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geograsim/App/php/seed_glossar_eu_werkstatt.php
Adminator 1e51ef7def Nachtrag: alle bisher untracked Ordner + hängende Änderungen mit-committen
- Konzept/, didaktik_geografie/, didaktik_simulation/, v2-modules/, v2-platform/
- 12 code-workspace-Files
- STATUS-*.md
- viele M/D/R-Änderungen an bereits getrackten Files
- .gitignore verstärkt: **/.humaninput/, **/secret_keys.txt

Co-Authored-By: Claude Opus 4.7 <noreply@anthropic.com>
2026-07-08 02:27:02 +02:00

190 lines
20 KiB
PHP

<?php
/**
* Glossar-Seed: EU-Werkstatt-Begriffe
* -----------------------------------
* 12 Begriffe rund um EU-Demokratie, Institutionen und politische
* Beteiligung. Aus dem internen Konzept-Modal von
* App/sims/eu-werkstatt/game.html zentralisiert, damit Schueler*innen
* dieselben Begriffe modul-uebergreifend nachschlagen koennen.
*
* Idempotent. PHP/PDO mit utf8mb4. Kategorie 'gesellschaft'.
*
* Aufruf: c:\xampp\php\php.exe App/php/seed_glossar_eu_werkstatt.php
*/
require_once __DIR__ . '/config/db.php';
$db = getDB();
echo "=== Glossar-Seed EU-Werkstatt ===\n";
$entries = [
[
'key_slug' => 'eu-kommission',
'title' => 'EU-Kommission',
'short' => 'Die "Regierung" der EU. Sie hat als Einzige das Recht, neue EU-Gesetze vorzuschlagen.',
'text' => "Die EU-Kommission ist so etwas wie die Regierung der Europäischen Union. Sie schlägt neue Gesetze vor, kümmert sich um die tägliche Verwaltung und kontrolliert, ob sich die Mitgliedsländer an EU-Regeln halten.\n\nIn der Kommission sitzen 27 Kommissar*innen — eine pro Mitgliedsland. An der Spitze steht eine Präsidentin oder ein Präsident; aktuell ist das Ursula von der Leyen aus Deutschland (seit 2019, zweite Amtszeit seit 2024). Sitz ist das Berlaymont-Gebäude in Brüssel.\n\nNur die Kommission darf offizielle Gesetzesvorschläge einbringen — das nennt man Initiativrecht. Parlament und Ministerrat können sie nur auffordern, einen Vorschlag zu erarbeiten.",
'short_easy' => 'Die Kommission ist wie die Regierung der EU. Nur sie darf neue EU-Gesetze vorschlagen.',
'text_easy' => "Die EU-Kommission schlägt neue Gesetze vor.\n27 Kommissar*innen — einer pro Land.\nDie Chefin heißt Ursula von der Leyen.\nSie sitzen in Brüssel.\nNur die Kommission darf Gesetze starten.",
'unit' => '27 Kommissar*innen',
'category' => 'gesellschaft',
],
[
'key_slug' => 'eu-parlament',
'title' => 'EU-Parlament',
'short' => 'Das einzige EU-Organ, das direkt von den Bürger*innen gewählt wird. Es vertritt 450 Millionen Europäer*innen.',
'text' => "Das Europäische Parlament ist die einzige EU-Institution, die direkt von den Bürger*innen gewählt wird. Es vertritt also alle EU-Bürger*innen. Zusammen mit dem Ministerrat beschließt es die Gesetze, kontrolliert die Kommission und entscheidet über den EU-Haushalt.\n\n720 Abgeordnete sitzen im Parlament — verteilt nach Bevölkerungsgröße. Aus Österreich kommen 20 Abgeordnete. Gewählt wird alle 5 Jahre, in Österreich ab 16 Jahren.\n\nDie Abgeordneten sitzen nicht nach Ländern, sondern nach politischer Richtung in Fraktionen (EVP, S&D, Renew, Grüne …). Das Parlament tagt in Straßburg und Brüssel. Präsidentin ist Roberta Metsola aus Malta.",
'short_easy' => 'Das EU-Parlament wird direkt gewählt. 720 Abgeordnete vertreten dort die Bürger*innen.',
'text_easy' => "Das EU-Parlament wird von uns gewählt.\nEs hat 720 Abgeordnete.\n20 Abgeordnete kommen aus Österreich.\nIn Österreich darfst du ab 16 Jahren wählen.\nWahl ist alle 5 Jahre.",
'unit' => '720 Sitze',
'category' => 'gesellschaft',
],
[
'key_slug' => 'rat-der-eu',
'title' => 'Rat der EU (Ministerrat)',
'short' => 'Vertritt die Regierungen der 27 Mitgliedsländer. Beschließt zusammen mit dem Parlament die EU-Gesetze.',
'text' => "Der Rat der EU — auch Ministerrat genannt — vertritt die Regierungen der 27 Mitgliedsländer. Zusammen mit dem EU-Parlament beschließt er alle EU-Gesetze. Beide sind gleichberechtigt: Wenn einer NEIN sagt, gibt es kein Gesetz.\n\nJe ein:e Minister*in pro Land sitzt am Tisch — also 27 Personen. Aber: Welche Minister*innen genau, hängt vom Thema ab. Bei Landwirtschaft die Agrarminister*innen, bei Geld die Finanzminister*innen, bei Außenpolitik die Außenminister*innen. Es gibt 10 verschiedene Rats-Formationen.\n\nDen Vorsitz hat alle 6 Monate ein anderes Land. Meistens wird mit qualifizierter Mehrheit abgestimmt: 55 % der Länder, die zusammen 65 % der Bevölkerung vertreten. Bei heiklen Themen (Steuern, Außenpolitik) braucht es Einstimmigkeit.\n\nNicht zu verwechseln mit dem Europäischen Rat — das ist das Treffen der Regierungschefs.",
'short_easy' => 'Im Ministerrat sitzt aus jedem EU-Land eine Ministerin oder ein Minister.',
'text_easy' => "Im Rat der EU sitzen 27 Minister*innen.\nFür jedes Land einer.\nWelche Minister kommen, hängt vom Thema ab.\nBei Landwirtschaft kommen die Agrarminister*innen.\nDer Rat muss neuen Gesetzen zustimmen.\nSonst werden sie nicht beschlossen.",
'unit' => '27 Minister*innen',
'category' => 'gesellschaft',
],
[
'key_slug' => 'europaeischer-rat',
'title' => 'Europäischer Rat',
'short' => 'Treffen der 27 Staats- und Regierungschefs. Gibt politische Richtung vor — beschließt aber KEINE Gesetze.',
'text' => "Der Europäische Rat ist das Gipfeltreffen der EU-Spitzen. Hier kommen die Staats- und Regierungschefs aller 27 Mitgliedsländer zusammen, um die großen politischen Weichen zu stellen.\n\nMit dabei sind 27 Regierungschef*innen (z. B. der österreichische Bundeskanzler, die finnische Premierministerin), die Präsidentin der EU-Kommission und der Präsident des Europäischen Rates selbst — aktuell António Costa aus Portugal (seit Dezember 2024).\n\nSie diskutieren die ganz großen Themen: Krieg in der Ukraine, Migrationspolitik, Klimaziele, Erweiterung der EU. Sie geben politische Richtungen vor, beschließen aber selbst KEINE Gesetze. Der Europäische Rat tagt mindestens 4-mal im Jahr in Brüssel.\n\nNicht verwechseln mit dem Rat der EU (Ministerrat) — die Bezeichnungen sind ähnlich, die Aufgaben unterschiedlich.",
'short_easy' => 'Treffen der Chefs aller EU-Länder. Sie machen keine Gesetze, aber große Pläne.',
'text_easy' => "Der Europäische Rat ist ein Gipfel-Treffen.\n27 Staatschefs treffen sich.\nSie machen KEINE Gesetze.\nSie sagen, was wichtig ist.\nSie treffen sich 4-mal pro Jahr in Brüssel.",
'unit' => '27 Regierungschefs',
'category' => 'gesellschaft',
],
[
'key_slug' => 'europaeische-buergerinitiative',
'title' => 'Europäische Bürgerinitiative',
'short' => 'Mit 1 Million Unterschriften aus 7 Ländern können EU-Bürger*innen die Kommission auffordern, ein Gesetz zu erarbeiten.',
'text' => "Die Europäische Bürgerinitiative (EBI) ist das stärkste demokratische Werkzeug, das einzelne EU-Bürger*innen direkt haben. Mit ihr kann man die EU-Kommission AUFFORDERN, sich offiziell mit einem Thema zu befassen und einen Gesetzesvorschlag zu erarbeiten. Wichtig: Es ist ein Aufforderungsrecht, kein direktes Initiativrecht — die Kommission muss reagieren, aber nicht zustimmen.\n\nEine Initiative startet mit einem Bürgerkomitee aus mindestens 7 Personen aus 7 Mitgliedsländern. Nach der Registrierung bleiben 12 Monate Zeit, um 1 Million Unterschriften aus mindestens 7 EU-Ländern zu sammeln. In jedem dieser Länder gilt zusätzlich eine länderspezifische Mindestzahl (in Österreich: 14.400 Unterschriften).\n\nIn Österreich darfst du schon ab 16 Jahren unterschreiben, in den meisten anderen Ländern erst ab 18.\n\nBei Erfolg muss die Kommission eine Anhörung im EU-Parlament durchführen und innerhalb von 6 Monaten öffentlich antworten. Bekannte Beispiele: „Right2Water“ (2014), „Stop Vivisection“ (2015), „End the Cage Age“ (2020).",
'short_easy' => 'Mit 1 Million Unterschriften können EU-Bürger*innen die Kommission auffordern, ein Gesetz zu machen.',
'text_easy' => "Du kannst eine Bürgerinitiative starten.\nDann sammelst du Unterschriften.\nDu brauchst 1 Million.\nAus mindestens 7 EU-Ländern.\nIn Österreich darfst du ab 16 unterschreiben.\nDie Kommission muss reagieren — aber nicht zustimmen.",
'unit' => '1 Mio Unterschriften, 7 Länder',
'category' => 'gesellschaft',
],
[
'key_slug' => 'eu-petition',
'title' => 'Petition (an das EU-Parlament)',
'short' => 'Eine schriftliche Eingabe ans EU-Parlament — schon eine Person reicht. Wirkt schwächer als eine Bürgerinitiative.',
'text' => "Eine Petition ist eine schriftliche Eingabe an das EU-Parlament. Du kannst dich beschweren oder etwas fordern — zum Beispiel wenn du findest, dass ein EU-Gesetz nicht richtig umgesetzt wird.\n\nEs reicht eine einzelne Person, die in der EU lebt. Auch Vereine und Firmen dürfen Petitionen einreichen. Eine Mindestzahl an Unterschriften ist nicht nötig.\n\nDer Petitionsausschuss des Parlaments prüft die Eingabe. Er kann sie an die Kommission weitergeben oder Stellungnahmen einholen. Politisch hat eine Petition aber viel weniger Gewicht als eine erfolgreiche Bürgerinitiative — die Kommission muss zwar antworten, aber sie ist nicht verpflichtet, ein Gesetz vorzubereiten.",
'short_easy' => 'Mit einer Petition kannst du dich allein ans EU-Parlament wenden.',
'text_easy' => "Eine Petition ist ein Brief ans EU-Parlament.\nEine Person reicht aus.\nDu kannst eine Beschwerde oder Bitte schicken.\nDer Petitionsausschuss liest sie.\nEine Bürgerinitiative wirkt aber viel stärker.",
'unit' => '1 Person reicht',
'category' => 'gesellschaft',
],
[
'key_slug' => 'initiativrecht',
'title' => 'Initiativrecht',
'short' => 'Das Recht, einen fertigen Gesetzestext einzubringen. In der EU haben das fast nur die Kommission.',
'text' => "Das Initiativrecht ist das Recht, einen fertig ausformulierten Gesetzestext offiziell ins Verfahren einzubringen. In der EU liegt dieses Recht fast ausschließlich bei der EU-Kommission (Art. 17 Abs. 2 EU-Vertrag).\n\nDrei Akteure können die Kommission aber AUFFORDERN, einen Vorschlag zu erarbeiten:\n• Das EU-Parlament (Art. 225 AEUV)\n• Der Ministerrat (Art. 241 AEUV)\n• 1 Million EU-Bürger*innen über eine Bürgerinitiative\n\nDie Kommission muss reagieren — sie ist aber nicht verpflichtet, dem zu folgen. Lehnt sie ab, muss sie ihre Entscheidung schriftlich begründen.\n\nWichtig zur Einordnung: In Österreich oder Deutschland dürfen Abgeordnete im Nationalrat oder Bundestag direkt Gesetze einbringen. Im EU-Parlament geht das nicht — das ist einer der wichtigsten Unterschiede zwischen nationaler und europäischer Demokratie.",
'short_easy' => 'Das Recht, einen fertigen Gesetzestext einzubringen. In der EU darf das nur die Kommission.',
'text_easy' => "Wer ein Gesetz einbringen will, braucht das Initiativrecht.\nIn der EU darf das nur die Kommission.\nParlament und Bürger*innen können sie nur AUFFORDERN.\nIn Österreich dürfen Abgeordnete selbst Gesetze einbringen.\nIn der EU geht das nicht.",
'unit' => null,
'category' => 'gesellschaft',
],
[
'key_slug' => 'mitentscheidung',
'title' => 'Mitentscheidung',
'short' => 'Standardweg eines EU-Gesetzes: Parlament UND Ministerrat müssen beide zustimmen.',
'text' => "Mitentscheidung — auch „ordentliches Gesetzgebungsverfahren“ genannt — ist der Standardweg, wie EU-Gesetze entstehen. Sowohl die direkt gewählten Abgeordneten (Parlament) als auch die nationalen Regierungen (Ministerrat) müssen dem Gesetz zustimmen. Beide sind gleichberechtigt.\n\nSehr oft haben Parlament und Rat unterschiedliche Vorstellungen. Dann beginnt der sogenannte Trilog: Vertreter*innen von Parlament, Rat und Kommission verhandeln einen Kompromiss. Das dauert oft Monate.\n\nWenn auch nach drei Lesungen keine Einigung gelingt, scheitert das Gesetz. Bekannte Erfolge der Mitentscheidung: das Aus der Roaming-Gebühren (2017), die Datenschutz-Grundverordnung DSGVO (2016), die einheitliche USB-C-Pflicht für Handys (2022), das Recht auf Reparatur (2024).",
'short_easy' => 'Parlament und Ministerrat müssen beide JA sagen, sonst gibt es kein EU-Gesetz.',
'text_easy' => "Bei der Mitentscheidung müssen beide JA sagen:\ndas EU-Parlament UND der Ministerrat.\nWenn einer NEIN sagt, kommt das Gesetz nicht.\nBei Streit gibt es Verhandlungen — den Trilog.\nDie meisten EU-Gesetze entstehen so.",
'unit' => null,
'category' => 'gesellschaft',
],
[
'key_slug' => 'eu-gesetz',
'title' => 'EU-Gesetz (Verordnung / Richtlinie)',
'short' => 'Eine Regel, die in allen 27 Mitgliedsländern gleichzeitig gilt — als Verordnung direkt oder als Richtlinie über nationale Gesetze.',
'text' => "Ein EU-Gesetz ist eine Regel, die in allen 27 Mitgliedsländern gleichzeitig gilt. So entsteht ein gemeinsamer europäischer Markt mit gemeinsamen Standards — egal, ob du in Wien, Madrid oder Helsinki einkaufst.\n\nEs gibt zwei Haupttypen:\n• Verordnungen gelten direkt in allen Ländern, ohne dass jedes Land sie in eigenes Recht „übersetzen“ muss (zum Beispiel die DSGVO).\n• Richtlinien geben ein Ziel vor, jedes Land muss aber selbst ein nationales Gesetz erlassen, um dieses Ziel umzusetzen. Das gibt mehr Flexibilität (zum Beispiel Verbraucherrechts-Richtlinien).\n\nViele EU-Gesetze sind so selbstverständlich geworden, dass viele gar nicht mehr wissen, dass sie aus Brüssel kommen: USB-C-Stecker, kein Roaming im EU-Ausland, einheitliche Lebensmittel-Kennzeichnung, der Datenschutz auf Webseiten.\n\nDie EU-Kommission kontrolliert, dass alle Länder die Gesetze einhalten. Wenn nicht, kann sie sie vor dem Europäischen Gerichtshof verklagen — auch Österreich wurde schon mehrfach verklagt.",
'short_easy' => 'Ein EU-Gesetz gilt in allen 27 EU-Ländern. Beispiele: USB-C, Datenschutz, kein Roaming.',
'text_easy' => "Ein EU-Gesetz gilt in allen 27 EU-Ländern.\nEs gibt zwei Arten:\nVerordnungen gelten sofort überall.\nRichtlinien sagen, was die Länder erreichen sollen.\nDann macht jedes Land sein eigenes Gesetz dazu.\nBeispiele: USB-C, kein Roaming, Datenschutz.",
'unit' => null,
'category' => 'gesellschaft',
],
[
'key_slug' => 'eu-zustaendigkeit',
'title' => 'EU-Zuständigkeit',
'short' => 'Die EU darf nur Gesetze zu Themen machen, für die sie nach den Verträgen zuständig ist.',
'text' => "Die EU ist kein Bundesstaat. Sie darf nur Gesetze zu Themen machen, für die ihr die Mitgliedsländer in den EU-Verträgen ausdrücklich Macht übertragen haben. Alles andere bleibt in der Hand der einzelnen Länder.\n\nKlar EU-Sache sind: gemeinsamer Markt (z. B. USB-C-Pflicht, Roaming), Zollpolitik, Wettbewerbsregeln, Klimaschutz, Verbraucherschutz, Tierschutz auf Bauernhöfen.\n\nLändersache bleiben: Schulsystem, Steuern (meistens), Pensionen, Gesundheitssystem, Polizei, Familienrecht. Auch ein EU-Austritt eines Landes ist ausschließlich Sache des betreffenden Landes selbst (Artikel 50 EU-Vertrag).\n\nWenn eine Bürgerinitiative ein Thema betrifft, das nicht EU-Sache ist, lehnt die Kommission die Registrierung ab. So endete „Stop Brexit“: abgelehnt, weil die EU einem Mitgliedsland den Austritt nicht verbieten darf.",
'short_easy' => 'Die EU darf nicht alles regeln. Schule, Steuern und Polizei bleiben Sache der einzelnen Länder.',
'text_easy' => "Die EU regelt manche Themen für alle Länder.\nZum Beispiel: USB-C, Klima, Verbraucherschutz.\nAber nicht alles!\nSchule, Polizei, Steuern macht jedes Land selbst.\nAuch der EU-Austritt ist Sache des Landes.",
'unit' => null,
'category' => 'gesellschaft',
],
[
'key_slug' => 'lobbyismus',
'title' => 'Lobbyismus',
'short' => 'Konzerne, Verbände und NGOs versuchen, Politiker*innen zu beeinflussen. In Brüssel arbeiten rund 12.000 Lobby-Organisationen.',
'text' => "Lobbyismus ist die organisierte Einflussnahme auf Politiker*innen. Lobbyist*innen treffen Abgeordnete und Kommissar*innen, schreiben Stellungnahmen, organisieren Studien — mit dem Ziel, dass Gesetze in ihrem Sinne ausfallen.\n\nWer betreibt Lobbyismus? Alle, die ein Interesse haben: große Konzerne (Apple, Google, Volkswagen), Branchenverbände (Bauernverband, Industrieverband), aber auch Umweltorganisationen (Greenpeace, WWF), Tierschützer*innen und Gewerkschaften.\n\nIm EU-Transparenzregister sind rund 12.000 Organisationen eingetragen. Konzerne geben dabei oft Millionenbeträge aus. Die Tabakindustrie, Banken und Tech-Konzerne gehören zu den größten Ausgebern.\n\nIn einer Demokratie ist Lobbyismus erlaubt — jede:r darf Interessen vertreten. Problematisch wird es, wenn nur die Reichen und Mächtigen gehört werden. Deshalb gibt es das Transparenzregister: Lobbyist*innen müssen sich eintragen und ihre Ausgaben offenlegen.",
'short_easy' => 'Lobbyismus heißt: jemand versucht, Politiker*innen zu beeinflussen. In Brüssel sind das rund 12.000 Organisationen.',
'text_easy' => "Lobbyismus heißt: jemand will Politiker*innen beeinflussen.\nDas machen Firmen, Verbände, NGOs.\nIn Brüssel gibt es rund 12.000 Lobby-Gruppen.\nLobbyismus ist erlaubt — aber nicht immer fair.\nIm Transparenzregister sieht man, wer Lobbyarbeit macht.",
'unit' => '~12.000 in Brüssel',
'category' => 'gesellschaft',
],
[
'key_slug' => 'freiwillige-vereinbarung',
'title' => 'Freiwillige Vereinbarung',
'short' => 'Statt eines Gesetzes versprechen Hersteller, ein Ziel selbst zu erreichen. Klappt das nicht, kommt das Gesetz.',
'text' => "Bei einer freiwilligen Vereinbarung („Memorandum of Understanding“) versprechen Unternehmen einer Branche, ein bestimmtes Ziel von selbst zu erreichen — ohne dass die EU ein Gesetz macht.\n\nKlingt nett, ist aber oft schwach: Wer nicht mitmacht, hat keine Konsequenzen. Die EU greift erst dann zum Gesetz, wenn die Selbstverpflichtung nicht funktioniert.\n\nLehrbuch-Beispiel: das Ladekabel. Schon 2009 unterschrieben fast alle Handy-Hersteller eine freiwillige Vereinbarung — bis 2014 sollte es nur noch einen Lade-Standard geben. Apple machte nicht mit, andere Hersteller hielten sich nur teilweise daran. Erst 2021 schlug die EU ein verbindliches Gesetz vor, das 2022 beschlossen wurde: die USB-C-Pflicht ab Ende 2024.\n\nFreiwillige Vereinbarungen sind also schneller und politisch einfacher — aber nur so stark wie der gute Wille der Unterzeichner.",
'short_easy' => 'Hersteller versprechen, ein Ziel selbst zu erreichen. Wenn das scheitert, kommt ein echtes Gesetz.',
'text_easy' => "Statt eines Gesetzes machen Firmen ein Versprechen.\nSie sagen: wir erreichen das selbst.\nDas geht oft schneller als ein Gesetz.\nAber wenn jemand sich nicht dran hält — keine Strafe.\nKlappt es nicht, kommt doch ein Gesetz (z.B. USB-C).",
'unit' => null,
'category' => 'gesellschaft',
],
];
// Upsert je Eintrag
$insertStmt = $db->prepare("
INSERT INTO glossar (key_slug, title, short, text, short_easy, text_easy, unit, category, sort_order)
VALUES (?,?,?,?,?,?,?,?,?)
ON DUPLICATE KEY UPDATE
title = VALUES(title),
short = VALUES(short),
text = VALUES(text),
short_easy = VALUES(short_easy),
text_easy = VALUES(text_easy),
unit = VALUES(unit),
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sort_order = VALUES(sort_order)
");
$linkStmt = $db->prepare("INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) VALUES (?, 'eu-werkstatt')");
$idStmt = $db->prepare('SELECT id FROM glossar WHERE key_slug = ?');
$count = 0;
$linked = 0;
foreach ($entries as $i => $e) {
$insertStmt->execute([
$e['key_slug'], $e['title'], $e['short'], $e['text'],
$e['short_easy'], $e['text_easy'], $e['unit'], $e['category'], $i + 1000 // sort_order >1000 => hinten in der gesellschaft-Kategorie
]);
$count++;
$idStmt->execute([$e['key_slug']]);
$glossarId = (int) $idStmt->fetchColumn();
if ($glossarId) {
$linkStmt->execute([$glossarId]);
$linked++;
}
}
echo " glossar ... $count Eintraege upserted (Kategorie 'gesellschaft', EU-Werkstatt)\n";
echo " glossar_modules ... $linked Verknuepfungen zu eu-werkstatt (INSERT IGNORE)\n";
// Bilanz
$total = (int) $db->query("SELECT COUNT(*) FROM glossar")->fetchColumn();
$linkedTotal= (int) $db->query("SELECT COUNT(*) FROM glossar_modules WHERE module_id='eu-werkstatt'")->fetchColumn();
echo "\n=== Bilanz ===\n";
echo " glossar gesamt: $total\n";
echo " glossar_modules eu-werkstatt: $linkedTotal\n";
echo "\nFertig.\n";