagePath": "assets/img/dishes/pizza-margherita.webp",
"tags": [
"Italien",
"Klassiker",
"Drei Farben"
],
"ings": [
"tomaten",
"olivenoel",
"hartweizen",
"mozzarella"
],
"pantry": [
"Hefe",
"Wasser",
"Basilikum",
"Salz"
],
"recipe": {
"portions": 4,
"time_min": 1800,
"steps": [
"Teig (24 h vorher): 500 g italienisches Tipo-00-Mehl mit 320 ml Wasser, 2 g frischer Hefe, 15 g Salz verkneten — 15 min lang per Hand.",
"Teig 4 h bei Raumtemperatur gehen lassen, dann in 4 Kugeln teilen (Pizza-Bälle). 18 24 h im Kühlschrank reifen lassen.",
"Ofen mit Pizzastein auf maximaler Hitze (250 300 °C) 1 h vorheizen.",
"Teig auf bemehlter Fläche per Hand ausdrücken — niemals mit Nudelholz! Rand stehen lassen.",
"Belag: 80 g zerdrückte San-Marzano-Tomaten (aus der Dose, NICHT gekocht) gleichmäßig verteilen. 100 g Mozzarella di Bufala in groben Stücken auflegen.",
"5 6 frische Basilikum-Blätter darauf, 1 EL Olivenöl extra vergine im Spiralmuster.",
"Auf den heißen Stein gleiten lassen — 60 90 Sekunden backen, bis der Rand schwarze Bläschen wirft.",
"Sofort essen — eine Pizza Margherita wartet auf niemanden."
],
"tipp": "Im Holzofen 60 sec, im Haushaltsofen mit Stein 4 5 min. Der Rand MUSS dunkle Bläschen haben (leoparding') — das ist das Qualitätsmerkmal."
},
"nutrition": {
"portion_g": 280,
"kcal": 590,
"protein_g": 24,
"carbs_g": 78,
"fat_g": 18,
"fiber_g": 4,
"salt_g": 2.2
},
"lehrplan": {
"eh": "Teigreife (Gluten-Entwicklung über Zeit). Diskussion: warum schmeckt 24-h-Teig besser als 2-h-Teig?",
"gw": "Pizza Napoletana' ist UNESCO-immaterielles Welterbe seit 2017. Beispiel für Kulturschutz durch UNESCO.",
"bu": "Hartweizen aus Kanada/Süditalien, Tomaten aus Spanien/Süditalien. Drei Welt-Zutaten — und doch eine italienische' Pizza.",
"de": "Margherita' nach Königin Margherita von Savoyen (1889). Drei Farben — was bedeuten sie politisch?"
},
"fact": "Pizza Margherita wurde laut Legende 1889 für Königin Margherita gebacken: Mozzarella (weiß), Tomate (rot), Basilikum (grün) — die Farben der italienischen Flagge. Der Pizzaiolo Raffaele Esposito wollte der Monarchin huldigen.",
"diff_note": "24 h Teigreife planen + Backofen auf Maximum — Vorbereitung statt Technik"
},
"spaghetti-carbonara": {
"name": "Spaghetti Carbonara",
"emoji": "🍝",
"origin": "Italien · Rom",
"category": "europa",
"diff": "Mittel",
"imagePath": "assets/img/dishes/spaghetti-carbonara.webp",
"tags": [
"Italien",
"Klassiker",
"KEINE Sahne"
],
"ings": [
"pfeffer",
"hartweizen",
"pecorino"
],
"pantry": [
"Spaghetti",
"Eier",
"Guanciale (Schweinebacke)",
"Salz"
],
"recipe": {
"portions": 4,
"time_min": 25,
"steps": [
"200 g Guanciale (klassisch — NICHT Speck oder Pancetta!) in Streifen von 5 mm Breite schneiden.",
"In trockener Pfanne (kein Öl) bei mittlerer Hitze auslassen, bis er knusprig ist. Fett auffangen, Guanciale herausnehmen.",
"Reichlich Salzwasser (1 EL Salz pro Liter) für 400 g Spaghetti aufsetzen. Kochen.",
"Sauce-Basis: 4 Eidotter + 2 ganze Eier mit 100 g frisch geriebenem Pecorino Romano DOP, reichlich frisch gemahlenem schwarzem Pfeffer verquirlen. Salz noch NICHT.",
"Spaghetti al dente kochen. 1 Tasse Nudelwasser abnehmen.",
"Pasta in die Pfanne mit dem Guanciale-Fett. Pfanne VOM HERD nehmen!",
"Eier-Käse-Sauce hineingießen, mit Holzlöffel rasch verrühren. Wenn zu trocken: schluckweise heißes Nudelwasser zugeben.",
"Guanciale-Stücke wieder unterheben. Sofort auf vorgewärmten Tellern servieren, mit extra Pecorino und Pfeffer."
],
"tipp": "DIE KARDINAL-REGEL: NIE Sahne, NIE Knoblauch, NIE Zwiebeln, NIE Petersilie. Eine echte Carbonara ist Ei + Pecorino + Guanciale + Pfeffer. Punkt."
},
"nutrition": {
"portion_g": 350,
"kcal": 720,
"protein_g": 32,
"carbs_g": 78,
"fat_g": 32,
"fiber_g": 4,
"salt_g": 3.1
},
"lehrplan": {
"eh": "Emulsion ohne Hitze: warum stockt das Ei nicht zu Rührei? Pfanne MUSS vom Herd! Physik in der Sauce.",
"gw": "Guanciale aus Lazio, Pecorino aus Lazio, Hartweizen aus Süditalien — eine 100-Region-Mahlzeit'. Italienische Regionalität.",
"bu": "Schweinebacke (Guanciale) ist Resteverwertung des Schweins. Verglichen mit Filet ein guter Klima-Kompromiss.",
"de": "Carbonara' kommt von carbone' (Kohle) — wegen dem reichlichen Pfeffer, der wie Kohlestaub aussieht."
},
"fact": "Spaghetti Carbonara ist erst nach dem Zweiten Weltkrieg dokumentiert (erstes Rezept 1944). Eine Theorie: US-Soldaten in Rom verlangten Bacon & Eggs, die Köche servierten es als Pasta-Variante. Italienische Köche bestreiten das.",
"diff_note": "Pfanne vom Herd nehmen, BEVOR die Eier reinkommen — sonst Rührei!"
},
"paella-valenciana": {
"name": "Paella Valenciana",
"emoji": "🥘",
"origin": "Spanien · Valencia",
"category": "europa",
"diff": "Schwer",
"imagePath": "assets/img/dishes/paella-valenciana.webp",
"tags": [
"Spanien",
"Reisgericht",
"Familienessen"
],
"ings": [
"reis",
"safran",
"olivenoel",
"tomaten"
],
"pantry": [
"Hühnchen",
"Kaninchen",
"Grüne Bohnen (Garrofó)",
"Weiße Bohnen (Ferraúra)",
"Knoblauch",
"Rosmarin",
"Paprikapulver",
"Salz",
"Wasser"
],
"recipe": {
"portions": 4,
"time_min": 60,
"steps": [
"Paella-Pfanne (Ø 40 cm, dünn, breit) auf großer Flamme. 80 ml Olivenöl erhitzen.",
"300 g Huhn + 300 g Kaninchen in Stücken kräftig anbraten — Rand nach innen, gut bräunen.",
"100 g grüne flache Bohnen (Garrofó/Ferraúra) zugeben, kurz mitbraten.",
"2 geriebene Tomaten + 2 Knoblauchzehen + 1 TL Paprika (süß) einrühren — Sofrito' bildet sich.",
"1,5 L heißes Wasser angießen, 1 TL Salz, ein Zweig Rosmarin. 20 min köcheln — Fond muss intensiv schmecken.",
"400 g Bomba-Reis (oder Senia, NICHT Risotto-Reis!) gleichmäßig im Spiralmuster einrieseln. NIE umrühren!",
"10 Safranfäden mit etwas Brühe verreiben, drüber gießen. Mittlere Flamme.",
"20 min köcheln. Letzte 2 min: hohe Flamme für Socarrat' — die karamellisierte Kruste am Boden.",
"Vom Herd, mit Tuch zudecken, 5 min ruhen. Direkt aus der Pfanne mit Löffeln vom Tellerrand essen — DAS ist Familien-Tradition."
],
"tipp": "Original-Paella Valenciana hat KEINE Meeresfrüchte — das ist Paella de Marisco (Küstenversion). Strengste Konvention in Valencia."
},
"nutrition": {
"portion_g": 400,
"kcal": 680,
"protein_g": 38,
"carbs_g": 78,
"fat_g": 22,
"fiber_g": 6,
"salt_g": 2.5
},
"lehrplan": {
"eh": "Reisgar-Mechanik: warum NICHT umrühren? Stärkefreisetzung würde den Reis kleben — Paella muss trocken bleiben.",
"gw": "Safran ist nach Vanille teuerstes Gewürz — Spanien (Castilla-La Mancha) ist neben Iran Hauptproduzent. Gewichtsschwerer als Gold.",
"bu": "Reis-Anbau braucht Bewässerung. Valencia hat die Albufera'-Lagune mit traditioneller Reis-Kultur — UNESCO-Biosphärenreservat.",
"de": "Paella' kommt vom valencianischen Wort für Pfanne'. Der Name ist das Gerät, nicht das Gericht."
},
"fact": "Echte' Paella Valenciana hat 10 Zutaten — die Valencianer haben sie sogar offiziell festgelegt (Wikipaella'-Initiative). Was sonst Paella heißt — mit Fisch, Chorizo, Erbsen, Zitrone — ist für sie Touristenbetrug'.",
"diff_note": "große Pfanne nötig, niemals umrühren, Socarrat-Kruste am Ende ist Kunst"
},
"tortilla-espanola": {
"name": "Tortilla Española",
"emoji": "🍳",
"origin": "Spanien · landesweit",
"category": "europa",
"diff": "Mittel",
"imagePath": "assets/img/dishes/tortilla-espanola.webp",
"tags": [
"Spanien",
"Tapas",
"Bauernküche"
],
"ings": [
"olivenoel"
],
"pantry": [
"Erdäpfel (festkochend)",
"Eier",
"Zwiebel",
"Salz"
],
"recipe": {
"portions": 4,
"time_min": 50,
"steps": [
"1 kg festkochende Erdäpfel schälen, in 3 mm dünne Scheiben hobeln (oder schmale Würfel von 5 mm).",
"1 große Zwiebel in feine Streifen schneiden.",
"Reichlich Olivenöl (200 ml!) in einer beschichteten Pfanne (Ø 24 cm) erhitzen.",
"Erdäpfel und Zwiebel im Öl bei niedriger Hitze 25 min KONFIEREN — NICHT braten! Mit Schaumlöffel umrühren. Die Erdäpfel sollen weich, nicht braun werden.",
"Erdäpfel und Zwiebel abtropfen lassen — das Öl in einer Schüssel auffangen.",
"8 Eier mit 1 TL Salz verquirlen. Erdäpfel-Zwiebel-Mischung unterheben — 5 min ziehen lassen.",
"2 EL des aufgefangenen Öls in die Pfanne, heiß werden lassen. Eier-Erdäpfel-Masse einfüllen.",
"Auf mittlerer Hitze 4 min, dann mit großem Teller bedecken, Pfanne wenden — Tortilla rutscht auf Teller.",
"Pfanne wieder auf Herd, Tortilla zurück in die Pfanne gleiten lassen — andere Seite 3 min.",
"Die Mitte soll noch leicht jugosa' (saftig) sein — Kerntemperatur ~65 °C."
],
"tipp": "Con cebolla' (mit Zwiebel) oder sin cebolla' (ohne) — das ist die spanische Glaubensfrage. Beide Seiten halten ihre Variante für die einzig wahre."
},
"nutrition": {
"portion_g": 300,
"kcal": 480,
"protein_g": 18,
"carbs_g": 35,
"fat_g": 28,
"fiber_g": 4,
"salt_g": 1.4
},
"lehrplan": {
"eh": "Konfieren in Öl — schonende Garmethode. Vergleich: Pommes (frittiert) vs. Tortilla-Erdäpfel (konfiert). Beide in Öl, völlig unterschiedlicher Effekt.",
"gw": "Spanien ist Olivenöl-Weltmarktführer (45 %). Andalusien hat die größten Olivenhaine Europas.",
"bu": "Erdäpfel kamen erst nach 1492 aus Südamerika nach Europa. Vor 500 Jahren gab es keine Tortilla — wie hat sich die Küche durch die Kolumbus-Lieferung geändert?",
"de": "Tortilla' bedeutet im Spanischen kleiner Fladen' — in Mexiko ist Tortilla ein Maisbrot, in Spanien das Erdäpfel-Omelett. Falsche Freunde in der Küche."
},
"fact": "Die Tortilla Española entstand im 19. Jh. als Arbeiteressen in Nordspanien — günstig, sättigend, kalt essbar. Heute ist sie das Symbol-Tapas-Gericht der spanischen Bars.",
"diff_note": "Konfieren + Wenden mit Teller — sieht spektakulär aus, ist nur Geduld"
},
"ratatouille": {
"name": "Ratatouille Niçoise",
"emoji": "🍆",
"origin": "Frankreich · Provence",
"category": "europa",
"diff": "Mittel",
"imagePath": "assets/img/dishes/ratatouille.webp",
"tags": [
"Frankreich",
"Mediterran",
"Vegetarisch"
],
"ings": [
"olivenoel",
"tomaten",
"knoblauch",
"kraeuter"
],
"pantry": [
"Aubergine",
"Zucchini",
"Paprika (rot, gelb)",
"Zwiebel",
"Thymian",
"Rosmarin",
"Lorbeer",
"Salz"
],
"recipe": {
"portions": 4,
"time_min": 75,
"steps": [
"1 große Aubergine in 1 cm Würfel schneiden, salzen, 20 min ziehen lassen — zieht Bitterstoff. Abtupfen.",
"2 Zucchini, 1 rote + 1 gelbe Paprika in gleichgroße Würfel schneiden.",
"2 Zwiebeln fein hacken, 3 Knoblauchzehen pressen.",
"Jedes Gemüse SEPARAT in Olivenöl anbraten — Aubergine zuerst (8 min), dann Zucchini (5 min), dann Paprika (5 min). Jeweils herausnehmen.",
"In gleicher Pfanne: 4 EL Olivenöl, Zwiebel + Knoblauch 5 min anschwitzen.",
"500 g geschälte, entkernte Tomaten (oder eine Dose pelati) zugeben, mit 1 TL Salz, Thymianzweig, Rosmarinzweig, 1 Lorbeerblatt 20 min köcheln — Sauce wird dick.",
"Alle Gemüse zurück in die Pfanne, vorsichtig vermengen. 10 min sanft köcheln.",
"Heiß oder lauwarm servieren — als Hauptgang mit Brot, als Beilage zu Fisch oder Lamm."
],
"tipp": "Jedes Gemüse separat anbraten ist mühsam, aber essentiell — sonst wird's ein Pamps. Im Sommer auf der Provence-Terrasse mit Rosé das beste Sommergericht überhaupt."
},
"nutrition": {
"portion_g": 380,
"kcal": 240,
"protein_g": 6,
"carbs_g": 22,
"fat_g": 14,
"fiber_g": 8,
"salt_g": 1.2
},
"lehrplan": {
"eh": "Aubergine entwässern: warum salzen? Osmose entzieht der Aubergine die bitteren Glykoside. Schul-Chemie im Topf.",
"gw": "Provençalisch ist eine eigene Sprache (Oc), Nizza hat italienischen Einfluss. Mittelmeer-Küche als kulturelle Brückenregion.",
"bu": "Tomaten, Auberginen, Paprika — alles Nachtschattengewächse aus Amerika. Mittelmeer-Küche vor 1500 sah völlig anders aus.",
"de": "Ratatouille' bedeutet ursprünglich abwertend zusammengewürfeltes Zeug' — heute hochgeschätzt. Sprachwandel."
},
"fact": "Bis ins 19. Jh. war Ratatouille ein Armeleute-Essen' aus Resten — heute Sterneküche. Der Pixar-Animationsfilm von 2007 hat das Gericht weltberühmt gemacht.",
"diff_note": "jedes Gemüse separat anbraten ist mühsam, aber technisch simpel"
},
"quiche-lorraine": {
"name": "Quiche Lorraine",
"emoji": "🥧",
"origin": "Frankreich · Lothringen",
"category": "europa",
"diff": "Mittel",
"imagePath": "assets/img/dishes/quiche-lorraine.webp",
"tags": [
"Frankreich",
"Beilage zum Wein",
"Klassiker"
],
"ings": [
"pfeffer",
"muskat"
],
"pantry": [
"Mürbteig (Butter, Mehl, Ei, Salz)",
"Speck (geräuchert)",
"Eier",
"Sahne",
"Crème fraîche",
"Salz"
],
"recipe": {
"portions": 6,
"time_min": 70,
"steps": [
"Mürbteig: 250 g Mehl, 125 g kalte Butter (in Würfeln), 1 Ei, 1 TL Salz, 2 EL kaltes Wasser zu glattem Teig verarbeiten — schnell, nicht zu lange. In Folie 30 min im Kühlschrank ruhen.",
"Teig dünn ausrollen, in geölte Tarte-Form (Ø 26 cm) drücken. Boden mit Gabel mehrmals stechen.",
"Blind backen: Backpapier auf den Boden, mit Trockenbohnen oder Backperlen beschweren. Bei 200 °C 12 min vorbacken.",
"Bohnen + Papier raus, weitere 5 min backen bis der Boden goldgelb.",
"Fülle: 200 g geräucherten Speck in kleine Würfel schneiden, in der Pfanne knusprig auslassen.",
"3 Eier mit 200 ml Sahne + 100 g Crème fraîche, einer Prise Muskat, frisch gemahlenem Pfeffer verquirlen.",
"Speckwürfel auf den vorgebackenen Boden verteilen. Eier-Sahne-Mischung darübergießen.",
"Bei 180 °C 30 min backen, bis die Fülle gestockt und goldgelb ist.",
"10 min ruhen, dann lauwarm in Stücke schneiden. Klassisch mit grünem Salat."
],
"tipp": "Eine echte' Quiche Lorraine hat KEINEN Käse — der ist eine deutsche/schweizerische Variante (Quiche Vosgienne'). Französisch-puristisch: nur Speck, Ei, Sahne."
},
"nutrition": {
"portion_g": 180,
"kcal": 480,
"protein_g": 14,
"carbs_g": 28,
"fat_g": 32,
"fiber_g": 1,
"salt_g": 1.8
},
"lehrplan": {
"eh": "Mürbteig-Mechanik: warum kalte Butter? Wärmeeintrag würde das Mehl verkleistern → zäher Teig. Schul-Physik im Backrohr.",
"gw": "Lothringen (Lorraine) war zwischen 1871 und 1918 deutsches Reichsland. Französische Küche mit deutschen Einflüssen (Speck-Tradition).",
"bu": "Mürbteig: Hauptzutaten lokal (Mehl, Butter, Ei). Klima-Footprint moderat.",
"de": "Quiche' kommt vom deutschen Wort Kuchen' — Beispiel für deutsch-französischen Sprachaustausch im Grenzgebiet."
},
"fact": "Quiche Lorraine' wurde im 16. Jh. erstmals erwähnt. Das Wort Quiche' stammt vom deutschen Kuchen' — Lothringen war damals teils deutschsprachig. Die kulturelle Mischung steht im Teig.",
"diff_note": "Mürbteig kalt halten + blind backen — zwei Standardtechniken"
},
"moussaka": {
"name": "Moussaka",
"emoji": "🍆",
"origin": "Griechenland",
"category": "europa",
"diff": "Schwer",
"imagePath": "assets/img/dishes/moussaka.webp",
"tags": [
"Griechenland",
"Auflauf",
"Sonntagsgericht"
],
"ings": [
"zimt",
"olivenoel",
"tomaten",
"feta"
],
"pantry": [
"Aubergine",
"Lammhackfleisch",
"Zwiebel",
"Knoblauch",
"Wein (rot)",
"Mehl",
"Milch",
"Butter",
"Eigelb",
"Salz",
"Pfeffer",
"Muskat",
"Lorbeer"
],
"recipe": {
"portions": 6,
"time_min": 120,
"steps": [
"AUBERGINEN: 3 große Auberginen in 1 cm dicke Scheiben, salzen, 30 min ziehen. Abtupfen. In Olivenöl rundum braten, auf Küchenpapier abtropfen.",
"FLEISCHRAGOUT: 500 g Lammhack mit 2 fein gehackten Zwiebeln + 2 Knoblauchzehen 10 min anbraten.",
"150 ml Rotwein zugeben, einkochen.",
"400 g Tomaten (Dose), 1 EL Tomatenmark, 1 Zimtstange, 2 Lorbeerblätter, Salz, Pfeffer. 40 min köcheln, bis dick.",
"Zimtstange und Lorbeer entfernen.",
"BÉCHAMEL: 60 g Butter mit 60 g Mehl 2 min schwitzen — Mehl darf NICHT bräunen.",
"750 ml warme Milch in kleinen Mengen zugießen, glatt rühren. 10 min köcheln, mit Salz, Muskat würzen.",
"Vom Herd, 2 Eigelb unterrühren — Béchamel wird gold-cremig.",
"AUFBAU im Auflauf (30×20 cm): Aubergine-Schicht, Fleisch-Schicht, Aubergine-Schicht, Béchamel-Schicht, mit 100 g geriebenem Feta bestreuen.",
"Bei 180 °C 45 min backen, bis goldbraun. 20 min ruhen — sonst läuft beim Schneiden alles auseinander."
],
"tipp": "Die Ruhezeit nach dem Backen ist heilig. Eine Moussaka direkt nach dem Ofen schneiden zu wollen ist ein Anfängerfehler — sie braucht Zeit zum Setzen."
},
"nutrition": {
"portion_g": 380,
"kcal": 580,
"protein_g": 28,
"carbs_g": 28,
"fat_g": 38,
"fiber_g": 6,
"salt_g": 2.2
},
"lehrplan": {
"eh": "Béchamel als Mutter-Sauce der französischen Küche. Mehl-Butter-Roux als Bindetechnik.",
"gw": "Moussaka gibt es von Griechenland über die Türkei bis zum Balkan — kulinarisches Erbe des Osmanischen Reichs. Eine Küche, viele Nationen.",
"bu": "Lamm hat hohen Klima-Footprint. Diskussion: Festtagsgericht oder Alltagsessen?",
"de": "Moussaka' kommt vom arabischen musaqqa'a' = gekühlt' — wurde traditionell auch kalt gegessen. Sprachwege durch die Mittelmeer-Geschichte."
},
"fact": "Die heutige Moussaka mit Béchamel ist eine Erfindung des griechischen Kochs Nikolaos Tselementes (1878 1958), der die griechische Küche im 1920er-Jahre nach französischen Vorbildern modernisierte. Vor ihm gab's Moussaka ohne die weiße Sauce.",
"diff_note": "drei Komponenten (Aubergine, Ragout, Béchamel) + langes Backen — Marathon"
},
"kanelbulle": {
"name": "Kanelbulle (Zimtschnecke)",
"emoji": "🥮",
"origin": "Schweden",
"category": "europa",
"diff": "Mittel",
"imagePath": "assets/img/dishes/kanelbulle.webp",
"tags": [
"Schweden",
"Fika",
"Welthandel"
],
"ings": [
"zimt",
"kardamom",
"rohrzucker"
],
"pantry": [
"Mehl (Weizen)",
"Hefe",
"Milch",
"Butter",
"Eier",
"Salz",
"Hagelzucker"
],
"recipe": {
"portions": 16,
"time_min": 150,
"steps": [
"Vorteig: 25 g frische Hefe in 300 ml lauwarmer Milch auflösen.",
"Hauptteig: 600 g Mehl + 80 g Zucker + 1 TL Salz + 1 TL gemahlener Kardamom + Milch-Hefe-Mix + 1 Ei + 100 g weiche Butter zu glattem Teig kneten. 10 min.",
"1 h bei warmer Raumtemperatur gehen lassen — Volumen verdoppelt sich.",
"Fülle: 100 g sehr weiche Butter mit 100 g braunem Zucker + 3 EL Zimt (Ceylon!) verrühren.",
"Teig zu Rechteck 40×50 cm ausrollen, Fülle gleichmäßig aufstreichen.",
"Von der langen Seite eng aufrollen — wie Strudel. Mit scharfem Messer 16 gleich dicke Scheiben schneiden.",
"Scheiben auf gefettetes Blech setzen, abgedeckt 45 min nachgehen lassen.",
"Mit verquirltem Ei bestreichen, mit Hagelzucker bestreuen.",
"Bei 220 °C 10 12 min backen — sie sollen goldbraun, aber innen noch saftig sein.",
"Sofort essen — oder mit Tee am Kanelbullens dag' (4. Oktober) feiern."
],
"tipp": "Kardamom ist die Geheimwaffe — er macht den Unterschied zwischen schwedisch' und nur Zimtschnecke'. Nicht weglassen!"
},
"nutrition": {
"portion_g": 80,
"kcal": 310,
"protein_g": 5,
"carbs_g": 42,
"fat_g": 13,
"fiber_g": 2,
"salt_g": 0.4
},
"lehrplan": {
"eh": "Hefeteig + Touren-Technik — verstehen, wie Gluten und Hefe zusammenarbeiten.",
"gw": "Zimt aus Sri Lanka, Kardamom aus Guatemala — eine schwedische Kaffepause mit Weltreise.",
"bu": "Kardamom ist nach Safran das teuerste Gewürz. Was bedeutet nachhaltig produziertes Gewürz' wirklich?",
"de": "Kanelbulle' (sing.) — Kanelbullar' (plur.). Schwedisch unterscheidet zwischen Käse-Brötchen-Plural ohne -s' wie im Deutschen."
},
"fact": "In Schweden gibt's seit 1999 den Kanelbullens dag' am 4. Oktober — ein Feiertag für die Zimtschnecke. Die Heimbäcker-Industrie war damals besorgt, dass jüngere Schweden weniger backen. Heute werden zu diesem Tag mehrere Millionen Kanelbullar verkauft.",
"diff_note": "Hefeteig braucht Zeit, Wickel-Schneide-Technik ist easy"
},
"pierogi-ruskie": {
"name": "Pierogi Ruskie (Teigtaschen)",
"emoji": "🥟",
"origin": "Polen",
"category": "europa",
"diff": "Mittel",
"imagePath": "assets/img/dishes/pierogi-ruskie.webp",
"tags": [
"Polen",
"Teigtaschen",
"Comfort Food"
],
"ings": [
"pfeffer",
"schmand"
],
"pantry": [
"Mehl (Glatt)",
"Eier",
"Erdäpfel (mehlig)",
"Topfen (Quark)",
"Zwiebel",
"Butter",
"Salz",
"Sahne",
"Schnittlauch"
],
"recipe": {
"portions": 4,
"time_min": 90,
"steps": [
"Teig: 400 g Mehl + 1 Ei + 1 TL Salz + ca. 200 ml lauwarmes Wasser zu glattem, weichem Teig verkneten. 30 min ruhen.",
"Fülle: 400 g mehlige Erdäpfel weichkochen, schälen, durchpressen. Mit 200 g Magertopfen + 1 fein gehackter und in Butter glasiger Zwiebel + Salz + Pfeffer mischen.",
"Teig hauchdünn ausrollen (2 mm), Kreise mit Glas (Ø 8 cm) ausstechen.",
"Auf jeden Kreis 1 TL Fülle, zu Halbmond zusammenklappen, Rand fest andrücken — wie Kärntner Kasnudeln.",
"In siedendem Salzwasser 4 5 min ziehen lassen, bis sie an die Oberfläche kommen.",
"TOPPING: 2 große Zwiebeln in feine Ringe, in 50 g Butter goldbraun rösten.",
"Pierogi auf Tellern anrichten, mit den Röstzwiebeln + 2 EL Sahne pro Portion krönen. Mit Schnittlauch bestreuen."
],
"tipp": "Ruskie' bedeutet NICHT russisch' — sondern bezieht sich auf die historische Ruthenien' (heute Westukraine). Polnisches Klassik-Gericht!"
},
"nutrition": {
"portion_g": 320,
"kcal": 420,
"protein_g": 16,
"carbs_g": 60,
"fat_g": 12,
"fiber_g": 4,
"salt_g": 1.8
},
"lehrplan": {
"eh": "Teigtaschen-Familie: Maultaschen (DE), Kasnudeln (AT), Pierogi (PL), Ravioli (IT). Diskussion: warum gibt es DIESE Form so verbreitet?",
"gw": "Polen + Westukraine — Grenzland-Küche. Historische Region Galizien' (1772 1918 österreichisch). Wie Politik die Küche prägt.",
"bu": "Hauptzutaten lokal: Erdäpfel, Topfen, Zwiebel. Klima-Footprint sehr niedrig — vegetarische Variante.",
"de": "Pierogi' = Pluralform, Singular ist pierog'. Im Deutschen oft falsch verwendet (ein Pierogi'). Sprachgebrauch in der Migration."
},
"fact": "Pierogi sind nicht russisch'! Der Name Ruskie' bezieht sich auf die Kiewer Rus' — eine slawische Hochkultur des 9.13. Jh. Heute ist es das polnische Nationalgericht. Streit über das richtige' Rezept tobt zwischen Polen und Ukraine bis heute.",
"diff_note": "Teigtaschen formen wie Kasnudeln — Geduld und ein flaches Werkzeug"
},
"gulasch": {
"name": "Ungarisches Gulasch (Gulyás)",
"emoji": "🍲",
"origin": "Ungarn",
"category": "europa",
"diff": "Mittel",
"imagePath": "assets/img/dishes/gulasch.webp",
"tags": [
"Ungarn",
"Eintopf",
"Paprika"
],
"ings": [
"paprika",
"kuemmel",
"tomaten"
],
"pantry": [
"Rindfleisch (Wadschunken)",
"Zwiebel",
"Schweineschmalz",
"Knoblauch",
"Erdäpfel",
"Karotten",
"Paprikaschoten",
"Salz",
"Lorbeer"
],
"recipe": {
"portions": 6,
"time_min": 150,
"steps": [
"1,2 kg Rindfleisch (Wadschunken oder Schulter) in 3 cm Würfel schneiden.",
"500 g Zwiebeln fein hacken — fast so viel Zwiebel wie Fleisch! Das ist der Schlüssel.",
"In großem Topf 3 EL Schweineschmalz erhitzen. Zwiebeln 20 min bei kleiner Hitze goldbraun schmoren — Geduld!",
"Vom Herd nehmen, 3 EL süßes Paprikapulver + 1 TL scharfes Paprikapulver einrühren — NIE über Hitze, sonst wird's bitter.",
"1 TL gemahlener Kümmel, 2 zerdrückte Knoblauchzehen, Salz.",
"Fleisch zugeben, gut umrühren, bis es ringsum Farbe nimmt. Nur SO VIEL Wasser angießen, dass das Fleisch eben bedeckt ist.",
"Mit 1 Lorbeerblatt 2 h bei kleiner Hitze schmoren. Nicht zu früh würzen — Fleisch ist sonst zäh.",
"Letzte 30 min: 4 Erdäpfel + 2 Karotten + 1 rote Paprika in Stücke, alles mitkochen.",
"Abschmecken — Konsistenz: zwischen Eintopf und Sauce. Mit frischem Brot servieren."
],
"tipp": "Original-Gulasch hat KEINE Mehlschwitze. Die Bindung kommt allein von den Zwiebeln, die im Schmoren zu Pulpe zerfallen. Geduld ist der Geheimcode."
},
"nutrition": {
"portion_g": 420,
"kcal": 520,
"protein_g": 38,
"carbs_g": 28,
"fat_g": 28,
"fiber_g": 5,
"salt_g": 2.4
},
"lehrplan": {
"eh": "Zwiebel als Saucenbinder' — Pektine und Mucilage geben die Konsistenz. Praktische Lebensmittelchemie.",
"gw": "Paprika kam erst 1492 aus Amerika — und wurde in Ungarn (Szegedin, Kalocsa) zur Welt-Spitzensorte gezüchtet. Das typisch ungarische' Gulasch ist erst 300 Jahre alt.",
"bu": "Rindfleisch hoch im Klima-Footprint. Im Vergleich Kärntner Kasnudeln (vegetarisch): Faktor 8.",
"de": "Gulasch' (DE) = Gulyás' (HU) = Pörkölt' (Variation ohne Erdäpfel). Wortfamilie um das ungarische Original."
},
"fact": "Das ungarische Original Gulyás' ist eine SUPPE — was wir in Mitteleuropa als Gulasch kennen (sämig, kurz), heißt in Ungarn Pörkölt'. Echtes Wiener Saftgulasch wäre für Ungarn ein Sub-Variante.",
"diff_note": "Zwiebeln 20 min karamellisieren — wer das aushält, schafft alles"
}
}