-- ============================================================ -- Buch-Kapitel Weltküche: Glossar-Ergänzung + Modul-Mapping -- Stand: 2026-07-15 · Auftrag "Schulbuch ↔ Glossar verbinden" -- 6 neue Begriffe (mit Leichter Sprache) + Modul-Zuordnung für -- ALLE im Kapitel buch-weltkueche.php verwendeten g()-Slugs. -- Idempotent (INSERT IGNORE), mehrfach ausführbar, MySQL-kompatibel. -- ============================================================ INSERT IGNORE INTO glossar (key_slug, title, short, text, category, short_easy, text_easy, sort_order) VALUES ('selbstversorgungsgrad', 'Selbstversorgungsgrad', 'Gibt in Prozent an, wie viel von einem Lebensmittel ein Land selbst erzeugt – gemessen am eigenen Verbrauch.', 'Der Selbstversorgungsgrad misst, wie viel ein Land von einem Lebensmittel selbst erzeugt, verglichen mit dem, was es verbraucht: Erzeugung geteilt durch Verbrauch, in Prozent. 100 % heißt: Die eigene Produktion deckt genau den eigenen Bedarf. Werte über 100 % sind möglich – dann wird der Überschuss exportiert: Österreich liegt bei Milch bei 177 %. Bei Obst (33 %), Fisch (8 %) oder Reis (unter 1 %) muss dagegen importiert werden. Achtung, häufiges Missverständnis: Die Zahl sagt nicht, wie viele Menschen sich von heimischen Produkten ernähren, sondern vergleicht nur Mengen.', 'wirtschaft', 'Der Selbst-Versorgungs-Grad zeigt: Wie viel von seinem Essen macht ein Land selbst?', 'Ein Land braucht Essen.\nManches macht es selbst. Manches kauft es von anderen Ländern.\nDer Selbst-Versorgungs-Grad zeigt das in Prozent.\n100 Prozent heißt: Das Land macht genau so viel, wie es braucht.\nÖsterreich hat bei Milch mehr als genug.\nBei Obst und Fisch kauft es viel dazu.', 2012), ('wertschoepfungskette', 'Wertschöpfungskette', 'Alle Stationen eines Produkts vom Rohstoff bis zum Verkauf – an jeder entsteht Wert, und jede verdient mit.', 'Die Wertschöpfungskette beschreibt alle Schritte, die ein Produkt vom Rohstoff bis ins Regal durchläuft: Anbau, Ernte, Transport, Verarbeitung, Handel. An jeder Station kommt Wert dazu – und jede Station will am Verkaufspreis mitverdienen. Beispiel Schokolade: Von einem Euro Ladenpreis erreichen nur etwa 8 Cent die Kakaobauern-Familien am Anfang der Kette; der Großteil bleibt bei Verarbeitung, Marke und Handel. Wer wissen will, wem sein Einkauf nützt, muss die ganze Kette anschauen – genau dort setzen Fair Trade und Lieferkettenregeln an.', 'wirtschaft', 'Die Wert-Schöpfungs-Kette zeigt alle Schritte von der Ernte bis ins Geschäft.', 'Ein Produkt macht viele Schritte.\nZum Beispiel Schokolade: Anbau, Ernte, Transport, Fabrik, Geschäft.\nDas nennt man Wert-Schöpfungs-Kette.\nJeder Schritt will Geld verdienen.\nDie Bauern-Familien am Anfang bekommen oft am wenigsten.', 2013), ('flugware', 'Flugware', 'Lebensmittel, die per Flugzeug importiert werden – der klimaschädlichste Transportweg beim Essen.', 'Flugware nennt man Lebensmittel, die per Flugzeug zu uns transportiert werden – meist empfindliche, schnell verderbliche Produkte wie Beeren, Spargel außerhalb der Saison oder frischer Fisch. Das Flugzeug verursacht pro Tonnen-Kilometer rund 60-mal so viel CO₂ wie das Schiff (500 statt 8 Gramm). Zum Glück ist Flugware selten: Nur etwa 0,16 % der weltweiten Lebensmittel-Transportkilometer laufen über das Flugzeug, fast 60 % über das Schiff. Die Banane per Schiff ist darum kein Klimaproblem – wer aber Flugware meidet, nutzt beim Transport den größten Hebel.', 'verkehr', 'Flug-Ware ist Essen, das mit dem Flugzeug zu uns kommt.', 'Manches Essen kommt mit dem Flugzeug.\nZum Beispiel Beeren im Winter.\nDas nennt man Flug-Ware.\nDas Flugzeug macht sehr viel CO₂.\nViel mehr als das Schiff.\nDarum ist Flug-Ware schlecht für das Klima.', 2014), ('off-season-import', 'Off-Season-Import', 'Import von Obst und Gemüse außerhalb der heimischen Saison – etwa Erdbeeren oder Trauben im Winter.', 'Off-Season-Import (englisch off season = außerhalb der Saison) bedeutet: Ein Lebensmittel wird genau dann eingeführt, wenn es bei uns gerade nicht wächst. Weintrauben aus Südafrika oder Erdbeeren aus Übersee füllen so unsere Wintermonate – möglich machen das die umgekehrten Jahreszeiten der Südhalbkugel und schnelle Transportwege. Klimatisch ist Off-Season-Ware oft heikel: Sie kommt teils als Flugware oder aus beheizten Glashäusern. Die Freiland-Tomate im August schneidet deshalb deutlich besser ab als dieselbe Tomate im Jänner.', 'wirtschaft', 'Off-Season-Import heißt: Obst und Gemüse kommen im Winter aus fernen Ländern.', 'Bei uns wächst im Winter wenig.\nTrotzdem gibt es im Geschäft Erdbeeren und Trauben.\nSie kommen dann aus fernen Ländern.\nZum Beispiel aus Süd-Afrika. Dort ist dann Sommer.\nDas nennt man Off-Season-Import.\nDer lange Weg ist oft schlecht für das Klima.', 2015), ('ernaehrungspyramide', 'Ernährungspyramide', 'Grafik in Pyramidenform, die zeigt, wovon man viel und wovon man wenig essen und trinken soll.', 'Die Ernährungspyramide ordnet Lebensmittel nach der empfohlenen Menge: Unten steht, wovon man viel braucht, oben, was selten sein soll. Die österreichische Pyramide empfiehlt: viel Wasser und ungesüßte Getränke, täglich Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst, regelmäßig Getreide und Erdäpfel, maßvoll Milchprodukte und Fisch, wenig Fleisch und selten Süßes oder sehr Fettes. Sie ist eine Orientierung für den Alltag, kein Verbot – entscheidend ist die Mischung über die ganze Woche. Nährwertangaben auf Verpackungen (kcal, Eiweiß, Fett, Salz) helfen beim Vergleichen einzelner Produkte.', 'gesellschaft', 'Die Ernährungs-Pyramide zeigt: Davon viel essen, davon wenig.', 'Die Ernährungs-Pyramide ist ein Bild.\nUnten steht: Davon brauchst du viel.\nOben steht: Davon nur wenig.\nViel trinken, am besten Wasser.\nViel Gemüse und Obst essen.\nWenig Fleisch und wenig Süßes.', 2016), ('lebensmittelverschwendung', 'Lebensmittelverschwendung', 'Essbare Lebensmittel, die im Müll landen statt gegessen zu werden – in Österreich rund 70 kg pro Kopf und Jahr.', 'Von Lebensmittelverschwendung spricht man, wenn essbare Lebensmittel weggeworfen werden – im Haushalt, im Handel oder in Gasthäusern. Österreichs Haushalte entsorgen pro Jahr rund 635.000 Tonnen Lebensmittel, etwa 70 kg pro Person; mehr als die Hälfte davon wäre vermeidbar. Verschwendet wird dabei nicht nur Geld, sondern alles, was im Essen steckt: Wasser, Ackerfläche, Arbeit und Transport – die ganze Weltreise war umsonst. Einfache Gegenmittel: Einkauf planen, Reste verwerten und wissen, dass „mindestens haltbar bis" nicht „schlecht ab" bedeutet.', 'umwelt', 'Lebensmittel-Verschwendung heißt: Gutes Essen landet im Müll.', 'Viel Essen landet im Müll.\nIn Österreich sind das ungefähr 70 Kilo pro Person im Jahr.\nViel davon wäre noch gut.\nDas ist schade um das Essen und um das Geld.\nBesser: Nur kaufen, was man braucht.\nUnd Reste am nächsten Tag essen.', 2017); -- ------------------------------------------------------------ -- Modul-Mapping: ALLE im Kapitel verwendeten Glossar-Begriffe -- (neue + bestehende g()-Slugs) → Modul 'weltkueche'. -- INSERT IGNORE = idempotent, nie IDs hardcoden. -- ------------------------------------------------------------ INSERT IGNORE INTO glossar_modules (glossar_id, module_id) SELECT id, 'weltkueche' FROM glossar WHERE key_slug IN ( -- neue Begriffe dieses Auftrags 'selbstversorgungsgrad', 'wertschoepfungskette', 'flugware', 'off-season-import', 'ernaehrungspyramide', 'lebensmittelverschwendung', -- bestehende g()-Slugs des Kapitels 'klimazone', 'welthandel', 'co2-fussabdruck-lebensmittel', 'saisonal-regional', 'fair-trade', 'kakao-bohne', 'plantage', 'monsun', 'hartweizen', 'bestaeubung', 'welternte', 'monokultur' );