Gesamtausgabe Inhalt Überblick 1 Grundlagen 13 Sprachen 45 Deutsch 66 Deutsch/Italienisch/ Romanisch 1. Fremdsprache 99 Englisch 2. Fremdsprache 127 Französisch/Italienisch/ Romanisch 3. Fremdsprache 155 Mathematik 179 Natur, Mensch, Gesellschaft 219 Natur, Mensch, Gesellschaft 245 Natur und Technik 287 Wirtschaft, Arbeit, Haushalt 306 Räume, Zeiten, Gesellschaften 318 Ethik, Religionen, Gemeinschaft 338 Gestalten 349 Bildnerisches Gestalten 364 Textiles und Technisches Gestalten 379 Musik 395 Bewegung und Sport 423 Medien und Informatik 455 Berufliche Orientierung 475 Überblick Impressum Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden Lehrplan 21 Graubünden Herausgeber: Fassung vom 15.03.2016 Zu diesem Dokument: raschle & partner, Bern Claudio Minutella Design: Alle Rechte liegen beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden. Titelbild: gr-d.lehrplan.ch Copyright: Internet: Überblick | Lehrplan 21 | Inhalt Inhalt Einleitung 4 Überblick Lehrplan 21 5 Aufbau Lehrplan 21 6 Struktur der Fachbereichs- und der Modullehrpläne 7 ÜB 15.3.2016 Lehrplan 21 4 Überblick | Lehrplan 21 | Einleitung Einleitung Der Kanton Graubünden übernimmt den Kompetenzaufbau des Lehrplans 21 in den einzelnen Fachbereichslehrplänen unverändert. Einzelne Kompetenzen wurden mit kantonsspezifischen Beispielen ergänzt. Die einleitenden Kapitel berücksichtigen die kantonalen Rahmenbedingungen insbesondere im Bereich der Sprachen. Gestützt auf Art. 29 des Gesetzes für die Volksschulen des Kantons Graubünden (Schulgesetz) vom 21. März 2012 hat die Regierung am 15. März 2016 diese kantonale Fassung des Lehrplans 21 genehmigt. Der Lehrplan 21 Graubünden tritt ab Schuljahr 2018/19 für den Kindergarten, die Primarschule sowie die 1. und 2. Klassen der Sekundarstufe I in Kraft. Im Schuljahr 2019/20 folgt die Umsetzung in der 3. Klasse der Sekundarstufe I auf der Basis der entsprechenden Weisungen. Ab Inkraftsetzung des Lehrplanes 21 Graubünden gelten auf der Basis des erwähnten Regierungsbeschlusses die neuen Lektionentafeln Volksschule Graubünden. Weitere Informationen sind auf der Website des Amtes für Volksschule und Sport zu finden. Der Lehrplan 21 Graubünden beschreibt den bildungspolitisch legitimierten Auftrag der Gesellschaft an die Volksschule. Er legt die Ziele für den Unterricht aller Stufen der Volksschule fest und ist ein Planungsinstrument für Lehrpersonen, Schulen und Bildungsbehörden. Er orientiert Eltern und Erziehungsberechtigte, Schülerinnen und Schüler, die Abnehmer der Sekundarstufe II, die Pädagogischen Hochschulen und die Lehrmittelschaffenden über die in der Volksschule zu erreichenden Kompetenzen. Das hier vorliegende Kapitel Überblick gibt den Lehrpersonen und allen anderen Nutzerinnen und Nutzern des Lehrplans einen Überblick über den Lehrplan 21, seinen Aufbau, seine Elemente und die darin festgelegten Verbindlichkeiten. Ausführlichere Informationen zu den pädagogischen und konzeptionellen Grundlagen des Lehrplans 21 Graubünden sind im Kapitel Grundlagen zu finden. ÜB Lehrplan 21 15.3.2016 Überblick | Lehrplan 21 | Überblick Lehrplan 21 5 Überblick Lehrplan 21 Zyklus Überblick Bildungsziele Grundlagen Lern- und Unterrichtsverständnis Überfachliche Kompetenzen Sprachen Bildung für Nachhaltige Entwicklung Schwerpunkte des 1. Zyklus Schwerpunkte des 2. und 3. Zyklus Einleitung Deutsch: Kompetenzaufbau Englisch 1. Fremdsprache: Kompetenzaufbau Zusätzliche Sprachenlehrpläne für den Kanton Graubünden Mathematik Einleitung Natur, Mensch, Gesellschaft Kompetenzaufbau Gestalten Einleitung Musik Natur, Mensch, Gesellschaft: Kompetenzaufbau Bewegung und Sport Natur und Technik (mit Physik, Chemie, Biologie): Kompetenzaufbau Medien und Informatik Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (mit Hauswirtschaft): Kompetenzaufbau Berufliche Orientierung Räume, Zeiten, Gesellschaften (mit Geografie, Geschichte): Kompetenzaufbau Ethik, Religionen, Gemeinschaft (mit Lebenskunde): Kompetenzaufbau Einleitung Bildnerisches Gestalten: Kompetenzaufbau Textiles und Technisches Gestalten: Kompetenzaufbau Einleitung Kompetenzaufbau Einleitung Kompetenzaufbau Einleitung Kompetenzaufbau Einleitung Kompetenzaufbau ÜB 15.3.2016 Lehrplan 21 6 Überblick | Lehrplan 21 | Aufbau Lehrplan 21 Aufbau Lehrplan 21 Der Lehrplan 21 unterteilt die elf Schuljahre in drei Zyklen. Der 1. Zyklus umfasst zwei Jahre Kindergarten und die ersten zwei Jahre der Primarstufe (bis Ende 2. Zyklen Klasse). Der 2. Zyklus umfasst vier Jahre Primarstufe (3. bis 6. Klasse) und der 3. Fachbereiche Zyklus die drei Jahre der Sekundarstufe I (7. bis 9. Klasse). Module Der Lehrplan 21 ist in sechs Fachbereiche Sprachen; Mathematik; Natur, Mensch Überfachliche Kompetenzen Gesellschaft (NMG); Gestalten; Musik sowie Bewegung und Sport strukturiert. Für Bildung für Nachhaltige jeden Fachbereich werden die Kompetenzen beschrieben, welche die Schülerinnen Entwicklung (BNE) und Schüler im Laufe der Volksschule erwerben. Im 1. Zyklus orientiert sich der Unterricht stark an der Entwicklung der Kinder und wird vor allem zu Beginn fächerübergreifend organisiert und gestaltet. Das Spiel hat eine hohe Bedeutung. Um dieser Ausrichtung Rechnung zu tragen, zeigen im Lehrplan 21 neun entwicklungsorientierte Zugänge auf, wie an der Entwicklung und dem Lernen des Kindes im 1. Zyklus angeknüpft werden kann. Siehe Grundlagen, Kapitel Schwerpunkte des 1. Zyklus. Daneben enthält der Lehrplan 21 die Lehrpläne für die Module Medien und Informatik sowie Berufliche Orientierung. Diese Module beinhalten fächer- übergreifende Aufgaben der Schule und gewährleisten für einen Kern dieser Auf- gaben einen systematischen Aufbau von Kompetenzen. In die Fachbereichs- und Modullehrpläne sind überfachliche Kompetenzen ein- gearbeitet. Dazu gehören personale, soziale und methodische Kompetenzen. In die Fachbereichs- und Modullehrpläne sind für einen Unterricht unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung folgende Themen eingearbeitet und mit Querverweisen gekennzeichnet: Politik, Demokratie und Menschenrechte; Natürliche Umwelt und Ressourcen; Geschlechter und Gleichstellung; Gesundheit; Globale Entwicklung und Frieden; Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung; Wirtschaft und Konsum. ÜB Lehrplan 21 15.3.2016 Überblick | Lehrplan 21 | Struktur der Fachbereichs- und der Modullehrpläne 7 Struktur der Fachbereichs- und der Modullehrpläne Die Fachbereichs- und Modullehrpläne enthalten jeweils die einleitenden Kapitel Bedeutung und Zielsetzungen, Didaktische Hinweise und Strukturelle und inhaltliche Hinweise sowie den Kompetenzaufbau als zentrales Element des Lehrplans. Im Kompetenzaufbau wird dargestellt, wie die Kompetenzen über die Volksschulzeit aufgebaut werden. Kompetenzbereiche Auf der ersten Gliederungsebene sind die Fachbereiche und Module in Handlungs-/Themenaspekte Kompetenzbereiche unterteilt. Die Kompetenzbereiche orientieren sich an Kompetenzen Fähigkeiten/Fertigkeiten (z.B. Hören, Lesen, Sprechen, Schreiben in den Sprachen) oder an Themen/Kenntnissen (z.B. Zahl und Variable in der Mathematik). 15.3.2016 Wie die Kompetenzbereiche ausgerichtet sind, liegt in der fachdidaktischen Tradition und im aktuellen Stand der fachdidaktischen Entwicklung des jeweiligen Fachbereichs begründet. Auf der nächsten Gliederungsebene werden die Kompetenzbereiche in Handlungs- bzw. Themenaspekte strukturiert. Nicht alle Fachbereichslehrpläne enthalten diese Gliederungsebene. Zu jedem Kompetenzbereich bzw. jedem Handlungs- oder Themenaspekt werden Kompetenzen formuliert und deren Aufbau dargestellt. Die Kompetenz- beschreibungen lenken den Blick auf das Ende der Volksschule und beschreiben, was Schülerinnen und Schüler dann wissen und können. ÜB Lehrplan 21 8 Überblick | Lehrplan 21 | Struktur der Fachbereichs- und der Modullehrpläne Kompetenzstufen Für jede Kompetenz wird der erwartete Aufbau an Wissen und Können pro Zyklus gestuft beschrieben. Damit wird zum Ausdruck gebracht, dass Kompetenzen Kompetenzaufbau über einen kontinuierlich über einen bestimmten Zeitraum erworben werden. In den einzelnen Zyklus, zwei oder drei Zyklen Kompetenzstufen wird formuliert, über welche Vor- und Zwischenstufen sich Querverweise umfassendere Kompetenzen aufbauen. Die Kompetenzstufen unterscheiden sich durch die Zunahme von Fakten-, Konzept- und Prozesswissen, durch die Erhöhung Hinweise zur Arbeit mit von Verstehensanforderungen, durch die höhere Komplexität der Anwendungs- Kompetenzen situation oder den Grad der Selbstständigkeit, mit der gearbeitet wird. Beurteilen von Kompetenzen Die Stufenabfolge kann sich aus der fachlichen Logik ergeben. Das bedeutet, dass die Themen/Kenntnisse und Fähigkeiten/Fertigkeiten einer vorgängig erworbenen Kompetenzstufe zwingend die Grundlage für die nachfolgenden Kompetenzstufen bilden. Gibt es keine solche fachliche Logik, ist die Reihenfolge der Kompetenz- stufen eine Setzung, die der Lehrplan vornimmt. Der Kompetenzaufbau weist je nach Thema eine variable Anzahl Kompetenzstufen auf. Diese orientiert sich daran, was für den jeweiligen Kompetenzaufbau fachlich sinnvoll ist. An den meisten Kompetenzen wird über alle drei Zyklen hinweg kumulativ gearbeitet. Einige Kompetenzaufbauten beginnen allerdings nicht zu Beginn des 1. Zyklus, sondern zu einem späteren Zeitpunkt, da für ihren Aufbau bestimmte Voraussetzungen in der Entwicklung und im Lernen der Kinder erfüllt sein müssen. Andere Kompetenzaufbauten werden vor Ende des 3. Zyklus abgeschlossen. Eine leere Stufe am Anfang eines Kompetenzaufbaus bedeutet, dass mit der Arbeit an dieser Kompetenz nicht zu Beginn des 1. Zyklus begonnen wird. Die Querverweise in den Fachbereichslehrplänen zeigen auf, wo ein Anknüpfungspunkt zu einem entwicklungsorientierten Zugang, zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung, zu einem anderen Fachbereich oder Modul besteht. Die Querverweise zu den entwicklungsorientierten Zugängen zeigen auf, welche Inhalte des Lehrplans des 1. Zyklus sich besonders für einen Unterricht unter einer Entwicklungsperspektive eignen. Die Querverweise zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung zeigen auf, welche Inhalte des Lehrplans sich besonders für einen Unterricht unter der Leitidee einer Nachhaltigen Entwicklung eignen. Innerfachliche und fächerübergreifende Querverweise zeigen Verbindungen zwischen Inhalten des Lehrplans auf, die in verschiedenen Fachbereichen vorkommen und die sich ergänzen. Sie geben Anregungen für fächerübergreifendes Arbeiten oder zeigen auf, wo an bereits vorhandenes Wissen und Können der Schülerinnen und Schüler angeknüpft werden kann. In der elektronischen Version des Lehrplans 21 sind die Querverweise jeweils mit einem Link hinterlegt. Dieser Link führt direkt an die Stelle im Lehrplan, auf die der Querverweis gesetzt ist. Kompetenzbereiche oder Kompetenzen werden im Unterricht nicht linear abgearbeitet. Fast immer werden verschiedene Facetten einer oder mehrerer Kompetenzbereiche oder Kompetenzen gleichzeitig bearbeitet und zu- sammengeführt. Z.B. wird im Deutschunterricht eine Geschichte gelesen (Kompetenzbereich Lesen), darüber gesprochen (Kompetenzbereich Sprechen) und anschliessend in Gruppen eine szenische Darstellung einstudiert (Kompetenz- bereich Literatur im Fokus). Dabei werden auch überfachliche Kompetenzen mitgeübt. Fachliche und überfachliche Kompetenzen unterschiedlicher Niveauabstufung werden in einem Unterrichtsvorhaben meist verbunden bearbeitet. (Siehe auch Grundlagen, Kapitel Lern- und Unterrichtsverständnis.) Nicht alle im Lehrplan 21 aufgeführten Kompetenzen und Kompetenzstufen müssen beurteilt werden. Wie bisher obliegt es der Professionalität der Lehrpersonen ÜB Lehrplan 21 15.3.2016 Überblick | Lehrplan 21 | Struktur der Fachbereichs- und der Modullehrpläne 9 Verbindlichkeiten einzuschätzen, wann und mit welchen Mitteln sie Leistungen der Schülerinnen und Schüler einschätzen und beurteilen. Sie beachten dabei die im Kanton geltenden Grundansprüche des Zyklus Regelungen. (Siehe auch Grundlagen, Kapitel Lern- und Unterrichtsverständnis.) Auftrag des Zyklus Pro Zyklus werden Grundansprüche ausgewiesen. Die Grundansprüche bezeichnen Orientierungspunkte diejenigen Kompetenzstufen, welche die Schülerinnen und Schüler spätestens bis zum Ende des jeweiligen Zyklus erreichen sollen. Sie erreichen die Grundansprüche Begabungs- und im Laufe des Zyklus zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Viele Schülerinnen und Begabtenförderung Schüler arbeiten anschliessend an den weiterführenden Kompetenzstufen und erreichen auch die darin festgehaltenen Ansprüche. Für einzelne Schülerinnen und Schüler können die Grundansprüche bei Bedarf gemäss Weisungen zu Zeugnissen und Promotion angepasst werden (Lernzielanpassungen). Die Schule als Institution und die Lehrpersonen haben den Auftrag, die Erreichung der Grundansprüche im Unterricht zu ermöglichen. Die Beschreibungen der vorangehenden Kompetenzstufen werden im Text der Grundansprüche nicht wiederholt. Sie gehören zu den Grundansprüchen. In einzelnen Fachbereichen sind bei wenigen Kompetenzaufbauten keine Grundansprüche gesetzt worden. Erklärungen dazu finden sich in den einleitenden Kapiteln des jeweiligen Fachbereichs unter Strukturelle und inhaltlich Hinweise. In den Fachbereichen Sprachen, Mathematik und Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG) wurden die Grundkompetenzen (nationale Bildungsstandards) der EDK in die Grundansprüche des Lehrplans eingearbeitet. So wird gewährleistet, dass Schülerinnen und Schüler, welche die Grundansprüche des Lehrplans erreichen, zugleich die Grundkompetenzen (nationale Bildungsstandards) der EDK erreichen. Der Auftrag des Zyklus definiert, an welchen Kompetenzstufen in diesem Zyklus verbindlich gearbeitet werden muss. Die Schülerinnen und Schüler müssen im Unterricht die Möglichkeit erhalten, an den Kompetenzstufen, die über die Grundansprüche hinaus zum Auftrag des Zyklus gehören, zu arbeiten. Damit gehen die Vorgaben des Lehrplans über die Grundansprüche hinaus. Zusätzlich definiert der Auftrag des Zyklus zuhanden der Lehrmittelschaffenden, für welche Stufen des Kompetenzaufbaus ein Lehrmittel die nötigen Materialien bereitstellen muss. In der Mitte des 2. (Ende 4. Klasse) und 3. Zyklus (Mitte der 8. Klasse) ist je ein Orientierungspunkt gesetzt. Die Orientierungspunkte legen fest, welche Kompetenzstufen bis zum Ende der 4. Klasse sowie bis zur Mitte der 8. Klasse verbindlich bearbeitet werden müssen. Sie dienen den Lehrerinnen und Lehrern als Planungs- und Orientierungshilfe. Im 1. Zyklus wird auf Orientierungspunkte verzichtet, um das Kontinuum im 1. Zyklus zu betonen und kein Strukturmodell vorzugeben. In einzelnen Fachbereichen sind auch im 2. und 3. Zyklus keine Orientierungspunkte gesetzt worden. Erklärungen dazu finden sich in den einleitenden Kapiteln des jeweiligen Fachbereichs unter Strukturelle und inhaltliche Hinweise. Alle Schülerinnen und Schüler werden entsprechend ihrer Leistungsmöglichkeit in ihrem Wissens- und Könnensaufbau unterstützt. Aufgrund der individuellen Lernfortschritte endet der Auftrag an die Schule und die Lehrpersonen nicht, wenn die Schülerinnen und Schüler die Kompetenzstufen des Zyklus erreicht haben. Insbesondere befähigte Schülerinnen und Schülern sollen Gelegenheit erhalten, sich in zusätzliche Themen und Inhalte zu vertiefen (Enrichment) bzw. in eigenem Lerntempo an weiterführenden Kompetenzen oder Kompetenzstufen zu arbeiten (Akzeleration). ÜB 15.3.2016 Lehrplan 21 10 Überblick | Lehrplan 21 | Struktur der Fachbereichs- und der Modullehrpläne Nicht-Erreichen der Die Kompetenzen und Inhalte des Lehrplans 21 gelten im Grundsatz für alle Kinder. Grundansprüche Es wird aber auch mit dem Lehrplan 21 so sein, dass trotz gutem Unterricht einzelne Schülerinnen und Schüler die Grundansprüche in einem oder mehreren Verbindliche Inhalte und Fachbereichen nicht erreichen. In diesem Fall ist es nötig, den Lernstand der Beispiele einzelnen Schülerin oder des einzelnen Schülers zu beurteilen und Fortschritte und Probleme im individuellen Lernprozess zu beobachten, so dass erfolgversprechende Querverweise Medien und Fördermassnahmen eingeleitet werden können. Weiterführende Informationen zu Informatik sowie Berufliche den im Kanton Graubünden angebotenen Fördermassnahmen sind dem Gesetz für Orientierung die Volksschulen des Kantons Graubünden (Schulgesetz) und weiteren Nachfolgeregelungen zu entnehmem. Übergänge In zahlreichen Kompetenzstufenbeschreibungen des Lehrplans 21 werden Übergang Primarstufe zur Präzisierungen verwendet. Sie sind folgendermassen zu lesen: Eine Aufzählung von Sekundarstufe I mit Inhalten in einer Klammer bedeutet, dass die aufgezählten Inhalte verbindlich zu Grundanforderungen bearbeiten sind. Im Fachbereich NMG sind diese Inhalte mit dem Symbol gekennzeichnet. Die Verwendung von z.B. bedeutet, dass die aufgezählten Inhalte Übergang Primarstufe zur eine Auswahl sind und der Illustration dienen. Die Lehrerinnen und Lehrer können Sekundarstufe I mit erweiterten aus den Beispielen auswählen oder andere Inhalte bearbeiten. Anforderungen Die Querverweise zu Medien und Informatik sowie Beruflicher Orientierung zeigen auf, in welchem Fachbereich und Zyklus verbindlich am Kompetenzaufbau Medien und Informatik bzw. Berufliche Orientierung gearbeitet werden muss. Aus dem Lehrplan 21 können Lehrerinnen und Lehrer ablesen, wie eine Kompetenz als Ganzes über die Schulzeit aufgebaut wird und wer in welchem Zyklus was zu diesem Aufbau beiträgt. Die Lehrpersonen der vorangehenden und nachfolgenden Zyklen können entnehmen, über welche Kompetenzstufen alle Schülerinnen und Schüler verfügen (Grundansprüche) und an welchen Kompetenzstufen mit allen Schülerinnen und Schülern gearbeitet wurde (Auftrag des Zyklus bzw. Orientierungspunkte). Der Lehrplan 21 wurde so ausgearbeitet, dass er in unterschiedlichen Schulstrukturen umgesetzt werden kann. Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe I können dem Lehrplan 21 folgende Informationen zu den Anforderungsniveaus entnehmen: Zu Beginn der Sekundarstufe I können Lehrpersonen, die in Schulen oder Niveaugruppen mit Grundanforderungen unterrichten, an die Kompetenzstufen anschliessen, welche als Grundansprüche des 2. Zyklus gekennzeichnet sind. Sie können davon ausgehen, dass die Schülerinnen und Schüler mindestens die Grundansprüche erreicht haben und bereits an weiterführenden Kompetenzstufen gearbeitet haben. Bis zum Ende des 3. Zyklus erreichen diese Schülerinnen und Schüler die Grundansprüche des 3. Zyklus. Sie erhalten zudem die Möglichkeit, gemäss ihren individuellen Möglichkeiten an weiterführenden Kompetenzstufen nach den Grundansprüchen des 3. Zyklus zu arbeiten. Lehrerinnen und Lehrer, die auf der Sekundarstufe I in Schulen oder Niveaugruppen mit erweiterten Anforderungen unterrichten, können an die Kompetenzstufen anschliessen, die als Auftrag des 2. Zyklus gekennzeichnet sind. Sie können jedoch nicht davon ausgehen, dass die Schülerinnen und Schüler in allen Fachbereichen alle Kompetenzstufen des 2. Zyklus vollumfänglich beherrschen. Bis zum Ende der Volksschule erreichen die Schülerinnen und Schüler die Grundansprüche des 3. Zyklus und haben bereits vertieft an den weiterführenden Kompetenzstufen gearbeitet, die als Auftrag des 3. Zyklus bezeichnet sind. Leistungsstarke Schülerinnen und Schüler sollten die weiterführenden ÜB Lehrplan 21 15.3.2016 Überblick | Lehrplan 21 | Struktur der Fachbereichs- und der Modullehrpläne 11 Kompetenzstufen erreichen, die als Auftrag des 3. Zyklus bezeichnet sind. Übergang zur beruflichen Abnehmer auf der Sekundarstufe II können dem Lehrplan 21 folgende Grundbildung und weiterführende Informationen zu den Anforderungsniveaus entnehmen: Schulen Jugendliche erreichen nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit in den Fachbereichen mindestens die Kompetenzstufen, die als Grundansprüche des 3. Zyklus bezeichnet sind. Die meisten Jugendlichen haben darüber hinaus an weiterführenden Kompetenzstufen gearbeitet. Dementsprechend wird der Unterricht an den Berufsfachschulen in der Regel an die Grundansprüche anschliessen. Es gibt aber Lehrberufe, die in verschiedenen Fachbereichen das Beherrschen von Kompetenzstufen voraussetzen, die über die Grundansprüche hinausreichen. Der Unterricht an den Berufsfachschulen setzt in diesem Fall das Beherrschen von Kompetenzstufen über den Grundansprüchen voraus. Lehrerinnen und Lehrer, die an Schulen mit erweiterten Anforderungen (namentlich Berufsmaturitätsschulen, Fachmittelschulen und Gymnasien) unterrichten, können mit ihrem Unterricht an die Kompetenzstufen anschliessen, die als Auftrag des 3. Zyklus bezeichnet sind. Sie können jedoch nicht davon ausgehen, dass die Schülerinnen und Schüler in allen Fachbereichen alle Kompetenzstufen des Zyklus vollumfänglich beherrschen. Abkürzungen und Codes Im Lehrplan 21 werden folgende Abkürzungen und Nummerierungen verwendet, die sich zu einem Code zusammenfügen lassen. Der Code dient dazu, sich im Lehrplan zu orientieren. Fachbereiche D Deutsch Module I Italienisch (GR) R Romanisch (GR) DR Deutsch an romanischsprachigen Schulen (GR) FS1E Englisch 1. Fremdsprache FS2GR Englisch 2. Fremdsprache (GR) FS3GR Französisch, Italienisch und Romanisch als 3. Fremdsprache (GR) MA Mathematik NMG Natur, Mensch, Gesellschaft NT Natur und Technik WAH Wirtschaft, Arbeit, Haushalt RZG Räume, Zeiten, Gesellschaften ERG Ethik, Religionen, Gemeinschaft BG Bildnerisches Gestalten TTG Textiles und Technisches Gestalten MU Musik BS Bewegung und Sport MI Medien und Informatik BO Berufliche Orientierung Entwicklungsorientierte Zugänge EZ Entwicklungsorientierte Zugänge zum 1. Zyklus BNE Bildung für Nachhaltige Entwicklung Bildung für Nachhaltige Entwicklung ÜB 15.3.2016 Lehrplan 21 12 Überblick | Lehrplan 21 | Struktur der Fachbereichs- und der Modullehrpläne Abkürzungen und Codes D Deutsch I Italienisch Kompetenzbereiche R Romanisch Handlungs-/Themenaspekte DR Deutsch an romanischsprachigen Schulen Kompetenzen FS1GR Deutsch an italienischsprachigen Schulen, Italienisch und Romanisch Kompetenzstufen als 1. Fremdsprache Aufbau der Codes FS2GR Englisch 2. Fremdsprache FS3GR Französisch, Italienisch und Romanisch als 3. Fremdsprache MA Mathematik NMG Natur, Mensch, Gesellschaft NT Natur und Technik WAH Wirtschaft, Arbeit, Haushalt RZG Räume, Zeiten, Gesellschaften ERG Ethik, Religionen, Gemeinschaft BG Bildnerisches Gestalten TTG Textiles und Technisches Gestalten MU Musik BS Bewegung und Sport Die Kompetenzbereiche werden durchnummeriert (1, 2, 3 usw.) Die Handlungs-/Themenaspekte werden mit Grossbuchstaben bezeichnet (A, B, C usw.) Die Kompetenzen werden durchnummeriert (1, 2, 3 usw.) Die Kompetenzstufen werden mit Kleinbuchstaben bezeichnet (a, b, c, ...). Es gibt Kompetenzen, die mehrere Aufbauten aufweisen. Diese Kompetenzaufbauten werden zusätzlich nummeriert (1, 2, ...) und die dazu gehörenden Kompetenzstufen mit Kleinbuchstaben (a, b, ...) bezeichnet. Mit den oben genannten Abkürzungen kann ein Code zusammengestellt werden. So kann auf einzelne Stufen verwiesen werden bzw. können Querverweise angezeigt werden. Dabei wird folgende Reihenfolge gewählt: 1. Fachbereich bzw. fächerübergreifendes Thema 2. Kompetenzbereich 3. Handlungs-/Themenaspekt 4. Kompetenz 5. Kompetenzstufe Nicht immer ist ein Handlungs-/Themenaspekt vorhanden. Beispiel: MA.1.A.3.c = Mathematik; 1. Kompetenzbereich; Handlungsaspekt A; 3. Kompetenz; Kompetenzstufe c ÜB Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen Impressum Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden Lehrplan 21 Graubünden Herausgeber: Fassung vom 15.03.2016 Zu diesem Dokument: edenwithin/iStock/Thinkstock Alle Rechte liegen beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden. Titelbild: gr-d.lehrplan.ch Copyright: Internet: Grundlagen | Lehrplan 21 | Inhalt Inhalt Bildungsziele 16 Lern- und Unterrichtsverständnis 19 Überfachliche Kompetenzen 26 Bildung für Nachhaltige Entwicklung 30 Schwerpunkte des 1. Zyklus 37 Schwerpunkte des 2. und 3. Zyklus 44 GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 16 Grundlagen | Lehrplan 21 | Bildungsziele Bildungsziele Bildung ist ein offener, lebenslanger und aktiv gestalteter Entwicklungsprozess des Menschen. Bildung Bildung ermöglicht dem Einzelnen, seine Potentiale in geistiger, kultureller und Gesetzliche Grundlagen lebenspraktischer Hinsicht zu erkunden, sie zu entfalten und über die Auseinandersetzung mit sich und der Umwelt eine eigene Identität zu entwickeln. Orientierung der Volksschule Bildung befähigt zu einer eigenständigen und selbstverantwortlichen Lebens- führung, die zu verantwortungsbewusster und selbstständiger Teilhabe und Mitwirkung im gesellschaftlichen Leben in sozialer, kultureller, beruflicher und politischer Hinsicht führt. Die schulische Grundbildung ist in der Bundesverfassung verankert. Artikel 62 beauftragt die Kantone, sowohl für einen Grundschulunterricht als auch für eine Sonderschulung zu sorgen, die allen Kindern offen steht. Er verpflichtet sie zur Harmonisierung der Dauer und Ziele der Bildungsstufen sowie zur Angleichung des Schuleintrittsalters und der Schulpflicht. Das Gesetz für die Volksschulen des Kantons Graubünden (Schulgesetz) konkretisiert den Auftrag an die Volksschule entsprechend der Gegebenheiten im Kanton. Die Volksschule erfüllt ihren Bildungsauftrag in Zusammenarbeit mit den Eltern und Erziehungsberechtigten und unterstützt diese in ihrem Erziehungsauftrag. Ausgehend von den Grundrechten, wie sie in der Bundesverfassung und dem Gesetz für die Volksschulen des Kantons Graubünden (Schulgesetz) formuliert sind, orientiert sich die Schule an folgenden Werten: Abs.1: Die Volksschule ist bestrebt, in Berücksichtigung der historisch gewachsenen sprachlich-kulturellen Eigenart der Gemeinschaft die Schülerinnen und Schüler zu einer Haltung zu erziehen, die sich an christlichen, humanistischen und demokratischen Wertvorstellungen orientiert. Abs. 2: Die Volksschule fördert die Urteilsfähigkeit, die schöpferischen Kräfte, das Wissen und die Leistungsbereitschaft der Kinder und Jugendlichen. Dabei unterstützt sie diese in ihrer Entwicklung zu eigenständigen Persönlichkeiten, beim Erwerb sozialer Kompetenzen sowie auf dem Weg zu verantwortungsvollem Verhalten gegenüber Mitmenschen und Umwelt. Abs. 3: Die Volksschule unterstützt und ergänzt die Erziehung in der Familie. Abs. 4: In der Volksschule erwerben und entwickeln alle Schülerinnen und Schüler grundlegende Kenntnisse und Kompetenzen, welche es ihnen erlauben, lebenslang zu lernen und ihren Platz in der Gesellschaft und im Berufsleben zu finden. Abs. 5: Die in der Volksschule vermittelte Bildung umfasst insbesondere Pflege und Kenntnis der Schulsprache sowie grundlegende Kompetenzen in weiteren Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften, Sozial- und Geisteswissenschaften, Musik, Kunst und Gestaltung, Bewegung und Gesundheit. Abs. 6: Die Volksschule berücksichtigt die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit besonderem Förderbedarf, mit besonderen Begabungen und mit fremdsprachigem Hintergrund." (Schulgesetz Art. 2) GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Bildungsziele 17 Schule als Gestaltungs-, Lern- und Lebensraum Für die Kinder und Jugendlichen stellt die Schule einen prägenden Teil ihres Alltages dar. Hier machen sie vielfältige Lern- und Lebenserfahrungen, die auf ausserschulisch erworbenen Erfahrungen aufbauen. Das soziale Zusammenleben, die Gemeinschaft und der Unterricht werden von allen Beteiligten mitgestaltet. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich in der Schule ihrem Alter entsprechend einzubringen und auf Klassen- und Schulebene mitzuwirken. Die Schule als Ort des sozialen, partizipativen Lernens fördert die Beziehungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, die Fähigkeit zur Zusammenarbeit und das Übernehmen von Verantwortung für die Gemeinschaft. Gegenseitige Wertschätzung, Lebensfreude und Musse stellen wichtige Werte dar. Die zentrale Aufgabe der Schule besteht darin, den Schülerinnen und Schülern kultur- und gegenstandsbezogene Erfahrungen zu ermöglichen und dabei grundlegende fachliche und überfachliche Kompetenzen zu vermitteln. Die Schülerinnen und Schüler werden beim Aufbau von persönlichen Interessen, dem Vertiefen von individuellen Begabungen und in der Entwicklung ihrer individuellen Persönlichkeit ermutigt, begleitet und unterstützt. Die sozial unterstützte Vermittlung von Kompetenzen knüpft am Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler an. Es werden Lerngelegenheiten angeboten, die dem unterschiedlichen Lern- und Leistungsstand und der Heterogenität Rechnung tragen. Bei alledem wird die Leistungsbereitschaft gefordert und gefördert. Bei der Erfüllung ihrer Aufgaben sind die Schule und die Lehrpersonen auf die Unterstützung durch Eltern, Erziehungsberechtigte und Behörden angewiesen. Die Zusammenarbeit von Schule, Eltern und Erziehungsberechtigten ergibt sich aus der gemeinsamen Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen. Sie verlangt von beiden Seiten Gesprächs- und Informationsbereitschaft und gegenseitige Achtung. Fachbereiche Der Lehrplan 21 gliedert die schulische Grundbildung in sechs Fachbereiche. Diese sind gesellschaftlich bestimmt und orientieren sich an kulturellen und schulischen Traditionen und Normen. In den Fachbereichen ist festgelegt, welche fachspezifischen und überfachlichen Kompetenzen jede Schülerin, jeder Schüler im Laufe der Schullaufbahn erwirbt. Sprachen Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten umfassende mündliche und schriftliche Sprachkompetenzen. Sie werden befähigt, in unterschiedlichen Situationen angemessen und adressatengerecht zu kommunizieren. Sie setzen sich mit unterschiedlichen Sachtexten, literarischen Texten und vielfältigen Kulturerzeugnissen auseinander. Mit der Sprache erwerben die Schülerinnen und Schüler ein grundlegendes Instrument der Wissens- und Kulturaneignung, des Austauschs und der Reflexion in allen Fachbereichen. Die Schülerinnen und Schüler erwerben folglich umfassende Kompetenzen in der Schulsprache und grundlegende Kompetenzen in einer zweiten Landessprache und in mindestens einer weiteren Fremdsprache. Mathematik Die Schülerinnen und Schüler lernen mathematische Problemstellungen zu bearbeiten und zu lösen. Dazu lernen sie Rechenverfahren und mathematische Konzepte kennen, verstehen und anwenden. Sie können gedanklich abstrahieren, Modelle bilden, Sachverhalte in Beziehung setzen. Auf diese Weise gewinnen sie Erkenntnisse und erwerben Werkzeuge, die sie zur Lösung von Aufgaben im Unterricht und im Alltag nutzen können. Natur, Mensch, Gesellschaft Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Welt in ihren natürlichen, technischen, historischen, kulturellen, sozialen, ökonomischen, ethischen und religiösen Dimensionen mit ihren je eigenen Phänomenen und Prozessen GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 18 Grundlagen | Lehrplan 21 | Bildungsziele auseinander. Sie erweitern ihre Kenntnisse und Fähigkeiten, die es ihnen ermöglichen, sich in der Welt zu orientieren, diese immer besser zu verstehen, sie aktiv mitzugestalten und in ihr verantwortungsvoll zu handeln. Gestalten Die Schülerinnen und Schüler werden im Umgang mit vielfältigen Bildern und Produkten befähigt, die von Menschen ästhetisch und funktional gestaltete Umwelt wahrzunehmen und an ihr teil zu haben. Sie lernen, eigene Vorstellungen und Ideen gestaltend umzusetzen und gestalterische Vorhaben, Aufgaben und Prozesse zu realisieren. Sie erwerben ästhetische, bildnerische, gestalterische und technische Kompetenzen, die ihnen den Dialog und die persönliche Auseinandersetzung mit Kultur und Kunst ermöglichen. Musik Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, auf musikalischer Ebene an der kulturellen und künstlerischen Auseinandersetzung in der Gesellschaft teil zu haben. Sie erwerben musikalische Kompetenzen, treten auf diese Weise in Kommunikation mit anderen Menschen und erfahren über das Erleben von Musik und über eigenes musikalisches Handeln das Eingebundensein in die Gemeinschaft. Bewegung und Sport Die Schülerinnen und Schüler vertiefen über vielfältige Bewegungserfahrungen die Sensibilität für ihren Körper und lernen, ihn differenziert wahrzunehmen. Sie verfeinern ihre motorischen Fertigkeiten, entwickeln sportliche Fähigkeiten und bauen ihre körperliche Leistungsfähigkeit aus. Herausfordernde Bewegungs- aufgaben und Erfolgserlebnisse unterstützen und fördern die natürliche kindliche Bewegungslust und Spielfreude. Die Schülerinnen und Schüler erleben und erfahren die Bedeutung von Bewegung für Wohlbefinden und Gesundheit. Module Medien und Informatik Die Schülerinnen und Schüler bauen grundlegende Kenntnisse und Fähigkeiten auf, die ihnen eine kompetente, sachgerechte Nutzung und den sozial verantwortlichen Umgang mit Medien und Informatik ermöglichen. Berufliche Orientierung Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit ihrer persönlichen und beruflichen Zukunft auseinander. Sie erarbeiten sich die Voraussetzungen für die Wahl und die Realisierung ihres Bildungs- und Berufszieles. Überfachliche Kompetenzen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung Überfachliche Kompetenzen Der Erwerb der fachlichen Kompetenzen in den Fachbereichen und Modulen geht einher mit der Ausbildung überfachlicher Kompetenzen. Die Schülerinnen und Schüler erwerben in allen Fachbereichen und Modulen sowie über die ganze Schulzeit hinweg personale, soziale und methodische Fähigkeiten, die für eine erfolgreiche Bewältigung unterschiedlicher Aufgaben in verschiedenen Lebensbereichen zentral sind. Sie lernen, über sich selbst nachzudenken, den Schulalltag und ihr Lernen zunehmend selbstständig zu bewältigen, an der eigenen Lernfähigkeit zu arbeiten, vorgegebene und eigene Ziele und Werte zu verfolgen und zu reflektieren. Sie erwerben soziale und kommunikative Fähigkeiten und lernen, mit anderen Kindern zusammenzuarbeiten, Konflikte zu lösen und mit Vielfalt umzugehen. Sie erwerben umfassende sprachliche Kompetenzen, lernen mit Informationen sachgerecht umzugehen und entwickeln Problemlösefähigkeiten. Bildung für Nachhaltige Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Komplexität der Welt und deren Entwicklung ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen auseinander. Sie erfassen und verstehen Vernetzungen und Zusammenhänge und werden befähigt, sich an der nachhaltigen Gestaltung der Zukunft zu beteiligen. GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Lern- und Unterrichtsverständnis 19 Lern- und Unterrichtsverständnis Einleitung Bildungs-, Lern- und Beschrieben Lehrpläne lange Zeit, welche Inhalte Lehrerinnen und Lehrer Unterrichtsverständnis im unterrichten sollen, beschreibt der Lehrplan 21, was Schülerinnen und Schüler am Lehrplan 21 Ende von Unterrichtszyklen wissen und können sollen. Dies geschieht durch die Formulierung fachlicher und überfachlicher Kompetenzen, welche die Schülerinnen und Schüler in den Fachbereichen erwerben. Die dem Lehrplan zugrundeliegende Kompetenzorientierung nimmt zentrale Aspekte eines aktuellen Bildungs- und Lernverständnisses auf. Danach bedeutet schulische Bildung - insbesondere auf der Volksschulstufe - die kontinuierliche, durch Lehrpersonen und Lehrmittel unterstützte Aneignung von Wissen und Fähigkeiten. Damit bleibt auch für den vorliegenden Lehrplan die kulturelle Dimension von Wissen und fachlicher Bildung zentral. Wissen als Kompetenz wird in einem breiten Sinne verstanden: als direkt nutzbares Verfügungswissen, als Reflexionswissen und als Orientierungswissen. Die dem Lehrplan zugrunde liegende Idee der Kompetenzorientierung bedeutet keine Abkehr von einer tief verstandenen fachlichen Wissens- und Kulturbildung, sondern im Gegenteil deren Verstärkung und Festigung durch ein auf Verständnis, Wissensnutzung und Können hin orientiertes Bildungsverständnis. In diesem Kapitel wird die Bedeutung der Kompetenzorientierung im Hinblick auf den Unterricht und das Lernverständnis aller Fachbereiche dargelegt. Weitere Hinweise zum fachlich-fachdidaktischen Bildungs- und Unterrichtsverständnis finden sich in den Fachbereichslehrplänen. Orientierung an In den vergangenen Jahren gewannen Bildungsstandards als Leitbegriff zur Bildungsstandards Verständigung über Lern- und Bildungsziele international an Bedeutung. Bildungsstandards, die in der Schweiz für die Fachbereiche Deutsch, Fremdsprachen, Mathematik und Naturwissenschaften entwickelt wurden, konkretisieren den Bildungsauftrag der Schule. Sie beschreiben, welche Grundkompetenzen von möglichst allen Schülerinnen und Schülern bis zum Ende eines Zyklus erreicht werden sollen. Von Bildungsstandards wird erwartet, dass sie zur Sicherung der Qualität im Bildungswesen beitragen. Als Orientierungsmarken der schulischen Zielerreichung beschreiben sie wesentliche Ziele für das Lehren und Lernen im Unterricht. Ob die erwarteten Lernergebnisse von den Schülerinnen und Schülern erreicht werden, ist einerseits im Sinne einer individuellen Standortbestimmung für die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen von Interesse. Andererseits liegt die Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards im Rahmen eines Bildungsmonitorings auf nationaler Systemebene im Interesse einer Weiterentwicklung der kantonalen Bildungssysteme. Lernziele und Kompetenzen Mit der Ausrichtung an Kompetenzen geht der Lehrplan 21 über die Formulierung von stoffinhaltlichen Vorgaben hinaus. Durch die Beschreibung von Lernzielen in Form von Kompetenzen werden Kulturinhalte mit daran zu erwerbenden fachlichen und überfachlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten verbunden; Wissen und Können, fachliche und personale, soziale und methodische Kompetenzen werden miteinander verknüpft. In den Fokus rücken damit auch die für den Kompetenzerwerb notwendigen Aneignungs-, Lern- und Problemlöseprozesse der Schülerinnen und Schüler. Vor diesem Hintergrund kann die Kompetenzorientierung als eine erweiterte Form der Bildungs- und Lernzielorientierung, die zu fachlichen auch prozessorientierte Ziele und Strategien umfasst, betrachtet werden. Mit ihr verschieben sich die Akzente der Betrachtungsweise von Unterricht und Lernen. Diese Akzentverschiebung und deren Bedeutung für die Vermittlung und Aneignung von Kompetenz und für die Unterrichtsgestaltung werden nachfolgend in ihren Grundzügen skizziert. GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 20 Grundlagen | Lehrplan 21 | Lern- und Unterrichtsverständnis Orientierung an Kompetenzen Facetten von Kompetenzen Mit der Orientierung an Kompetenzen wird der Blick darauf gerichtet, welches Wissen und welche Fähigkeiten und Fertigkeiten in welcher Qualität Schülerinnen und Schüler in den Fachbereichen erwerben sollen. Die Orientierung an Kompetenzen im Lehrplan 21 basiert u.a. auf den Ausführungen von Franz E. Weinert. Nach ihm umfassen Kompetenzen mehrere inhalts- und prozessbezogene Facetten: Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen, aber auch Bereitschaften, Haltungen und Einstellungen. Mit letzteren sind neben kulturbezogenen Tugenden (wie respektvollem Verhalten, kritischem Reflektieren von Argumenten und Meinungen, Respekt gegenüber Mensch und Natur u.v.a.) vor allem Aspekte des selbstverantwortlichen Lernens, der Kooperation, der Motivation und der Leistungsbereitschaft angesprochen. Eine Schülerin oder ein Schüler ist beispielsweise in einem Fachbereich kompetent, wenn sie oder er auf vorhandenes Wissen zurückgreift oder sich das notwendige Wissen beschafft; zentrale fachliche Begriffe und Zusammenhänge versteht, sprachlich zum Ausdruck bringen und in Aufgabenstellungen nutzen kann; über fachbedeutsame (wahrnehmungs-, verständnis- oder urteilsbezogene, gestalterische, ästhetische, technische ...) Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Lösen von Problemen und zur Bewältigung von Aufgaben verfügt; sein oder ihr sachbezogenes Tun zielorientiert plant, in der Durchführung angemessene Handlungsentscheidungen trifft, Selbstdisziplin und Ausdauer zeigt; Lerngelegenheiten aktiv und selbstmotiviert nutzt, dabei methodisch vorgeht und Lernstrategien einsetzt; fähig ist, ihre bzw. seine Kompetenzen auch in variablen Formen der Zusammenarbeit mit anderen einzusetzen. Fachliche und überfachliche Die Facetten von Kompetenzen sind sowohl fachlicher als auch überfachlicher Kompetenzen Natur. Fachliche Kompetenzen beschreiben fachspezifisches Wissen und die damit verbundenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Mit überfachlichen Kompetenzen ist jenes Wissen und Können gemeint, das über die Fachbereiche hinweg für das Lernen in und ausserhalb der Schule eine wichtige Rolle spielt. Dazu zählen personale, soziale und methodische Kompetenzen. An deren Entwicklung sind alle Fachbereiche beteiligt mit ihren je spezifischen Inhalten, fachlichen Zugängen, Vorgehensweisen und Perspektiven auf die Welt. Über die Auseinandersetzung mit variablen Lerngegenständen und Problemlösungen erwerben Schülerinnen und Schüler nicht nur fachbedeutsames Wissen, sondern sie machen auch Lernerfahrungen und erwerben Methoden- und Strategiewissen, das sich auf neue Lernzusammenhänge und Anforderungen übertragen lässt. Eine vertiefte Auseinandersetzung mit Fachinhalten bedeutet somit immer auch ein Lernen, das über den spezifischen Fachinhalt hinausgeht, so wie umgekehrt jedes anspruchsvolle fachspezifische Lernen auf überfachliche Kompetenzen der Lernenden angewiesen ist. Das Wechselspiel zwischen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen funktioniert jedoch nur, wenn neben oder mit dem fachlichen Kompetenzaufbau auch die Förderung überfachlicher Kompetenzen einen festen und bedeutsamen Platz in der täglichen Unterrichtsarbeit erhält. Im Überblick kann das Verständnis der Orientierung an Kompetenzen und ihrer Wechselwirkung wie folgt dargestellt werden: GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Lern- und Unterrichtsverständnis 21 Siehe auch Grundlagen, Kapitel Überfachliche Kompetenzen. Kumulativer Kompetenzerwerb Bedeutsame fachliche und überfachliche Kompetenzen lassen sich nicht kurzfristig in einer einzelnen Unterrichtseinheit erwerben. Sie erfordern eine kontinuierliche und längerfristige Bearbeitung im Sinne des kumulativen Lernens. Dies setzt eine langfristige Planung und Beobachtung der Zielerreichung im Unterricht voraus. In der aktiven, durch Lehrpersonen und Lehrmittel unterstützten Auseinandersetzung mit Lerninhalten erwerben die Schülerinnen und Schüler Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten auf unterschiedlichen Ebenen und Qualitätsniveaus: Dies führt vom reinen Faktenwissen über das Verstehen, Analysieren und Strukturieren von Informationen hin zum Lösen von Problemen und zur Anwendung des erworbenen Wissens in neuen Zusammenhängen. Erst wenn den Schülerinnen und Schülern zahlreiche ähnliche Lerngelegenheiten in variablen Sachzusammenhängen, mit unterschiedlichem Komplexitätsgrad und wechselnden Schwerpunkten angeboten werden, bauen sie beweglich nutzbares Wissen und damit verbundene Kompetenzen auf. Wie Lehrpersonen die Schülerinnen und Schüler bei ihrem langfristigen, kumulativen Wissens- und Kompetenzerwerb durch Instruktion und Lernbegleitung unterstützen können, wird im Folgenden beschrieben. Kompetenzorientierter Unterricht, eine didaktische Herausforderung Kompetenzorientiert unterrichten heisst, spezifische Inhalte und Gegenstände so auszuwählen und als Lerngelegenheiten zu gestalten, dass erwünschte Kompetenzen daran erworben oder gefestigt werden können. Die Lehrperson als zentrale Akteurin stellt auf der Basis von Lehrplan und Lehrmitteln Überlegungen an, welche Wissens- und Könnensziele sich anhand welcher Fachinhalte und Themen im Unterricht auf welchem Niveau bearbeiten lassen. Darauf basierend gestaltet sie Lernumgebungen und Unterrichtseinheiten, die geeignet sind, dass Schülerinnen und Schüler daran die relevanten Kompetenzen erwerben können. Dabei schenkt sie den Voraussetzungen in der Klasse oder der Lerngruppe hohe Beachtung. Qualitativ gute Lehrmittel und Lernmedien, gehaltvolle und fachdidaktisch durchdachte Aufgaben und Inhalte, variable Lehr- und Lernmethoden einschliesslich Instruktion und Lernunterstützung sind die Grundlage für die Planung und Durchführung eines solchen Unterrichts. Kompetenzorientiert unterrichten heisst, über die Stoffvorgaben hinaus explizit an die Wissensstrukturen und Fähigkeiten denken, die an einem Inhalt, einer Aufgabe erschlossen oder sich daran aufbauen, festigen oder anwenden lassen. Kompetenzorientierter Unterricht beginnt bei der Unterrichtsplanung und endet idealerweise bei der Vergegenwärtigung, ob die angestrebten geistigen Vorstellungen, Begriffe und Fähigkeiten auch tatsächlich durch die Schülerinnen und Schüler erworben wurden. GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 22 Grundlagen | Lehrplan 21 | Lern- und Unterrichtsverständnis Gestaltete Lernumgebungen und Lernumgebungen und Unterrichtseinheiten bestehen aus einem strukturierten Unterrichtseinheiten Angebot an fachbedeutsamen Themen, Aufgaben, Gegenständen, Methoden, Sozialformen, Lernhilfen und Unterstützungsangeboten in Abstimmung mit damit Fachbedeutsame, gehaltvolle verbundenen Zielen oder daran zu erwerbenden Kompetenzen. Sie knüpfen ans Aufgaben Vorwissen der Schülerinnen und Schüler an. Sie sind inhaltlich und in der methodisch-didaktischen Umsetzung auf die Lernvoraussetzungen und den Methodenvielfalt und Lernstand der Schülerinnen und Schüler abgestimmt. Die Lernenden erhalten Lernunterstützung dadurch die Gelegenheit, entsprechend ihren Möglichkeiten vom Arrangement der Lernumgebung zu profitieren. Idealerweise bieten gestaltete Lernumgebungen mannigfaltige durch Lehrpersonen und Lehrmittel unterstützte Lerngelegenheiten, einzelne, meist jedoch verschiedene Facetten einer oder mehrerer Kompetenzen zu erwerben, zu festigen und in Anwendungssituationen zu nutzen. Durch ihre Ausrichtung auf die aktive Auseinandersetzung mit Gegenständen und Aufgaben, werden bei Schülerinnen und Schülern vielfältige rezeptive und gestalterische Arbeits- und Denkprozesse geübt und angeregt. Inhaltlich attraktive und methodisch durchdachte Aufgaben und Lernaufträge sind die zentralen fachdidaktischen Gestaltungselemente von Lernumgebungen und bilden damit das Rückgrat guten Unterrichts. Sie sind Quellen der Motivation und Ausgangspunkte für Schülerinnen und Schüler, sich auf fachliche Themen und Gegenstände einzulassen. Die Aufgaben werden auf die mit dem Unterricht verfolgten Zielsetzungen abgestimmt. Sie müssen die Gelegenheit bieten, fachliches und überfachliches Lernen zu verknüpfen und können zum Beispiel als Einstiegs-, Entdeckungs-, Durcharbeitungs-, Vertiefungs-, Systematisierungs-, Übungs- oder Transferaufgaben gestaltet sein. Gute kompetenzorientierte Aufgaben sind fachbedeutsame, gehaltvolle Aufgaben. Sie repräsentieren fachliche Kernideen und lenken den Blick auf jene Konzepte, Zusammenhänge, Prozesse, Fertigkeiten und Haltungen, welche den Bildungsgehalt von Fachbereichen auszeichnen und an denen sich die in den Fachbereichslehrplänen beschriebenen fachlichen und überfachlichen Kompetenzen erwerben lassen. Sie beinhalten herausfordernde aber nicht überfordernde Problemstellungen, welche zum Denken aktivieren und zum Handeln anregen. Sie sprechen schwächere und stärkere Lernende an und begünstigen individuelle Lern- und Bearbeitungswege auf unterschiedlichen Leistungsniveaus und mit unterschiedlich ausgeprägten Interessensgraden (enge, halboffene und offene Aufgabenstellungen). Sie wecken Neugier und Motivation (z.B. durch Alltagsnähe, Anschaulichkeit, Spielcharakter) und ermöglichen das Reflektieren der Lernenden über Sachzusammenhänge sowie über ihr eigenes Lernen und Problemlösen. Sie stossen situativ Kommunikations- und Kooperationsprozesse an und lassen Raum für das Lernen von- und miteinander. Vielfältige Unterrichtsmethoden in Verbindung mit angepassten Formen der Lern- unterstützung ermöglichen den Lehrpersonen, auf die heterogenen Voraussetzun- gen und Bedürfnisse der Lernenden und die Zusammensetzung der Klasse oder der Lerngruppe einzugehen. Sie variieren passend zu den Unterrichtszielen die Lehr- und Lernformen, die Inszenierungsmuster und den Unterrichtsverlauf. Variable Unterrichtsarrangements ermöglichen die Differenzierung von Lernprozessen über Sozial- und Interaktionsformen und über das damit ermöglichte Ausmass an Fremd- oder Selbststeuerung. Beispiele von Unterrichtsformen, denen bei guter Qualität der Aufgaben, der Instruktion und der begleitenden Unterstützung ein hohes Potenzial für zielerreichendes Lernen zuzuschreiben ist, sind frontaler Klassenunterricht, Planarbeit, Formen des kooperativen Lernens, entdeckendes, problem- und projektorientiertes Lernen, das Führen von Lerntagebüchern, der Einbezug von Spielelementen in Lernumgebungen, aber auch die Nutzung von fachdidaktischen Lernmedien und von ausserschulischen Lernorten. GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Lern- und Unterrichtsverständnis 23 Didaktische Qualitätsmerkmale In Verbindung mit einem variablen und differenzierenden Einsatz von Methoden und Sozialformen tragen insbesondere die folgenden didaktischen Qualitätsmerkmale zu Umgang mit Heterogenität einem wirksamen kompetenzorientierten Unterricht bei: Förderung der Sprachkompetenz Fachliche und lebensweltliche Bedeutsamkeit der Unterrichtsinhalte und als Aufgabe aller Fachbereiche Lernaufgaben; Qualität von Lehrmitteln, Lern- und Wissensmedien; Unterstützung durch die Lehrpersonen; Transparenz von Zielen und Leistungserwartungen für die Lernenden im Unterricht; Klarheit, Verständlichkeit und Strukturierung der zu erlernenden Inhalte; Kognitive Aktivierung der Schülerinnen und Schüler; Festigung des Gelernten und intelligentes Üben; Effektives Klassenmanagement zur Schaffung einer störungsarmen Lernumgebung, in der die Lernzeit effizient genutzt werden kann; Positives Schul- und Klassenklima; Respektvolle, lernförderliche, Arbeitsatmosphäre mit einer entsprechenden Kommunikations-, Feedback- und Fehlerkultur; Dialogische Gesprächsführung; Diagnostische Fähigkeiten und personalisierte Unterstützung durch Lehrerinnen und Lehrer; Förderung von Selbststeuerung und von Lernstrategien. Heterogenität wird hier als Beschreibung der Verschiedenheit und Vielfalt innerhalb schulischer Lerngruppen insbesondere anhand von Alter, Geschlecht, Leistung, Sprache und Herkunft verstanden. Sie als Faktum einer integrativen Volksschule zu akzeptieren heisst, durch differenzierende Unterrichtsangebote individuelle Lernwege zu ermöglichen und zielgerichtet zu begleiten. Es bedarf vielfältiger Angebote und Differenzierungsmassnahmen, um den Unterschieden in heterogenen Lerngruppen so gut wie möglich Rechnung zu tragen. Die Lehrpersonen passen den Unterricht an die unterschiedlichen Voraussetzungen der Lernenden an mit dem Ziel, möglichst allen Schülerinnen und Schülern Lernfortschritte zu ermöglichen. Voraussetzungen sind dabei vielfach (leistungs-) differenzierende, dem Entwicklungs- und Lernstand (von Schülern oder Schülergruppen) entsprechende Aufgaben. Im Weiteren gehören dazu angepasste Formen der Instruktion sowie der fachlichen und prozessorientierten Lernunterstützung. Flexibilität in der Organisation von Lerngruppen und Unterrichtszeit, geeignete Lehrmaterialien mit differenzierenden Aufgaben sowie eine im Rahmen von Schulkontexten und Ressourcen mögliche Individualisierung der Lernunterstützung dienen dem Unterricht in heterogenen Lerngruppen. Die Förderung der Sprachkompetenz in allen Fachbereichen ist ein entscheidender Schlüssel zum Schulerfolg. Sprache ist ein grundlegendes Instrument der Kultur- und Wissensaneignung, des Austauschs und der Reflexion. Vorstellungen und Begriffe von Gegenständen und Situationen entwickeln sich mit und in der Sprache. Deshalb muss Fachunterricht immer ein Stück weit auch Sprachunterricht sein. Im Fachunterricht lernen Schülerinnen und Schüler neue Begriffe, die sie als Wissensbausteine erwerben und die gleichzeitig zur Erweiterung ihrer Sprachkompetenz führen. Klares begriffliches Denken und ein klarer sprachlicher Ausdruck gehören zusammen. Weil Schülerinnen und Schüler aufgrund ihrer Herkunftssprache, ihres sprachlichen Umfelds oder ihrer unterschiedlichen Interessen heterogene sprachliche Voraussetzungen mitbringen, ist eine gezielte Förderung und Erweiterung des Wortschatzes und der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit über die Zyklen und Fachbereiche hinweg notwendig. In allen Fachbereichen erhalten Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, über Wahrnehmungen, Erfahrungen und Lerninhalte zu sprechen, zu lesen und zu schreiben und ihre allgemeine und fachsprachliche Sprachkompetenz auszubauen. Die gezielte Förderung sprachlicher Kompetenzen und Strategien dient insbeson- GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 24 Grundlagen | Lehrplan 21 | Lern- und Unterrichtsverständnis Lehrerinnen und Lehrer dere dem Verständnis von Sachtexten. Während in Deutsch die Grundlagen für das Verstehen von Texten gelegt werden, lernen Schülerinnen und Schüler Schülerinnen und Schüler insbesondere in NMG, wie sie wichtige Informationen aus Sachtexten herauslesen und miteinander in Verbindung setzen können. Analog werden in jedem Zusammenarbeit mit den Fachunterricht sprachliche Kompetenzen und Strategien geübt, angewendet und Eltern/Erziehungsberechtigten erweitert. Beurteilung Auch in einem Unterricht, der sich am Erwerb von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen orientiert, sind die Lehrpersonen absolut zentral. Sie gestalten zum einen fachlich gehaltvolle und methodisch vielfältige Lernumgebungen und Unter- richtseinheiten; zum anderen führen sie die Klasse und unterstützen die Schüler- innen und Schüler pädagogisch und fachdidaktisch in ihrem Lernen. Lehrerinnen und Lehrer stellen durch sensible Führung und möglichst individuell gerichtete Lernunterstützung sicher, dass möglichst alle Schülerinnen und Schüler ihren Vor- aussetzungen und Möglichkeiten entsprechend Kompetenzen aufbauen können. Dabei ist eine Beziehung zwischen Lehrperson und Kind, die auf persönlicher Zu- wendung, gegenseitigem Respekt und Vertrauen basiert, grundlegend. Als Voraus- setzung bringen Lehrerinnen und Lehrer neben einem vertieften Sachverständnis der zu erwerbenden Lerninhalte pädagogisch-didaktische Kompetenzen sowie diagnostische Fähigkeiten mit. Sie verfügen über die Bereitschaft zur Zusammen- arbeit in der Schule und übernehmen über den Klassenunterricht hinausreichende Aufgaben in der pädagogischen Gestaltung des Schullebens. Durch einen an fachlichen und überfachlichen Kompetenzen orientierten Unterricht wird bei Schülerinnen und Schülern die Fähigkeit gefördert, ihr Lernen selbstständig zu gestalten und dafür zunehmend Verantwortung zu übernehmen. Durch den Aufbau eines Repertoires von Lernstrategien und der Fähigkeit, ihr Lernen zu reflektieren, erfahren sich Schülerinnen und Schüler idealerweise als zunehmend kompetent und handlungsfähig (selbstwirksam) in einem kooperativ geprägten und positiv unterstützenden Lernrahmen. Dies bildet die Basis für eine interessierte und motivierte Unterrichtsbeteiligung. Allerdings wird das Angebot des Unterrichts von den Schülerinnen und Schülern oftmals sehr unterschiedlich genutzt. Prägend sind dabei die soziale Herkunft der Kinder, der Bildungshintergrund der Familien und das soziale Umfeld der Schule und der Gleichaltrigen. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler (wie auch ihre Eltern und Erziehungsberechtigten) die Ziele und Anforderungen, welche an sie gestellt werden, kennen. Als immer stärker für ihr Lernen selbst verantwortliche junge Menschen sollen sie wissen und verstehen, welche Kompetenzen am Ende einer Unterrichtsphase oder eines Lernzyklus von ihnen erwartet werden. Während die Erziehungsverantwortung im engeren Sinn bei den Eltern und Erziehungsberechtigten liegt, übernehmen Lehrerinnen und Lehrer die Verantwortung für die schulische Bildung. Aus der gemeinsamen Verantwortung ergibt sich die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit. Die Lehrpersonen orientieren die Eltern und Erziehungsberechtigten über Ziele und Grundsätze ihrer Schulführung und ihres Unterrichts. Sie besprechen zu bestimmten Zeitpunkten mit den einzelnen Eltern und Erziehungsberechtigten die gegenseitigen Beobachtungen zur Entwicklung und zum Lernstand des Kindes. Bei besonderen Problemen wird gemeinsam nach Lösungen gesucht. Die Kinder werden in die Zusammenarbeit auf angemessene Weise einbezogen. Aus der Kompetenzorientierung ergeben sich nicht nur neue Akzente in der Betrachtung von Lernen und Unterricht, sondern auch mit Bezug auf die Rückmeldung und Beurteilung von Lernprozessen und Schülerleistungen. Zum kompetenzorientierten Unterricht gehört deshalb eine auf die Erreichung von GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Lern- und Unterrichtsverständnis 25 Formative Beurteilung Kompetenzzielen bezogene Feedbackkultur. Konstruktive Rückmeldungen an die (prozessbegleitend) Lernenden sind ein zentrales Merkmal der Unterrichtsqualität und befördern das Lernen und den Kompetenzerwerb. Gleichzeitig ist schulische Beurteilung die Summative Beurteilung Grundlage für die Qualifikation der Schülerinnen und Schüler und dient der (prozessabschliessend, Selektion. Entsprechend sorgfältig und verantwortungsbewusst muss sie erfolgen. bilanzierend) Prognostische Beurteilung Die Schülerinnen und Schüler erhalten im Unterricht ermutigende und aufbauende Rückmeldungen, die sie beim Kompetenzerwerb und in ihrem Lernprozess 15.3.2016 unterstützen. Diese formativen Rückmeldungen sollen für die einzelnen Lernenden informativ sein, Aspekte der Selbstbeurteilung und des Lernens in der Gruppe aufnehmen und förderorientierte Hinweise zur Weiterarbeit enthalten. Auf diese Weise wird den Schülerinnen und Schülern ihr individuelles und kooperatives Lernverhalten transparent gemacht. Sie erhalten Informationen über ihr erworbenes Wissen und Können, ihre Lernfortschritte und über noch bestehende Lücken oder anzugehende Schwierigkeiten. Um die Schülerinnen und Schüler individuell auf dem Weg zur Kompetenz unterstützen zu können, braucht es seitens der Lehrpersonen zum einen fachliches und fachdidaktisches Wissen und Können, zum anderen diagnostische Fähigkeiten. Zur Beurteilung des Lernstands der Schülerinnen und Schüler gehört deshalb das Wissen um die nächste Kompetenzstufe im Kompetenzaufbau und im Lernprozess. Die Lehrperson nutzt auftretende Erfolge und Schwierigkeiten zu Anpassungen im Unterricht und gestaltet ihr didaktisches Handeln entsprechend. Zur formativen Beurteilung gehören die Einschätzung des Lernstands der einzelnen Schülerin oder des einzelnen Schülers und die Beobachtung von Fortschritten und Problemen in ihrem individuellen Lernprozess. Formative Beurteilung berücksichtigt fachliche, personale, soziale und methodische Kompetenzen. Sie stützt sich auf unterschiedliche Informationsquellen, beispielsweise Prüfungsaufgaben und Lernkontrollen, Portfolios, beobachtbare Handlungen und Verhaltensweisen. Formative Beurteilung wird mit der Selbstbeurteilung der Lernenden in Beziehung gesetzt. Sie orientiert sich am Entwicklungs- und Lernstand der Lernenden und setzt diesen in Bezug zu den Kompetenzstufen des Lehrplans (individuelle und lehrplanorientierte Bezugsnorm). Eine so verstandene formative Beurteilung, welche die Qualität von Prozessen und Lernstrategien mitberücksichtigt, trägt zur Entwicklung einer realistischen, auf die eigenen Entwicklungsmöglichkeiten ausgerichteten Selbsteinschätzung bei. Summative Beurteilung richtet das Augenmerk auf den Leistungsstand der Schülerin oder des Schülers nach Abschluss eines längeren Zeitraums (Lerneinheit, Semester, Schuljahr und Zyklus) und zieht Bilanz über die erworbenen Kompetenzen. Summative Beurteilung orientiert sich an den Zielsetzungen des Lehrplans und des Unterrichts. Zusammen mit Elementen der formativen Beurteilung sind die Ergebnisse der summativen Beurteilung Gegenstand von Elterngesprächen und werden im Zeugnis ausgewiesen. Die formalen Vorgaben zu Elterngesprächen, Beurteilungsverfahren und Zeugnissen werden in den Weisungen zu Zeugnissen und Promotion geregelt und sind nicht Teil des Lehrplans. Prognostische Beurteilung ist für Laufbahnentscheide (Promotion, Selektion, Berufs- und Schulwahl) von Bedeutung. Sie fragt, ob die Voraussetzungen für die erfolgreiche Teilnahme an einem nächsten Abschnitt in der Bildungslaufbahn gegeben sind. Sie stützt sich ab auf Ergebnisse der summativen Beurteilung und bezieht im Sinne einer Gesamtbeurteilung Elemente der formativen Beurteilung, überfachliche Kompetenzen sowie weitere Persönlichkeitsdimensionen mit ein. Promotions- und Übertrittsverfahren werden im Gesetz für die Volksschulen des Kantons Graubünden (Schulgesetz), in der Verordnung zum Schulgesetz (Schulverordnung) und in den Weisungen zu Zeugnissen und Promotion geregelt und sind nicht Teil des Lehrplans 21. GRU Lehrplan 21 26 Grundlagen | Lehrplan 21 | Überfachliche Kompetenzen Überfachliche Kompetenzen Einleitung Personale, soziale und Überfachliche Kompetenzen sind für eine erfolgreiche Lebensbewältigung zentral. methodische Kompetenzen Im Lehrplan 21 werden personale, soziale und methodische Kompetenzen unterschieden; sie sind auf den schulischen Kontext ausgerichtet. Die einzelnen personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen lassen sich dabei kaum trennscharf voneinander abgrenzen, sondern überschneiden sich. Förderung in der Schule Die Ausprägung der personalen und sozialen, etwas weniger der methodischen Kompetenzen, wird zu einem grossen Teil vom familiären und weiteren sozialen Kompetenzen der Schülerinnen Umfeld der Kinder und Jugendlichen bestimmt. Im schulischen Kontext werden sie und Schüler weiter entwickelt und ausgebildet. Einarbeitung in den Lehrplan 21 Zum einen werden überfachliche Kompetenzen im alltäglichen schulischen Zusammenleben gefördert und erweitert. Zum anderen bietet der Unterricht durch die vertiefte Auseinandersetzung mit Fachinhalten Gelegenheit, an überfachlichen Kompetenzen zu arbeiten. Je nach Aufgabe, Zielsetzung und Voraussetzungen der Lernenden sind unterschiedliche personale, soziale und methodische Kompetenzen hilfreich, um eine Aufgabe zu lösen. Es gehört zum verbindlichen Auftrag der Lehrpersonen, die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen in allen drei Zyklen und in allen Fachbereichen aufzubauen und zu fördern. Die überfachlichen Kompetenzen tragen zur Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung bei. (Siehe auch Grundlagen, Kapitel Bildung für Nachhaltige Entwicklung.) Die Schülerinnen und Schüler arbeiten an den überfachlichen Kompetenzen während ihrer ganzen Schulzeit. Einige der unten beschriebenen Kompetenzen erreichen sie im Laufe der Schulzeit. Für andere wird in der Schule lediglich eine Basis gelegt. An ihnen muss über die Schulzeit hinaus gearbeitet werden. In den Fachbereichen und Modulen werden in der Bearbeitung der personalen, sozialen und methodischen Kompetenzen verschiedene Schwerpunkte gesetzt. Diese Schwerpunkte werden in den einleitenden Kapiteln des jeweiligen Fachbereichs- und Modullehrplans dargestellt. Sie werden in den Kompetenzaufbauten aufgegriffen und mit dem fachlichen Lernen verknüpft. GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Überfachliche Kompetenzen 27 Personale Kompetenzen (Selbstreflexion, Selbstständigkeit und Eigenständigkeit) Selbstreflexion: Die Schülerinnen und Schüler ... Eigene Ressourcen kennen und nutzen können eigene Gefühle wahrnehmen und situationsangemessen ausdrücken. können ihre Interessen und Bedürfnisse wahrnehmen und formulieren. können Stärken und Schwächen ihres Lern- und Sozialverhaltens einschätzen. können auf ihre Stärken zurückgreifen und diese gezielt einsetzen. können Fehler analysieren und über alternative Lösungen nachdenken. können auf Lernwege zurückschauen, diese beschreiben und beurteilen. können eigene Einschätzungen und Beurteilungen mit solchen von aussen vergleichen und Schlüsse ziehen (Selbst- und Fremdeinschätzung). können aus Selbst- und Fremdeinschätzungen gewonnene Schlüsse umsetzen. Selbstständigkeit: Die Schülerinnen und Schüler ... Schulalltag und Lernprozesse zunehmend selbstständig können sich in neuen, ungewohnten Situationen zurechtfinden. bewältigen, Ausdauer entwickeln können Herausforderungen annehmen und konstruktiv damit umgehen. können sich Unterstützung und Hilfe holen, wenn sie diese benötigen. können einen geeigneten Arbeitsplatz einrichten, das eigene Lernen organisieren, die Zeit einteilen und bei Bedarf Pausen einschalten. können sich auf eine Aufgabe konzentrieren und ausdauernd und diszipliniert daran arbeiten. können eigenverantwortlich Hausaufgaben erledigen und sich auf Lernkontrollen vorbereiten. können übertragene Arbeiten sorgfältig, zuverlässig und pünktlich erledigen. können Strategien einsetzen, um eine Aufgabe auch bei Widerständen und Hindernissen zu Ende zu führen. Eigenständigkeit: Die Schülerinnen und Schüler ... Eigene Ziele und Werte reflektieren und verfolgen können sich eigener Meinungen und Überzeugungen (z.B. zu Geschlechterrollen) bewusst werden und diese mitteilen. können eigene und andere Meinungen und Überzeugungen auf zugrunde liegende Argumente (Fakten, Interessen, Werte) hin befragen. können Argumente abwägen und einen eigenen Standpunkt einnehmen. können die Argumente zum eigenen Standpunkt verständlich und glaubwürdig vortragen. können aufgrund neuer Einsichten einen bisherigen Standpunkt ändern; sie können in Auseinandersetzungen nach Alternativen oder neuen Wegen suchen. können einen eigenen Standpunkt einnehmen und vertreten, auch wenn dieser im Gegensatz zu vorherrschenden Meinungen/Erwartungen steht. GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 28 Grundlagen | Lehrplan 21 | Überfachliche Kompetenzen Soziale Kompetenzen (Dialog- und Kooperationsfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Umgang mit Vielfalt) Dialog- und Die Schülerinnen und Schüler ... Kooperationsfähigkeit: Sich mit Menschen austauschen, können sich aktiv und im Dialog an der Zusammenarbeit mit anderen zusammenarbeiten beteiligen. können aufmerksam zuhören und Meinungen und Standpunkte von andern wahrnehmen und einbeziehen. können in der Gruppe und in der Klasse oder in einem Schülerrat Abmachungen aushandeln und Regeln einhalten. können auf Meinungen und Standpunkte anderer achten und im Dialog darauf eingehen. können je nach Situation eigene Interessen zu Gunsten der Zielerreichung in der Gruppe zurückstellen oder durchsetzen. können Gruppenarbeiten planen. können verschiedene Formen der Gruppenarbeit anwenden. Konfliktfähigkeit: Die Schülerinnen und Schüler ... Konflikte benennen, Lösungsvorschläge suchen, können sachlich und zielorientiert kommunizieren, Gesprächsregeln Konflikte lösen anwenden und Konflikte direkt ansprechen. können sich in die Lage einer anderen Person versetzen und sich darüber klar werden, was diese Person denkt und fühlt. können Kritik angemessen, klar und anständig mitteilen und mit konstruktiven Vorschlägen verbinden. können Kritik annehmen und die eigene Position hinterfragen. können Formen und Verfahren konstruktiver Konfliktbearbeitung anwenden. können in einer Konfliktsituation einen Konsens suchen und diesen Konsens anerkennen. können Konfliktsituationen, die sich nicht lösen lassen, aushalten und nach neuen Konfliktlösungsmöglichkeiten suchen; wenn nötig holen sie bei Drittpersonen Unterstützung. können die von der Schule bereitgestellten Hilfen nutzen und Instrumente zur gewaltfreien Konfliktlösung akzeptieren. Umgang mit Vielfalt: Die Schülerinnen und Schüler ... Vielfalt als Bereicherung erfahren, Gleichberechtigung können Menschen in ihren Gemeinsamkeiten und Differenzen wahrnehmen mittragen und verstehen. können respektvoll mit Menschen umgehen, die unterschiedliche Lernvoraussetzungen mitbringen oder sich in Geschlecht, Hautfarbe, Sprache, sozialer Herkunft, Religion oder Lebensform unterscheiden. können die Wirkung von Sprache reflektieren und achten in Bezug auf Vielfalt auf einen wertschätzenden Sprachgebrauch. können einen herabwürdigenden Sprachgebrauch erkennen und nehmen einen solchen nicht passiv hin. GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Überfachliche Kompetenzen 29 Methodische Kompetenzen (Sprachfähigkeit, Informationen nutzen und Aufgaben/Probleme lösen) Sprachfähigkeit: Die Schülerinnen und Schüler ... Ein breites Repertoire sprachlicher Ausdrucksformen können sprachliche Ausdrucksformen erkennen und ihre Bedeutung entwickeln verstehen. können unterschiedliche Sachverhalte sprachlich ausdrücken und sich dabei anderen verständlich machen. können Fachausdrücke und Textsorten aus den verschiedenen Fachbereichen verstehen und anwenden. Informationen nutzen: Die Schülerinnen und Schüler ... Informationen suchen, bewerten, aufbereiten und präsentieren können Informationen aus Beobachtungen und Experimenten, aus dem Internet, aus Büchern und Zeitungen, aus Texten, Tabellen und Statistiken, aus Grafiken und Bildern, aus Befragungen und Interviews suchen, sammeln und zusammenstellen. können die gesammelten Informationen strukturieren und zusammenfassen und dabei Wesentliches von Nebensächlichem unterscheiden. können Informationen vergleichen und Zusammenhänge herstellen (vernetztes Denken). können die Qualität und Bedeutung der gesammelten und strukturierten Informationen abschätzen und beurteilen. können die Ergebnisse in unterschiedlichen Darstellungsformen wie Mindmap, Bericht, Plakat oder Referat aufbereiten und anderen näherbringen. Aufgaben/Probleme lösen: Die Schülerinnen und Schüler ... Lernstrategien erwerben, Lern- und Arbeitsprozesse planen, kennen allgemeine und fachspezifische Lernstrategien und können sie durchführen und reflektieren nutzen. können die Aufgaben- und Problemstellung sichten und verstehen und fragen bei Bedarf nach. können einschätzen, wie schwer oder leicht ihnen die Aufgaben/Problemlösungen fallen werden. können bekannte Muster hinter der Aufgabe/dem Problem erkennen und daraus einen Lösungsweg ableiten. können neue Herausforderungen erkennen und kreative Lösungen entwerfen. können Ziele für die Aufgaben und Problemlösungen setzen und Umsetzungsschritte planen. können Lern- und Arbeitsprozesse durchführen, dokumentieren und reflektieren. GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 30 Grundlagen | Lehrplan 21 | Bildung für Nachhaltige Entwicklung Bildung für Nachhaltige Entwicklung Leitidee Nachhaltige Entwicklung Nachhaltige Entwicklung Nachhaltige Entwicklung ist eine Leitidee für die Entwicklung der Gesellschaft. Sie beinhaltet die Zielvorstellung, dass für die Befriedigung der materiellen und immateriellen Grundbedürfnisse aller Menschen heute und in Zukunft eine solidarische Gesellschaft und wirtschaftliches Wohlergehen notwendig sind. Zur Umsetzung dieser Idee bedarf es vielfältiger politischer, ökonomischer, ökologischer, sozialer und kultureller Entwicklungen. Gerechtigkeit, politische Teilhabe und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen sind wesentliche Bedingungen einer Nachhaltigen Entwicklung. Diese kann nicht für ein Land allein gedacht werden, sondern muss immer auch in einem globalen Zusammenhang gesehen werden. Wie eine Nachhaltige Entwicklung gefördert werden kann, hängt von den jeweiligen ökonomischen, ökologischen, sozialen und kulturellen Verhältnissen in einem Land ab und muss gesellschaftlich ausgehandelt werden. Nachhaltige Entwicklung kann nur gelingen, wenn sich Frauen und Männer, Junge und Alte an den Entscheidungsprozessen und an der Umsetzung der Entscheidungen beteiligen können. Nachhaltige Entwicklung wird oft mit drei Kreisen für die Zieldimensionen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft dargestellt, ergänzt mit den beiden Achsen Zeit (Vergangenheit Gegenwart Zukunft) und Raum (lokal global). Damit kommt zum Ausdruck, dass politische, ökonomische, ökologische, soziale und kulturelle Prozesse vernetzt sind; das heutige Handeln Auswirkungen auf die Zukunft hat; Wechselwirkungen bestehen zwischen lokalem und globalem Handeln. GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Bildung für Nachhaltige Entwicklung 31 Die Förderung einer Nachhaltigen Entwicklung ist in der Schweizerischen Bundesverfassung als Auftrag staatlichen Handelns festgeschrieben.1 1,,Sie (die Schweizerische Eidgenossenschaft) fördert die gemeinsame Wohlfahrt, die nachhaltige Entwicklung, den inneren Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt des Landes." (BV, Art. 2 Zweck, Abs. 2). Bildung für Nachhaltige Bildung im Sinne der formulierten Bildungsziele (siehe auch Grundlagen, Kapitel Entwicklung (BNE) Bildungsziele) spielt in der Umsetzung der Idee einer Nachhaltigen Entwicklung eine wesentliche Rolle. Lesen und Schreiben zu können, sich informieren zu können, eine Meinung zu haben und diese im Gespräch einbringen zu können sind notwendige Voraussetzungen, dass sich die Schülerinnen und Schüler an einer Nachhaltigen Entwicklung beteiligen und diese mitgestalten können. Bildung soll den Menschen helfen, den eigenen Platz in der Welt zu reflektieren und darüber nachzudenken, was eine Nachhaltige Entwicklung für die eigene Lebensgestaltung und das Leben in der Gesellschaft bedeutet. Es geht darum, Wissen und Können aufzubauen, das die Menschen befähigt, Zusammenhänge zu verstehen, sich als eigenständige Personen in der Welt zurechtzufinden, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv an gesellschaftlichen Aushandlungs- und Gestaltungsprozessen für eine ökologisch, sozial und wirtschaftlich Nachhaltige Entwicklung zu beteiligen. Die Kompetenzen der Fachbereichs- und Modullehrpläne sowie die überfachlichen Kompetenzen tragen zur Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung bei. Fächerübergreifende Themen unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung Im Lehrplan 21 wurden die folgenden sieben fächerübergreifenden Themen unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung aufgenommen: Politik, Demokratie und Menschenrechte, Natürliche Umwelt und Ressourcen, Geschlechter und Gleichstellung, Gesundheit, Globale Entwicklung und Frieden, Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung, Wirtschaft und Konsum. Die Auswahl basiert einerseits auf bestehenden Konzepten wie der Gesundheitsbildung, dem globalen Lernen, der interkulturellen Pädagogik, der geschlechtergerechten Pädagogik, der politischen Bildung und der Umweltbildung. Anderseits folgt sie den Schlüsselthemen der UNO-Dekade Bildung für Nachhaltige Entwicklung 2005-2014, den Herausforderungen und Massnahmen der Strategie Nachhaltige Entwicklung des schweizerischen Bundesrates (2002, erneuert 2008) sowie der bisherigen Einbindung einiger dieser fächerübergreifenden Themen in die kantonalen Lehrpläne. Neu ist die Orientierung dieser Ansätze und Themen an der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung. Die verschiedenen Aspekte der sieben fächerübergreifenden Themen wurden in die Fachbereichslehrpläne eingearbeitet, insbesondere beim Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft. Folgend werden die sieben fächerübergreifenden Themen basierend auf den Kompetenzen der Fachbereichslehrpläne beschrieben. Der Aufbau des Wissens und Könnens in diesen Themen reicht über die Volksschulzeit hinaus. Die Schule leistet hier einen grundlegenden Beitrag. Politik, Demokratie und Demokratie und Menschenrechte sind Grundwerte unserer Gesellschaft und bilden Menschenrechte zusammen mit der Rechtsstaatlichkeit die Leitlinien für die Politik. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit unterschiedlichen Gesellschaftsformen, Traditionen und Weltsichten, diskutieren deren Entstehung und Wandel und lernen historische, gesellschaftliche und politische Zusammenhänge verstehen. Sie setzen sich mit politischen Prozessen auseinander, lernen diese zu erkennen, verstehen Grundelemente der Demokratie und kennen grundlegende Funktionen öffentlicher GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 32 Grundlagen | Lehrplan 21 | Bildung für Nachhaltige Entwicklung Institutionen. Sie befassen sich mit den Menschenrechten, kennen deren Entwicklung und Bedeutung und sind in der Lage, Benachteiligung und Diskriminierungen zu erkennen. Die Schülerinnen und Schüler engagieren sich in der schulischen Gemeinschaft und gestalten diese mit. Sie lernen, sich eine eigene Meinung zu bilden, eigene Anliegen einzubringen und diese begründet zu vertreten. Sie befassen sich mit dem Verhältnis von Macht und Recht, diskutieren grundlegende Werte und Normen und setzen sich mit Konflikten, deren Hintergründe sowie möglichen Lösungen auseinander. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: D D.3.C.1 ERG ERG.2.1.b ERG.2.2.d ERG.3.2 ERG.4.4 ERG.5.6 RZG.6.2.c RZG.6.3.a MU MU.2.B.1.i NMG NMG.10.1 NMG.10.4 NMG.10.5 RZG RZG.2.3.d RZG.3.3 RZG.5.1.b RZG.8.1 RZG.8.2 Natürliche Umwelt und Im Zentrum dieses Themas stehen die natürliche Umwelt in ihrer Komplexität und Ressourcen Vielfalt sowie die Auseinandersetzung mit ihrer Bedeutung als Lebensgrundlage für den Menschen. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten sich Kenntnisse über Tiere Geschlechter und Gleichstellung und Pflanzen in ihren Lebensräumen, erkunden verschiedene Ökosysteme und erkennen Wechselwirkungen. Sie erfahren, dass Natur und Umwelt vom Menschen genutzt, gestaltet und verändert werden. Dabei befassen sie sich mit damit verbundenen Zielen, Einflüssen und möglichen Auswirkungen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Bedeutung von natürlichen Ressourcen und deren Begrenztheit auseinander. Sie befassen sich mit technischen und naturwissenschaftlichen Entwicklungen und denken über deren Einfluss auf Mensch und Umwelt nach. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Gelegenheit, die Natur ganzheitlich zu erfahren und sich mit konkreten Umweltproblemstellungen aus ihrem Erfahrungsfeld auseinanderzusetzen. Anhand von lokalen und globalen Umweltfragen untersuchen sie Zielkonflikte und erkennen sowohl individuelle als auch gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten. Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, eigene Verhaltensweisen bezüglich eines nachhaltigen Umganges mit der natürlichen Umwelt und ihren Ressourcen sowie im Hinblick auf eine tragbare Zukunft zu reflektieren. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BS BS.5.1.3h ERG ERG.4.5 NMG NMG.2.1 NMG.2.2 NMG.2.5.e NMG.2.6 NMG.3.2.b NMG.5.3.c NMG.5.3.f NMG.6.3.c NMG.8.2 NMG.8.3 NT.9.2 NT.9.3 NT NT.1.3 NT.3.3 NT.9.1.c RZG.2.4 RZG.2.5 RZG RZG.1.2.d RZG.1.3.c RZG.1.4 RZG.3.1 RZG.3.3.b TTG TTG.3.B.1 TTG.3.B.2 WAH WAH.3.2 Das Thema leistet einen Beitrag zur Umsetzung der rechtlichen und tatsächlichen Gleichstellung der Geschlechter in Familie, Ausbildung und Arbeit. Es befasst sich mit Wahrnehmung und Umgang mit Geschlecht und Rollen in der Gesellschaft und thematisiert die Auseinandersetzung mit Gestaltungsmöglichkeiten und Lebenschancen aufgrund des Geschlechts. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei mit Geschlechterrollen, Stereotypen, Vorurteilen und Klischees im Alltag und in der Arbeitswelt auseinander. Sie reflektieren die Bedeutung von Geschlecht und Rollen sowohl in Bezug auf Bildung und Beruf als auch hinsichtlich Beziehung, Sexualität und Familienarbeit. Sie erfassen kulturelle Eigenheiten und Unterschiede und denken über ihre eigenen Bilder und Vorstellungen nach. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit Darstellungen von Männer- und Frauenrollen in den Medien und untersuchen die Verwendung der Sprache in Geschlechterfragen und in der Kommunikation. Sie setzen sich mit Faktoren und Situationen auseinander, die GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Bildung für Nachhaltige Entwicklung 33 Diskriminierungen und Übergriffe begünstigen, und wissen, wie sie sich dagegen wehren können. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: D D.5.B.1 ERG ERG.5.2 ERG.5.3 NMG NMG.1.6 NMG.11.1.d NMG.6.1.d NT NT.7.3 Gesundheit Gesundheit umfasst das physische, psychische und soziale Wohlbefinden des Men- schen. Die Schülerinnen und Schüler lernen zunehmend, Mitverantwortung für ihr Globale Entwicklung und Frieden Wohlbefinden und ihre Gesundheit zu übernehmen. Dafür erwerben sie Wissen über Kulturelle Identitäten und den menschlichen Körper, dessen Funktionsweise und über verschiedenste Fakto- interkulturelle Verständigung ren, die Wohlbefinden und Gesundheit beeinflussen. Dazu gehören Bereiche wie Ernährung, Bewegung, psychische Gesundheit, soziale Netze, Sexualität, Partner- schaft, Sucht und Gewalt. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit Krank- heit, gesundheitlichen Risiken und Unfällen und erkennen vielfältige Einflüsse auf die Gesundheit. Sie diskutieren und erproben Handlungsmöglichkeiten und Ge- wohnheiten, die Gesundheit und Wohlbefinden erhalten und fördern. Dazu gehören die Nutzung von Ressourcen im sozialen Netz, Kenntnisse über gesundes Ess- und Bewegungsverhalten, Hygiene, sicheres Bewegen im Verkehr, die Einschätzung von Gefahren in Bezug auf Naturereignisse und bei der Freizeitgestaltung ebenso wie sachgerechte Handhabung von Maschinen und Materialien. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BS BS.1.A.1 BS.2.A.1 BS.4.C.1 BS.5.1 BS.6.C.1 ERG ERG.1.1 ERG.5.1 NMG.3.3.b NMG.4.2.b NMG.8.5.b NMG.8.5.g MU MU.2.C.1.2a MU.2.C.1.2b NT.7.4 NMG NMG.1.2.f NMG.1.2 NMG.1.3 NMG.4.2.e NMG.4.4.2b NMG.4.4.2e NT NT.1.3.a NT.6.2.b NT.7.2.c TTG TTG.2.B.1.5a TTG.2.E.1 TTG.3.B.4 WAH WAH.4.1 Innerhalb der Thematik globale Entwicklung und Frieden werden Fragen über weltweite Zusammenhänge, Interessenslagen, Konflikte und Potentiale erörtert. Es werden gesellschaftliche Herausforderungen wie Frieden, Wohlstand und Gerechtigkeit thematisiert sowie Informationen und Positionen dazu bezüglich Interessen und Wahrheitsgehalt hinterfragt. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Lebensweisen und Lebensräumen sowie Bevölkerungsstrukturen und -bewegungen in verschiedenen Weltregionen auseinander und sind in der Lage, Zusammenhänge und Abhängigkeiten zu erkennen. Sie untersuchen Unterschiede in den Lebensbedingungen und Lebensweisen von Menschen, denken über Weltsichten und Weltdeutungen nach und befassen sich mit daraus entstehenden Dynamiken wie wirtschaftlichen und politischen Interessenskonflikten, Armut, Migrationsbewegungen und kriegerischen Auseinandersetzungen. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: ERG ERG.1.2.d ERG.4.5 ERG.5.6 NMG NMG.7.4 RZG RZG.2.1 RZG.2.2 RZG.6.3.b RZG.6.3.c Das Thema kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung thematisiert kulturelle Selbstverständnisse sowie Gemeinsamkeiten und Differenzen. Die Schülerinnen und Schüler begegnen Menschen und Erzeugnissen aus unterschiedlichen Kulturen und befassen sich mit typischen Merkmalen im Lebensalltag. Sie setzen sich mit Literatur, Musik und bildender Kunst aus unterschiedlichen Zeiten und Kulturen auseinander und erkennen Besonderheiten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Die Schülerinnen und Schüler vergleichen Lebensweisen von Menschen verschiedener Kulturen und erkennen Sprache als GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 34 Grundlagen | Lehrplan 21 | Bildung für Nachhaltige Entwicklung wichtigen Teil von Kultur und Identität. Sie beleuchten soziale Situationen aus verschiedenen Perspektiven, setzen sich mit eigenen Vorstellungen auseinander und lernen den respektvollen Umgang mit unterschiedlichen Lebensweisen, Traditionen und Weltsichten. Sie erwerben Wissen über die kulturelle Vielfalt der Schweiz und deren Wandel über die Zeit. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BG BG.3.A.1 D D.5.B.1 D.6.B.1 ERG ERG.2.1 ERG.3.1 ERG.4.1 ERG.4.2 ERG.4.3 NMG.7.2 NMG.7.4 ERG.4.4 ERG.5.5 FS1GR FS1GR.6.B.1 FS1GR.6.C.1 FS2GR FS2GR.6.B.1 FS2GR.6.C.1 MU MU.1.C.1.f MU.2.B.1 NMG NMG.11.1.d NMG.12.5 NMG.7.1 RZG RZG.5.3.c RZG.6.1.a RZG.7.1.c Wirtschaft und Konsum Wirtschaft und Konsum sind eng miteinander verzahnt. Ausgehend von Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler werden verschiedenste Aspekte von Wirtschaft und Konsum, sowie deren Wechselwirkungen thematisiert. Die Schülerinnen und Schüler erkunden Produktions- und Arbeitswelten und lernen wirtschaftliche Regeln und Prozesse kennen. Sie erwerben Kenntnisse über Herkunft, Produktion und Verbrauch von Gütern sowie über die Bereitstellung von Dienstleistungen. Sie analysieren deren Bedeutung für Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Sie befassen sich mit naturwissenschaftlich-technischen Anwendungen in Arbeitswelt und Privatleben und denken über deren Nutzen und Bedeutung nach. Anhand dieser Themen diskutieren sie Fragestellungen zur Globalisierung und reflektieren deren Einfluss auf Arbeits- und Lebenssituationen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Konsum und Konsumgestaltung sowie möglichen Einflussfaktoren auseinander. Sie können Konsumentscheide begründen und reflektieren ihr Konsumverhalten im Hinblick auf einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit dem Thema Ernährung sowohl in Bezug auf gesundheitliche, ökologische und ökonomische Aspekte im Lebensalltag wie auch als globale Herausforderung. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: NMG NMG.6.1 NMG.6.2 NMG.6.4.f NMG.6.5 RZG.5.2 NT NT.1.3.a NT.1.3.b NT.1.3.c WAH.3.3 RZG RZG.1.4.e RZG.2.5 RZG.3.2 TTG TTG.3.B.3 WAH WAH.1.3 WAH.2.1 WAH.3.1 WAH.4.3 WAH.4.5 GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Bildung für Nachhaltige Entwicklung 35 Umsetzung im Unterricht Didaktische Prinzipien Um den Unterricht bezogen auf die Leitidee einer Nachhaltigen Entwicklung zu planen und durchzuführen, empfiehlt sich die Orientierung an den folgenden didaktischen Prinzipien: Zukunftsorientierung, vernetzendes Lernen und Partizipation. In der folgenden Tabelle werden sie erläutert: Fächerübergreifende Wie viele alltagsbezogene und komplexe Problemstellungen sind die Themen der Herangehensweise Nachhaltigen Entwicklung in den seltensten Fällen einem einzelnen Fachbereich zuzuordnen. Die meisten Themen weisen eine politische, ökonomische, ökologische, 15.3.2016 soziale und kulturelle Dimension auf, haben eine Geschichte und verweisen auf die Zukunft, sowohl im lokalen als auch im globalen Kontext. Um die Komplexität der Welt mit ihren Vernetzungen und Zusammenhängen zu erfassen und zu verstehen, ist es notwendig, verschiedene fachliche und überfachliche Kompetenzen aufzubauen und zu entwickeln. Formen fächerübergreifenden Unterrichts sind geeignet, die Vielschichtigkeit eines komplexen Themas sichtbar, Zusammenhänge und Wechselwirkungen fassbar und verständlich zu machen. Die verschiedenen Perspektiven der Fachbereiche in Bezug auf ein Thema können zeigen, dass fachliche Sichtweisen oft nur einen Teil der Wirklichkeit abbilden. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass nicht nur eine Sichtweise richtig oder adäquat ist. Dabei lernen sie die Grenzen von Sichtweisen wahrzunehmen und konstruktiv damit umzugehen (z.B. bei Fragestellungen zu Konsum, Menschenrechten oder Energie). In der Unterrichtsvorbereitung werden aus den verschiedenen Aspekten eines Themas diejenigen ausgewählt und aufbereitet, die nach fachlichen und pragmatischen Kriterien für das Verständnis eines Gegenstandes und die Bewältigung der Problemstellung relevant sind. Die Inhalte verschiedener Fachbereiche dienen als Bausteine. Zyklusabhängig und je nach Organisationsform sind Absprachen zwischen verschiedenen Lehrpersonen nötig. Besonders geeignete Gefässe sind Jahresthemen, Themenwochen oder -tage, Epochenunterricht, Projektarbeiten, Werkstattunterricht, Lernlandschaften usw. Fächerübergreifendes Lernen kann aber auch in jeder anderen Unterrichtsform stattfinden. GRU Lehrplan 21 36 Grundlagen | Lehrplan 21 | Bildung für Nachhaltige Entwicklung Kriterien der Themenauswahl Für die Auswahl der Unterrichtsthemen ist es sinnvoll, von einer gesellschaftlichen Querverweis BNE Fragestellung, einer Aktualität oder einer Alltagserfahrung der Schülerinnen und Schüler auszugehen und sich an folgenden Kriterien zu orientieren: Kann eine Beziehung zwischen lokalen und globalen Gegebenheiten und Prozessen aufgezeigt werden? Kann eine Reflexion über zukünftige Entwicklungen stattfinden? Können Auswirkungen der Vergangenheit und Gegenwart auf zukünftige Generationen thematisiert werden? Kann am Thema die politische, ökologische, ökonomische, soziale und kulturelle Dimension aufgezeigt werden? Kann eine kritische Auseinandersetzung mit Werthaltungen stattfinden? Können die konkurrierenden und übereinstimmenden Interessen von einzelnen Akteuren aufgezeigt werden? Kann Ungleichheit und Macht thematisiert werden? Mit dem Querverweis BNE werden Kompetenzen und Kompetenzstufen in den Fachbereichslehrplänen markiert, die sich besonders für einen Unterricht unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung eignen. Zu den beiden fächerübergreifenden Themen Sicherheit im Verkehr sowie Kultur und Schule gibt es keine Querverweise. GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Schwerpunkte des 1. Zyklus 37 Schwerpunkte des 1. Zyklus Einleitung Der Lehrplan 21 ist als Fachbereichslehrplan konzipiert. Darin wird aufgezeigt, wie Kompetenzen über die ganze Schulzeit - vom Kindergarten bis zum Ende der Volksschule - aufgebaut werden. Neu wird der Kompetenzerwerb damit auch für den Kindergarten nach Fachbereichen strukturiert und beschrieben. Der Unterricht im 1. Zyklus orientiert sich allerdings stark an der Entwicklung der Kinder und wird vor allem zu Beginn fächerübergreifend organisiert und gestaltet. Um dieser Ausrichtung Rechnung zu tragen, sind die Ausführungen zum 1. Zyklus an dieser Stelle ausführlicher. Sie nehmen den 1. Zyklus als Ganzes in den Blick, gehen von der Entwicklung des Kindes aus und beschreiben, wie die Entwicklungsorientierung allmählich in ein fachliches Lernen übergeht. Im zweiten Teil des folgenden Kapitels werden neun entwicklungsorientierte Zugänge zum Lehrplan 21 entworfen und beschrieben, welche die Entwicklung und das Lernen des Kindes ins Zentrum stellen. Diese entwicklungsorientierten Zugänge helfen den Lehrerinnen und Lehrern, einen Zugang zum Lehrplan 21 zu finden und bauen eine Brücke von der Entwicklungsperspektive zur Fachbereichsstruktur des Lehrplans. Eintritt Mit dem Eintritt in den Kindergarten beginnt für das Kind die Bildungslaufbahn in der Volksschule. Es wird in den sozialen Kontext der Schule aufgenommen und in die Welt des schulischen Lernens eingeführt. Einige Kinder besuchten vorher eine Spielgruppe oder eine Kinderkrippe und sind sich bereits gewohnt, mit gleichaltrigen Kindern zusammen und von den Eltern und Erziehungsberechtigten getrennt zu sein. Andere Kinder verlassen zum ersten Mal regelmässig und für einen längeren Zeitraum das familiäre Umfeld. Allen Kindern eröffnet sich im Kindergarten ein neuer Lebens-, Spiel- und Erfahrungsraum. Dieser führt sie in ein erweitertes soziales Umfeld mit neuen Aufgaben und Herausforderungen. Individuelle Voraussetzungen Entwicklungs- und Lernprozesse hängen von den individuellen Voraussetzungen des Kindes und von den Anregungen und der Unterstützung ab, welche das Kind erfährt. Beim Eintritt in den 1. Zyklus unterscheiden sich die Kinder bezogen auf ihr Wissen, ihr Können, ihre Bereitschaften, Haltungen und Einstellungen wie auch auf ihren individuellen Entwicklungsstand und ihre sprachlichen Voraussetzungen in hohem Masse. Ausgehend von dieser Heterogenität besteht das Ziel darin, die Entwicklung und das Lernen aller Kinder anzuregen und zu fördern. Alle Kinder sollen ihr Potenzial bestmöglich entfalten können. Spielen und Lernen Wenn Kinder spielen, lernen sie gleichzeitig. Jüngere Kinder lernen beim Beobachten, Imitieren, Mitmachen, Gestalten oder im Gespräch. Ihre Aktivitäten werden dabei in erster Linie von ihren Interessen und der Motivation geleitet, die eigenen Fähigkeiten zu erproben und zu erweitern. Im Spiel können sich viele Kinder über eine lange Zeitspanne in eine Aufgabe oder eine Rolle vertiefen, eine hohe Konzentration aufrechterhalten und spezifisches Wissen erwerben. Dabei erleben Kinder Spielen und Lernen als Einheit. Im Verlaufe des 1. Zyklus verändert sich das Denken und Lernen der Kinder. Zunehmend sind sie in der Lage, ihre Aufmerksamkeit auch auf von aussen vorgegebene Lerninhalte zu richten und systematischer zu lernen. Ihr Arbeitsgedächtnis wird effizienter und sie bauen ihre sprachlichen Kompetenzen und ihr Wissen aus. Der Glaube an die eigenen Fähigkeiten (subjektive Kompetenzüberzeugungen) verändert sich ebenfalls und die Kinder lernen, sich und ihre Fähigkeiten einzuschätzen. Ausgehend vom interessegeleiteten Lernen in Alltags- und Spielsituationen werden Kinder zunehmend fähig, mit vorgegebenen Aufgaben, Aufträgen und fachspezifischer Ausrichtung umzugehen. Erwerb der Kulturtechniken Im Laufe des 1. Zyklus lassen sich Kinder auf ein schulisch ausgerichtetes Lernen ein und erwerben die Grundlagen der Kulturtechniken. Im sprachlichen Bereich wird zu Beginn gezielt am präzisen Umgang mit Sprache insbesondere im GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 38 Grundlagen | Lehrplan 21 | Schwerpunkte des 1. Zyklus Freies Spiel Mündlichen, an der phonologischen Bewusstheit und an der Erweiterung des Spiel- und Lernbegleitung Wortschatzes gearbeitet. Damit wird der Erwerb von Lese- und Schreib- kompetenzen vorbereitet und unterstützt. Spielmaterial und Lernumgebungen Hinter mathematischen Leistungen stehen ein mengen- und zahlenbezogenes Vorwissen bzw. das Verstehen entsprechender Zusammenhänge. Dies ist eine Überfachliche Kompetenzen notwendige Voraussetzung, damit Kinder Zählstrategien durch effizientere Operationen und Rechenstrategien ersetzen lernen. Nähere Angaben zum Erwerb der Kulturtechniken finden sich in den entsprechenden Fachbereichslehrplänen. Verschiedene Formen des Spiels sind wichtiger Bestandteil der Unterrichtspraxis vor allem zu Beginn des 1. Zyklus. Insbesondere das freie Spiel stellt ein zentrales und vielschichtiges Lernfeld dar, das emotionale, soziale und kognitive Prozesse mit einbezieht, anregt und herausfordert. Im freien Spiel können Kinder ihre Tätigkeiten wählen, initiieren, gestalten und darin Autonomie erleben. Sie zeigen dabei eine hohe und vielfältige emotionale, soziale und kognitive Aktivität. Die Lehrpersonen gestalten Spielangebote und Lernumgebungen im Innen- und Aussenraum, strukturieren Zeit und Prozesse, führen verschiedene Spiel- und Sozialformen, Inhalte und Themen ein und stellen die entsprechenden Materialien zur Verfügung. Sie leisten im Unterricht gezielte, proaktive Unterstützung und initiieren über Anregungen und Anpassungen von Spiel- und Lernsituationen nächste Entwicklungsschritte. Sie ermutigen die Kinder und leiten sie an, sich neuen, ihrem Entwicklungs- und Lernstand entsprechenden Situationen und Herausforderungen zu stellen. Über gezielte Beobachtungen des Spiel- und Lerngeschehens erfassen die Lehrpersonen den aktuellen Entwicklungs- und Lernstand der Kinder. In geführten Sequenzen geht die Lenkung direkt von den Lehrpersonen aus. Sie führen beispielsweise in ein Thema, eine Gestaltungsaufgabe oder ein Singspiel ein oder erzählen eine Geschichte. In offenen Sequenzen nehmen die Lehrpersonen indirekt Einfluss, indem sie je nach Bedarf und Situation ins freie Spiel eingreifen und mitspielen, Vorschläge machen, hilfreich nachfragen, ermutigen, um so an neue herausfordernde Spielformen heranzuführen. Spielmaterial und Lernumgebungen knüpfen an bereits vorhandenen Interessen der Kinder an, sind aber auch geeignet, Neugierde zu wecken und neue Interessen zu generieren. Sie beinhalten die Möglichkeit zum Explorieren und Experimentieren und sind auf die im Lehrplan formulierten Kompetenzen ausgerichtet. In den Innenräumen stehen den Kindern verschieden konzipierte Spiele und Lernumgebungen offen: Räume für Rollenspiele und Inszenierungen, Forscherecken, Bau- und Konstruktionsecken, Mal- und Bewegungsräume, Spiel- und Bücherecken für mathematische, strategische und sprachliche Herausforderungen usw. Im Aussenraum des Schulareals werden ebenfalls verschiedene Aktivitäten angeregt. Ergänzend bieten sich Aussenräume wie Waldplätze, Wiesen, Bachläufe, Spiel- und Sportplätze in der näheren Umgebung als ideale Lernorte zum Sammeln von Erfahrungen und zur Schärfung der Wahrnehmung an. Im 1. Zyklus ist die Verbindung von fachlichen und überfachlichen Kompetenzen und deren Förderung - bedingt durch die altersspezifische Nähe von Entwicklung und Lernen - besonders eng. Deshalb enthalten die im Folgenden dargestellten entwicklungsorientierten Zugänge zum Lehrplan 21 zahlreiche Aspekte überfachlicher Kompetenzen. (Siehe auch Grundlagen, Kapitel Überfachliche Kompetenzen.) GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Schwerpunkte des 1. Zyklus 39 Entwicklungsorientierte Zugänge zum Lehrplan 21 Entwicklungsorientierung und Zu Beginn des 1. Zyklus wird der Unterricht überwiegend fächerübergreifend fachliche Orientierung organisiert und gestaltet. Der Lehrplan 21 bietet deshalb neun entwicklungsorientierte Zugänge an, die als Lesehilfe dienen und den Lehrpersonen den Zugang zu den Fachbereichslehrplänen erleichtern. Diese ent- wicklungsorientierten Zugänge bauen eine Brücke von der Entwicklungsperspektive zur Fachbereichsstruktur des Lehrplans und erleichtern den Lehrerinnen und Lehrern die Planung des fächerübergreifenden Unterrichts. Querverweise als Brücke zu den Im Verlaufe des 1. Zyklus verschiebt sich der Schwerpunkt des Lernens von der Fachbereichslehrplänen Entwicklungsperspektive hin zum Lernen in den Fachbereichen. Die fachspezifischen Inhalte rücken zunehmend in den Vordergrund. In der Körper, Gesundheit und Motorik Unterrichtspraxis lassen sich die entwicklungsorientierte und die fachorientierte (1) Herangehensweise verbinden, vielfältig variieren und kombinieren. Beide Zugangsweisen bleiben miteinander verknüpft. Die entwicklungsorientierten Zugänge sind durch Querverweise mit den Fachbereichslehrplänen verknüpft. Mit den Querverweisen werden Kompetenzen bzw. erste Stufen des Kompetenzaufbaus gekennzeichnet, die sich besonders für einen fächerübergreifenden Unterricht unter einer Entwicklungsperspektive eignen. Querverweise ermöglichen den Lehrpersonen einen von der entsprechenden Entwicklungsperspektive ausgehenden Blick auf den Lehrplan und dienen ihnen als Orientierungshilfe in der Vorbereitung, Durchführung und Auswertung des Unterrichts. Im Folgenden werden die einzelnen entwicklungsorientierten Zugänge mit Blick auf die kindliche Entwicklung beschrieben. Kinder erleben ihren Körper als Zentrum und entdecken die Welt durch ihr Handeln. Vielfältige Bewegungsmöglichkeiten unterstützen ihre gesunde physische und psychische Entwicklung. Mädchen und Jungen sind aktiv, erproben und üben verschiedene Bewegungsformen; verfeinern ihre Bewegungsmöglichkeiten und motorischen Fertigkeiten; üben ihre koordinativen Fähigkeiten; drücken mit ihrem Körper Gefühle und Empfindungen aus; lernen, Themen körperlich zu gestalten und darzustellen; beginnen, mit körperlichen Stärken und Begrenzungen umzugehen; lernen, vorsichtig zu handeln; entwickeln Selbstvertrauen und sind mutig; beginnen, ihre körperlichen Leistungen mit andern zu messen. GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 40 Grundlagen | Lehrplan 21 | Schwerpunkte des 1. Zyklus Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BG BG.2.C.1 BG.2.D.1 BS BS.1.A.1 BS.1.B.1 BS.2.A.1 BS.4.B.1 BS.5.1 MU.5.B.1 BS.6.A.1 D D.3.A.1 D.4.A.1 MU MU.1.B.1 MU.3.B.1 MU.3.C.1 NMG NMG.1.2 NMG.1.4 NMG.4.1 TTG TTG.2.D.1 Wahrnehmung (2) Über die Wahrnehmung treten Kinder mit sich selbst und ihrer Lebenswelt in Zeitliche Orientierung (3) Kontakt. Sie nehmen sich selbst, ihren Körper, die Mitmenschen und die Umwelt Räumliche Orientierung (4) über die verschiedenen Sinne wahr. Sie sehen, hören, riechen, schmecken und spüren. Alle Bereiche sind eng miteinander verknüpft. Die Kinder GRU machen sich über die Wahrnehmung von Gegenständen, Situationen, und Vorgängen mit der Aussenwelt vertraut; nehmen ihren Körper in Zeit und Raum und über die Interaktion mit der Umwelt wahr; erschliessen sich über Gefühle, Empfindungen, Gedanken, Erinnerungen und Imaginationen die innere Welt; erkennen die für die aktuelle Situation bedeutsamen Sinneseindrücke; lernen, Wahrnehmungen zu beschreiben und zu vergleichen; fokussieren ihre Aufmerksamkeit und üben das genaue Beobachten; bauen durch Erfahrung ein entsprechendes Begriffsfeld auf. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BG BG.1.A.1 BG.1.A.2 BS BS.2.B.1 BS.3.A.1 BS.3.C.1 D D.1.A.1 MU MU.1.A.1 MU.2.A.1 MU.3.A.1 NMG NMG.1.2 NMG.3.3 NMG.4.2 TTG TTG.1.A.1 TTG.2.C.1 Kinder müssen lernen, Zeitdauern abzuschätzen, Zeit zu planen und Zeitressourcen zielgerecht einzusetzen, da es keinen angeborenen Zeitsinn gibt und Zeit ein soziales Konstrukt ist. Das Erfassen der Zeit ist ein langwieriger und komplexer Prozess. Kinder lernen diese durch vielfältige Anregungen kennen und einschätzen: Sie klären Zeitbegriffe (z.B. morgen oder vorgestern); bilden Reihen und Listen; sagen Wochentage und Monate auf; reflektieren gleichbleibende und variierende Tagesstrukturen (Rhythmisierung); feiern markante Punkte im Jahreslauf (Geburtstage und andere Feste); stellen Zeit grafisch dar (Uhr, Monate, Jahreskreis); denken Handlungsabfolgen aus, führen sie durch und reflektieren sie; schätzen und messen die Zeitdauer von Handlungen. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BG BG.3.A.1 D D.3.B.1 MA MA.3.A.2 MU MU.6.A.1 NMG NMG.9.1 NMG.9.3 TTG TTG.3.A.1 Kinder bauen über Erfahrungen eine kognitive Vorstellung ihrer näheren und weiteren Umgebung auf, die es ihnen erlaubt, sich zu orientieren. Durch vielfältige Erfahrungen in Räumen erwerben Kinder grundlegende Fähigkeiten der Orientierung. Mädchen und Jungen erkunden ihren Lebensraum (Wohnumgebung, Schulhausareal, Schulweg); lernen unterschiedliche Nutzungen von Räumen kennen (Innenräume, Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Schwerpunkte des 1. Zyklus 41 Aussenräume); erkennen räumliche Merkmale, Zusammenhänge und Funktionen; zeichnen und beschreiben Räume aus ihrer Lebenswelt und Fantasie; lesen und verstehen einfache Darstellungen von Räumen (z.B. Pläne, Krokis, Fotos). Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BS BS.1.A.1 BS.3.A.1 D D.1.A.1 D.2.A.1 MA MA.2.A.2 MA.2.B.1 MA.2.C.3 MU MU.5.A.1 MU.6.A.1 NMG NMG.8.4 NMG.8.5 Zusammenhänge und Kinder haben ein natürliches Interesse an der Welt. Sie entwickeln früh eigene Gesetzmässigkeiten (5) Vorstellungen über die unbelebte und belebte Natur sowie über menschliche Beziehungen. Sie werden dazu angeregt, ihr Handeln selbst zu initiieren, erhalten Fantasie und Kreativität (6) Gelegenheit zum individuellen und gemeinsamen Spielen und Explorieren und tauschen ihre Beobachtungen und Erfahrungen in Gesprächen aus. Im selbst initiierten Handeln, im individuellen und gemeinsamen Spielen und Explorieren wie auch in Gesprächen erschliessen sich Kinder Zusammenhänge und kausale Gesetzmässigkeiten; bauen sie Begriffe und Konzepte auf, die sie im Alltag gebrauchen und einsetzen; reflektieren Kinder ihre Vorstellungen und entwickeln diese weiter, angeregt durch Fragen wie Warum ist das so? oder Wozu dient dies?; differenzieren sie ihr Weltbild. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BG BG.3.B.1 D D.1.B.1 D.3.B.1 D.4.B.1 D.5.C.1 MA.2.A.3 MA MA.1.A.3 MA.1.A.4 MA.1.B.3 MU.6.B.1 NMG.4.3 MU MU.1.C.1 MU.2.B.1 MU.4.C.1 NMG NMG.2.2 NMG.3.2 NMG.3.4 NMG.4.5 NMG.5.2 NMG.7.4 TTG TTG.1.A.1 TTG.3.A.2 TTG.3.B.2 Kreative Prozesse verlaufen bei Kindern vorwiegend unstrukturiert, teilbewusst und spontan. Die Kinder reagieren auf innere und äussere Wahrnehmungen, indem sie diese deuten und in einen Zusammenhang mit ihren Vorstellungen und ihrem Wissen stellen. Ein fantasievolles Kind verfügt über eine grosse Vielfalt an inneren Bildern und Vorstellungen. Freiraum, Anregung und Unterstützung fordern kreative Ausdrucksformen heraus. Besondere Bedeutung hat Kreativität überall dort, wo Mädchen und Jungen frei spielen; Darstellungsmöglichkeiten für Erlebtes und Erdachtes ausprobieren; sich aktiv und eigenständig mit der Umwelt auseinander setzen; wahrgenommene Dinge neu denken und weiterentwickeln; ungewohnte Sichtweisen und Lösungen entwickeln. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BG BG.2.A.1 BG.2.A.2 BS BS.3.B.1 D D.3.D.1 D.4.C.1 D.6.A.1 MA MA.1.C.1 MA.2.C.1 MA.3.B.2 MU MU.1.B.1 MU.3.B.1 MU.4.B.1 MU.5.A.1 MU.5.B.1 NMG NMG.9.3 TTG TTG.2.A.1 TTG.2.B.1 GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 42 Grundlagen | Lehrplan 21 | Schwerpunkte des 1. Zyklus Lernen und Reflexion (7) Kinder erweitern im Verlaufe ihrer Entwicklung die eigenen Lernmöglichkeiten: Sie Sprache und Kommunikation (8) lassen sich auf unterschiedliche Themen ein, nehmen Anregungen und Aufträge an, erforschen, erkunden, üben, beobachten, vergleichen, ordnen, ahmen nach, wenden an, prüfen, vermuten interpretieren usw. Vieles davon erfolgt in einer spielerischen Auseinandersetzung, die sukzessive durch systematische Lernformen ergänzt wird. Im 1. Zyklus spielen insbesondere das Lernen durch Beobachten und Nachahmen und das Vorzeigen und Nachmachen (Modelllernen) eine zentrale Rolle. Dabei lernen Kinder von Erwachsenen und ausgeprägt auch von- und miteinander. In der Reflexion werden Handlungen, Bilder, Sprache, Symbole und Gedanken aufeinander bezogen, um zu Klärung, Einordnung und Übersicht zu gelangen. Die Kinder erweitern ihre reflexiven Fähigkeiten unter anderem dadurch, dass sie über sachbezogene und soziale Tätigkeiten und Ziele nachdenken; Neues mit Bekanntem vergleichen; ihr Tun und Lernen planen und ihre Aufmerksamkeit auf das Erreichen von Zielen richten; ein konkretes Erlebnis bzw. eine Beobachtung zeichnerisch oder sprachlich bearbeiten; verschiedene Darstellungen eines Lerninhaltes oder Vorgehens besprechen. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BG BG.2.B.1 BG.2.C.1 BS BS.2.A.1 BS.6.C.1 D D.2.A.1 D.3.B.1 D.5.B.1 MA MA.1.B.2 MA.1.C.2 MA.3.A.1 MU MU.2.B.1 MU.2.C.1 NMG NMG.1.6 NMG.11.2 NMG.3.1 NMG.4.4 NMG.6.1 NMG.8.1 TTG TTG.1.B.1 TTG.2.A.3 TTG.2.E.1 Mit Sprache erschliesst und erklärt sich den Kindern die Welt, indem sie ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Empfindungen in Worte fassen. Die Sprache spielt bei der Entwicklung des Denkens, der Gestaltung sozialer Kontakte, bei Problemlösungen und beim Erwerb methodischer Kompetenzen und Strategien eine fundamentale Rolle. Um sich auszudrücken nutzen Kinder ein sehr breites Spektrum an Sprach- und Kommunikationsmitteln. Mädchen und Jungen sind aufgefordert, sich in einer Grossgruppe zu äussern; gestalten vielfältige Sprechanlässe wie Absprachen, Erklärungen und Begründungen, Erzählungen, Beschreibungen, Präsentationen, Erlebnisse, Geschichten und Spielsituationen; erweitern ihren Wortschatz und bauen ihre Ausdrucksmöglichkeiten aus; finden musikalisch, gestaltend und in Bewegung weitere Ausdrucksformen. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BG BG.1.A.2 BG.1.B.1 BS BS.3.B.1 D D.1.C.1 D.3.C.1 D.3.D.1 D.6.A.1 NMG.7.2 MA MA.1.B.1 MA.3.C.2 MU MU.1.C.1 MU.5.C.1 NMG NMG.10.2 NMG.11.3 NMG.12.2 NMG.8.2 TTG TTG.1.B.2 GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Grundlagen | Lehrplan 21 | Schwerpunkte des 1. Zyklus 43 Eigenständigkeit und soziales Kinder im 1. Zyklus erfahren sich als eigenständige Personen, welche die Welt Handeln (9) erproben, die Initiative ergreifen, selbstständig Aufgaben lösen, Stärken entwickeln und ihre Selbsteinschätzung differenzieren. Zugleich erleben die Kinder das Sich- Einfügen in eine grössere Gruppe von Gleichaltrigen, erfahren unterschiedliche Beziehungen und lernen, diese zu gestalten. Sie lernen, Interessen und Wünsche anderer Kinder zu berücksichtigen, zu kooperieren und Konflikte mit und ohne Unterstützung zu lösen. Die Kinder entwickeln Vertrauen in ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten und können diese einschätzen; übernehmen zunehmend die Verantwortung für das eigene Handeln; lernen, Überlegungen von andern in das eigene Denken einzubeziehen (Perspektivenübernahme); lernen, ihre Bedürfnisse je nach Situation in der Gruppe durchzusetzen oder zurückzustellen; sind in der Lage, kurzfristige Wünsche aufzuschieben und längerfristige Ziele zu verfolgen; üben sich darin, die eigenen Emotionen zu regulieren; erweitern ihre Frustrationstoleranz. Beispiele für Bezüge zu den Fachbereichslehrplänen: BG BG.1.A.3 BS BS.4.A.1 BS.4.C.1 D D.1.C.1 MA MA.2.B.2 MA.3.B.1 MU MU.1.A.1 MU.3.A.1 MU.4.A.1 NMG NMG.10.1 NMG.10.2 NMG.10.4 NMG.10.5 GRU 15.3.2016 Lehrplan 21 44 Grundlagen | Lehrplan 21 | Schwerpunkte des 2. und 3. Zyklus Schwerpunkte des 2. und 3. Zyklus 2. Zyklus Der Unterricht im 2. Zyklus baut auf dem bisher Erworbenen auf, die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen werden vertieft und erweitert. Die Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen werden weiter geübt, ausgebaut und gefestigt. Über lebensnahe Themen erkunden, entdecken und erforschen die Schülerinnen und Schüler die Umwelt und gewinnen vertiefende Einsichten. Der Unterricht ist schwerpunktmässig auf die Fachbereiche ausgerichtet, wobei fächerübergreifender Unterricht und entsprechende Projekte weiterhin stattfinden. Die Kompetenzen zum systematischen Lernen werden kontinuierlich auf- und ausgebaut und die Entwicklung vom konkreten zum abstrakten Denken weiter vorangetrieben. Die Schülerinnen und Schüler werden angeleitet, über ihr Lernen und ihr Arbeiten nachzudenken und dieses zunehmend selbstständig und mit mehr Selbstverantwortung zu steuern. Die Auseinandersetzung mit sich selbst und anderen Menschen sowie das Lernen in Gruppen bilden wichtige Bestandteile des Unterrichts. Die Schülerinnen und Schüler erweitern in diesem Lern- und Lebensabschnitt ihren Bewegungsradius. Sie bauen soziale Kontakte ausserhalb ihrer Familie und nachbarschaftlichen Welt aus. Am Ende des 2. Zyklus erfolgt der Übertritt in den 3. Zyklus. Diesem geht das Übertrittsverfahren voraus, in dem die schulische Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler eingeschätzt und beurteilt wird. 3. Zyklus Das elementare Lernen aus dem 1. und 2. Zyklus wird im 3. Zyklus fortgesetzt. Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten werden in fachspezifisch aufgegliedertem Unterricht vertieft und erweitert. Abstrahierendes Denken und Lernen gewinnt aufgrund der allgemeinen und kognitiven Entwicklung der Schülerinnen und Schüler an Bedeutung, ohne dass das Lernen an konkreten Handlungen und Situationen aufgegeben wird. Überfachliche Kompetenzen werden kontinuierlich und vertiefend geübt. Einstellungen und Haltungen werden reflektiert, so dass die Schülerinnen und Schüler zunehmend in der Lage sind, eigenständig und eigenverantwortlich zu lernen. Der 3. Zyklus umfasst die Sekundarstufe I, welche sich in die Real- und Sekundarschule gliedert. Er dauert drei Jahre. Die Schulträgerschaft der Sekundarstufe I kann die Real- und Sekundarschule nach verschiedenen kooperativen Modellen führen. Departementale Weisungen regeln die Organisation und Durchlässigkeit. Die curricularen Wahl- und Gestaltungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler nehmen zu. Das Entdecken und Erkennen ihrer Begabungen, Interessen und Neigungen stellen einen Schwerpunkt im Hinblick auf den weiterführenden Bildungsweg dar. Die Schülerinnen und Schüler werden auf den Übertritt in die Sekundarstufe II vorbereitet und in ihrem Berufswahl- und Laufbahnprozess begleitet und unterstützt. In diesem Lebensabschnitt vollziehen sich bei den Schülerinnen und Schülern sowohl in körperlicher als auch in emotionaler und sozialer Hinsicht bedeutsame Veränderungen. Die Auseinandersetzung mit sich selber ist ein zentrales Thema und die Zugehörigkeit zu einer Gruppe wird wichtig. Die Jugendlichen orientieren sich stärker an den Peers, lösen sich allmählich vom Elternhaus und streben grössere Autonomie an. GRU Lehrplan 21 15.3.2016 Sprachen Elemente des Kompetenzaufbaus Impressum Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden Lehrplan 21 Graubünden Herausgeber: Fassung vom 15.03.2016 Zu diesem Dokument: Corina Venzin Alle Rechte liegen beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden. Titelbild: gr-d.lehrplan.ch Copyright: Internet: Fachbereichslehrplan | Sprachen | Inhalt Inhalt Zum Fachbereich 50 Bedeutung und Zielsetzungen Didaktische Hinweise 51 Strukturelle und inhaltliche Hinweise 54 Deutsch Hören Grundfertigkeiten 61 D.1 Verstehen in monologischen Hörsituationen A Verstehen in dialogischen Hörsituationen 64 B Reflexion über das Hörverhalten 65 C 67 D Lesen 68 Grundfertigkeiten 69 D.2 Verstehen von Sachtexten 70 A Verstehen literarischer Texte B Reflexion über das Leseverhalten 69 C 71 D Sprechen 72 Grundfertigkeiten 74 D.3 Monologisches Sprechen 76 A Dialogisches Sprechen B Reflexion über das Sprech-, Präsentations- und Gesprächsverhalten 75 C 77 D Schreiben 78 Grundfertigkeiten 79 D.4 Schreibprodukte 81 A Schreibprozess: Ideen finden und planen B Schreibprozess: formulieren 80 C Schreibprozess: inhaltlich überarbeiten 82 D Schreibprozess: sprachformal überarbeiten 83 E Reflexion über den Schreibprozess und eigene Schreibprodukte 84 F 85 G Sprache(n) im Fokus 86 Verfahren und Proben 87 D.5 Sprachgebrauch untersuchen 88 A Sprachformales untersuchen B Grammatikbegriffe 87 C Rechtschreibregeln 89 D 90 E Literatur im Fokus 91 Auseinandersetzung mit literarischen Texten 92 D.6 Auseinandersetzung mit verschiedenen Autor/innen und verschiedenen Kulturen 93 A Literarische Texte: Beschaffenheit und Wirkung B 92 C 94 96 97 L 15.3.2016 Lehrplan 21 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Inhalt Deutsch/Italienisch/ Romanisch 1. Fremdsprache 97 FS1GR.1 Hören 98 A Monologische und dialogische Texte hören und verstehen 100 B Strategien 102 C Sprachmittlung 103 FS1GR.2 Lesen 102 A Texte lesen und verstehen 104 B Strategien 106 C Sprachmittlung 107 FS1GR.3 Sprechen 106 A Dialogisches Sprechen 108 B Monologisches Sprechen 109 C Strategien 111 D Sprachmittlung 112 FS1GR.4 Schreiben 111 A Schriftliche Texte verfassen 113 B Strategien 115 C Sprachmittlung 116 FS1GR.5 Sprache(n) im Fokus 115 A Bewusstheit für Sprache 117 B Wortschatz 118 C Aussprache 119 D Grammatik 120 E Rechtschreibung 122 F Sprachlernreflexion und -planung 123 FS1GR.6 Kulturen im Fokus 122 A Kenntnisse 124 B Haltungen 125 C Handlungen 126 Englisch 2. Fremdsprache 125 FS2GR.1 Hören 126 A Monologische und dialogische Texte hören und verstehen 128 B Strategien 130 C Sprachmittlung 131 FS2GR.2 Lesen 130 A Texte lesen und verstehen 132 B Strategien 134 C Sprachmittlung 135 FS2GR.3 Sprechen 134 A Dialogisches Sprechen 136 B Monologisches Sprechen 137 C Strategien 139 D Sprachmittlung 140 L 15.3.2016 Lehrplan 21 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Inhalt FS2GR.4 Schreiben 139 A Schriftliche Texte verfassen 141 B Strategien 143 C Sprachmittlung 144 FS2GR.5 Sprache(n) im Fokus 143 A Bewusstheit für Sprache 145 B Wortschatz 146 C Aussprache 147 D Grammatik 148 E Rechtschreibung 150 F Sprachlernreflexion und -planung 151 FS2GR.6 Kulturen im Fokus 150 A Kenntnisse 152 B Haltungen 153 C Handlungen 154 Französisch/Italienisch/ Romanisch 3. Fremdsprache 153 FS3GR.1 Hören 154 A Monologische und dialogische Texte hören und verstehen 156 B Strategien 157 C Sprachmittlung 158 FS3GR.2 Lesen 157 A Texte lesen und verstehen 159 B Strategien 160 C Sprachmittlung 161 FS3GR.3 Sprechen 160 A Dialogisches Sprechen 162 B Monologisches Sprechen 163 C Strategien 164 D Sprachmittlung 165 FS3GR.4 Schreiben 164 A Verfassen schriftlicher Texte 166 B Strategien 168 C Sprachmittlung 169 FS3GR.5 Sprache(n) im Fokus 168 A Bewusstheit für Sprache 170 B Wortschatz 171 C Aussprache 172 D Grammatik 173 E Rechtschreibung 174 F Sprachlernreflexion und -planung 175 FS3GR.6 Kulturen im Fokus 174 A Kenntnisse 176 B Haltungen 177 C Handlungen 178 L 15.3.2016 Lehrplan 21 50 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Zum Fachbereich Zum Fachbereich Der Fachbereich Sprachen setzt sich zusammen aus der Schulsprache, der 1., 2. und 3. Fremdsprache. In den einleitenden Kapiteln werden jeweils zuerst Gemeinsamkeiten aller Sprachen beschrieben, danach werden Besonderheiten aufgeführt. Der Kompetenzaufbau wird pro Sprache separat abgebildet. Die gemeinsame Struktur der Schulsprache und der Fremdsprachen ermöglicht, gezielt Synergien zwischen den Sprachen zu nutzen. L Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Bedeutung und Zielsetzungen 51 Bedeutung und Zielsetzungen Sprachen in der Gesellschaft Individuum und Gesellschaft Über die Sprache erfüllt der Mensch sein Bedürfnis nach Wissen, Austausch und Kommunikation. Mit der Sprache erschliessen sich die Schülerinnen und Schüler die Welt. Wie im Bildnerischen Gestalten und Musik finden sie in der Sprache einen einzigartigen Ausdruck und entwickeln dadurch ihre Identität. Mit Sprache gestalten sie auch soziale Beziehungen. Sprache dient zudem als Mittel für politische Bildung. Über die Sprache zeigen sich Schülerinnen und Schüler als kritik-, argumentations- und reflexionsfähig, integrieren sich verantwortungsbewusst in die Gesellschaft und gestalten diese aktiv mit. Die Befähigung zur bewussten und verantwortungsvollen sprachlichen Kommunikation stellt somit eines der Hauptziele schulischer Bildung dar. Sprachliche und kulturelle Die Sprache hat eine Schlüsselfunktion, um gegenseitiges Verständnis, Respekt und Vielfalt Toleranz auszudrücken. Gegenseitige sprachliche Verständigung dient somit als Grundlage für ein friedvolles Zusammenleben. Zur sprachlichen Bildung zählen deshalb sprachliche und interkulturelle Kompetenzen. Sie dienen der Verständigung zwischen den Landesteilen und über Sprachgrenzen hinaus. Die Auseinandersetzung mit ihnen ermöglicht einen Zugang zur (Sprach-)Kultur und zur Geschichte der Region, in der die Sprache eingebettet ist. In der Schweiz und insbesondere in Graubünden hat die Mehrsprachigkeit eine identitätsstiftende Bedeutung und bildet einen kulturellen Mehrwert. Der Umgang mit Mehrsprachigkeit und kultureller Vielfalt auf kleinem Raum ist Bereicherung und Herausforderung zugleich, sowohl für das Sprachenlernen als auch für das Zusammenleben. Eine Besonderheit stellen Regionen dar, wo mindestens zwei unterschiedliche Sprachen gesprochen werden. Zur vielsprachigen Schweiz gehören auch zahlreiche Mundarten, die vier Landessprachen und weitere Erstsprachen (Herkunftssprachen). Kantonssprachen Die virtuelle und reale Vernetzung unserer Welt hat zur Folge, dass wir privat und beruflich vermehrt mit Menschen anderer Sprachen kommunizieren. Sprachkenntnisse erhöhen die persönlichen und beruflichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Deutsch ist als mündliche und schriftliche Verkehrssprache in der Schweiz und über die Sprachregionen hinaus von zentraler Bedeutung. Das Erlernen einer zweiten Landessprache ist wirtschaftlich und gesellschaftlich begründet. Auf kantonaler Ebene haben die Kantonssprachen Deutsch, Romanisch und Italienisch eine vorrangige Bedeutung. In den romanisch- und italienischsprachigen Kantonsteilen sind Deutschkenntnisse unabdingbar. Italienisch hat auf dem Schweizer Arbeitsmarkt und in den (inter-)nationalen Beziehungen zum benachbarten Tessin und Italien eine wichtige Bedeutung. Romanisch ist als vierte Landessprache, Kantonssprache und Erstsprache der Romanen sowohl für den privaten als auch öffentlichen Sprachgebrauch von Bedeutung. Englisch und Französisch In den deutsch- und mehrsprachigen Kantonen bleibt der Gebrauch des Französischen stabil. Französisch ist zudem als gemeinsame Sprache der weltweiten Frankophonie wichtig. Sprachen im schulischen Kontext Rechtliche Grundlagen und Der Lehrplan 21 stützt sich auf die Sprachenstrategie der EDK vom 25. März 2004. Empfehlungen Als Zielsetzungen werden darin folgende Punkte genannt: konsequente Förderung der Kompetenzen in der Schulsprache ab Kindergarten; Erwerb von Kompetenzen in mindestens einer zweiten Landessprache; Erwerb von Kompetenzen in Englisch; L 15.3.2016 Lehrplan 21 52 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Bedeutung und Zielsetzungen Individuelle Voraussetzungen Angebot zum Erwerb von Kompetenzen in einer weiteren Landessprache; Auseinandersetzung mit Ästhetik Förderung von Kompetenzen in der Erstsprache bei anderer Herkunftssprache. Förderung von Sprachkompetenzen als Aufgabe Im Schweizerischen Sprachengesetz (2007) werden Ziele zur Förderung der aller Fachbereiche individuellen und institutionellen Mehrsprachigkeit formuliert, deren Massnahmen werden in der Sprachenverordnung (2010) erläutert und festlegt. Deutsch-, romanisch-, italienischsprachige Schulen, Für den Kanton Graubünden gelten zusätzlich das kantonale Sprachengesetz (2006), zweisprachige Schulen die Sprachenverordnung (2007) sowie das Schulgesetz (2012) und die Schulverordnung (2012). Jedes Kind bringt die eigene Sprachbiografie und eigene Voraussetzungen mit, die in der schulischen Bildung berücksichtigt werden sollen. Jede Sprache, die ein Kind mitbringt und dazu lernt, hat ihren Wert. Die Wertschätzung der Erstsprache stärkt die (sprachliche) Identität, die Bewusstheit für weitere Sprachen und das Sprachenlernen. Im Umgang mit Sprache und Texten ermöglicht die Schule von Beginn an ästhetische Erfahrungen, die als Grundlage für sprachliche Reflexion dienen. Interesse an unterschiedlichen sprachlichen Formen (z.B. Rhythmus, Reim, Wiederholung, Vers) und Freude am Umgang mit Sprache (z.B. Wortwahl, Ausschmückungen, Melodie, Lautmalerei) können geweckt werden. Sowohl ästhetische Erfahrungen als auch die Reflexion darüber sind wichtige Voraussetzungen für den Aufbau sprachlicher Kompetenzen und das eigene Sprachschaffen. Sprache hat über den Fachbereich Sprachen hinaus eine besondere Bedeutung. Sprachlernen findet in allen Fachbereichen statt. Zwischen den in der Schulsprache erworbenen Sprachkompetenzen und Strategien in Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben und den fachspezifischen Sprachkompetenzen können Synergien genutzt werden. Die Schülerinnen und Schüler vertiefen somit ihre sprachlichen Kompetenzen auch in anderen Fachbereichen, indem sie die erworbenen Strategien in einem neuen Kontext anwenden sowie ihren Wortschatz und ihr Repertoire an unterschiedlichen Textsorten erweitern. (Siehe auch Grundlagen Kapitel Lern- und Unterrichtsverständnis.) Für Schülerinnen und Schüler, die Deutsch, Romanisch bzw. Italienisch als Zweitsprache lernen, bietet die Lehrperson in allen Fachbereichen gezielte Unterstützung für den Aufbau von Sprachkompetenzen in der Schulsprache an: Schlüsselbegriffe, Dokumente zum Nachhören, sprachlich vereinfachte Texte, Wörterlisten, lexikalische Vorentlastungen oder eine niveauangepasste Anleitung. Denn während das Sprachgefühl in der Erstsprache intuitiv existiert, muss es für die Zweitsprache bewusst aufgebaut werden. Der Kanton Graubünden kennt deutschsprachige (mit 1. Fremdsprache Italienisch oder Romanisch), italienischsprachige und romanischsprachige Schulen. Alle Bündner Volksschulen sind grundsätzlich einer dieser vier sprachregionalen Schulen zugeordnet. In mehrsprachigen und deutschsprachigen Gemeinden kann die Regierung auf Antrag der Gemeinde im Interesse der Erhaltung der angestammten Sprache bzw. zur Förderung der Kantonssprachen Romanisch oder Italienisch die Führung zweisprachiger Volksschulen und zweisprachiger Klassenzüge bewilligen. Die verschiedenen Ausprägungen der romanisch-, italienisch- und zweisprachigen Schulen spiegeln sprachkulturelle Besonderheiten. In romanischsprachigen Schulen ist Romanisch die Schulsprache. Die Gemeinde entscheidet, ob das Idiom oder Rumantsch Grischun als Alphabetisierungssprache gelernt wird. Im 3. Zyklus wird rund ein Drittel der Fachbereiche Natur, Mensch, Gesellschaft, Gestalten und Musik auf Romanisch unterrichtet. Kompetenzen aus dem Modul Berufliche Orientierung werden in Romanisch und Deutsch aufgebaut. L Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Bedeutung und Zielsetzungen 53 Schulsprache als Zweitsprache Der Lehrplan ist so konzipiert, dass die Fremdsprache Deutsch zunehmend zur (Förderung für Fremdsprachige) zweiten Unterrichtssprache wird. Damit ist die Anschlussfähigkeit romanischsprachiger Schulen an die Sekundarstufe II gewährleistet. Unterricht in Heimatlicher Sprache und Kultur In italienischsprachigen Schulen ist die 1. Fremdsprache Deutsch bereits im 2. und insbesondere im 3. Zyklus höher dotiert als die 1. Fremdsprache im deutschsprachigen Gebiet. Damit wird der Übergang in die Sekundarstufe II erleichtert. Die zweisprachigen Schulen (z.B. Maloja, Samedan) und Klassen (z.B. Ilanz, Chur) sind ein fester Bestandteil der Bündner Schullandschaft. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung und Förderung der kantonalen Minderheitensprachen und dienen als Modell für ähnliche Projekte in anderen Kantonen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass zweisprachiger Unterricht die Motivation fürs Sprachenlernen steigert, den Erwerb sprachlicher Kompetenzen positiv beeinflusst und Transferleistungen fördert. Weiterführende Informationen sind den Richtlinien zur zweisprachigen Führung von Schulen oder einzelnen Klassenzügen im Sinne einer partiellen Immersion zu entnehmen. Deutsch, Romanisch bzw. Italienisch als Zweitsprache ist Bestandteil des Sprachenlernens in der Volksschule (Förderung für Fremdsprachige), wird im Lehrplan aber nicht speziell dargestellt. Grundsätzlich sind die in der Schulsprache formulierten Grundansprüche anzustreben. Weiterführende Informationen sind den Weisungen zum Förderunterricht für fremdsprachige Schülerinnen und Schüler zu entnehmen. Im Unterricht in Heimatlicher Sprache und Kultur (HSK) erweitern die mehrsprachigen Schülerinnen und Schüler Kompetenzen in ihrer Erstsprache und Kenntnisse über ihre Herkunftskultur. Trägerschaften des HSK-Unterrichts stellen in der Regel die Konsulate oder Botschaften der Herkunftsländer dar, teilweise sind es auch private Vereine. Die Schulträgerschaften stellen diesen gemäss Schulgesetz unentgeltlich Unterrichtslokalitäten zur Verfügung und nach Möglichkeit räumen sie die notwendige Zeit auch während des üblichen Unterrichts ein. L 15.3.2016 Lehrplan 21 54 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Didaktische Hinweise Didaktische Hinweise Synergien beim Sprachenlernen zwischen den Sprachfächern Didaktik der Mehrsprachigkeit Ziel des Sprachenunterrichts ist nicht die perfekte Zweisprachigkeit, sondern die Ausbildung zur funktionalen Mehrsprachigkeit. Funktionale Mehrsprachigkeit strebt ein vielfältiges, dynamisches Repertoire mit unterschiedlich weit fortgeschrittenen Kompetenzen in verschiedenen Kompetenzbereichen bzw. Sprachen an, um in unterschiedlichen Situationen sprachlich erfolgreich handeln zu können. Schülerinnen und Schüler greifen beim Sprachenlernen auf bereits Gelerntes zurück und erweitern so ihr mehrsprachiges Repertoire effizient. Mehrsprachigkeit kann in allen Fachbereichen gefördert und genutzt werden. Transfer von Wissen und Vieles wird im Spracherwerb intuitiv gelernt oder automatisiert. Die Effizienz des Strategien zwischen den Sprachenlernens wird gesteigert, wenn die Schülerinnen und Schüler befähigt Sprachen werden, das Transferpotenzial zwischen den Sprachen bewusst zu nutzen: Wenn im Unterricht in der Schulsprache bereits erarbeitet wurde, wie man unbekannte Wörter markiert und erschliesst oder einen Text vor dem Lesen überblickt, kann dieses Wissen im Fremdsprachenunterricht gezielt aktiviert werden. Umgekehrt findet eine Rückkoppelung von den Fremdsprachen zur Schulsprache und anderen Erstsprachen statt. Im Fremdsprachenunterricht profitieren die Schülerinnen und Schüler zunehmend von Parallelen im Wortschatz (z.B. dt. die Diskussion, ital. la discussione, rom. la discussiun, engl. the discussion, franz. la discussion). Das Erlernen von Sprachstrategien unterstützt die Lehrperson, indem sie Vorgehensweisen erfahrbar macht und benennt. Zudem regt sie den Transfer des Gelernten auf Neues an. Der Vergleich zwischen Sprachen fördert somit das Verständnis für die eigene Sprache. Im Kanton Graubünden begünstigt die Sprachsituation die Nutzung von Synergien beim Sprachenlernen. Sensibilisierung für Varietäten Zum bewussten Umgang mit Sprache gehört auch die Sensibilisierung für sprachliche Varietäten: nach Situation (z.B. formell/informell, mündlich/schriftlich) und geografisch (Deutsch in Frankfurt oder Wien; Italienisch in Poschiavo, Lugano oder Palermo; Romanisch in Sedrun (Tujetschin) oder Sta. Maria (Jauer); Englisch in London, Schottland oder Vancouver; Französisch in Neuchâtel, Dakar, Paris oder Montréal). Die Beherrschung von Mundart und Standardsprache ist wichtig für die gesellschaftliche Integration und berufsspezifische Profilierung in der deutschsprachigen Schweiz. Auch Romanisch, Italienisch, Englisch und Französisch werden in verschiedenen Varietäten gesprochen. Fremdsprachenunterricht richtet sich nach einer Standardsprache bzw. Alphabetisierungssprache, ermöglicht aber auch Begegnungen mit verschiedenen Varietäten. Reflexion des Lernprozesses und Umgang mit Fehlern Reflexion des Lernprozesses und In einer umfassenden, förderorientierten Beurteilung werden schriftliche Produkte, förderorientierte Beurteilung mündliche Beiträge, das Hörverstehen und das Lesen miteinbezogen. Als Grundlage dienen transparente kompetenzorientierte Lernziele mit dazu gehörenden Kriterien. Eine Beurteilung, die so ausgerichtet ist, ermöglicht den Schülerinnen und Schülern zunehmend, über ihr eigenes Lernen nachzudenken und ihre Leistungen selber einzuschätzen (z.B. Portfolio, Lernjournal, Europäisches Sprachenportfolio). Gezielte gegenseitige Beratungen und Rückmeldungen nutzen die vorhandenen Ressourcen in der Klasse (z.B. in Lernpartnerschaft, Peerbeurteilung). Das Qualitätsbewusstsein wird durch den Austausch gestärkt. Umgang mit Fehlern Fehler geschehen auf verschiedenen Ebenen. Die kommunikative Absicht steht immer vor der formalen Korrektheit. Fehler sollen für den Erwerbsprozess der verschiedenen Sprachen sinnvoll genutzt werden. Differenzierendes Korrekturverhalten passt sich den unterschiedlichen Lernsituationen an: Bei der L Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Didaktische Hinweise 55 Förderung des Sprechflusses wird zurückhaltend korrigiert, für die korrekte Sprachverwendung sind gezielte Korrekturen nötig. Orthographiekorrekturen entsprechen dem Lernstand, der Schreibaufgabe und dem Schreibprozess. Fremdsprachenlernende bilden je nach Stand ihres Lernens ein spezifisches Sprachsystem aus: die Interimssprache oder Lernersprache (ital. interlingua, rom. interlingua, engl. interlanguage, franz. interlangue). Sie bezeichnet ein dynamisches Sprachsystem, das eigenen Regeln folgt. Typische Merkmale sind der Transfer aus der Erstsprache und weiteren Sprachen und falsche Analogiebildungen (z.B. Übergeneralisierung). Die individuell ausgeprägte Interimssprache entwickelt sich kontinuierlich auf die Norm der Zielsprache hin. Die dabei entstandenen Fehler können als Indikator des aktuellen Lernstands und somit als Lernchance genutzt werden. Überfachliches und Hinweise zum 1. Zyklus Schwerpunkte überfachliche Viele der überfachlichen Kompetenzen haben direkt oder indirekt mit Sprache zu Kompetenzen tun. Beim Aufbau methodischer Kompetenzen stehen die Sprachfähigkeit, das Problemlöseverhalten und das Nutzen von Informationen im Zentrum. Bei den personalen Kompetenzen steht die Selbstreflexion im Mittelpunkt. Beim Erwerb sozialer Kompetenzen stellen die Kooperations- und Konfliktfähigkeit sowie der Umgang mit Vielfalt die Schwerpunkte dar (siehe auch Grundlagen Kapitel Überfachliche Kompetenzen). Medien Die konstruktive und kritische Auseinandersetzung mit Medien bietet vielfältiges Potenzial für Lehr- und Lernprozesse beim Sprachhandeln, beim Sprachtraining und bei der Sprachreflexion. Im Unterricht werden verschiedene Medien eingesetzt, damit die Schülerinnen und Schüler deren Vielfalt kennen und einschätzen lernen. Sie reflektieren dabei die Merkmale, den Sprachgebrauch und verschiedene Funktionen. Sie setzen Medien als Informationsquellen ein und verarbeiten diese. Im Sprachtraining setzen die Schülerinnen und Schüler unterschiedliche Medien und Instrumente ein, um Sprachkompetenzen aufzubauen und zu vertiefen. Insbesondere beim inhaltlichen und sprachformalen Überarbeiten von Texten sind Medien hilfreich. In der Interaktion innerhalb und ausserhalb der Schule lernen Schülerinnen und Schüler, E-Mails, Briefe und soziale Netzwerke einzusetzen (siehe auch Modullehrplan Medien und Informatik). Hinweise zum 1. Zyklus Im 1. Zyklus stellt das fokussierte Zuhören eine zentrale Kompetenz dar. Mit Sprachspielen, Versen und Liedern bauen die Kinder spielerisch sprachliche Kompetenzen auf. Sie erwerben neue Begriffe und deren Bedeutung und üben einen situationsangemessenen Sprachgebrauch. In Rollenspielen vollziehen sie den Perspektivenwechsel. Die Kinder lernen, sich in der Klasse sprachlich durchzusetzen oder zurückzunehmen und dabei Sprechregeln zu beachten. Sie erlernen das Lesen und Schreiben. Lesen- und Schreibenlernen gelingen, sobald das Interesse dafür da ist. Für den Schrifterwerb verfeinern sie ihre motorischen Fähigkeiten. Im 1. Zyklus ist es wichtig, vielfältige Erfahrungen mit der eigenen und anderen Sprachen zu sammeln, um das Sprachgefühl zu verfeinern. Zunehmend denken die Kinder über diese Erfahrungen nach und werden sich ihrer Strategien immer mehr bewusst. Schülerinnen und Schüler begegnen Kindern mit anderen Sprachen und Kulturen und werden dadurch für sprachliche und kulturelle Vielfalt sensibilisiert (siehe auch Grundlagen Kapitel Schwerpunkte des 1. Zyklus). L 15.3.2016 Lehrplan 21 56 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Didaktische Hinweise Förderung von Die Förderung der Sprachkompetenz ist entscheidend für den Schulerfolg. Denn Sprachkompetenzen in allen Sprache ist ein grundlegendes Instrument der Wissensaneignung, des Austauschs Fachbereichen und der Reflexion. In der Schulsprache werden Grundlagen gelegt, die im Fachunterricht angewendet und erweitert werden. Um Sprachkompetenzen zu vertiefen, müssen die Schülerinnen und Schüler vielfältige sprachliche Erfahrungen sammeln. Neue Lehrmittel verfügen über ein breites gedrucktes und elektronisches Angebot. In allen Fachbereichen und bei allem Überfachlichen wird darauf hingewiesen, dass zusätzlich zu Lehrmitteln ausserschulische Lerngelegenheiten und authentische, lebensnahe Informationsquellen genutzt werden. Wo eine Kompetenzstufe nicht am zitierten Medium aufgebaut werden kann, wird ein anderes Medium derselben Sprache oder dasselbe Medium in einer anderen Sprache verwendet. Damit ist eine umfassende Sprachförderung gewährleistet. Schulsprachen Deutsch, Romanisch und Italienisch Umgang mit Sprachformen Kinder bringen bereits Erfahrungen mit verschiedenen Sprachformen mit. An diesen Erfahrungen knüpft die Volksschule an, um die verschiedenen Sprachformen spielerisch zu erproben, das vorhandene Interesse an Sprachen zu verstärken sowie Gebrauch und Funktion der Sprachformen zu reflektieren. Die Schülerinnen und Schüler lernen, diese situationsangepasst anzuwenden: Mundart und Standardsprache Deutsch; Dialekt und Standarditalienisch; Ortsdialekt, Idiom oder Rumantsch Grischun. Je nach sprachspezifischem Gebrauch wenden sie die Sprachform kreativ, sorgfältig, sprachlich korrekt, gesprochen, geschrieben usw. an. Verschränkung der Kompetenzen Im Unterrichtsalltag sind die vier Sprachhandlungen Hören, Lesen, Sprechen und im Sprachhandeln Schreiben selten isoliert, sondern ineinander verschränkt. So gehören zum Dialog das Sprechen und das Zuhören. Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihren Wortschatz rezeptiv, indem sie die Bedeutung von Wörtern aus dem Kontext erschliessen, und produktiv, indem sie Wörter und Wendungen angemessen zu verwenden suchen. Können die Schülerinnen und Schüler einen Hör- oder Lesetext nachspielen, nacherzählen, zusammenfassen oder in einer anderen Form verarbeiten, zeigt sich das Verständnis auf unterschiedlichen Ebenen. Hören und Sprechen Vielfältige mündliche Situationen ermöglichen den Aufbau verschiedener Register. Wichtige Elemente für sicheres Auftreten und Präsentieren sind eine adressaten- gerechte Sprachform, der passende Einsatz der Stimme und der Blickkontakt. In der Interaktion mit einem Gegenüber werden die aufgebauten Hörkompetenzen genutzt. Z.B. kann auf para- und nonverbale Signale reagiert werden, indem nachfragt oder in eigene Worte gefasst wird. Die Schülerinnen und Schüler reflektieren regelmässig das Hör- und Präsentations- bzw. Gesprächsverhalten. Lesen und Schreiben Die Schülerinnen und Schüler erwerben grundlegende Lesefähigkeiten und trainieren diese; sie lernen zunehmend, komplexere Texte zu verstehen und werden animiert, eigene Leseinteressen zu entwickeln. Durch ein breites Angebot werden diese unterschiedlichen Leseinteressen und -leistungen bedient. Schreiben nimmt im Sprachhandeln eine besondere Stellung ein. Im Zentrum des Unterrichts stehen der Schreibprozess und die Schreibprodukte. Die Schülerinnen und Schüler lernen, wie sie Ideen finden, den Schreibprozess planen, Texte formulieren und diese inhaltlich und sprachformal überarbeiten. Je nach Schreibsituation, Absicht und Textsorte werden die Schwerpunkte verschieden gesetzt: z.B. auf inhaltliche Verständlichkeit, sprachliche Ausgestaltung L Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Didaktische Hinweise 57 Reflexion über Sprache und oder formale Korrektheit. Aufbau von Sprachwissen Im Schreibprozess arbeiten die Schülerinnen und Schüler in verschiedenen Reflexion über Literatur Konstellationen zusammen. Beim Überarbeiten können die Sichtweisen der Mitschülerinnen und Mitschüler oder der Lehrperson helfen, die Qualität eines Handschrift Textes zu steigern. Tastaturschreiben In Sprache(n) im Fokus bauen Schülerinnen und Schüler Wissen über Sprache auf. Sie sammeln, ordnen und kategorisieren sprachliche Phänomene und stellen Vermutungen über zugrundeliegende Regeln an. Zudem eignen sie sich Grammatikbegriffe und Rechtschreibregeln an. Zu frühe Abstraktion und zu frühes Einfordern von grammatischen Begriffen und Rechtschreibregeln beeinträchtigen sprachliches Lernen. Normverstösse sind im Erwerbsprozess üblich und können fürs Lernen genutzt werden. Sprachliche Normen werden aber von Beginn an thematisiert, denn nur wer die Norm als Zielgrösse kennt, kann sie auch anstreben. Im Laufe der Schulzeit bauen die Schülerinnen und Schüler ein Repertoire auf, um über den Sprachgebrauch (z.B. geschlechtergerechte Sprache, Anredeformen, mündliche und schriftliche Varietäten wie SMS und Chat, Gebrauch von Fachausdrücken) und über Sprachstrukturen (z.B. Wort- und Satzbau) nachzudenken. Die Reflexionsformen und die dafür nötigen Begriffe sind dem Lernalter und Leistungsvermögen angepasst. In Literatur im Fokus erleben die Schülerinnen und Schüler Sprache als bewusst gestaltetes Produkt, das eigenes Sprachschaffen inspirieren kann. Sie erhalten Raum, in vielfältige literarische Texte aus der eigenen oder anderen Kulturen einzutauchen (z.B. Kinder- und Jugendliteratur, Comic, Hörbuch, DVD, Theater) und sich unterschiedlich damit auseinanderzusetzen: 1. Auseinandersetzung mit literarischen Texten: Literarisches Verstehen wird durch einen kreativen Umgang mit dem Text bzw. eine Anschlusskommunikation unterstützt (z.B. eigene Stimmung wahrnehmen, innere Bilder entwickeln, literarisches Gespräch). Dabei entwickeln die Schülerinnen und Schüler einen eigenen Lesegeschmack. 2. Auseinandersetzung mit verschiedenen Autorinnen und Autoren und verschiedenen Kulturen: Literarische Texte sind von Autorinnen und Autoren in ihrer Zeit und in ihrem spezifischen Umfeld geschrieben worden. Das Wissen über Autorinnen und Autoren und deren Kultur bietet viele Verstehensansätze und ermöglicht ein breites Verständnis eines literarischen Textes. 3. Literarische Texte: Beschaffenheit und Wirkung: Sie sind speziell gestaltet. Diese Gestaltung ist ebenfalls wichtig für das Verständnis der Texte. Die Schülerinnen und Schüler lernen, in einer persönlichen Handschrift leserlich und geläufig zu schreiben. Zu Beginn wird eine teilverbundene Schrift (Basisschrift) unterrichtet. Darauf aufbauend entwickeln die Schülerinnen und Schüler eine persönliche Handschrift. Sie werden vom 1. Zyklus an für eine günstige Körperhaltung und optimale Abläufe des Schreibprozesses sensibilisiert. Die Schülerinnen und Schüler lernen, die Tastatur effizient zu nutzen. Sie lernen von Beginn an, auf eine ergonomische Platzierung der Finger und Hände zu achten. Im 2. Zyklus bietet sich die individuelle Schulung mittels geeigneter Tastaturschreib- Lernprogramme zum eigenständigen Lernen im Rahmen von offenen Unterrichtsformen an. Dafür ist im 2. Zyklus ein Zeitgefäss im Rahmen des Moduls Medien und Informatik vorgesehen. Die blinde, perfekte Beherrschung der Tastatur zu erwerben ist nicht Ziel der Volksschule. L 15.3.2016 Lehrplan 21 58 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Didaktische Hinweise Fremdsprachen Die Schülerinnen und Schüler erwerben und entwickeln im Fremdsprachenunterricht kommunikative Fertigkeiten in den Bereichen Hören, Kommunikative Fertigkeiten Lesen, monologisches und dialogisches Sprechen, Schreiben sowie in der Sprachmittlung, wo sie Inhalte sinngemäss von einer Sprache in eine andere Zielsprache als übertragen. Unterrichtssprache Schülerinnen und Schüler werden befähigt, sprachliche Fertigkeiten in Bewusstheit für Sprachen und unterschiedlichen, möglichst authentischen Situationen anzuwenden. Interessante Kulturen Inhalte und Sachthemen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler bilden die Basis für sprachliches Handeln. Für den kontinuierlichen Aufbau der Authentische Begegnungen und fremdsprachlichen Kompetenzen wird an das Anspruchsniveau und die direkter Kontakt Lernbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler angeknüpft. Für die erfolgreiche Bewältigung der kommunikativen Lernaufgaben benötigen die Lernenden entsprechende sprachliche Mittel. Systematische Arbeit an Wortschatz, Aussprache, Grammatik und Rechtschreibung sowie die Reflexion darüber sind im Kompetenzbereich Sprache(n) im Fokus beschrieben. Die Arbeit an diesen Kompetenzen ist nicht Selbstzweck, sondern dient in erster Linie der kommunikativen Handlung. Zu Beginn erleben und erfahren Schülerinnen und Schüler die angewendeten sprachlichen Mittel noch ohne explizites Regelwissen. Zunehmend erkennen sie aufgrund von Erfahrungen, Beobachtungen und Vergleichen Strukturen und Gesetzmässigkeiten und erschliessen allgemein gültige Regeln. Auf dieser Basis kann im 3. Zyklus aufgebaut werden. Grundsätzlich erfolgt der Fremdsprachenunterricht in der Zielsprache. Die Schülerinnen und Schüler brauchen einen möglichst grossen Input und ein reiches sprachliches Umfeld, um Fremdsprachen zu lernen. Sie sollen oft Gelegenheit erhalten, diese Sprachen zu hören und aktiv zu gebrauchen. So werden auch die Klassenführung (ital. gestione della classe, rom. manar classas, engl. classroom management, franz. gestion de la classe) in der Zielsprache gestaltet und der Wortschatz von Anfang an aufgebaut. Allerdings dürfen die Schülerinnen und Schüler am Anfang nicht überfordert werden. Kommunikationsblockaden erschweren das Lernen. Deshalb gilt der Grundsatz: So viel Fremdsprache wie möglich, so wenig Schulsprache wie nötig. Im Anfangsunterricht können Anleitungen und reflexive Phasen in der Schulsprache erfolgen. Mit steigender Kompetenz der Schülerinnen und Schüler nimmt der Gebrauch der Fremdsprache zu. Im Fremdsprachenunterricht lernen Schülerinnen und Schüler verschiedene Lebensverhältnisse und Kulturen von Menschen der Zielsprache kennen. Dies weckt das Interesse und begünstigt einen positiven Zugang zur Zielsprache und Kultur. Der Erwerb von Fremdsprachen geht einher mit der Reflexion über Sprache und einer Sensibilisierung für sprachliche Vielfalt. Die Schülerinnen und Schüler schärfen ihre Wahrnehmung und entwickeln eine Bewusstheit für Sprachen, indem sie diese analysieren, sprachliche Aspekte entdecken und ordnen. Sie nutzen Synergien, indem sie Zusammenhänge und Unterschiede zwischen verschiedenen Sprachen erkennen. Dadurch können sie Offenheit für andere Sprachen sowie Interesse an der Beschäftigung mit Sprache entwickeln. Bewusstes Erfassen und Vergleichen sprachlicher Phänomene erhöht die Einsicht ins Funktionieren von Sprache und verbessert die Sprachkompetenz. Begegnungen und Kontakte mit Menschen, welche die Zielsprache als Erstsprache sprechen, bieten Gelegenheit, die Sprache in authentischen Situationen zu gebrauchen. Verschiedene Austauschaktivitäten wie Exkursionen ins Zielsprachgebiet, virtuelle Kommunikation, Einzel- oder Klassenaustausch ermöglichen eine reale Verwendung der gelernten Sprache. Der direkte Kontakt zu Sprecherinnen und Sprechern der anderen Sprachregion fördert darüber hinaus das L Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Didaktische Hinweise 59 interkulturelle Verständnis und kann die Motivation für das Lernen nachhaltig stärken. Der Kanton Graubünden fördert die Nutzung von Synergien explizit. Bilinguale Unterrichtssequenzen/ Sowohl im bilingualen als auch im immersiven Unterricht findet Fachunterricht in immersiver Unterricht der Zielsprache statt. Dabei werden Fachkenntnisse vermittelt wie wenn in der Schulsprache unterrichtet würde. Während die Lehrperson im bilingualen Unterricht einen expliziten Bezug zur Schulsprache und der Zielsprache herstellt, wird im immersiven Fachunterricht die Zielsprache implizit mitgelernt. Gelingensbedingungen für beide Unterrichtsformen sind hohe Sprachkompetenzen der Lehrpersonen und geeignete Lernmaterialien. Unterricht in der Fremdsprache kann durch Phasen bilingualen Unterrichts ergänzt werden. Diese können verschiedene Formen und Ausprägungen annehmen und je nach Ressourcen und Potenzial der Lehrpersonen verschieden gestaltet werden. So können kürzere oder längere Unterrichtseinheiten eingeplant werden oder bilingualer Unterricht kann sich über mehrere Wochen ausdehnen. Die Lehrperson kann die bilinguale Sequenz selber oder im Sinne eines fächerübergreifenden Unterrichts im Teamteaching erteilen. Immersiver Unterricht erleichtert und optimiert das Erlernen von Sprachen. Je bewusster die Schülerinnen und Schüler ihre erworbenen Strategien im neuen Kontext des Fachunterrichts anwenden und ihren Wortschatz und ihr Repertoire an unterschiedlichen Textsorten erweitern, desto nachhaltiger vertiefen sie ihre sprachlichen Kompetenzen. Die Auseinandersetzung mit dem Sprachgebrauch im Fachunterricht wiederum hilft, Sachtexte besser zu verstehen und in der Erstsprache unbewusst angewendetes Sprachwissen bewusst zu machen. Um den sprachlichen Zugang zu einem Sachtext zu erleichtern, dient eine gezielte Unterstützung wie Schlüsselbegriffe, Dokumente zum Nachhören, sprachlich vereinfachte Texte oder Wörterlisten. Im Vordergrund steht der Aufbau von Fachkenntnissen, die Zweit- oder Fremdsprache wird mitgelernt und ist Mittel zum Zweck. Für Schülerinnen und Schüler zweisprachiger Schulen gelten die Grundansprüche der Schulsprache, die in der jeweiligen Schule gemäss Sprachengesetzgebung gilt. Da Deutsch an romanischsprachigen Schulen im Vergleich zu anderen Fremdsprachen eine grössere Bedeutung hat, werden im 2. und 3. Zyklus höhere Grundansprüche gefordert als in der 1. Fremdsprache anderswo. Das Kompetenzniveau im Lehrplan Deutsch an romanischsprachigen Schulen nähert sich im 3. Zyklus dem Niveau des Lehrplans Deutsch für deutschsprachige Schulen. Ergänzende Hinweise für die 3. Fremdsprache Wahlfach Der Lehrplan für die 3. Fremdsprache (Französisch, Italienisch oder Romanisch) lehnt sich in der Struktur und den zu erreichenden Kompetenzen an die 1. und 2. Fremdsprache an. Wesentliche Unterschiede betreffen den fakultativen Status. Entsprechend haben die Lehrpersonen die Freiheit, den Lehrplan klassengerecht und situativ einzusetzen. Neben der Vermittlung von Sprachkompetenzen steht das Ziel im Vordergrund, der hohen Motivation der Schülerinnen und Schüler, die sich freiwillig engagieren, gerecht zu werden und die Freude an der Sprache und am Sprachenlernen ins Zentrum zu stellen. Im Kanton Graubünden nimmt die 3. Fremdsprache verglichen mit anderen Kantonen eine Sonderstellung ein, da Französisch für weiterführende Schulen von Bedeutung sein kann (z.B. für Schülerinnen und Schüler aus Grigionitaliano, welche ihre Ausbildungen im Tessin absolvieren). Diese Sonderstellung zeigt sich in der Schulverordnung, welche die Schulen verpflichtet, Landessprachen unabhängig von der Anzahl Teilnehmenden als Wahlfächer anzubieten (vgl. Schulverordnung Art. 27 ). Die Lehrpersonen unterstützen die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Leistungsmöglichkeit und ermöglichen, sich in zusätzliche Themen und Inhalte zu vertiefen (Enrichment) bzw. in eigenem Lerntempo an weiterführenden Kompetenzen zu arbeiten (Akzeleration). L 15.3.2016 Lehrplan 21 60 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Didaktische Hinweise Weiterführung der Didaktik der Die bewusste Aktivierung des Vorwissens, der Transfer, die Anwendung von Mehrsprachigkeit bekannten Strategien, der ökonomische und selbstständige Lernprozess haben als Prinzipien der Didaktik der Mehrsprachigkeit im Italienischunterricht einen hohen Stellenwert. Zudem hilft die Anwendung der Didaktik der Mehrsprachigkeit den Schülerinnen und Schülern, Italienisch im Gesamtkontext des (Fremd-)Sprachenlernens zu begreifen, die in den anderen Fremdsprachen erworbenen Kenntnisse aktiv zu nutzen, mit der neuen Sprache zu verknüpfen und Italienisch als gewinnbringendes Fach zu erleben. L Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 61 Strukturelle und inhaltliche Hinweise Übersicht über den Sprachenlehrplan Struktur Lehrpläne Deutsch und Die Lehrpläne von Deutsch und den Fremdsprachen werden separat dargestellt, Fremdsprachen haben jedoch gemeinsame Kompetenzbereiche. Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben sind dem Sprachhandeln zugeordnet. In Sprache(n) im Fokus und Literatur Sprachenfolgen nach im Fokus (Deutsch) bzw. Kulturen im Fokus (Fremdsprachen) sind Sprache(n) und Sprachregionen sprachliche Erzeugnisse Gegenstand einer vertieften Auseinandersetzung mit sprachlichen Phänomenen. Die 1. und 2. Fremdsprache werden je in einem separaten Lehrplan abgebildet. Der Orientierungspunkt und der Grundanspruch des 3. Zyklus sind für beide Fremdsprachen dieselben. Für die 3. Fremdsprache ist ein eigener Lehrplan über den 3. Zyklus beschrieben. Sprachenübergreifende aufbauende Kompetenzen sind mit Verweisen gekennzeichnet. In der folgenden Tabelle sind alle möglichen Sprachenfolgen aufgeführt. Schulsprachen Im Deutschlehrplan gibt es keine Anpassungen für Graubünden. Die Struktur und der Inhalt des Romanisch- und Italienischlehrplans weichen dort ab, wo sprachspezifische Kompetenzen erforderlich sind. L 15.3.2016 Lehrplan 21 62 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Strukturelle und inhaltliche Hinweise L Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 63 Deutsch an romanischsprachigen Deutsch an romanischsprachigen Schulen wird in einem eigenen Lehrplan Schulen dargestellt und setzt sich aus den Lehrplänen der 1. Fremdsprache Deutsch und der Schulsprache Deutsch zusammen. Im Kompetenzaufbau steht oberhalb jeder Kompetenz, welcher Lehrplan als Grundlage dient. Fremdsprachen Deutsch an italienischsprachigen Schulen, Italienisch und Romanisch an deutschsprachigen Schulen werden im Lehrplan 1. Fremdsprache Kanton 15.3.2016 Graubünden gemeinsam, aber mit sprachspezifischen Beispielen, dargestellt. Dasselbe gilt für die 3. Fremdsprache mit Beispielen für Französisch, Italienisch und Romanisch. Englisch als 2. Fremdsprache ist für alle Sprachregionen gleich und wird auch in einem separaten Lehrplan dargestellt. L Lehrplan 21 64 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Grundansprüche Die Grundansprüche der Schulsprachen Deutsch, Romanisch und Italienisch richten sich nach den Grundkompetenzen (nationale Bildungsstandards). In Romanisch Schulsprachen beziehen sich alle Grundansprüche und Kompetenzen in allen Zyklen auf die Alphabetisierungssprache. Im 3. Zyklus werden an Schulen, die im Idiom Gemeinsamer europäischer alphabetisieren, im Sinne einer Annäherung einzelne Texte in Rumantsch Grischun Referenzrahmen für Sprachen gelesen und gehört. Die zu erwerbenden Kompetenzen der Zielsprachen orientieren sich am Kompetenzmodell des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) und berücksichtigen die im Anschluss entwickelten Zwischenniveaus. Die Formulierungen wurden teilweise angepasst und durch eigene Beschreibungen ergänzt. Bei den Kompetenzen zum Sprachhandeln (jeweils 1. Kompetenz bzw. 1. und 2. Kompetenz im Sprechen) werden die validierten Niveaus (z.B. A1.1) grafisch ausgewiesen. Zudem werden bei den Grundansprüchen die Niveaus durch einen Hinweis auf die Grundkompetenzen (nationale Bildungsstandards) ergänzt. L Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Sprachen | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 65 Fehlende Grundansprüche Bei wenigen Kompetenzaufbauten sind keine Grundansprüche gesetzt worden. Bei diesen Aufbauten wird nicht vorausgesetzt, dass die Schülerinnen und Schüler im betreffenden Zyklus eine bestimmte Kompetenzstufe erreichen sollen. Sie müssen aber die Möglichkeit erhalten, an den Kompetenzstufen, die zum Auftrag des jeweiligen Zyklus gehören, zu arbeiten. Grundansprüche für das Der Grundanspruch der 3. Fremdsprache (Französisch, Italienisch oder Romanisch) Wahlfach im 3. Zyklus wurde auf der Basis von drei Jahreslektionen gesetzt. L 15.3.2016 Lehrplan 21 66 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau Deutsch D Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 67 D.1 Hören A Grundfertigkeiten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Laute, Silben, Stimmen, Geräusche EZ - Wahrnehmung (2) EZ - Räumliche Orientierung und Töne wahrnehmen, einordnen und vergleichen. Sie können ihren (4) rezeptiven Wortschatz aktivieren, um das Gehörte angemessen schnell zu verstehen. D.1.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können die Aufmerksamkeit auf die sprechende Person und deren Beitrag richten. b können Klänge, Geräusche sowie Reime, Silben und einzelne Laute (z.B. Anlaute) heraushören (phonologische Bewusstheit). c können den Tonfall einer Stimme in der entsprechenden Situation deuten (z.B. Lautstärke, Geschwindigkeit, Stimmlage). d können unterschiedliche Laute und Lautverbindungen heraushören, im Wort verorten (Anlaut, Mittellaute, Endlaut) und mit Erfahrungen aus der Erstsprache vergleichen. können einzelne Wörter und Wendungen in vertrauten Situationen verstehen oder deren Bedeutung erfragen und so ihren rezeptiven Wortschatz erweitern. e können nonverbale Mittel (z.B. Gestik, Mimik, Körperhaltung) und paraverbale Mittel (z.B. Intonation, Sprechfluss) in der Hörsituation deuten. können eine Hörerwartung aufbauen und die nötige Ausdauer aufbringen, um einem längeren Hörbeitrag zu folgen. 2 f können in anforderungsreichen Situationen (z.B. Zeitdruck, Nebengeräusche) Emotionen der sprechenden Person einschätzen. können Wörter und Wendungen in unterschiedlichen Situationen verstehen und so ihren rezeptiven Wortschatz erweitern. g können unterschiedliche Sprachregister aufgrund des Wortschatzes erkennen (z.B. Fachsprachen, Jugendsprachen, Sportsprachen). 3 h können Wörter und Wendungen in unterschiedlichen Situationen verstehen, sie Sprachregistern zuordnen und so ihren rezeptiven Wortschatz differenzieren. D 15.3.2016 Lehrplan 21 1 68 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.1 Hören B Verstehen in monologischen Hörsituationen 1. Die Schülerinnen und Schüler können wichtige Informationen aus Querverweise Hörtexten entnehmen. EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) D.1.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können einfache Aufträge und Erklärungen zu bekannten Sachthemen und FS1GR.1.B.1.c Alltagssituationen verstehen und ausführen (z.B. alltägliche Abläufe). FS2GR.1.B.1.c b können zum Hörtext etwas Passendes produzieren (z.B. inneres Bild zeichnen, etwas c formen, spielerisch darstellen). d können erzählen, was sie aus Hörtexten erfahren haben (z.B. vorgelesene Erzählung, erzähltes Sachthema, Bilderbuch, Verse). 2e können der Handlung einer einfachen Erzählung folgen. können Mitteilungen und Erklärungen verstehen und Aufträge ausführen. können einem kurzen Hörtext (z.B. Erzählung) bis zum Ende folgen und die für sie bedeutsamen Inhalte wiedergeben. können einzelne im Hörtext genannte Wörter und Wendungen erfragen und so ihren rezeptiven Wortschatz erweitern. können ein globales Hörverständnis zu verschiedenen Hörtexten aufbauen (z.B. Erzählung, Theaterstück, Szene aus Film, Gedicht, Sachtext). können Wichtiges in einfachen Mitteilungen erkennen (z.B. telefonische Auskunft, Lautsprecherdurchsage). können die Bedeutung einfacher unbekannter Wörter aus dem Kontext erschliessen. können mit Unterstützung eine Hörerwartung aufbauen (z.B. Vorwissen aktivieren, FS1GR.1.B.1.b durch vorheriges Lesen der Hörverständnis-Fragen). FS1GR.1.B.1.e können Hörtexten folgen, naheliegende implizite Informationen erschliessen und kurze FS2GR.1.B.1.b Szenen (aus einer Hörgeschichte) nachspielen. f können unter Anleitung wichtige, auch implizite Informationen eines Hörtextes verstehen und wiedergeben (z.B. Bericht, Vortrag, Hörspiel). können Kernaussagen von Erklärungen und Berichten verstehen, notieren und visualisieren (z.B. Mindmap, Diagramm). können die Bedeutung von unbekannten Wörtern aus dem Kontext erschliessen, erfragen oder mit Unterstützung mit geeigneten Hilfsmitteln (z.B. Wörterbuch, Sachbuch, Internet) nachschlagen und damit ihren rezeptiven Wortschatz erweitern. 3 g können komplexere, mehrteilige Aufträge verstehen und ausführen. FS2GR.1.B.1.e können längeren Theaterstücken, Filmen und Hörspielen folgen. können die Bedeutung von unbekannten Wörter erfragen oder mit geeigneten Hilfsmitteln erschliessen und differenzieren damit ihren rezeptiven Wortschatz aus. h können fehlende Informationen (z.B. bei einem Vortrag, Fernsehsendung) selbstständig erkennen, erfragen oder mit geeigneten Hilfsmitteln erschliessen. können ein gezieltes Hörverständnis verschiedener Hörtexte aufbauen, um das Wichtigste zusammenzufassen (z.B. Bericht, Vortrag, Theaterstück). D 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 69 D.1 Hören C Verstehen in dialogischen Hörsituationen 1. Die Schülerinnen und Schüler können Gesprächen folgen und ihre Querverweise Aufmerksamkeit zeigen. EZ - Sprache und Kommunikation (8) EZ - Eigenständigkeit und soziales Handeln (9) D.1.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können in einer vertrauten Gesprächssituation dem Gesprochenen folgen und ihre Beteiligung zeigen. b können Gesprächen folgen und dabei ihre Aufmerksamkeit nonverbal (z.B. Mimik, Körpersprache), paraverbal (z.B. Intonation) und verbal (Worte) zeigen. können sich wichtige Inhalte aus einem Gespräch merken. können an einem Gespräch teilnehmen und die entsprechenden Gesprächsregeln meist einhalten (z.B. zuhören, ausreden lassen). c können in vertrauten Kommunikationssituationen Stimmungen wahrnehmen (z.B. emotionale Verletzung, Betroffenheit, Wut, Ärger, Freude). können Gesprächsbeiträgen folgen und sich für sie Bedeutsames merken. können nachfragen, wenn sie etwas in einem Gespräch nicht verstanden haben. 2 d können ihre Aufmerksamkeit in einem längeren Gespräch aufrecht erhalten und sich passend einbringen. können längere Gespräche so verstehen, dass sie deren Inhalt wiedergeben können. e können verschiedenen, längeren Gesprächen folgen und dabei ihre aktive Beteiligung nonverbal, paraverbal und verbal zeigen (aktives Zuhören). können vertraute Kommunikationssituationen, die Absichten der Sprechenden und die emotionale Wirkung von Gehörtem einschätzen. können im Gespräch gezielt nachfragen, wenn sie etwas genauer wissen möchten. Sie können damit ihren Wortschatz erweitern. können an einem Gespräch teilnehmen und die entsprechenden Gesprächsregeln meist einhalten (z.B. zuhören, ausreden lassen). f können in Aushandlungs- oder Konfliktsituationen das Gesprächsverhalten der anderen einschätzen und angemessen reagieren. 3 g können in Diskussionen und Debatten das Gesprächsverhalten und die darin liegende Strategie der anderen einschätzen, um mit eigenen Beiträgen angemessen reagieren zu können. können im Gespräch gezielt nachfragen, um eine Begründung einzufordern. können sich in einem Gespräch mit unbekannten Erwachsenen (in einem Vorstellungsgespräch, Schnupperlehre) auf die Person und die Situation einstellen. h können in Konfliktsituationen die eigenen und die Emotionen der anderen wahrnehmen und im Gespräch thematisieren. können verschiedene Gesprächsbeiträge so zusammenfassen, dass die wesentlichen Elemente des ganzen Gesprächs deutlicher werden. können nonverbale und paraverbale Signale im Gespräch bewusst einsetzen, um die eigene Absicht durchzusetzen. D 15.3.2016 Lehrplan 21 1 70 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.1 Hören D Reflexion über das Hörverhalten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihr Hörverhalten und ihr Hörinteresse reflektieren. D.1.D.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können sich unter Anleitung und mithilfe konkreter Fragen mit anderen über Erzähltes austauschen. können sich mithilfe konkreter Fragen über ein Gespräch und ihr Gesprächsverhalten austauschen. 2 b können sich Störfaktoren einer Gesprächssituation bewusst machen und sie beim Zuhören berücksichtigen (z.B. Lärmpegel, undeutliche Aussprache). c können mithilfe von Leitfragen beschreiben, welche Hörstrategien sie beim Zuhören FS1GR.1.B.1.a anwenden, um das Gehörte zu verstehen (z.B. einen Hörtext in Portionen abspielen, FS2GR.1.B.1.a Fragen vor dem Zuhören lesen). können sich unter Anleitung darüber austauschen, welche Wirkung ein Gesprächsbeitrag auf sie hat. 3 d können mithilfe von Leitfragen das eigene Verständnis und den Aussagegehalt des FS1GR.1.B.1.d FS2GR.1.B.1.d Gesagten beurteilen. können mithilfe von Leitfragen beschreiben, wo sie beim Zuhören Probleme hatten und wie sie ihre Hörstrategien anpassen könnten (z.B. Notizen machen). können mit Unterstützung beschreiben, was ihnen das Zuhören erleichtert (z.B. sich in Bezug auf Thema, Person, Gesprächssituation vorbereiten, nachfragen). können unter Anleitung das eigene Hör- bzw. Gesprächsverhalten reflektieren, um daraus fürs nächste Gespräch Schlussfolgerungen zu ziehen. e können darüber nachdenken, wie sie einen Hörtext, Film oder Redebeitrag verstanden haben und welche Informationen für ihr Ziel besonders relevant sind. können ihr Verständnis eines Redebeitrags mit Bezug auf das Gehörte begründen. können über die unterschiedliche Aussagekraft von vorgebrachten Argumenten nachdenken. D 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 71 D.2 Lesen A Grundfertigkeiten 1. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über Grundfertigkeiten des Querverweise Lesens. Sie können ihren rezeptiven Wortschatz aktivieren, um das EZ - Lernen und Reflexion (7) Gelesene schnell zu verstehen. EZ - Räumliche Orientierung (4) D.2.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können Piktogramme und einfache Wortbilder aus ihrem Alltagsleben wieder erkennen (z.B. Migros, Coop, Volg, Coca Cola, Passugger, Valser, Graubünden Tourismus). können einzelne Buchstaben wiedererkennen (z.B. aus dem eigenen Namen). können einen Zugang zu (Bilder-)Büchern finden. b können die passende Beziehung zwischen Buchstaben und Lauten herstellen sowie Buchstaben zu Silben und kurzen Wörtern aus dem schulnahen Wortschatz verbinden. können kurze Sätze langsam erlesen. c erkennen vertraute Wörter auf einen Blick (Sichtwortschatz). können kurze Texte, deren Thema vertraut ist, laut oder still lesen. d erkennen häufig wiederkehrende Morpheme auf einen Blick (z.B. ver-, vor-, nach- als Vormorpheme, bekannte Stamm-Morpheme). 2 e können eine inhaltliche und grammatische Leseerwartung aufbauen. f können einen längeren geübten Text flüssig vorlesen. können Wörter bzw. Wortbilder, die ihnen vertraut sind, schnell erkennen (rezeptiver Wortschatz aktivieren). g verfügen über ein Lesetempo, das dem Textverstehen dient. 3 h können einen geübten Text flüssig, mit angemessener Intonation und verständlich vorlesen. können Wörter und Wendungen in unterschiedlichen Texten verstehen, sie Sprachregistern zuordnen (z.B. Fachsprache) und so ihren rezeptiven Wortschatz differenzieren. D 15.3.2016 Lehrplan 21 2 72 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.2 Lesen B Verstehen von Sachtexten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können wichtige Informationen aus Sachtexten entnehmen. D.2.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können einfache Sachverhalte in Bildern und Aufträge in Bildform verstehen. MI.1.2.a können einfache Piktogramme aus ihrem Alltagsleben lesen und verstehen. b können erzählen, was sie durch Medien erfahren haben (z.B. Kindersendung, Film, c Lernspiel). d können kurze Sätze zu einem Sachthema mit Bild-Unterstützung oder unter Anleitung verstehen. 2e können wichtige Wörter zum behandelten Thema lesen und verstehen. können Abbildungen und Text bei bebilderten Sachtexten zueinander in Beziehung BG.3.B.1.2a setzen. können die nötige Ausdauer aufbringen, um übersichtlich strukturierte Sachtexte zu Themen, die sie interessieren, zu lesen. können mithilfe von gezielten Fragen einen einfachen Sachtext als Ganzes verstehen und wichtige Informationen entnehmen. können unter Anleitung die Bibliothek als Ort zur Lektüre- und Informationsbeschaffung nutzen. können aus kurzen, mit Titel und Absätzen übersichtlich strukturierten und illustrierten Sachtexten wesentliche Informationen entnehmen. können übersichtliche Sachtexte mit Fotos und Abbildungen überblicken. können das eigene Vorwissen aktivieren und mithilfe von eigenen oder vorgegebenen Fragen eine Leseerwartung aufbauen. können Abbildungen zum Verstehen des Textes nutzen. können in kurzen Sachtexten mit Unterstützung Wesentliches markieren und Unklarheiten kennzeichnen. f können die Struktur eines Textes erkennen und explizite Informationen entnehmen. MI - Recherche und können einen übersichtlich strukturierten, kürzeren Text als Ganzes verstehen, auch Lernunterstützung wenn sie einzelne Wörter nicht verstehen. FS1GR.2.B.1.b können mithilfe von zielgerichteten Fragen naheliegende implizite Informationen FS1GR.2.B.1.c erschliessen und Abbildungen und Text zueinander in Bezug setzen. FS2GR.2.B.1.b können die Bedeutung von unbekannten Wörtern aus dem Kontext erschliessen, FS2GR.2.B.1.c erfragen oder mit geeigneten Hilfsmitteln (z.B. Wörterbuch, Sachbuch, Internet) BG.3.B.1.2b nachschlagen und damit ihren rezeptiven Wortschatz erweitern. g können unter Anleitung Informationen aus übersichtlichen Grafiken, Diagrammen und MI - Recherche und Lernunterstützung Tabellen entnehmen. NMG.9.1.h können Sachtexte im Rahmen einer Recherche beschaffen (z.B. im Internet, in der Bibliothek) und die darin enthaltenen Informationen mithilfe von Leitfragen für weitere Arbeiten nutzen (z.B. Referat). können Informationen aus unterschiedlichen Sachtexten unter Anleitung verarbeiten (z.B. Stichwortliste, Mindmap, Zeitstrahl). D 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 73 Querverweise 3 h können wesentliche Informationen aus diskontinuierlichen Sachtexten für den eigenen FS1GR.2.B.1.e FS2GR.2.B.1.e Wissensaufbau entnehmen, indem sie auch Zusammenhänge zwischen Text und BG.3.B.1.2c Abbildungen herstellen (z.B. Artikel aus Internet, Anleitung). können einen übersichtlich strukturierten Text als Ganzes verstehen sowie zentrale Elemente erkennen und mit der eigenen Lebenswelt in Verbindung bringen (z.B. Artikel aus Jugendzeitschrift). können mit Unterstützung längere diskontinuierliche Sachtexte überblicken und sich im Text orientieren. können mit Unterstützung die Bedeutung von unbekannten Wörtern aus dem Kontext oder mit geeigneten Hilfsmitteln (z.B. Wörterbuch, Sachbuch, Internet) erschliessen und differenzieren damit ihren rezeptiven Wortschatz aus. können Informationen aus unterschiedlichen Sachtexten verarbeiten (z.B. Stichwortliste weiterführen, Mindmap ergänzen, Zeitstrahl bezeichnen). können das Angebot einer Bibliothek nutzen und bei Bedarf Unterstützung selbstständig anfordern (z.B. für die Berufsfindung). i können sich eine eigene Meinung zu Aussagen und Wertvorstellungen aus Texten bilden und diese präsentieren. können Sachtexte aus dem Internet auf ihre Vertrauenswürdigkeit kritisch hinterfragen. D 15.3.2016 Lehrplan 21 2 74 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.2 Lesen C Verstehen literarischer Texte Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können literarische Texte lesen und verstehen. D.2.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können in einem Bild eine Situation erkennen (z.B. Figur, Handlung, mögliche Geschichte). können sich aus aneinander gereihten Bildern eine Geschichte vorstellen und diese im Gespräch erzählen (z.B. Bilderbuch). b können erzählte und vorgelesene Texte verstehen und darin den Handlungsstrang MI.1.2.a erkennen (z.B. kleine Geschichte, Bilderbuch, Vers, Abzählreim). können einen linearen Erzählverlauf mit einer dazu gehörenden Bildabfolge verbinden. c können mithilfe von Nachfragen in Texten Handlungen und typische Eigenschaften der Figuren verstehen. können sich unter Anleitung zentrale Handlungen, Orte und Figuren in kurzen Geschichten bildlich vorstellen und mit der eigenen Lebenswelt in Verbindung bringen. können ihren rezeptiven Wortschatz erweitern, indem sie ihre Aufmerksamkeit unter Anleitung auf bestimmte Wörter und Wendungen richten. kennen die Bibliothek als Ort mit reichhaltigem Leseangebot und können unter Anleitung Hörbücher, Bücher und andere Medien auswählen. d können ihr Textverständnis zeigen, indem sie einen Text gestaltend vorlesen (z.B. einzelne Figuren stimmlich unterscheiden). 2 e können mit Unterstützung aufgrund von Cover, Klappentext, Illustrationen und Textausschnitten, (Hör-)Bücher und andere Medien auswählen. können mit Unterstützung (z.B. Vorlesen, Hinweise durch Lehrperson, Hörbuch) Stimmungen, die ein Text vermittelt, wahrnehmen (z.B. Spannung in einem Krimi). f können ein Buch auswählen, indem sie in verschiedenen Büchern schnuppern (z.B. durchblättern, Anfang oder Schluss lesen). können sich in Figuren hineinversetzen, ihr Handeln sowie mit Unterstützung deren Absichten und Motive nachvollziehen und diese mit der eigenen Lebenswelt in Verbindung bringen. können in Gedichten den für sie bedeutsamen Kerngedanken mit Unterstützung formulieren. können ihr Textverständnis zeigen, indem sie einen Text gestaltend vorlesen, dass Unterschiede zwischen erzählend-beschreibenden Passagen und Figurenrede deutlich werden. können sich mit Unterstützung in einer Schulbibliothek orientieren und deren Angebote nutzen. g können mit Unterstützung typische Eigenschaften wie gerecht und ungerecht und Absichten der Figuren erschliessen, auch wenn diese nicht explizit erwähnt sind. D 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 75 Querverweise 3 h können ihr Leseinteresse beschreiben, entsprechend Bücher auswählen und selbstständig lesen. können mit Unterstützung implizite Informationen aus Geschichten verstehen, insbesondere Absichten und Eigenschaften von Figuren. können den für sie bedeutsamen Kerngedanken eines Gedichts formulieren. können ihren Wortschatz mithilfe der eigenen Lektüre differenzieren. können ihr Textverständnis zeigen, indem sie einen Text gestaltend vorlesen, sodass die Stimmung und Stimmungswechsel, die Figuren deutlich werden. können das Angebot einer Bibliothek nutzen und bei Bedarf selbstständig Unterstützung anfordern. i können sich eine Meinung zu einem Text bilden und diese begründen. können Eigenschaften, Stimmungen und Absichten der Figuren erschliessen und erklären, auch wenn diese nicht explizit erwähnt sind. D 15.3.2016 Lehrplan 21 2 76 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.2 Lesen D Reflexion über das Leseverhalten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihr Leseverhalten und ihre Leseinteressen reflektieren. D.2.D.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können sich unter Anleitung und mithilfe gezielter Fragen mit anderen über Gelesenes austauschen. a können sich mithilfe gezielter Fragen darüber austauschen, welche Leseinteressen sie haben und können so ihre Lektürewahl in der Bibliothek, in der Leseecke reflektieren. b können unter Anleitung und mit passenden Beurteilungshilfen einander 2c Rückmeldungen geben, wie gut sie (vor-)lesen. können unter Anleitung beschreiben, welche Lesestrategien sie angewendet haben (z.B. FS1GR.2.B.1.a FS2GR.2.B.1.a überblicken, markieren, Randnotizen). können unter Anleitung darüber nachdenken, wie sie einen Text verstanden haben, und sich über ihr Textverständnis austauschen. können beschreiben, unter welchen Voraussetzungen sie sich auf eine Lektüre einlassen und wie sie ins Lesen versinken können. können beschreiben, wie sie das Lesen von Texten auch ausserhalb des Unterrichts bereichert und inwiefern dies ihren Horizont erweitert. 3 d können unter Anleitung beschreiben, auf welche Weise sie eine vorgegebene Lesestrategie angewendet haben und wie sie diese verbessern könnten. können mithilfe von Rückfragen beschreiben, wieso beim Textverstehen Probleme aufgetaucht sind und welche Schlüsse sie daraus ziehen. können sich darüber austauschen, welche Leseinteressen sie haben, und können ihre Lektürewahl begründen. e können erläutern, warum sie welche Lesestrategie gewählt haben. FS1GR.2.B.1.d können beschreiben, wo beim Textverstehen Probleme aufgetaucht sind und wie sie FS2GR.2.B.1.d ihre Lesestrategien anpassen könnten. können darüber nachdenken, wie sie einen Text verstanden haben und welche Informationen für ihr Leseziel (z.B. Informationen für eine Präsentation) besonders relevant sind. können ihr Textverstehen mit Bezug auf den Text begründen und sich mit anderen über Gelesenes selbstständig austauschen. D 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 77 D.3 Sprechen A Grundfertigkeiten 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Sprechmotorik, Artikulation, Querverweise Stimmführung angemessen nutzen. Sie können ihren produktiven EZ - Körper, Gesundheit und Wortschatz und Satzmuster aktivieren, um angemessen flüssig zu Motorik (1) sprechen. MU.1.B.1 D.3.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können die meisten Laute des Deutschen sprechmotorisch isoliert und im Wort bilden. können Wörter, Wendungen (z.B. in Fragen, Aussagen, Aufforderung) und Satzmuster in vertrauten Situationen passend verwenden (produktiver Wortschatz). b können mit verständlicher Aussprache und angemessener Lautstärke in Standardsprache (nach-)sprechen, wobei die Sprechweise auch mundartlich und erstsprachlich gefärbt sein kann. können ihren produktiven Wortschatz aktivieren, um sich in verschiedenen Themen und Situationen sprachlich angemessen auszudrücken. c können nonverbale (z.B. Gestik, Mimik, Körperhaltung) und paraverbale Mittel (z.B. Atmung, Intonation, Sprechfluss) angemessen verwenden. 2 d können das Zusammenspiel von Verbalem, Paraverbalem und Nonverbalem gestalten. verfügen über einen zunehmend reichhaltigen Wortschatz, um sich präzis auszudrücken. 3 e können Standardsprache flüssig sprechen, wobei diese mundartlich und erstsprachlich gefärbt sein darf. können das Zusammenspiel von Verbalem, Nonverbalem und Paraverbalem zielorientiert einsetzen (z.B. Vorstellungsgespräch). können ihr Sprechtempo und die Sprechweise der Situation angemessen steuern. können Wörter, Wendungen und Satzmuster in für sie neuen Situationen angemessen verwenden. f können der Hochlautung nahe Standardsprache sprechen, wobei diese leicht mundartlich und erstsprachlich gefärbt sein kann. können ihr Sprechtempo und ihre Stimmführung gezielt variieren. D 15.3.2016 Lehrplan 21 3 78 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.3 Sprechen B Monologisches Sprechen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können sich in monologischen Situationen EZ - Lernen und Reflexion (7) EZ - Zeitliche Orientierung (3) angemessen und verständlich ausdrücken. EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) D.3.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können ihre Gefühle und Gedanken sowie Erlebnisse und Erfahrungen verbal oder nonverbal mit Unterstützung zum Ausdruck bringen. b c können Beobachtungen wiedergeben und einfache Sachverhalte mit Unterstützung beschreiben. d können sich in Mundart und Standardsprache ausdrücken, wobei erstsprachliche und 2e mundartliche Elemente selbstverständlich sind. können sich in verschiedenen Sprechsituationen ausdrücken, wenn sie dabei unterstützt werden und sich vorbereiten können (z.B. Erzählung, Erklärung, Präsentation). können kurze Gedichte vortragen (z.B. Abzählverse, Reime, Sprüche) . können eine Geschichte verständlich nacherzählen. MI.1.3.c können mithilfe eines Schemas ihre Arbeitsergebnisse und Gedanken vortragen (z.B. FS1GR.3.C.1.a vorgegebene Textbausteine, Ablauf). FS2GR.3.C.1.a können Ergebnisse einer Gruppenarbeit verständlich weitergeben und dabei NMG.12.2.a verschiedene Medien nutzen (z.B. Bild-, Textdokument). können Strukturierungshilfen für eine Kurzpräsentation nutzen (z.B. Mindmap, FS1GR.3.C.1.b Gliederung, Stichworte). FS1GR.3.C.1.e können ein Erlebnis mit einem erkennbaren Spannungsbogen erzählen. FS2GR.3.C.1.b können eine erfundene Geschichte erzählen (z.B. mithilfe von Bildern, einer Skizze, FS2GR.3.C.1.e einer Erzählpartitur). f können ein Buch (Kinder-/Jugendliteratur, Sachbuch) oder einen Film in MI.1.3.f Standardsprache präsentieren. können eine Geschichte in Standardsprache zusammenhängend erzählen, wobei erstsprachliche und mundartliche Auffälligkeiten vorkommen können. können Arbeitsergebnisse der Klasse präsentieren. können Gedichte und Kurztexte vor einem Publikum wirkungsvoll vortragen. g können mit Unterstützung Sachthemen in Büchern und im Internet recherchieren, MI.1.2.e MI - Recherche und auswählen, strukturieren und ihr Wissen präsentieren (z.B. Sachvortrag, Beschreibung, Lernunterstützung Bericht, Podcast). können mithilfe von Stichworten und Notizen eine Präsentation strukturieren. 3 h können sich in der Standardsprache weitgehend sicher ausdrücken, wobei einzelne MI - Produktion und Präsentation erstsprachliche und mundartliche Elemente vorkommen können. können eine Geschichte adressatenorientiert (nach-)erzählen und mit der Stimme gestalten (z.B. eigenes Erlebnis, aus einem Buch, einem Film). können Arbeitsergebnisse und Sachthemen der Klasse strukturiert präsentieren und die wesentlichen Aspekte hervorheben sowie dabei Medien ziel- und adressatenorientiert nutzen. i können sich in der Standardsprache gewandt und sicher ausdrücken, wobei nur selten MI - Produktion und Präsentation störende Fehlleistungen auftreten. MI - Produktion und können eine Präsentation mit geeigneten sprachlichen Mitteln (z.B. rhetorische Frage, Präsentation Wiederholungen, Stimme) und angemessenem Medieneinsatz gestalten. D 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 79 D.3 Sprechen C Dialogisches Sprechen 1. Die Schülerinnen und Schüler können sich aktiv an einem Dialog Querverweise beteiligen EZ - Sprache und Kommunikation (8) BNE - Politik, Demokratie und Menschenrechte D.3.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können die/den Gesprächspartner/in als Gegenüber wahrnehmen und mit ihr/ihm in Kontakt treten. können in einer vertrauten, selbstgewählten Sprechrolle an einem Spiel aktiv teilnehmen. b können auf direkt an sie gerichtete Fragen antworten. können sich an einfachen, kurzen Gesprächen beteiligen. können sich in kurzen Phasen an Gesprächsregeln halten (z.B. sich vor dem Reden melden, zu den anderen gerichtet sprechen, Sie-Formen verwenden). c können einen Gesprächsbeitrag laut und deutlich in Mundart und in Standardsprache MI.1.4.a formulieren. können ihren Gesprächsbeitrag in einem Gespräch passend einbringen (z.B. auf andere eingehend, nicht verletzend). können einfache Alltagsgespräche selbstständig führen und Medien nutzen, um bestehende Kontakte zu pflegen (z.B. Telefongespräch mit Bekannten) . 2 d können sich in längeren Gesprächen angemessen einbringen und thematisch passende Beiträge beisteuern. können eigene Gesprächsbeiträge aufschieben, damit andere ihren Beitrag zu Ende führen können. e können ihren Beitrag mit nonverbalen (z.B. Handzeichen) und verbalen Signalen rechtzeitig ankündigen. können ein Gespräch vorbereiten und durchführen (z.B. Telefongespräch, Klassendiskussion). können eine Gruppenarbeit leiten, wenn dafür klare Anweisungen vorliegen (z.B. Zeit einhalten, Resultate festhalten). können sich meist an festgelegte Gesprächsregeln halten (z.B. sich vor dem Reden melden, zu den anderen gerichtet sprechen). können ihre Gedanken im Gespräch einbringen, im Austausch verdeutlichen und ihre Meinung mit einem Argument unterstützen. f können in Konsens- und Konfliktgesprächen ihre eigene Meinung in Mundart und BO Standardsprache zum Ausdruck bringen und von sich aus mit einem Argument stützen. können zu einfachen Themen und in kurzen Gesprächen die Moderation übernehmen (z.B. Gruppenarbeit eröffnen, Klassenrat). 3 g können im Gespräch auf vorhergehende Aussagen Bezug nehmen. BO kennen wichtige Aspekte eines Vorstellungsgesprächs (z.B. Ablauf, Auftreten, Gesprächsregeln) und können diese in einem gespielten Vorstellungsgespräch anwenden. D 15.3.2016 Lehrplan 21 3 80 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau Querverweise h können mithilfe von Leitfragen ein Vorstellungsgespräch so vorbereiten, dass sie sich ERG.5.6.c zielorientiert ausdrücken (z.B. Betriebs-, Berufskenntnisse, eigene Interessen). können in Mundart und Standardsprache Gesprächsbeiträge und Argumente aufgreifen und ihre eigenen Argumente darauf beziehen. können sich selbstständig an Gesprächsregeln halten und nötigenfalls erweitern und modifizieren bzw. im Gespräch thematisieren (z.B. sich vor dem Reden melden, zu den anderen gerichtet sprechen). können sich in einem gespielten Vorstellungsgespräch überzeugend präsentieren und Antworten auf unerwartete Fragen finden. i können ein Gespräch moderieren (vorbereiten, durchführen, auswerten). können mit ihren Beiträgen ein Gespräch aufrechterhalten und zielorientiert lenken. können sich an einem Gespräch mit unterschiedlichen Gesprächspartner/innen eigenständig und adressatengerecht beteiligen (Peers, Erwachsene, vertraut/unvertraut). j können eine Diskussion selbstständig vorbereiten und leiten. können das Wichtige von Gesprächsbeiträgen zusammenfassen, um das Gespräch zu strukturieren. können in Debatten argumentieren und einen Perspektivenwechsel vollziehen. können ein Gespräch mit unbekannten Personen eröffnen. D 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 81 D.3 Sprechen D Reflexion über das Sprech-, Präsentations- und Gesprächsverhalten 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihr Sprech-, Präsentations- und Querverweise Gesprächsverhalten reflektieren. EZ - Sprache und Kommunikation (8) EZ - Fantasie und Kreativität (6) D.3.D.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können sich mithilfe von konkreten (Nach-)Fragen darüber austauschen, wie sie sich und wie sich andere im Gespräch verhalten haben. können Gespräche als Basis für Beziehungen erfahren. 2 b können eine angenehme und wertschätzende Gesprächsatmosphäre als Bereicherung erfahren und dies in eigenen Worten ausdrücken. c können über Sinn und Funktion von Gesprächsregeln nachdenken. können mithilfe von Kriterien über eine Präsentation und ihre Wirkung nachdenken (z.B. adressatengerecht). können sich darüber austauschen, welche (emotionale) Wirkung ein Gesprächsbeitrag auf sie hat. können ihre Fortschritte in Bezug auf ihr Sprechverhalten in Präsentation und Gespräch mithilfe von Leitfragen beschreiben. d können mithilfe von Leitfragen über die Gesprächsleitung einer Gruppenarbeit nachdenken und Verbesserungsvorschläge machen. können unter Anleitung darüber nachdenken, in welcher Art und Weise sie selber den Gesprächsverlauf beeinflusst haben. 3 e können mithilfe von Rückfragen beschreiben, welche Vorgehensweisen oder FS1GR.3.C.1.d FS2GR.3.C.1.d Sprechstrategien sie angewendet haben, um ihre Meinung zu vertreten. können mithilfe von Kriterien eine eigene Präsentation beurteilen. können über die gewählten Gesprächsformen nachdenken und über deren Angemessenheit sprechen (z.B. Mundart-Standard-Wechsel, Höflichkeit, Jugendsprache). können mithilfe von Leitfragen beschreiben, wo sie im Gespräch oder bei einer Präsentation Probleme beim Sprechen oder Erklären hatten. f können mithilfe von Leitfragen über ein Gespräch, seinen Verlauf und seine Wirkung nachdenken, sich darüber austauschen und daraus Schlüsse für nächste Gespräche ziehen. können über die unterschiedliche Aussagekraft von eigenen Argumenten nachdenken. D 15.3.2016 Lehrplan 21 3 82 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.4 Schreiben A Grundfertigkeiten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können in einer persönlichen Handschrift EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) leserlich und geläufig schreiben und die Tastatur geläufig nutzen. Sie entwickeln eine ausreichende Schreibflüssigkeit, um genügend Kapazität für die höheren Schreibprozesse zu haben. Sie können ihren produktiven Wortschatz und Satzmuster aktivieren, um flüssig formulieren und schreiben zu können. D.4.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können durch vielfältige Aktivitäten ihre Feinmotorik weiterentwickeln. b können eine günstige Körperhaltung beim Zeichnen und Schreiben einnehmen. c können die Grundbewegungen der Schrift nach allen Richtungen (z.B. Buchstabenformen und -folgen) ausführen. können einzelne Laute heraushören, diese den passenden Buchstaben zuordnen und einzelne Wörter lautgetreu verschriften. d können das ganze Alphabet einer unverbundenen Schrift sowie die Ziffern mit optimalen Abläufen geläufig schreiben. können alle Laute und Lautverbindungen heraushören und in lautgetreuer (nicht unbedingt orthografisch korrekter) Schreibung entsprechenden Buchstaben zuordnen. können vertraute Wörter, Wendungen und Satzmuster in alltäglichen, bekannten Schreibsituationen verwenden und ihren produktiven Wortschatz aktivieren (z.B. kurzer Brief, Briefformeln). e können mit verschiedenen Schreibgeräten ihre Texte gestalten (z.B. verschiedene MI - Handhabung Schreibstifte, Tastatur). MI - Handhabung können mit grundlegenden Elementen der Bedienungsoberfläche eines Textprogramms umgehen. 2 f können die Buchstabenabläufe in einer teilverbundenen oder verbundenen Schrift schreiben. g entwickeln Elemente einer persönlichen Handschrift. können in einem dem Formulieren dienlichen Tempo mit verschiedenen Schreibgeräten leserlich schreiben bzw. beherrschen die dafür nötige Feinmotorik. können Wörter, Wendungen und Satzmuster in verschiedenen Schreibsituationen angemessen verwenden und ihren produktiven Wortschatz aktivieren (z.B. Notizen machen, Mindmap erstellen, Bericht oder Erzählung verfassen). h können in einer leserlichen, geläufigen und persönlichen Handschrift schreiben. können in angemessener Schreibflüssigkeit (Handschrift) schreiben, um genügend Kapazität für die höheren Schreibprozesse zu haben (z.B. Formulieren, Erzählfaden entwickeln). 3 i können ausreichend automatisiert (Handschrift und Tastatur) schreiben, um genügend MI - Handhabung Kapazität für die höheren Schreibprozesse zu haben (z.B. Ideen finden, planen, formulieren, überarbeiten). können den entsprechenden Wortschatz (z.B. textverknüpfende Mittel) aktivieren, um Sätze und Texte angemessen zu strukturieren. D 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 83 D.4 Schreiben B Schreibprodukte Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler kennen vielfältige Textmuster und können EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) sie entsprechend ihrem Schreibziel in Bezug auf Struktur, Inhalt, Sprache und Form für die eigene Textproduktion nutzen. D.4.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können Erfahrungen sammeln mit vielfältigen altersgemässen Texten (z.B. Bilderbuch, Vorlesegeschichte, Brief, Notiz, Plakat), um Muster für das eigene Schreiben zu gewinnen (z.B. Kritzelbrief, Liste). b kennen Schrift als Trägermedium von Bedeutung und als Instrument, um Gedanken festzuhalten und bei anderen etwas zu bewirken (z.B. Geschenkbrief, Dankeskarte, Wunschliste). kennen einfache Textmuster (z.B. Liste, Anrede, Namenskarte, Unterschrift) und nutzen diese für das eigene Schreiben. c kennen das Muster eines persönlichen Briefs mit Anrede und Grussformel, um es für das eigene Schreiben nutzen zu können. kennen Elemente eines Geschichtenmusters (z.B. Märchenanfang/-ende), um sie für das eigene Schreiben nutzen zu können. kennen verschiedene Muster einfacher Informationstexte (z.B. einfaches Lernplakat, Spielanleitung), um sie für das eigene Schreiben nutzen zu können. kennen Muster verschiedener Kurztexte (z.B. Elfchen, Rätsel, Vers), um sie für das eigene Schreiben nutzen zu können. 2 d kennen das Muster eines Dialogs, um es für das eigene Schreiben nutzen zu können. e kennen Erzählmuster wie Erzählperspektive, Perspektivenwechsel, um sie für das BG.1.B.1.1b eigene Schreiben nutzen zu können (z.B. Erlebniserzählung aus Sicht von zwei oder mehr Figuren, Parallelgeschichte). kennen inhaltliche und formale Merkmale von dokumentierenden Textsorten (z.B. Lernjournal, Protokol), um sie für das eigene Schreiben nutzen zu können. f kennen vielfältige Textmuster (z.B. poetische Formen, Zusammenfassung, Interview, E- BO Mail, Portfolio, Plakat, Wandzeitung, Präsentationsfolien), um sie für das eigene Schreiben nutzen zu können. 3 g kennen Merkmale eines Bewerbungsschreibens und eines Lebenslaufs, um sie für das BO eigene Schreiben von Bewerbungen nutzen zu können. h kennen vielfältige Textmuster (z.B. Erzählung, Argumentation, Zeitungsbericht, MI - Produktion und Geschäftsbrief, Blog-Beitrag, Lernjournal, Flyer, Präsentationsfolien), um sie für das Präsentation eigene Schreiben nutzen zu können. MI - Produktion und kennen Formulierungmuster, die typisch für verschiedene Textsorten sind (z.B. Präsentation MI - Produktion und Präsentation Geschäftsbrief vs. E-Mail vs. privater Brief), um sie für das eigene Schreiben nutzen zu können. kennen alle Teile von Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Bewerbungsbrief). D 15.3.2016 Lehrplan 21 4 84 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.4 Schreiben C Schreibprozess: Ideen finden und planen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können ein Repertoire an angemessenen EZ - Fantasie und Kreativität (6) Vorgehensweisen zum Ideenfinden und Planen aufbauen und dieses im Schreibprozess zielführend einsetzen. D.4.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können aus Geschichten, Bilderbüchern, Puppentheatern Ideen für eigene Geschichten MI.1.1.a entwickeln und sich darüber austauschen. können beschreiben, woher sie Informationen erhalten (z.B. Printmedien, Fernsehen, Internet). b können unter Anleitung verschiedene Vorgehensweisen zur Ideenfindung und MI - Recherche und Lernunterstützung Textplanung einsetzen (z.B. gemeinsam erstelltes Cluster, Ideennetz, W-Fragen, innere BG.1.A.1.a Bilder). können mithilfe von vorgegebenen Medien Informationen zu einem bestimmten Thema beschaffen (z.B. Buch, Zeitschrift, Lernspiel, Spielgeschichte, Website), damit sie die Inhalte für einen entsprechenden Sachtext erarbeiten können. c können erste Zielvorstellungen davon entwickeln, wozu sie schreiben. zeigen die Bereitschaft, während des Schreibens neue Ideen zu entwickeln. 2 d können allein oder in Gruppen verschiedene Schreibideen entwickeln, diese strukturieren und ihren Schreibprozess unter Anleitung planen (z.B. Mindmap, Stichwortliste). e können verschiedene Vorgehensweisen zur Ideenfindung bei Geschichten und Gedichten MI - Recherche und Lernunterstützung selbstständig einsetzen. BG.1.A.1.b können verschiedene Recherchiertechniken einsetzen, um die Inhalte für einen Sachtext zu erarbeiten und den Text zu planen. können Medien auswählen und als Informationsquelle für ihr Lernen nutzen (z.B. Lexikon, Suchmaschine, Schulfernsehen), damit sie die Inhalte für einen entsprechenden Sachtext erarbeiten können. f zeigen die Bereitschaft, auch längere Texte immer wieder mit neuen Ideen zu ergänzen und auch bei auftauchenden Problemen den Schreibprozess entsprechend zu planen. können Zielvorstellungen entwickeln und beschreiben, welches Schreibziel sie verfolgen. 3 g können Strategien zur Ideenfindung und Planung selbstständig so einsetzen, dass sich BG.1.A.1.c diese gegenseitig unterstützen. können Medien für den eigenen Lernprozess beim Ideenfinden und Planen selbstständig einsetzen (z.B. Sachbuch, Zeitschrift, Tool, soziales Netzwerk). h können mit Unterstützung längere Texte und grössere Schreibprojekte mit mehreren Texten planen. können an verschiedene Adressat/innen schreiben und kooperativ planen. können das eigene Repertoire an Strategien beim Planen ihrer Texte selbstständig, situationsangemessen und auf das Schreibziel ausgerichtet einsetzen. D 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 85 D.4 Schreiben D Schreibprozess: formulieren Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Ideen und Gedanken in eine sinnvolle und verständliche Abfolge bringen. Sie können in einen Schreibfluss kommen und ihre Formulierungen auf ihr Schreibziel ausrichten. D.4.D.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können ihren produktiven Wortschatz erweitern, indem sie die als Formulierungshilfen vorgegebenen Wörter und Wendungen für ihre Geschichten nutzen. a b können in eine Geschichte oder ein Thema eintauchen und ihre Gedanken und Ideen c ansatzweise in eine verständliche Abfolge bringen. 2d können ihre Gedanken und Ideen in eine verständliche Abfolge bringen und in passende MI - Produktion und Worte fassen. Die Schreibsituation und der Schreibprozess werden dabei zunehmend Präsentation eigenständig gestaltet. können ihre Formulierungen zunehmend dem Schreibziel anpassen (z.B. adressatengerecht ausgerichtet). können ihre Texte auch am Computer entwerfen und Grundfunktionen eines Textverarbeitungsprogramms einsetzen (z.B. Elementen der Bedienungsoberfläche nutzen: Datei öffnen, schreiben, speichern). können Wörter, Begriffe und Wendungen zum Thema aufbauen und angemessen MI - Produktion und verwenden. Präsentation können sich in einen Schreibfluss versetzen (z.B. automatisches Schreiben, Herumgehen und vor sich hin sprechen, gegenseitiges Erzählen, drauflos schreiben und nicht dauernd korrigieren). können ihre Gedanken und Ideen im Text in eine verständliche und sinnvolle Abfolge bringen. können Grundfunktionen von Programmen (z.B. verschieben, kopieren, löschen) nutzen, um ihre Produkte zu erstellen und zu bearbeiten (z.B. Text, Tabelle, Präsentation, Bild). 3 e können vorgegebene Wörter als Formulierungshilfen nutzen und so ihren produktiven Wortschatz erweitern. kennen angemessene Vorgehensweisen, um Schreibblockaden zu überwinden (z.B. sich bewegen, etwas trinken, kritzeln, mit jemanden reden). können ihre Gedanken und Ideen im Text in eine verständliche und sinnvolle Abfolge bringen und eine gezielte Wirkung erzeugen. f können textstrukturierende Mittel (z.B. Titel, Absätze) und textverknüpfende Mittel (z.B. MI.1.4.d MI - Produktion und Pronomen, Partikel) beim Entwerfen gezielt setzen, um den Text klarer zu Präsentation strukturieren. können einzelne Mittel zur Leserführung beim Entwerfen eines längeren Textes einsetzen (z.B. Überleitung, Untertitel, Wiederaufnahme). können Vorlagen zur Strukturierung und Gestaltung von Texten verwenden. D 15.3.2016 Lehrplan 21 4 86 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.4 Schreiben E Schreibprozess: inhaltlich überarbeiten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihren Text in Bezug auf Schreibziel und Textsortenvorgaben inhaltlich überarbeiten. D.4.E.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können inhaltliche Unklarheiten besprechen, wenn die Lehrperson auf die entsprechenden Textstellen hinweist. b können im Austausch mit anderen (z.B. Schreibkonferenz, Feedback) einzelne positive Aspekte und Unstimmigkeiten im eigenen Text erkennen. 2 c können die Leserperspektive ansatzweise einnehmen (z.B. mit Leitfragen, Denkmuster). d können einzelne vorher besprochene Punkte in ihren Texten mithilfe von Kriterien am Computer oder auf Papier überarbeiten. können mithilfe von Kriterien positive Aspekte erkennen sowie Unstimmigkeiten in Bezug auf ihr Schreibziel feststellen und Alternativen finden (z.B. Wörter, Wendungen, Aufbau, Reihenfolge). e können beim Besprechen ihrer Texte auch die Leserperspektive einnehmen und bei Bedarf zusätzliche textstrukturierende Mittel einsetzen (z.B. Titel, Absatz, Aufzählung). 3 f können im Austausch mit anderen am Computer oder auf Papier positive Aspekte BO erkennen sowie Unstimmigkeiten in Bezug auf ihr Schreibziel und Textsortenvorgaben feststellen und mit Hilfsmitteln Alternativen finden (z.B. Wörterbuch, Internet). können einzelne dieser Überarbeitungsprozesse selbstständig ausführen, wenn sie dabei Punkt für Punkt vorgehen. können Bewerbungsunterlagen mit Unterstützung (z.B. Lehrperson, Textbausteine) inhaltlich auf ihre Bewerbungssituation anpassen. g können einzelne Überarbeitungsprozesse am Computer und auf Papier selbstständig MI - Produktion und Präsentation ausführen, reflektieren und zielführende Strategien für das inhaltliche Überarbeiten MI - Produktion und finden. Präsentation können in Überarbeitungsprozessen Mittel zur Leserführung gezielt einsetzen, um den Text leserfreundlicher zu gestalten (z.B. Überleitung, Wiederaufnahme). D 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 87 D.4 Schreiben F Schreibprozess: sprachformal überarbeiten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihren Text in Bezug auf Rechtschreibung und Grammatik überarbeiten. D.4.F.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können unter Anleitung bei der formalen Überarbeitung erste Regeln beachten: lautgetreue Schreibweise, Wortgrenzen, Eigennamen und konkrete Nomen gross, Satzanfang gross, Punkt am Satzende. b können ihren Text im Austausch mit anderen sprachformal überarbeiten, wenn die Fehlerstelle markiert ist. Sie können dabei folgende Regeln in typischen Fällen beachten: sch-Schreibung, sp-/st-Schreibung, ng-Schreibung, gebräuchliche abstrakte Nomen gross, Satzschlusszeichen. 2 c können am Computer durch gezieltes Ausprobieren falsche Wortschreibungen korrigieren, wenn der Computer eine Falschschreibung anzeigt. können beim gemeinsamen Überarbeiten auf folgende Regeln achten: ie-Schreibung, e-/ä-Schreibung, Komma bei Aufzählungen. d zeigen die Bereitschaft, ihren Text auf Fehler hin durchzulesen und entwickeln dabei FS1GR.4.B.1.b auch eine Fehlersensibilität. können im Austausch mit anderen die meisten Unkorrektheiten in Wörtern und Sätzen finden und sprachformal überarbeiten, wenn sie dabei Punkt für Punkt vorgehen. Sie beachten dabei folgende Regeln: Wortstammregel bei leicht erkennbaren Stämmen, Doppelkonsonantenregel, Grossschreibung von typischen abstrakten Nomen (z.B. Glück), Kommas zwischen leicht erkennbaren Verbgruppen (Teilsätze). Die Zeichen bei der direkten Rede können sie mithilfe eines grafischen Schemas setzen. können die rechtschreibrelevanten Grammatikproben gezielt einsetzen. können für Zweifelsfälle das Wörterbuch nutzen. e können einfache Rechtschreibprobleme erkennen und eine passende Lösungsstrategie MI - Produktion und Präsentation wählen (z.B. Stamm erkennen, Analogie suchen, Regelwissen aktivieren, FS2GR.4.B.1.b nachschlagen). können am Computer Korrekturprogramme angemessen einsetzen. können im Austausch mit anderen Unkorrektheiten in Wörtern und Sätzen feststellen und korrigieren. Sie beachten dabei folgende Regeln: Grossschreibung von abgeleiteten Nomen mit häufigen Nachmorphemen (z.B. Frei-heit, Entdeck-ung). 3 f können Texte sprachformal überarbeiten. Sie beachten dabei folgende Regeln inklusive BO MI - Produktion und wichtiger Ausnahmen: Wortstammregel, Doppelkonsonantenregel, Grossschreibung Präsentation von konkreten und abstrakten Nomen sowie abgeleitete Nomen mit Nachmorphemen, FS1GR.4.B.1.d FS2GR.4.B.1.d Komma zwischen leicht erkennbaren Verbgruppen. können Wortschreibungen kritisch hinterfragen und mit dem Schul-Wörterbuch oder mit Nachfragen klären. können Bewerbungsunterlagen mit Unterstützung (z.B. Lehrperson, Textbausteine) durch mehrfaches Überarbeiten fehlerfrei herstellen. g können selbstständig auf Papier oder am Computer ihre Texte sprachformal MI - Produktion und überarbeiten. Präsentation D 15.3.2016 Lehrplan 21 4 88 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.4 Schreiben G Reflexion über den Schreibprozess und eigene Schreibprodukte Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können über ihren Schreibprozess und ihre Schreibprodukte nachdenken und deren Qualität einschätzen. D.4.G.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können anhand von Leitfragen ihre Texte besprechen (z.B. einzelne Wörter, Sätze oder Gestaltungselemente zeigen, die ihnen besonders gefallen). b können unter Anleitung ihre Vorgehensweisen beim Ideensammeln, Planen und FS1GR.4.B.1.a Entwerfen besprechen. FS2GR.4.B.1.a 2 c können mithilfe von Kriterien über Textqualitäten sprechen, um damit ein Gefühl für gelungene Textstellen zu entwickeln (z.B. einzelne Wörter oder Sätze, die ihnen besonders gut oder nicht gefallen). können problematische Textstellen finden und alternative Formulierungen vorschlagen. d können im Austausch mit anderen eine Distanz zum eigenen Text aufbauen und ihn mithilfe von Kriterien einschätzen (z.B. in einer Schreibkonferenz). können beschreiben, was sie mit ihrem Text für eine Wirkung erzielen wollten (z.B. Spannung, Überraschung, Ästhetik, Provokation), und im Austausch einschätzen, ob sie diese Wirkung erreicht haben. e können die nötige Ausdauer aufbringen, um über ihre Texte und ihr Schreiben nachzudenken. können im Austausch mit anderen das eigene Schreibziel reflektieren und zur Schreibaufgabe in Bezug setzen. können Möglichkeiten und Grenzen eines Korrekturprogramms reflektieren und erkennen mögliche Schwierigkeiten (z.B. Gross-/Kleinschreibung; Schreibungen akzeptieren und im Wörterbuch aufnehmen). 3 f können im Austausch mit anderen mithilfe von Kriterien einzelne Qualitäten ihres Textes besprechen, einschätzen und reflektieren und über die Qualität der Alternativen nachdenken. können wirkungsvolle und gelungene Textstellen identifizieren, beschreiben und daraus für ihr Schreiben Konsequenzen benennen. können ihre Schreibsituation und ihr Vorgehen beim Schreiben reflektieren und mit dem Vorgehen anderer vergleichen. g können im Austausch mit anderen über ihre Texte ihr Repertoire an Schreibstrategien FS1GR.4.B.1.c FS2GR.4.B.1.c reflektieren und ausbauen. können allein oder im Gespräch die kommunikative und ästhetische Wirkung und Qualitäten ihrer Texte mithilfe von Kriterien differenziert einschätzen. D 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 89 D.5 Sprache(n) im Fokus A Verfahren und Proben Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Sprache erforschen und Sprachen vergleichen. D.5.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können sprachliches Material nach vorgegebenen Kriterien auswählen und ordnen (z.B. Wörter nach Anlaut sortieren, Reime ordnen, Wörter zu Begriffsfeld sammeln, Grussformen sammeln). können ansatzweise ihr Vorgehen beschreiben. 2 b können sprachliches Material aus einer vorgegebenen Sammlung auswählen oder dieses aus einer oder mehreren Sprachen selber erstellen (z.B. Laute, Klangbild anderer Sprachen, Wörter, Sätze, Piktogramme, Geheimschriften und andere Schriftarten, Redewendungen, Texte) und ihr Vorgehen nachvollziehbar beschreiben. können ihre Sammlung nach inhaltlichen und formalen Kriterien ordnen, wenn sie dafür die nötigen Kriterien erhalten. können mithilfe eines gezielten Hinweises auf die Ersatz-, Verschiebe-, Erweiterungs- oder Weglassprobe Sprachstrukturen untersuchen. können eigene Vermutungen über das untersuchte Sprachphänomen formulieren. 3 c können selbstständig Ersatz-, Verschiebe-, Erweiterungs- und Weglassprobe anwenden, um Sprachstrukturen (nach formalen Kritieren) zu untersuchen. können ihr Vorgehen beim Sammeln, Auswählen und Ordnen begründen (z.B. im Vergleich von zwei Phänomenen in einer Sprache oder von einem Phänomen in zwei Sprachen) und die verschiedenen Lösungen miteinander vergleichen. d können eigene Vermutungen über das untersuchte Sprachphänomen begründen, indem sie die grammatischen Proben und Begriffe zur Begründung nutzen. D 15.3.2016 Lehrplan 21 5 90 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.5 Sprache(n) im Fokus B Sprachgebrauch untersuchen 1. Die Schülerinnen und Schüler können den Gebrauch und die Wirkung Querverweise von Sprache untersuchen. EZ - Lernen und Reflexion (7) BNE - Geschlechter und Gleichstellung BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung D.5.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Erfahrungen mit Gesprächsverhalten und Gesprächsregeln in der Grossgruppe sammeln (z.B. Sprecherwechsel, Klassengespräch) und über deren Nutzen b nachdenken. können erste Erfahrungen mit der Sprachenvielfalt in der Klasse sammeln (z.B. c Begrüssungsrituale, Sprachmelodie, Lieblingswörter). können sich über Erfahrungen mit verschiedenen Formen von Gesprächsverhalten NMG.11.3.b austauschen (z.B. Grussformeln, Gesprächsregeln und Gebrauch Mundart/Standardsprache in verschiedenen Situationen). können sich über Erfahrungen mit verschiedenen Sprachen austauschen (z.B. Sprachmelodie; Wörter, die etwas bezeichnen, das man riechen kann; erfundene Wörter). können untersuchen, in welchen Situationen Mundart und Standardsprache verwendet werden. Sie denken dabei auch über Funktion und Wirkung dieser beiden Sprachformen nach. können untersuchen, wie sich die sprachlichen Mittel je nach Adressat/in ändern können (z.B. Gesprächsverhalten mit Freunden vs. mit Erwachsenen). können verschiedene Sprachen untersuchen (z.B. in Bezug auf Grussformeln, auf politische Bildung, auf geschlechterbewusste Sprache, auf Gesprächsregeln in vergleichbaren Situationen, in Bezug auf Übersetzungsprobleme). können sich unter Anleitung mit verschiedenen sprachlichen Themen auseinander setzen (z.B. Spracherwerb, Verständlichkeit/Internationalität von Piktogrammen, Geheimsprachen/-schriften, Mehrsprachigkeit in Graubünden). d können den Gebrauch von sprachlichen Mitteln untersuchen (z.B. Chat eher mündlich, Präsentation eher schriftlich, Bewerbungsschreiben und -gespräch sehr formell, kulturelle Prägung). können unter Anleitung verschiedene sprachliche Themen auch in Bezug auf mehrere Sprachen entlang von vorgegebenen Fragen untersuchen (z.B. Entwicklung der Schrift/Rechtschreibung, Sprachwandel in Bezug auf Verwendung in verschiedenen Medien, Einfluss der Völkerwanderung auf Ortschaftsnamen und Kantonssprachen). können die Vor- und Nachteile verschiedener Medien (z.B. Brief vs. Telefonat vs. SMS, Zeitungsartikel) für unterschiedliche kommunikative Funktionen reflektieren (z.B. Manipulation, technische Abhängigkeit, Medien als vierte Gewalt). D 5 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 91 D.5 Sprache(n) im Fokus C Sprachformales untersuchen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Sprachstrukturen in Wörtern und EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) Sätzen untersuchen. D.5.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können Erfahrungen sammeln mit Reimen, Silben und Lauten (phonologische Bewusstheit). b können Wörter in Bezug auf ihre Lautstruktur untersuchen. können Erfahrungen sammeln mit: Wort- und Satzbau (z.B. Wortgrenzen und Anzahl Wörter in einem Satz bestimmen); unterschiedlichen Lautstrukturen der verschiedenen Sprachen in der Klasse (Satzmelodie); unterschiedlichen Schriftsystemen (z.B. Bilderschrift). c können ihr Wissen im Bereich der phonologischen Bewusstheit für die Sprachreflexion auch in Bezug auf ihre Erstsprache nutzen (z.B. Anlaut, Reim, Silbe). können unter Anleitung eine orthografische Regel untersuchen und so ein erstes Verständnis für die Regel entwickeln (z.B. sp-/st-Schreibung, Grossschreibung). 2 d können Lautung, Wort- und Satzbau in verschiedenen Sprachen (der Klasse) vergleichen (z.B. unterschiedliche Laute, Wortübersetzung, unterschiedliche Wortstellung). können Wirkung und Funktion von Wörtern in Sätzen untersuchen (z.B. Welche Wörter kann man fürs Textverstehen weglassen?). können die Leistung von verschiedenen Schriftsystemen untersuchen (z.B. Alphabet- vs. Piktogramm-Schrift). können unter Anleitung orthografische Regeln untersuchen (z.B. ie-, ck-Regel, e-ä- Schreibung, Trennregel). 3 e können die Lautstruktur sowie Wort- und Satzbau in der Standardsprache und in der Mundart untersuchen und sie mit anderen Sprachen vergleichen (z.B. Verfahren der Wortbildung wie Kurzwörter, Neubildungen, unterschiedliche Morphem-Struktur in Sprachen, Pronomengebrauch in den Schulsprachen, unterschiedliche Satzverknüpfungen). können verschiedene Schreibweisen untersuchen (z.B. SMS-Schreibweise: shön vs. schön, lg, 4u) und Vor- und Nachteile beschreiben. können die Bedeutung von Rechtschreibregeln reflektieren. D 15.3.2016 Lehrplan 21 5 92 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.5 Sprache(n) im Fokus D Grammatikbegriffe Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Grammatikbegriffe für die Analyse von Sprachstrukturen anwenden. D.5.D.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können erste Erfahrungen mit den drei Hauptwortarten Nomen, Verb und Adjektiv sammeln. 2 b können typische Nomen, Verben und Adjektive mithilfe inhaltlicher Proben bestimmen. können erste Erfahrungen mit den Begriffen Präsens, Präteritum und Perfekt sammeln. können den Begriff Wortstamm (Stamm-Morphem) verwenden und einfache Wortfamilien bilden. können zusammengesetzte Nomen in ihre Stämme zerlegen. c können Nomen, Verb und Adjektiv mithilfe formaler Proben bestimmen. können Präsens, Präteritum und Perfekt sowie Infinitiv und Personalform benennen. können Wortstamm (Stamm-Morphem) bestimmen und Wortfamilien bilden. können Wörter in Morpheme zerlegen. Sie begegnen dabei den Begriffen Stamm-, Vor- und Nachmorphem. können zur Konstruktion eines Verbenfächers Fragen zu einem Verb formulieren. d kennen den Begriff Pronomen und können Pronomen in einer Liste von Pronomen nachschlagen. kennen den Begriff Partikel. können Erfahrungen mit den Begriffen: Futur und Plusquamperfekt; vier Fälle; Nominativ, Akkusativ, Dativ und Genitiv sammeln. können einfach strukturierte Sätze in einem Verbenfächer darstellen. 3 e können Präpositionen mihilfe einer reduzierten Liste benennen. können in typischen Fällen Nominativ, Akkusativ, Dativ und Genitiv mithilfe der Ersatzprobe bestimmen. können Wörter in Stamm-, Vor- und Nachmorphem zerlegen. können einen Verbenfächer bilden und die Satzglieder Nominal- und Präpositionalgruppe unterscheiden. f können Nomen, Verb und Adjektiv mithilfe formaler Kriterien sowie Pronomen mithilfe der umfassenden Pronomenliste bestimmen sowie den Rest als Partikel benennen. können die Partikeln Präposition und Konjunktion in typischen Fällen bestimmen. können Präsens, Präteritum, Perfekt und Futur sowie Infinitiv und Personalform bestimmen. können Stamm-, Vor- und Nachmorphem bestimmen. können mithilfe eines Verbenfächers Satzglieder bestimmen. kennen die Begriffe Subjekt und Objekt. g kennen die Begriffe Indikativ, Imperativ, Konjunktiv I und II sowie Aktiv und Passiv. können einen Verbenfächer bilden und formal die Satzglieder Nominal- und Präpositionalgruppe unterscheiden. können bei klaren Beispielen zwischen Subjekt und Objekt unterscheiden. können einfache und zusammengesetzte Sätze unterscheiden. D 5 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 93 D.5 Sprache(n) im Fokus E Rechtschreibregeln Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihr orthografisches Regelwissen in auf die Regel konstruierten Übungen anwenden. D.5.E.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können das ABC mit Unterstützung buchstabieren. b können Wörter lautlich segmentieren und verschriften Wörter daher lautlich vollständig, wenn auch nicht immer orthografisch korrekt. können die Schreibung von Wörtern memorieren. können das ABC auswendig buchstabieren, um es für das Nachschlagen von Wörtern im Schul-Wörterbuch zu nutzen. können folgende Rechtschreibregel in dafür konstruierten Übungen anwenden: sp-/st- Regel. 2 c können in einem Wort den Stamm erkennen. können Vorgehensweisen für das Nachschlagen in gedruckten und elektronischen Schul-Wörterbüchern nutzen (z.B. das ABC in Gruppen unterteilen, Verben in den Infinitiv setzen). können die Begriffe Vokal und Konsonant verwenden. können folgende Rechtschreibregeln in dafür konstruierten Übungen anwenden, wobei die Regel jeweils vorliegt und keine Ausnahmen vorkommen: ie-Regel; ck-/tz-Regel; f-/v-Regel und e-/ä-Schreibung; Komma bei Aufzählungen von Einzelwörtern; Anführungszeichen bei direkter Rede (ohne Einschübe) mithilfe einer grafischen Vorlage. d können Wörter in ihre Morpheme zerlegen. Sie nutzen dies für die Stammregel. können Wörter mit regulärer Laut-Buchstaben-Zuordnung im gedruckten und elektronischen Schul-Wörterbuch mit Sicherheit auffinden. können folgende Rechtschreibregeln in dafür konstruierten Übungen anwenden, wobei die Regel inklusive relevanter Ausnahmen jeweils vorliegt: ie-Regel, f-/v-Regel und e-/ä- Schreibung (Stammregel), Doppelkonsonantenregel (inkl. ck-/tz-Regel), Grossschreibung für konkrete und gebräuchliche abstrakte Nomen (z.B. Liebe, Wut, Glück), Trennregel, Komma bei Aufzählungen, Komma zwischen übersichtlichen Verbgruppen. e können Wörter in ihre Morpheme zerlegen. Sie können dies für die Gross-Klein- Schreibung nutzen (z.B. Frei-heit, Entdeck-ung). 3 f können folgende Rechtschreibregeln in dafür konstruierten Übungen anwenden: Nomen aus Verben mit vorhergehender Präposition plus Artikel in typischen Fällen (z.B. beim Essen, nach dem Essen), Höflichkeitspronomen "Sie" in Briefen. g können Strategien nutzen, um auch Wörter mit nicht-eindeutiger Laut-Buchstaben- Zuordnung im gedruckten und elektronischen Wörterbuch aufzufinden. können folgende Rechtschreibregel in dafür konstruierten Übungen anwenden: Nomen aus Adjektiven mit vorhergehendem Pronomen in typischen Fällen (z.B. alles Gute, etwas Schönes, viel Schlechtes); Komma bei infinitivischen Verbgruppen, bei Einschüben und Relativsätzen. D 15.3.2016 Lehrplan 21 5 94 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.6 Literatur im Fokus A Auseinandersetzung mit literarischen Texten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können spielerisch und kreativ gestaltend EZ - Sprache und Kommunikation (8) mit literarischen Texten umgehen. EZ - Fantasie und Kreativität (6) D.6.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können in vorgelesene und erzählte Geschichten mit Unterstützung von Bilderbüchern eintauchen. b können zu Geschichten zeichnen und spielen. Sie können die entstandenen Zeichnungen und Handlungen in Bezug zur Geschichte setzen und einzelne Episoden daraus erzählen. können Lieder und Verse nachsingen, nachsprechen und spielerisch umsetzen. c können mit Geschichten oder Szenen daraus auf folgende zwei Arten umgehen, um einzelne Eigenschaften der Figuren, Orte und Handlungen zu erkennen: szenisch darstellen (z.B. Handlung, Gespräch), zeichnerisch umsetzen (z.B. Figuren, Orte). können in Begleitung die Bibliothek in der Schule besuchen und ihre Lieblingsbücher finden und einzelne Aspekte der Geschichten (z.B. Figuren, Orte) in einfachen Formen von Lesetagebüchern festhalten. 2 d können die Sichtweise einzelner Figuren erkennen und sich in sie hineinversetzen (z.B. indem sie die Figuren darstellend spielen). e können wesentliche Eigenschaften der Figuren, Orte und Handlungen in altersgerechten Geschichten oder einzelnen Szenen erkennen und auf folgende Arten damit umgehen: gestaltend vorlesen (z.B. Lesetheater), szenisch darstellen (z.B. Standbild, Pantomime, Stegreiftheater), schreibend umsetzen (z.B. Textanfang/-schluss ergänzen, aus der Sicht einer Figur schreiben), zeichnerisch umsetzen (z.B. Figurengalerie). können in einem Lesetagebuch beschreiben, wie sie einen literarischen Text gelesen haben und wie er ihnen gefallen hat. Sie beziehen sich dabei auf den Text. f können aufgrund von vorgegebenen literarischen Mustertexten (z.B. Gedicht) oder Tetxtanfängen (z.B. Geschichte) eigene Texte schreiben und dabei einzelne Merkmale übernehmen. 3 g können die Innensicht und Gedanken von Figuren in eindeutigen Situationen erkennen und imaginieren (z.B. szenische Darstellung, innerer Monolog). können einzelne Textteile in eine logische Abfolge bringen, um den Aufbau des literarischen Textes zu verstehen. können ihre Gedanken und Gefühle beim Lesen eines literarischen Textes reflektieren (z.B. im Lesetagebuch). h können historische Informationen und Tatsachen aus der realen Welt in einem Buch finden, sie mit anderen Quellen vergleichen und darstellen (z.B. auf einem Plakat). können nach dem Muster eines literarischen Textes (z.B. Gedicht, Kurzgeschichte, Fantasy, Fotoroman) selber einen Text mit den entsprechenden Merkmalen schreiben. i können eine Geschichte aus der Sicht einer einzelnen Figur darstellen, um Innensicht, Gedanken und Beweggründe des Handelns zu verstehen (z.B. Briefwechsel, Tagebuch). können detailliert mit Bezug zum Text darstellen, wie Figuren, Orte oder Handlungen der Geschichte auf sie wirken. D 6 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 95 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können über literarische Texte und die Art, wie sie die Texte lesen, ein literarisches Gespräch führen. Sie reflektieren dabei, wie sie die Texte verstehen und die Texte auf sie wirken. D.6.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können sich darauf einlassen, immer wieder neue Bilderbücher, Hörbücher, Hörspiele, Filme anzuschauen, zu lesen, zu hören und darüber zu sprechen. b können unter Anleitung einzelne Figuren aus Geschichten beschreiben und darüber sprechen, was ihnen an der Figur/Geschichte gefällt. entwickeln Interesse am Austausch ihrer eigenen Erfahrungen mit literarischen Texten und können mitteilen, welche Geschichten ihnen gefallen und welche nicht. können beschreiben, was ihnen an gern genutzten Medien gefällt (z.B. Buch, Fernsehen, Film, Hörbuch, Spielgeschichte). c können die persönlichen Lese-/Hör- und Seherfahrungen mit literarischen Texten den anderen verständlich mitteilen. d können im Gespräch Bezug auf den Text nehmen, umschreiben, was sie gelesen, angeschaut oder gehört haben. können sich auch dann auf literarische Texte einlassen, wenn sie ihnen nicht auf den ersten Blick gefallen. 2 e können im Gespräch unter Anleitung ihre eigene Leseart des literarischen Textes formulieren. können unter Anleitung beschreiben, wie Figuren, Orte oder Handlungen auf sie wirken. f entwickeln Interesse am Austausch unterschiedlicher Lese-, Seh- oder Hörerfahrungen eines literarischen Textes und vergleichen ihr Textverstehen. können ihr Verständnis des literarischen Texts mit Textstellen belegen. g können im Gespräch verschiedene Bedeutungen und Verstehensweisen erkennen und sind fähig, einfachere Stellen selbstständig zu analysieren. können den anderen literarische Texte empfehlen, die ihnen gefallen. Sie können dabei ihren Lese-/Hör-/Sehgeschmack erläutern (z.B. mit Textbeispielen). 3 h können ihr Leseverhalten reflektieren: Wann und wo lesen sie was? können im Gespräch ihr Verstehen eines literarischen Textes formulieren und dieses dialogisch weiterentwickeln. können im Gespräch verschiedene Bedeutungen eines literarischen Textes erkennen und daher unterschiedliche Verstehensweisen entwickeln. i können sich darauf einlassen, ihr erstes Verstehen eines literarischen Textes zu hinterfragen und zu relativieren. können erkennen, dass andere einen literarischen Text anders verstehen. j können Nicht-Verstandenes erkennen, reflektieren und sind bereit, es im Gespräch zu formulieren. Sie halten die sich daraus ergebenden Ungereimtheiten und Ambivalenzen aus. können im literarischen Gespräch ihr Verstehen bzw. Nicht-Verstehen erläutern und beziehen sich dabei auf den literarischen Text. D 15.3.2016 Lehrplan 21 6 96 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau D.6 Literatur im Fokus B Auseinandersetzung mit verschiedenen Autor/innen und verschiedenen Kulturen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler kennen einzelne Autor/innen der Kinder-, BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle Jugend- und Erwachsenenliteratur und können Texte aus verschiedenen Verständigung Kulturen lesen, hören, sehen und deren Besonderheiten erkennen und FS1GR.6.A.1 FS2GR.6.A.1 wertschätzen. D.6.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können Erfahrungen sammeln mit literarischen Texten (z.B. Lied, Vers, Bilderbuch, Märchen, Audiotext, Film) aus ihrer eigenen (Sprach-)kultur und aus anderen (Sprach-)kulturen und unter Anleitung darüber sprechen. wissen, dass literarische Texte von einer Autorin/einem Autoren verfasst worden sind. 2 b kennen einzelne Autor/innen der Kinderliteratur und einzelne Aspekte aus deren Leben. c kennen einzelne bedeutende Vertreter/innen von Kinderliteratur auch aus anderen Kulturen und können ihr Wissen über die Autor/innen in Bezug zu einzelnen Texten setzen und schriftlich festhalten (z.B. Lesetagebuch, Plakat). können in Bibliotheken und Buchhandlungen gezielt nach Autor/innen suchen. können beim eigenen Schreiben einfache sprachliche Muster von Autor/innen übernehmen und somit ihren Wortschatz erweitern (z.B. auffallende Wörter und Wendungen). d entwickeln Interesse für literarische Texte der Kinder- und Jugendliteratur aus verschiedenen Zeiten und Kulturen. Sie können diese Texte in Bezug zur eigenen Zeit und Kultur setzen. können erkennen, wie Autor/innen sprachlich gestalten. Sie können dabei unter Anleitung sprachliche Muster für ihr eigenes Schreiben nutzen (z.B. Wortwahl, Wendungen, Satzmuster) und reflektieren eigene Gestaltungsprobleme (z.B. Ideen finden, Texte überarbeiten). 3 e können über einzelne bedeutende Autor/innen der Kinder- und Jugendliteratur Informationen sammeln und dieses Wissen in Bezug zu einzelnen Texten setzen. kennen einzelne ausgewählte Texte bedeutender Vertreter/innen der deutschen Literatur. können sich mit literarischen Texten aus anderen Kulturen auseinandersetzen und unter Anleitung Unterschiede zur eigenen Kultur erkennen und diese darstellen. f kennen mehrere Werke einer ausgewählten Autorin/eines ausgewählten Autors und können diese in Bezug zu deren Zeit und Kultur setzen. können literarische Texte kritisch lesen und unter Anleitung deren kulturelle Bedingtheit erkennen (z.B. eine andere Kultur, eine Person aus einer anderen Kultur/mit einer anderen Lesensweise wird stereotyp dargestellt). D 6 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau 97 D.6 Literatur im Fokus C Literarische Texte: Beschaffenheit und Wirkung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, erkennen und reflektieren, dass literarische Texte in Bezug auf Inhalt, Form und Sprache bewusst gestaltet sind, um eine ästhetische Wirkung zu erzielen. Sie kennen wesentliche Merkmale von Genres und literarischen Gattungen. D.6.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können Bilder und Spiele mit ihrer Wirklichkeit verknüpfen und diese als real erleben (z.B. Puppentheater). b können sich in erzählte Geschichten hineinversetzen. können Verse, Reime, Lieder und Gedichte rhythmisch nachsprechen oder singen und Takt, Rhythmus und spezifische Wortwahl (z.B. Sprachspiel) als Bereicherung erleben. können sich gemeinsam mit typischen Genres wie Märchen und anderen Geschichten in Bilderbüchern auseinandersetzen und beschreiben, was ihnen daran gefällt. c können einzelne typische Merkmale bekannter Genres benennen (z.B. Märchenanfang/-ende, typische Figuren). können Erfahrungen sammeln mit vielfältigen, altersgerechten literarischen Texten (z.B. Bilderbuch, vorgelesener Text, Audiotext, Film, Theater) und sich darüber austauschen, inwiefern diese sie bereichern. können verschiedene Figuren, die Stimmung von unterschiedlichen Orten, unterschiedliche Spannung von Handlungen erleben und verstehen. d können unter Anleitung verschiedene Handlungsabsichten von typischen Figuren erkennen und verstehen (z.B. gut/böse; dumm/klug). 2 e können einfache formale und sprachliche Merkmale von literarischen Texten v.a. bei sprachspielerischen Elementen selbstständig erkennen (z.B. Reim, Vers, Strophe, Wortwahl). f kennen einzelne typische inhaltliche, formale oder sprachliche Merkmale von NMG.9.4.c Erzähltexten (z.B. Märchen, Sage, Fabel, Kurzgeschichte), lyrischen Texten (z.B. Reim) NMG.12.2.e und Theaterstücken/Filmen (z.B. Dialog). können sich mit literarischen Texten auseinandersetzen, wenn ihnen das Textmuster vertraut ist (z.B. Buch, Audiotext, Film), und sich darüber austauschen, inwiefern literarische Texte sie bereichern. können Besonderheiten von fiktionalen und realistischen Texten erkennen in Bezug auf Inhalt (z.B. Spannung, Figuren, Handlungen, Orte), Form (z.B. Reimschema, Aufbau) und Sprache (z.B. besondere Wortwahl, Variation, Wiederholungen). g können unter Anleitung Unterschiede zwischen eigentlicher und übertragener Bedeutung von Aussagen erkennen. können die Figuren selbst und deren Handeln mithilfe von Kategorien wie gerecht/ungerecht beurteilen. 3 h können sich mit unvertrauten literarischen Texten auseinandersetzen (z.B. aus einer anderen Zeit, Theater, unbekanntes Filmgenre) und sich darüber austauschen. können eindeutige oder gebräuchliche inhaltliche Gestaltungsprinzipien der Texte erkennen (z.B. Elemente von Spannung, Motive). können unterschiedliche Wirkung von Fiktion und Realität in komplexeren Geschichten erklären. kennen einzelne typische inhaltliche, formale oder sprachliche Merkmale von Erzähltexten (z.B. Kurzgeschichte, Roman) und lyrischen Texten (z.B. Ballade). D 15.3.2016 Lehrplan 21 6 98 Fachbereichslehrplan | Deutsch | Kompetenzaufbau Querverweise i können typische Perspektiven von Figuren in literarischen Texten nachvollziehen. können die Sprechweise der Figuren analysieren, um die Figuren und deren Motive genauer zu erfassen. D 6 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 99 Deutsch/Italienisch/ Romanisch 1. Fremdsprache FS1GR 15.3.2016 Lehrplan 21 100 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.1 Hören A Monologische und dialogische Texte hören und verstehen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedenartige Hörtexte und Gespräche verstehen (Sachtexte, ästhetische Texte, Texte im Schulalltag, Gespräche im Kontakt mit Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Personen). FS1GR.1.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können vertraute Wörter, ganz einfache Informationen, einfache Aufgaben und A 1.1 Anleitungen verstehen, wenn deutlich gesprochen wird und wenn Illustrationen oder Gestik dabei helfen (z.B. Reim, Kinderlied, Anweisung). b können einfache und häufige Ausdrücke und einfache Fragen zur eigenen Person verstehen (z.B. Name, Adresse). A 1.2 können sich bei einfachen kurzen Texten eine Vorstellung vom Inhalt machen, wenn der c Text mit Illustrationen oder Gestik unterstützt wird (z.B. Trickfilm, Theaterszene, Lied). können einfachen kurzen Texten grundlegende Informationen entnehmen, wenn A 2.1 langsam, deutlich und mit Pausen gesprochen wird (z.B. Spielanleitung, kleines GK 1.FS Experiment). können kurze Gespräche über vertraute Themen verstehen, wenn langsam und deutlich 3d gesprochen wird (z.B. Schule, Familie, Freizeit). A 2.2 GK können in einfachen kurzen Texten zu vertrauten Themen die Hauptinformation 1.+2.FS verstehen, wenn langsam und deutlich gesprochen wird (z.B. Geschichte). können in kurzen, einfachen und klaren Durchsagen die Hauptinformation oder e Einzelinformationen verstehen (z.B. Wettervorhersage, Sportresultat). können aus kurzen Mitteilungen zu vertrauten Themen einfache Informationen B 1.1 entnehmen, wenn langsam und deutlich gesprochen wird (z.B. Wegbeschreibung). f können in Beiträgen über vertraute Themen verstehen, worum es geht, wenn langsam und deutlich gesprochen wird (z.B. Vortrag, Reportage, Filmszene). B 1.2 können einfache Mitteilungen, Anweisungen und Erklärungen verstehen (z.B. Anleitung zu einem Experiment, einfache Gebrauchsanweisung), die man ihnen persönlich gibt. können in längeren Gesprächen über vertraute Themen meistens verstehen, worum es geht, wenn deutlich gesprochen wird (z.B. Interview, Telefongespräch, persönliche Begegnung). können längere Gespräche und Texte über vertraute Themen (z.B. Trendsportart, Markenartikel) in groben Zügen verstehen, wenn langsam und deutlich gesprochen wird oder wenn Passagen mehrmals gehört werden können (z.B. Hörbuch, Diskussion, Fernsehsendung). können aus längeren Texten über vertraute Themen wichtige Informationen heraushören, wenn relativ langsam und deutlich gesprochen wird (z.B. Nachricht, Interview, Vortrag). können den Inhalt von längeren Gesprächen und Texten, die sie interessieren, im Grossen und Ganzen verstehen, wenn deutlich gesprochen wird (z.B. Reportage, Diskussion, Dialog in einem Film). können detaillierte Anweisungen genau verstehen (z.B. Spielanleitung). können klare und unkompliziert aufgebaute Texte über einigermassen vertraute Themen verstehen (z.B. Präsentation, Hörbuch). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 1 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 101 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können die ästhetische Wirkung von Hörtexten entdecken und beschreiben. FS1GR.1.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können in einen langsam und deutlich vorgelesenen/gesprochenen Hörtext eintauchen 3b (z.B. einfaches Hörbuch, Geschichte). c können in Hörtexten einzelne ästhetische Gestaltungsmittel entdecken und in der FS3GR.1.A.2.b Schulsprache beschreiben (z.B. Slam Poetry, Sketch). können über Hörtexte neue Welten entdecken und zu eigenen Vorlieben finden. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 1 102 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.1 Hören B Strategien 1. Die Schülerinnen und Schüler können Hörstrategien einsetzen und Querverweise reflektieren. Dabei nutzen sie auch in anderen Sprachen aufgebaute FS3GR.1.B.1 Strategien. FS1GR.1.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können unter Anleitung bekannte Hörstrategien aus der Schulsprache und anderen D.1.D.1.c 2a Sprachen transferieren und einsetzen (z.B. mehrfach hören, auf Geräusche, Satzmelodie, Gestik und Mimik achten). b können unter Anleitung mitteilen, welche Hörstrategien hilfreich sind. c können einzelne Wörter heraushören, die aus anderen Sprachen bekannt sind (z.B. D.1.B.1.e 3d Parallelwörter, bekannte Wörter, Namen, Zahlen). e können Hörstrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und sich D.1.B.1.b über deren Nutzen austauschen. (z.B. Vorwissen aktivieren, Thema erkennen, auf Bekanntes achten, schriftlichen Begleittext nutzen). können beurteilen, welche Hörstrategien, auch aus anderen Sprachen, für sie hilfreich D.1.D.1.d sind und diese einsetzen (z.B. auf Bekanntes, Geräusche und Bilder achten, Gestik und Verhalten der Sprecherin/des Sprechers beobachten). können Hörstrategien zunehmend selbstständig einsetzen (z.B. mehrfach hören, D.1.B.1.e Vorwissen aktivieren, Thema erkennen, unbekannte Wörter erschliessen, Satzbedeutung ableiten). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 1 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 103 FS1GR.1 Hören C Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte von Gesprächen und Hörtexten auf Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch verstehen und sinngemäss in die Schulsprache übertragen. FS1GR.1.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können die Hauptaussagen aus kurzen und einfachen Mitteilungen (z.B. auf 3b Anrufbeantworter, Arbeitsanweisung) verstehen und sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben. c d können in einem einfachen Gespräch mit einer Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Person einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen Situationen verstehen und sinngemäss mündlich in der Schulsprache wiedergeben (z.B. Herkunft, Hobby, Interessen). Voraussetzung ist, dass diese Person deutlich spricht. können Einzelinformationen von Lautsprecherdurchsagen und Mitteilungen (z.B. Verspätungsmeldung, Hausaufgabe, Fernsehnachricht) sowie die Hauptaussagen eines kurzen Interviews verstehen und sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben. Voraussetzung ist, dass langsam und deutlich gesprochen wird und es sich um ein vertrautes Thema handelt. können längere, klar aufgebaute Gespräche und Hörtexte zu Themen des Alltagslebens verstehen und die Hauptaussagen oder Einzelinformationen sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben (z.B. Interview, Treffen mit Partnerklasse). können in einem einfachen Gespräch mit einer Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Person einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen Situationen verstehen und sinngemäss mündlich auf Englisch wiedergeben (z.B. Herkunft, Hobby, Interessen). Voraussetzung ist, dass die Person, die in der ersten Fremdsprache spricht, deutlich spricht und bereit ist zu helfen. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 1 104 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.2 Lesen A Texte lesen und verstehen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedenartige Texte lesen und verstehen (Sachtexte, ästhetische Texte, Texte im Schulalltag, Texte im Kontakt mit Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Personen). FS1GR.2.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können einzelne Ausdrücke mithilfe von Illustrationen verstehen (z.B. Flyer, A 1.1 Bilderrätsel, Reim). können in ganz einfachem Informationsmaterial oder kurzen Mitteilungen (z.B. Schild, b Plakat, Postkarte) grundlegende Informationen finden und verstehen (z.B. Ort, Datum, Zeit). A 1.2 können kurze wiederkehrende Anweisungen verstehen (z.B. im Lehrmittel). c können einfache kurze Texte mithilfe von Illustrationen verstehen (z.B. Bildergeschichte, Comic). A 2.1 können Informationsmaterialien grundlegende Aussagen entnehmen (z.B. Angebot, GK 1.FS Preis in Werbetext). können einfache kurze Mitteilungen verstehen (z.B. SMS, Einladung, Arbeitsanweisung). 3d A 2.2 können eine kurze, klar aufgebaute Geschichte in groben Zügen verstehen, wenn das GK Thema vertraut ist (z.B. Handlung, wichtigste Akteure oder Figuren). 1.+2.FS können aus kurzen, klar aufgebauten Texten zu vertrauten Themen grundlegende Informationen entnehmen (z.B. Liste, Kochrezept, Portrait, Limerick). e können in einfachen persönlichen Nachrichten konkrete Mitteilungen verstehen (z.B. E- Mail, Chat). B 1.1 können in klar strukturierten Texten die Hauptinformation oder Einzelinformationen f verstehen, wenn das Thema vertraut ist (z.B. Geschichte, Reportage, Vorschrift). können einfache kurze Anleitungen befolgen, wenn die Schritte illustriert sind (z.B. B 1.2 Experiment, Spiel, Rezept). können einfache persönliche Texte über vertraute Dinge verstehen (z.B. Brief, Blog). können unterschiedlich lange Texte zu Themen, die sie interessieren, verstehen (z.B. vereinfachter literarischer Text, Buchbesprechung, Reportage). können klar strukturierten Hinweisen wichtige Informationen entnehmen (z.B. Bedienungsanleitung). können in unkomplizierten Texten zu Themen, die sie interessieren oder zu denen sie Vorkenntnisse haben, die Hauptaussagen verstehen (z.B. Reisebericht, Briefaustausch). können Texte im Wesentlichen verstehen, wenn das Thema vertraut ist (z.B. Auszug aus einem Jugendbuch, Songtext, unkomplizierter Sachtext). können klaren schriftlichen Anleitungen folgen (z.B. Lernprojekt, Gerätebedienung, Spiel). können in einfachen argumentativen Texten die zugrunde liegende Meinung oder Haltung erkennen (z.B. Blogeintrag). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 2 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 105 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können die ästhetische Wirkung von Lesetexten entdecken und beschreiben. FS1GR.2.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können in einfachen Texten ästhetische Gestaltungsmittel entdecken (z.B. Reimform, FS2GR.2.A.2.a Wiederholung im Vers, Wortspiel). b können in einfache, mit Bilder illustrierte kurze Texte eintauchen (z.B. Comic, 3c illustrierte Geschichte). d können in Texten ästhetische Gestaltungsmittel entdecken und in der Schulsprache FS3GR.2.A.2.b beschreiben (z.B. Wortspiele in einem Prosatext, Slang in einem Comic, Reime in einem Gedicht). können sich in eine Geschichte hineinversetzen, neue Welten entdecken und zu eigenen Vorlieben finden (z.B. Kriminalgeschichte, Science Fiction, Comic). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 2 106 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.2 Lesen B Strategien 1. Die Schülerinnen und Schüler können Lesestrategien einsetzen und Querverweise reflektieren. Dabei nutzen sie auch in anderen Sprachen aufgebaute FS3GR.2.B.1 Strategien. FS1GR.2.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können unter Anleitung erste Lesestrategien aus der Schulsprache und anderen D.2.D.1.c 2a Sprachen transferieren und einsetzen (z.B. Bilder und Titel betrachten, Text durch W- Fragen erschliessen, Unbekanntes nachschlagen). b können unter Anleitung mitteilen, welche Lesestrategien hilfreich sind. c können einzelne Wörter erkennen, die aus anderen Sprachen bekannt sind (z.B. D.2.B.1.f 3d Parallelwörter, bekannte Wörter, Namen, Zahlen). e können Lesestrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und sich D.2.B.1.f über deren Nutzen austauschen (z.B. Vorwissen aktivieren, Thema erkennen, Unbekanntes erschliessen, wiederholtes Lesen, verschiedene Informationsquellen nutzen). können beurteilen, welche Lesestrategien, auch aus anderen Sprachen, für sie hilfreich D.2.D.1.e sind und diese einsetzen (z.B. Vorwissen aktivieren, Bilder und Titel betrachten, Thema erkennen, Bekanntes und Parallelwörter erkennen, Schlüsselwörter erkennen, Unbekanntes erschliessen, verschiedene Informationsquellen nutzen). können Lesestrategien zunehmend selbstständig einsetzen (z.B. Informationen aus der D.2.B.1.h Textstruktur nutzen, Kernaussagen markieren, Thema erkennen, Bedeutungen aus dem Kontext ableiten, internationale Wörter finden). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 2 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 107 FS1GR.2 Lesen C Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte schriftlicher Texte auf Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch verstehen und sinngemäss in die Schulsprache übertragen. FS1GR.2.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können die Hauptaussagen aus kurzen und einfachen Mitteilungen (z.B. Schild, Plakat) 3b verstehen und sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben. c können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen, kurzen Texten verstehen und sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben d (z.B. E-Mail, Sachtext, Liedtext). Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute Themen handelt (z.B. Schule, Freizeit, Tiere). können längere, klar aufgebaute Texte zu Themen des Alltagslebens verstehen und die Hauptaussagen oder Einzelinformationen sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben (z.B. Internetseite, Artikel, Geschichte). können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen, kurzen Texten verstehen und sinngemäss schriftlich auf Englisch wiedergeben (z.B. Sachtext, E-Mail). Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute, konkrete Themen handelt. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 2 108 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.3 Sprechen A Dialogisches Sprechen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können an verschiedenen Gesprächen teilnehmen (über Sachthemen, über ästhetische Themen, im Schulalltag, mit Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Personen). FS1GR.3.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können mit ganz einfachen Worten Kontakt aufnehmen und sich verständigen (z.B. sich A 1.1 begrüssen, verabschieden, bedanken, etwas bestellen). b A 1.2 können sich in vertrauten Situationen auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartner/innen Rücksicht nehmen und behilflich sind (z.B. Spiel, Freizeit, c Schule). können einfache Fragen zu vertrauten Themen stellen und mit einzelnen Wörtern, A 2.1 Ausdrücken oder kurzen Sätzen antworten (z.B. Zeit, Befinden, Farbe). GK 1.FS können in alltäglichen Situationen mit einfachen Worten Informationen austauschen 3d und einholen (z.B. Rollenspiel, Gruppenarbeit). A 2.2 können zu vertrauten Themen einfache Fragen stellen und beantworten, kurz etwas GK dazu sagen oder auf Gesagtes reagieren (z.B. Unterricht, Einkauf). 1.+2.FS können einfache Aussagen zu vertrauten Themen machen und darauf reagieren (z.B. e etwas erklären, Verständnis prüfen). können zu alltäglichen Aktivitäten Fragen stellen und beantworten (z.B. Freizeit, Reisen, B 1.1 Unterricht). können ausdrücken, ob sie einverstanden sind oder lieber etwas anderes möchten (z.B. f Vorschlag, Abmachung). können vertraute Personen um einen Gefallen bitten und auf Bitten reagieren (z.B. B 1.2 etwas ausleihen, Wunsch äussern). können zu vertrauten Themen auf einfache Art Informationen austauschen (z.B. Mode, Film, Musik). können ihre Meinung sagen und nach der Meinung von anderen fragen (z.B. Diskussion, Interview, Gruppenarbeit). können einfache Telefongespräche führen. können mit Gleichaltrigen längere Gespräche über gemeinsame Interessen führen, falls diese sich um gegenseitiges Verstehen bemühen (z.B. Ferienbekanntschaft, Austauschpartner/in). können spontan Fragen stellen zu besonderen Ereignissen oder Erlebnissen (z.B. Ferien, Fest, Unfall). können in Diskussionen oder bei Entscheidungen die eigene Haltung argumentativ einbringen, Vorschläge machen und die Meinungen anderer kurz kommentieren (z.B. Projektarbeit, Wahl der Lektüre, Streitgespräch). können sich in alltäglichen Situationen beschweren (z.B. im Restaurant). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 3 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 109 FS1GR.3 Sprechen B Monologisches Sprechen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können zu verschiedenen Themen und in unterschiedlichen Situationen zusammenhängend sprechen (über Sachthemen, über ästhetische Themen, über Themen und Abläufe im Schulalltag, im Kontakt mit Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Personen). FS1GR.3.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können einfache kurze Reime vortragen. 2a können alltägliche und vertraute Dinge benennen (z.B. Schulgegenstände, Esswaren). A 1.1 können mit einfachen Worten über sich selber sprechen (z.B. Name, Alter, Befindlichkeit). b können einfache Lieder mitsingen. A 1.2 können grundlegende Informationen über sich und vertraute Personen geben (z.B. Herkunft, Freunde). c können sich über Vorlieben und Abneigungen zu sehr vertrauten Themen äussern (z.B. Essen, Farben, Kleidung). A 2.1 GK 1.FS können ein einfaches kurzes Gedicht vortragen (z.B. Haiku, Rap). können sehr vertraute Themen in einem kurzen vorbereiteten Vortrag präsentieren (z.B. 3d Hobby, Tiere, Musik). A 2.2 können Menschen, Gegenstände und Abläufe auf einfache Weise beschreiben (z.B. GK Aussehen, Tagesablauf, Weg). 1.+2.FS können sagen, was sie gut können, was weniger gut (z.B. Schule, Sport). e können kurze Gechichten erzählen, indem sie die Ereignisse aneinanderreihen. können ihre persönlichen Meinungen, Vorlieben und Vermutungen mit einfachen B 1.1 Worten äussern und begründen (z.B. Musik, Buch, Regeln). können vertraute Dinge und Sachverhalte kurz beschreiben (z.B. Tier, Feiertag, f Umgebung). können mit einfachen Worten alltägliche Ereignisse und persönliche Erfahrungen B 1.2 beschreiben und kurz begründen, was ihnen gefällt und was weniger (z.B. Ausflug, Party). können Geschichten nacherzählen und ihre Meinung dazu äussern (z.B. Film, Buch). können ihre Ansichten, Vermutungen und Pläne kurz erklären und begründen (z.B. Ausflug, Reise). können über alltägliche Themen mit einfachen Worten ihre Meinung äussern und begründen (z.B. Taschengeld). können über selbst gewählte Themen berichten (z.B. Geschichte, Ereignis). können ihre Meinung sagen und begründen (z.B. Berufswünsche). können detailliert erklären, wie man etwas macht, was sie selbst gut können (z.B. Arbeitsschritte bei Projektarbeit, kochen). können zu persönlichen Erlebnissen ihre Gefühle beschreiben und begründen. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 3 110 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können beim Vortragen Texte gestalten und eine ästhetische Wirkung erzielen. FS1GR.3.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 2 können beim Vortragen von einfachen Texten mit ästhetischen Gestaltungsmitteln MU.1.B.1.2e 2a spielerisch experimentieren (z.B. Reim, Zungenbrecher, Vers). b können verschiedene Textformen kreativ vortragen (z.B. Liedtext, Rap, Gedicht, Lesetheater). 3c können Texte kreativ gestalten und eine ästhetische Wirkung erzielen (z.B. Sketch, d kurze Geschichte). können Texte bewusst gestalten und inszenieren und sich in der Schulsprache über die Wirkung austauschen (z.B. Slam Poetry, Geschichte, Szene aus einem Theaterstück). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 3 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 111 FS1GR.3 Sprechen C Strategien 1. Die Schülerinnen und Schüler können Strategien einsetzen und Querverweise reflektieren, um das Sprechen zu steuern. Dabei nutzen sie auch in FS3GR.3.C.1 anderen Sprachen aufgebaute Strategien. FS1GR.3.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können unter Anleitung erste Sprechstrategien aus der Schulsprache und anderen D.3.B.1.d Sprachen transferieren und einsetzen (z.B. Gesprächspartner beobachten, Gestik und b Mimik einsetzen, Nichtverstehen signalisieren, Redewendungen und wiederkehrende c Wortkombinationen (sog. Chunks) nutzen). können unter Anleitung mitteilen, welche Sprechstrategien hilfreich sind. 3d können Sprechstrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und D.3.B.1.e e sich über deren Nutzen austauschen (z.B. zur Erstsprache wechseln, Verstehen oder Nichtverstehen signalisieren, Textbausteine und Notizen nutzen). können Sprechhemmungen überwinden, bei Bedarf mit Unterstützung, und dabei Fehler als Lerngelegenheiten nutzen. können Sprechstrategien einsetzen, um eine bessere Wirkung ihrer Gesprächsbeiträge D.3.D.1.e zu erzielen (z.B. um Wiederholung bitten, Umschreibungen und Stichwörter nutzen, im Selbstgespräch üben). können beurteilen, welche Sprechstrategien für sie hilfreich sind und welche sie aus anderen Sprachen übertragen können. können Sprechstrategien zunehmend selbstständig einsetzen (z.B. formelhafte D.3.B.1.e Wendungen zur Gesprächssteuerung einsetzen, andere zur Beteiligung auffordern, nachfragen, um Bestätigung bitten) können einige Fehler, die beim freien Sprechen auftreten, erkennen und sich selber korrigieren. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 3 112 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.3 Sprechen D Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte aus Gesprächen, Hörtexten oder schriftlichen Texten in der Schulsprache sinngemäss auf Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch übertragen. FS1GR.3.D. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können die Hauptaussagen aus kurzen, einfachen schriftlichen Mitteilungen in der 2a Schulsprache (z.B. Schild, Plakat, SMS) sinngemäss auf Deutsch, Italienisch bzw. 3b Romanisch wiedergeben. c können aus einem einfachen Gespräch mit einer in der Schulsprache sprechenden d Person einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen Situationen sinngemäss auf Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben (z.B. Herkunft, Hobby, Interessen). können Lautsprecherdurchsagen und kurze mündliche Mitteilungen in der Schulsprache mit einfachen Sätzen und Wendungen sinngemäss auf Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben (z.B. Verspätungsmeldung, Wetterbericht). können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen und kurzen schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. E-Mail, Prospekt, Veranstaltungsprogramm) sinngemäss auf Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben. Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute Themen handelt (z.B. Schule, Freizeit, Tiere). können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einem längeren, klar aufgebauten Gespräch mit einer in der Schulsprache sprechenden Person sowie aus Hörtexten oder schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. Treffen mit Partnerklasse, Geschichte, Sachtext) sinngemäss auf Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben. Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute Themen handelt. können in einer Gesprächssituation zwischen einer Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden und einer englischsprachigen Person sinngemäss vermitteln (z.B. einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen Situationen). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 3 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 113 FS1GR.4 Schreiben A Schriftliche Texte verfassen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedene Texte verfassen (Sachtexte, ästhetische Texte, Texte im Schulalltag, im schriftlichen Kontakt mit Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Personen). FS1GR.4.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können mit bekannten Wörtern Listen erstellen und Bilder beschriften (z.B. Leporello, A 1.1 Checkliste). können Formulare mit persönlichen Angaben ergänzen (z.B. Anmeldung). b können in kurzen, einfachen Sätzen Informationen über sich selbst geben (z.B. Name, Wohnort, Alter). A 1.2 GK können von einer Geschichte die wichtigsten Elemente festhalten (z.B. Cluster, Mindmap). 1.+2.FS können mit einfachen Worten alltägliche Situationen und Gegenstände beschreiben (z.B. Farbe, Grösse, Material). 3c können mit einfachen Worten Informationen über sich selbst oder vertraute Personen A 2.1 und Sachverhalte verfassen (z.B. Familie, Zimmer, Hobby). GK können ganz einfache Mitteilungen und Fragen formulieren (z.B. Einladung, SMS, 1.+2.FS Notiz). d können mit sprachlichem Support (z.B. Wendungen, feste Ausdrücke) einfache Geschichten beginnen oder zu Ende führen. A 2.2 können sich einfache Notizen machen und kurze Mitteilungen verfassen (z.B. Sachverhalt, Wegbeschreibung zu Skizze, Einladung). e können mit einfachen Sätzen und Ausdrücken über vertraute Gegenstände und Personen berichten (z.B. Tagesablauf, Portrait, Aktivität). B 1.1 können mit einfachen Sätzen kurze Geschichten erzählen (z.B. zu einer Bildergeschichte). können in einfachen Sätzen darüber berichten, was wann und wo geschehen ist (z.B. Erlebnis). können Gleichaltrige auf einfache Weise über sich selbst oder alltägliche Dinge informieren und auf solche Informationen reagieren (z.B. Lebenslauf, Wandzeitung, Anzeige). können einfache Texte über vertraute Themen zusammenfassen und ihre Meinung dazu äussern (z.B. Buch- oder Filmbesprechung). können in einfachen zusammenhängenden Texten über ein Ereignis berichten (z.B. Reisebericht, Experiment, kultureller Anlass). können vertraute Themen mit kurzen Texten und Bildern darstellen (z.B. Poster, Blogeintrag, Schülerzeitung). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 4 114 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können eigene Texte kreativ und spielerisch gestalten und eine ästhetische Wirkung erzielen. FS1GR.4.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können mit einfachen ästhetischen Gestaltungsmitteln spielerisch experimentieren 3b (z.B. Wörter zeichnen, Reimwörter). c können in eigenen Texten mit einfachen Gestaltungsmitteln eine ästhetische Wirkung erzielen (z.B. Gedicht, Comic, Bildgeschichte). können beim kreativen Schreiben verschiedene ästhetische Gestaltungsmittel bewusst einsetzen und sich in der Schulsprache über die Wirkung austauschen (z.B. Kurzgeschichte, Raptext, Werbespot). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 4 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 115 FS1GR.4 Schreiben B Strategien 1. Die Schülerinnen und Schüler können Strategien zur Querverweise FS3GR.4.B.1 Schreibunterstützung einsetzen und reflektieren. Dabei nutzen sie auch in anderen Sprachen aufgebaute Strategien. FS1GR.4.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können unter Anleitung erste Schreibstrategien aus der Schulsprache und anderen D.4.G.1.b 2a Sprachen transferieren und einsetzen (z.B. Wörter aus Vorlage neu kombinieren, fehlendes Vokabular durch Symbole, Zeichnungen oder Wörter aus anderen Sprachen b ersetzen). können unter Anleitung mitteilen, welche Schreibstrategien hilfreich sind. 3c können Schreibstrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und D.4.F.1.d d sich über deren Nutzen austauschen (z.B. Modellsätze verwenden, Wortlisten und Bilderwörterbuch nutzen, Merktechniken, Eselsbrücken). können beurteilen, welche Schreibstrategien, auch aus anderen Sprachen, für sie D.4.G.1.g hilfreich sind, und diese einsetzen, um eine bessere Wirkung ihrer Texte zu erzielen MI - Produktion und (z.B. Informationen sammeln, Planungs- und Strukturierungshilfen nutzen, Präsentation grammatische Übersichten und Merkblätter, Textmuster und Textverarbeitungsprogramm verwenden). können Schreibstrategien zunehmend selbstständig einsetzen (z.B. Informationen D.4.F.1.f sammeln, Mindmap, Cluster erstellen, Vokabular in verschiedenen Medien suchen, Text MI - Recherche und überarbeiten und korrigieren, Wörter-, Grammatikbücher und das Internet gezielt Lernunterstützung nutzen). können einige Fehler, die beim Schreiben auftreten, erkennen und korrigieren. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 4 116 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.4 Schreiben C Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte von Texten in der Schulsprache sinngemäss ins Deutsche, Italienische bzw. Romanische übertragen. FS1GR.4.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können zu einfachen schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. Einladung, einfache 3b Sachtexte) Stichworte auf Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch festhalten. c können einfache mündliche und schriftliche Mitteilungen oder Fragen in der Schulsprache (z.B. Ankunftszeit, Treffpunkt, Bitte um Rückruf) in kurzen, einfachen d Notizen und Nachrichten sinngemäss auf Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch festhalten. können aus schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. Broschüre, E-Mail, Artikel in einer Zeitschrift) die wesentlichen Angaben sinngemäss auf Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben. können Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen und kurzen schriftlichen Mitteilungen in Englisch mit einfachen Sätzen und Wendungen sinngemäss auf Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben. Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute, konkrete Themen handelt. FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 4 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 117 FS1GR.5 Sprache(n) im Fokus A Bewusstheit für Sprache 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Aufmerksamkeit auf Querverweise sprachliche Vielfalt richten. FS2GR.5.A.1 FS1GR.5.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können mehrsprachige Situationen bewusst wahrnehmen und benennen (z.B. in der 3b eigenen Klasse, Umgebung, am Ferienort, in Medien). c können sprachliche Vielfalt in Europa und in der Welt erkennen. können die Sprachenvielfalt in der Schweiz und insbesondere in Graubünden beschreiben. können Status und Rolle verschiedener Sprachen untereinander vergleichen (z.B. Kantonssprachen, Landessprachen, Nationalsprachen, Herkunftssprachen, internationale Verkehrssprachen). 2. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Aufmerksamkeit auf Querverweise sprachliche Phänomene richten. FS3GR.5.A.1 FS1GR.5.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können einzelne sprachliche Phänomene in verschiedenen Sprachen mit Unterstützung wahrnehmen und Unterschiede oder Ähnlichkeiten erkennen (z.B. verschiedene 3b Schriftsysteme, Begrüssungsrituale). c können verschiedene Varietäten wahrnehmen (Mundart und Dialekt; Dialekt und Standarditalienisch; Ortsdialekt, Idiom und Rumantsch Grischun). können in der Fremdsprache verschiedene Register erkennen (z.B. formelle und informelle Sprache, Umgangssprache). können sprachliche Phänomene in verschiedenen Sprachen vergleichen (z.B. Herkunft von Wörtern, Lehnwörter, Internationalismen). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 5 118 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.5 Sprache(n) im Fokus B Wortschatz Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über einen angemessenen Wortschatz, um sich mündlich und schriftlich zu äussern. FS1GR.5.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 12 a verfügen über ein begrenztes Repertoire an einzelnen Wörtern und Wendungen, die sich auf bestimmte Situationen beziehen, um sich kurz und einfach zu vertrauten Themen zu b äussern. 3c verfügen über ein elementares Repertoire an häufigen Wörtern und Wendungen, das ihnen erlaubt, einfache Texte zu alltäglichen Themen zu verfassen sowie an einfachen d Gesprächen aktiv teilzunehmen. verfügen über ein genügend grosses Repertoire an Wörtern und Wendungen, das ihnen erlaubt, Texte zu allgemeineren Themen zu verfassen sowie an routinemässigen Gesprächen aktiv teilzunehmen. verfügen über ein ausreichendes Repertoire an Wörtern und Wendungen, das ihnen erlaubt, Texte zu unterschiedlichen Themen der eigenen Lebenswelt zu verfassen sowie an alltäglichen Gesprächen aktiv teilzunehmen. 2. Die Schülerinnen und Schüler können Strategien und Techniken zum Querverweise FS3GR.5.B.2 Wortschatzerwerb und Regeln der Wortbildung reflektieren und für ihr Lernen nutzen. Sie können dabei auf Lernerfahrungen und Kenntnisse in anderen Sprachen zurückgreifen. FS1GR.5.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 2 können unter Anleitung Strategien und Techniken für das Wortschatzlernen nutzen (z.B. 2a Klebezettel, Wort-Bild-Karten, Parallelwörter). b können Erfahrungen mit Strategien und Techniken zum Wortschatzerwerb reflektieren MI - Recherche und und unter Anleitung entscheiden, welche ihnen am besten zusagt (z.B. Wortkartei, Lernunterstützung 3c Wörternetz, Lernspiel, Bildwörterbücher, elektronische Wörterbücher, App). können ausgehend vom bestehenden individuellen Wortschatz mit Hilfe von Hör-, d Lesetexten und Gesprächen ihren produktiven Wortschatz erweitern. können, wenn nötig mit Unterstützung, dem eigenen Lernstil angepassten Techniken zum Wortschatzerwerb auswählen (z.B. Cluster, Mindmap, Tonaufnahme). können unter Anleitung Regeln der Wortbildung (auch sprachenübergreifend) erkennen und neue Wörter und Wendungen bilden (z.B. Nation/nazione/naziun, reparieren/riparare/reparar, Wortfamilie). können selbstständig Regeln der Wortbildung ableiten und für ihr Lernen nutzen können verschiedene Formen von Wörterbüchern (z.B. in Papierform, elektronische, online) vergleichen und sich über deren Anwendungsmöglichkeiten austauschen. FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 5 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 119 FS1GR.5 Sprache(n) im Fokus C Aussprache Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können klar und verständlich sprechen und vorlesen. FS1GR.5.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können vertraute Wörter und Wendungen so aussprechen oder vorlesen, dass sie meistens verstanden werden. b können häufige Konventionen der Aussprache und Intonation so anwenden, dass sie 3c beim Sprechen und lauten Lesen verstanden werden. d können trotz eines merklichen Akzents in der Regel verständlich sprechen und vorlesen. können sich meist so ausdrücken, dass die Aussprache gut verständlich ist und die Intonation dem Inhalt entspricht. Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können typische Aussprache- und Intonationsregeln der deutschen, italienischen bzw. romanischen Sprache verstehen. FS1GR.5.C.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können einzelne typische Laute wahrnehmen, die sich in Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch und in der Schulsprache unterscheiden (z.B. dt. v/w, c/k/ck, oi, eu, ital. gli, b sc, gn, rom. tg, chi, gn, gi, tsch). c können die Auswirkung der Intonation auf die Bedeutung einer Aussage erkennen und 3d Schlüsse daraus ziehen (z.B. Intonationsfrage, Befehlsform). e können einzelne spezifische Laute und Lautfolgen der deutschen, italienischen bzw. romanischen Sprache beobachten, gegebenenfalls mit anderen Sprachen vergleichen und in der Schulsprache Vermutungen über das Verhältnis von Schrift und Laut anstellen (z.B. dt. ich/ach-Laut, ie > ii, ital. cia > tscha, gi > dschi, putér -aun > -em), Wort-und Satzbetonung). können unter Anleitung häufig vorkommende Schriftbilder mit der korrekten Aussprache verbinden und daraus Regeln ableiten (z.B. dt. -ung > Nominalisierung, ital. ri > wieder, rom. mal > Negation im Nomen und Adjektiv). können durch unterschiedliche Betonung und Intonation die Wirksamkeit ihrer Aussage erkennen und steuern. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 5 120 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.5 Sprache(n) im Fokus D Grammatik Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können grammatische Strukturen in Texten erkennen und für das Verständnis nutzen sowie beim Sprechen und Schreiben anwenden. FS1GR.5.D. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können beim Sprechen und Schreiben mit Unterstützung sehr einfache grammatische 2a Strukturen verwenden, machen aber je nach Unterstützungsgrad noch häufig Fehler (z.B. regelmässige Pluralform, einzelne Konjugationsformen). b können einzelne, formelhafte und auf bestimmte Situationen bezogene grammatische Strukturen mit Unterstützung erkennen und für das Verständnis nutzen (z.B. Negation, 3c Fragewörter). d können beim Sprechen und Schreiben einige einfache grammatische Strukturen verwenden, machen dabei aber noch Fehler (z.B. Konjugationsformen wichtiger Verben, Personalpronomen, einfache Frage mit Fragewort). können auf bestimmte Situationen bezogene grammatische Strukturen mit Unterstützung erkennen und für das Verständnis nutzen (z.B. Zeitangaben, Ortsangaben). können beim Sprechen und Schreiben einfache grammatische Strukturen verwenden, machen dabei aber teilweise noch Fehler (z.B. Wortfolge in einfachen Aussagesätzen und Fragen, Verben mit zwei Objekten, unregelmässige Pluralformen, häufige Präpositionen). können in Texten einfache grammatische Strukturen erkennen und für das Verständnis nutzen. (z.B. Wortfolge im Satz, Frage mit Fragewort oder Intonation, Konjugationsformen). können beim Sprechen und Schreiben auch einige komplexere grammatische Strukturen ausreichend korrekt verwenden (z.B. Hilfs- und Modalverben, verschiedene Formen der Negation, Demonstrativ- und Reflexivpronomen). können in Texten auch komplexere Strukturen erkennen und für das Verständnis nutzen. (z.B. Zeitform der Verben, häufige Modalverben, Konjunktionen zur Begründung, Possessiv- und Reflexivpronomen). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 5 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 121 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können grammatische Strukturen verstehen FS3GR.5.D.2 und mit anderen Sprachen vergleichen. FS1GR.5.D. Die Schülerinnen und Schüler ... 2 können unter Anleitung einzelne grammatische Strukturen erforschen, gegebenenfalls 2a mit anderen Sprachen vergleichen und darüber in der Schulsprache Vermutungen anstellen (z.B. Singular-Pluralform, bestimmter/unbestimmter Artikel, Wortstellung in 3b einem Fragesatz). c können unter Anleitung komplexere grammatische Strukturen untersuchen, mit anderen Sprachen vergleichen und Regeln ableiten (z.B. Zeitform, einfache Konjugation). können über den Vergleich von grammatischen Strukturen verschiedener Sprachen sprachspezifische Regeln erkennen, reflektieren und für den eigenen Sprachgebrauch einschätzen (z.B. Relativpronomen und Relativsatz, unregelmässige Steigerungsform, Konditionalsatz). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 5 122 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.5 Sprache(n) im Fokus E Rechtschreibung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können angemessen korrekt schreiben. FS1GR.5.E.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können einzelne Wörter und kurze Wendungen korrekt abschreiben. können einzelne Wörter und kurze Wendungen aufschreiben, dies kann aber noch b lautgetreu sein. 3c können Wendungen und kurze Sätze korrekt abschreiben. können in eigenen kurzen Texten teilweise die korrekte Rechtschreibung benutzen. d können in einfachen Sätzen die wichtigsten Satzzeichen anwenden. können in kürzeren Texten zu vertrauten Themen angemessen korrekt schreiben. können häufig verwendete Formen korrekt schreiben (z.B. dt. ich bin, ital. sono, rom. jeu sun). können Texte zu allgemeinen Themen angemessen korrekt schreiben, auffällige Rechtschreibefehler sind selten. Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Rechtschreibregeln der deutschen, italienischen bzw. romanischen Sprache reflektieren und verstehen. FS1GR.5.E.2 Die Schülerinnen und Schüler ... FS3GR.5.E.2.a 2a können unter Anleitung elementare Rechtschreibregeln wahrnehmen (z.B. dt. sp/st, MI - Produktion und ck/tz, f/v, ital. chi/ci, rom. s-ch, à, ì). Präsentation b FS3GR.5.E.2.b können elementare Rechtschreibregeln erforschen und in der Schulsprache 3c Vermutungen darüber anstellen. können eigene Fehler mithilfe von Textvorlagen erkennen und korrigieren. können unter Anleitung häufige Rechtschreibregeln ableiten. können die Rechtschreibung überprüfen (z.B. mithilfe eines Wörterbuchs). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 5 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 123 FS1GR.5 Sprache(n) im Fokus F Sprachlernreflexion und -planung 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihr eigenes Sprachenlernen Querverweise reflektieren und planen. FS3GR.5.F.1 FS1GR.5.F.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können auf ganz einfache Weise, und unterstützt durch die Lehrperson, über ihre Sprachlernerfahrungen nachdenken und Lernfortschritte festhalten (z.B. im b Lernjournal). 3c können mit Unterstützung ihren Lernstand einschätzen und daraus persönliche Ziele ableiten (z.B. über gezieltes Sammeln von Produkten, Portfolio). d können, bei Bedarf mit Unterstützung, die eigenen Fortschritte und Lernergebnisse einschätzen. können sich persönliche Ziele setzen und das eigene Lernen planen. können sich über Lernerfahrungen austauschen. können auch ausserschulische Lerngelegenheiten erkennen und nutzen (z.B. Internet, Begegnungen, Medien). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 5 124 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.6 Kulturen im Fokus A Kenntnisse 1. Die Schülerinnen und Schüler kennen einige Merkmale deutsch-, Querverweise italienisch- bzw. romanischsprachiger Regionen sowie kulturelle D.6.B.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede. FS1GR.6.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a kennen einige Kulturerzeugnisse, Eigenheiten und sprachspezifische Gegebenheiten MU.2.B.1.f b BG.3.A.1.2b c deutsch-, italienisch- bzw. romanischsprachiger Regionen (z.B. Lieder, Kulinarik, Orte). 3d kennen einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der eigenen Sprachregion und deutsch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen (z.B. häufig beobachtete e nonverbale Kommunikation oder Grussformeln, Rituale im Schulalltag, Kinderliteratur). wissen, dass Kenntnisse, die sie über deutsch-, italienisch- bzw. romanischsprachige ERG.5.5.d Regionen haben, häufig klischeehafte Aspekte beinhalten und dass in allen Kulturen vielfältige Lebens- und Verhaltensweisen nebeneinander existieren (z.B. Wohnsituation, Essensgewohnheiten, Grussverhalten). kennen kulturelle Gegebenheiten und exemplarische Kulturerzeugnisse deutsch-, MU.2.B.1.h italienisch- bzw. romanischsprachiger Regionen (z.B. Bräuche, Musik, geschichtliche BG.3.A.1.2c Ereignisse, Regionen, Persönlichkeiten, Malerei, Film). wisssen, dass sowohl in der eigenen als auch in den deutsch-, italienisch- bzw. ERG.5.5.a romanischsprachigen Regionen unterschiedliche Normen und Werte nebeneinander existieren (z.B. Subkulturen, Musikkulturen, Traditionen in Gemeinden, Geschlechter, Generationen). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 6 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 125 FS1GR.6 Kulturen im Fokus B Haltungen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können über ihre Haltung gegenüber BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle deutsch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen und gegenüber Verständigung kultureller Vielfalt nachdenken. FS1GR.6.B. Die Schülerinnen und Schüler ... NMG.7.2.g 1 können ihre Haltung gegenüber fremden Sprachen und Kulturen ausdrücken. 2a können ihre Eindrücke und Haltung in Bezug auf Kontakte mit deutsch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen beschreiben (z.B. Austauschaktivitäten, 3b Schultraditionen). können über Zweck und Nutzen des Lernens der Fremdsprache Deutsch, Italienisch bzw. Romanisch nachdenken und diskutieren. können ihre Eindrücke in Bezug auf Kontakte mit deutsch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen reflektieren und ihre Haltung begründen (z.B. Jugendkultur). können aufgrund der erworbenen kulturellen Erfahrungen ihre Haltung gegenüber Klischees formulieren und diskutieren. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS1GR 6 126 Fachbereichslehrplan | Deutsch/Italienisch/Romanisch 1. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS1GR.6 Kulturen im Fokus C Handlungen 1. Die Schülerinnen und Schüler begegnen Menschen und Erzeugnissen Querverweise deutsch-, italienisch- bzw. romanischsprachiger Regionen virtuell und BNE - Kulturelle Identitäten real. und interkulturelle Verständigung FS1GR.6.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können kulturelle Merkmale beobachten und beschreiben (z.B. Lebensalltag, Feste, NMG.7.1.d Traditionen). b c können Aspekte des Lebensalltags aus deutsch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen NMG.7.2.g Regionen mit ihren eigenen Erfahrungen vergleichen (z.B. durch Briefkontakte, 3d Geschichten, Reportagen, Blog). e können mit deutsch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Menschen in Kontakt NMG.7.2.f treten und machen dadurch Bekanntschaft mit deren Sprachkulturen (z.B. Brief, Text, Bild, Zeichnung, E-Mail). können in der Auseinandersetzung mit kulturellen Gegebenheiten und Kulturerzeugnissen aus deutsch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen die eigene Lebenswelt bewusster wahrnehmen und erkennen, dass eigene Norm- und Wertvorstellungen relativ sind (z.B. Sprachenfolge, geschichtliches Ereignis, Sport, Persönlichkeit). können in Austauschsituationen ihr erworbenes kulturelles Wissen beobachten, überprüfen und relativieren (z.B. durch Briefkontakt, in den Ferien, in einer realen oder virtuellen Begegnung). FS1GR Lehrplan 21 15.3.2016 6 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 127 Englisch 2. Fremdsprache FS2GR 15.3.2016 Lehrplan 21 128 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.1 Hören A Monologische und dialogische Texte hören und verstehen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedenartige Hörtexte und Gespräche verstehen (Sachtexte, ästhetische Texte, Texte im Schulalltag, Gespräche im Kontakt mit Englisch sprechenden Personen). FS2GR.1.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können vertraute Wörter, ganz einfache Informationen, einfache Aufgaben und A 1.1 Anleitungen verstehen, wenn deutlich gesprochen wird und wenn Illustrationen oder Gestik dabei helfen (z.B. Reim, Kinderlied, Anweisung). b können einfache und häufige Ausdrücke und einfache Fragen zur eigenen Person verstehen (z.B. Name, Adresse). A 1.2 GK 2.FS können sich bei einfachen kurzen Texten eine Vorstellung vom Inhalt machen, wenn der Text mit Illustrationen oder Gestik unterstützt wird (z.B. Trickfilm, Theaterszene, Lied). c können einfachen kurzen Texten grundlegende Informationen entnehmen, wenn langsam, deutlich und mit Pausen gesprochen wird (z.B. Spielanleitung, kleines A 2.1 Experiment). können kurze Gespräche über vertraute Themen verstehen, wenn langsam und deutlich 3d gesprochen wird (z.B. Schule, Familie, Freizeit). A 2.2 GK können in einfachen kurzen Texten zu vertrauten Themen die Hauptinformation 1.+2.FS verstehen, wenn langsam und deutlich gesprochen wird (z.B. Geschichte). können in kurzen, einfachen und klaren Durchsagen die Hauptinformation oder Einzelinformationen verstehen (z.B. Wettervorhersage, Sportresultat). können aus kurzen Mitteilungen zu vertrauten Themen einfache Informationen entnehmen, wenn langsam und deutlich gesprochen wird (z.B. Wegbeschreibung). können in Beiträgen über vertraute Themen verstehen, worum es geht, wenn langsam und deutlich gesprochen wird (z.B. Vortrag, Reportage, Filmszene). können einfache Mitteilungen, Anweisungen und Erklärungen verstehen (z.B. Anleitung zu einem Experiment, einfache Gebrauchsanweisung), die man ihnen persönlich gibt. können in längeren Gesprächen über vertraute Themen meistens verstehen, worum es geht, wenn deutlich gesprochen wird (z.B. Interview, Telefongespräch, persönliche Begegnung). e können längere Gespräche und Texte über vertraute Themen (z.B. Trendsportart, B 1.1 Markenartikel) in groben Zügen verstehen, wenn langsam und deutlich gesprochen wird oder wenn Passagen mehrmals gehört werden können (z.B. Hörbuch, Diskussion, Fernsehsendung). können aus längeren Texten über vertraute Themen wichtige Informationen heraushören, wenn relativ langsam und deutlich gesprochen wird (z.B. Nachricht, Interview, Vortrag). f können den Inhalt von längeren Gesprächen und Texten, die sie interessieren, im B 1.2 Grossen und Ganzen verstehen, wenn deutlich gesprochen wird (z.B. Reportage, Diskussion, Dialog in einem Film). können detaillierte Anweisungen genau verstehen (z.B. Spielanleitung). können klare und unkompliziert aufgebaute Texte über einigermassen vertraute Themen verstehen (z.B. Präsentation, Hörbuch). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 1 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 129 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können die ästhetische Wirkung von Hörtexten entdecken und beschreiben. FS2GR.1.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können in einen langsam und deutlich vorgelesenen/gesprochenen Hörtext eintauchen 3b (z.B. einfaches Hörbuch, Geschichte). können in Hörtexten einzelne ästhetische Gestaltungsmittel entdecken und in der FS3GR.1.A.2.b Schulsprache beschreiben (z.B. Slam Poetry, Sketch). c können über Hörtexte neue Welten entdecken und zu eigenen Vorlieben finden. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 1 130 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.1 Hören B Strategien 1. Die Schülerinnen und Schüler können Hörstrategien einsetzen und Querverweise reflektieren. Dabei nutzen sie auch in anderen Sprachen aufgebaute FS3GR.1.B.1 Strategien. FS2GR.1.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können unter Anleitung bekannte Hörstrategien aus der ersten Fremdsprache und D.1.D.1.c 2a anderen Sprachen transferieren und einsetzen (z.B. mehrfach hören, auf Geräusche, Satzmelodie, Gestik und Mimik achten). b können unter Anleitung mitteilen, welche Hörstrategien hilfreich sind. c können einzelne Wörter heraushören, die aus anderen Sprachen bekannt sind (z.B. D.1.B.1.e 3d Parallelwörter, bekannte Wörter, Namen, Zahlen). können Hörstrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und sich D.1.B.1.c über deren Nutzen austauschen (z.B. Vorwissen aktivieren, Thema erkennen, auf Bekanntes achten, schriftlichen Begleittext nutzen). können beurteilen, welche Hörstrategien, auch aus anderen Sprachen, für sie hilfreich D.1.D.1.d sind und diese einsetzen (z.B. auf Bekanntes, Geräusche und Bilder achten, Gestik und Verhalten der Sprecherin/des Sprechers beobachten). e können Hörstrategien zunehmend selbstständig einsetzen (z.B. mehrfach hören, D.1.B.1.g Vorwissen aktivieren, Thema erkennen, unbekannte Wörter erschliessen, Satzbedeutung ableiten). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 1 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 131 FS2GR.1 Hören C Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte aus Gesprächen und Hörtexten auf Englisch verstehen und sinngemäss in die Schulsprache übertragen. FS2GR.1.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können die Hauptaussagen aus kurzen und einfachen Mitteilungen (z.B. auf Anrufbeantworter, Arbeitsanweisung) verstehen und sinngemäss mündlich oder 3b schriftlich in der Schulsprache wiedergeben. können in einem einfachen Gespräch mit einer Englisch sprechenden Person (z.B. Austauschschülerin oder -schüler) einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen Situationen verstehen und sinngemäss mündlich in der Schulsprache wiedergeben (informelles Dolmetschen, z.B. Herkunft, Hobby, Interessen). Voraussetzung ist, dass diese Person deutlich spricht. können Einzelinformationen von Lautsprecherdurchsagen und Mitteilungen (z.B. Verspätungsmeldung, Hausaufgabe, Fernsehnachricht) sowie die Hauptaussagen eines kurzen Interviews verstehen und sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben. Voraussetzung ist, dass langsam und deutlich gesprochen wird und es sich um ein vertrautes Thema handelt. c können längere, klar aufgebaute Gespräche und Hörtexte zu Themen des Alltagslebens verstehen und die Hauptaussagen oder Einzelinformationen sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben (z.B. Interview, Treffen mit Partnerklasse). d können in einem einfachen Gespräch mit einer Englisch sprechenden Person (z.B. Austauschschülerin oder -schüler) einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen Situationen verstehen und sinngemäss mündlich in der ersten Fremdsprache wiedergeben (z.B. Herkunft, Hobby, Interessen). Voraussetzung ist, dass die Englisch sprechende Person deutlich spricht und bereit ist zu helfen. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 1 132 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.2 Lesen A Texte lesen und verstehen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedenartige Texte lesen und verstehen (Sachtexte, ästhetische Texte, Texte im Schulalltag, Texte im Kontakt mit Englisch sprechenden Personen). FS2GR.2.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können einzelne Ausdrücke mithilfe von Illustrationen verstehen (z.B. Flyer, A 1.1 Bilderrätsel, Reim). können in ganz einfachem Informationsmaterial oder Mitteilungen (z.B. Schild, Plakat, b Postkarte) grundlegende Informationen finden und verstehen (z.B. Ort, Datum, Zeit). können kurze wiederkehrende Anweisungen verstehen (z.B. im Lehrmittel). A 1.2 GK 2.FS können einfache kurze Texte mithilfe von Illustrationen verstehen (z.B. Bildergeschichte, Comic). c können Informationsmaterialien grundlegende Aussagen entnehmen (z.B. Angebot, Preis in Werbetext). A 2.1 können einfache kurze Mitteilungen verstehen (z.B. SMS, Einladung, Arbeitsanweisung). 3d können eine kurze, klar aufgebaute Geschichte in groben Zügen verstehen, wenn das A 2.2 Thema vertraut ist (z.B. Handlung, wichtigste Akteure oder Figuren). GK können aus kurzen, klar aufgebauten Texten zu vertrauten Themen grundlegende 1.+2.FS Informationen entnehmen (z.B. Liste, Kochrezept, Portrait, Limerick). können in einfachen persönlichen Nachrichten konkrete Mitteilungen verstehen (z.B. E- Mail, Chat). können in klar strukturierten Texten die Hauptinformation oder Einzelinformationen verstehen, wenn das Thema vertraut ist (z.B. Geschichte, Reportage, Vorschrift). können einfache kurze Anleitungen befolgen, wenn die Schritte illustriert sind (z.B. Experiment, Spiel, Rezept). können einfache persönliche Texte über vertraute Dinge verstehen (z.B. Brief, Blog). e können unterschiedlich lange Texte zu Themen, die sie interessieren, verstehen (z.B. B 1.1 vereinfachter literarischer Text, Buchbesprechung, Reportage). können klar strukturierten Hinweisen wichtige Informationen entnehmen (z.B. Bedienungsanleitung). können in unkomplizierten Texten zu Themen, die sie interessieren oder zu denen sie Vorkenntnisse haben, die Hauptaussagen verstehen (z.B. Reisebericht, Briefaustausch). f können Texte im Wesentlichen verstehen, wenn das Thema vertraut ist (z.B. Auszug aus B 1.2 einem Jugendbuch, Songtext, unkomplizierter Sachtext). können klaren schriftlichen Anleitungen folgen (z.B. Lernprojekt, Gerätebedienung, Spiel). können in einfachen argumentativen Texten die zugrunde liegende Meinung oder Haltung erkennen (z.B. Blogeintrag). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 2 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 133 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können die ästhetische Wirkung von Lesetexten entdecken und beschreiben. FS2GR.2.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können in einfachen Texten ästhetische Gestaltungsmittel entdecken (z.B. Reimform, FS1GR.2.A.2.a Wiederholung im Vers, Wortspiel). b können in einfache, mit Bilder illustrierte kurze Texte eintauchen (z.B. Comic, 3c illustrierte Geschichte). können in Texten ästhetische Gestaltungsmittel entdecken und in der Schulsprache FS3GR.2.A.2.b beschreiben (z.B. Wortspiele in einem Prosatext, Slang in einem Comic, Reime in einem Gedicht). d können sich in eine Geschichte hineinversetzen, neue Welten entdecken und zu eigenen Vorlieben finden (z.B. Kriminalgeschichte, Science Fiction, Comic). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 2 134 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.2 Lesen B Strategien 1. Die Schülerinnen und Schüler können Lesestrategien einsetzen und Querverweise reflektieren. Dabei nutzen sie auch in anderen Sprachen aufgebaute FS3GR.2.B.1 Strategien. FS2GR.2.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können unter Anleitung bekannte Lesestrategien aus der ersten Fremdsprache und D.2.D.1.c 2a anderen Sprachen transferieren und einsetzen (z.B. Bilder und Titel betrachten, Text durch W-Fragen erschliessen, Unbekanntes nachschlagen). b können unter Anleitung mitteilen, welche Lesestrategien hilfreich sind. c können einzelne Wörter erkennen, die aus anderen Sprachen bekannt sind (z.B. D.2.B.1.f 3d Parallelwörter, bekannte Wörter, Namen, Zahlen). können Lesestrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und sich D.2.B.1.f über deren Nutzen austauschen (z.B. Vorwissen aktivieren, Thema erkennen, Unbekanntes erschliessen, wiederholtes Lesen, verschiedene Informationsquellen nutzen). können beurteilen, welche Lesestrategien, auch aus anderen Sprachen, für sie hilfreich D.2.D.1.e sind und diese einsetzen (z.B. Vorwissen aktivieren, Bilder und Titel betrachten, Thema erkennen, Bekanntes und Parallelwörter erkennen, Schlüsselwörter erkennen, Unbekanntes erschliessen, verschiedene Informationsquellen nutzen). e können Lesestrategien zunehmend selbstständig einsetzen (z.B. Informationen aus der D.2.B.1.h Textstruktur nutzen, Kernaussagen markieren, Thema erkennen, Bedeutungen aus dem Kontext ableiten, internationale Wörter finden). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 2 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 135 FS2GR.2 Lesen C Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte schriftlicher Texte auf Englisch verstehen und sinngemäss in die Schulsprache übertragen. FS2GR.2.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können die Hauptaussagen aus kurzen und einfachen Mitteilungen (z.B. Schild, Plakat) 3b verstehen und sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben. können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen, kurzen Texten verstehen und sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben (z.B. E-Mail, Sachtext, Liedtext). Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute Themen handelt (z.B. Schule, Freizeit, Tiere). c können längere, klar aufgebaute Texte zu Themen des Alltagslebens verstehen und die Hauptaussagen oder Einzelinformationen sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben (z.B. Internetseite, Artikel, Geschichte). d können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen, kurzen Texten verstehen und sinngemäss schriftlich in der ersten Fremdsprache wiedergeben (z.B. Sachtext, E-Mail). Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute, konkrete Themen handelt. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 2 136 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.3 Sprechen A Dialogisches Sprechen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können an verschiedenen Gesprächen teilnehmen (über Sachthemen, über ästhetische Themen, im Schulalltag, mit Englisch sprechenden Personen). FS2GR.3.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können mit ganz einfachen Worten Kontakt aufnehmen und sich verständigen (z.B. sich A 1.1 begrüssen, verabschieden, bedanken, etwas bestellen). b A 1.2 können sich in vertrauten Situationen auf einfache Art verständigen, wenn die GK 2.FS Gesprächspartner/innen Rücksicht nehmen und behilflich sind (z.B. Spiel, Freizeit, Schule). c können einfache Fragen zu vertrauten Themen stellen und mit einzelnen Wörtern, Ausdrücken oder kurzen Sätzen antworten (z.B. Zeit, Befinden, Farbe). A 2.1 können in alltäglichen Situationen mit einfachen Worten Informationen austauschen 3d und einholen (z.B. Rollenspiel, Gruppenarbeit). A 2.2 können zu vertrauten Themen einfache Fragen stellen und beantworten, kurz etwas GK dazu sagen oder auf Gesagtes reagieren (z.B. Unterricht, Einkauf). 1.+2.FS können einfache Aussagen zu vertrauten Themen machen und darauf reagieren (z.B. etwas erklären, Verständnis prüfen). können zu alltäglichen Aktivitäten Fragen stellen und beantworten (z.B. Freizeit, Reisen, Unterricht). können ausdrücken, ob sie einverstanden sind oder lieber etwas anderes möchten (z.B. Vorschlag, Abmachung). können vertraute Personen um einen Gefallen bitten und auf Bitten reagieren (z.B. etwas ausleihen, Wunsch äussern). e können zu vertrauten Themen auf einfache Art Informationen austauschen (z.B. Mode, B 1.1 Film, Musik). können ihre Meinung sagen und nach der Meinung von anderen fragen (z.B. Diskussion, Interview, Gruppenarbeit). können in Diskussionen oder bei Entscheidungen die eigene Haltung argumentativ einbringen, Vorschläge machen und die Meinungen anderer kurz kommentieren (z.B. Projektarbeit, Wahl der Lektüre, Streitgespräch). können einfache Telefongespräche führen. f können mit Gleichaltrigen längere Gespräche über gemeinsame Interessen führen, falls B 1.2 diese sich um gegenseitiges Verstehen bemühen. können spontan Fragen stellen zu besonderen Ereignissen oder Erlebnissen (z.B. Ferien, Fest, Unfall). können sich in alltäglichen Situationen beschweren (z.B. defektes Produkt). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 3 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 137 FS2GR.3 Sprechen B Monologisches Sprechen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können zu verschiedenen Themen und in unterschiedlichen Situationen zusammenhängend sprechen (über Sachthemen, über ästhetische Themen, über Themen und Abläufe im Schulalltag, im Kontakt mit Englisch sprechenden Personen). FS2GR.3.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können einfache kurze Reime vortragen. 2a können alltägliche und vertraute Dinge benennen (z.B. Schulgegenstände, Esswaren). A 1.1 können mit einfachen Worten über sich selber sprechen (z.B. Name, Alter, Befindlichkeit). b können einfache Lieder mitsingen. A 1.2 können grundlegende Informationen über sich und vertraute Personen geben (z.B. GK 2.FS Herkunft, Freunde). können sich über Vorlieben und Abneigungen zu sehr vertrauten Themen äussern (z.B. c Essen, Farben, Kleidung). A 2.1 können ein einfaches kurzes Gedicht vortragen (z.B. Chant, Rap). können sehr vertraute Themen in einem kurzen vorbereiteten Vortrag präsentieren (z.B. 3d Hobby, Tiere, Musik). A 2.2 können Menschen, Gegenstände und Abläufe auf einfache Weise beschreiben (z.B. GK Aussehen, Tagesablauf, Weg). 1.+2.FS können sagen, was sie gut können, was weniger gut (z.B. Schule, Sport). können kurze Geschichten erzählen, indem sie die Ereignisse aneinanderreihen. können ihre persönlichen Meinungen, Vorlieben und Vermutungen mit einfachen Worten äussern und begründen (z.B. Musik, Buch, Regeln). können vertraute Dinge und Sachverhalte kurz beschreiben (z.B. Tier, Feiertag, Umgebung). können mit einfachen Worten alltägliche Ereignisse und persönliche Erfahrungen beschreiben und kurz begründen, was ihnen gefällt und was weniger (z.B. Ausflug, Party). e können Geschichten nacherzählen und ihre Meinung dazu äussern (z.B. Film, Buch). B 1.1 können ihre Ansichten, Vermutungen und Pläne kurz erklären und begründen (z.B. Ausflug, Reise). können über alltägliche Themen mit einfachen Worten ihre Meinung äussern und begründen (z.B. Taschengeld). f können über selbst gewählte Themen berichten (z.B. Geschichte, Ereignis). B 1.2 können ihre Meinung sagen und begründen (z.B. Berufswünsche). können detailliert erklären, wie man etwas macht, was sie selbst gut können (z.B. Arbeitsschritte bei Projektarbeit, Kochen). können zu persönlichen Erlebnissen ihre Gefühle beschreiben und begründen. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 3 138 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können beim Vortragen Texte gestalten und eine ästhetische Wirkung erzielen. FS2GR.3.B. Die Schülerinnen und Schüler ... MU.1.B.1.2e 2 können beim Vortragen von einfachen Texten mit ästhetischen Gestaltungsmitteln 2a spielerisch experimentieren (z.T. Reim, Zungenbrecher, Vers). b können verschiedene Textformen kreativ vortragen (z.B. Liedtext, Rap, Gedicht, Lesetheater). 3c können Texte kreativ gestalten und eine ästhetische Wirkung erzielen (z.B. Sketch, kurze Geschichte). d können Texte bewusst gestalten und inszenieren und sich in der Schulsprache über die Wirkung austauschen (z.B. Slam Poetry, Geschichte, Szene aus einem Theaterstück). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 3 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 139 FS2GR.3 Sprechen C Strategien 1. Die Schülerinnen und Schüler können Strategien einsetzen und Querverweise reflektieren, um das Sprechen zu steuern. Dabei nutzen sie auch in FS3GR.3.C.1 anderen Sprachen aufgebaute Strategien. FS2GR.3.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können unter Anleitung bekannte Sprechstrategien aus der ersten Fremdsprache D.3.B.1.d transferieren und einsetzen (z.B. Gesprächspartner beobachten, Gestik und Mimik b einsetzen, Nichtverstehen signalisieren, auswendig gelernte Wendungen [Chunks] c nutzen). können unter Anleitung mitteilen, welche Sprechstrategien hilfreich sind. 3d können Sprechstrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und D.3.B.1.e sich über deren Nutzen austauschen (z. B. zur Erstsprache wechseln, Verstehen oder Nichtverstehen signalisieren, Textbausteine und Notizen nutzen). können Sprechhemmungen überwinden, bei Bedarf mit Unterstützung, und dabei Fehler als Lerngelegenheiten nutzen. können Sprechstrategien einsetzen, um eine bessere Wirkung ihrer Gesprächsbeiträge D.3.D.1.e zu erzielen (z.B. um Wiederholung bitten, Umschreibungen und Stichwörter nutzen, im Selbstgespräch üben). können beurteilen, welche Sprechstrategien für sie hilfreich sind und welche sie aus anderen Sprachen übertragen können. e können Sprechstrategien zunehmend selbstständig einsetzen (z.B. formelhafte D.3.B.1.e Wendungen zur Gesprächssteuerung einsetzen, andere zur Beteiligung auffordern, nachfragen, um Bestätigung bitten). können einige Fehler, die beim freien Sprechen auftreten, erkennen und sich selber korrigieren. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 3 140 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.3 Sprechen D Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte aus Gesprächen, Hörtexten oder schriftlichen Texten in der Schulsprache sinngemäss ins Englische übertragen. FS2GR.3.D. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können die Hauptaussagen aus kurzen, einfachen schriftlichen Mitteilungen in der 2a Schulsprache (z.B. Schild, Plakat, SMS) sinngemäss auf Englisch wiedergeben. 3b können aus einem einfachen Gespräch mit einer in der Schulsprache sprechenden Person einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen Situationen sinngemäss auf Englisch wiedergeben (informelles Dolmetschen, z.B. Herkunft, Hobby, Interessen). können Lautsprecherdurchsagen und kurze mündliche Mitteilungen in der Schulsprache mit einfachen Sätzen und Wendungen sinngemäss auf Englisch wiedergeben (z.B. Verspätungsmeldung, Wetterbericht). können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen und kurzen schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. E-Mail, Prospekt, Veranstaltungsprogramm) sinngemäss auf Englisch wiedergeben. Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute Themen handelt (z.B. Schule, Freizeit, Tiere). c können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einem längeren, klar aufgebauten Gespräch mit einer in der Schulsprache sprechenden Person sowie aus Hörtexten oder schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. Treffen mit Partnerklasse, Geschichte, Sachtext) sinngemäss auf Englisch wiedergeben. Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute Themen handelt. d können in einer Gesprächssituation zwischen einer in der ersten Fremdsprache sprechenden und einer englischsprachigen Person sinngemäss vermitteln (z.B. einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen Situationen). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 3 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 141 FS2GR.4 Schreiben A Schriftliche Texte verfassen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedene Texte verfassen (Sachtexte, ästhetische Texte, Texte im Schulalltag, im schriftlichen Kontakt mit Englisch sprechenden Personen). FS2GR.4.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können mit bekannten Wörtern Listen erstellen und Bilder beschriften (z.B. Leporello, A 1.1 Checkliste). können Formulare mit persönlichen Angaben ergänzen (z.B. Anmeldung). b können in kurzen, einfachen Sätzen Informationen über sich selbst geben (z.B. Name, Wohnort, Alter). A 1.2 GK können von einer Geschichte die wichtigsten Elemente festhalten (z.B. Cluster, Mindmap). 1.+2.FS können mit einfachen Worten alltägliche Situationen und Gegenstände beschreiben (z.B. Farbe, Grösse, Material). 3c können mit einfachen Worten Informationen über sich selbst oder vertraute Personen A 2.1 und Sachverhalte verfassen (z.B. Familie, Zimmer, Hobby). GK können ganz einfache Mitteilungen und Fragen formulieren (z.B. Einladung, SMS, 1.+2.FS Notiz). können mit sprachlichem Support (z.B. Chunks) einfache Geschichten beginnen oder zu Ende führen. können sich einfache Notizen machen und kurze Mitteilungen verfassen (z.B. Sachverhalt, Wegbeschreibung zu Skizze, Einladung). können mit einfachen Sätzen und Ausdrücken über vertraute Gegenstände und Personen berichten (z.B. Tagesablauf, Portrait, Aktivität). d können mit einfachen Sätzen kurze Geschichten erzählen (z.B. zu einer A 2.2 Bildergeschichte). können in einfachen Sätzen darüber berichten, was wann und wo geschehen ist (z.B. Erlebnis). können Gleichaltrige auf einfache Weise über sich selbst oder alltägliche Dinge informieren und auf solche Informationen reagieren (z.B. Lebenslauf, Wandzeitung, Anzeige). e können einfache Texte über vertraute Themen zusammenfassen und ihre Meinung dazu B 1.1 äussern (z.B. Buch- oder Filmbesprechung). können in einfachen zusammenhängenden Texten über ein Ereignis berichten (z.B. Reisebericht, Experiment, kultureller Anlass). können vertraute Themen mit kurzen Texten und Bildern darstellen (z.B. Poster, Blogeintrag, Schülerzeitung). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 4 142 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können eigene Texte kreativ und spielerisch gestalten und eine ästhetische Wirkung erzielen. FS2GR.4.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können mit einfachen ästhetischen Gestaltungsmitteln spielerisch experimentieren 3b (z.B. Wörter zeichnen, Reimwörter). können in eigenen Texten mit einfachen Gestaltungsmitteln eine ästhetische Wirkung erzielen (z.B. Gedicht, Cartoon, Bildgeschichte). c können beim kreativen Schreiben verschiedene ästhetische Gestaltungsmittel bewusst einsetzen und sich in der Schulsprache über die Wirkung austauschen (z.B. Kurzgeschichte, Raptext, Werbespot). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 4 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 143 FS2GR.4 Schreiben B Strategien 1. Die Schülerinnen und Schüler können Strategien zur Querverweise FS3GR.4.B.1 Schreibunterstützung einsetzen und reflektieren. Dabei nutzen sie auch in anderen Sprachen aufgebaute Strategien. FS2GR.4.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können unter Anleitung bekannte Schreibstrategien aus der ersten Fremdsprache und D.4.G.1.b 2a anderen Sprachen transferieren und einsetzen (z.B. Wörter aus Vorlage neu kombinieren, fehlendes Vokabular durch Symbole, Zeichnungen oder Wörter aus b anderen Sprachen ersetzen). können unter Anleitung mitteilen, welche Schreibstrategien hilfreich sind. 3c können Schreibstrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und D.4.F.1.e sich über deren Nutzen austauschen (z.B. Modellsätze verwenden, Wortlisten und Bilderwörterbuch nutzen, Merktechniken, Eselsbrücken). können beurteilen, welche Schreibstrategien für sie hilfreich sind, und diese einsetzen, D.4.G.1.g um eine bessere Wirkung ihrer Texte zu erzielen (z.B. Informationen sammeln, MI - Produktion und Planungs- und Strukturierungshilfen nutzen, grammatische Übersichten und Präsentation Merkblätter, Textmuster und Textverarbeitungsprogramm verwenden). d können Schreibstrategien zunehmend selbstständig einsetzen (z.B. Informationen D.4.F.1.f MI - Recherche und sammeln, Mindmap, Cluster erstellen, Vokabular in verschiedenen Medien suchen, Text Lernunterstützung überarbeiten und korrigieren, Wörter-, Grammatikbücher und das Internet gezielt nutzen). können einige Fehler, die beim Schreiben auftreten, erkennen und korrigieren. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 4 144 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.4 Schreiben C Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte von Texten in der Schulsprache sinngemäss ins Englische übertragen. FS2GR.4.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können zu einfachen schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. Einladung, einfache 3b Sachtexte) Stichworte auf Englisch festhalten. können einfache mündliche und schriftliche Mitteilungen oder Fragen in der Schulsprache (z.B. Ankunftszeit, Treffpunkt, Bitte um Rückruf) in kurzen, einfachen Notizen und Nachrichten auf Englisch festhalten. c können aus schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. Broschüre, E-Mail, Artikel in einer Zeitschrift) die wesentlichen Angaben sinngemäss auf Englisch wiedergeben. d können Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen und kurzen schriftlichen Mitteilungen in der ersten Fremdsprache mit einfachen Sätzen und Wendungen sinngemäss auf Englisch wiedergeben. Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute, konkrete Themen handelt. FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 4 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 145 FS2GR.5 Sprache(n) im Fokus A Bewusstheit für Sprache 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Aufmerksamkeit auf Querverweise sprachliche Vielfalt richten. FS1GR.5.A.1 FS2GR.5.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können mehrsprachige Situationen bewusst wahrnehmen und benennen (z.B. in der 3b eigenen Klasse, Umgebung, am Ferienort, in Medien). können sprachliche Vielfalt in Europa und in der Welt erkennen. können die Sprachenvielfalt in der Schweiz beschreiben. c können Status und Rolle verschiedener Sprachen untereinander vergleichen (z.B. Kantonssprachen, Landessprachen, Nationalsprachen, Herkunftssprachen, internationale Verkehrssprachen). 2. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Aufmerksamkeit auf Querverweise sprachliche Phänomene richten. FS3GR.5.A.1 FS2GR.5.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können einzelne sprachliche Phänomene in verschiedenen Sprachen mit Unterstützung wahrnehmen und Unterschiede oder Ähnlichkeiten erkennen (z.B. verschiedene 3b Schriftsysteme, Begrüssungsrituale). können verschiedene Varietäten des Englischen wahrnehmen (American and British English, Standard English and dialects, written and spoken English). c können in der Fremdsprache verschiedene Register erkennen (z.B. formelle und informelle Sprache, Umgangssprache). können sprachliche Phänomene in verschiedenen Sprachen vergleichen (z.B. Herkunft von Wörtern, Lehnwörter, Internationalismen). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 5 146 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.5 Sprache(n) im Fokus B Wortschatz Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über einen angemessenen Wortschatz, um sich mündlich und schriftlich zu äussern. FS2GR.5.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 12 a verfügen über ein begrenztes Repertoire an einzelnen Wörtern und Wendungen, die sich auf bestimmte Situationen beziehen, um sich kurz und einfach zu vertrauten Themen zu b äussern. 3c verfügen über ein elementares Repertoire an häufigen Wörtern und Wendungen, das ihnen erlaubt, einfache Texte zu alltäglichen Themen zu verfassen sowie an einfachen d Gesprächen aktiv teilzunehmen. verfügen über ein genügend grosses Repertoire an Wörtern und Wendungen, das ihnen erlaubt, Texte zu allgemeineren Themen zu verfassen sowie an routinemässigen Gesprächen aktiv teilzunehmen. verfügen über ein ausreichendes Repertoire an Wörtern und Wendungen, das ihnen erlaubt, Texte zu unterschiedlichen Themen der eigenen Lebenswelt zu verfassen sowie an alltäglichen Gesprächen aktiv teilzunehmen. 2. Die Schülerinnen und Schüler können Strategien und Techniken zum Querverweise FS3GR.5.B.2 Wortschatzerwerb und Regeln der Wortbildung reflektieren und für ihr Lernen nutzen. Sie können dabei auf Lernerfahrungen und Kenntnisse in anderen Sprachen zurückgreifen. FS2GR.5.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 2 können unter Anleitung Strategien und Techniken für das Wortschatzlernen nutzen (z.B. 2a Klebezettel, Wort-Bild-Karten, Parallelwörter). b können Erfahrungen mit Strategien und Techniken zum Wortschatzerwerb reflektieren MI - Recherche und und unter Anleitung entscheiden, welche ihnen am besten zusagt (z.B. Wortkartei, Lernunterstützung 3c Wörternetz, Lernspiel, Bildwörterbücher, elektronische Wörterbücher, App). können ausgehend vom bestehenden individuellen Wortschatz mit Hilfe von Hör-, Lesetexten und Gesprächen ihren produktiven Wortschatz erweitern. können, wenn nötig mit Unterstützung, dem eigenen Lernstil angepassten Techniken zum Wortschatzerwerb auswählen (z.B. Cluster, Mindmap, Tonaufnahme). können unter Anleitung Regeln der Wortbildung (auch sprachenübergreifend) erkennen und neue Wörter und Wendungen bilden (z.B. nation/Nation/nazione/naziun, repair/reparieren/riparare/reparar, Wortfamilie). d können selbstständig Regeln der Wortbildung ableiten und für ihr Lernen nutzen können verschiedene Formen von Wörterbüchern (z.B. in Papierform, elektronische, online) vergleichen und sich über deren Anwendungsmöglichkeiten austauschen. FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 5 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 147 FS2GR.5 Sprache(n) im Fokus C Aussprache Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können klar und verständlich sprechen und vorlesen. FS2GR.5.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können vertraute Wörter und Wendungen so aussprechen oder vorlesen, dass sie meistens verstanden werden. b können häufige Konventionen der Aussprache und Intonation so anwenden, dass sie 3c beim Sprechen und lauten Lesen verstanden werden. können trotz eines merklichen Akzents in der Regel verständlich sprechen und vorlesen. d können sich meist so ausdrücken, dass die Aussprache gut verständlich ist und die Intonation dem Inhalt entspricht. Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können typische Aussprache- und Intonationsregeln der englischen Sprache verstehen. FS2GR.5.C.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können einzelne typische Laute wahrnehmen, die sich in Englisch und in der Schulsprache unterscheiden (z.B. th/v). b c können die Auswirkung der Intonation auf die Bedeutung einer Aussage erkennen und Schlüsse daraus ziehen (z.B. Intonationsfrage, Befehlsform). 3d können einzelne spezifische Laute und Lautfolgen der englischen Sprache beobachten, gegebenenfalls mit anderen Sprachen vergleichen und in der Schulsprache Vermutungen über das Verhältnis von Schrift und Laut anstellen (z.B. my > may, live- life; Wort-und Satzbetonung). können unter Anleitung häufig vorkommende Schriftbilder mit der korrekten Aussprache verbinden und daraus Regeln ableiten (call, tell, miss, jazz, but, bus, us, if). e können durch unterschiedliche Betonung und Intonation die Wirksamkeit ihrer Aussage erkennen und steuern. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 5 148 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.5 Sprache(n) im Fokus D Grammatik Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können grammatische Strukturen in Texten erkennen und für das Verständnis nutzen sowie beim Sprechen und Schreiben anwenden. FS2GR.5.D. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können beim Sprechen und Schreiben mit Unterstützung sehr einfache grammatische 2a Strukturen verwenden, machen aber je nach Unterstützungsgrad noch häufig Fehler (z.B. regelmässige Pluralform, einzelne Konjugationsformen). b können einzelne auf bestimmte Situationen bezogene grammatische Strukturen mit Unterstützung erkennen und für das Verständnis nutzen (z.B. Negation, Fragewörter). 3c können beim Sprechen und Schreiben einige einfache grammatische Strukturen verwenden, machen dabei aber noch Fehler (z.B. Konjugationsformen wichtiger Verben, Personalpronomen, einfache Frage mit Fragewort). können auf bestimmte Situationen bezogene grammatische Strukturen mit Unterstützung erkennen und für das Verständnis nutzen (z.B. Zeitangaben, Ortsangaben). können beim Sprechen und Schreiben einfache grammatische Strukturen verwenden, machen dabei aber teilweise noch Fehler (z.B. Wortfolge in einfachen Aussagesätzen und Fragen, Verben mit zwei Objekten, unregelmässige Pluralformen, häufige Präpositionen). können in Texten mit Unterstützung einfache grammatische Strukturen erkennen und für das Verständnis nutzen. (z.B. Wortfolge im Satz, Frage mit Fragewort oder Intonation, Konjugationsformen). d können beim Sprechen und Schreiben auch einige komplexere grammatische Strukturen ausreichend korrekt verwenden (z.B. Hilfs- und Modalverben, verschiedene Formen der Negation, Demonstrativ- und Reflexivpronomen). können in Texten auch komplexere Strukturen erkennen und für das Verständnis nutzen. (z.B. Zeitform der Verben, häufige Modalverben, Konjunktionen zur Begründung, Possessiv- und Reflexivpronomen). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 5 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 149 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können grammatische Strukturen verstehen FS3GR.5.D.2 und mit anderen Sprachen vergleichen. FS2GR.5.D. Die Schülerinnen und Schüler ... 2 können unter Anleitung einzelne grammatische Strukturen erforschen, gegebenenfalls 2a mit anderen Sprachen vergleichen und darüber in der Schulsprache Vermutungen anstellen (z.B. Singular-Pluralform, bestimmter/unbestimmter Artikel, Wortstellung in 3b einem Fragesatz). können unter Anleitung komplexere grammatische Strukturen untersuchen, mit anderen Sprachen vergleichen und Regeln ableiten (z.B. Zeitform, einfache Konjugation). c können über den Vergleich von grammatischen Strukturen verschiedener Sprachen sprachspezifische Regeln erkennen, reflektieren und für den eigenen Sprachgebrauch einschätzen (z.B. Relativpronomen und Relativsatz, unregelmässige Steigerungsform, Konditionalsatz). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 5 150 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.5 Sprache(n) im Fokus E Rechtschreibung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können angemessen korrekt schreiben. FS2GR.5.E.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können einzelne Wörter und kurze Wendungen korrekt abschreiben. können einzelne Wörter und kurze Wendungen aufschreiben, dies kann aber noch b lautgetreu sein. 3c können Wendungen und kurze Sätze korrekt abschreiben. können in eigenen kurzen Texten teilweise die korrekte Rechtschreibung benutzen. können in einfachen Sätzen die wichtigsten Satzzeichen anwenden. können in kürzeren Texten zu vertrauten Themen angemessen korrekt schreiben. können häufig verwendete Formen korrekt schreiben (z.B. I am, they are). d können Texte zu allgemeinen Themen angemessen korrekt schreiben, auffällige Rechtschreibefehler sind selten. Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Rechtschreibregeln der englischen Sprache reflektieren und verstehen. FS2GR.5.E.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können unter Anleitung elementare Rechtschreibregeln wahrnehmen (z.B. what, where, why /I). b können elementare Rechtschreibregeln erforschen und in der Schulsprache FS3GR.5.E.2.a 3c Vermutungen darüber anstellen. können eigene Fehler mithilfe von Textvorlagen erkennen und korrigieren. MI - Produktion und Präsentation können unter Anleitung häufige Rechtschreibregeln ableiten. FS3GR.5.E.2.b können die Rechtschreibung überprüfen (z.B. mithilfe eines Wörterbuchs). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 5 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 151 FS2GR.5 Sprache(n) im Fokus F Sprachlernreflexion und -planung 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihr eigenes Sprachenlernen Querverweise reflektieren und planen. FS3GR.5.F.1 FS2GR.5.F.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a können auf ganz einfache Weise, und unterstützt durch die Lehrperson, über ihre Sprachlernerfahrungen nachdenken und Lernfortschritte festhalten (z.B. im b Lernjournal). 3c können mit Unterstützung ihren Lernstand einschätzen und daraus persönliche Ziele ableiten (z.B. über gezieltes Sammeln von Produkten, Portfolio). können, bei Bedarf mit Unterstützung, die eigenen Fortschritte und Lernergebnisse einschätzen. können sich persönliche Ziele setzen und das eigene Lernen planen. d können sich über Lernerfahrungen austauschen. können auch ausserschulische Lerngelegenheiten erkennen und nutzen (z.B. Internet, Begegnungen, Medien). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 5 152 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.6 Kulturen im Fokus A Kenntnisse 1. Die Schülerinnen und Schüler kennen einige Merkmale des Querverweise englischsprachigen Kulturraums sowie kulturelle Gemeinsamkeiten und D.6.B.1 Unterschiede. FS2GR.6.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 2a kennen einige Kulturerzeugnisse, Eigenheiten und landeskundliche Gegebenheiten des MU.2.B.1.f b BG.3.A.1.2b c englischsprachigen Kulturraums (z.B. Lieder, Kulinarik, Städte). 3d kennen einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den eigenen und anderen Kulturen, insbesondere im englischsprachigen Raum (z.B. häufig beobachtete nonverbale Kommunikation oder Grussformeln, Rituale im Schulalltag, Kinderliteratur). wissen, dass Kenntnisse, die sie über die englischsprachigen Kulturen haben, häufig ERG.5.5.d klischeehafte Aspekte beinhalten und dass in allen Kulturen vielfältige Lebens- und Verhaltensweisen nebeneinander existieren (z.B. Wohnsituation, Essensgewohnheiten, Grussverhalten). kennen kulturelle Gegebenheiten und exemplarische Kulturerzeugnisse des MU.2.B.1.h englischsprachigen Kulturraumes (z.B. Mode, Musik, Technik, geschichtliche BG.3.A.1.2c Ereignisse, Regionen, Staatsform, Persönlichkeiten, Malerei, Jugendliteratur, Film). e wissen, dass sowohl in der eigenen als auch in englischsprachigen Kulturen ERG.5.5.a unterschiedliche Normen und Werte nebeneinander existieren (z.B. Subkulturen, Musikkulturen, Kleidungsstile, Geschlechter, Generationen). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 6 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 153 FS2GR.6 Kulturen im Fokus B Haltungen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können über ihre Haltung gegenüber dem BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle englischsprachigen Kulturraum und gegenüber kultureller Vielfalt Verständigung nachdenken. FS2GR.6.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können ihre Haltung gegenüber fremden Sprachen und Kulturen ausdrücken. NMG.7.2.f 2a können ihre Eindrücke und Haltung in Bezug auf Kontakte mit dem englischsprachigen 3b Kulturraum beschreiben (z.B. Austauschaktivitäten, Schultraditionen). können über Zweck und Nutzen des Lernens der Fremdsprache Englisch nachdenken und diskutieren. können ihre Eindrücke in Bezug auf Kontakte mit dem englischsprachigen Kulturraum reflektieren und ihre Haltung begründen (z.B. Jugendkultur). können aufgrund der erworbenen kulturellen Erfahrungen ihre Haltung gegenüber Klischees formulieren und diskutieren. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS2GR 6 154 Fachbereichslehrplan | Englisch 2. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS2GR.6 Kulturen im Fokus C Handlungen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler begegnen Menschen und Erzeugnissen des BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle englischsprachigen Kulturraums virtuell und real. Verständigung FS2GR.6.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... NMG.7.1.d NMG.7.2.f 2a können kulturelle Merkmale beobachten und beschreiben (z.B. Lebensalltag, Feste, NMG.7.2.e Traditionen). b können Aspekte des Lebensalltags aus dem englischsprachigen Kulturraum mit ihren c eigenen Erfahrungen vergleichen (z.B. durch Briefkontakte, Geschichten, Reportagen, Comics, Blog). 3d können mit englischsprachigen Menschen in Kontakt treten und machen dadurch Bekanntschaft mit deren Kulturen (z.B. Brief, Text, Bild, Zeichnung, E-Mail). können in der Auseinandersetzung mit kulturellen Gegebenheiten und Kulturerzeugnissen aus dem englischsprachigen Raum die eigene Lebenswelt bewusster wahrnehmen und erkennen, dass eigene Norm- und Wertvorstellungen relativ sind (z.B. Schulsystem, geschichtliches Ereignis, Sport, Persönlichkeit). e können in Austauschsituationen ihr erworbenes kulturelles Wissen beobachten, überprüfen und relativieren (z.B. durch Briefkontakt, in den Ferien, in einer realen oder virtuellen Begegnung). FS2GR Lehrplan 21 15.3.2016 6 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 155 Französisch/Italienisch/ Romanisch 3. Fremdsprache FS3GR 15.3.2016 Lehrplan 21 156 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.1 Hören A Monologische und dialogische Texte hören und verstehen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedenartige Hörtexte und Gespräche verstehen (Sachtexte, ästhetische Texte, Texte im Schulalltag, Gespräche im Kontakt mit Französisch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Personen). FS3GR.1.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können vertraute Wörter, ganz einfache Informationen, einfache Aufgaben und A 1.1 Anleitungen verstehen, wenn deutlich gesprochen wird und wenn Illustrationen oder Gestik dabei helfen (z.B. Dialog, Lied, Anweisung). b können einfache und häufige Ausdrücke und einfache Fragen zur eigenen Person verstehen (z.B. Name, Adresse). A 1.2 können sich bei einfachen kurzen Texten eine Vorstellung vom Inhalt machen, wenn der c Text mit Illustrationen oder Gestik unterstützt wird (z.B. Trickfilm, Theaterszene, Lied). können einfachen kurzen Texten grundlegende Informationen entnehmen, wenn A 2.1 langsam, deutlich und mit Pausen gesprochen wird (z.B. Spielanleitung, Beschreibung). können kurze Gespräche über vertraute Themen verstehen, wenn langsam und deutlich d gesprochen wird (z.B. Schule, Familie, Freizeit). A 2.2 können in einfachen kurzen Texten zu vertrauten Themen die Hauptinformation verstehen, wenn langsam und deutlich gesprochen wird (z.B. Geschichte). können in kurzen, einfachen und klaren Durchsagen die Hauptinformation oder Einzelinformationen verstehen (z.B. Wettervorhersage, Sportresultat). können aus kurzen Mitteilungen zu vertrauten Themen einfache Informationen entnehmen, wenn langsam und deutlich gesprochen wird (z.B. Wegbeschreibung). können in Beiträgen über vertraute Themen verstehen, worum es geht, wenn langsam und deutlich gesprochen wird (z.B. Vortrag, Reportage, Filmszene). können einfache Mitteilungen, Anweisungen und Erklärungen verstehen (z.B. Anleitung zu einem Experiment, einfache Gebrauchsanweisung), die man ihnen persönlich gibt. können in längeren Gesprächen über vertraute Themen meistens verstehen, worum es geht, wenn deutlich gesprochen wird (z.B. Interview, Telefongespräch, persönliche Begegnung). Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können die ästhetische Wirkung von Hörtexten entdecken und beschreiben. FS3GR.1.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können in einen langsam und deutlich vorgelesenen/gesprochenen Hörtext eintauchen (z.B. einfaches Hörbuch, Geschichte). b können in Hörtexten einzelne ästhetische Gestaltungsmittel entdecken und in der FS1GR.1.A.2.b c Schulsprache beschreiben (einfaches Wortspiel, Sketch). FS2GR.1.A.2.b können über Hörtexte neue Welten entdecken und zu eigenen Vorlieben finden. FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 1 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 157 FS3GR.1 Hören B Strategien 1. Die Schülerinnen und Schüler können Hörstrategien einsetzen und Querverweise reflektieren. Dabei nutzen sie auch in anderen Sprachen aufgebaute FS1GR.1.B.1 Strategien. FS2GR.1.B.1 FS3GR.1.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können unter Anleitung bekannte Hörstrategien aus der ersten und zweiten 3a Fremdsprache oder aus anderen Sprachen transferieren und einsetzen (z.B. mehrfach hören, auf Geräusche, Satzmelodie, Gestik und Mimik achten). b können mitteilen, welche Hörstrategien hilfreich sind. c können einzelne Wörter heraushören, die aus anderen Sprachen bekannt sind (z.B. d Parallelwörter, bekannte Wörter, Namen, Zahlen). können Hörstrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und sich über deren Nutzen austauschen (z.B. Vorwissen aktivieren, Thema erkennen, auf Bekanntes achten, schriftlichen Begleittext nutzen, mehrfach hören). können beurteilen, welche Hörstrategien für sie hilfreich sind und diese zunehmend selbstständig einsetzen (z.B. auf Geräusche und Bilder achten, Gestik und Verhalten der Sprecherin/des Sprechers beobachten, unbekannte Wörter erschliessen und Satzbedeutung ableiten). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS3GR 1 158 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.1 Hören C Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte aus Gesprächen und Hörtexten auf Französisch, Italienisch bzw. Romanisch verstehen und sinngemäss in die Schulsprache übertragen. FS3GR.1.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können die Hauptaussagen aus kurzen und einfachen Mitteilungen (z.B. auf Anrufbeantworter, Arbeitsanweisung) verstehen und sinngemäss mündlich oder b schriftlich in der Schulsprache wiedergeben. c können in einem einfachen Gespräch mit einer Französisch, Italienisch bzw. Romanisch d sprechenden Person einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen Situationen verstehen und sinngemäss mündlich in der Schulsprache wiedergeben (informelles Dolmetschen, z.B. Herkunft, Hobby, Interessen). Voraussetzung ist, dass diese Person deutlich spricht. können Einzelinformationen von Lautsprecherdurchsagen und Mitteilungen (z.B. Verspätungsmeldung, Hausaufgabe, Fernsehnachricht) sowie die Hauptaussagen eines kurzen Interviews verstehen und sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben. Voraussetzung ist, dass langsam und deutlich gesprochen wird und es sich um ein vertrautes Thema handelt. können längere, klar aufgebaute Gespräche und Hörtexte zu Themen des Alltagslebens verstehen und die Hauptaussagen oder Einzelinformationen sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben (z.B. Interview, Treffen mit Partnerklasse). können in einem einfachen Gespräch mit einer Französisch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Person (z.B. Austauschschülerin oder -schüler) einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen Situationen verstehen und sinngemäss mündlich in der ersten Fremdsprache oder Englisch wiedergeben (z.B. Herkunft, Hobby, Interessen). Voraussetzung ist, dass die Person, die in der dritten Fremdsprache spricht, deutlich spricht und bereit ist zu helfen. FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 1 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 159 FS3GR.2 Lesen FS3GR 2 A Texte lesen und verstehen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedenartige Texte lesen und verstehen (Sachtexte, ästhetische Texte, Texte im Schulalltag, Texte im Kontakt mit Französisch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Personen). FS3GR.2.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können einzelne Ausdrücke mithilfe von Illustrationen verstehen (z.B. Flyer, einzelne A 1.1 Bilder). können in ganz einfachem Informationsmaterial oder Mitteilungen (z.B. Schild, Plakat, b Postkarte) grundlegende Informationen finden und verstehen (z.B. Ort, Datum, Zeit). können kurze wiederkehrende Anweisungen verstehen (z.B. im Lehrmittel). A 1.2 können einfache kurze Texte mithilfe von Illustrationen verstehen (z.B. c Bildergeschichte, Comic). können Informationsmaterialien grundlegende Aussagen entnehmen (z.B. Angebot, A 2.1 Preis in Werbetext). können einfache kurze Mitteilungen verstehen (z.B. SMS, Einladung, Arbeitsanweisung). d können eine kurze, klar aufgebaute Geschichte in groben Zügen verstehen, wenn das A 2.2 Thema vertraut ist (z.B. Handlung, wichtigste Akteure oder Figuren). können aus kurzen, klar aufgebauten Texten zu vertrauten Themen grundlegende Informationen entnehmen (z.B. Liste, Kochrezept, Portrait). können in einfachen persönlichen Nachrichten konkrete Mitteilungen verstehen (z.B. E- Mail, Chat). können in klar strukturierten Texten die Hauptinformation oder Einzelinformationen verstehen, wenn das Thema vertraut ist (z.B. Geschichte, Reportage, Vorschrift). können einfache kurze Anleitungen befolgen, wenn die Schritte illustriert sind (z.B. Experiment, Spiel, Rezept). können einfache persönliche Texte über vertraute Dinge verstehen (z.B. Brief, Blog). Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können die ästhetische Wirkung von Lesetexten entdecken und beschreiben. FS3GR.2.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können in einfache, mit Bildern illustrierte kurze Texte eintauchen (z.B. Comic, FS1GR.2.A.2.c illustrierte Geschichte). FS2GR.2.A.2.c b können in Texten einzelne ästhetische Gestaltungsmittel entdecken und in der c Schulsprache beschreiben (z.B. Wortspiele in einem Prosatext, Slang in einem Comic, Reim in einem Gedicht, Wiederholung im Vers). können sich in eine Geschichte hineinversetzen, neue Welten entdecken und zu eigenen Vorlieben finden (z.B. Kriminalgeschichte in didaktisierten Lektüren, Comic). 15.3.2016 Lehrplan 21 160 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.2 Lesen B Strategien 1. Die Schülerinnen und Schüler können Lesestrategien einsetzen und Querverweise reflektieren. Dabei nutzen sie auch in anderen Sprachen aufgebaute FS1GR.2.B.1 Strategien. FS2GR.2.B.1 FS3GR.2.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können unter Anleitung bekannte Lesestrategien aus der ersten und zweiten 3a Fremdsprache oder aus anderen Sprachen transferieren und einsetzen (z.B. Bilder und Titel betrachten, Text durch W-Fragen erschliessen, Unbekanntes nachschlagen). b können mitteilen, welche Lesestrategien hilfreich sind. c können einzelne Wörter erkennen, die aus anderen Sprachen bekannt sind (z.B. d Parallelwörter, bekannte Wörter, Namen, Zahlen). können Lesestrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und sich über deren Nutzen austauschen (z.B. Vorwissen aktivieren, Thema erkennen, Bilder und Titel betrachten, wiederholtes Lesen, verschiedene Informationsquellen nutzen). können beurteilen, welche Lesestrategien für sie hilfreich sind und diese zunehmend selbstständig einsetzen (z.B. Thema erkennen, Bekanntes und Parallelwörter erkennen, Schlüsselwörter erkennen, Kernaussagen markieren, Unbekanntes erschliessen, verschiedene Informationsquellen nutzen). FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 2 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 161 FS3GR.2 Lesen C Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte schriftlicher Texte auf Französisch, Italienisch bzw. Romanisch verstehen und sinngemäss in die Schulsprache übertragen. FS3GR.2.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können die Hauptaussagen aus kurzen und einfachen Mitteilungen (z.B. Schild, Plakat) verstehen und sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben. b können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen, kurzen Texten c verstehen und sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben (z.B. E-Mail, Sachtext, Songtext). Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute Themen d handelt (z.B. Schule, Freizeit, Tiere). können längere, klar aufgebaute Texte zu Themen des Alltagslebens verstehen und die Hauptaussagen oder Einzelinformationen sinngemäss mündlich oder schriftlich in der Schulsprache wiedergeben (z.B. Internetseite, Artikel, Geschichte). können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen, kurzen Texten verstehen und diese sinngemäss schriftlich in der ersten Fremdsprache oder Englisch wiedergeben (z.B. Sachtext, E-Mail). Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute, konkrete Themen handelt. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS3GR 2 162 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.3 Sprechen A Dialogisches Sprechen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können an verschiedenen Gesprächen teilnehmen (über Sachthemen, über ästhetische Themen, im Schulalltag, mit Französisch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Personen). FS3GR.3.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können mit ganz einfachen Worten Kontakt aufnehmen und sich verständigen (z.B. sich A 1.1 begrüssen, verabschieden, bedanken, etwas bestellen). b A 1.2 können sich in vertrauten Situationen auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartner/innen Rücksicht nehmen und behilflich sind (z.B. Spiel, Freizeit, c Schule). können einfache Fragen zu vertrauten Themen stellen und mit einzelnen Wörtern, A 2.1 Ausdrücken oder kurzen Sätzen antworten (z.B. Zeit, Befinden, Farbe). d können in alltäglichen Situationen mit einfachen Worten Informationen austauschen und einholen (z.B. Rollenspiel, Gruppenarbeit). A 2.2 können zu vertrauten Themen einfache Fragen stellen und beantworten, kurz etwas dazu sagen oder auf Gesagtes reagieren (z.B. Unterricht, Einkauf). können einfache Aussagen zu vertrauten Themen machen und darauf reagieren (z.B. erklären, Verständnis prüfen). können zu alltäglichen Aktivitäten Fragen stellen und beantworten (z.B. Freizeit, Reisen, Unterricht). können ausdrücken, ob sie einverstanden sind oder lieber etwas anderes möchten (z.B. Vorschlag, Abmachung). können vertraute Personen um einen Gefallen bitten und auf Bitten reagieren (z.B. etwas ausleihen, Wunsch äussern). FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 3 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 163 FS3GR.3 Sprechen FS3GR 3 B Monologisches Sprechen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können zu verschiedenen Themen und in unterschiedlichen Situationen zusammenhängend sprechen (über Sachthemen, über ästhetische Themen, über Themen und Abläufe im Schulalltag, im Kontakt mit Französisch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Personen). FS3GR.3.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können einfache kurze Reime vortragen. 3a können alltägliche und vertraute Dinge benennen (z.B. Schulgegenstände, Esswaren). A 1.1 können mit einfachen Worten über sich selber sprechen (z.B. Name, Alter, Befindlichkeit). b können einfache Lieder mitsingen. A 1.2 können grundlegende Informationen über sich und vertraute Personen geben (z.B. Herkunft, Freunde). c können sich über Vorlieben und Abneigungen zu sehr vertrauten Themen äussern (z.B. Essen, Farben, Kleidung). A 2.1 können einfache, kurze Texte vortragen (z.B. Gedicht, Zungenbrecher). d können sehr vertraute Themen in einem kurzen vorbereiteten Vortrag präsentieren (z.B. Hobby, Tiere, Musik). A 2.2 können Menschen, Gegenstände und Abläufe auf einfache Weise beschreiben (z.B. Aussehen, Tagesablauf, Weg). können sagen, was sie gut können, was weniger gut (z.B. Schule, Sport). können kurze Geschichten erzählen, indem sie die Ereignisse aneinanderreihen. können ihre persönlichen Meinungen, Vorlieben und Vermutungen mit einfachen Worten äussern und begründen (z.B. Musik, Buch, Regeln). können vertraute Dinge und Sachverhalte kurz beschreiben (z.B. Tier, Feiertag, Umgebung). können mit einfachen Worten alltägliche Ereignisse und persönliche Erfahrungen beschreiben und kurz begründen, was ihnen gefällt und was weniger (z.B. Ausflug, Party). Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können beim Vortragen Texte gestalten und eine ästhetische Wirkung erzielen. FS3GR.3.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 2 können beim Vortragen von einfachen Texten mit ästhetischen Gestaltungsmitteln 3a spielerisch experimentieren (z.B. Reim, Zungenbrecher, Vers). b können Texte kreativ gestalten und eine ästhetische Wirkung erzielen (z.B. Liedtext, Rap, Sketch, Gedicht, kurze Geschichte). c können Texte bewusst gestalten und inszenieren und sich in der Schulsprache über die Wirkung austauschen (z.B. Geschichte, Szene aus einem Theaterstück, Improvisation). 15.3.2016 Lehrplan 21 164 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.3 Sprechen C Strategien 1. Die Schülerinnen und Schüler können Strategien einsetzen und Querverweise reflektieren, um das Sprechen zu steuern. Dabei nutzen sie auch in FS1GR.3.C.1 anderen Sprachen aufgebaute Strategien. FS2GR.3.C.1 FS3GR.3.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können unter Anleitung bekannte Sprechstrategien aus der ersten und zweiten Fremdsprache transferieren und einsetzen (z.B. Gesprächspartner beobachten, Gestik b und Mimik einsetzen, Nichtverstehen signalisieren, auswendig gelernte Wendungen und c feste Ausdrücke nutzen). d können mitteilen, welche Sprechstrategien hilfreich sind. können Sprechstrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und sich über deren Nutzen austauschen (z. B. zur Muttersprache wechseln, Verstehen oder Nichtverstehen signalisieren, Textbausteine und Notizen nutzen). können Sprechhemmungen überwinden, bei Bedarf mit Unterstützung, und dabei Fehler als Lerngelegenheiten nutzen. können beurteilen, welche Sprechstrategien für sie hilfreich sind, und diese zunehmend selbstständig einsetzen, um eine bessere Wirkung ihrer Gesprächsbeiträge zu erzielen (z.B. um Wiederholung bitten, nachfragen, im Selbstgespräch üben, formelhafte Wendungen zur Gesprächssteuerung einsetzen, Umschreibungen und Stichwörter nutzen). können einige Fehler, die beim freien Sprechen auftreten, erkennen und sich selber korrigieren. FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 3 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 165 FS3GR.3 Sprechen D Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte aus Gesprächen, Hörtexten oder schriftlichen Texte in der Schulsprache sinngemäss ins Französische, Italienische bzw. Romanische übertragen. FS3GR.3.D. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können die Hauptaussagen aus kurzen, einfachen schriftlichen Mitteilungen in der 3a Schulsprache (z.B. Schild, Plakat, SMS) sinngemäss auf Französisch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben. b können aus einem einfachen Gespräch mit einer in der Schulsprache sprechenden c Person einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen d Situationen sinngemäss auf Französisch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben (informelles Dolmetschen, z.B. Herkunft, Hobby, Interessen). können Lautsprecherdurchsagen und kurze mündliche Mitteilungen in der Schulsprache mit einfachen Sätzen und Wendungen sinngemäss auf Französisch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben (z.B. Verspätungsmeldung, Wetterbericht). können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen und kurzen schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. E-Mail, Prospekt, Veranstaltungsprogramm) sinngemäss auf Französisch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben. Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute Themen handelt (z.B. Schule, Freizeit, Tiere). können die Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einem längeren, klar aufgebauten Gespräch mit einer in der Schulsprache sprechenden Person sowie aus Hörtexten oder schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. Treffen mit Partnerklasse, Geschichte, Sachtext) sinngemäss auf Französisch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben. Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute Themen handelt. können in einer Gesprächssituation zwischen einer in der ersten Fremdsprache sprechenden bzw. englischsprachigen und einer französisch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Person sinngemäss vermitteln (z.B. einfache, kurze Fragen und Informationen zur Person oder zu alltäglichen Situationen). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS3GR 3 166 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.4 Schreiben A Verfassen schriftlicher Texte Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedene Texte verfassen (Sachtexte, ästhetische Texte, Texte im Schulalltag, im schriftlichen Kontakt mit Französisch, Italienisch bzw. Romanisch sprechenden Personen). FS3GR.4.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können mit bekannten Wörtern Listen erstellen und Bilder beschriften (z.B. Foto, A 1.1 Checkliste). können Formulare mit persönlichen Angaben ergänzen (z.B. Anmeldung). b können in kurzen, einfachen Sätzen Informationen über sich selbst geben (z.B. Name, Wohnort, Alter). A 1.2 können von einer Geschichte die wichtigsten Elemente festhalten (z.B. Cluster, c Mindmap). können mit einfachen Worten alltägliche Situationen und Gegenstände beschreiben (z.B. A 2.1 Farbe, Grösse, Material). können mit einfachen Worten Informationen über sich selbst oder vertraute Personen d und Sachverhalte verfassen (z.B. Familie, Zimmer, Hobby). können ganz einfache Mitteilungen und Fragen formulieren (z.B. Einladung, SMS, A 2.2 Notiz). können mit sprachlichem Support (z.B. Redewendungen, wiederkehrende Wortkombinationen (sog. Chunks)) einfache Geschichten beginnen oder zu Ende führen. können sich einfache Notizen machen und kurze Mitteilungen verfassen (z.B. Sachverhalt, Wegbeschreibung zu Skizze, Einladung). können mit einfachen Sätzen und Ausdrücken über vertraute Gegenstände und Personen berichten (z.B. Tagesablauf, Portrait, Aktivität). können mit einfachen Sätzen kurze Geschichten erzählen (z.B. zu einer Bildergeschichte). können in einfachen Sätzen darüber berichten, was wann und wo geschehen ist (z.B. Erlebnis). können Gleichaltrige auf einfache Weise über sich selbst oder alltägliche Dinge informieren und auf solche Informationen reagieren (z.B. Lebenslauf, Wandzeitung, Anzeige). FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 4 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 167 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können eigene Texte kreativ und spielerisch gestalten und eine ästhetische Wirkung erzielen. FS3GR.4.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können mit einfachen ästhetischen Gestaltungsmitteln spielerisch experimentieren (z.B. Reimwörter). b können in eigenen Texten mit einfachen Gestaltungsmitteln eine ästhetische Wirkung c erzielen (z.B. Gedicht, Cartoon, Bildgeschichte). können beim kreativen Schreiben verschiedene ästhetische Gestaltungsmittel bewusst einsetzen und sich in der Schulsprache über die Wirkung austauschen (z.B. Kurzgeschichte, Raptext, Werbespot). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS3GR 4 168 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.4 Schreiben B Strategien Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Strategien zur FS1GR.4.B.1 Schreibunterstützung einsetzen und reflektieren. Dabei nutzen sie auch FS2GR.4.B.1 in anderen Sprachen aufgebaute Strategien. FS3GR.4.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können unter Anleitung bekannte Schreibstrategien aus der ersten und zweiten 3a Fremdsprache oder aus anderen Sprachen transferieren und einsetzen (z.B. Wörter aus Vorlage neu kombinieren, fehlendes Vokabular durch Symbole, Zeichnungen oder b Wörter aus anderen Sprachen ersetzen). können mitteilen, welche Schreibstrategien hilfreich sind. c können Schreibstrategien einsetzen, wenn sie dabei teilweise unterstützt werden, und sich über deren Nutzen austauschen (z.B. Modellsätze verwenden, Wortlisten und Bilderwörterbuch nutzen, Merktechniken, Eselsbrücken, Vokabular in verschiedenen Medien suchen). können beurteilen, welche Schreibstrategien für sie hilfreich sind, und diese zunehmend selbstständig einsetzen, um eine bessere Wirkung ihrer Texte zu erzielen (z.B. Informationen sammeln, Mindmap, Cluster erstellen, Planungs- und Strukturierungshilfen nutzen, grammatische Übersichten und Merkblätter, Textmuster und Textverarbeitungsprogramm verwenden, Text überarbeiten und korrigieren, Wörter- und Grammatikbücher und das Internet gezielt nutzen). können einige Fehler, die beim freien Schreiben auftreten, erkennen und korrigieren. FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 4 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 169 FS3GR.4 Schreiben C Sprachmittlung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalte von Texten in der Schulsprache sinngemäss ins Französische, Italienische bzw. Romanische übertragen. FS3GR.4.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können zu einfachen schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. Einladung, einfache Sachtexte) Stichworte auf Französisch, Italienisch bzw. Romanisch festhalten. b können einfache mündliche und schriftliche Mitteilungen oder Fragen in der c Schulsprache (z.B. Ankunftszeit, Treffpunkt, Bitte um Rückruf) in kurzen, einfachen Notizen und Nachrichten auf Französisch, Italienisch bzw. Romanisch festhalten. d können aus schriftlichen Texten in der Schulsprache (z.B. Broschüre, E-Mail, Artikel in einer Zeitschrift) die wesentlichen Angaben sinngemäss auf Französisch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben. können Hauptaussagen oder Einzelinformationen aus einfachen und kurzen schriftlichen Mitteilungen in der ersten Fremdsprache oder Englisch mit einfachen Sätzen und Wendungen sinngemäss auf Französisch, Italienisch bzw. Romanisch wiedergeben. Voraussetzung ist, dass es sich um vertraute, konkrete Themen handelt. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS3GR 4 170 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.5 Sprache(n) im Fokus A Bewusstheit für Sprache 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Aufmerksamkeit auf Querverweise sprachliche Phänomene richten. FS1GR.5.A.2 FS2GR.5.A.2 FS3GR.5.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können einzelne sprachliche Phänomene des Französischen, Italienischen bzw. Romanischen mit Unterstützung wahrnehmen, mit anderen Sprachen vergleichen und b dabei Unterschiede oder Ähnlichkeiten erkennen (z.B. Herkunft von Wörtern, Lehnwörter, Internationalismen). c können, auch im Vergleich mit anderen Sprachen, im Französischen, Italienischen bzw. Romanischen verschiedene Register erkennen (z.B. formelle und informelle Sprache, Umgangssprache). können Status und Rolle des Französischen, Italienischen bzw. Romanischen im Vergleich zu anderen Sprachen einschätzen und können erkennen, dass es verschiedene Varietäten gibt (Le français dans le monde, Dialekt - Standarditalienisch, Ortsdialekt - Regionalschriftsprache - Rumantsch Grischun). FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 5 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 171 FS3GR.5 Sprache(n) im Fokus B Wortschatz Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über einen angemessenen Wortschatz, um sich mündlich und schriftlich zu äussern. FS3GR.5.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 13 a verfügen über ein begrenztes Repertoire an einzelnen Wörtern und Wendungen, die sich auf bestimmte Situationen beziehen, um sich kurz und einfach zu vertrauten Themen zu b äussern. c verfügen über ein elementares Repertoire an häufigen Wörtern und Wendungen, das ihnen erlaubt, einfache Texte zu alltäglichen Themen zu verfassen sowie an einfachen Gesprächssituationen aktiv teilzunehmen. verfügen über ein genügend grosses Repertoire an Wörtern und Wendungen, das ihnen erlaubt, Texte zu allgemeineren Themen zu verstehen und zu verfassen sowie an routinemässigen Gesprächen aktiv teilzunehmen. Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Strategien und Techniken zum FS1GR.5.B.2 Wortschatzerwerb und Regeln der Wortbildung reflektieren und für ihr FS2GR.5.B.2 Lernen nutzen. Sie können dabei auf Lernerfahrungen und Kenntnisse in anderen Sprachen zurückgreifen. FS3GR.5.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 23 a können, teilweise unter Anleitung, bereits bekannte Strategien und Techniken für die Erschliessung neuer Wörter in der französischen, italienischen bzw. romanischen b Sprache nutzen (z.B. Klebezettel, Wort-Bild-Karten, Parallelwörter). c können Erfahrungen mit Strategien und Techniken zum Wortschatzerwerb, die sie auch aus anderen Sprachfächern kennen, reflektieren und sich zunutze machen (z.B. Wortkartei, Wörternetz, Lernspiel, Bildwörterbücher, elektronische Wörterbücher, App). können ausgehend vom bestehenden individuellen Wortschatz mithilfe von Hör-, Lesetexten und Gesprächen ihren produktiven Wortschatz erweitern. können, wenn nötig mit Unterstützung, dem eigenen Lernstil angepasste Techniken zum Wortschatzerwerb auswählen (z.B. Cluster, Mindmap, Tonaufnahme). können Regeln der Wortbildung (auch sprachenübergreifend) erkennen und neue Wörter und Wendungen bilden (z.B. franz. possible/impossible, ital. possibile/impossibile, rom. pussaivel/nunpussaivel/impussibel). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS3GR 5 172 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.5 Sprache(n) im Fokus C Aussprache Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können klar und verständlich sprechen und vorlesen. FS3GR.5.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können vertraute Wörter und Wendungen so aussprechen oder vorlesen, dass sie meistens verstanden werden. b können sich meist so ausdrücken, dass die Aussprache gut verständlich ist und die Intonation dem Inhalt entspricht. Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können typische Aussprache- und Intonationsregeln der französischen, italienischen bzw. romanischen Sprache verstehen. FS3GR.5.C.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können einzelne spezifische Laute und Lautfolgen der französischen, italienischen bzw. romanischen Sprache beobachten, gegebenenfalls mit anderen Sprachen vergleichen b und in der Schulsprache Vermutungen über das Verhältnis von Schrift und Laut anstellen (z.B. franz. ou > u, ital. ciao > tsch, rom. tg, gn). können durch unterschiedliche Betonung und Intonation die Wirksamkeit ihrer Aussage erkennen und steuern (z.B. Intonationsfrage, Befehlsformen). FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 5 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 173 FS3GR.5 Sprache(n) im Fokus D Grammatik Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können grammatische Strukturen in Texten erkennen und für das Verständnis nutzen sowie beim Sprechen und Schreiben anwenden. FS3GR.5.D. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können beim Sprechen und Schreiben mit Unterstützung sehr einfache grammatische 3a Strukturen verwenden und dabei auf ihr Vorwissen aus den anderen Sprachen zurückgreifen, machen aber je nach Unterstützungsgrad noch häufig Fehler (z.B. b regelmässige Pluralform, erste Konjugationsformen). können einzelne auf bestimmte Situationen bezogene grammatische Strukturen mit c Unterstützung erkennen und für das Verständnis nutzen (z.B. Negation, Fragewörter). können beim Sprechen und Schreiben einige einfache grammatische Strukturen verwenden, machen dabei aber noch Fehler (z.B. häufige Präpositionen, unregelmässige Pluralformen, Angleichung von Adjektiven, Possessiv- und Reflexivpronomen). können auf bestimmte Situationen bezogene grammatische Strukturen mit Unterstützung erkennen und für das Verständnis nutzen (z.B. Zeitangaben, Ortsangaben). können beim Sprechen und Schreiben einfache grammatische Strukturen verwenden, machen dabei aber teilweise noch Fehler (z.B. häufige Konjugationsformen, Hilfs- und Modalverben, Wortfolge, Präpositionen). können in Texten einfache grammatische Strukturen erkennen und für das Verständnis nutzen (z.B. Wortfolge im Satz, Frage mit Fragewort oder Intonation, Konjugationsformen, Zeitform der Verben, häufige Modalverben). Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können grammatische Strukturen verstehen FS1GR.5.D.2 FS2GR.5.D.2 und mit anderen Sprachen vergleichen. FS3GR.5.D. Die Schülerinnen und Schüler ... 2 können unter Anleitung einzelne grammatische Strukturen erforschen, mit anderen 3a Sprachen vergleichen und darüber in der Schulsprache Vermutungen anstellen (z.B. Singular-Pluralform, bestimmter/unbestimmter Artikel, Wortstellung in einem b Fragesatz). können, teilweise unter Anleitung, grammatische Strukturen untersuchen, mit anderen Sprachen vergleichen und Regeln ableiten; dabei können sie sich auch grammatische Übersichten zunutze machen (z.B. Zeitform, einfache Konjugation, Relativpronomen). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS3GR 5 174 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.5 Sprache(n) im Fokus E Rechtschreibung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können angemessen korrekt schreiben. FS3GR.5.E.1 Die Schülerinnen und Schüler ... können einzelne Wörter und kurze Wendungen weitgehend korrekt abschreiben. 3a b können Wendungen und kurze Sätze korrekt abschreiben. können in eigenen kurzen Texten teilweise die korrekte Rechtschreibung benutzen. können in einfachen Sätzen die wichtigsten Satzzeichen anwenden. können häufig verwendete Formen korrekt schreiben (z.B. franz. j'ai, je suis, ital. ho, sono, rom. eu sun, jeu hai). c können in kürzeren Texten zu vertrauten Themen angemessen korrekt schreiben. Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Rechtschreiberegeln der französischen, italienischen bzw. romanischen Sprache reflektieren und verstehen. FS3GR.5.E.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können elementare Rechtschreibregeln erforschen und in der Schulsprache FS1GR.5.E.2.b Vermutungen darüber anstellen (z.B. franz. é, Schreibung vor Nasallauten, ital. chi / ci, FS2GR.5.E.2.b b rom. s-ch, ì). können eigene Fehler mithilfe von Textvorlagen erkennen und korrigieren. können häufige Rechtschreiberegeln ableiten. FS1GR.5.E.2.c können die Rechtschreibung überprüfen (z.B. mithilfe eines Wörterbuchs). FS2GR.5.E.2.c FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 5 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 175 FS3GR.5 Sprache(n) im Fokus F Sprachlernreflexion und -planung 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihr eigenes Sprachenlernen Querverweise reflektieren und planen. FS1GR.5.F.1 FS2GR.5.F.1 FS3GR.5.F.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können sich mit Unterstützung und aufgrund der Erfahrungen in anderen Fremdsprachen persönliche Ziele beim Lernen der französischen, italienischen bzw. b romanischen Sprache setzen (z.B. Lernjournal, Portfolio). c d können mit Unterstützung ihren Lernstand einschätzen und die persönlichen Ziele anpassen (z.B. über gezieltes Sammeln von Produkten, Portfolio). können, bei Bedarf mit Unterstützung, die eigenen Fortschritte und Lernergebnisse einschätzen und das eigene Lernen planen. können sich über Lernerfahrungen austauschen. können auch ausserschulische Lerngelegenheiten erkennen und nutzen (z.B. Internet, Begegnungen, Medien). 15.3.2016 Lehrplan 21 FS3GR 5 176 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.6 Kulturen im Fokus A Kenntnisse Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler kennen einige Merkmale der französisch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen sowie kulturelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede. FS3GR.6.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a kennen einige Kulturerzeugnisse, Eigenheiten und landeskundliche Gegebenheiten BG.3.A.1.2c französisch-, italienisch- bzw. romanischsprachiger Regionen (z.B. Lieder, Kulinarik, b Orte). c kennen einige Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der eigenen Sprachregion d und französisch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen (z.B. häufig e beobachtete nonverbale Kommunikation oder Grussformeln, Rituale im Schulalltag). wissen, dass Kenntnisse, die sie über französisch-, italienisch- bzw. ERG.5.5.d romanischsprachige Regionen (Romandie - Frankreich - weltweite Frankophonie, Italienische Schweiz - Italien, Regionalschriftsprachen nach Regionen) haben, häufig klischeehafte Aspekte beinhalten und dass in allen Kulturen vielfältige Lebens- und Verhaltensweisen nebeneinander existieren (z.B. Wohnsituation, Essensgewohnheiten, Grussverhalten). kennen kulturelle Gegebenheiten und exemplarische Kulturerzeugnisse französisch-, MU.1.C.1.h italienisch- bzw. romanischsprachiger Regionen (z.B. Mode, Musik, Technik, MU.2.B.1.h geschichtliche Ereignisse, Regionen, Staatsform, Persönlichkeiten, Malerei, Film). wissen, dass sowohl in der eigenen als auch in den französisch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen unterschiedliche Normen und Werte nebeneinander existieren (z.B. Subkulturen, Musikkulturen, Kleidungsstile, Geschlechter, Generationen). FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 6 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau 177 FS3GR.6 Kulturen im Fokus B Haltungen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können über ihre Haltung gegenüber französisch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen und gegenüber kultureller Vielfalt nachdenken. FS3GR.6.B. Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können ihre Eindrücke und Haltung in Bezug auf Kontakte mit französisch-, italienisch- 3a bzw. romanischsprachigen Regionen beschreiben (z.B. Austauschaktivitäten, Schultraditionen). b können über Zweck und Nutzen des Lernens der Fremdsprache Französisch, Italienisch bzw. Romanisch nachdenken und diskutieren. können ihre Eindrücke in Bezug auf Kontakte mit französisch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen reflektieren und ihre Haltung begründen (z.B. Jugendkultur). können aufgrund der erworbenen kulturellen Erfahrungen ihre Haltung gegenüber Klischees formulieren und diskutieren. 15.3.2016 Lehrplan 21 FS3GR 6 178 Fachbereichslehrplan | Französisch/Italienisch/Romanisch 3. Fremdsprache | Kompetenzaufbau FS3GR.6 Kulturen im Fokus C Handlungen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler begegnen Menschen und Erzeugnissen französisch-, italienisch- bzw. romanischsprachiger Regionen virtuell und real. FS3GR.6.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können Aspekte des Lebensalltags aus französisch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen mit ihren eigenen Erfahrungen vergleichen (z.B. durch b Briefkontakte, Geschichten, Reportagen, Comics, Blog). c können mit französisch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Menschen in Kontakt d treten und machen dadurch Bekanntschaft mit deren Sprachkulturen (z.B. Brief, Text, Bild, Zeichnung, E-Mail). können in der Auseinandersetzung mit kulturellen Gegebenheiten und NMG.7.2.g Kulturerzeugnissen aus französisch-, italienisch- bzw. romanischsprachigen Regionen die eigene Lebenswelt bewusster wahrnehmen und erkennen, dass eigene Norm- und Wertvorstellungen relativ sind (z.B. Schulsystem, geschichtliches Ereignis, Sport, Persönlichkeit). können in Austauschsituationen ihr erworbenes kulturelles Wissen beobachten, überprüfen und relativieren (z.B. durch Briefkontakt, in den Ferien, in einer realen oder virtuellen Begegnung). FS3GR Lehrplan 21 15.3.2016 6 Mathematik Elemente des Kompetenzaufbaus Impressum Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden Lehrplan 21 Graubünden Herausgeber: Fassung vom 15.03.2016 Zu diesem Dokument: Alexey Klementiev/Hemera/Thinkstock Alle Rechte liegen beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden. Titelbild: gr-d.lehrplan.ch Copyright: Internet: Fachbereichslehrplan | Mathematik | Inhalt Inhalt Bedeutung und Zielsetzungen 182 Didaktische Hinweise 184 Strukturelle und inhaltliche Hinweise 186 MA.1 Zahl und Variable 188 A Operieren und Benennen 190 B Erforschen und Argumentieren 195 C Mathematisieren und Darstellen 198 MA.2 Form und Raum 198 A Operieren und Benennen 200 B Erforschen und Argumentieren 203 C Mathematisieren und Darstellen 205 MA.3 Grössen, Funktionen, Daten und Zufall 207 A Operieren und Benennen 209 B Erforschen und Argumentieren 213 C Mathematisieren und Darstellen 215 MA 15.3.2016 Lehrplan 21 182 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Bedeutung und Zielsetzungen Bedeutung und Zielsetzungen Mathematik ist ein Werkzeug, um die Umwelt zu erschliessen und zu verstehen. Der Fachbereichslehrplan Mathematik leitet zu einem verständnisvollen, kritischen und kreativen Umgang mit diesem Werkzeug an. Er zielt darauf ab, mathematisches Tun mit mathematischen Inhalten zu verbinden. Die Beschäftigung mit Mathematik unterstützt die Entwicklung von Abstraktionsfähigkeit, Vorstellungsvermögen, Problemlösekompetenz und rationalem Denken. Der Umgang mit neuen Herausforderungen, die Darstellung von Sachverhalten und eigenen Gedankengängen sind dabei zentral. Die Kompetenzaufbauten beleuchten ein Lernfeld, das heutigen Ansprüchen an eine mathematische Bildung gerecht werden soll. Kulturhistorisch gewachsene Ein national und international weitgehend einheitliches und selbstverständlich Mathematik gewordenes Curriculum hat dazu geführt, dass die Schülerinnen und Schüler in der Volksschule seit langer Zeit gleichen oder ähnlichen mathematischen Inhalten begegnen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass Mathematik eine Wissenschaft mit geografisch weit auseinander liegenden Wurzeln und jahrtausendealter Tradition ist. Eine heute scheinbar fertige Mathematik ist im Verlauf von Jahrhunderten kulturhistorisch gewachsen. Neue Einsichten entwickelten sich meist über Umwege, mittels Austausch von Gedanken, und orientierten sich an bereits Bekanntem. Entsprechend sind auch Schülerinnen und Schüler oft auf Umwege und Austausch mit anderen zur Entwicklung neuer Einsichten angewiesen. Ansprüche der Gesellschaft Eine sich verändernde Gesellschaft stellt neue Anforderungen an den Mathematikunterricht und rückt den Umgang mit Medien und Daten in den Vordergrund. Während Daten und Ergebnisse noch vor wenigen Jahrzehnten von Menschen erhoben und berechnet wurden, werden heute automatisierbare Abläufe von Maschinen und Computern ausgeführt. Tätigkeiten wie Recherchieren, Sichten, Interpretieren und Verarbeiten bereits vorhandener Daten sind ins Zentrum gerückt. In Beruf und Freizeit bestehen mathematische Herausforderungen vermehrt darin, Daten einzugeben, zu beurteilen, in Beziehung zu setzen, zu interpretieren und zu kommunizieren. Gesellschaftliche Erwartungen an die Mathematik bestehen auch hinsichtlich der Selektion. Selektionsentscheide werden mit Ergebnissen von Leistungsmessungen in der Mathematik begründet, weil es auf den ersten Blick einfach und präzise erscheint, mathematische Kompetenzen anhand richtig gelöster Aufgaben auszuweisen. Dabei kann der Anspruch, in Lernkontrollen und Tests erfolgreich abzuschneiden, in Konkurrenz zu verständnisorientiertem Lernen treten. Der gesellschaftliche Wandel spiegelt sich auch in den Forderungen der Arbeitswelt nach einer anschlussfähigen mathematischen Grundbildung wieder. Die folgenden fachspezifischen Zielsetzungen sind mit Blick auf die kulturhistorisch und gesellschaftlich bedingte Bedeutung der Mathematik zu lesen. Sie skizzieren eine mathematische Grundbildung, die für die Teilhabe an Berufs- und Alltagsleben bedeutsam ist. Spezifisches mathematisches Das spezifisch mathematische Wissen umfasst Kenntnisse, Fertigkeiten und Wissen erwerben Routinen, die im Alltag oder im Beruf wesentlich sind. Der Fachbereichslehrplan Mathematik nimmt fachspezifisches Wissen und Können in erster Linie im Handlungsaspekt Operieren und Benennen auf. Im Kompetenzbereich Zahl und Variable stehen ein gesichertes Zahlverständnis und ein versierter Umgang mit Stellenwerten im Vordergrund, im Kompetenzbereich Form und Raum sind Beziehungen zwischen Längen, Flächeninhalten und Volumen zentral. MA Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Bedeutung und Zielsetzungen 183 Orientierungs- und Entwicklungen und Prozesse in beinahe sämtlichen Lebensbereichen bedienen sich Anwendungswissen entwickeln der Mathematik. In diesem Licht ist Mathematik eine Wissenschaft, die anderen Fachbereichen zudient. Zu Themen aus dem Umfeld der Schülerinnen und Schüler Denk-, Urteils- und wie elektronische Kommunikation oder Umgang mit Geld, aber auch zu Themen wie Kritikfähigkeit stärken Bevölkerungsentwicklung, Architektur, Astronomie oder Klimatologie gilt es, den mathematischen Gehalt zu erkennen, zu diskutieren, zu mathematisieren, Mathematik als Sprache nutzen darzustellen und zu berechnen. Interesse an der Mathematik Der Fachbereichslehrplan Mathematik greift entsprechende Themen vor allem im entwickeln Kompetenzbereich Grössen, Funktionen, Daten und Zufall auf. Im Mathematikunterricht werden die Fähigkeiten zum Erkennen von Zusammenhängen und Regelmässigkeiten, zum Transfer, zur Umkehrung der Gedankengänge, zur Abstraktion, zur Logik und zum folgerichtigen Denken gefördert. Dies setzt ein auf Verstehen ausgerichtetes Lernen und Lehren von Mathematik voraus, welches zu eigenen Einsichten führt und die Denk- und Urteilsfähigkeit für die Auseinandersetzung mit künftig auftretenden Problemen stärkt. Das Lernen von Mathematik erfordert zusätzlich Genauigkeit und Disziplin im Denken und ist damit auch Denkschulung. Diesem Anliegen trägt der Fachbereichslehrplan insbesondere im Handlungsaspekt Erforschen und Argumentieren Rechnung. Die Schülerinnen und Schüler finden im Austausch mit anderen individuelle Zugänge, entwickeln Lösungsansätze zu Fragestellungen und erweitern personale, soziale und methodische Kompetenzen. Mathematik ist auch eine Sprache, mit der die Ausdrucksmöglichkeiten in logischer, struktureller und visueller Hinsicht beträchtlich erweitert werden können. Ein regelmässiger Austausch zwischen Schülerinnen und Schülern trägt gleichzeitig zur Entwicklung alltags- und fachsprachlicher Kompetenzen und zum Aufbau der Reflexionsfähigkeit bei. Der Fachbereich Mathematik regt die Erweiterung sprachlicher Kompetenzen insbesondere unter den Handlungsaspekten Mathematisieren und Darstellen und Erforschen und Argumentieren an. Eigenes Tun und eigene (auch kleine) persönliche Erfolge vermögen, Interesse auszulösen und regen zum Weiterdenken an. So kann die Arbeit an Zahlenfolgen, an Ornamenten oder auch an Sachaufgaben spannend sein, wenn diese selbst entwickelt, verändert, interpretiert und ausgetauscht werden. Beim Entwickeln eigener Lösungen, Gedanken und Fragen sowie beim Entdecken von Zusammenhängen erfahren die Schülerinnen und Schüler Mathematik als sinnhaltig. Der Fachbereichslehrplan misst dem Erkennen, Variieren, Erzeugen und Betrachten von Mustern grosses Gewicht bei. Ein spielerischer, explorativer Zugang zur Mathematik spricht die Lernenden emotional an und verstärkt das Interesse an Mathematik. MA 15.3.2016 Lehrplan 21 184 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Didaktische Hinweise Didaktische Hinweise Verstehensorientiert lernen Operationen, Begriffe und Beziehungen können handelnd, bildhaft und sprachlich- symbolisch dargestellt werden. Für das verstehensorientierte Lernen ist der Wechsel zwischen diesen drei Darstellungsformen bedeutsam. Deshalb sind Lernanlässe zu schaffen, bei denen konkrete Situationen oder bildliche Darstellungen in die abstrakte Fachsprache übertragen oder umgekehrt Begriffe oder Terme konkretisiert werden. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit mathematisch gehaltvollen Anschauungsmitteln, Modellen und Strukturen auseinander. Dadurch können sie mathematische Sachverhalte besser verstehen, Erkenntnisse gewinnen und Operationen, Begriffe, Verfahren und Konzepte anwenden. Produktives Üben Produktives Üben orientiert sich an mathematischen Strukturen. In solchen Lernan- lässen berechnen Schülerinnen und Schüler einzelne Operationen und gelangen zu einer verbesserten Geläufigkeit. Die zugrunde liegenden Strukturen können er- forscht, dargestellt, weitergeführt, verändert und begründet werden. Geschicktes Rechnen beruht auf Beziehungen, die in produktiven Übungen bewusst werden. Automatisieren Schülerinnen und Schüler müssen grundlegende Einsichten und Rechenergebnisse geläufig verfügbar haben. Schülerinnen und Schüler, die das kleine Einmaleins auswendig kennen, sind in der Lage, sich das grosse Einmaleins zu erschliessen oder Produkte mit grossen Zahlen abzuschätzen. Wiederholen, sich erinnern, automatisieren und trainieren gehören ebenso zum Mathematiklernen wie erforschen und argumentieren. Ein zu frühes, nicht vorstellungs- und verständnisorientiertes Automatisieren kann zwar zu kurzfristigen Lernerfolgen führen, behindert jedoch weiterführende Lernprozesse. Aufgaben Reichhaltige Aufgaben orientieren sich an mathematischen oder sachlichen Strukturen, die entdeckt bzw. genutzt werden können. Sie sind offen in Bezug auf Lösungswege, Lösungen, Strategien, Darstellungen, Hilfsmittel und Zahlenräume. Durch diese Offenheit sind sie für alle Schülerinnen und Schüler zugänglich und können auf verschiedenen Niveaus bearbeitet werden. Geschlossene Aufgaben, die scheinbar nur ein Ergebnis oder einen Lösungsweg zulassen, lassen sich oft anreichern. Dabei stellen die Lehrpersonen z.B. einen Term in eine strukturierte Aufgabenserie und regen zum Vergleichen oder zum Übertragen in eine andere Darstellung an. Beurteilung Lernprozesse und Lernergebnisse in Mathematik die beurteilt und bewertet werden, beziehen sich auf die im Lehrplan beschriebenen Kompetenzen. Dabei sind individuelle, konkrete Rückmeldungen an die Schülerinnen und Schüler wichtig. Die Hinweise unterstützen bei der Einschätzung der eigenen Fähigkeiten und bei der Planung weiterer Lernschritte. Lernkontrollen und Tests werden durch Beurteilungsanlässe mit reichhaltigen Aufgaben ergänzt. Dabei werden die Leistungen der Schülerinnen und Schüler nach qualitativen Kriterien eingeschätzt. Beispielsweise wird beurteilt, wie Schülerinnen und Schüler Wissen und Fähigkeiten anwenden; fachlich überlegen; Fragen, Gedanken und Lösungswege nachvollziehbar darlegen bzw. dokumentieren; unbefriedigend gelöste Aufgaben überarbeiten. Zu bestimmten Zeitpunkten werden Informationen aus Lernkontrollen, Tests, Beurteilungsanlässen mit reichhaltigen Aufgaben, Präsentationen bzw. Lösungs- protokollen zu Forscheraufgaben, Standortgesprächen und Lernjournals zu einer Gesamtbeurteilung verdichtet. (Siehe auch Grundlagen Kapitel Lern- und Unterrichtsverständnis.) MA Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Didaktische Hinweise 185 Individuell und gemeinsam lernen Schülerinnen und Schüler lernen Mathematik wirkungsvoll durch eigenes Tun und Erfahren sowie von- und miteinander. Das gemeinsame Lernen steht in einem Heterogenität berücksichtigen ständigen Wechselspiel mit dem individuellen Lernen. Dazu braucht es reichhaltige und fachlich bedeutsame Aufgaben. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten diese Schwerpunkte überfachliche zum Beispiel vorerst selbstständig. Danach tauschen sie ihre Vorgehensweisen, Kompetenzen Darstellungen und Lösungen aus. Dieser Austausch geht der Klärung Hinweise zum 1. Zyklus mathematischer Vereinbarungen und Regeln voraus. Die Lehrperson stellt den fachlichen Rahmen her. Sie bereitet den Unterricht vor, gestaltet Lernumgebungen und führt in Problem- und Aufgabenstellungen ein, die das Verständnis der Schülerinnen und Schüler fördern. Während der Arbeitsphase beobachtet sie die Schülerinnen und Schüler, fragt nach, öffnet passende Zugänge, fordert zu Begründungen auf, klärt Kernpunkte und weist auf mathematisch korrekte Schreib- und Sprechweisen hin. Der Leistungsheterogenität kann mit innerer Differenzierung und mit dem Prinzip der natürlichen Differenzierung begegnet werden. Bei der inneren Differenzierung weisen die Lehrpersonen den Schülerinnen und Schülern Aufgaben, Bearbeitungsformen und Hilfsmittel entsprechend den Vorkenntnissen, den Leistungsmöglichkeiten und dem Förderbedarf zu. Im Unterricht differenzieren reichhaltige Aufgaben natürlich: Sie enthalten Anforderungen für das gesamte Leistungsspektrum. Die Schülerinnen und Schüler bearbeiten die gleiche Aufgabe entsprechend ihren Fähigkeiten und stellen ihre Lösungswege und Lösungen individuell dar. Die Lehrpersonen inszenieren geeignete Aufgaben, begleiten deren Bearbeitung und geben individuelle Hinweise zur bestmöglichen Förderung. Die Mathematik setzt den Schwerpunkt bei der Förderung methodischer Kompetenzen, indem die Schülerinnen und Schüler systematisch variieren, Informationen entnehmen, Daten ordnen und nutzen, Annahmen treffen, Analogien suchen, einen Lösungsweg planen, Ergebnisse überprüfen, Sachsituationen skizzieren oder Daten tabellarisch darstellen. Der Mathematikunterricht trägt ebenso zur Entwicklung personaler Kompetenzen wie Selbstständigkeit und Reflexionsfähigkeit bei, etwa wenn Schülerinnen und Schüler Aufgaben selbstständig bearbeiten, nach Lösungswegen suchen, erforschen, argumentieren, Lösungen überprüfen sowie Vorgehensweisen und Darstellungen reflektieren. (Siehe auch Grundlagen Kapitel Überfachliche Kompetenzen.) Die ersten Bildungsjahre stellen wichtige Weichen für den späteren schulmathematischen Erfolg. Spätestens ab dem 4. Altersjahr interessieren sich die meisten Kinder fürs Zählen, für Zahlen und Formen. Ein entwicklungs- und kompetenzorientierter Unterricht nimmt solche Motive auf und öffnet Zugänge zu weiteren Einsichten. Im Zentrum stehen das spielerische Erforschen, Primärerfahrungen, das Entdecken und Darstellen mathematischer Beziehungen, die Annäherung an die mathematische Logik, die Erweiterung mathematischer Strategien und das Gespräch darüber. Grundsätzlich gelten dieselben didaktischen Prinzipien wie für den gesamten Fachbereich Mathematik: Die Kinder knüpfen am eigenen Vorwissen an, sie suchen eigene Wege oder Lösungen und sie tauschen ihre Erfahrungen untereinander aus. Vielfältige Angebote und Differenzierungen tragen den grossen Wissens- und Verstehensunterschieden Rechnung. (Siehe auch Grundlagen Kapitel Schwerpunkte des 1. Zyklus.) MA 15.3.2016 Lehrplan 21 186 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Strukturelle und inhaltliche Hinweise Mathematische Inhalte und Tätigkeiten Mathematische Kompetenz zeigt sich, wenn mathematisches Wissen in konkreten Situationen angewendet wird, oder im Zusammenspiel von mathematischen Inhalten und Tätigkeiten. Die formulierten Kompetenzen beziehen sich daher auf Kompetenzbereiche bzw. Inhalte (was?) und Handlungsaspekte bzw. Tätigkeiten (wie?). Die Kompetenzbereiche und die Handlungsaspekte sind als gleichwertig zu sehen, aus der gewählten Reihenfolge ist keine Hierarchie abzuleiten. Das Lernen und Lehren von Mathematik kann sich daher nicht auf einzelne Zellen der untenstehenden Tabelle beschränken, sondern bezieht das gesamte Feld mathematischen Tuns ein, das durch Kompetenzbereiche und Handlungsaspekte aufgespannt wird. Kompetenzbereiche (Inhalte) Der Fachbereichslehrplan unterscheidet die drei Kompetenzbereiche Zahl und Variable (Arithmetik und Algebra), Form und Raum (Geometrie) sowie Grössen, Funktionen, Daten und Zufall (entspricht am ehesten dem Sachrechnen). Zahl und Variable Zahlen ermöglichen das Bestimmen von Anzahlen und Reihenfolgen. Auf dem fundamentalen Prinzip des Stellenwertsystems gründen die Einsichten in Eigenschaften und Strukturen von Zahlen, Zahlmengen und Operationen. Damit können beliebig grosse und kleine Zahlen in der gewünschten Genauigkeit dargestellt werden. In der Algebra werden zusätzlich zu den Zahlen Variablen verwendet, um Strukturen und Beziehungen zu verallgemeinern. Ein Grundverständnis für Zahlen, Variablen, Operationen und Terme ist notwendig, um sich in der Welt von heute zu orientieren und diese mitzugestalten. Zentrale Inhalte: Anzahlen; Zahlenfolgen mit natürlichen, ganzen und gebrochenen Zahlen; Zehnersystem bzw. Stellenwertsystem; Zahlvorstellungen und -darstellungen; Rechengesetze und Rechenvorteile; Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren, Dividieren, Potenzieren; Überschlagen, Runden; Beziehungen zwischen Operationen und Ergebnissen. MA Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 187 Form und Raum Punkte, Linien, Figuren und Körper bzw. deren Eigenschaften, Beziehungen und Muster sind Gegenstand des Kompetenzbereichs Form und Raum. Beispiele aus dem Alltag (z.B. in der Architektur, Kunst, Technik und Natur) können veranlassen, geometrische Objekte anzuschauen, zu deuten, zu verändern, darzustellen und in Beziehung zu setzen. Tragfähige arithmetische Zahlvorstellungen werden durch geometrische Darstellungen unterstützt. Umgekehrt lassen sich geometrische Objekte und deren Eigenschaften mit Hilfe von Zahlen, Variablen oder Termen beschreiben. Die Übergänge zwischen Form und Raum und den beiden andern Kompetenzbereichen sind fliessend. Zentrale Inhalte: Orientierung im Raum; Eigenschaften von Figuren und Körpern; Skizzen, Zeichnungen und Konstruktionen; Operationen mit Figuren und Körpern, z.B. Drehen, Verschieben, Spiegeln; Flächeninhalt und Umfang von Figuren sowie Volumen und Oberflächen von Körpern; Geometrische Gesetzmässigkeiten und Muster; Modelle in der Ebene und im Raum; Lagebeziehungen und Koordinaten von Figuren und Körpern. Grössen, Funktionen, Daten und Der Kompetenzbereich Grössen, Funktionen, Daten und Zufall beschäftigt sich mit Zufall Phänomenen aus der Umwelt. Dabei geht es um quantifizierbare Aspekte, die sich mithilfe von Zahlen erforschen und beschreiben sowie mit Tabellen, Graphen, Texten oder Diagrammen darstellen lassen. Grössen beziehen sich u.a. auf Längen, Flächeninhalte, Volumen, Gewichte bzw. Massen, Geldbeträge, Zeitpunkte und Zeitdauern. Sie werden mit Masszahlen beschrieben. Funktionen beschreiben Beziehungen zwischen zwei Grössen (z.B. zwischen Preis und Gewicht). Daten lassen sich mit Methoden der Statistik auswerten. Zufall bezieht sich auf Zufallsexperimente und Kombinatorik. Zentrale Inhalte: Eigenschaften von Objekten (Länge, Fläche, Volumen, Gewicht); Grössen bestimmen und mit ihnen rechnen; SI-Einheiten (z.B. Längenmasse: km, m, dm, cm, mm); Kombinatorik in konkreten Situationen; Datenerhebungen und -analysen; Wahrscheinlichkeiten im Alltag und in Zufallsexperimenten; Funktionen zur Beschreibung quantitativer Zusammenhänge; Unterschiedliche Darstellungen funktionaler Zusammenhänge (Sprache, Tabelle, Term, Graph); Lineare, proportionale und umgekehrt proportionale Zuordnungen. Handlungsaspekte (Tätigkeiten) Der Fachbereichslehrplan unterscheidet die drei Handlungsaspekte Operieren und Benennen, Erforschen und Argumentieren sowie Mathematisieren und Darstellen. Operieren und Benennen Beim Operieren werden Begriffe, Zahlen, Formen oder Körper in Beziehung gesetzt oder verändert und Ergebnisse festgehalten. Das Benennen betont das Verwenden der mathematischen Fachsprache. Sie erleichtert eine klare Kommunikation und hilft, Missverständnisse zu vermeiden. Zentrale Tätigkeiten: Zusammenhänge zum Rechnen nutzen; Grundlegende Formeln und Gesetze anwenden (z.B. beim Umformen und MA 15.3.2016 Lehrplan 21 188 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Erforschen und Argumentieren Auswerten von Termen); Mathematisieren und Darstellen Ergebnisse berechnen (Kopfrechnen, mit Notieren eigener Rechenwege und schriftliche Verfahren); Automatisiertes Abrufen von Rechnungen (z.B. im Einspluseins und Einmaleins); Grössen bezeichnen, umrechnen und schätzen; Instrumente, Werkzeuge und Hilfsmittel sowie Messgeräte verwenden; Begriffe und Symbole deuten und verwenden; Mit Formen operieren (zerlegen, zusammenführen, verschieben, drehen, spiegeln, vergrössern, verkleinern, überlagern); Skizzieren, zeichnen und Grundkonstruktionen ausführen. Beim Erforschen und Argumentieren erkunden und begründen die Lernenden mathematische Strukturen. Dabei können beispielhafte oder allgemeine Einsichten, Zusammenhänge oder Beziehungen entdeckt, beschrieben, bewiesen, erklärt oder beurteilt werden. Zentrale Tätigkeiten: Sich auf Unbekanntes einlassen, ausprobieren, Beispiele suchen; Vermutungen und Fragen formulieren; Sachverhalte, Darstellungen und Aussagen untersuchen; Einer Frage durch Erheben und Analysieren von Daten nachgehen; Zahlen, Figuren, Körper oder Situationen systematisch variieren; Ergebnisse beschreiben, überprüfen, hinterfragen, interpretieren und begründen; Muster entdecken, verändern, weiterführen, erfinden und begründen; Mit Beispielen und Analogien argumentieren; Beweise führen. Beim Mathematisieren werden Situationen und Texte in Skizzen, Operationen und Terme übertragen. Umgekehrt gilt es, Operationen, Terme und Skizzen zu konkretisieren bzw. zu veranschaulichen. In mathematischen Kontexten bedeutet Mathematisieren, Beziehungen, Analogien oder Strukturen zu erkennen und durch Regeln, Gesetze oder Formeln zu verallgemeinern. Umgekehrt können Terme und Formeln visualisiert bzw. mit Modellen erläutert werden. Das Darstellen von Erkenntnissen erfolgt sprachlich, bildhaft, graphisch abstrakt und formal oder auch konkret mit Gegenständen und Handlungen. Der Begriff Darstellen wird weit gefasst. Er umfasst alle Tätigkeiten, die Gedanken, Muster oder Sachverhalte nachvollziehbar, erkennbar oder verständlich machen. Zentrale Tätigkeiten: Eine Situation vereinfachen und darstellen; Muster, Strukturen und Gesetzmässigkeiten erkennen und beschreiben; Handlungen, Bilder, Grafiken, Texte, Terme oder Tabellen in eine andere Darstellungsform übertragen; Mathematische Modelle, Lösungswege, Gedanken und Ergebnisse darstellen und interpretieren; Mathematische Inhalte darstellen (mündlich und schriftlich, mit Tabellen, Figuren und Körpern, Grafiken, Texten oder Situationen); Figurierte Zahlen (aufgrund der Legeordnung leicht bestimmbare Anzahlen) in Zahlenmuster oder Zahlenfolgen übertragen; Zahlenmuster und Zahlenfolgen visualisieren (z.B. durch Punkte oder Zählstriche). MA Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 189 Weitere Hinweise Bei wenigen Kompetenzaufbauten sind keine Grundansprüche gesetzt worden. Bei diesen Aufbauten wird nicht vorausgesetzt, dass die Schülerinnen und Schüler im Fehlende Grundansprüche und betreffenden Zyklus eine bestimmte Kompetenzstufe erreichen sollen. Sie müssen Orientierungspunkte aber die Möglichkeit erhalten, an den Kompetenzstufen, die zum Auftrag des jeweiligen Zyklus gehören, zu arbeiten. Bei wenigen Kompetenzaufbauten sind keine Erweiterungen Orientierungspunkte gesetzt worden. Dort kann auch erst nach Mitte des Zyklus mit der Arbeit an den jeweiligen Kompetenzstufen begonnen werden. Im 3. Zyklus des Kompetenzaufbaus sind vor dem Grundanspruch einige Inhalte mit Erweiterung gekennzeichnet. Diese Inhalte müssen nicht von allen Schülerinnen und Schülern bearbeitet werden. Die Erweiterungen werden allenfalls in einer Aufnahmeprüfung für eine weiterführende Schule verlangt. Aus fachlicher Logik stehen sie vor dem Grundanspruch. MA 15.3.2016 Lehrplan 21 190 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau MA.1 Zahl und Variable A Operieren und Benennen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler verstehen und verwenden arithmetische Begriffe und Symbole. Sie lesen und schreiben Zahlen. MA.1.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Anzahlen mit verschieden angeordneten Elementen vergleichen und die Begriffe ist/wird grösser/kleiner; ist/wird mehr/weniger; sind gleich viele; am meisten; b am wenigsten verwenden. c verstehen und verwenden die Begriffe plus, minus, gleich und die Symbole +, - , =. d verstehen und verwenden die Begriffe mal, grösser als, kleiner als, gerade, ungerade, 2e ergänzen, halbieren, verdoppeln, Zehner, Einer und die Symbole ·, <, >. können natürliche Zahlen bis 100 lesen und schreiben. f verstehen und verwenden den Begriff durch und das Symbol :. verstehen und verwenden die Begriffe Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division, Rest, Zahlenstrahl, Quadratzahl, Hunderter, Tausender, Stellenwerte. können natürliche Zahlen bis 1'000 lesen und schreiben. verstehen und verwenden die Begriffe Summand, Summe, Differenz, Faktor, Produkt, Quotient. können natürliche Zahlen bis 1 Million lesen und schreiben. g verstehen und verwenden die Begriffe Bruch, Prozent, Teiler, Vielfache, Zähler, Nenner, überschlagen, runden. verwenden die Symbole %, . können Dezimalzahlen und Brüche lesen und schreiben. h verstehen und verwenden die Begriffe Gleichung, Klammer, Primzahl. können die Symbole +, -, /, *, =, x², (), verwenden und Rechner entsprechend nutzen. können Brüche (Nenner 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 20, 50, 100, 1'000), Dezimalzahlen und Prozentzahlen je in die beiden anderen Schreibweisen übertragen. 3 i verstehen und verwenden die Begriffe Term, Variable, Unbekannte, hoch, Potenz, Zehnerpotenz, Vorzeichen, positive Zahlen, negative Zahlen, (Quadrat-) Wurzel. Erweiterung: verstehen und verwenden die Begriffe Basis, Exponent. können die Symbole , , verwenden und Rechner entsprechend nutzen. können Zahlen bis 1 Milliarde lesen und schreiben. j können Zahlen in wissenschaftlicher Schreibweise mit positiven Exponenten lesen und schreiben (z.B. 1.32 · 10 = 132 000 000). können Potenzen mit rationaler Basis und natürlichem Exponenten lesen und schreiben. k verstehen und verwenden die Begriffe natürliche Zahlen, ganze Zahlen, rationale Zahlen, Kehrwert, 3. Wurzel. können Zahlen in wissenschaftlicher Schreibweise, auch mit negativen Exponenten, lesen und schreiben. l verstehen und verwenden die Begriffe reelle Zahlen, irrationale Zahlen. MA 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 191 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können flexibel zählen, Zahlen nach der Grösse ordnen und Ergebnisse überschlagen. MA.1.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können bis zu 20 Elemente auszählen und Zahlpositionen vergleichen. b können im Zahlenraum bis 20 von beliebigen Zahlen aus vorwärts und rückwärts zählen. c können in 2er-Schritten vorwärts zählen, von 2 bis 20. d können Fingerbilder von 1 bis 10 spontan zeigen sowie Anzahlen bis 5 ohne Zählen erfassen. 2e können im Zahlenraum bis 100 in 1er-, 2er-, 5er- und 10er-Schritten vorwärts zählen. f können im 100er-Raum Zahlen ordnen (z.B. auf dem Zahlenstrahl und auf der 100er- Tafel). können im Zahlenraum bis 100 von beliebigen Zahlen aus vorwärts und rückwärts zählen. können im Zahlenraum bis 100 von beliebigen 10er-Zahlen aus in 2er-, 5er- und 10er- Schritten vorwärts und rückwärts zählen. können im Zahlenraum bis 1'000 von beliebigen Zahlen aus in 1er-, 2er-, 10er- und 100er-Schritten vorwärts und rückwärts zählen. können Zahlen bis 1'000 ordnen. können im Zahlenraum bis 1 Million von beliebigen Zahlen aus in angemessenen Schritten vorwärts und rückwärts zählen (z.B. von 320'000 in 20'000er-Schritten). können Zahlen bis 1 Million ordnen (z.B. die ungefähre Position von 72'000 auf einem Zahlenstrahl bestimmen). g können von beliebigen Dezimalzahlen aus in angemessenen Schritten vorwärts und rückwärts zählen (z.B. von 0.725 in 0.005er-Schritten). können Brüche mit den Nennern 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 20, 50, 100 ordnen. können Dezimalzahlen ordnen (z.B. 1.043; 1.43; 1.05; 1.5; 1.403). können Grundoperationen mit natürlichen Zahlen überschlagen (z.B. 13'567 + 28'902 40'000; 592'000 : 195 600'000 : 200). h können Summen und Differenzen mit Dezimalzahlen überschlagen (z.B. 0.723 - 0.04 0.7; 23'268 + 4'785 28'000). können in Prozentrechnungen Ergebnisse überschlagen (z.B. 263 von 830 sind etwa 30%; 45% von 13'000 sind mehr als 5'000). 3 i Erweiterung: können Produkte und Quotienten von Dezimalzahlen überschlagen. (z.B. 0.382 : 42.8 0.4 : 40 = 0.4 : 4 : 10 = 0.01; 32.7 : 0.085 30 : 0.1 = 300 : 1 = 300). j können positive und negative rationale Zahlen auf dem Zahlenstrahl ordnen. MA 15.3.2016 Lehrplan 21 1 192 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 3. Die Schülerinnen und Schüler können addieren, subtrahieren, Querverweise multiplizieren, dividieren und potenzieren. EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) MA.1.A.3 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können im Zahlenraum bis 20 ohne Zählen verdoppeln, halbieren, addieren und subtrahieren. a b können bis 100 ohne 10er-Überträge addieren und subtrahieren ohne Zählen (z.B. 35 + 13) c können auf den nächsten 10er ergänzen. können bis 100 verdoppeln (5er- und 10er-Zahlen) und halbieren (10er-Zahlen). 2d können zweistellige Zahlen in 10er und 1er zerlegen (z.B. 25 in zwei 10er und fünf 1er). e können im Zahlenraum bis 100 verdoppeln, halbieren, addieren und subtrahieren. kennen Produkte aus dem kleinen Einmaleins mit den Faktoren 2, 5 und 10. können Produkte aus dem kleinen Einmaleins in Faktoren zerlegen (z.B. 36 = 6 · 6 = 4 · 9). können beim Addieren und Subtrahieren Rechenwege notieren und Ergebnisse überprüfen. können schriftlich addieren und subtrahieren. kennen die Produkte des kleinen Einmaleins. können bis 4 Wertziffern im Kopf addieren und subtrahieren (z.B. 320'000 + 38'000; 402 + 90). können bis 4 Wertziffern multiplizieren (im Kopf oder mit Notieren eigener Rechenwege, z.B. 45 · 240). können natürliche Zahlen durch einstellige Divisoren dividieren (im Kopf oder mit Notieren eigener Rechenwege, z.B. 231 : 7). f können Dezimalzahlen bis 5 Wertziffern addieren und subtrahieren (im Kopf oder mit Notieren eigener Rechenwege, z.B. 30.8 + 5.6). können Brüche mit den Nennern 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 20, 50, 100 am Rechteckmodell kürzen, erweitern, addieren und subtrahieren. können Grundoperationen mit dem Rechner ausführen. g können Dezimalzahlen bis 5 Wertziffern multiplizieren und die Ergebnisse überprüfen (im Kopf oder mit Notieren eigener Rechenwege, z.B. 308 · 52; 12 · 0,3). können Brüche mit den Nennern 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 20, 50, 100 am Rechteckmodell multiplizieren. können Brüche mit den Nennern 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10, 20, 50, 100, 1'000 als Dezimalzahlen schreiben. können bestimmen, wie oft Stammbrüche in ganzen Zahlen enthalten sind (z.B. Wie viele Male ist in 2 enthalten? 2 : ). 3 h können Prozentrechnungen mit dem Rechner ausführen. Erweiterung: können natürliche Zahlen in Primfaktoren zerlegen. i können die Grundoperationen mit rationalen Zahlen ausführen.können Wurzeln und Potenzen mit dem Rechner berechnen (z.B. 4³ · 4³ = 4'096; 4³ + 4³ = 128; ³?8000). Erweiterung: können die Grundoperationen mit gewöhnlichen Brüchen mit Variablen ausführen und mit Zahlen belegen: MA 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 193 Querverweise j können Terme mit Potenzen und Quadratwurzeln umformen und berechnen (z.B. Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Terme vergleichen und umformen, EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) Gleichungen lösen, Gesetze und Regeln anwenden. MA.1.A.4 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können unterschiedliche Anzahlen einander angleichen (z.B. 8 und 4 Knöpfe 6 und 6 Knöpfe). b c können Zahlen bis 20 verschieden zerlegen (z.B. 5 = 1 + 4 = 3 + 2 = 3 + 1 + 1) und umformen (Kommutativgesetz: z.B. 5 + 3 = 3 + 5). d können die Addition als Umkehroperation der Subtraktion nutzen (z.B. 18 - 15 = 3, weil 2e 15 + 3 = 18). können Beziehungen zwischen Additionen mit dem Kommutativgesetz (z.B. 2 + 18 = 18 f +2) und dem Assoziativgesetz (z.B. 17 + 18 = 17 + 3 + 15 = 20 + 15) nutzen. können Beziehungen zwischen Produkten nutzen (z.B. 6 · 8 ist um 8 grösser als 5 · 8 oder mit dem Kommutativgesetz: z.B. 8 · 3 = 3 · 8). verstehen die Division als Umkehroperation der Multiplikation und den Zusammenhang zur Addition (z.B. 28 : 7 = 4 28 = 4 · 7 28 = 7 + 7 + 7 + 7). können Beziehungen zwischen dem kleinen Einmaleins und dem Zehnereinmaleins nutzen. können Produkte durch Verdoppeln und Halbieren umformen (z.B. 8 · 26 = 4 · 52 = 2 · 104). können das Assoziativgesetz bei Summen und Produkten nutzen (z.B. 136 + 58 + 42 = 136 + (58 + 42); 38 · 4 · 25 = 38 · (4 · 25)). können natürliche Zahlen auf 10er, 100er und 1'000er runden. g erkennen Zahlen, die durch 2, 5, 10, 100, 1'000 teilbar sind. können Dezimalzahlen runden (z.B. 17'456 auf 100er; 1.745 auf Zehntel). h können Gleichungen mit Variablen durch Einsetzen oder Umkehroperationen lösen. können die Rechenregeln Punkt vor Strich und die Klammerregeln befolgen (z.B. 4 + 8 - 2 · 3 = 6; (4 + 8 - 2) · 3 = 30; 4 + (8 - 2) · 3 = 22). Erweiterung: können Teilbarkeitsregeln durch 3, 4, 6, 8, 9, 25, 50 nutzen und Teiler natürlicher Zahlen bestimmen. 3 i können ein Produkt mit gleichen Faktoren als Potenz schreiben und umgekehrt (z.B. 15 · 15 · 15 = 15³ ; a · a · a · a = a). können das Distributivgesetz bei Termumformungen anwenden (z.B. a · (b + c) = a · b + a · c = ab + ac). können Rechenergebnisse sinnvoll runden. Erweiterung: verstehen die Konventionen über die Notation algebraischer Terme (z.B. abc = a · b · c aber 789 7 · 8 · 9). MA 15.3.2016 Lehrplan 21 1 194 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau Querverweise j Erweiterung: können lineare Gleichungen mit einer Variablen mit Äquivalenzumformungen lösen (z.B. 5x + 3 = 7). Erweiterung: können Polynome addieren und subtrahieren (z.B. 3(a² + 2b) - 2(a² + b) = a² +4b). Erweiterung: können Terme ausmultiplizieren und ausklammern (Faktorzerlegung). Erweiterung: können Gleichungen sprachlich deuten (z.B. x = y + 1 x ist um 1 grösser als y) und Textgleichungen umsetzen. Erweiterung: können Terme mit Variablen umformen bzw. sinnvoll vereinfachen (ausklammern, ausmultiplizieren, kürzen und Vorzeichenregeln). k können Terme mit Variablen addieren und subtrahieren (z.B. a + 2a + b + 3b + ¼ + = 3a + 4b + ). l können quadratische Gleichungen durch Faktorzerlegung lösen (z.B. x² - 4 = 0). können Terme mit Binomen umformen und dabei die binomischen Formeln anwenden (z.B. ). können die Rechenregeln sowie Potenz vor Punkt vor Strich anwenden. m können Bruchterme mit Binomen umformen. können lineare Gleichungssysteme mit 2 Unbekannten lösen. können Rechengesetze bei Termen mit Potenzen und Wurzeln sowie bei Zahlen in wissenschaftlicher Schreibweise befolgen. können Bruchgleichungen mit der Unbekannten im Nenner (z.B. MA 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 195 MA.1 Zahl und Variable B Erforschen und Argumentieren Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Zahl- und Operationsbeziehungen EZ - Sprache und Kommunikation (8) sowie arithmetische Muster erforschen und Erkenntnisse austauschen. MA.1.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Muster mit Anzahlen bilden, sich Muster einprägen, abdecken und weiterführen (z.B. rot, gelb / rot, rot, gelb, gelb / rot, gelb). b können Additionen bis 20 systematisch variieren, Auswirkungen beschreiben bzw. mit c Anschauungsmaterial aufzeigen (z.B. 8 + 8 = 16, 8 + 9 = 17; die Summe erhöht sich um 1, weil der zweite Summand um 1 zunimmt). d können Zahlenfolgen (figurierte Zahlen) bilden, weiterführen und verändern (z.B. 1, 2, 3 / 2, 3, 4 / 3, 4, 5 / 4, 5, 6). 2e können Summen und Differenzen bis 100 systematisch variieren und Auswirkungen mit f Hilfe von Anschauungsmaterial austauschen (z.B. Basiszahlen einer Zahlenmauer variieren; 25 + 11, 35 + 11, 45 + 11, ... untersuchen). können Produkte systematisch variieren und Auswirkungen beschreiben bzw. mit Anschauungsmaterial zeigen (z.B. 3 · 3, 6 · 3; 3 · 4, 6 · 4; 3 · 5, 6 · 5). suchen eigene Lösungswege und tauschen sie aus. können Operationen systematisch variieren und Erkenntnisse austauschen (z.B. mit 3 Zahlen < 10 gleiche Ergebnisse bilden: 30 = 8 · 3 + 6 = 7 · 4 + 2 = 7 · 3 + 9; 32 = ...). lassen sich auf offene Aufgaben ein, erforschen Beziehungen, formulieren Vermutungen und suchen Lösungsalternativen. g können operative Beziehungen zwischen natürlichen Zahlen erforschen und beschreiben (z.B. die Differenz von 2 Umkehrzahlen ist ein Vielfaches von 9: 41 - 14 = 27; 83 - 38 = 45). h können heuristische Strategien verwenden: ausprobieren, Beispiele suchen, Analogien bilden, Regelmässigkeiten untersuchen, Annahmen treffen, Vermutungen formulieren. können systematische Aufgabenfolgen bilden, weiterführen, verändern und beschreiben (z.B. auf einer Zahlentafel 5 Zahlen mit einer Figur abdecken und die Summe berechnen. Die Figur um eine, zwei, drei, ... Position(en) verschieben). i können heuristische Strategien verwenden: durch Fragen die Problemstellung klären, systematisch variieren, mit vertrauten Aufgaben vergleichen, Annahmen treffen, Lösungsansätze austauschen. können Beziehungen zwischen rationalen Zahlen erforschen und beschreiben (z.B. die Abstände zwischen den Stammbrüchen ½, , ¼, ... auf dem Zahlenstrahl; Erweiterung: das Wachstum der Quotienten bei kleiner werdenden Divisoren, 4 : 2, 4 : 1, 4 : 0.5 ...). können arithmetische Zusammenhänge durch systematisches Variieren von Zahlen, Stellenwerten und Operationen erforschen und Beobachtungen festhalten (z.B. 10 : 9 = 1 R1, 100 : 9 = 11 R1, 1'000 : 9 = ...). 3 j können heuristische Strategien verwenden: Vermutungen überprüfen, Vorwärtsarbeiten, Rückwärtsarbeiten, Rückschau halten. Erweiterung: können arithmetische Muster bilden, weiterführen, verändern und algebraisch beschreiben (z.B. 1 · 4 - 2 · 3 / 2 · 5 - 3 · 4 / 3 · 6 - 4 · 5 / ... a · (a + 3) - (a + 1)(a + 2)). MA 15.3.2016 Lehrplan 21 1 196 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau Querverweise k können arithmetische und algebraische Zusammenhänge erforschen, Strukturen auf andere Zahlbeispiele übertragen und Beobachtungen festhalten (z.B. 10² + 10 + 11 = 11²; 11² + 11 + 12 = 12²). l können Zahlen, Ziffern und Operationen systematisch variieren, Beobachtungen formulieren und auf Buchstabenterme beziehen (z.B. Wann gilt: a · b · c < 100a + 10b + c? Finde Beispiele und Gegenbeispiele). 2. Die Schülerinnen und Schüler können Aussagen, Vermutungen und Querverweise Ergebnisse zu Zahlen und Variablen erläutern, überprüfen, begründen. EZ - Lernen und Reflexion (7) MA.1.B.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Aussagen zu Anzahlen und Zahlpositionen an konkretem Material überprüfen (z.B. ein Turm mit 3 Klötzen ist höher als einer mit 2). b c können Summen und Differenzen mit Anschauungsmaterial überprüfen. d können Produkte mit einer Summe überprüfen (z.B. 3 · 4 = 4 + 4 + 4). können Differenzen mit der Umkehroperation überprüfen (z.B. 27 - 6 = 21 21 + 6 = 2e 27). können Quotienten mit der Umkehroperation überprüfen (z.B. 21 : 3 = 7 7 · 3 = 21). können Divisionen mit Rest mit der Umkehroperation begründen (z.B. 32 : 6 gibt Rest, weil 32 keine Zahl aus der 6er-Reihe ist). f können Ergebnisse mit Überschlagsrechnungen überprüfen. können die Anzahl Stellen von Produkten und Quotienten erforschen und begründen. g können Ergebnisse zu Grundoperationen durch Vereinfachen (z.B. 8 · 13 = 4 · 26 = 2 · 52), Zerlegen (z.B. 17.8 + 23.5 = 17 + 3 + 20 + 1.3) und Umkehroperationen überprüfen. h können Aussagen zu arithmetischen Gesetzmässigkeiten erforschen, begründen oder widerlegen (z.B. eine ungerade Summe ensteht durch Addition einer geraden und einer ungeraden Zahl; die Produkte vier aufeinanderfolgender Zahlen sind durch 24 teilbar). können die Anzahl Nachkommastellen bei Produkten und Quotienten von Dezimalzahlen erforschen und begründen (z.B. mit Rechner). 3 i Erweiterung: können Äquivalenzumformungen mit Kontrollrechnungen überprüfen. j können algebraische Aussagen durch Einsetzen von Zahlen überprüfen (z.B. a³ + 5a ist durch 6 teilbar: 4³ + 5?4 = 84 ? 84 : 6 = 14; k können Ergebnisse durch Verallgemeinern begründen (z.B. das Quadrat einer Zahl ist um 1 grösser als das Produkt der beiden Nachbarzahlen: 4 · 4 -1 = 3 · 5 a² - 1 = (a - 1)(a + 1)). können Term- und Äquivalenzumformungen überprüfen. MA 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 197 3. Die Schülerinnen und Schüler können beim Erforschen arithmetischer Querverweise Muster Hilfsmittel nutzen. EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) MA.1.B.3 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können Anschauungsmaterialien beim Erforschen arithmetischer Muster nutzen (z.B. 20er-Feld und Plättchen). a können Punktefeld, 100er-Tafel und Zahlenstrahl beim Erforschen arithmetischer b Muster nutzen (z.B. die Positionen der 9er-Reihe auf der 100er-Tafel). 2c können Stellenwerttafel beim Erforschen arithmetischer Strukturen nutzen (z.B. Plättchen in die Stellenwerttafel legen und verschieben). d können Anweisungen zu Handlungssequenzen (z.B. in Flussdiagrammen) befolgen und beim Erforschen arithmetischer Strukturen nutzen (z.B. 1. Starte mit einer zweistelligen Zahl / 2. Wenn die Zahl gerade ist: Dividiere durch 2, sonst: Multipliziere mit 3 und addiere 1 / 3. Wiederhole 2.). e können elektronische Medien beim Erforschen arithmetischer Strukturen nutzen (z.B. MI - Produktion und Präsentation umwandeln von 1/11, 2/11, 3/11, ... in periodische Dezimalzahlen und die Ziffernfolge untersuchen). f können mit elektronischen Medien Daten erfassen, sortieren und darstellen MI - Produktion und (Tabellenkalkulationsprogramm). Präsentation 3 g können Formelsammlungen, Nachschlagewerke und das Internet zur Lösung MI - Recherche und Lernunterstützung numerischer Aufgaben sowie zur Erforschung von Strukturen nutzen. MI - Produktion und Präsentation können Vorlagen in einem Tabellenkalkulationsprogramm anwenden. h können mit einem Tabellenkalkulationsprogramm durch systematisches Variieren MI - Produktion und Gleichungen lösen sowie Formeln eingeben bzw. verwenden (z.B. A = ½(s·h). Präsentation MA 15.3.2016 Lehrplan 21 1 198 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau MA.1 Zahl und Variable C Mathematisieren und Darstellen 1. Die Schülerinnen und Schüler können Rechenwege darstellen, Querverweise beschreiben, austauschen und nachvollziehen. EZ - Fantasie und Kreativität (6) MA.1.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können zeigen, wie sie zählen. b können Summen darstellen und Darstellungen nachvollziehen (z.B. auf dem 20er-Feld oder auf dem Zahlenstrahl). c können Rechenwege zu Additionen und Subtraktionen darstellen und nachvollziehen d (z.B. 18 + 14 mit Hilfe des Rechenstrichs). 2e erkennen in grafischen Modellen multiplikative Beziehungen, insbesondere Verdoppelungen und 1 · mehr bzw. 1 · weniger (z.B. 3 · 4 und 6 · 4 in einem Punktefeld als Verdoppelung). können Rechenwege zu den Grundoperationen darstellen, austauschen und nachvollziehen (z.B. 80 + 5 + 5 + 5 + 5 = 80 + 4 · 5; 347 - 160 160 + 40 + 147 = 347). f können Rechenwege zu Grundoperationen mit Dezimalzahlen darstellen, austauschen und nachvollziehen (z.B. 35.7 + 67.8 in mehrere Summanden zerlegen und auf dem Rechenstrich darstellen). g können Summen, Differenzen und Produkte von Brüchen und von Dezimalzahlen mit geeigneten Modellen darstellen und beschreiben (z.B. Produkt: von ¾ mit dem Rechteckmodell; Summe: ½ + ¼ mit dem Kreismodell). 3 h können Operationen mit Zahlen und Variablen darstellen und beschreiben (z.B. 18 · 22 = (20 - 2)(20 + 2) (a - b)(a + b) als Fläche) sowie verallgemeinern. i können zwischen exakten und gerundeten Ergebnissen unterscheiden.entscheiden situativ, mit gerundeten oder exakten Werten zu operieren (z.B. Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Anzahlen, Zahlenfolgen und Terme EZ - Lernen und Reflexion (7) veranschaulichen, beschreiben und verallgemeinern. MA.1.C.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Anzahlen verschieden darstellen (z.B. mit Punkten oder Strichen) und verschieden anordnen (z.B. auf einer Linie und in der Fläche verteilt). b können Anzahlen bis 20 strukturiert darstellen (z.B. an 5ern und 10ern orientiert: 9 = 5 + 4; 12 = 10 + 2). können Additionen und Subtraktionen mit Handlungen, Rechengeschichten und Bildern konkretisieren. MA 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 199 Querverweise c können die Bedeutung der Ziffern im Stellenwertsystem darstellen (z.B. 5 10-er-Stäbe und 7 1er-Würfel stellen 57 dar). können Beziehungen in und zwischen Additionen und Subtraktionen zeigen oder beschreiben (z.B. in einer systematischen Aufgabenfolge die Veränderung der Summen aufzeigen). d können Grundoperationen mit Handlungen, Sachbildern, Rechengeschichten und grafischen Strukturen veranschaulichen und Veranschaulichungen interpretieren. können Beziehungen in und zwischen Grundoperationen zeigen und beschreiben (z.B. die Veränderung der Produkte 1 · 3, 2 · 4, 3 · 5, 4 · 6, ...). 2 e können die Bedeutung der Ziffern im Stellenwertsystem darstellen (z.B. 2 100er- Platten, 5 10-er-Stäbe und 7 1er-Würfel stellen 257 dar). f können Zahlenfolgen und Produkte veranschaulichen (z.B. 14 · 14 mit dem Malkreuz; die Zahlenfolge 1, 3, 6, 10, ... mit Punkten). g können Gesetzmässigkeiten im Bereich der natürlichen Zahlen mit Beispielen konkretisieren (z.B. Quadratzahlen haben eine ungerade Anzahl Teiler 16: 1, 2, 4, 8, 16). können Brüche mit den Nennern 2, 3, 4, 5, 6, 8, 10 darstellen und vergleichen sowie Darstellungen interpretieren (z.B. Kreis-, Rechteckmodell, Zahlenstrahl). können Zahlenfolgen mit positiven rationalen Zahlen beschreiben (z.B. ½, ¼, , ...; 0.7, 0.77, 0.777, ...). h können Zahlenrätsel mathematisieren und erfinden (z.B. wenn man eine Zahl verdreifacht und um 3 vergrössert gibt es 33). können Figurenfolgen numerisch beschreiben (z.B. die Anzahl sichtbarer Seiten bei Würfeltürmen mit 1, 2, 3, 4, ... Würfeln). 3 i können Zusammenhänge zwischen Termen und Figuren beschreiben (z.B. n(n+1) als Rechteck interpretieren; Die Summe der ersten n ungeraden Zahlen als Quadrat darstellen: 1 + 3 + 5 + 7 = 4 · 4). können Terme zu Streckenlängen, Flächeninhalten und Volumen bilden und entsprechende Terme deuten. können arithmetische und algebraische Terme veranschaulichen, insbesondere mit Text, Symbolen und Skizzen (z.B. das Produkt zweier Binome, die Summe dreier aufeinanderfolgender Zahlen). können arithmetische Gesetzmässigkeiten mit Buchstabentermen verallgemeinern (z.B. 3(4 + 5) = 3 · 4 + 3 · 5 a(b + c) = ab + ac). Erweiterung: können arithmetische Strukturen algebraisch formulieren (z.B. die Produkte 2 · 3 · 4 / 3 · 4 · 5 / 5 · 6 · 7, ... sind durch 6 teilbar a(a + 1) · (a + 2) · ist ganzzahlig). j können Terme geometrisch interpretieren (z.B. a² · b als Quader mit quadratischer Grundfläche, a · b als Rechteck mit den Seitenlängen a und b und a + b als Summe zweier Strecken). können lineare Figurenfolgen in einen Term übertragen (z.B. die Anzahl benötigte Hölzchen, um eine Reihe von n gleichseitigen Dreiecken zu legen, als 2n + 1). k können Aussagen zu Zahlenfolgen und Termen numerisch belegen oder veranschaulichen (z.B. ½n(n+1) + ½(n+1)(n+2) ist eine Quadratzahl n = 1 1 + 3 = 4, n = 2 3 + 6 = 9, ... n = 6 21 + 28 = 49). können lineares, quadratisches und exponentielles Wachstum in Termen, Zahlenfolgen und Graphen erkennen und Unterschiede beschreiben. MA 15.3.2016 Lehrplan 21 1 200 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau MA.2 Form und Raum A Operieren und Benennen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler verstehen und verwenden Begriffe und Symbole. MA.2.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Linien aufzeichnen und ordnen (z.B. kurze, lange, gerade, gewellte Linien). können Kreis, Dreieck, Rechteck, Quadrat, Würfel und Kugel benennen. b können Strecken, Kreise, Dreiecke, Quadrate, Rechtecke sowie Kugeln und Würfel c ordnen und beschreiben. Sie verwenden die Begriffe länger, kürzer, am längsten, am d kürzesten, grösser, kleiner, am grössten, am kleinsten. können überschneidende Figuren identifizieren (z.B. Umfang nachfahren) und 2e benennen. beschreiben Raumlagen mit den Begriffen zwischen, neben, auf, über, unter, innerhalb, NMG.8.4.a ausserhalb, in der Mitte, vor, hinter, links, rechts. verstehen und verwenden die Begriffe Figur, Länge, Breite, Fläche, Körper, spiegeln, verschieben. verstehen und verwenden die Begriffe Punkt, Ecke, Kante, Seitenfläche, Würfel, Quader. f erkennen und benennen geometrische Körper (Würfel, Quader, Kugel, Zylinder, Pyramide) und Figuren in der Umwelt und auf Bildern. g verstehen und verwenden die Begriffe Seite, Diagonale, Durchmesser, Radius, Flächeninhalt, Mittelpunkt, Parallele, Linie, Gerade, Strecke, Raster, Schnittpunkt, schneiden, Senkrechte, Symmetrie, Achsenspiegelung, Umfang, Winkel, rechtwinklig, Verschiebung, Geodreieck. verwenden die Symbole für rechte Winkel und parallele Linien. h verstehen und verwenden die Begriffe Koordinaten, Ansicht, Seitenansicht, Aufsicht, Vorderansicht. 3 i verstehen und verwenden die Begriffe Seitenhalbierende, Winkelhalbierende, Höhe, Lot, Grundlinie, Grundfläche, Mittelsenkrechte, Schenkel, Netz (Abwicklung), Umkreis, Inkreis, Viereck, Vieleck, Rhombus, Parallelogramm, Drachenviereck, Trapez, gleichschenklig, gleichseitig, stumpfwinklig, spitzwinklig, Punktspiegelung, Drehung, Originalpunkt, Bildpunkt, kongruent, Koordinatensystem, zweidimensional, dreidimensional. können geometrische Objekte korrekt beschriften: Punkte, Bildpunkte, Seiten und Winkel von Drei- und Vierecken. j verstehen und verwenden die Begriffe x-Koordinate, y-Koordinate, x-Achse, y-Achse, Einheitsstrecke, Mantelfläche, Prisma, Zylinder. können Drei- und Vierecke nach Winkel, Parallelität, Diagonalen, Seitenlängen charakterisieren. k verstehen und verwenden die Begriffe Kongruenz(-abbildung), Basis, Kegel, Prisma, Pyramide, . MA 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 201 Querverweise l verstehen und verwenden die Begriffe Tetraeder, Raumdiagonale, Körperhöhe, Seitenhöhe, Kreissektor, Scheitel, Ähnlichkeit, Hypotenuse, Kathete, Tangente, Sehne. können Körper durch ihre Eigenschaften beschreiben (Streckenlängen, Parallelität von Strecken, Winkel zwischen Strecken und Flächen, Flächeninhalt, Volumen, Raumdiagonalen, Netz, Anzahl und Form der Seitenflächen, Eckpunkte und Kanten). 2. Die Schülerinnen und Schüler können Figuren und Körper abbilden, Querverweise zerlegen und zusammensetzen. EZ - Räumliche Orientierung (4) MA.2.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können sich Muster mit 3 verschiedenen Figuren einprägen, diese weiterführen und eigene Muster bilden (z.B. Kreis, Dreieck, Quadrat). b c können Dreieck, Quadrat, Rechteck und Kreis nachzeichnen und ohne Vorlage zeichnen sowie Kugel und Würfel formen. 2d können Figuren und Körper aus Teilstücken zusammensetzen. e können Figuren in Rastern nachzeichnen, symmetrisch ergänzen bzw. spiegeln und Symmetrieachsen einzeichnen. können Rechteck, Quadrat, Dreieck, Kreis, Kugel und Würfel zerlegen und zusammensetzen (z.B. falten schneiden und aufkleben; Tangramteile). können Bandornamente beschreiben, fortsetzen und variieren (z.B. Kreis, Dreieck, Quadrat, Rechteck, Kreis fortsetzen und Reihenfolge oder Lage variieren). können Figuren in Rastern vergrössern, verkleinern und verschieben. können Vielecke in Drei- und Vierecke zerlegen und Figuren zusammensetzen (z.B. mit Dreiecken Figuren legen). können mit Grundfiguren verschieden parkettieren (z.B. mit Dreiecken oder Pentominos). können Figuren an Achsen spiegeln und Spiegelbilder skizzieren. f können reale Körper verschieben, kippen, drehen und erkennen entsprechende Abbildungen (z.B. einen Würfel zwei Mal kippen). g können Linien und Figuren mit dem Geodreieck vergrössern, verkleinern, spiegeln und verschieben und erkennen entsprechende Abbildungen. 3 h können Figuren in Rastern um 90°, 180° (Punktspiegelung) und 270° drehen und erkennen entsprechende Abbildungen. i können Figuren mit dem Geodreieck an einer Achse oder einem Punkt spiegeln, verschieben sowie mit Zirkel und Geodreieck um 90°, 180° und 270° drehen. j können Figuren und Quader bei gegebenem Streckfaktor und Streckzentrum strecken. können Abbildungen im Koordinatensystem nach Anweisungen ausführen und verändern (z.B. x-Koordinaten bleiben konstant, y-Koordinaten werden verdoppelt). MA 15.3.2016 Lehrplan 21 2 202 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 3. Die Schülerinnen und Schüler können Längen, Flächen und Volumen Querverweise bestimmen und berechnen. EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) MA.2.A.3 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 erfahren die Konstanz von Längen und Volumen bei Veränderung der Gestalt (z.B. gleich bleibende Länge nach Biegen von Drähten). a können die Längen unterschiedlicher Linienverläufe vergleichen (z.B. Wege auf einem Karopapier). b können Längen mit Hilfsgrössen (z.B. Fingerlänge oder Raster) vergleichen und auf c 1 cm genau messen. können den Inhalt von Gefässen mit einem Becher messen und vergleichen. 2d können Seitenlängen und Flächeninhalte von Drei- und Vierecken sowie Volumen von Würfeln und Quadern vergleichen (z.B. in zwei verschieden grosse Rechtecke mit Quadraten belegen). können Flächen mit Einheitsquadraten auszählen (z.B. das Schulzimmer mit Meterquadraten). e können den Umfang von Vielecken messen und berechnen. können den Flächeninhalt von Quadraten und Rechtecken berechnen. können Quader aus einer gegebenen Anzahl Würfeln bilden und Quader in eine bestimmte Anzahl Quader zerlegen. f können Volumen von Quadern berechnen. können den Flächeninhalt von nicht rechteckigen Figuren in Rastern annähernd bestimmen (z.B. die Anzahl Einheitsquadrate in einem Kreis auszählen). 3 g können Vielecke und gerade Prismen zur Berechnung von Flächeninhalten und Volumen zerlegen. können den Flächeninhalt von Drei- und Vierecken berechnen. können Kantenlängen, Seitenflächen und Volumen von Quadern berechnen. h können Längen und Flächeninhalte mithilfe des Satzes von Pythagoras berechnen. MI - Produktion und können bei geometrischen Berechnungen Formeln und Tabellenkalkulation verwenden. Präsentation i können Umfang und Flächeinhalt von Kreisen berechnen. können Kantenlängen, Flächen und Volumen an geraden Prismen und Zylindern berechnen. können Volumen beliebiger Körper schätzen durch Zerlegen oder Vergleichen mit bekannten Körpern. j können Strecken, Flächen und Volumen an Pyramiden, Kegeln und Kugeln berechnen. können Winkel aufgrund von Winkelsummen, Satz von Thales, Ähnlichkeit und Kongruenz bestimmen. k können Ähnlichkeiten erkennen und bei ähnlichen Figuren und Körpern Längen, Flächeninhalte und Volumen berechnen. MA 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 203 MA.2 Form und Raum B Erforschen und Argumentieren 1. Die Schülerinnen und Schüler können geometrische Beziehungen, Querverweise insbesondere zwischen Längen, Flächen und Volumen, erforschen, EZ - Räumliche Orientierung Vermutungen formulieren und Erkenntnisse austauschen. (4) MA.2.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Kreis, Dreieck, Quadrat, Rechteck, Kugel und Würfel durch Ertasten identifizieren. b c experimentieren mit dem Spiegel und entdecken Symmetrien. d erforschen Symmetrien an Figuren und Objekten und formulieren Vermutungen (z.B. Symmetrien an einer Hausfassade). 2e erforschen Figuren und Körper und können Beziehungen formulieren (z.B. die Seitenflächen eines Quaders sind Rechtecke). können Figuren mit gegebenem Umfang bilden (z.B. Dreiecke mit 5, 6, oder 7 Streichhölzern legen). f können Beziehungen zwischen Seitenlängen und Flächeninhalt bei Rechtecken in einem Raster erforschen. g können Strecken an Figuren systematisch variieren, Auswirkungen erforschen, Vermutungen formulieren und austauschen (z.B. Flächeninhalt eines Rechtecks bei gegebenem Umfang mit einem Raster). h können beim Erforschen geometrischer Beziehungen Vermutungen formulieren, überprüfen und allenfalls neue Vermutungen formulieren. lassen sich auf Forschungsaufgaben zu Form und Raum ein (z.B. Rechtecke auf Rasterlinien zeichnen und die Anzahl Gitterpunkte auf den Diagonalen untersuchen). 3 i können den Computer zur Erforschung geometrischer Beziehungen nutzen (z.B. die MI - Recherche und Lernunterstützung Lage des Umkreismittelpunkts bei spitzwinkligen, rechtwinkligen und stumpfwinkligen Dreiecken). j können geometrische Beziehungen in Vielecken - insbesondere zwischen Winkeln, MI - Recherche und Längen und Flächen - variieren, dazu Vermutungen austauschen (z.B. die Spitze in Lernunterstützung einem Dreieck parallel zur Grundlinie verschieben; Winkelbeziehungen in einem Dreiecksgitter). können dynamische Geometriesoftware zum Erforschen geometrischer Beziehungen verwenden (z.B. das Verhältnis der Teilstrecken bei Seitenhalbierenden; die Lage des Umkreismittelpunkts bei verschiedenen Dreiecken). k können Winkel, Strecken und Flächen an Figuren und Körpern systematisch variieren und Vermutungen formulieren (z.B. Winkel über einer Sehne im Kreis, Verhältnis zwischen Kreisdurchmesser und Umfang). können Kantenlängen, Oberfläche oder Volumen von Körpern systematisch variieren und Zusammenhänge formulieren (z.B. Veränderung von Kantenlängen, Oberflächen und Volumen eines Quaders bei der Halbierung / Verdoppelung aller Kanten). können geometrische Probleme mit dynamischer Geometriesoftware konstruktiv lösen sowie Figuren und Zusammenhänge systematisch variieren (z.B. die Quadrate über den beiden kleineren Seiten in einem Dreieck mit dem grössten Quadrat vergleichen). MA 15.3.2016 Lehrplan 21 2 204 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau Querverweise l können Probleme aus der kombinatorischen Geometrie untersuchen (z.B. Anzahl Raumdiagonalen in platonischen Körpern). 2. Die Schülerinnen und Schüler können Aussagen und Formeln zu Querverweise geometrischen Beziehungen überprüfen, mit Beispielen belegen und EZ - Eigenständigkeit und begründen. soziales Handeln (9) MA.2.B.2 Die Schülerinnen und Schüler ... a können Eigenschaften von Figuren und Körpern erforschen und beschreiben (z.B. beim Halbieren eines Quadrates entstehen u.a. Dreiecke oder Rechtecke). 2 b können heuristische Strategien verwenden: Linien und Winkel verändern, Beispiele skizzieren, Figuren und Körper vergleichen. können Würfel- und Quadernetze durch Falten überprüfen. c können Aussagen zu geometrischen Beziehungen im Dreieck, Viereck und Kreis überprüfen (z.B. ein Kreis und ein Viereck können sich in mehr als 4 Punkten schneiden). d können Aussagen sowie Umfang- und Flächenformeln zu Quadrat und Rechteck überprüfen und begründen oder widerlegen (z.B. in Rechtecken und Quadraten schneiden sich die Diagonalen rechtwinklig). 3 e können heuristische Strategien verwenden: planen, skizzieren, Beispiele untersuchen, vorwärts arbeiten, von einer angenommenen Lösung aus rückwärts arbeiten. können Aussagen und Flächenformeln zu Drei- und Vierecken mit Skizzen und Modellen belegen (z.B. ein Rechteck wird von den Diagonalen in vier flächengleiche Dreiecke zerlegt; der Flächeninhalt eines Rhombus ist halb so gross wie das Produkt der Diagonalenlängen). f können Formeln und geometrische Eigenschaften an Beispielen erklären (z.B. Flächenformel zum Dreieck, gleiche Länge der vier Raumdiagonalen im Quader; in einem rechtwinkligen Dreieck betragen die beiden spitzen Winkel zusammen 90°). g können Volumenformeln für Prismen und Pyramiden erläutern (z.B. einen Würfel durch Schnitte in Pyramiden zerlegen und deren Volumen bestimmen). können Sätze zur ebenen Geometrie mit Beispielen belegen und die Begründungen nachvollziehen (z.B. Satz von Pythagoras, Peripheriewinkelsatz, Satz von Thales). h können geometrisches und algebraisches Wissen verbinden und Folgerungen ziehen (z.B. in einem rechtwinkligen, gleichschenkligen Dreieck können nicht alle Seitenlängen ganzzahlig sein). MA 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 205 MA.2 Form und Raum C Mathematisieren und Darstellen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Körper und räumliche Beziehungen EZ - Fantasie und Kreativität (6) darstellen. MA.2.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können mit verschiedenen Techniken und Materialien Figuren darstellen (z.B. malen, biegen). b können Objekte als Figuren und Körper darstellen (z.B. Tisch als Rechteck, eine c Baumkrone als Kugel). d können mit Bauklötzen vorgegebene Körper darstellen. 2e können die Aufsicht von Würfelgebäuden auf Karopapier zeichnen. können die Aufsicht, Vorderansicht und Seitenansicht von Quadern und Würfelgebäuden skizzieren. können Würfelgebäude entsprechend der Aufsicht und Seitenansicht bauen und beschreiben. f können Würfel und Quader im Schrägbild skizzieren. g können aus Quadraten und Rechtecken Würfel und Quader herstellen und umgekehrt das Netz von Würfeln und Quadern durch Abwickeln zeichnen. h können zusammengesetzte Körper skizzieren und beschreiben (z.B. aus Schachteln, Rollen und Prismen). 3 i können das Schrägbild, die Aufsicht, Vorderansicht und Seitenansicht von rechtwinkligen Körpern in einem Raster zeichnen (z.B. 3 versetzt angeordnete Quader). j Erweiterung: können Strecken und Ebenen in Quadern und Würfeln skizzieren und zeichnen (z.B. Schnittebenen in einem Quader). Erweiterung: können am Computer Körper zeichnen bzw. darstellen. k können Prismen und Pyramiden skizzieren und als Schrägbild, in der Aufsicht, Vorderansicht und Seitennasicht darstellen sowie deren Netz zeichnen. l können Skizzen für massstabgetreue Modelle anfertigen oder Modelle herstellen (z.B. Netz eines Satteldaches im Masstab 1: 50). MA 15.3.2016 Lehrplan 21 2 206 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Figuren falten, skizzieren, zeichnen und konstruieren sowie Darstellungen zur ebenen Geometrie austauschen und überprüfen. MA.2.C.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können symmetrische Figuren durch Falten halbieren (z.B. Dreieck, Quadrat, Rechteck, Kreis, Bäume, Tiere). b können mit der Schere Streifen, Ecken und Rundungen schneiden und sammeln Erfahrungen mit Scherenschnitten. c d können den Flächeninhalt von Quadraten und Rechtecken halbieren (z.B. ein Rechteck in vier gleiche Streifen falten und 2 von 4 Streifen anmalen). 2e können Quadrate, Rechtecke, Kreise in 2, 4, 8 oder 16 gleich grosse Teile falten. können nach bildlicher Anleitung falten (z.B. ein Schiff). können Rechtecke mit gegebenen Seitenlängen zeichnen. können Flächenornamente mit Zirkel und Lineal zeichnen, verändern und beschreiben. f können mit Rastern, Zirkel und Geodreieck zeichnen (z.B. parallele Linien, rechte Winkel, rechtwinklige Dreiecke, Quadrate und Rechtecke). g können Faltungen, Skizzen und Zeichnungen nachvollziehen, beschreiben und MI.2.2.f überprüfen. können Winkel übertragen und Winkel mit dem Geodreieck messen. können mit dem Computer Formen zeichnen, verändern und anordnen. können in einer Programmierumgebung Befehle zum Zeichnen von Formen eingeben, verändern und die Auswirkungen beschreiben (z.B. vorwärts, links drehen, vorwärts). 3 h können Senkrechte, Winkelhalbierende und Mittelsenkrechte mit dem Geodreieck zeichnen. können Winkelhalbierende, Mittelsenkrechte und gleichseitiges Dreieck mit Zirkel und Lineal konstruieren. können am Computer Figuren zeichnen. i können Figuren und geometrische Beziehungen skizzieren und Zeichnungen mit Geodreieck und Zirkel oder dynamischer Geometriesoftware ausführen (z.B. ein Parallelogramm mit a, b und ha zeichnen oder konstruieren). j können geometrische Darstellungen und Konstruktionen fachsprachlich beschreiben. MA 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 207 3. Die Schülerinnen und Schüler können sich Figuren und Körper in Querverweise verschiedenen Lagen vorstellen, Veränderungen darstellen und EZ - Räumliche Orientierung beschreiben (Kopfgeometrie). (4) MA.2.C.3 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können verdeckte Figuren und Körper ertasten und nachzeichnen bzw. -formen und beschreiben. b c können Unterschiede zwischen sichtbaren Formen oder Raumlagen und Erinnerungsbildern ermitteln. 2d können Figuren, Körper und deren Anordnung aus der Erinnerung nachzeichnen oder e nachbauen (z.B. ein Gebäude mit 7 Würfeln nachbauen oder Stäbe entsprechend einer Vorlage umlegen). 3f können die Lage einer Figur oder eines Quaders in der Vorstellung verändern sowie g Veränderungen beschreiben (z.B. ein Pult im Kopf um 180° drehen). können Würfel- und Quadernetze in der Vorstellung überprüfen. können Körper in der Vorstellung zerlegen und zusammenfügen (z.B. eine vorgegebene Figur aus zwei Teilen des Somawürfels nachbauen). können Operationen am Modell ausführen und Ergebnisse beschreiben (z.B. einen Würfel 4 Mal kippen, so dass die gleiche Augenzahl wieder oben liegt). können Figuren und Körper in der Vorstellung drehen und schieben (z.B. Ansichten eines Körpers mit 5 bis 8 Würfeln). können Körper in der Vorstellung verändern und Ergebnisse beschreiben (z.B. alle Ecken eines Würfels in der Vorstellung abschleifen und den neuen Körper beschreiben). können Operationen im Kopf ausführen und Ergebnisse darstellen (z.B. ein Würfelgebäude mit 4 Würfeln um 90° drehen und skizzieren). Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können in einem Koordinatensystem die Koordinaten von Figuren und Körpern bestimmen bzw. Figuren und Körper aufgrund ihrer Koordinaten darstellen sowie Pläne lesen und zeichnen. MA.2.C.4 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können in einem Punkteraster gezeichnete Grundfiguren und zusammengesetzte Figuren in ein leeres Punkteraster übertragen. a können Positionen in einem Koordinatensystem bestimmen (z.B. Schiffe versenken auf der 100er-Tafel mit den Koordinaten 2 E 5 Z / 7 E 1 Z / ...). b können Objekte in einem Plan darstellen (z.B. Sitzordnung im Klassenzimmer). können Figuren in einem Koordinatensystem zeichnen, horizontal und vertikal c verschieben sowie die Koordinaten der Eckpunkte angeben. 2d MA 15.3.2016 Lehrplan 21 2 208 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau Querverweise e können Pläne und Fotografien zur Orientierung im Raum lesen und nutzen. f können zu Koordinaten Figuren zeichnen sowie die Koordinaten von Punkten NMG.8.5.f bestimmen (z.B. Figuren auf dem Geobrett nach Koordinaten aufspannen und zeichnen). g können einen Wohnungsplan nach Massstab zeichnen bzw. entsprechende Pläne lesen. NMG.8.5.h können Wege und Lagebeziehungen skizzieren (z.B. Schulweg) bzw. entsprechende Pläne nutzen. 3 h können Lagebeziehungen von Objekten massstabgetreu in einem Koordinatensystem darstellen (z.B. den Pausenplatz). i können Figuren im kartesischen Koordinatensystem darstellen (auch mit negativen und nicht ganzzahligen Koordinaten). können in einem Koordinatensystem Abstände und Flächeninhalte berechnen. j können geometrische Abbildungen im Koordinatensystem darstellen (z.B. Spiegelung eines Dreiecks an der Geraden x = 2). MA 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 209 MA.3 Grössen, Funktionen, Daten und Zufall A Operieren und Benennen 1. Die Schülerinnen und Schüler verstehen und verwenden Begriffe und Querverweise Symbole zu Grössen, Funktionen, Daten und Zufall. EZ - Lernen und Reflexion (7) NMG.9.1 MA.3.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Gegenstände und Situationen mit lang/kurz (zeitlich und räumlich) schnell/langsam, vorher/nachher, breit/schmal, dick/dünn, gross/klein, schwer/leicht b beschreiben. c verstehen und verwenden die Begriffe Geld, Münzen und Noten zwischen 1 und 20 Franken. d können Unterschiede zwischen Gegenständen und Situationen mit Steigerungsformen beschreiben, insbesondere bezüglich Preisen, Längen, Zeitpunkten, Zeitdauern, 2e Gewichten und Inhalten (z.B. B ist schwerer als A, C ist am schwersten). f verstehen und verwenden die Begriffe Länge, Meter, Zentimeter, Zeit, Stunden, Minuten, Franken, Rappen, Preis. können sich an Referenzgrössen orientieren: 1 Zentimeter, 1 Meter. können Masseinheiten zu Geld und Länge und die Abkürzungen Fr., Rp., cm, m verwenden. können mit Münzen und Noten bis 100 Fr. Beträge legen. verstehen und verwenden die Begriffe Gewicht, Inhalt, Zeitpunkt, Zeitdauer, Sekunde. können sich an Referenzgrössen orientieren: 1 km, 1 dm, 1 mm, 1 kg, 100 g, 1 l, 1 dl, 1 h, 1 min (z.B. 1 kg mit einer Packung Mehl assoziieren). können Masseinheiten und deren Abkürzungen benennen und verwenden: Längen (km, dm, mm), Hohlmasse (l, dl ), Gewichte (kg, g), Zeit (h, min). können Masseinheiten und deren Abkürzungen benennen und verwenden: Hohlmasse (l, dl, cl, ml), Gewichte (t, kg, g, mg), Zeit (h, min, s). können sich an Referenzgrössen orientieren: 1 s, 1 min. können Vorsätze verstehen und verwenden: Kilo, Dezi, Centi, Milli. g verstehen und verwenden die Begriffe (un)wahrscheinlich, (un)möglich, sicher. h verstehen und verwenden die Begriffe Proportionalität, Flächeninhalt, Volumen, Inhalt, MI.2.3.f Mittelwert, Kreisdiagramm, Säulendiagramm, Liniendiagramm, Daten, Häufigkeit, Zufall, Speicher. können sich an Referenzgrössen orientieren: 1 m², 1 dm², 1 cm², 1 mm², 1 bit, 1 Byte, 1 kB. können Masseinheiten benennen und deren Abkürzungen verwenden: Flächenmasse (km², m², dm², cm², mm²), Zeit (d, h, min, s). i können sich an Referenzgrössen orientieren: 1 m³, 1 dm³, 1 cm³. können Vorsätze verstehen und verwenden: Mega, Giga, Tera. 3 j verstehen und verwenden die Begriffe Koordinatensystem, Währung, arithmetisches Mittel (Erweiterung: indirekte Proportionalität). können Masseinheiten und deren Abkürzungen verwenden sowie sich an Referenzgrössen orientieren: Flächenmasse (km², ha, a, m², dm², cm², mm²), Raummasse (km³, m³, dm³, cm³, mm³), Geld (CHF, , $). MA 15.3.2016 Lehrplan 21 3 210 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau Querverweise k verstehen und verwenden die Begriffe absolute und relative Häufigkeit, x-Koordinate, y- Koordinate, x-Achse, y-Achse, Einheitsstrecke, Wahrscheinlichkeit. können Masseinheiten und deren Abkürzungen verwenden: Geschwindigkeit (km/h, m/s, kB/s, dpi). l verstehen und verwenden die Begriffe Steigung in %, Zins, Zinssatz, Kapital, Rabatt, Brutto, Netto. m verstehen und verwenden die Begriffe (lineare) Funktion, sichere, mögliche, unmögliche Ereignisse, Flussdiagramm, Bit, Byte. können Vorsätze verstehen und verwenden: Mikro, Nano. können Masseinheiten und deren Abkürzungen verwenden: Dichte (kg/dm³, g/cm³). n verstehen und verwenden die Begriffe exponentielles Wachstum, Fakultät. 2. Die Schülerinnen und Schüler können Grössen schätzen, messen, Querverweise umwandeln, runden und mit ihnen rechnen. EZ - Zeitliche Orientierung (3) MA.3.A.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Längen und Volumen verteilen (z.B. eine Schnur in etwa gleiche Teile schneiden NMG.9.1.a oder Wasser auf Becher verteilen). b können den Tagesverlauf in Morgen, Mittag, Nachmittag, Abend und Nacht einteilen c (z.B. den Tagesabschnitten Aktivitäten zuordnen). d können ganze Frankenbeträge bis 20 Franken legen sowie addieren und subtrahieren. können die Uhrzeit auf halbe Stunden bestimmen. 2e können Längen bis 1 m schätzen, messen und addieren (z.B. 15 cm + 35 cm). f können Längen und Geldbeträge verdoppeln und halbieren, 1 Meter in 2, 5 und 10 gleiche Teile aufteilen sowie ganze Frankenbeträge bis 100 Fr. mit Münzen und Noten legen. können Geldbeträge mit Fr. und Rp. bilden, addieren und subtrahieren (z.B. 20 Fr. mit 2 · 5 Fr. + 5 · 2 Fr. bilden; 25 Fr. 60 Rp. + 14 Fr. 30 Rp.). können analoge und digitale Uhrzeiten bestimmen. können Grössen schätzen, messen und in benachbarte Masseinheiten umwandeln: l, dl; m, cm, mm; kg, g (z.B. 2'000 g = 2 kg). können Grössen addieren, subtrahieren und vervielfachen: l, dl; m, cm, mm; kg, g (z.B. 3 cm 5 mm + 2 cm 7 mm). können Längen, Volumen und Gewichte schätzen und mit Repräsentanten vergleichen. können Längen, Gewichte, Inhalte, Zeitpunkte und Zeitdauern schätzen und messen NMG.3.1.f sowie mit einer geeigneten Masseinheit angeben. g können mit Längen, Gewichten, Volumen und Zeitangaben rechnen sowie entsprechende Grössen in benachbarte Masseinheiten umwandeln. h können Grössen (Geld, Längen, Gewicht bzw. Masse, Zeit, Volumen [l]) schätzen, bestimmen, vergleichen, runden, mit ihnen rechnen, in benachbarte Masseinheiten umwandeln und in zweifach benannten Einheiten schreiben. MA 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 211 Querverweise 3 i können Flächeninhalte und Volumen [m³] in einer geeigneten Masseinheit schätzen und in benachbarte Masseinheiten umwandeln. können Grössen absolut und relativ vergleichen (z.B. 120 Stück oder 60% bzw. einer Menge). können Distanzen und Zeitdauern für Geschwindigkeitsberechnungen messen. j können das System der dezimalen Masseinheiten (SI-System) nutzen und die Vorsätze Mega, Kilo, Dezi, Centi und Milli den Zehnerpotenzen zuordnen. k können Berechnungen mit zusammengesetzten Masszahlen durchführen und Grössenangaben von einer Einheit in eine andere umrechnen. können Geschwindigkeiten umwandeln (z.B. von 200m/10s in 72 km/h). Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können funktionale Zusammenhänge beschreiben und Funktionswerte bestimmen. MA.3.A.3 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können Wertetabellen beschreiben (z.B. 1 Flasche ? 2 Franken; 2 Flaschen ? 4 Franken; 3 Flaschen ? 6 Franken). a können lineare Zahlenfolgen und Wertetabellen mit ganzen Zahlen beschreiben und weiterführen (z.B. 0, 9, 18, 27, 36, ...; 1 m 8 Fr.; 2 m 16 Fr.; 3 m 24 Fr., ...). b können lineare und nichtlineare Zahlenfolgen weiterführen (z.B. 90, 81, 70, 57, ...; 1, 4, 9, 16, ...; 1, 3, 6, 10, 15, ...). 2c können Wertetabellen zu proportionalen Zusammenhängen mit Geldbeträgen beschreiben und weiterführen (z.B. 100 g 5.40 Fr.; 200 g 10.80 Fr.; 300 g 16.20 d Fr., ...). e können funktionale Zusammenhänge in Wertetabellen erfassen (z.B. zurückgelegte NMG.3.1.g Distanzen bei einer Geschwindigkeit von 4.5 km/h nach 10 min, 20 min, 30 min, ...). können mit proportionalen Beziehungen rechnen (z.B. 300 g Käse zu 20 Fr./kg; Treibstoffverbrauch für 700 km zu 6 l/100 km). f können Anteile bestimmen und vergleichen (z.B. in X mit 2 Spielwarengeschäften leben 12 000 Menschen; in Y mit 8 Spielwarengeschäften leben 30 000 Menschen). 3 g können Funktionswerte aufgrund von Funktionsgraphen bestimmen. können mit indirekt proportionalen Beziehungen rechnen (z.B. Anzahl Karten je Person bei 72 Karten und x Mitspielenden). verstehen Prozentangaben als proportionale Zuordnungen und führen Prozentrechnungen aus (z.B. Wie viele Prozente sind 7 von 35 sowie wie viel sind 7% von 35?). h können zu einer Funktionsgleichung Wertepaare bestimmen und in einem Koordinatensystem einzeichnen. können Streckenlängen aufgrund von Massstabangaben bestimmen und umgekehrt (z.B. auf einer Karte geeignete Routen für einen 12 km-Wanderung eintragen). MA 15.3.2016 Lehrplan 21 3 212 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau Querverweise i können den Funktionswert zu einer gegebenen Zahl aus einer Wertetabelle, einer MI - Produktion und graphischen Darstellung und mit der Funktionsgleichung bestimmen sowie Wertepaare Präsentation im Koordinatensystem einzeichnen (z.B. y = 2x + 1. Für x = 7 y = 15). können Rechner oder geeignete Software (z.B. Tabellenkalkulation) zur Berechnung von Funktionswerten und Masszahlen benutzen. können Sachaufgaben mit Prozentangaben lösen (z.B. zu Steigung und Zins). j können den Schnittpunkt zweier Geraden algebraisch und graphisch bestimmen. k können zu linearen Funktionen den Funktionsgraphen zeichnen, die Steigung, den y- Achsenabschnitt und die Nullstelle bestimmen. MA 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 213 MA.3 Grössen, Funktionen, Daten und Zufall B Erforschen und Argumentieren 1. Die Schülerinnen und Schüler können zu Grössenbeziehungen und Querverweise funktionalen Zusammenhängen Fragen formulieren, diese erforschen EZ - Eigenständigkeit und sowie Ergebnisse überprüfen und begründen. soziales Handeln (9) MA.3.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Anzahlen, Längen, Flächen und Volumen miteinander vergleichen. b können Anzahlen und Preise variieren und Auswirkungen untersuchen (z.B. 3 Bälle zu 4 Franken und 5 Bälle zu 2 Franken). c können Sachsituationen bezüglich Anzahlen, Strecken, Zeitpunkten, Zeitdauern und d Preisen erforschen sowie Zusammenhänge beschreiben und erfragen (z.B. Zeitdauer für den Hin- und Rückweg mit dem Hinweg vergleichen). 2e können Beziehungen zwischen Längen, Preisen und Zeiten überprüfen (z.B. grössere Gegenstände sind teurer oder weitere Wege brauchen mehr Zeit). können zu Beziehungen zwischen Grössen Fragen formulieren, erforschen, und funktionale Zusammenhänge überprüfen (z.B. die Füllhöhe von ½ Liter, 1 Liter, 2 Liter in verschiedenen Gefässen; das Verhältnis zwischen Preis und Gewicht eines Produkts; das Gewicht eines Lightgetränks und einer Limonade). f können Grössen anderer Kulturen erforschen (z.B. verschiedene Längeneinheiten im Mittelalter der deutschen Schweiz). können Experimente, Messungen und Berechnungen vergleichen (z.B. Wie genau lässt sich die Raumlänge mit Fusslängen messen?). g können funktionale Zusammenhänge, insbesondere zu Preis - Leistung und Weg - Zeit, formulieren und begründen (z.B. Kauf von Getränken, die in verschiedenen Packungsgrössen angeboten werden). 3 h Erweiterung: können Parameter in Gleichungen und Formeln verändern und die MI - Produktion und Präsentation Auswirkungen insbesondere mit elektronischen Hilfsmitteln untersuchen (z.B. Veränderung der monatlichen Handykosten bei teurem Abo und günstigen Gesprächstarifen). i können Ergebnisse und Aussagen zu funktionalen Zusammenhängen überprüfen, insbesondere durch Interpretation von Tabellen, Graphen und Diagrammen (z.B. der Arbeitsweg mit Fahrrad und Zug von X nach Y dauert weniger lang und ist günstiger als der Weg mit dem Auto). j können funktionale und statistische Zusammenhänge erforschen, dazu Fragen stellen sowie Ergebnisse vergleichen (z.B. Zusammenhang zwischen Steigung in Grad und Steigung in Prozent). können statistische Rohdaten zu sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Fragestellungen erforschen und Vermutungen dazu austauschen. MA 15.3.2016 Lehrplan 21 3 214 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 2. Die Schülerinnen und Schüler können Sachsituationen zur Statistik, Querverweise Kombinatorik und Wahrscheinlichkeit erforschen, Vermutungen EZ - Fantasie und Kreativität formulieren und überprüfen. (6) MA.3.B.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können Anordnungen variieren, ordnen und notieren (z.B. zweistellige Zahlen mit den Ziffern 1, 2, 3; gleich lange Wege in einem schematischen Stadtplan; Sitzordnungen von a drei Kindern). können die Beeinflussbarkeit von Situationen einschätzen (z.B. Beeinflussbarkeit des 2b Wetters; Beeinflussbarkeit der Dauer des Schulwegs). können systematisch kombinieren und variieren (z.B. Paarbildungen mit 6 Kindern). können zu statistischen Daten Fragen stellen und beantworten (z.B. der längste Schulweg ist mehr als doppelt so lang wie der kürzeste; die meisten Kinder wohnen weniger als 1 km von der Schule entfernt). c können auszählbare Kombinationen und Permutationen erforschen, Beobachtungen festhalten und Aussagen überprüfen (z.B. Kombinationen von Zahlen beim Veloschloss; Permutationen mit Buchstaben ADEN, ADNE, AEDN, ...). d können in auszählbaren Variationen und Kombinationen alle Möglichkeiten systematisch aufschreiben (z.B. Zahlen mit den Ziffern 1, 2, 3 mit und ohne Wiederholung: 123, 132, 213, 231, 312, 321, 112, 121, 211, ...). 3 e können Häufigkeiten experimentell bestimmen und Vermutungen zu deren Wahrscheinlichkeiten formulieren (z.B. Reissnagel werfen: Kopf oder Spitze unten; mit zwei Würfeln zwei gerade Zahlen oder die Summe 7 erreichen). sind bereit, sich mit unbekannten Fragestellungen zu Kombinatorik und Wahrscheinlichkeit auseinanderzusetzen. f können Wahrscheinlichkeiten und statistische Angaben überprüfen und begründen (z.B. die Wahrscheinlichkeit, mit einer Münze zwei mal hintereinander Kopf zu werfen, ist 0.25; In den Voralpen besitzen relativ mehr Jugendliche einen Roller als im Mittelland). g vergleichen kombinatorische Probleme, erkennen und erfinden Analogien (z.B. Handshakes bei 5 Personen ist analog zu von 5 Personen erhalten 2 einen Fünfliber). MA 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 215 MA.3 Grössen, Funktionen, Daten und Zufall C Mathematisieren und Darstellen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Daten zu Statistik, Kombinatorik und Wahrscheinlichkeit erheben, ordnen, darstellen, auswerten und interpretieren. MA.3.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a sammeln und ordnen (z.B. Steine nach Farbe ordnen und zählen). b können Häufigkeiten, Längen und Preise erheben, protokollieren, ordnen und interpretieren (z.B. Strichlisten zu Augenzahlen beim Würfeln; Körperlängen). c können Anzahlen aus dem Umfeld darstellen (z.B. 7 blonde Kinder mit 7 Karos, 5 braunhaarige Kinder mit 5 Karos). 2d können Längen und Preise grafisch darstellen (z.B. 1 Fr. oder 1 cm mit je einem Karo). können Daten zu Längen, Inhalten, Gewichten, Zeitdauern, Anzahlen und Preisen in Tabellen und Diagrammen darstellen und interpretieren (z.B. zu Haustieren). können Zufallsexperimente durchführen, Ergebnisse protokollieren und interpretieren (z.B. 50 mal zwei Würfel werfen). e können Daten statistisch erfassen, ordnen, darstellen und interpretieren (z.B. Schulwege: Distanz, Transportmittel, Zeitdauer). f können Datensätze nach Kriterien auswerten und in Datensätzen Mittelwert, Maximum und Minimum bestimmen. g können Daten zu Längen, Inhalten, Gewichten, Zeitdauern, Anzahlen und Preisen mit MI - Produktion und dem Computer in Diagrammen darstellen und interpretieren. Präsentation können die Wahrscheinlichkeit einzelner Ereignisse vergleichen. 3 h können mehrstufige Zufallsexperimente mit Würfeln, Münzen oder Karten durchführen und mögliche Ereignisse darstellen (z.B. ein Baumdiagramm zum dreimaligen Werfen einer Münze zeichnen). i Erweiterung: können Zufallsexperimente durchführen und die Wahrscheinlichkeiten ermitteln (z.B. die Wahrscheinlichkeit bestimmen, aus einem Kartenspiel 2x hintereinander die gleiche Farbe zu ziehen). Erweiterung: können Aussagen zur Wahrscheinlichkeit aus der relativen Häufigkeit eines Ereignisses ableiten (z.B. in einem Monat verspäten sich 88 von 2'750 Zügen mehr als 5 min, 57 davon mehr als 10 min). j können Beziehungen zwischen verschiedenen Grössen datengestützt herstellen (z.B. Zusammenhang zwischen Laufstrecke und Sieg im Fussball). können soziale (z.B. Unfallprävention), wirtschaftliche (z.B. Zins, Rabatt, Leasing) und ökologische (z.B. Wasserverbrauch, Entsorgung) Fragestellungen bearbeiten und vergleichen Zahlenangaben absolut und relativ. MA 15.3.2016 Lehrplan 21 3 216 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Sachsituationen mathematisieren, EZ - Sprache und Kommunikation (8) darstellen, berechnen sowie Ergebnisse interpretieren und überprüfen. MA.3.C.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können in Sachsituationen Anzahlen, Muster und Ordnungen vergleichen (mehr, weniger, gleichviel, länger, kürzer, gleich lang). b können zu Sachsituationen, Rechengeschichten und Bildern Grundoperationen notieren, c lösen und Ergebnisse interpretieren (z.B. 13 Mädchen und 5 Jungen als 18 Kinder; 1 Buch kostet 10 Fr. 5 Bücher kosten 5 · 10 Fr.). 2d erkennen wesentliche und unwesentliche Angaben zur Lösung von Aufgaben (z.B. ein Buch ist 5 cm dick, hat 75 Seiten und ist gratis. Wie viel bezahlt man dafür?). können zu Rechengeschichten Grundoperationen mit Platzhaltern bzw. Umkehroperationen bilden, diese lösen und interpretieren (z.B. ein Geschenk kostet 36 Fr., 23 Fr. wurden gespart. Wie viel fehlt noch?). können zu Texten, Tabellen und Diagrammen Fragen stellen, eigene Berechnungen ausführen sowie Ergebnisse interpretieren und überprüfen. e erkennen in Sachsituationen Proportionalitäten (z.B. zwischen Anzahl Schritten und Distanz). können Informationen aus Sachtexten, Tabellen, Diagrammen und Bildern aus den Medien verarbeiten. 3 f erkennen proportionale und lineare (Erweiterung: indirekt proportionale) Zusammenhänge in Sachsituationen (z.B. Taxipreis bei Grundtaxe und festem Preis/km). können Wertepaare sowie Funktionsgraphen im Koordinatensystem darstellen (z.B. Zwischenzeiten in 10'000 m - Läufen; Gewicht bzw. Masse und Preis von Lebensmitteln). können Alltagssituationen (z.B. Flächeninhalt eines Zimmers; Geschwindigkeit eines Autos; Benzinverbrauch) in mathematische Sprache übersetzen, die richtigen Grössen identifizieren und geeignete Masseinheiten wählen. g können die Abhängigkeit zweier Grössen mit einem Funktionsgraphen darstellen sowie Graphenverläufe interpretieren (z.B. Weg - Zeit - Diagramm zu einem 400 m - Lauf). Erweiterung: können zu Wertetabellen eine geeignete Skalierung im Koordinatensystem wählen. Erweiterung: können lineare funktionale Zusammenhänge mit einem Term beschreiben (z.B. Wechselkurse). h können Wertetabellen, Diagramme, Sachtexte, Terme und Graphen einander zuordnen und interpretieren. können Sachsituationen nach funktionalen, statistischen und probabilistischen Gesichtspunkten bearbeiten, angemessene Entscheidungen treffen und Lösungswege mit Wertetabellen, Diagrammen, Texten, Termen und Graphen darstellen. i können Software zur graphischen Darstellung von Funktionen verwenden. MA 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Mathematik | Kompetenzaufbau 217 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Terme, Formeln, Gleichungen und Tabellen mit Sachsituationen konkretisieren. MA.3.C.3 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Anzahlen mit Beispielen konkretisieren. b können Additionen und Subtraktionen mit Rechengeschichten, Bildern und Handlungen eine Bedeutung geben (z.B. 12 + 8 auf dem Pausenplatz sind 12 Mädchen und 8 c Jungen). d können Grundoperationen und Tabellen mit Rechengeschichten, Bildern und Handlungen eine Bedeutung geben (z.B. 5 · 8 ein Kind baut 5 Häuser mit je 8 2e Klötzen). können Gleichungen mit einem Platzhalter durch Rechengeschichten oder Bilder konkretisieren (z.B. 28 + _ = 50 ein Bus hat 50 Sitzplätze, 28 sind bereits besetzt). können Rechentermen und Tabellen eine Bedeutung geben (z.B. 125 Fr. + 4 Fr. + 4 Fr. + 4 Fr. - 34 Fr. 125 Fr. Ersparnisse. 3 Wochen zu je 4 Franken Sackgeld. Kauf eines Balles für 34 Fr.). f können zu einer proportionalen Wertetabelle Zusammenhänge beschreiben (z.B. die Anzahl min je zurückgelegtem km). 3 g Erweiterung: können Buchstabenterme, Formeln und lineare Funktionsgleichungen mit Sachsituationen konkretisieren (z.B. die Funktionsgleichung y = 2x + 3 mit Preis = 2 · Anzahl + 3). MA 15.3.2016 Lehrplan 21 3 Natur, Mensch, Gesellschaft Elemente des Kompetenzaufbaus Impressum Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden Lehrplan 21 Graubünden Herausgeber: Fassung vom 15.03.2016 Zu diesem Dokument: luxiangjian4711/iStock/Thinkstock Alle Rechte liegen beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden. Titelbild: gr-d.lehrplan.ch Copyright: Internet: Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Inhalt Inhalt Zum Fachbereich 223 Bedeutung und Zielsetzungen 224 Didaktische Hinweise 227 Strukturelle und inhaltliche Hinweise 238 Natur, Mensch, Gesellschaft 243 NMG.1 Identität, Körper, Gesundheit - sich kennen und sich Sorge tragen 244 NMG.2 Tiere, Pflanzen und Lebensräume erkunden und erhalten 248 NMG.3 Stoffe, Energie und Bewegungen beschreiben, untersuchen und nutzen 252 NMG.4 Phänomene der belebten und unbelebten Natur erforschen und erklären 255 NMG.5 Technische Entwicklungen und Umsetzungen erschliessen, einschätzen und 259 anwenden NMG.6 Arbeit, Produktion und Konsum - Situationen erschliessen 262 NMG.7 Lebensweisen und Lebensräume von Menschen erschliessen und vergleichen 266 NMG.8 Menschen nutzen Räume - sich orientieren und mitgestalten 269 NMG.9 Zeit, Dauer und Wandel verstehen - Geschichte und Geschichten unterscheiden 274 NMG.10 Gemeinschaft und Gesellschaft - Zusammenleben gestalten und sich engagieren 277 NMG.11 Grunderfahrungen, Werte und Normen erkunden und reflektieren 280 NMG.12 Religionen und Weltsichten begegnen 282 Natur und Technik 285 NT.1 Wesen und Bedeutung von Naturwissenschaften und Technik verstehen 286 NT.2 Stoffe untersuchen und gewinnen 288 NT.3 Chemische Reaktionen erforschen 289 NT.4 Energieumwandlungen analysieren und reflektieren 292 NT.5 Mechanische und elektrische Phänomene untersuchen 294 NT.6 Sinne und Signale erforschen 296 NT.7 Körperfunktionen verstehen 298 NT.8 Fortpflanzung und Entwicklung analysieren 300 NT.9 Ökosysteme erkunden 302 NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Inhalt Wirtschaft, Arbeit, Haushalt 304 WAH.1 Produktions- und Arbeitswelten erkunden 305 WAH.2 Märkte und Handel verstehen - über Geld nachdenken 307 WAH.3 Konsum gestalten 309 WAH.4 Ernährung und Gesundheit - Zusammenhänge verstehen und reflektiert handeln 311 WAH.5 Haushalten und Zusammenleben gestalten 314 Räume, Zeiten, Gesellschaften 316 RZG.1 Natürliche Grundlagen der Erde untersuchen 317 RZG.2 Lebensweisen und Lebensräume charakterisieren 319 RZG.3 Mensch-Umwelt-Beziehungen analysieren 322 RZG.4 Sich in Räumen orientieren 324 RZG.5 Schweiz in Tradition und Wandel verstehen 326 RZG.6 Weltgeschichtliche Kontinuitäten und Umbrüche erklären 328 RZG.7 Geschichtskultur analysieren und nutzen 330 RZG.8 Demokratie und Menschenrechte verstehen und sich dafür engagieren 332 Planungsbeispiel 336 Ethik, Religionen, Gemeinschaft 336 ERG.1 Existentielle Grunderfahrungen reflektieren 337 ERG.2 Werte und Normen klären und Entscheidungen verantworten. 338 ERG.3 Spuren und Einfluss von Religionen in Kultur und Gesellschaft erkennen 339 ERG.4 Sich mit Religionen und Weltsichten auseinandersetzen 340 ERG.5 Ich und die Gemeinschaft - Leben und Zusammenleben gestalten 343 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Zum Fachbereich 223 Zum Fachbereich Der Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG) umfasst die vier inhaltlichen Perspektiven Natur und Technik (NT), Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH), Räume, Zeiten, Gesellschaften (RZG) und Ethik, Religionen, Gemeinschaft (ERG). Im 1. und 2. Zyklus sind die verschiedenen inhaltlichen Perspektiven in einem Fachbereich zusammengefasst. Mit Natur, Mensch, Gesellschaft werden daher sowohl der gesamte Fachbereich vom 1. - 3. Zyklus als auch der Fachbereichslehrplan im 1. und 2. Zyklus bezeichnet. Im 3. Zyklus werden die vier Perspektiven in den jeweils spezifisch ausgerichteten Fachbereichen dargestellt. In den einleitenden Kapiteln sind jeweils zuerst Aussagen aufgeführt, die für den gesamten Fachbereich NMG und über alle drei Zyklen Gültigkeit haben. Im zweiten Teil der Kapitel folgen dann spezifische Hinweise zu den vier inhaltlichen Perspektiven NT, WAH, RZG und ERG. NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 224 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Bedeutung und Zielsetzungen Bedeutung und Zielsetzungen Auseinandersetzung mit der Welt Im Zentrum von Natur, Mensch, Gesellschaft steht die Auseinandersetzung der Schülerinnen und Schüler mit der Welt. Um sich in der Welt orientieren, diese verstehen, sie aktiv mitgestalten und in ihr verantwortungsvoll handeln zu können, erwerben und vertiefen sie grundlegendes Wissen und Können. Sie erweitern ihre Erfahrungen und entwickeln neue Interessen. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich mit natürlichen Erscheinungen, unterschiedlichen Lebensweisen, vielfältigen gesellschaftlichen und kulturellen Errungenschaften aus verschiedenen Perspektiven auseinanderzusetzen. Sie entwickeln eigene Sichtweisen auf die Welt, lernen zukünftigen Herausforderungen zu begegnen sowie Erfahrungen, Strategien und Ressourcen nachhaltig zu nutzen und ihr Handeln zu verantworten. Ausgangspunkte für das Lernen bilden Vorstellungen, das Vorwissen und bisherige Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler von und über die Welt. Lernen in der Schule wird mit ausserschulischen Erfahrungen verbunden. Vier Handlungsaspekte für die Wenn Kinder und Jugendliche der Welt begegnen und sich mit ihr Kompetenzentwicklung auseinandersetzen, nehmen sie neue Phänomene, Sachen und Situationen wahr, erschliessen sich diese und ordnen sie in ihre Vorstellungen zur Welt ein. Dabei gewinnen sie zunehmend Orientierung in der Welt und erlangen Handlungsfähigkeit. Dies alles erfordert Wissen und Können, Erfahrungen und Interessen und geschieht in einem Prozess, in dem die vier Handlungsaspekte verknüpft sind und sich permanent abwechseln (Abbildung 2). Die Welt wahrnehmen Schülerinnen und Schüler nehmen wahr, was sie umgibt und wie Dinge auf sie Sich die Welt erschliessen wirken. Sie drücken eigene Wahrnehmungen, Vorstellungen und Erfahrungen aus und entwickeln dabei Neugier und Interesse an der Welt. Schülerinnen und Schüler erschliessen soziale, kulturelle und natürliche Situationen und Phänomene. Sie stellen Fragen, recherchieren und erkunden die Welt aus verschiedenen Perspektiven. Sie erweitern dadurch schrittweise ihre Kenntnisse und Erkenntnisse. NMG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Bedeutung und Zielsetzungen 225 Sich in der Welt orientieren Schülerinnen und Schüler ordnen Phänomene, Sachen und Situationen sowie Eindrücke und Einsichten in Zusammenhänge ein. Sie analysieren und beurteilen aktuelle und vergangene Situationen und reflektieren diese. Dabei strukturieren und vertiefen sie ihre Erkenntnisse und entwickeln sachbezogene Konzepte. Sie gewinnen zunehmend Orientierung in der Welt, ausgerichtet auf gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen. In der Welt handeln Schülerinnen und Schüler treffen Entscheidungen und handeln reflektiert. Sie setzen Erkenntnisse kreativ und konstruktiv um, wirken an der Gestaltung ihrer Umwelt mit und übernehmen Mitverantwortung für sich selbst, für die Gemeinschaft und für die Gesellschaft. Dabei werden auch Eigenständigkeit, Dialogfähigkeit und Zusammenarbeit mit Blick auf ein kompetentes und zukunftsorientiertes Handeln in der Welt gefördert. Inhaltliche Perspektiven auf die Welt Natürliche und kulturelle, wirtschaftliche, soziale und historische Phänomene, Situationen und Sachen stehen im Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft im Vordergrund, insbesondere auch die Wechselwirkungen zwischen Menschen und ihrer Um- und Mitwelt. Diese Phänomene, Sachen und Situationen können aus verschiedenen inhaltlichen Perspektiven und mit verschiedenen Zugangsweisen und Methoden betrachtet und erschlossen werden. Im Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft werden diese verschiedenen inhaltlichen Perspektiven zu vier Perspektiven zusammengefasst. Während im 1. und 2. Zyklus alle vier Perspektiven gemeinsam den Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft bilden und von einer weitgehend integrierenden Zugangsweise ausgegangen wird, wird im 3. Zyklus jede dieser vier Perspektiven in einem eigenen Fachbereich dargestellt. In der Folge werden diese vier inhaltlichen Perspektiven beschrieben. Natur und Technik In der Perspektive Natur und Technik erschliessen sich die Schülerinnen und Schüler die belebte und unbelebte Natur mit ihren Funktionsweisen und Gesetzmässigkeiten. Sie bauen dabei sowohl physikalische, chemische und biologische als auch allgemein naturwissenschaftlich-technische Kompetenzen auf. Durch den naturwissenschaftlichen Unterricht sollen Phänomene aus Alltag und Technik besser verstanden und eigene Erfahrungen mit der Umwelt erklärt werden können. In der Auseinandersetzung mit Phänomenen und technischen Objekten erlernen die Kinder und Jugendlichen zudem typische Handlungsweisen: Sie beobachten, beschreiben, fragen, vermuten, messen, untersuchen, experimentieren, konstruieren und ziehen Schlüsse. Dabei sind sowohl die direkte Begegnung und die Erklärung der Phänomene als auch die Nutzung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse für technische Anwendungen von Bedeutung. Diese Verknüpfung von Naturwissenschaften und Technik bildet die Grundlage für ein ausbaufähiges Technikverständnis. Wirtschaft, Arbeit, Haushalt In der Perspektive Wirtschaft, Arbeit, Haushalt entwickeln die Schülerinnen und Schüler Kompetenzen zur Gestaltung der Lebenswelt und zur beruflichen und gesellschaftlichen Orientierung. Dazu gehört die Auseinandersetzung mit Fragen der Existenzsicherung, des Konsums, der Produktion und Verteilung von Gütern sowie des unternehmerischen Handelns in Betrieben. Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit Rahmenbedingungen, Situationen und Entscheidungen in Haushalten, Arbeits- und Berufswelten sowie mit Fragen zu Gesundheit und Ernährung und erarbeiten Kompetenzen in der Nahrungszubereitung. Ausgehend von eigenen Erfahrungen erschliessen sie Sachverhalte in Wirtschaft, Arbeit, Haushalt mehrperspektivisch. Die Lernenden denken über Werthaltungen und Zielkonflikte nach und begründen Entscheidungen zunehmend differenzierter und eigenständiger. Dabei erwerben sie Kompetenzen für die verantwortungsvolle Mitgestaltung einer gegenwärtigen und zukünftigen Welt für alle. NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 226 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Bedeutung und Zielsetzungen Räume, Zeiten, Gesellschaften In der Perspektive Räume, Zeiten, Gesellschaften entwickeln und erweitern die Ethik, Religionen, Gemeinschaft Schülerinnen und Schüler ihre Kompetenzen zu räumlichen, historischen, gesellschaftlichen und politischen Themen. Sie machen sich eigene Vorstellungen zu Raum und Zeit bewusst, lernen neue Sichtweisen kennen, erschliessen und verarbeiten entsprechende Informationen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Zusammenhängen und Beziehungen zwischen natürlichen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Aktivitäten aus verschiedenen Räumen der Welt auseinander. Sie können sich so in der Welt räumlich und thematisch orientieren. In der Auseinandersetzung mit gesellschaftlicher Zeit, mit Dauer und Wandel, mit der Entwicklung von Menschen und Gesellschaften lernen die Kinder und Jugendlichen den Unterschied zwischen Geschichte und Geschichten kennen und erfahren, dass wir immer aus der Gegenwart heraus Vergangenes rekonstruieren, um Orientierung für die Zukunft zu gewinnen. Diese Sinnbildung geschieht in den Dimensionen Herrschaft, Wirtschaft und Kultur und umfasst damit Individuen und Gesellschaften als Ganzes. Auf diese Weise lernen Kinder und Jugendliche, sich im Raum, in der Zeit, in der Gesellschaft und in der Beziehung von Menschen zu ihrer natürlichen und gestalteten Umwelt zu orientieren. Sie werden dazu befähigt, bei der Gestaltung und Bewahrung der räumlichen Lebensgrundlagen mitzuwirken, in der Gegenwart zu handeln und sich Gedanken zur Zukunft sowie zu einer nachhaltigen Entwicklung auf lokaler, regionaler und globaler Ebene zu machen. In der Perspektive Ethik, Religionen, Gemeinschaft entwickeln Schülerinnen und Schüler Kompetenzen für das Leben mit verschiedenen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Werteeinstellungen. In einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft gilt es, eine eigene Identität zu finden, Toleranz zu üben und zu einem respektvollen Zusammenleben beizutragen. Dazu denken Schülerinnen und Schüler über menschliche Grunderfahrungen nach und gewinnen ein Verständnis für Wertvorstellungen und ethische Grundsätze. Sie begegnen religiösen Traditionen und Vorstellungen und lernen mit weltanschaulicher Vielfalt und kulturellem Erbe respektvoll und selbstbewusst umzugehen. Dies trägt zur Toleranz und Anerkennung von religiösen und säkularen Lebensweisen und damit zur Glaubens- und Gewissensfreiheit in der demokratischen Gesellschaft bei. Es handelt sich dabei um einen Unterricht über Religionen, nicht um Unterweisung in einer Religion. Diese ist Sache der Eltern sowie der Kirchen und Glaubensgemeinschaften. Die Schülerinnen und Schüler erproben Möglichkeiten, das Zusammenleben zu gestalten und soziale Herausforderungen zu bewältigen, und werden zu eigenständiger Lebensgestaltung und verantwortlicher Teilhabe an der Gemeinschaft ermutigt. NMG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Didaktische Hinweise 227 Didaktische Hinweise Die nachfolgenden didaktischen Hinweise zur Gestaltung des Unterrichts gelten für den ganzen Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft (NMG) über alle drei Zyklen. Im Anschluss daran sind ergänzende und explizite Hinweise in Bezug auf die vier inhaltlichen Perspektiven ausgeführt. Diese gelten ebenfalls für alle drei Zyklen. Unterricht gestalten Erfahrungen und Vorwissen als Kinder und Jugendliche nehmen sich und ihre Umwelt in vielfältiger und Ausgangspunkte unterschiedlicher Weise wahr. Sie bringen vielfältige Erfahrungen, eigene Vorstellungen und subjektive Konzepte in den Unterricht mit. Lehrpersonen beziehen die Erfahrungen und das Vorwissen der Schülerinnen und Schüler in die Planung und Durchführung des Unterrichts ein. Der Unterricht orientiert sich an Themen und Lerninhalten, die den Schülerinnen und Schülern zugänglich sind oder zugänglich gemacht werden (Alltagsbezug, Aktualitäten, Mehrperspektivität) und bedeutsam für die Zukunft der Schülerinnen und Schüler und der Gesellschaft sind. Begriffsaufbau, Vertiefung und Im Fachbereich NMG vertiefen, differenzieren und verändern die Schülerinnen und Weiterentwicklung von Konzepten Schüler ihre Vorstellungen und Konzepte von der Welt. Neues Wissen wird erworben und neue Begriffe werden aufgebaut und gefestigt. Im Unterricht werden Schülerinnen und Schüler befähigt, ihr Wissen und Können zunehmend selbstständig zu erweitern und zu vertiefen. Der Kompetenzerwerb als Aufbau von Vorstellungen und Konzepten über die Welt geschieht dabei aktiv und in vielfältigen Formen des Austauschs. Lehr-Lerndialoge und die Unterstützung durch Lehrpersonen spielen dabei eine zentrale Rolle. In der Lernarbeit erfahren und erproben die Schülerinnen und Schüler verschiedene Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen. Authentische Begegnungen mit fachbedeutsamen Inhalten ermöglichen es ihnen, Erfahrungen zu machen und Zusammenhänge zu verstehen. Sprachliche Kompetenzen und Vorstellungen und Konzepte zu Phänomenen, Sachen und Situationen der Welt Begriffsbildung entwickeln sich durch Sprache und Begriffsbildung. Durch die Sprache bringen wir unsere Eindrücke, inneren Bilder, Erfahrungen, Erwartungen und Einstellungen zum Ausdruck, tauschen uns aus und verständigen uns. Die Begegnung von Menschen mit der Welt ist sprachbasiert. Begriffe sind die Bausteine des Wissens, die erworben, durchgearbeitet und gefestigt werden müssen. Die direkte Begegnung mit Dingen und Personen erleichtert dabei die Versprachlichung. Die Schülerinnen und Schüler sollen im Unterricht Gelegenheit erhalten, Beobachtungen und Gedanken sprachlich präzis auszudrücken und anderen mitzuteilen. Sprachliche und begriffliche Kompetenzen entwickeln sich bei Kindern vom Konkreten zum Abstrakten. (Siehe auch Grundlagen, Kapitel Lern- und Unterrichtsverständnis.) Lernumgebungen Inhaltlich attraktive und methodisch durchdachte Lernumgebungen bieten Gelegenheiten, um: Sachen, Situationen, Prozessen unserer natürlichen, kulturellen und sozialen Um- und Mitwelt zu begegnen, sie zu erkunden und dabei in einen direkten Kontakt mit Menschen zu treten (auch ausserhalb der Schule); eigenen und vorgegebenen Fragen nachzugehen sowie über Phänomene und Sachverhalte unserer Um- und Mitwelt nachzudenken; sich mit Fragen und Sachen forschend-entdeckend zu beschäftigen sowie Vorgänge und Veränderungen auch über längere Zeit zu verfolgen; zunehmend eigenständig und kooperativ Sachen nachzugehen, Vorhaben zu planen und darzustellen; Ideen und Perspektiven für die eigene Teilhabe an der Gestaltung unserer Umwelt zu entwickeln, zu entwerfen und umzusetzen. Aufgaben Anspruchsvolle, kognitiv aktivierende Aufgaben stellen wichtige Lerngelegenheiten dar und berücksichtigen die vier NMG-spezifischen Handlungsaspekte: Die Schülerinnen und Schüler werden angeleitet, die Vielfalt der Welt wahrzunehmen, NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 228 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Didaktische Hinweise Dokumentation von sich bedeutsame Phänomene, Sachen und Situationen zu erschliessen, sich in der Lernprozessen Welt zu orientieren und darin kompetent und verantwortungsvoll zu handeln. Gute Lernaufgaben ermöglichen dabei die vertiefende Auseinandersetzung mit Beurteilen fachspezifischen Inhalten. Die Lehrperson wählt je nach Zielsetzung eine integrierende oder fachliche Zugangsweise. Produktive Lernaufgaben Schwerpunkte überfachliche Kompetenzen setzen bei einer Frage mit aktuellem, lebensweltlichem Bezug oder mit der Begegnung einer interessanten Sache an; NMG ermöglichen aktives und entdeckendes Lernen; lassen Raum für Mitbestimmung und eigene Steuerung bei Lerninhalten und Lernwegen; fordern die Schülerinnen und Schüler auf, ihre Erkenntnisse in unterschiedlichen Formen festzuhalten und zu dokumentieren, selber zu erzählen, zu erklären; regen zu Stellungnahmen, Beurteilungen oder Handlungen an; ermöglichen das Nachdenken und die Reflexion über die Welt und über das Lernen; fördern das eigene Entwickeln, Gestalten und die Mitwirkung bei Vorhaben. Um Lerninhalte zu vertiefen und zu sichern, müssen Schülerinnen und Schüler die Ergebnisse ihres Lernprozesses festhalten. Dazu stellen sie gesammelte Informationen und Erkenntnisse zusammen. Dokumentationen machen Lernprozesse bewusst und sichtbar. Elemente einer Dokumentation können sein: persönliche Vorstellungen zu Themen, Berichte über Erfahrungen; Ergebnisse aus Erkundungen, Experimenten, Beobachtungsreihen, Interviews, Gesprächen; Austauschrunden in der Klasse; selbstständig formulierte und sprachlich bearbeitete Texte mit Darstellungen zu Themen; Lernjournal, Erfahrungen zum eigenständigen Arbeiten oder Zusammenarbeiten; Verarbeitete Quellen und Informationen, Arbeitsblätter und Unterlagen zu Themen. Das Beurteilen von Lernprozessen und Lernergebnissen bezieht sich auf die im Lehrplan festgehaltenen Kompetenzen. Dabei kann sich die Lehrperson auf folgende Informationsquellen abstützen. Diese werden von der Lehrperson entsprechend der Lernsituation und dem Beurteilungszweck ausgewählt, angepasst und eingesetzt: Beobachtungen und entsprechende Protokolle der Lehrpersonen; Prozessdokumentationen der Lernenden (z.B. Lernjournal, Erkundungs- und Forschungstagebücher, Experimentierhefte); Standortgespräche und Rückblicke nach Unterrichtsvorhaben, Erkundungen, eigenständigen Arbeiten zu Fragen und Themen; Testaufgaben (Anwendungsaufgaben zu Themen und Inhalten); Zusammenstellung von Ergebnissen aus Experimentier- und Erkundungsaufgaben (z.B. Protokoll, Skizze, kommentierte Bildreihe); Ergebnisse aus Präsentations- und Austauschsequenzen; Ergebnisse aus Projekten oder Befragungen; Dokumentationen von Einzelnen oder Gruppen zu vorgegebenen oder selbst gewählten Themen; Dokumentation des Lernfortschritts; Portfolios mit vereinbarten Dokumenten und Ergebnissen aus verschiedenen Lernanlässen oder einem Themenschwerpunkt. (Siehe auch Grundlagen, Kapitel Lern- und Unterrichtsverständnis.) Die Weiterentwicklung überfachlicher Kompetenzen wird integriert und umfassend gefördert. In der Begegnung von Schülerinnen und Schülern mit der Welt sind Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Didaktische Hinweise 229 Hinweise zum 1. Zyklus personale, soziale und methodische Kompetenzen stets mit einbezogen und werden gefördert. Begegnungen mit der Welt erfolgen sowohl in einem individuellen Hinweise zum sexualkundlichen als auch dialogischen Rahmen durch Austauschen, Vergleichen, Reflektieren, Unterricht Nachdenken, durch gemeinsames Entwickeln sowie Zusammenarbeiten bei der Fächerübergreifender Unterricht Umsetzung von Vorhaben. Dies alles dient zur Förderung Bildung für Nachhaltige der Selbst- und Eigenständigkeit in der Erschliessung und Orientierung in Entwicklung der Welt, bei der Bearbeitung von Fragen und Aufgaben, der Planung und Umsetzung eigener Vorhaben; der Einschätzung und Weiterentwicklung eigener Interessen und Möglichkeiten; der Entwicklung der Beziehungs-, Kooperations- und Konfliktfähigkeit sowie des Umgangs mit gesellschaftlicher Vielfalt; der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit; des Erschliessens und des Umgangs mit Informationen; der Entwicklung von Lernstrategien und der Planung und Umsetzung von Vorhaben und der Mitwirkung bei Projekten in Klasse und Schule. (Siehe auch Grundlagen, Kapitel Überfachliche Kompetenzen.) Kinder von 4 bis 8 Jahren machen in ihrem Alltag vielfältige Erfahrungen zu Phänomenen in der Welt und entwickeln ein grosses fachspezifisches Wissen in Themen, die sie interessieren und in denen sie sich spielerisch und nach eigenen Ideen vertiefen dürfen. Dort entwickeln sie erstaunliche Detailkenntnisse, Abstraktionsleistungen und vielfältige Kompetenzen. Darum ist es wichtig, das Spielen, Lernen und Arbeiten im 1. Zyklus auch von den Interessen der Kinder aus zu planen. Die Spielangebote nehmen Bezug auf Kompetenzbereiche aus Natur, Mensch, Gesellschaft und sind so gestaltet, dass sie Eigenaktivität und spielerisches Lernen im Dialog begünstigen. Bedeutsam sind auch das Bereitstellen von förderlichen Spielräumen, Angebote von Spielsachen, entsprechende Zeiträume und die ansprechende Gestaltung der Innen- und Aussenräume. Mit einer professionellen Spielbegleitung unterstützt die Lehrperson die Entwicklung der Spielfähigkeit, so dass möglichst alle Kinder die komplexen Spielformen für ihr Lernen ausschöpfen können. (Siehe auch Grundlagen Kapitel Schwerpunkte des 1. Zyklus.) Der sexualkundliche Unterricht wird dem Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler angepasst. Die Gestaltung von Unterricht mit sexualerzieherischen Elementen erfordert von den Lehrpersonen pädagogisches Feingefühl. Die Verantwortung für die Sexualerziehung liegt in erster Linie bei den Eltern und Erziehungsberechtigten. Es wird daher empfohlen, sie über Ziele und Inhalte des Unterrichts zu informieren. Der fächerübergreifende Unterricht bietet die Möglichkeit, die Grenzen der einzelnen Fachbereiche aufzulösen und Themen aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Erst damit werden Komplexität und Zusammenhänge von Phänomenen und Situationen deutlich. Querverweise zu anderen Fachbereichen geben jeweils Hinweise für den fächerübergreifenden Unterricht. Entsprechende Absprachen und die Zusammenarbeit mit Lehrpersonen aus anderen Fachbereichen (innerhalb von Natur, Mensch, Gesellschaft und auch zu anderen Fachbereichen) tragen zu einem bereichernden und vertiefenden Unterricht bei. Die fächerübergreifenden Themen unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung sind zu einem grossen Teil in den Kompetenzen und Kompetenzstufen des Fachbereichs Natur, Mensch, Gesellschaft verankert und mit Querverweisen gekennzeichnet. Diese Kompetenzen und Kompetenzstufen eigenen sich besonders für einen fä- cherübergreifenden Unterricht unter der Leitidee Nachhaltiger Entwicklung. Die Ko- ordination der Beiträge aus den verschiedenen Fachbereichen und Absprachen zwischen den jeweils zuständigen Lehrpersonen wirken sich günstig auf das er- folgreiche Lernen der Schülerinnen und Schüler im Bereich der Nachhaltigen Ent- NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 230 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Didaktische Hinweise wicklung aus. (Siehe auch Grundlagen, Kapitel Bildung für Nachhaltige Entwicklung.) Ausserschulische Lernorte Die Verbindung von Lernen innerhalb und ausserhalb der Schule ist von zentraler Bedeutung. Da Manches nur ausserhalb der Schule sicht- und erlebbar ist, ist es wichtig, ausserschulische Lerngelegenheiten im Unterricht zugänglich zu machen und mannigfache Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler mit ihrer Umwelt in den Unterricht zu integrieren. Ausserschulische Lernorte sind dadurch gekennzeichnet, dass direkte Begegnungen und Erkundungen ermöglicht werden. Diese Begegnungen werden von der Lehrperson initiiert und begleitet. Dabei stehen entdeckende, forschende und problembezogene Zugangsweisen für die Erschliessung im Vordergrund. Ausserschulische Lernorte sind Örtlichkeiten, die extra zum Lernen aufgesucht werden. Dazu gehören: Standorte in der naturnahen Umwelt (z.B. im Wald, an Fliessgewässern, auf einer Wiese, am Weiher; botanische und zoologische Gärten, Sternwarten), in einer kulturgeprägten Umgebung (z.B. Äcker, Rebberge, archäologische Stätten) oder in der gebauten Umwelt (z.B. in der Stadt, bei historischen Bauten, in Kirchen); Betriebe, Anlagen, Arbeitsstätten, die durch Fachpersonen (z.B. Försterinnen und Förster, Wildhüterinnen und Wildhüter, Handwerkerinnen und Handwerker, Dienstleistende) betreut und erschlossen werden (z.B. Arbeitsstätten, Betriebe oder Anlagen für den Verkehr); Begegnungsorte und Situationen mit Menschen ausserhalb der Schule, die Zugänge zur Alltagswelt und unserer Umwelt ermöglichen (z.B. mit älteren Menschen, Religionsgemeinschaften); Einrichtungen mit spezifisch didaktischer Ausrichtung oder museumspädagogischen Angeboten (z.B. Museen, Ausstellungen, Lehrpfade, Produktionsbetriebe). Räumliche Ausstattung, Spezielle räumliche Ausstattungen und Einrichtungen, insbesondere für das Materialien, Geräte und Experimentieren in Natur und Technik sowie für das Untersuchen, Verarbeiten und Instrumente Zubereiten von Nahrungsmitteln in Wirtschaft, Arbeit, Haushalt ermöglichen direkte Erfahrungen und den Aufbau von praktischen Kompetenzen. Materialien, Geräte und Instrumente für das praktische Arbeiten sowie Anschauungsmaterialien (z.B. Globus, Wandkarten, exemplarische Gegenstände aus früheren Epochen, Präparate) unterstützen authentisches, anschauliches, lebensweltbezogenes und handlungsorientiertes Lernen. Medien im Unterricht Viele Phänomene entziehen sich der direkten Anschauung oder können nicht in die Schule geholt werden. Der Kompetenzerwerb der Schülerinnen und Schüler wird deshalb mit passenden Medien unterstützt (z.B. Lehrmittel, Bilder, Bücher, Karten, Internet, Filme, Modelle). Dadurch wird der Unterricht anschaulicher und konkreter. Schülerinnen und Schüler erwerben dabei auch Kenntnisse über die Medien und zur Funktion verschiedener Geräte und Instrumente sowie zu technischen Entwicklungen. Schülerinnen und Schüler haben Gelegenheit, Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Medien sachorientiert und anwendungsbezogen zu lernen. Dazu gehören beispielsweise die Auswahl sowie die Nutzung von Medien, Mediatheken und Datenbanken. Die Arbeit mit Medien wird periodisch reflektiert. Insbesondere der Umgang mit virtuellen Situationen wird geübt, besprochen und reflektiert. (Siehe auch Modullehrplan Medien und Informatik.) Didaktische Hinweise zu Natur und Technik Im naturwissenschaftlichen Unterricht sollen Schülerinnen und Schüler selbst Naturwissenschaften betreiben, indem sie genau beobachten, eigene Fragen stellen und Phänomene selbst erforschen. Das Sammeln von (experimentellen) Daten gehört dabei ebenso dazu wie das Kommunizieren und Interpretieren von Prozess NMG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Didaktische Hinweise 231 Physik und Ergebnis oder die Reflexion über das, was die Naturwissenschaften ausmacht. Chemie Biologie Physikalische Kompetenzen werden durch die Beschäftigung mit Vorgängen vor allem der unbelebten Natur und ihrer (mathematischen) Beschreibung aufgebaut. Naturwissenschaftliche Das Zusammenspiel von Experiment und theoretischer Modellbildung spielt dabei Arbeitsweisen eine zentrale Rolle. Beim Aufbau chemischer Kompetenzen stehen die Untersuchung und Beschreibung von Stoffen und Stoffumwandlungen sowie deren Wesen der Naturwissenschaften Erklärung mithilfe von Modellen im Mittelpunkt. Der Unterricht in diesem Bereich soll also wesentlich zum Verständnis materieller Gesetzmässigkeiten beitragen. Biologische Kompetenzen werden in der Auseinandersetzung mit zentralen Phänomenen der belebten Natur aufgebaut. Durch unmittelbare und direkte Begegnung sollen emotionale Bindungen zum Lebendigen vertieft und die grundlegenden Prinzipien lebender Systeme von der zellulären Ebene bis zum Ökosystem erschlossen und verstanden werden. Das Erlernen naturwissenschaftlicher Arbeitsweisen ist beim Kompetenzaufbau von zentraler Bedeutung, denn naturwissenschaftliche Kompetenzen können nicht allein durch theoretische Vermittlung und passives Aufnehmen erworben werden. Diese Arbeitsweisen müssen kontinuierlich eingeübt und zunehmend vertieft werden, wobei geeignete Rahmenbedingungen (z.B. Infrastruktur und Gruppengrössen) den Lernprozess unterstützen. Auch wenn der Aufbau der methodischen Kompetenzen zum Teil stark an den jeweiligen Inhalt gekoppelt ist, geschieht der Gesamtaufbau kontinuierlich über alle Zyklen und Inhalte hinweg. Zunächst werden die Schülerinnen und Schüler vor allem explorieren (spielerisch an einer Problemlösung arbeiten), dann laborieren (angeleitet Versuche durchführen) und Phänomene der belebten und unbelebten Natur untersuchen, um schliesslich vollständige Experimentierabläufe zu absolvieren (Fragen stellen, Hypothesen bilden, Untersuchung oder Experiment planen, durchführen und auswerten, schlussfolgern, Ergebnisse darstellen und reflektieren). Welche dieser Stufen des naturwissenschaftlichen Arbeitens jeweils angemessen ist, hängt von den Erfahrungen und bereits vorhandenen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im jeweiligen Thema ab. Auch die Art der Ergebnissicherung wird mit zunehmenden Kompetenzen der Lernenden anspruchsvoller und führt vom einfachen Beschreiben von Erfahrungen und Beobachtungen in Alltagssprache bis zur sachgemässen Stellungnahme zu aufgestellten Hypothesen und dem Ableiten von Regelhaftigkeiten. Die Beschäftigung mit dem Wesen der Naturwissenschaften (nature of science) soll die Schülerinnen und Schüler befähigen, sich kritisch mit der Welt und ihren Gesetzmässigkeiten auseinanderzusetzen und sich diese zu erschliessen. Dabei geht es beispielsweise darum, was die Naturwissenschaften charakterisiert, was naturwissenschaftliches Wissen ausmacht, wie Erkenntnisse gewonnen werden, wie sich naturwissenschaftliche Zweige entwickelt haben oder welche gesellschaftliche Bedeutung den Naturwissenschaften zukommt. Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen wird auf unterschiedliche Weise angeregt: durch einen impliziten Zugang, welcher durch das Anwenden naturwissenschaftlicher Methoden realisiert wird, durch einen historischen Zugang, wobei naturwissenschaftliche Erkenntnisgewinnung historisch eingeordnet und nachvollzogen wird, durch einen expliziten Zugang, der sich dadurch auszeichnet, dass Prozesse der Erkenntnisgewinnung diskutiert und reflektiert werden. Die Auseinandersetzung mit dem Wesen der Naturwissenschaften beginnt in Ansätzen in den ersten beiden Zyklen (z.B. indem der Unterschied zwischen einer Beobachtung und einer Schlussfolgerung explizit thematisiert wird) und wird im 3. Zyklus zu einem vertieften Verständnis ausgebaut, welches die Jugendlichen befähigt, sachlich begründet zu argumentieren. NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 232 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Didaktische Hinweise Didaktische Hinweise zu Wirtschaft, Arbeit, Haushalt Die Auseinandersetzung mit der Perspektive Wirtschaft, Arbeit, Haushalt ist eng mit der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler verbunden. Schülerinnen und Schüler konsumieren, tätigen Einkäufe, nehmen Dienstleistungen in Anspruch, begegnen Menschen in Arbeitswelten und erleben Formen von Zusammenleben in Schule, Freizeit und Familie. Ausgehend von diesen Erfahrungen entwickeln sie Vorstellungen zu grundlegenden lebensweltlichen und ökonomischen Fragen und erarbeiten sich damit Orientierung für eigene Zielsetzungen, Möglichkeiten, Denk- und Handlungsweisen. Die bildungswirksame Erschliessung von zentralen Fragestellungen der Perspektive gelingt oft nur in enger Verzahnung der drei Bereiche Wirtschaft, Arbeit, Haushalt. Originale Begegnungen mit Menschen in Produktions- und Arbeitswelten oder Befragungen von Menschen zu Konsum und Handel sind Beispiele authentischer Lernsituationen, die den Schülerinnen und Schülern Einblick geben in grundlegende Fragen, Zusammenhänge und Prinzipien der Perspektive, wobei nicht immer trennscharf zwischen Konzepten der Wirtschaft, der Arbeitswelt oder des Haushalts unterschieden werden kann. Wirtschaft Beim Aufbau von ökonomischen Kompetenzen geht es zuerst einmal darum, ökonomische Fragen und Sachverhalte als solche wahrzunehmen und von anderen Zugängen (z.B. von technischen, historischen oder sozialen) zu unterscheiden. Darauf aufbauend setzen sich die Lernenden mit grundlegenden wirtschaftlichen Konzepten auseinander und erschliessen Zusammenhänge und Gestaltungsspielräume bei ökonomischen Entscheidungen. Zum eigenständigen, forschenden Erschliessen der Inhalte helfen problemorientierte Zugänge, Projekte, Recherchen, Fallstudien, Rollenspiele, ausserschulische Erkundungen, Zukunftswerkstätten und Zugänge über Modelle und Simulationen. Arbeit Aktivitäten von Menschen in Arbeit und Nicht-Arbeit (Freizeit) zu unterscheiden, ist eine Konvention neueren Datums. Die Lernenden setzen sich mit dem Wandel des Arbeitsbegriffs, mit Fragen nach dem Zweck, dem Wert der Arbeit und ihrer Bedeutung für Menschen, mit Fragen der Verteilung von Arbeit und dem Verlust von bezahlter Arbeit, mit Formen von Arbeitsteilung und mit technologischen Folgen in Arbeitswelten auseinander. Sie erkunden unterschiedliche Arbeitswelten, befragen Menschen zu beruflichen Tätigkeiten und dokumentieren und reflektieren die Ergebnisse. Über die Auseinandersetzung mit diesen Inhalten erwerben die Lernenden Kompetenzen die ihnen helfen, ihre Neigungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten wahrzunehmen und erste Überlegungen zu der eigenen beruflichen Laufbahn anzustellen. Haushalt In Haushalten organisieren und gestalten Menschen ihren Alltag und sichern den langfristigen Bedarf an Ressourcen. Schülerinnen und Schüler setzen sich mit unterschiedlichen Formen von Haushalten und Alltagsorganisation auseinander und erkennen wirtschaftliche und politische Zusammenhänge, welche die Situation in Haushalten beeinflussen. Sie nehmen Handlungsspielräume und Anforderungen wahr, die eine selbstständige Lebensführung mit sich bringt. Durch die Auseinandersetzung mit konkreten Alltagssituationen und alltagsorientierten Fragen üben sich die Schülerinnen und Schüler im Finden von reflektierten Entscheidungen, Problemlösungen und Vorgehensweisen. Ökonomisches Lernen Bereits Schülerinnen und Schüler der Vorschulstufe haben ökonomische Vorstellungen zu Bedürfnissen, Tausch, Eigentum, Arbeit und einer gerechten Verteilung von Gütern. Ökonomisches Denken und Handeln heisst Prozesse und Handlungen zu optimieren und knappe Ressourcen effizient und nachhaltig einzusetzen. Ethische, naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Bezüge spielen bei der Beurteilung von ökonomischen Situationen eine zentrale Rolle. Die im Unterricht thematisierten Inhalte und Handlungen sind realitäts- und lebensnah und weisen direkte Bezüge zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler auf. Die NMG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Didaktische Hinweise 233 Auseinandersetzung damit hilft ihnen, sich in einer stärker ökonomisch geprägten Welt zu orientieren, diese mitzugestalten und Entscheidungen zu begründen. Handlungsorientiertes Lernen Im Zentrum stehen auf Handlung ausgerichtete Unterrichtseinheiten, die Planung, Durchführung und Reflexion beinhalten. So erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel eine Angebotsübersicht, indem sie in Läden vor Ort Erkundungen machen, die Ergebnisse festhalten, reflektieren und Zusammenhänge diskutieren; sie recherchieren Kriterien für Konsumentscheidungen und befragen Menschen oder Experten zu ihren Erfahrungen, Vorgehensweisen und Begründungen; sie erstellen ein konkretes Budget usw. Im Wechsel zwischen handlungsorientiertem Tun und systematischer Reflexion entwickeln die Schülerinnen und Schüler grundlegende Handlungskompetenzen, die auf weitere Lebenssituationen übertragbar sind. Praktisches Lernen bei der Konkretes Handeln ist auch leitendes Prinzip im ernährungspraktischen Nahrungszubereitung Unterrichtsteil, in welchem Schülerinnen und Schüler grundlegende Kompetenzen zur Nahrungszubereitung entwickeln. Sie erfahren, dass das Zubereiten von Nahrung ein Zusammenspiel von manuellem handwerklichem Arbeiten sowie denkendem Steuern und Nachvollziehen ist und sich somit Kopf- und Handarbeit im konkreten Handeln ergänzen beziehungsweise gegenseitig bedingen. Die Schülerinnen und Schüler erleben sich als selbsttätig und selbstwirksam, da ein Gericht für ein gemeinsames Essen entsteht. Nahrungszubereitung hat im Unterricht den Charakter eines Projektes. Die Schülerinnen und Schüler üben sich im Umgang mit Nahrungsmitteln, Rezepten und in der Zubereitung von Gerichten und lernen, selbstständig zu planen. Sie nutzen unterschiedliche Varianten der Zusammenarbeit, reflektieren und evaluieren ihren Arbeitsprozess sowie das dabei entstandene Gericht. Forschende Vorgehensweisen ermöglichen den Lernenden zudem, Eigenschaften von unterschiedlichen Nahrungsmitteln differenzierter wahrzunehmen oder die Wirkung von Vorgehensweisen bei der Zubereitung nachzuvollziehen. Die Schülerinnen und Schüler erleben, dass organisiertes Arbeiten sowie Selbstständigkeit und Kooperationsfähigkeit das Zubereiten von Nahrung vereinfachen. Auf diese Weise erarbeiten sie sich grundlegende Vorgehensweisen und Arbeitsstrukturen, die auch im Alltag und in der Berufswelt nutzbar sind. Didaktische Hinweise zu Räume, Zeiten, Gesellschaften Die inhaltliche Perspektive von Räume, Zeiten und Gesellschaften fokussiert sowohl geografische als auch geschichtliche Anliegen. Die didaktischen Hinweise werden getrennt formuliert, auch wenn Berührungspunkte zwischen den beiden Fächern bestehen (siehe auch Kapitel Strukturelle und inhaltliche Hinweise). Geografie Die geografische Perspektive verbindet naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Bildungsbereiche und zielt darauf ab, systemische Zusammenhänge zwischen Mensch und Umwelt zu erkennen, zu analysieren und zu hinterfragen. Naturgeografische Aspekte werden daher mit humangeografischen Aspekten zu Mensch-Umwelt-Beziehungen zusammengeführt. Geografischen Fragestellungen begegnen Kinder und Jugendliche sowohl in ihrer direkten Umgebung als auch in Medien und entsprechenden gesellschaftlichen Diskussionen. Daher sind Lernzugänge, die von Alltagsvorstellungen und Lebensweltbezügen ausgehen genauso bedeutend wie die direkte Begegnung mit Begriffen, Sachverhalten und Menschen an ausserschulischen Orten. Zudem soll das aktiv-entdeckende Lernen mit dem anschaulichen, multimedialen Lernen kombiniert werden. Räumliche Orientierung Räumliche Orientierung wird als ein umfassendes Konzept von vier Aspekten verstanden: Topografie, Orientierung im Realraum, Umgang mit NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 234 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Didaktische Hinweise Regionen und Länder Orientierungsmitteln und Raumwahrnehmungen. Alle vier Aspekte müssen im Aktuelle Ereignisse Unterricht berücksichtigt und umgesetzt werden. Geschichte Narrativität Für die Förderung des topografischen Orientierungswissens ist es zentral, Exemplarität topografische Merkmale immer mit thematischen Bezügen zu verknüpfen. Auf diese Quellenarbeit Weise bleibt topografisches Wissen nicht träge bzw. leer, sondern führt zu einer mit Perspektivität und Pluralität inhaltlichem Wissen verknüpften Orientierungskompetenz. Umgesetzt werden kann dies beispielsweise mit der mitwachsenden Karte. NMG Alle Menschen entwickeln durch die individuelle Raumwahrnehmung andere Vorstellungen von Räumen und Sachverhalten. Der Umgang mit diesen verschiedenen Vorstellungen, Stereotypen und Vorurteilen sind sowohl Ausgangslage für Lernprozesse als auch Diskussionsgrundlage oder Anknüpfungspunkt für Lernreflexionen. Die Auswahl von entsprechenden Regionen oder Ländern obliegt der Lehrperson. Empfohlen wird, Regionen aus Europa und Nordamerika zeitlich in der Regel vor Regionen aus Asien, Afrika oder Lateinamerika in den Unterricht zu integrieren. In der Umsetzung der regional-thematischen Geografie werden ausgewählte Kompetenzen jeweils einer Region/einem Land zugeordnet, sodass an diesen Kompetenzen sowohl thematisch als auch mit regionalem Bezug gearbeitet werden kann. Aktuelle Ereignisse und Situationen sind für den Unterricht bedeutsam. Damit sind sowohl gegenwärtig gesellschaftlich relevante Fragestellungen gemeint als auch Tagesaktualitäten beispielsweise bei Naturrisiken. Erstere können systematisch und geplant in den Unterricht integriert werden, zweitere müssen einfliessen, wenn sich eine Situation ergibt. Die Wichtigkeit von Aktualitäten bezieht sich sowohl auf Themen als auch auf Länder bzw. Regionen. Menschen beschäftigen sich natürlicherweise mit Vergangenheit. Sie wollen zum Beispiel wissen, wie sie zu dem geworden sind, was sie sind. Dazu suchen sie im Universum des Historischen Materialien aus der oder über die Vergangenheit und fügen die Informationen zu einer für sie sinnvollen Geschichte zusammen. Da aus denselben Quellen unterschiedliche Erzählungen entstehen können, wird immer wieder die Frage nach der Triftigkeit gestellt: Was ist wahr oder richtig? Was ist erfunden oder falsch? Was ist gut für mich und für uns in Gegenwart und Zukunft? Geschichte entsteht und wird lebendig mit Geschichten. Ohne Geschichten zu erzählen oder erzählen zu lassen, gibt es kein historisches Lernen. Die Auswahl der Geschichten geschieht entlang bedeutsamer Schlüsselprobleme und orientiert sich an gesellschaftlichen Traditionen. Geschichtsunterricht zielt darauf ab, dass Schülerinnen und Schüler anhand von Beispielen aus der Vergangenheit allgemeine, über das konkrete Beispiel hinausweisende Einsichten für die Gegenwart und Zukunft gewinnen. Gut gewählt sind die Beispiele dann, wenn ein Bezug zur Gegenwart und zu den Lernenden besteht. Geschichtsunterricht stützt sich auf die Arbeit mit Quellen als Basis unseres rekonstruierten Wissens über die Vergangenheit und die Auseinandersetzung mit Darstellungen. Neben verschiedenen Textsorten sind insbesondere auch bildliche (z.B. Gemälde, Fotografie, Film, Karikatur, Karte) und gegenständliche Materialien wichtig und didaktisch sinnvoll. Schülerinnen und Schüler lernen bei der Arbeit mit Quellen und Darstellungen, dass diese keine historische Wahrheit darstellen, sondern kritisch analysiert werden müssen. Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven unterschiedlich gedeutet. Diese verschiedenen Blickwinkel auf die Dinge lassen sich in den zeitgenössischen Quellen feststellen, aber auch in heutigen Darstellungen. So wie es nicht eine Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Didaktische Hinweise 235 einzige Perspektive gibt, gibt es auch nicht die eine historische Wahrheit. Eng verknüpft mit dem Prinzip der Multiperspektivität ist das der Pluralität. Der Geschichtsunterricht soll sich mit unterschiedlichen Deutungen geschichtlicher Vorgänge auseinandersetzen. Darüber hinaus lassen sich historische Sachverhalte nur erklären, indem das Zusammenspiel mehrerer Ursachen berücksichtigt sowie die möglichen und tatsächlichen Folgen betrachtet werden. Personalisierung und Geschichte erzählt von menschlichem Handeln in gesellschaftlicher Praxis. Personifizierung Geschichte thematisiert deshalb Frauen, Männer und wenn immer möglich Kinder und Jugendliche und fragt, was ihr Handeln prägt, was es bewirkt und wie es in der Gesellschaft eingebettet ist. In den Blick kommen dabei Veränderungen und Entwicklungszusammenhänge. Didaktische Hinweise zu Ethik, Religionen, Gemeinschaft Die Perspektiven Ethik, Religionen, Gemeinschaft tragen der gesellschaftlichen Situation und der Komplexität moderner Welterfahrung Rechnung. Diesen drei Perspektiven sind die Kompetenzbereiche zugeordnet. Ethik Ethische Herausforderungen geben Anlass, über Erfahrungen, Werte und Normen nachzudenken. Vielfalt von Meinungen und Vorstellungen beruht einerseits auf indi- viduellen Erfahrungen und Überzeugungen, anderseits auf kulturellen Traditionen und Errungenschaften. Differenzen können verunsichern, regen aber auch zu Fra- gen an, die oft nicht einheitlich oder abschliessend beantwortet werden können. Sich eigener Werte bewusst Im Nachdenken über Grunderfahrungen und Handlungsweisen lernen Schülerinnen werden und Schüler, sich ihrer Wertvorstellungen und Normen bewusst zu werden und sie zu denjenigen anderer in Beziehung zu setzen. Kontroversität berücksichtigen Kontroverse Einschätzungen geben dabei nicht nur Anlass zu Diskussionen; sie können auch berechtigte Ergebnisse von Lernprozessen darstellen. Gleichwohl sind grundlegende Wertkonzepte wie Gerechtigkeit, Freiheit, Solidarität, Menschenwürde in Bezug auf ethisch herausfordernde Situationen zu verdeutlichen und in deren Beurteilung einzubeziehen: Was heisst hier gerecht und ungerecht? Wer trägt hier Verantwortung und wie kann sie wahrgenommen werden? Werden Beteiligte in ihrer Würde geachtet oder verletzt? Aktualitäten aufgreifen Stufengemäss können Anlässe in der Umgebung, Medienberichte sowie öffentliche Debatten aufgegriffen werden. Philosophieren - fokussieren und Nachdenklichkeit kann das Lernen auf jeder Stufe bereichern. Methoden des Sichtweisen erweitern Philosophierens helfen, Themen zu fokussieren: Begriffe klären, Meinungen hinterfragen, Sachverhalte prüfen, gute Gründe finden, eigene Erfahrungen einbringen, Sichtweisen im Dialog erweitern. Analytische Zugänge können mit kreativen und kommunikativen Methoden ergänzt werden. Die Lehrperson leitet mit ihrer nicht manipulativen Haltung zu offenen Gesprächen an, an denen alle Kinder teilnehmen können, und bringt grundlegende, anerkannte Wertkonzepte wie Gerechtigkeit, Freiheit, Solidarität, Menschenwürde ein. Religionen Mit den Religionen begegnen Schülerinnen und Schüler vertrauten und fremden Traditionen und Vorstellungen. Religiöse Vielfalt ist in der Gesellschaft nicht nur in verschiedenen Religionen begründet; sie zeigt sich vielmehr auch in individueller Einstellung und Praxis sowie Distanz zu Religion. Glaubens- und Gewissensfreiheit Der Unterricht über Religionen gehört zum obligatorischen Unterricht der respektieren Volksschule. Er ist daher zu gestalten, dass er von Schülerinnen und Schülern ungeachtet ihrer Religionszugehörigkeit oder Konfessionslosigkeit unter Respektierung der Glaubens- und Gewissensfreiheit im Sinne von Art. 15 der NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 236 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Didaktische Hinweise Schülerinnen und Schüler nicht Bundesverfassung besucht werden kann. Es dürfen im Unterricht keine religiösen vereinnahmen Handlungen vollzogen werden, und es darf keine religiöse Unterweisung stattfinden. Kultur erschliessen Grundlage und Ziel des Unterrichts ist eine unvoreingenommene, offene Haltung und ein nicht diskriminierender Umgang mit Religionen und Weltanschauungen. Auf Begegnung und Dialog Deren Darstellungen sollen unparteiisch erfolgen und Beteiligte nicht festlegen ausrichten oder zuschreibend vereinnahmen. Vergleiche zwischen verschiedenen Traditionen sind im Einzelfall dann sinnvoll, wenn sie Anknüpfungsmöglichkeiten an Kultur und Gemeinschaft Lebenswelt bieten (z.B. Fastenzeiten), Verbindungen aufzeigen (z.B. Ruhetag in Judentum und Christentum sowie in säkularer Gesellschaft), ohne dass sie mit Privatheit respektieren Wertungen verbunden werden. Ein so gestalteter Unterricht ermöglicht es allen Schülerinnen und Schülern, sich ungeachtet ihrer Zugehörigkeit oder Distanz zu religiösen Traditionen und Überzeugungen am Unterricht zu beteiligen. Schülerinnen und Schüler sind aufgrund ihrer Herkunft, Erfahrung und Entwicklung beim Lernen über Religionen unterschiedlich herausgefordert. Es ist darauf zu achten, dass einzelne Schülerinnen und Schüler nicht vereinnahmt oder überfordert werden, indem sie zum Beispiel die Religion, der sie allenfalls angehören, als Experten vertreten oder erklären müssen. Was den einen bekannt, vertraut oder selbstverständlich ist, kann für andere befremdend und unbegreiflich sein. Der Vollzug religiöser Handlungen hat im Unterricht keinen Platz. Die religiöse Erziehung bleibt den Erziehungsberechtigten und Religionsgemeinschaften überlassen. Die Welt der Religionen ist den Schülerinnen und Schüler stufengemäss zu erschliessen, wie dies Umgebung, gesellschaftliches Umfeld und globale Horizonte erfordern. Religionen werden sichtbar in kulturellen Spuren, in der Vielfalt religiöser Praxis, in religiösen Vorstellungen und ihren Wirkungen in der Gesellschaft. Grundkenntnisse christlicher Traditionen und Werte sind nicht nur für christlich sozialisierte Schülerinnen und Schüler, vielmehr gerade auch für solche ohne oder mit anderer Religionszugehörigkeit wichtig, um sich kompetent in Kultur und Gesellschaft zu orientieren. Im Unterricht steht nicht nur die je eigene Weltsicht, sondern auch das Verständnis gegenüber anderen Traditionen und Überzeugungen im Fokus. Auch wer sie nicht teilt, muss sie in einer demokratischen Gesellschaft respektieren. Der Unterricht trägt damit zur Religionsfreiheit bei. Mit Menschen unterschiedlicher Traditionen und Weltanschauungen zusammenzuleben, erfordert, ihnen mit Interesse und Offenheit zu begegnen. Auffassungen, die für die betreffenden Personen verbindlichen Anspruch haben, haben nicht generelle Geltung; sie können in der jeweiligen Religionsgemeinschaft eine Stimme unter anderen darstellen. Die Lehrperson ist sich ihres eigenen weltanschaulichen Horizontes bewusst und leitet die Schülerinnen und Schüler transparent mit einer interessierten und respektvollen Haltung zu Erkundungen und Begegnungen an. Die Schülerinnen und Schüler werden herausgefordert, ihr Leben und Zusammenleben zu gestalten. Die Schule selber ist sowohl Erfahrungsraum als auch Übungsfeld dafür. Lebensfragen sind Herausforderungen für die Einzelnen und für das Leben in der Gemeinschaft. Vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Individualisierung und Pluralisierung wird auch lebenskundliche Orientierung wichtiger. Auf jeder Stufe ergeben sich Anlässe, um Lebensfragen anzusprechen und lebenskundliche Themen zu bearbeiten. Das Leben in der Schule bietet Gelegenheiten, Erfahrungen der Selbst- und Eigenständigkeit zu machen sowie initiativ und verantwortlich zur Gemeinschaft beizutragen. Umgang mit Lebensfragen und Aspekten der Lebensgestaltung setzt in der Schule Respekt vor Privatheit (Individuum, Familie) voraus. Schülerinnen und Schüler NMG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Didaktische Hinweise 237 sollen im Unterricht eigene Erfahrungen und Überzeugungen einbringen können, sie dürfen jedoch nicht dazu verpflichtet werden. Die Lehrperson moderiert Reflexion und Austausch, vermittelt relevante Informationen und beteiligt die Lernenden an Aktivitäten der Klasse und am Schulleben. NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 238 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Strukturelle und inhaltliche Hinweise Im Folgenden sind zunächst Hinweise zu Struktur und Inhalt aufgeführt, die für den gesamten Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft (1. - 3. Zyklus) gelten. Anschliessend sind die spezifischen Hinweise für die Fachbereiche im 3. Zyklus dargestellt. Natur, Mensch, Gesellschaft (1. - 3. Zyklus) Kompetenzbereiche und Kompetenzen wurden ausgehend von thematisch- inhaltlichen Gesichtspunkten gebildet und mit ausgewählten Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen verbunden. Kompetenzbereiche im 1. und 2. Der 1. und 2. Zyklus sind in zwölf Kompetenzbereiche eingeteilt. Die Zyklus Kompetenzbereiche 1, 4, 5, 7, 10 und 11 orientieren sich an grundlegenden Fragestellungen, die uns als Menschen oder unsere soziale, kulturelle und natürliche Um- und Mitwelt betreffen. In diesen Kompetenzbereichen sind mehrere inhaltliche Perspektiven miteinander verknüpft. In den Kompetenzbereichen 2, 3, 6, 8, 9, und 12 sind grundlegende Ideen, Konzepte und Themen aus den inhaltlichen Perspektiven des Fachbereichs aufgenommen. Diese Kompetenzbereiche sind, ähnlich den Kompetenzbereichen im 3. Zyklus, stärker fachlich beziehungsweise disziplinär ausgerichtet. Übergang vom 1./2. in den 3. Im 3. Zyklus werden die Kompetenzen aus dem 1. und 2. Zyklus in die vier Zyklus Fachbereiche Natur und Technik (NT), Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (WAH), Räume, Zeiten, Gesellschaften (RZG) und Ethik, Religionen, Gemeinschaft (ERG) weitergeführt und ausdifferenziert. In den Fachbereichslehrplänen wird dies mit Verweisen am Ende des Kompetenzaufbaus im 1. und 2. Zyklus beziehungsweise zu Beginn des Kompetenzaufbaus im 3. Zyklus sichtbar gemacht. In Tabelle 1 ist die Weiterführung der Kompetenzbereiche des 1. und 2. Zyklus in den 3. Zyklus in der Mittelspalte aufgeführt. NMG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 239 Kompetenzaufbau und Im Kompetenzaufbau ist eine Lernabfolge mitgedacht. Diese Lernabfolge bildet Progressionslogiken nicht in jedem Fall eine zwingende Stufung ab, sondern folgt unterschiedlichen Progressionslogiken. Möglichkeiten sind: 15.3.2016 zunehmende Schwierigkeit und Komplexität des Inhalts beziehungsweise der Denk-, Arbeits- oder Handlungsweise: z.B. vom Erkennen und Beschreiben NMG Lehrplan 21 240 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Verbindliche Inhalte und von Merkmalen in einem Lebensraum zum Analysieren und Strukturieren Beispiele von Zusammenhängen; zunehmende Breite und Menge: z.B. von Informationen oder von Fehlende Grundansprüche und durchzuführenden Verfahren; Orientierungspunkte zunehmende Tiefe, Genauigkeit und Differenzierung: z.B. durch Verwendung entsprechender Begriffe, durch strukturiertes Erzählen; Leere Kompetenzstufen im 1. zunehmende Verallgemeinerung und Abstraktion: z.B. vom Wahrnehmen und Zyklus Erkennen eines Phänomens zur Erkenntnis von Gesetzmässigkeiten, vom Orientierungspunkte in einer Nahen, Vertrauten, Singulären zum Fremden, Fernen, Allgemeinen; leeren Kompetenzstufe verschiedene Perspektiven: von der eigenen Sichtweise zur Betrachtung aus Handlungsaspekte mehreren Perspektiven beziehungsweise zum Perspektivenwechsel; zunehmende Selbstständigkeit: vom stark angeleiteten Lernen zum zuneh- Liste der Denk-, Arbeits-, und mend eigenständig und selbstverantworteten und -organisierten Lernen. Handlungsweisen In den einer Kompetenz zugeordneten Stufenbeschreibungen können mehrere Progressionslogiken enthalten sein. In den Kompetenzstufenbeschreibungen werden Präzisierungen verwendet. Sie sind folgendermassen zu lesen: Eine Aufzählung von Inhalten, die mit dem Symbol bezeichnet ist, bedeutet, dass die aufgezählten Inhalte verbindlich zu bearbeiten sind. Die Verwendung von z.B. bedeutet, dass die aufgezählten Inhalte eine Auswahl sind und der Illustration dienen. Die Lehrpersonen können aus den Beispielen auswählen oder andere Inhalte bearbeiten. (Siehe auch Überblick.) In einzelnen, ausgewählten Kompetenzaufbauten sind keine Grundansprüche gesetzt. Bei diesen Aufbauten wird nicht vorausgesetzt, dass die Schülerinnen und Schüler im betreffenden Zyklus eine bestimmte Kompetenzstufe erreichen sollen. Sie müssen aber die Möglichkeit erhalten, an den Kompetenzstufen, die zum Auftrag des jeweiligen Zyklus gehören, zu arbeiten. In einzelnen, ausgewählten Kompetenzaufbauten sind keine Orientierungspunkte festgelegt. Dies kommt immer dann vor, wenn der Aufbau von Kompetenzstufen schwer einem bestimmten Zeitpunkt zuzuordnen ist. Eine leere Stufe am Anfang eines Kompetenzaufbaus bedeutet, dass mit der Arbeit an dieser Kompetenz nicht zu Beginn des 1. Zyklus begonnen wird. Ein Orientierungspunkt in einer leeren Kompetenzstufe bedeutet, dass mit der Arbeit an den Kompetenzstufen ab Mitte des betreffenden Zyklus begonnen wird. Die vier Handlungsaspekte - Die Welt wahrnehmen, Sich die Welt erschliessen, Sich in der Welt orientieren, In der Welt handeln - sind im konkreten Lernprozess nicht immer genau zu trennen, sondern gehen ineinander über und sind miteinander verbunden. Es ergeben sich dabei sinnvolle Zusammenhänge und zum Teil Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Handlungsaspekten. Voraussetzung für die Orientierung ist z.B. ein sachgemässes Erschliessen von Informationen oder die Analyse und Strukturierung entsprechender Sachverhalte. Die Reihenfolge bei der Zusammenstellung der Handlungsaspekte entspricht nicht einer Hierarchie oder einem vorgegebenen Muster für die Bearbeitung und Förderung im Unterricht. Die Zusammenstellung der Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen in Tabelle 2 dient dem besseren Verständnis der Handlungsaspekte und ist nicht abschliessend. Sie kann bei der Planung des Unterrichts und der Formulierung passender Aufgaben nützlich sein. NMG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 241 NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 242 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Natur und Technik (3. Zyklus) Kompetenzbereiche Natur und Technik umfasst die klassischen Naturwissenschaften Physik, Chemie und Biologie sowie einen übergreifenden Bereich, der insbesondere die technischen Anwendungen der Naturwissenschaften und ihre Wechselwirkung mit der Lebenswelt beinhaltet. Entsprechend sind die Kompetenzbereiche angelegt: Neben naturwissenschaftlich übergreifenden Kompetenzen, welche das Wesen der Naturwissenschaften und die naturwissenschaftlich-technischen Arbeitsweisen beinhalten, sind Kompetenzen zum Aufbau rein disziplinärer Fähigkeiten und Fertigkeiten formuliert. Im Kompetenzaufbau von Natur und Technik spiegelt sich somit wieder, dass die Naturwissenschaften als Einheit mit vielen Gemeinsamkeiten betrachtet werden, welche im Wesentlichen fächerübergreifend behandelt werden, ohne das Spezifische der einzelnen Disziplinen ausser Acht zu lassen. Bezüge zu anderen Von Natur und Technik gibt es diverse Bezüge zu Wirtschaft, Arbeit, Fachbereichen Haushalt (Ökosysteme, Stoffwechsel), Räume, Zeiten, Gesellschaften (Ökosysteme, Rohstoffe, Energie) und Ethik, Religionen, Gemeinschaft (Gesundheit, Sexualität, Weltsichten und Weltdeutungen). Darüber hinaus gibt es Bezüge zur Mathematik (Darstellen von Grössen, Interpretieren von Daten in Diagrammen), zu Textilem und Technischem Gestalten (Nutzung, Einschätzung und Diskussion naturwissenschaftlich-technischer Erkenntnisse für technische Konstruktionen) und zu Musik (Akustik). In den Stufenbeschreibungen zu Natur und Technik sind davon nur die NT-spezifischen Anteile enthalten, so dass keine Dopplungen entstehen. Die entsprechenden Stellen sind mit Querverweisen gekennzeichnet. Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (3. Zyklus) Mit der Fachbereichsbezeichnung Wirtschaft, Arbeit, Haushalt erhält das bisherige Fach Hauswirtschaft eine inhaltliche Erweiterung um die Perspektiven Wirtschaft und Arbeit. Die Kompetenzbereiche orientieren sich an den Anforderungen und Herausforderungen der alltäglichen Lebensführung und tragen somit zu deren Bewältigung bei. Menschen leisten bezahlte und unbezahlte Arbeit. Sie sind als Erwerbstätige in unterschiedliche Arbeits- und Berufswelten eingebunden und verdienen Geld. Sie sind aufgefordert, im privaten Alltag die physische und psychische Regeneration für sich und andere sicherzustellen. Damit ist Arbeit sowohl für Wirtschaft wie Haushalt zentral. Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass alltägliche Lebensführung nicht auf Arbeiten im Haushalt beschränkt, sondern in vielfältiger Weise mit weiteren Lebensbereichen vernetzt ist. Sie setzen sich damit auseinander, dass Menschen Entscheidungen auf Märkten treffen, mit begrenzten Mitteln haushalten und dabei Nutzen, Kosten und Risiken abwägen. Sie realisieren, dass vieles selber entscheiden zu dürfen, eine Zunahme der Verantwortlichkeiten bedeutet und jeder Mensch aufgefordert ist, die Gestaltung seines Alltags mit den individuell verfügbaren materiellen, kulturellen, personalen und sozialen Ressourcen abzustimmen. Kompetenzbereiche Diese Überlegungen sind im Lehrplan Wirtschaft, Arbeit, Haushalt in den folgenden fünf Kompetenzbereichen aufgenommen: Der Kompetenzbereich Produktions- und Arbeitswelten erkunden (WAH 1) greift die Bedeutung von Arbeit, die damit verbundenen Anforderungen für den Menschen und die Produktion von Gütern und Dienstleistungen auf. Im Kompetenzbereich Märkte und Handel verstehen über Geld nachdenken (WAH 2) stehen die Prinzipien der Marktwirtschaft, die Bedeutung des Handels und der Umgang mit Geld im Vordergrund. Der Kompetenzbereich Konsum gestalten (WAH 3) befasst sich mit den Einflüssen, Folgen von Konsum, sowie mit Konsumentscheidungen. Der Kompetenzbereich Ernährung und Gesundheit Zusammenhänge verstehen und reflektiert handeln (WAH 4) greift die Thematik der Ernährung und NMG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 243 Nahrungszubereitung auf, während im Kompetenzbereich Haushalten und Zusammenleben gestalten (WAH 5) Aspekte und Herausforderungen der Alltagsgestaltung integriert sind. Hinweise zur Beruflichen Im Fachbereich Wirtschaft, Arbeit, Haushalt sind im Kompetenzbereich Produktions- Orientierung und Arbeitswelten erkunden zwei Kompetenzen enthalten, die beim Bildungs- und Berufswahlprozess eine wichtige Grundlage darstellen. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der individuellen und gesellschaftlichen Bedeutung von Arbeit sowie mit Anforderungen und Gestaltungsspielräumen in Arbeitswelten auseinander. Der Kompetenzaufbau findet im Unterricht Wirtschaft, Arbeit, Haushalt statt. Eine Koordination zwischen der Lehrperson Wirtschaft, Arbeit, Haushalt und den Lehrpersonen, die den individuellen Bildungs- und Berufswahlprozess der Jugendlichen begleiten, ist notwendig. (Siehe auch Modullehrplan Berufliche Orientierung.) Bezüge zu anderen Bezüge zu Natur und Technik (Ökosysteme, Stoffwechsel), zu Räume, Zeiten und Fachbereichen Gesellschaften (Rohstoffe, Handel, Produktion, Veränderung von Arbeitswelten) und zu Ethik, Religionen, Gemeinschaft (Lebensweisen, Zusammenleben) sind mit entsprechenden Querverweisen gekennzeichnet. Fächerübergreifende Absprachen erleichtern die Zusammenarbeit und bereichern den Unterricht. Räume, Zeiten, Gesellschaften (3. Zyklus) Geografie und Geschichte sind neu im Fachbereich Räume, Zeiten, Gesellschaften zusammengefasst. Die jeweiligen Perspektiven sind in je eigenen Kompetenzbereichen aufgeführt. Wo möglich, werden räumliche und zeitliche Perspektiven zueinander in Bezug gesetzt. Um mögliche Berührungspunkte der beiden Perspektiven zu verdeutlichen, wird im Anschluss an den Fachbereichslehrplan ein Planungsbeispiel aufgeführt. Kompetenzbereiche Die geografischen Kompetenzbereiche sind so strukturiert, dass der erste Kompetenzbereich die naturgeografischen Aspekte beinhaltet und der zweite Kompetenzbereich die humangeografischen Schwerpunkte. Im dritten Kompetenzbereich werden die für den Geografieunterricht zentralen Mensch- Umwelt-Beziehungen zusammengeführt. Die ersten drei Kompetenzbereiche fokussieren somit eher inhaltliche Aspekte. Der vierte Kompetenzbereich beschreibt die vier Aspekte der Räumlichen Orientierung. Diese Kompetenzen müssen im Sinne von Querschnittelementen in jedes Themenfeld eingebunden bzw. zu jedem anderen Kompetenzbereich zugeordnet werden. Daher enthält der Kompetenzbereich auch keine Orientierungspunkte. Die geschichtlichen Kompetenzbereiche spiegeln die gängige Aufteilung nach Schweizer Geschichte, Weltgeschichte, Politischer Bildung und Geschichtskultur. Der Kompetenzbereich zur Schweizer Geschichte ist nach Herrschaft, Wirtschaft und Kultur, derjenige zur Weltgeschichte entlang der Chronologie gegliedert. Im Kompetenzbereich zur Geschichtskultur werden je unterschiedliche Möglichkeiten und Wege aufgezeigt, wie geschichtliches Wissen vermittelt und Erkenntnisse erarbeitet werden können. Bei der Politischen Bildung stehen die Basiskonzepte Demokratie und Menschenrechte im Zentrum. Themenfelder Die ersten drei geografischen Kompetenzbereiche werden im Unterricht in der Regel zu Themenfeldern zusammengefasst. Einerseits bedeutet dies, dass an einer Kompetenz mehrfach gearbeitet wird, andererseits deckt ein Themenfeld mehrere Kompetenzen auch aus unterschiedlichen Kompetenzbereichen ab. Weil für geschichtliches Denken die Orientierung in der Zeit eine zentrale Grundlage bildet, geschieht die Themenauswahl zu den Kompetenzbereichen zur Schweizer Geschichte, zur Weltgeschichte und zur Politischen Bildung in erster Linie gemäss dem chronologischen Ordnungsprinzip. Parallel und ergänzend dazu werden Vergleiche ermöglicht, die die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen als historisches NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 244 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Strukturprinzip verdeutlichen. Im Kompetenzbereich Geschichtskultur analysieren und nutzen wird in der Regel nicht ein eigenes Thema gewählt, sondern die Entwicklung und Erarbeitung der hier festgelegten Kompetenzen geschieht bei denjenigen Themen der anderen Kompetenzbereiche, die sich dafür gerade anbieten. Dies verstärkt die Lebensweltorientierung des Unterrichts. Bezüge zu anderen Aus geografischer Perspektive sind zahlreiche Bezüge zu Natur und Fachbereichen Technik (Ökosysteme, Rohstoffe, Energie), zu Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (Rohstoffe, Wirtschaftsgeografie, Handel, Produktion) und zu Ethik, Religionen, Gemeinschaft (Lebensweisen, Kulturen) möglich. Aus geschichtlicher Perspektive ergeben sich nebst andern Fachbereichen vor allem Berührungspunkte zu Ethik, Religionen, Gemeinschaft (Thematisierung von Traditionen, Lebensverhältnissen und Lebensweisen; Auseinandersetzung mit Werten, Normen und Weltsichten) und zu Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (wirtschaftliche Veränderungen, Alltagsleben von Menschen zu verschiedenen Zeiten). Ethik, Religionen, Gemeinschaft (3. Zyklus) Die drei Perspektiven Ethik, Religionen, Gemeinschaft sind in verschiedenen Kompetenzbereichen abgebildet und im Unterricht gleichwertig zu gewichten. Kompetenzbereiche Die Kompetenzen zur Perspektive Ethik sind in ERG 1 und ERG 2 aufgenommen. Bildung schliesst Raum zum eigenen Nachdenken und freien Austausch über Leben und Lebensführung ein. Ethische Reflexion kann Themen aus allen Fächern aufnehmen und bereichern. Horizont und Methoden der Philosophie tragen zum Klären und Vertiefen von Fragen und Problemstellungen bei. In den Kompetenzbereichen ERG 3 und ERG 4 wird die Perspektive Religionen mit den entsprechenden Kompetenzen abgebildet. Religionen sind wie im 1. und 2. Zyklus auch im 3. Zyklus nicht enzyklopädisch zu behandeln. Elemente der Re- ligionen werden mit ihren Ursprüngen, in ihren lebensweltlichen Kontexten oder im Zusammenhang gesellschaftlicher Fragen und Debatten exemplarisch erschlossen. Die Verteilung auf Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus, Buddhismus und an- dere Religionen ist nicht festgelegt. Der Horizont der grossen Religionen der Welt sowie die aktuelle religiöse Landschaft der Schweiz muss im Laufe des 3. Zyklus jedenfalls in den Blick kommen. Das Christentum in seiner konfessionellen und individuellen Vielgestaltigkeit ist mit grundlegenden Lehren und Vorstellungen, seiner Geschichte und kulturellen Wirkungen angemessen zu berücksichtigen. Die Unterscheidung von Glauben und Wissen ist für die westliche Kultur eine zentrale Bildungsfrage. Kompetenz mit ihr umzugehen, heisst nicht sie abschliessend zu lösen, vielmehr die Spannung von Glauben und Wissen als von kulturell grundlegender Bedeutung für das Verständnis von Wissenschaft und Religion zu betrachten. Religionskunde kann dazu beitragen, diesen Perspektivenwechsel zu beachten. Der Kompetenzbereich ERG 5 greift die Perspektive Gemeinschaft auf. Dieser Kompetenzbereich ist mit seinen lebenskundlichen Kompetenzen auf die Lernenden und die Klasse zu beziehen. Deshalb legt es sich nahe, dass die Klassenlehrperson für die Arbeit in diesem Kompetenzbereich zuständig ist. Bezüge zu anderen Ethische Fragestellungen ergeben sich in allen Fächern (und Lebensbereichen) und Fachbereichen erfordern fächerübergreifende Arbeit. Fragen von Traditionen, Lebensverhältnissen und Lebensweisen berühren vor allem die Fachbereiche Räume, Zeiten, Gesellschaften und Wirtschaft, Arbeit, Haushalt, aber auch Musik, Gestalten und Sprachen. Lebenskundliche Themen betreffen auch Kompetenzen und Inhalte der Fachbereiche Wirtschaft, Arbeit, Haushalt (z.B. Zusammenleben, Lebensformen, Lebensstile) und Natur und Technik (Gesundheit, Sexualität, Weltsichten und Weltdeutungen) sowie des Fachbereichs Sprachen (Kommunikation). NMG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 245 Natur, Mensch, Gesellschaft NMG 15.3.2016 Lehrplan 21 246 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau NMG.1 Identität, Körper, Gesundheit - sich kennen und sich Sorge tragen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können sich und andere wahrnehmen und beschreiben. NMG.1.1 Ich bin ich Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können sich als Person mit vielfältigen Merkmalen beschreiben (z.B. äussere b Merkmale, Familie, Freunde, Hobby) und sich von anderen unterscheiden. 2c können anhand von Beispielen (z.B. in Geschichten) Gefühle und Interessen beschreiben und Unterschiede und Gemeinsamkeiten benennen. d können ihre Fähigkeiten erkunden und sich selber charakterisieren. e können von ihrem bisherigen Leben erzählen und dabei Veränderungen und Gleichbleibendes erkennen. können Vorstellungen für ihre Zukunft entwickeln und davon erzählen (z.B. Schulwahl, Berufswunsch, Hobbys, Lebensweise). Nachfolgende Kompetenz: ERG.5.1 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Mitverantwortung für Gesundheit EZ - Wahrnehmung (2) BNE - Gesundheit und Wohlbefinden übernehmen und können sich vor Gefahren schützen. EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) NMG.1.2 Gesundheit und Wohlbefinden Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können subjektives Wohlbefinden beschreiben und mit Erfahrungen verbinden (z.B. a Situationen der Freude, Aktivität, Ruhe, Zufriedenheit). b können sich vor Gefahren schützen und kennen entsprechende Schutzmassnahmen 2c (z.B. im Strassenverkehr, bei Gewalt in der Schule, bei handwerklichen Arbeiten). können unangenehme und ungewollte Handlungen an ihrem Körper benennen und sich dagegen abgrenzen (z.B. Nein-Sagen, Hilfe holen). können in konkreten Situationen (z.B. aus dem Alltag, aus Geschichten, Filmen) den Grad des Wohlbefindens und den Gesundheitszustand von Menschen erkennen. kennen Möglichkeiten, Gesundheit zu erhalten und Wohlbefinden zu stärken (z.B. Bewegung, Schlaf, Ernährung, Körperpflege, Freundschaften). d können sexuelle Übergriffe (z.B. sprachliche Anzüglichkeiten, taxierende Blicke, Berührungen, Gesten) und sexuelle Gewalt erkennen, wissen wie sie sich dagegen wehren und wo sie Hilfe holen können. e kennen präventive Vorkehrungen zur Erhaltung der Gesundheit und können diese umsetzen (z.B. Hygienemassnahmen, Körperpflege, Ernährung, Bewegung). f können Merkmale von Abhängigkeiten und Sucht beschreiben und Möglichkeiten der BNE - Gesundheit Prävention erkennen. NMG Nachfolgende Kompetenzen: NT.7.4, WAH.4.1 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 247 3. Die Schülerinnen und Schüler können Zusammenhänge von Ernährung Querverweise und Wohlbefinden erkennen und erläutern. BNE - Gesundheit NMG.1.3 Ernährung, Lebensmittel Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Lebensmittel (z.B. Zutaten für Bündner Spezialitäten) untersuchen und nach b Kriterien ordnen (z.B. nach Geruch, nach Geschmack, nach Aussehen, nach Erntezeitpunkt, nach Herkunft). c können Ernährungsgewohnheiten beschreiben und kulturelle Eigenheiten entdecken 2d und die von anderen Menschen respektieren. können angeleitet eine Mahlzeit zubereiten (z.B. Znüni, Zvieri, einfaches Essen). können in Grundzügen die Bedeutung von Wasser und Nährstoffen für eine ausgewogene Ernährung beschreiben. e können eigene Vorstellungen zur Ernährung mit Modellen vergleichen sowie die Funktion von Modellen im Alltag einordnen (z.B. Ernährungsscheibe, Ernährungspyramide). f können die Herkunft von ausgewählten Lebensmitteln untersuchen und über den Umgang nachdenken (z.B. regionale, saisonale Produkte; sparsamer/verschwenderischer Umgang mit Lebensmitteln). Lebensmittelverschwendung, Footprint g können Merkmale zum sachgerechten Umgang mit Lebensmitteln beschreiben (z.B. Hygiene, Haltbarkeit, Lagerung, Konservierung). Nachfolgende Kompetenzen: RZG.3.2, WAH.4.2, WAH.4.3, WAH.4.4, WAH.4.5 Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können den Aufbau des eigenen Körpers EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) beschreiben und Funktionen von ausgewählten Organen erklären. NMG.1.4 Aufbau und Funktion des menschlichen Körpers Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Körperteile, deren Lage und Funktion beschreiben. b können spezifische Eigenschaften ausgewählten Körperteilen zuordnen und die c Bedeutung erfassen (z.B. Gelenke sind beweglich, Augen sind empfindlich, Schädelknochen wirken als Schutz). 2d können Vorgänge und Funktionen im eigenen Körper beobachten und im Zusammenhang von Organsystemen beschreiben (z.B. Bewegung-Muskulatur und Skelett; Verdauung-Kauapparat und Verdauungsorgane). können Reaktionen im Körper auf Grund von Bau und Funktion einzelner Organe erkennen und Folgerungen ableiten (z.B. schwitzen, erröten, Schutz gegen Sonnenbrand). Bau und Funktion der Haut e können Zusammenhänge zwischen Bau und Funktion des menschlichen Körpers erklären. Aufrechter Gang: Skelett, Muskeln; Blutkreislauf: Herz, Venen, Arterien 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 1 248 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau Querverweise f können Grundlagen für die Gesunderhaltung des Körpers nennen und entsprechend handeln. Körperfunktionen: Beweglichkeit, Gleichgewicht, Kraft, Ausdauer Nachfolgende Kompetenzen: NT.7.1, NT.7.2 Querverweise 5. Die Schülerinnen und Schüler können Wachstum und Entwicklung des menschlichen Körpers wahrnehmen und verstehen. NMG.1.5 Wachstum und Entwicklung des menschlichen Körpers Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Körperveränderungen messen, beschreiben und zu Wachstum und Entwicklung b des Menschen einordnen (z.B. grösser werden-stärker werden). Körpergrösse 2c können Unterschiede im Körperbau von Mädchen und Knaben mit angemessenen Wörtern benennen. können über die zukünftige Entwicklung zu Frau und Mann sprechen. d erhalten die Möglichkeit, Fragen und Unsicherheiten bezüglich Sexualität zu äussern. e können Veränderungen des Körpers mit angemessenen Begriffen benennen. Stimmbruch, Menstruation f verstehen Informationen zu Geschlechtsorganen, Zeugung, Befruchtung, Verhütung, Schwangerschaft und Geburt. Bau und Funktion der Geschlechtsorgane g können unter Anleitung die Qualität von ausgewählten Informationsquellen zu Sexualität MI.1.2.e vergleichen und einschätzen. h kennen psychische Veränderungen in der Pubertät (z.B. verstärkte Scham und Befangenheit, veränderte Einstellung zum eigenen Körper, erwachendes sexuelles Interesse) und wissen, dass diese zur normalen Entwicklung gehören. Nachfolgende Kompetenzen: ERG.5.3, NT.7.3 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 1 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 249 Querverweise 6. Die Schülerinnen und Schüler können Geschlecht und Rollen reflektieren. EZ - Lernen und Reflexion (7) BNE - Geschlechter und Gleichstellung NMG.1.6 Geschlecht und Rollen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können anhand von Beispielen Rollenverhalten beschreiben und vergleichen (z.B. Wer b hat welche Aufgaben und Befugnisse? Wer trägt welche Kleidung? Wer pflegt welche Hobbys?). 2c können vielfältige Geschlechterrollen beschreiben (z.B. in Beruf, Familie, Sport) und wissen, dass Mädchen/Frauen und Jungen/Männer dieselben Rechte haben. verwenden im Zusammenhang mit Geschlecht und Rollen eine sachliche und wertschätzende Sprache. d können Geschlechterrollen (z.B. Merkmale, Stereotypen, Verhalten) beschreiben und MI.1.2.e hinterfragen sowie Vorurteile und Klischees in Alltag und Medien erkennen. Nachfolgende Kompetenzen: ERG.5.2, ERG.5.3 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 1 250 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau NMG.2 Tiere, Pflanzen und Lebensräume erkunden und erhalten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Tiere und Pflanzen in ihren BNE - Natürliche Umwelt und Lebensräumen erkunden und dokumentieren sowie das Zusammenwirken Ressourcen beschreiben. NMG.2.1 Tiere, Pflanzen, Lebensräume Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können bildhaft darstellen und erläutern, welche Pflanzen und Tiere in selber MI.1.3.b b erkundeten Lebensräumen vorkommen. BG.1.A.2.2a c können Lebewesen ihren typischen Lebensräumen zuordnen (z.B. Wiese: Wildkräuter, Gräser, Insekten, Regenwurm, Käfer). können nahegelegene Lebensräume (z.B. Nationalpark, Waldreservat Val Cama, Auenlandschaft Rhäzüns, Rheinschlucht/Ruinaulta, Roseg Gletscher) und deren Lebewesen erkunden (z.B. mit Masstab, Feldstecher, Lupe, Bestimmungsbuch) und ihre Forschungsresultate protokollieren sowie das Zusammenleben beschreiben. d können erklären, welche Tiere oder Pflanzen voneinander abhängig sind und Vermutungen über Wechselwirkungen zwischen Lebewesen anstellen (z.B. Weiher: Amphibien, Reiher, Süsswasserfische, Mücken; Nahrungsketten, Nationalpark: Flechte, Arve, Arvenhäher, Eichhörnchen, Steinbock, Steinadler, Bartgeier, Murmeltier). e können zu Wechselwirkungen in Lebensräumen Informationen sammeln und schematisch darstellen (z.B. Nahrungsnetze, Räuber-Beute Beziehung). Nachfolgende Kompetenzen: NT.9.1, NT.9.2, NT.9.3, RZG.3.1 2. Die Schülerinnen und Schüler können die Bedeutung von Sonne, Luft, Querverweise Wasser, Boden und Steinen für Lebewesen erkennen, darüber EZ - Zusammenhänge und nachdenken und Zusammenhänge erklären. Gesetzmässigkeiten (5) BNE - Natürliche Umwelt und Ressourcen NMG.2.2 Natürliche Grundlagen für Lebewesen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können Einflüsse von Licht, Wärme, Luft, Wasser, Boden und Steinen auf das Wachstum a und die Lebensweise von Pflanzen und Tieren an alltagsnahen Beispielen explorieren und Ergebnisse dazu darstellen und beschreiben. b können Vermutungen anstellen und erkennen, welche Bedeutung Sonne/Licht, Luft, c Wasser, Boden, Steine für Pflanzen, Tiere und Menschen haben und was sie zum Leben brauchen. können an Beispielen in der eigenen Umgebung Anpassungen von Pflanzen und Tieren an die natürlichen Grundlagen erkunden und untersuchen, Ergebnisse ordnen sowie kommentieren (z.B. Frühblüher, Pionierpflanzen im Hochgebirge, Tiere am und im Wasser, Pflanzen an verschiedenen Standorten). NMG Lehrplan 21 15.3.2016 2 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 251 Querverweise d können typische Merkmale und das Vorkommen von Gesteinen, Boden, Wasser in der eigenen Umgebung erkunden, Vergleiche zwischen ausgewählten Standorten und Lebensräumen anstellen und Ergebnisse dokumentieren (z.B. an Gewässern, in einer Kiesgrube, im Wald). e können Einflüsse von Sonne/Licht, Luft, Wärme, Wasser, Boden auf das Wachstum und die Lebensweise von Pflanzen und Tieren untersuchen, Beobachtungen über längere Zeit vornehmen, Ergebnisse festhalten und darstellen. f können verschiedene Phänomene und Merkmale zu Sonne/Licht, Luft, Wärme, Wasser, Boden, Gesteine in Beziehung stellen und strukturieren sowie Erkenntnisse daraus erklären und einordnen. Phänomene und Merkmale: Umwandlung, Lichtstrahlung, Wärmestrahlung, Erwärmung und Abkühlung, Verdunstung und Kondensation; Wasser und Wasserkreislauf; Aufbau von Bodenschichten g können ausgewählten Fragen zu Einflüssen und Zusammenhängen von Naturgrundlagen auf die Lebensweise von Tieren, Pflanzen und Menschen nachgehen, Informationen dazu erschliessen, Fachpersonen befragen sowie Ergebnisse und Erkenntnisse ordnen, charakterisieren und erklären. Nachfolgende Kompetenzen: NT.9.1, NT.9.2, NT.9.3, RZG.1.4, RZG.3.1 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Wachstum, Entwicklung und Fortpflanzung bei Tieren und Pflanzen beobachten und vergleichen. NMG.2.3 Wachstum, Entwicklung, Fortpflanzung Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können das Wachstum von Pflanzen und Tieren aus der eigenen Umgebung beobachten b und von ihren Beobachtungen berichten. c können Wachstum und Entwicklung bei Pflanzen und Tieren beobachten, zeichnen und 2d beschreiben. Entwicklung der Raupe über die Puppe zum Schmetterling; Blüten und Früchte von Pflanzen können bei Tieren Besonderheiten zur Sicherung des Fortbestands erkennen, vergleichen und Unterschiede beschreiben (z.B. Entwicklung im Ei-schlüpfen, Entwicklung im Beutel, Entwicklung im Tierleib-lebendgebährend). können Informationen zur Bestäubung von Pflanzen erschliessen und darstellen sowie Samenkeimung, Wachstum und Verbreitung bei Pflanzen erforschen (z.B. Verbreitungsarten: Wind, Tiere, Wasser, Mensch). Staubbeutel, Pollen, Fruchtknoten, Stempel, Narbe, Frucht, Samen, Keimung e können Informationen zu Wachstum, Entwicklung und Fortpflanzung von Säugetieren erschliessen und festhalten (z.B. in Steckbriefen). f können die Fortpflanzung, das Wachstum und die Entwicklung von Tieren beobachten und beschreiben. Entwicklung der Amphibien von der Kaulquappe zum Frosch; Entwicklung von der Kiemenatmung zur Lungenatmung Nachfolgende Kompetenzen: NT.8.2, NT.8.3 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 2 252 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können die Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren erkennen und sie kategorisieren. NMG.2.4 Artenvielfalt und Ordnungssysteme Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können ausgewählte Pflanzen- oder Tiergruppen auf ihre Eigenschaften untersuchen b sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede beschreiben (z.B. Vögel haben ein Gefieder, c Reptilien eine Haut aus Hornschuppen). d können ausgewählte Zuordnungen von Pflanzen und Tieren mithilfe ihrer Merkmale vornehmen. Nadelbäume/Laubbäume; Wildtiere/Nutztiere/ Heimtiere e f können Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Pflanzen und Tieren (z.B. Singvögel, Wasservögel, Greifvögel, Eulen; Zugvögel/Standvögel) mit geeigneten Instrumenten untersuchen (z.B. Lupe, Feldstecher, Bestimmungsbuch), Vergleiche anstellen sowie Informationen dazu suchen und wiedergeben. können Merkmale von Pflanzen und Tieren beschreiben, die diesen erlauben, in einem bestimmten Lebensraum zu leben (z.B. Winterschlaf des Murmeltiers ist an das Leben im Hochgebirge angepasst, Fell des Maulwurfs ist an das Leben in Grabgängen angepasst, Kletterfähigkeit des Steinbocks ist an das Leben im hochalpinen Raum angepasst, Pflanzen der Hoch- und Flachmoore sind angepasst an nährstoffarme Böden; insektenfressender Sonnentau, Fettkraut). können Pflanzen, Pilze oder Tiere eigenen Ordnungssystemen zuordnen und die verwendeten Kriterien begründen. Kriterien von Ordnungssystemen; Merkmale von Pflanzen: Blattformen, Blütenaufbau, Wuchsformen; anatomische Merkmale von Tieren können gebräuchliche Ordnungssysteme nutzen (z.B. krautige/holzige Pflanzen; Insekten: Schmetterlinge, Ameisen, Heuschrecken, Libellen, Käfer, Fliegen, Wespen). Nachfolgende Kompetenz: NT.8.1 Querverweise 5. Die Schülerinnen und Schüler können Vorstellungen zur Geschichte der Erde und der Entwicklung von Pflanzen, Tieren und Menschen entwickeln. NMG.2.5 Erdgeschichte Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können ihre Vorstellungen zur Geschichte der Erde und von Lebewesen nacherzählen MI.1.2.a a (z.B. aus Geschichten, Berichten, Bilderbüchern) und in eigene zeitliche Vorstellungen einordnen. 2b können Vermutungen zur Entwicklung und Veränderung von Lebewesen anstellen und c im Austausch Vorstellungen für sich klären und entwickeln. können eigene Vorstellungen zur Geschichte der Erde und von Lebewesen den MI.1.3.e Darlegungen und Darstellungen gegenüberstellen (z.B. in Sachbüchern, in Museen) und Erkenntnisse daraus sowie zeitliche Dimensionen dazu beschreiben und erläutern. NMG Lehrplan 21 15.3.2016 2 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 253 Querverweise d können reale und fiktionale Darlegungen zur Geschichte der Erde und von Lebewesen MI.1.2.e MI - Recherche und (z.B. in Sachbüchern, Filmen, Comics) anhand von vorgegebenen Kriterien vergleichen Lernunterstützung und unterscheiden sowie dabei über die Herkunft und Verlässlichkeit von Informationen nachdenken. e können Informationen zu Entwicklungen und Veränderungen der Erde und der BNE - Natürliche Umwelt und Lebewesen zeitlich einordnen und modellartig Vorstellungen zu zeitlichen Dimensionen Ressourcen sowie zu Prozessen strukturieren. Epochen der Erdgeschichte, Entwicklung und Veränderung von Lebewesen f können Spuren der Entwicklung der Landschaft und von Lebewesen in der Wohnregion erkunden sowie diese räumlich und zeitlich einordnen (z.B. Prozess, Veränderung, Abfolge, Vegetationsstufen der Alpen, Deckenbau der Alpen; Unesco Welterbe Tektonikarena Sardona). 6. Die Schülerinnen und Schüler können Einflüsse des Menschen auf die Querverweise Natur einschätzen und über eine nachhaltige Entwicklung nachdenken. BNE - Natürliche Umwelt und Ressourcen NMG.2.6 Beziehungen Natur - Mensch Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können eigene Beziehungen zu Lebensräumen, Pflanzen und Tieren wahrnehmen und b beschreiben (z.B. Pflege, Umgang, Wertschätzung, Respekt). c können künstliche Lebensräume betrachten, beobachten, beschreiben und über eigene d Erfahrungen und Erlebnisse berichten (z.B. Tiere im Haus, im Zoo). 2e können natürliche Lebensräume mit künstlichen Lebensräumen vergleichen, Unterschiede beschreiben und dabei über die Lebenssituation von Pflanzen und Tieren f nachdenken. können beim Anbau von Pflanzen und bei der Haltung von Heimtieren Aufgaben und Mitverantwortung übernehmen (z.B. Tierhaltung und Pflanzenanbau in der Schule). können in Lebensräumen der Wohnregion erkunden und dokumentieren, wie Menschen die Lebensweise und die Lebensräume von Pflanzen und Tieren gestalten, nutzen und verändern. können eigene Handlungs- und Verhaltensweisen (z.B. im Umgang mit Haustieren, bei Freizeitaktivitäten im Wald, am und im Wasser) den Lebensbedürfnissen von Pflanzen und Tieren gegenüberstellen und einschätzen. g können unterschiedliche Beziehungen und Verhaltensweisen von Menschen zu Pflanzen, Tieren und natürlichen Lebensräumen beschreiben und vergleichen und aus verschiedenen Perspektiven betrachten. können Schutz- und Verhaltensregeln zu Pflanzen und Tieren anwenden. Regeln zum Schutz der Tiere, geschützte Pflanzen, Verhalten in Naturschutzgebieten h können über den Nutzen von Pflanzen und Tieren für die Menschen nachdenken (ökonomisch, ästhetisch, für Gesundheit und Wohlbefinden). können zu Einflüssen des Menschen auf die Natur mögliche Folgen abschätzen, Erkenntnisse dazu ordnen und über eigene Verhaltens- und Handlungsweisen nachdenken. 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 2 254 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau NMG.3 Stoffe, Energie und Bewegungen beschreiben, untersuchen und nutzen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Erfahrungen mit Bewegungen und EZ - Lernen und Reflexion (7) Kräften beschreiben und einordnen. NMG.3.1 Bewegungen und Kräfte Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Objekte auf verschiedene Arten in Bewegung bringen und über die Unterschiede b sprechen (z.B. Spielzeugauto, Schaukel, Ball: rollen, prellen, werfen; Feder aufziehen). c können das Phänomen Gleichgewicht ausprobieren, Vermutungen anstellen und diese TTG.1.A.1.a d überprüfen (z.B. Wippe im Gleichgewicht halten, sicher stehen beim Balancieren, TTG.2.B.1.4b Gleichgewicht und Ungleichgewicht beim Spielen mit Bauklötzen). 2e können Wirkungen von Kräften in Alltagssprache beschreiben (z.B. Objekte bewegen: ziehen, anstossen, heben, fallen lassen). können verschiedene Hebelwirkungen ausprobieren und Erfahrungen austauschen (z.B. am eigenen Körper, bei einer Wippe, Baumschere, Nussknacker, Zange). können die Funktionsweise von Hebeln erläutern und im Alltag gezielt anwenden (z.B. etwas Schweres anheben, nahe am Körper transportieren). f können Zeiten und Strecken messen und darstellen sowie Messgenauigkeiten MA.3.A.2.f einschätzen (z.B. Streckenmessung: Anzahl Schritte vs. Messband). MA.3.A.3.e g können Geschwindigkeiten bestimmen und vergleichen (z.B. Schnecke, Bach, Velo; TTG.2.B.1.4c Vergleich mithilfe von Zeit-Weg-Diagrammen) sowie Geschwindigkeitsänderungen TTG.2.B.1.4d beschreiben. h können das Zusammenspiel von Grösse und Richtung von Kräften erkennen und an alltagsnahen Beispielen erläutern (z.B. Ziehen eines schweren Schlittens mit kurzer Schnur, Flugbahn beim Ballwurf). Nachfolgende Kompetenz: NT.5.1 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 3 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 255 2. Die Schülerinnen und Schüler können die Bedeutung von Energie und Querverweise Energieumwandlungen im Alltag erkennen, beschreiben und reflektiert EZ - Zusammenhänge und handeln. Gesetzmässigkeiten (5) NMG.3.2 Energie und Energieumwandlungen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Prozesse der Energieumwandlung wahrnehmen und darüber sprechen (z.B. die b aufgezogene Feder treibt das Spielzeugauto an, die Kugel in der Kügelibahn wird beim Hinunterrollen immer schneller, Wasser wird warm/kühlt ab). c können Vorkommen und Bedeutung von Energie im Alltag beschreiben (z.B. Nahrung BNE - Natürliche liefert uns die Energie, die wir benötigen; ohne elektrische Energie könnten elektrische Umwelt und Geräte nicht betrieben werden). Ressourcen können verschiedene Energieformen (z.B. Bewegungs-, Lage-, elektrische, thermische, TTG.2.B.1.5d chemische Energie) benennen und bestimmten Energieträgern oder Anwendungen im Alltag zuordnen (z.B. Wind, Wasser, Sonnenstrahlung, Holz, Erdöl, Nahrung, Erdwärme, Windrad Haldenstein, Stauseen, Flusskraftwerke). d können Informationen zu Arten der Bereitstellung und Speicherung von Energie TTG.2.B.1.5d erschliessen und verarbeiten (z.B. Photovoltaikanlage, Batterie, Stausee). e können Energiewandler erkennen und deren Wirkung ohne genaue Kenntnis von Bau TTG.2.B.1.5d und Funktion erläutern (z.B. Generator wandelt Bewegungsenergie in elektrische Energie um). f können energiebewusstes Verhalten beschreiben und dies begründen (z.B. elektrische Energie: Lift-Treppe, Heizung-Kleidung, Stand-by vs. Gerät ganz ausgeschaltet). Nachfolgende Kompetenzen: NT.4.1, NT.4.2, RZG.1.4 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Stoffe im Alltag und in natürlicher EZ - Wahrnehmung (2) Umgebung wahrnehmen, untersuchen und ordnen. NMG.3.3 Stoffe und Stoffeigenschaften Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Objekte und Stoffe aus der Alltagswelt wahrnehmen und deren Eigenschaften b beschreiben (z.B. fein, weich, elastisch, kalt, schwer, flüssig, schwimmt, brennt, tönt, rollt; gefährlich/ungefährlich). c können Beschaffenheit von Stoffen und Objekten erforschen und beschreiben (z.B. Holz, BNE - Gesundheit 2d Steine, Kunststoffe) sowie Gefahren hinsichtlich möglicher Verletzungen oder Sachbeschädigungen erkennen (z.B. Reinigungsmittel, spitziges Werkzeug). können Objekte und Stoffe aus der Alltagswelt sammeln und nach Material, Gestalt, Beschaffenheit, Farbe und Verwendungszweck ordnen (z.B. Spielzeug, Werkzeug, Haushaltgegenstände, Baumaterialien). können mit Objekten und Stoffen laborieren und ihre Erkenntnisse festhalten (z.B. Verhalten gegenüber Magnet, Verhalten im Wasser: schwimmen, sinken; Wärmeleitfähigkeit, elektrische Leitfähigkeit). 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 3 256 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau Querverweise e können Informationen zu Stoffen erschliessen (z.B. durch eigene Untersuchungen, MI.1.2.e mithilfe von Medien) und können die Ergebnisse dokumentieren (z.B. Steckbriefe zu Stoffen: Farbe, Glanz, Härte, Verformungen, Grösse, Leitfähigkeit, Temperatur, Aggregatzustand). Stoffeigenschaften f können Eigenschaften von Stoffen mithilfe von Analogien oder einfachen Modellen erläutern und veranschaulichen (z.B. Aggregatzustände mit dem Modell der kleinsten Teilchen erklären; Magnetisierung mit dem Modell der Elementarmagnete zeigen). Nachfolgende Kompetenzen: NT.2.1, RZG.1.4 Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Stoffe bearbeiten, verändern und EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) nutzen. NMG.3.4 Stoffbearbeitungen und Stoffveränderungen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Objekte und Stoffe angeleitet bearbeiten (z.B. Nüsse knacken, mahlen; Farb- b und Aromastoffe aus Teeblättern lösen). 2c können Objekte und Stoffe bearbeiten oder verändern und über das Verfahren berichten (z.B. Fruchtsaft pressen, aus Rahm Butter schlagen, Wachs schmelzen und Kerzen ziehen). können nutzbare Stoffe aus dem Boden oder dem Wasser durch einfache Trennverfahren gewinnen (z.B. sieben, aufschlämmen, sedimentieren, filtrieren, verdunsten). d können Stoffveränderungen als Verfahren beschreiben und deren Nutzung im Alltag erklären (z.B. brennen, verbrennen, verkohlen; Zucker schmelzen, in Wasser auflösen; Beeren zu Konfitüre verarbeiten; Salzwasser auskristallisieren). Nachfolgende Kompetenzen: NT.2.2, NT.3.1, NT.3.2 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 3 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 257 NMG.4 Phänomene der belebten und unbelebten Natur erforschen und erklären 1. Die Schülerinnen und Schüler können Signale, Sinne und Querverweise Sinnesleistungen erkennen, vergleichen und erläutern. EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) NMG.4.1 Signale, Sinne, Sinnesleistungen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können im Alltag gebräuchliche Signale erkennen und deren Bedeutung beschreiben b (z.B. Sirene der Feuerwehr, Verkehrsampel, Handzeichen). c können Sinne, Sinnesorgane und Sinnesleistungen erforschen und Alltagserfahrungen 2d beschreiben. Ohr, Hören; Auge, Sehen; Zunge, Schmecken; Nase, Riechen; Haut, Fühlen und Tasten können ausgewählte Signale des Körpers und Reaktionen darauf wahrnehmen, einschätzen und entsprechend handeln (z.B. Gänsehaut, frieren, warm anziehen; Gefahr erkennen, bremsen, Bremsweg; starke Sonneneinstrahlung, blinzeln, Sonnenbrille tragen). können Signale, Reizbarkeit und Reaktionen von Pflanzen und Tieren erkennen (z.B. Hinwendung zur Sonne, Reaktion bei Berührung, tarnen, warnen). e können Informationen zu Möglichkeiten und Grenzen von Sinnesleistungen erschliessen (z.B. Facettenaugen; Geruchssinn und Gehör des Hundes) und Folgen von Beeinträchtigungen abschätzen (z.B.schlecht oder gar nicht hören/sehen, Gebärdensprache, Brailleschrift). f können Besonderheiten, Unterschiede und Zusammenhänge verschiedener Sinnesleistungen und Signale beobachten, beschreiben und erklären (z.B. Zusammenhänge zwischen riechen, sehen, schmecken; erst sieht man den Blitz, dann hört man den Donner). Nachfolgende Kompetenz: NT.6.1 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können akustische Phänomene vergleichen EZ - Wahrnehmung (2) MU.2.A.1 und untersuchen. NMG.4.2 Akustische Phänomene, Ohr Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Schallquellen und akustische Phänomene erkunden und beschreiben (z.B. b Rauschen des Waldes oder Bachs, Singen der Vögel und Menschen, Küchengeräusche, Bau- oder Verkehrslärm, Stille). 2c können Ideen für Schutzmassnahmen gegen laute und anhaltende Geräusche BNE - Gesundheit entwickeln und deren Wirkung einschätzen (z.B. Kopfhörer, Ohrstöpsel, MU.2.C.1.2a Lärmschutzwände). können den Zusammenhang zwischen Schwingungen und Tönen erforschen und beschreiben (z.B. Luftbewegung mit flackernder Kerze vor schwingender Membran bei der Lautsprecherbox). können Merkmale des Ohrs benennen sowie die jeweiligen Vorgänge und Funktionen beschreiben. Ohr: Ohrmuschel, Gehörgang, Trommelfell 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 4 258 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau Querverweise d können akustische Phänomene erforschen sowie einfache Gesetzmässigkeiten MU.4.C.1.d aufzeigen und erklären (z.B. Schallausbreitung: Echo benötigt Zeit; Verstärkung: Schalltrichter; Dämmung: Vorhang, Teppich). e können den Zusammenhang zwischen intensiver Gehörbelastung (Dauer, Lautstärke) BNE - Gesundheit MU.2.C.1.2b und Hörschäden herstellen und an konkreten Beispielen im Alltag aufzeigen. Nachfolgende Kompetenz: NT.6.2 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können optische Phänomene erkennen und EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) untersuchen. NMG.4.3 Optische Phänomene, Auge Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können verschiedene Lichtquellen unterscheiden und benennen (z.B. Sonne, Lampe, b Scheinwerfer, Kerze, Feuer). c können Phänomene zu Licht und Schatten angeleitet untersuchen, vergleichen und beschreiben. 2d können die äusseren Merkmale des Auges benennen und die jeweiligen Vorgänge und Funktionen beschreiben. Auge: Augenbraue, Augenlid mit Wimpern, Tränenflüssigkeit, Hornhaut, Bindehaut können Handlupe, Binokularlupe und Feldstecher in verschiedenen Situationen gezielt einsetzen und verwenden. e können den prinzipiellen Aufbau des Auges beschreiben und ein einfaches Augenmodell herstellen (z.B. Lochkamera). f können optische Phänomene untersuchen und beschreiben (z.B. Spiegelbilder, Lichtbrechung: Übergang Wasser-Luft, Prisma, Abbildungen in der Lochkamera). g können optische Phänomene mithilfe des Modells des Lichtstrahls bzw. Lichtbündels darstellen. Modell des Lichtstrahls bzw. Lichtbündels Nachfolgende Kompetenzen: NT.6.2, NT.6.3 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 4 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 259 Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Wetterphänomene beobachten, sich EZ - Lernen und Reflexion (7) über Naturereignisse informieren sowie entsprechende Phänomene und Sachverhalte erklären. NMG.4.4 Wetter und Witterung Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können über eigene Erlebnisse und Erfahrungen mit unterschiedlichem Wetter 1a berichten. 1b können wahrnehmen und erkennen, welche Bedeutung unterschiedliches Wetter für 1c uns und für andere Menschen hat (z.B. für die Arbeit, für Freizeit und Ferien, für die Landwirtschaft). 2 1d können einfache Wetterphänomene beobachten und unterscheiden und dabei eigene Erkenntnisse festhalten und darstellen (z.B. Bewölkung, Wind, Niederschlag). können Wetterphänomene und typische Merkmale dazu beschreiben, verschiedenen Jahreszeiten zuordnen sowie mit eigenen Erfahrungen und Beobachtungen verbinden (z.B. Wolken, Wind, Niederschlagsformen, Temperaturveränderungen). 1e können Beobachtungen, Messungen und Versuche zu Wetterelementen durchführen, MI - Produktion und Präsentation Ergebnisse ordnen, Messergebnisse in Diagrammen darstellen sowie Sachverhalte dazu festhalten und kommentieren. Wetterelemente: Temperatur, Bewölkung, Niederschlag, Wind, Luftdruck 1f können Wetterprognosen lesen, Merkmale zu Wetterlagen einordnen und für die MI - Recherche und Planung eigener Vorhaben nutzen (z.B. Freizeit, Schulreise). Lernunterstützung können Verhaltensregeln bei unterschiedlicher Witterung anwenden (z.B. Schutz vor Blitzschlag, Hagel, Sturmwinde). 1g können ausgewählten Fragen, Merkmalen und einfachen Zusammenhängen zu Wetter und Witterung nachgehen, Ergebnisse strukturieren und einordnen sowie Vorstellungen dazu modellartig darstellen (z.B. zu Wetterfronten, Gewitter). NMG.4.4 Naturereignisse und Naturgefahren Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können ausgehend von Erzählungen, Berichten und Bildern zu Naturereignissen eigene 2a Vorstellungen entwickeln und über eigene Erfahrungen berichten. 2b können Schutz- und Verhaltensregeln für Kinder bei Naturereignissen erkennen und für BNE - Gesundheit 2c sich anwenden (z.B. an Gewässern, im Schnee, bei Wetterereignissen wie Gewitter und Starkregen). können Spuren von Naturereignissen in der eigenen Umgebung betrachten und erkennen, dazu Vermutungen anstellen, was sich ereignet hat sowie einschätzen, was Menschen gefährden und schützen kann (z.B. Flimser Bergsturz, Lawinen, Hochwasser in Poschiavo, Auftauen von Permafrost). 2d können eigene Vorstellungen und Erfahrungen mit Informationen und Berichten zu Naturereignissen in Verbindung bringen und daraus Merkmale und Prozesse bei Naturereignissen erkennen und benennen. Überschwemmungen, Lawinen, Sturmwetter, Veränderungen durch Naturereignisse früher und heute 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 4 260 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau Querverweise 2e können Schutz- und Verhaltensregeln im Zusammenhang mit Naturereignissen BNE - Gesundheit einordnen, einschätzen und in entsprechenden Situationen anwenden. Verhaltensregeln bei Gewittern, beim Baden, Skifahren, unterwegs in den Bergen Nachfolgende Kompetenzen: RZG.1.2, RZG.1.3 5. Die Schülerinnen und Schüler können Erscheinungen auf der Erde und Querverweise Bewegungen von Himmelskörpern wahrnehmen, beschreiben und EZ - Zusammenhänge und erklären. Gesetzmässigkeiten (5) NMG.4.5 Erde und Universum Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können eigene Vorstellungen zu Himmel, Himmelskörpern und Weltall beschreiben und a vergleichen. b können Erscheinungen am Tag- und Nachthimmel beobachten, beschreiben, darstellen 2c und erklären. Sonnenlauf, Mond, Sterne d können Fragen zur Erde als Planet und zu Himmelskörpern bearbeiten und klären, Informationen dazu erschliessen sowie Ergebnisse darstellen (z.B. zu Tag- und e Nachtverteilungen an verschiedenen Orten auf der Erde, zu Phänomenen und Eigenschaften von ausgewählten Himmelskörpern und deren Bewegungen). f können Beobachtungen zum Tag- und Nachthimmel über längere Zeit vornehmen und Ergebnisse dazu ordnen und strukturieren (z.B. Tag und Nacht, Jahreszeiten, Mondphasen, auffällige Sterne). können Phänomene zu Erde, Mond, Planeten, Sonne und Sterne auf einfache Modelle übertragen und dabei Merkmale und Zusammenhänge zu Bewegungen sowie räumlichen und zeitlichen Situationen beschreiben, erklären und verknüpfen. Modelle: Bewegungen der Erde, Erde im Sonnensystem, Dimensionen des Universums können zu ausgewählten Fragen zu Erde, Himmelskörpern und Universum MI.1.3.f Informationen erschliessen, Sachverhalte untersuchen sowie Erkenntnisse zusammenstellen, ordnen und darstellen (z.B. zu Galaxien, Sternen, Sternbildern, Planeten, Kometen, zu Raum und Zeit im Universum, zu bedeutenden Astronominnen und Astronomen). Nachfolgende Kompetenz: RZG.1.1 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 4 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 261 NMG.5 Technische Entwicklungen und Umsetzungen erschliessen, einschätzen und anwenden Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Alltagsgeräte und technische Anlagen untersuchen und nachkonstruieren. NMG.5.1 Funktion von Geräten und Anlagen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können durch Spielen und Ausprobieren entdecken und beschreiben, wie Alltagsgeräte TTG.3.A.2.a b technisch aufgebaut sind und funktionieren (z.B. Spielgeräte, einfache Haushaltgeräte und Werkzeuge, Schloss und Schlüssel, Regenschirm). c können spielerisch und modellartig technische Geräte und Anlagen nachkonstruieren 2d (z.B. Türme, Brücken, Wippe, Balkenwaage) und dabei Vermutungen zu Konstruktion und Funktion anstellen sowie reale Beispiele suchen und beschreiben (z.B. auf dem Spielplatz, im Schulzimmer, auf dem Schulweg, bei Baustellen). können Alltagsgeräte untersuchen und dabei einfache naturwissenschaftliche und TTG.2.B.1.4b technische Prinzipien erkennen und erläutern (z.B. Gleichgewicht bei Wippe, Balkenwaage, Stabilität bei Brücken, Türmen, Mauern, Hebel bei Schere, Zange, Hammer). können zentrale Elemente von Konstruktionen bei Bauten und technischen Geräten und Anlagen entdecken, modellartig nachkonstruieren und darstellen (z.B. Winkel-, Zickzack- und U-Profile aus Papier und Karton, Umlenkrollen mit Fadenspulen, Ausgleichsgewichte bei Barrieren, Zugbrücken, Fallschirm, Heissluftballon). e können zu ausgewählten Geräten, Maschinen, Bauten und Anlagen Informationen über TTG.2.B.1.4c TTG.2.B.1.4d Konstruktionsweisen von früher und heute erschliessen, Entwicklungen vergleichen und einordnen (z.B. mechanischer Antrieb-elektrischer Antrieb, Dampfmaschine- moderner Verbrennungsmotor; Lochkamera-moderner Fotoapparat). f können bei technischen Geräten, Bauten und Anlagen naturwissenschaftliche und TTG.2.B.1.4c technische Prinzipien erkennen, die Funktionsweisen beschreiben und erklären (z.B. TTG.2.B.1.4d Konstruktionsweisen bei Fahrrad, Kran, Ruderboot, Barriere). Hebel, Umlenkrolle, Keil, schiefe Ebene, Gleichgewicht, Stabilität, Bewegung Nachfolgende Kompetenz: NT.1.2 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 5 262 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 2. Die Schülerinnen und Schüler können elektrische und magnetische Querverweise Phänomene sowie deren technische Anwendungen untersuchen. EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) NMG.5.2 Elektrische Phänomene und technische Anwendungen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können die beiden Pole einer Batterie unterscheiden und entsprechend richtig TTG.2.B.1.5a 1a einsetzen (z.B. Taschenlampe, batteriebetriebenes Spielzeug). 1b können einfache Stromkreise aufbauen und die einzelnen Bestandteile benennen. TTG.2.B.1.5a TTG.2.B.1.5b 2 1c können elektrischen Strom als bewegte kleinste Teilchen beschreiben und die Analogie 1d zu strömendem Wasser herstellen und erklären. können verzweigte Stromkreise als Serie- oder Parallelschaltung aufbauen, TTG.2.B.1.5c ausprobieren, die Bauteile benennen und an Alltagsgeräten wieder erkennen (z.B. bei Spielgeräten, Beleuchtung). Serie- und Parallelschaltung von Stromkreisen 1e können Stromkreise schematisch darstellen sowie einfache Schaltpläne lesen und TTG.2.B.1.5c umsetzen. Stromkreise können mithilfe eines einfachen Stromkreises experimentell zeigen, welche Materialien elektrisch leiten und welche nicht. elektrische Leitfähigkeit 1f können untersuchen und darstellen, wie sich Veränderungen in Stromkreisen TTG.2.B.1.5c auswirken (z.B. schwächere Batterie, zwei statt ein Lämpchen, in Serie statt parallel). NMG.5.2 Magnetische Phänomene und technische Anwendungen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können verschiedene Magnete und Magnetspielzeuge untersuchen und das Verhalten 2b beschreiben: stossen sich ab, ziehen sich an, nichts passiert. 2 2c können beschreiben, dass Magnete immer zwei Pole haben, dass sich gleiche Pole abstossen und dass sich ungleiche Pole anziehen. Magnet, Magnetpole können die Wirkung von Magneten auf verschiedene Materialien untersuchen (z.B. messen, bei welchem Abstand eine Büroklammer angezogen wird; magnetische Türschliesser und Tragkraft von magnetischen Haken prüfen). magnetische Anziehung, Abstossung; Wechselwirkung von Magneten untereinander 2d können einfache Elektromagnete unter Anleitung bauen und anwenden (z.B. Schraube mit Draht umwickeln und an Batterie anschliessen). Elektromagnet 2e können Anwendungen von Magneten und Elektromagneten im Alltag erkennen und erklären (z.B. Kompass reagiert auf Magnetfeld der Erde, Induktionskochfeld). Nachfolgende Kompetenzen: NT.5.2, NT.5.3 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 5 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 263 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Bedeutung und Folgen technischer TTG.2.B.1 Entwicklungen für Mensch und Umwelt einschätzen. NMG.5.3 Bedeutung und Folgen von technischen Entwicklungen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können am Beispiel von Geräten aus ihrer Alltagswelt erzählen, wozu sie uns dienen TTG.3.A.2.a a b und was sie uns im Alltag erleichtern (z.B. zu Hause, auf Spielplätzen, auf Baustellen). 2c können vermuten, wie es zu Erfindungen und Entwicklungen von Geräten gekommen ist (z.B. Backofen, Mixer, Bügeleisen, Regenschirm, Kugelschreiber, mechanische und d elektrische Geräte). können die Bedeutung von technischen Entwicklungen von Geräten und Anlagen für das BNE - Natürliche Umwelt und Leben im Alltag heute erkennen und einschätzen (z.B. Armbanduhr, elektrische Ressourcen Zahnbürste, Geschirrspüler, Seilbahnen, Baumaschinen, Internet). TTG.3.A.2.b können Informationen zu Erfinderinnen und Erfindern und ihren technischen MI.1.3.e Entwicklungen erschliessen und darstellen (z.B. Marconi - Radio; Franklin - TTG.3.A.2.b Blitzableiter). e können Phänomene und Dinge in der Natur als Vorbild für technische Entwicklungen erkennen, vergleichen und zuordnen (z.B. Bionik: Vogelflügel - Flugzeugflügel, Kletten - Klettverschluss, Kälte- und Wärmeschutz bei Pflanzen und Tieren und bei technischen Geräten). f können technische Anwendungen von früher und heute vergleichen, einordnen und BNE - Natürliche Umwelt und einschätzen, was sich dadurch im Alltag für die Menschen und die Umwelt verändert hat Ressourcen (z.B. Beleuchtung, Heizung, Bauen, Verkehr, Kommunikationsmöglichkeiten, TTG.3.A.2.b Wasserkraftnutzung, Rhätische Bahn, Elektrifizierung, Kunstschneelagen). Bedeutung technischer Entwicklungen für das Alltagsleben g können angeleitet Informationen zur Bedeutung eines für die Naturwissenschaften MI - Recherche und Lernunterstützung wichtigen Geräts recherchieren und dokumentieren (z.B. Entwicklungen in der Medizin TTG.3.A.2.b durch das Mikroskop, Veränderungen des Bildes zu Erde und Universum durch das Fernrohr). Nachfolgende Kompetenzen: NT.1.1, NT.1.3 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 5 264 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau NMG.6 Arbeit, Produktion und Konsum - Situationen erschliessen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können unterschiedliche Arbeitsformen und EZ - Lernen und Reflexion (7) BNE - Wirtschaft und Konsum Arbeitsplätze erkunden. NMG.6.1 Bedeutung der Arbeit, Arbeitswelten BNE - Geschlechter Die Schülerinnen und Schüler ... und Gleichstellung 1 können verschiedene Arbeitsorte in der Umgebung erkunden und über Tätigkeiten, a typische Arbeitsgeräte, Arbeitskleidung berichten. b können Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Hausarbeit, Erwerbsarbeit und Freiwilligenarbeit beschreiben (z.B. Leistung, Lohn). c können Arbeitsteilung angeleitet organisieren sowie über das Resultat und die 2d Verteilung der Arbeit nachdenken (z.B. Schulfest, Verkaufsstand). können Arbeiten von Frauen und Männern vergleichen, Unterschiede benennen und Überlegungen zur Beseitigung von Ungerechtigkeiten diskutieren (z.B. ungleiche Wahlmöglichkeiten und Chancen). e können Arbeitsformen und Arbeitszeitmodelle an ausgewählten Arbeitsplätzen erkunden und Unterschiede beschreiben (z.B.Hand-, Kopf-, Maschinenarbeit, Dienstleistung bzw. Voll-, Teilzeitarbeit, Arbeit auf Abruf). Arbeit als Tätigkeit, Arbeit als Ergebnis f kennen Gründe für Erwerbslosigkeit und mögliche Folgen für den Einzelnen und die Familie (z.B. Veränderungen beruflicher Anforderungen). Nachfolgende Kompetenzen: WAH.1.1, WAH.1.2 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Berufswelten erkunden und Berufe BNE - Wirtschaft und Konsum nach ausgewählten Kriterien beschreiben. NMG.6.2 Berufliche Orientierung MI - Recherche und Die Schülerinnen und Schüler ... Lernunterstützung 1 können eigene Vorstellungen zu Berufen aus dem familiären und weiteren Umfeld a beschreiben (z.B. Tätigkeiten) und Berufe benennen. können Informationen zu unterschiedlichen Berufen sammeln und nach Merkmalen b ordnen (z.B. Arbeitsort, Tätigkeiten, Hilfsmittel, Kleidung, Arbeitsresultate). können eigene Interessen für Berufe beschreiben und sich über Traumberufe sowie c Rollenbilder austauschen (z.B. Männer- und Frauenberufe). können Frauen und Männer zu ihrer Berufsarbeit befragen und die Bedeutung der 2d Berufsarbeit für das familiäre Leben erkennen. NMG Lehrplan 21 15.3.2016 6 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 265 Querverweise e können anhand von Kriterien ausgewählte Berufe (z.B. Berufe im Bergkanton: Hüttenwart/in, Schneesportlehrperson, Bergführer/in, Revierförster/in, Bergbauer/-bäurin, Jagdaufseher/in) vergleichen und die Ausbildungswege zu diesen Berufen beschreiben (z.B. Tätigkeiten, Anforderungen, Laufbahn, Weiterbildung). Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können die Produktion und den Weg von Gütern beschreiben. NMG.6.3 Verarbeitung von Rohstoffen, Produktion von Gütern BNE - Natürliche Die Schülerinnen und Schüler ... Umwelt und 1a Ressourcen kennen unterschiedliche Rohstoffe und können über deren Bedeutung im Alltag b nachdenken (z.B. Holz, Wasser, Wolle, Gesteine). 2c können an Beispielen der täglichen Versorgung die Verarbeitung von Rohstoffen zu Produkten verfolgen und beschreiben (z.B. Apfel - Apfelsaft, Getreide - Brot, Milch - Käse). können Informationen zu Rohstoffen erschliessen und über deren Bedeutung für Menschen nachdenken (z.B. Erdöl, Glas, Metalle). d können an Beispielen den Produktionsprozess von Gütern beschreiben und darstellen (z.B. vom Erdöl zum Legostein). Rohstoffkeislauf, Wertschöpfung e können Informationen zum Weg von Gütern sammeln und vergleichen (z.B. Kartoffeln, T- Shirt, Schokolade, Handy) sowie Arbeitsprozesse beschreiben. f können Produktions- und Dienstleistungsbetriebe der nahen Umgebung erkunden und typische Abläufe und Produktionsverfahren dokumentieren (z.B. Warenströme, Produktionsverfahren, Aufgaben und Ziele des Betriebes). Nachfolgende Kompetenzen: NT.3.3, RZG.1.4, RZG.3.2, WAH.1.3 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 6 266 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Tauschbeziehungen untersuchen und einfache wirtschaftliche Regeln erkennen. NMG.6.4 Rollen und Regeln beim Kaufen, Tauschen, Verkaufen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können Sachen tauschen (z.B. im Spiel, Tauschbörsen), unterschiedliche Interessen von a Käufern und Verkäufern entdecken sowie Ablauf und Handlungen beim Tausch von Waren bzw. Dienstleistungen gegen Geld beschreiben. b erkunden Tauschbeziehungen (z.B. auf dem Wochenmarkt, im Supermarkt, im c Hofladen) und können Regeln und deren Bedeutung erkennen (z.B. Angebot, Nachfrage, Ware gegen Geld, Interessenskonflikte, Kooperation der Tauschpartner). Gütermarkt, Geld 2d können Eigenschaften von Tauschmitteln erklären (z.B. begehrt, knapp, portionierbar, haltbar, echt) und die Funktion von Geld in Tauschgeschäften erkennen. können Güter verkaufen (z.B. für ein Schulprojekt) und den Prozess nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten planen, durchführen und reflektieren (z.B. Einkaufs-, Materialaufwand, Stückzahlen, Verkaufspreis, Werbung, Gewinnmarge). e können an alltäglichen Beispielen untersuchen, wie sich Preise bilden und verändern (z.B. grosses Angebot-tiefer Preis, kleines Angebot-hoher Preis). f kennen das Modell des einfachen Wirtschaftskreislaufes in Grundzügen. Tausch von Gütern, BNE - Wirtschaft und Konsum Arbeitskraft und Geld zwischen Unternehmen und Haushalten g können den Handel als Bindeglied zwischen Produktion und Konsum erkennen. h können an Beispielen (z.B. Besuch eines Landwirtschafts-Gewerbebetriebes, Medienbericht) einfache wirtschaftliche Regeln und Zusammenhänge erkennen (z.B. Produktionskosten, Qualität, Verkaufspreis). Nachfolgende Kompetenzen: WAH.2.1, WAH.2.2, WAH.2.3, WAH.3.1, WAH.3.3 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 6 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 267 Querverweise 5. Die Schülerinnen und Schüler können Rahmenbedingungen von Konsum BNE - Wirtschaft und Konsum wahrnehmen sowie über die Verwendung von Gütern nachdenken. NMG.6.5 Wünsche, Bedürfnisse, Konsum Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können individuelle Wünsche und Bedürfnisse des eigenen Konsums benennen, ordnen, a mit andern vergleichen sowie unterschiedliche Ideen entwickeln, wie sie sich Wünsche und Bedürfnisse erfüllen können (z.B. Geburtstagswünsche formulieren, Taschengeld b sparen, Bibliothek und Ludothek nutzen, Vorhandenes anpassen und verwenden, mit anderen tauschen). c d können Preise von Gütern (z.B. Spielsachen) und Dienstleistungen (z.B. Post, Coiffeur, Einrichtungen und Angebote in touristischen Gebieten, Skigebiet, Hallenbad) 2e vergleichen. können einen einfachen Einkauf planen sowie Nutzen, Kosten und Sparmöglichkeiten abwägen. Konflikte zwischen Wünschen, Bedürfnissen und knappen Mitteln können an Beispielen den Wandel von Konsumgewohnheiten untersuchen sowie Auswirkungen auf den Alltag aufzeigen (z.B. Schulutensilien). können Grundbedürfnisse von Menschen nach Dringlichkeit ordnen und Wünsche von überlebenswichtigen Bedürfnissen unterscheiden (z.B. Nahrung, Wohnen versus Spielsachen, Ausflüge). f können Konsumgüter als Statussymbole und als Zeichen der Zugehörigkeit oder Abgrenzung von Gruppen erkennen. g können an Beispielen Konsumentscheidungen unter Berücksichtigung der finanziellen Möglichkeiten prüfen sowie Alternativen der Bedürfnisdeckung diskutieren (z.B. selber herstellen). h können an Beispielen die Verteilung von Gütern analysieren und Gründe für die Unterschiede erkennen. Wohlstand, Armut Nachfolgende Kompetenzen: WAH.2.3, WAH.3.1, WAH.3.2, WAH.3.3 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 6 268 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau NMG.7 Lebensweisen und Lebensräume von Menschen erschliessen und vergleichen 1. Die Schülerinnen und Schüler können unterschiedliche Lebensweisen Querverweise beschreiben und erkennen, was Menschen ihre Herkunft und BNE - Kulturelle Identitäten Zugehörigkeiten bedeuten. und interkulturelle Verständigung NMG.7.1 Verschiedene Lebensweisen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Alltagswelten (z.B. soziales Umfeld, familiäre Organisation, Leben in der Stadt, b auf dem Land) von Kindern beschreiben (z.B. in Geschichten, Filmen) und darin Vertrautes und Unvertrautes entdecken. c d können unterschiedliche Merkmale und Lebensweisen von Mädchen/Frauen und Jungen/Männern beschreiben (z.B. Sprache, Kultur, Behinderung) und verwenden eine e wertschätzende Sprache. können wahrnehmen, was Herkunft und Zugehörigkeiten (z.B. Familie, Sprache, FS1GR.6.C.1.a Vereine, Herkunftsland, Religion) Menschen bedeuten. FS2GR.6.C.1.a können ihre Vorstellungen über wenig vertraute Lebensweisen in ihrer Alltagswelt MI.1.1.c anhand von Informationen und eigenen Erkundungen erweitern (z.B. kulturelle MI.1.2.e Merkmale, Gemeinschaftsformen, religiöses Leben). können Stereotypen und Vorurteile über Menschen mit anderen Lebensweisen hinterfragen (z.B. auf dem Pausenplatz, in Medien, Politik). Nachfolgende Kompetenzen: ERG.5.5, RZG.2.2 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Vorstellungen zu Lebensweisen EZ - Sprache und Kommunikation (8) von Menschen in fernen Gebieten der Erde beschreiben, vergleichen und BNE - Kulturelle Identitäten entwickeln. und interkulturelle Verständigung NMG.7.2 Lebensweisen in fernen Gebieten Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können über eigene Vorstellungen zu Lebensweisen von Menschen in fernen Gebieten a der Erde erzählen, austauschen und Unterschiede benennen. b können ausgehend von Berichten und Darstellungen über den Alltag von Kindern in c fernen Gebieten der Erde Merkmale von Lebensweisen (z.B. Wohnen, Arbeiten, Zusammenleben) und deren Vielfalt wahrnehmen, beschreiben und einordnen. können zu ausgewählten Themen der Alltagsgestaltung und Lebensweise von Menschen in fernen Gebieten der Erde Fragen stellen, angeleitet Informationen erschliessen, ordnen und darüber berichten (Wohnen, Sich-Ernähren, Zusammenleben, Arbeiten, Unterwegs-Sein). NMG Lehrplan 21 15.3.2016 7 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 269 Querverweise 2 d können Merkmale der Lebensweise von Menschen in fernen Gebieten der Erde vergleichen, die Vielfalt und Eigenart von Lebensweisen erkennen und einordnen (z.B. Lebensweisen in kalten, heissen, trockenen, sehr feuchten Gebieten, am Meer/im Gebirge, Stadt/Land). e können Informationen und Berichte in Medien zu Lebenssituationen und aktuellen FS2GR.6.C.1.c Ereignissen in fernen Gebieten der Erde verarbeiten, Fragen stellen und im Austausch MI.1.2.e mit anderen Sachverhalte klären und einordnen. f können eigene Vorstellungen zu Lebensweisen und Lebensräumen in fernen Gebieten FS1GR.6.C.1.c FS2GR.6.B.1.a der Erde mit Informationen und Darstellungen vergleichen (z.B. in Sachbüchern, FS2GR.6.C.1.b Filmen, Atlanten). MI.1.3.e können dokumentieren, wie sich ihre Vorstellungen und das eigene Wissen zu Lebensweisen in fernen Gebieten entwickeln und verändern. g können eigene Einschätzungen und Einstellungen zur Lebensweise von und gegenüber FS1GR.6.B.1.a FS1GR.6.C.1.b Bevölkerungsgruppen in fernen Gebieten der Erde bewusst machen, vergleichen und FS3GR.6.C.1.c dabei Ideen entwickeln, wie man mit möglichen Stereotypen und Vorurteilen umgehen kann. Nachfolgende Kompetenzen: ERG.5.5, RZG.2.2 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Formen des Unterwegs-Seins von Menschen, Gütern und Nachrichten erkunden sowie Nutzen und Folgen des Unterwegs-Sein für Mensch und Umwelt abschätzen. NMG.7.3 Mobilität, Verkehr, Transport Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können über Erfahrungen zum Unterwegs-Sein auf Ausflügen und Reisen und beim b Wechsel von Wohnorten erzählen. c können Vermutungen anstellen, wie und warum Güter unseres Alltags zu uns gelangen, angeleitet das Unterwegs-Sein von ausgewählten Waren und Nachrichten erkunden und 2d Ergebnisse dazu ordnen (z.B. Transportmittel, -wege und -anlagen). e können Elemente und Merkmale zum Unterwegs-Sein von Menschen, Gütern und Nachrichten benennen, beschreiben und ordnen. Reise- und Transportgründe; Reise- und Transportmittel, Transportwege und -anlagen können ausgehend von eigenen Gewohnheiten die Bedeutung des Unterwegs-Seins und des Verkehrs für das tägliche Leben beschreiben und einschätzen. können an ausgewählten Beispielen das Unterwegs-Sein von Menschen, Gütern und MI - Recherche und Nachrichten in der Umgebung und über weite Strecken auf der Erde angeleitet Lernunterstützung recherchieren und Ergebnisse ordnen und darstellen. f können aufgrund von Berichten das Unterwegs-Sein von Menschen nacherzählen (z.B. Reisen, Auswanderung, Wohnortwechsel, Flucht), eigene Vorstellungen und Erfahrungen dazu beschreiben sowie eigene Unterwegs- und Reisegeschichten zusammentragen und dokumentieren. 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 7 270 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau Querverweise g können Vergleiche zur Mobilität und zum Verkehr früher und heute anstellen (z.B. Passverkehr über Splügenpass, Säumerwege, Ausbau Rhätische Bahn, Tunnelbauten wie Vereinatunnel, Transitachsen wie A13/San Bernardino), Veränderungen beschreiben sowie Beispiele von Nutzen und Folgen für die Lebensqualität der Menschen und für die Natur einschätzen. h können Ideen und Perspektiven für die Mobilität und für Formen des Unterwegs-Seins in der Zukunft entwickeln sowie mögliche Handlungsweisen überdenken und einschätzen. Nachfolgende Kompetenzen: RZG.2.1, RZG.2.4, RZG.2.5, WAH.2.2 Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Zusammenhänge und EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) Abhängigkeiten zwischen Lebensweisen und Lebensräumen von Menschen BNE - Globale Entwicklung wahrnehmen, einschätzen und sich als Teil der einen Welt einordnen. und Frieden BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung NMG.7.4 Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen Räumen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können ausgehend von Geschichten und Darstellungen in Kinderbüchern und Filmen MI.1.2.a a Verbindungen zwischen Menschen in verschiedenen Gebieten der Erde wahrnehmen und benennen. b können ausgehend von Alltagssituationen beschreiben, wie und in welcher Form sie mit 2c Menschen und Produkten aus fernen Gebieten der Erde in Verbindung stehen (z.B. Nahrungsmittel, Spielzeuge, Musik). d können beschreiben, welche Fragen und Themen sie zu unserer Welt und zum Zusammenleben von Menschen auf der Erde beschäftigen, diesen nachgehen und für sich und im Austausch mit anderen klären und einordnen. können sich bewusstmachen, beschreiben und einschätzen, was aus ihrer Sicht für das Zusammenleben von Menschen in verschiedenen Gebieten und für die Zukunft auf der Erde wichtig ist. e können sich mit Fragen zu Unterschieden und Ungleichheiten auf der Erde (z.B. Schule, Arbeit von Kindern, Wasserversorgung, Ernährung) auseinandersetzen, Vermutungen über Gründe und Ursachen dieser Unterschiede anstellen und sie einschätzen und einordnen. f setzen sich mit Formen von Begegnungen und Konflikten zwischen Bevölkerungsgruppen in verschiedenen Gebieten der Erde in früheren Zeiten und heute auseinandersetzen und können Folgen für die Lebensweise der Menschen einschätzen (z.B. Entdeckungen, Eroberungen, aktuelle Beispiele). g können zu aktuellen Themen über die Situation und die Entwicklung in verschiedenen Gebieten der Erde eigene Vorstellungen und Überlegungen darlegen, Fragen stellen und Sachverhalte klären (z.B. Entwicklung der Bevölkerung, Armut, Nahrungssicherheit). Nachfolgende Kompetenzen: ERG.5.5, RZG.2.1, RZG.2.2, RZG.2.3, RZG.3.2 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 7 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 271 NMG.8 Menschen nutzen Räume - sich orientieren und mitgestalten 1. Die Schülerinnen und Schüler können räumliche Merkmale, Strukturen Querverweise und Situationen der natürlichen und gebauten Umwelt wahrnehmen, EZ - Lernen und Reflexion (7) beschreiben und einordnen. NMG.8.1 Räume, Raumwahrnehmung Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können erkennen und beschreiben, was sie in der Wohn- und Schulumgebung vorfinden a und was ihnen in Räumen bekannt und vertraut ist (z.B. bestimmte Häuser, Einkaufsorte, Verkehrsanlagen, für sie wichtige Orte). b können Räume in der vertrauten Umgebung erkunden, Objekte in der Natur und in der 2c gebauten Umwelt benennen, verorten (z.B. Wälder, Gewässer, Felsgebiete, unterschiedliche und typische Bauten und Anlagen in Siedlungen und Naturräumen) d und Unterschiede in der Gestaltung von Räumen beschreiben. können zusammentragen und ordnen, welche unterschiedlichen Raumelemente (z.B. Bauten, Anlagen, Gewässer, Wälder) in der natürlichen und gebauten Umwelt vorkommen und deren Anordnung im Raum charakterisieren und dokumentieren (z.B. mit Skizzen, Plänen, Fotos). können über eigene Wahrnehmungen, Vorstellungen und Bewertungen zu persönlich bedeutsamen Räumen am Wohnort und in der Wohnregion nachdenken, diese beschreiben und mit der Einschätzung anderer Kinder vergleichen (z.B. persönlich wichtige Orte, schöne Orte, Orte wo ich oft bin, gefährliche Orte, Orte, wo es mir gar nicht gefällt). e können erkunden, ordnen und dokumentieren, wie in verschiedenen Gebieten der näheren und weiteren Umgebung räumliche Merkmale (z.B. Bauten für verschiedene Zwecke, Anlagen für Verkehr, Freizeit, Ver- und Entsorgung) miteinander in Beziehung stehen und verflochten sind. f können Merkmale der natürlichen und gebauten Umwelt in unterschiedlichen Räumen charakterisieren und typische Merkmale in verschiedenen Räumen der Schweiz, im Jura, im Mittelland und im Alpenraum vergleichen und einordnen (z.B. Typologie der Walsersiedlungen, Engadiner Seenlandschaft, Terrassenlandschaften). typische Merkmale von Räumen in Städten, Agglomerationen, ländlichen Gebieten, Berggebieten g können sich mit Beschreibungen und Zuschreibungen zu Räumen und Bevölkerungsgruppen in der Wohnregion und in der Schweiz auseinandersetzen, sich dazu informieren, Vergleiche vornehmen sowie Aussagen überprüfen und einschätzen (z.B. Was ist typisch? Was ist anders? Zuschreibungen, Klischees, Realitäten). Nachfolgende Kompetenz: RZG.2.3 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 8 272 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können die unterschiedliche Nutzung von EZ - Sprache und Kommunikation (8) Räumen durch Menschen erschliessen, vergleichen und einschätzen und BNE - Natürliche Umwelt und über Beziehungen von Menschen zu Räumen nachdenken. Ressourcen NMG.8.2 Raumnutzung, Beziehungen Mensch ­ Raum Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können über Erfahrungen erzählen, wie sie selber unterschiedliche Räume brauchen a und nutzen (zum Wohnen, in der Freizeit, zum Einkaufen, zum Unterwegs-Sein). b können wahrnehmen, benennen und begründen, in welchen Räumen sie sich gerne bzw. nicht gerne aufhalten und was ihnen in ihrem Lebensraum wichtig ist. 2c können anhand von Beispielen in der eigenen Umgebung recherchieren und darlegen, wie Menschen unterschiedliche Räume und Raumelemente nutzen (z.B. Bauten, Anlagen, Gewässer, Wälder) und was sie den Menschen im Alltag ermöglichen. Nutzungsformen: Wohnen, Arbeiten, Einkaufen, Freizeit, Verkehr, Wasserversorgung d können zusammentragen und vergleichen, welche Bedeutung verschiedene Räume für die Nutzung verschiedener Menschen haben und über ihre eigene Ansprüche an Räume nachdenken (am Wohnort, in der Wohnregion, in der Stadt, an Freizeit- und Ferienorten). e können sich mithilfe von Bildern, Texten, Karten über Unterschiede und die Vielfalt von MI.1.2.e Nutzungsformen der Menschen in verschiedenen Landschaften informieren, diese vergleichen und einordnen. Vielfalt von Nutzungsformen in der Stadt, in der Agglomeration, in ländlichen Gebieten, in Berggebieten, in Tälern, an Seen, in ebenen Gebieten f können in verschiedenartigen Räumen in der näheren und weiteren Umgebung erkunden und recherchieren, welche Nutzungsansprüche verschiedene Menschen haben sowie vermuten und einschätzen, welche Nutzungskonflikte dabei entstehen können (z.B. Landwirtschaft - Bauen, Wohnen - Verkehr, Freizeit/Tourismus - Naturschutz). Nachfolgende Kompetenzen: RZG.2.3, RZG.2.4, RZG.2.5, RZG.3.1, RZG.3.2, RZG.3.3 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 8 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 273 3. Die Schülerinnen und Schüler können Veränderungen in Räumen Querverweise erkennen, über Folgen von Veränderungen und die künftige Gestaltung BNE - Natürliche Umwelt und Ressourcen und Entwicklung nachdenken. NMG.8.3 Raumveränderungen, Raumentwicklung Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können Veränderungen in der eigenen Umgebung über einen längeren Zeitraum a beobachten und dokumentieren (z.B. durch Bauen und Umgestalten im eigenen Quartier, an einem vertrauten Ort in der Natur über mehr als eine Jahreszeit hinweg). 2b können wahrnehmen, beschreiben und darüber nachdenken, wie Menschen z.B. durch c das Wohnen, die Produktion von Nahrungsmitteln, das Unterwegs-Sein, die Freizeitgestaltung unsere Umgebung und unseren Lebensraum gestalten und verändern. können für die Gestaltung des Lebensraumes eigene Wünsche und Anliegen benennen, Ideen und Perspektiven entwickeln und dazu Stellung nehmen (z.B. auf dem Schulhausareal, in der Wohnumgebung, Vorhaben zur Sicherheit im Verkehr, zur Gestaltung von Freizeiträumen, Schutz von Naturräumen). d können ausgehend von Spuren im Raum sowie von Informationen (z.B. Bilder, Berichte, Gespräche mit älteren Menschen) Veränderungen in der eigenen Wohnumgebung erfassen und Vergleiche zwischen früher und heute anstellen. e können über die Auswirkungen von Veränderungen im Raum für die Menschen und die Natur nachdenken (z.B. im Verkehr, bei Freizeitanlagen, an Gewässern) und über Gestaltungs- und Verhaltensmöglichkeiten in der Zukunft nachdenken. Nachfolgende Kompetenzen: RZG.2.3, RZG.3.1, RZG.3.3 4. Die Schülerinnen und Schüler können Elemente und Merkmale von Querverweise Räumen in Darstellungsmitteln auffinden sowie raumbezogene EZ - Räumliche Orientierung Orientierungsraster aufbauen und anwenden. (4) NMG.8.4 Räumliche Orientierungsmittel und -raster Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können die Lage und Richtung von Objekten im eigenen Erfahrungsraum beschreiben MA.2.A.1.c a und dabei Orientierungsmuster anwenden (z.B. links/rechts, oben/unten, vorne/hinten). b können auf Karten und Plänen der Region, des Wohnortes der Schweiz, der Welt und auf dem Globus erkennen und zeigen, welche Orte und Gebiete sie schon kennen und 2c diese beschreiben. können räumliche Orientierungspunkte verorten und für die eigene Orientierung im Raum anwenden (z.B. Himmelsrichtungen, markante Bauten, Anlagen in der Umgebung). 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 8 274 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau Querverweise d können Orte und Gebiete auf Karten, Luftbildern und auf dem Globus auffinden (z.B. Flüsse, Seen, Gebirge, Orte, wichtige Städte, Verkehrslinien). e können räumliche Ordnungsraster charakterisieren und erklären (z.B. Grosslandschaften der Schweiz, Lage und Verteilung der Meere und Kontinente, Verteilung der Bevölkerung). f können räumliche Grössen, Verhältnisse und Dimensionen in Beziehung zueinander setzen (z.B. Einordnung von Wohnort, Region, Kanton, Schweiz, Europa, Kontinente, Welt; ausgewählte Vorstellungen zu Distanzen und Flächen in der Region, in der Schweiz und weltweit). g können ausgehend von Informationen zu aktuellen Ereignissen (z.B. Naturereignisse, Konflikte zwischen Bevölkerungsgruppen) räumliche Bezüge in Orientierungsmitteln auffinden und Informationen zu räumlichen Situationen einordnen. Nachfolgende Kompetenzen: RZG.4.1, RZG.4.2 Querverweise 5. Die Schülerinnen und Schüler können sich in ihrer näheren und weiteren EZ - Räumliche Orientierung (4) Umgebung orientieren, sicher bewegen und dabei Orientierungsmittel nutzen und anwenden. NMG.8.5 Räumliche Orientierung im Gelände Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können sich nach Anleitung auf dem Kindergarten- bzw. Schulareal, auf dem Schulweg a und in der näheren Umgebung bewegen und orientieren sowie begangene Wegverläufe beschreiben. Kindergarten- und Schulareal, Schulweg b c können selbstständig Wege im Wohn- und Schulumfeld zurücklegen, dabei sichere und BNE - Gesundheit unsichere Stellen erkennen, benennen und Regeln im Verkehr beachten. d können mithilfe von einfachen Orientierungsmitteln (z.B. Skizzen, Schularealkarten, BS.1.A.1.3c 2e Schatzkarten, Plan mit Bildern und Piktogrammen) Orte im Gelände auffinden sowie Richtungen und Lagebezüge von Objekten im eigenen Wohnquartier bzw. am eigenen f Wohnort beschreiben. können räumliche Situationen (z.B. eigenes Zimmer, Schulzimmer, Spielplatz) mit eigenen Skizzen und Plänen darstellen und diese anderen Personen erklären. können in der Umgebung vertraute räumliche Elemente mithilfe von Karten, bzw. Objekte im Gelände in Karten auffinden und dabei Darstellungsformen lesen und anwenden (z.B. Massstabs- und Richtungsangaben, ausgewählte Signaturen). können in einfachen Karten und Modellen räumliche Situationen der natürlichen und MA.2.C.4.f gebauten Umwelt proportional angemessen darstellen und erklären. g können mit Velo und öffentlichem Verkehr selbstständig in der Wohnregion unterwegs BNE - Gesundheit BS.5.1.1c sein und dabei auf die Sicherheit im Verkehr achten und Regeln einhalten. NMG Lehrplan 21 15.3.2016 8 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 275 Querverweise h können sich mithilfe unterschiedlicher Orientierungsmittel im Raum orientieren (z.B. MA.2.C.4.g MI - Recherche und Ortsplan, OL-Karten, topographischen Karten, Verkehrsnetzplan der Region). Lernunterstützung können ausgewählte Orte im Gelände auffinden sowie begangene Wege und BS.1.A.1.3e wahrgenommene Objekte in Karten eintragen. i können unterschiedliche Orientierungsmittel (z.B. Karten, Kompass, GPS) im Gelände MI - Recherche und Lernunterstützung anwenden und mithilfe von Legenden Angaben aus Orientierungsmitteln herauslesen und räumliche Situationen charakterisieren. Nachfolgende Kompetenz: RZG.4.3 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 8 276 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau NMG.9 Zeit, Dauer und Wandel verstehen - Geschichte und Geschichten unterscheiden Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Zeitbegriffe aufbauen und korrekt EZ - Zeitliche Orientierung (3) MA.3.A.1 verwenden, Zeit als Konzept verstehen und nutzen sowie den Zeitstrahl anwenden. NMG.9.1 Zeit und Zeitkonzept Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Zeitbegriffe korrekt anwenden (z.B. morgen, heute, gestern) und zeitliche MA.3.A.2.a b Reihen und Listen bilden. Zeitwörter, Wochentage, Monate c können Zeit grafisch darstellen (z.B. Jahreskreis), markante Punkte im Jahresverlauf bezeichnen und die Uhr lesen. Frühling, Sommer, Herbst, Winter, Uhr d können Handlungsabfolgen denken, durchführen, reflektieren sowie Zeitdauer erleben e und deren Dauer schätzen. 2f können gleichbleibende und variierende Tagesstrukturen unterscheiden und diese vergleichen. können Zeitdauer von Handlungen schätzen, messen und grafisch darstellen. Zeitstrahl können eine Entwicklung (z.B. eigene Familie) über drei Generationen auf einem Zeitstrahl einordnen. g können Epochen der Geschichte auf einem Zeitstrahl einordnen. Steinzeit, Antike, Mittelalter, Neuzeit h können ausgewählte historische Ereignisse oder Veränderungen auf einem Zeitstrahl D.2.B.1.g einordnen (z.B. Erfindung der Schrift, Bundesbrief 1291, Entstehung des Freistaats der Drei Bünde, Entstehung des Veltlins, Calvenschlacht, Eintritt Graubünden in die Eidgenossenschaft). Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Dauer und Wandel bei sich sowie in der eigenen Lebenswelt und Umgebung erschliessen. NMG.9.2 Dauer und Wandel Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können die eigene Entwicklung als Kind und die Entwicklung ihrer Familie über drei b Generationen erzählen (z.B. mit einer Fotoreihe). c können alte und moderne Dinge vergleichen. Was ist gleich? Was ist anders? (z.B. Werkzeuge, Kleider, Essen). früher/heute, alt/modern d können beschreiben, was in der eigenen Entwicklung und der eigenen Familie gleich geblieben ist und was sich geändert hat. können historische Bilder aus der Umgebung mit der heutigen Situation vergleichen. Was ist gleich? Was ist anders? (z.B. Häuser, Strassen in der eigenen Umgebung). NMG Lehrplan 21 15.3.2016 9 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 277 Querverweise 2 e können früher und heute vergleichen. Was ist gleich geblieben? Was hat sich geändert? (z.B. kindliche Lebenswelten, Wohnen, Feuer machen in der Altsteinzeit, Geschlechterverhältnisse). Altsteinzeit f können den Wandel menschlicher Kultur in einer früheren Epoche beschreiben (z.B. von der Alt- zur Jungsteinzeit, von der Antike zum Mittelalter). Jungsteinzeit Nachfolgende Kompetenzen: RZG.5.1, RZG.5.2, RZG.5.3 3. Die Schülerinnen und Schüler können verstehen, wie Geschichte aus Querverweise Vergangenheit rekonstruiert wird. EZ - Zeitliche Orientierung (3) EZ - Fantasie und Kreativität (6) NMG.9.3 Geschichte als Rekonstruktion von Vergangenheit Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können das Prinzip von Geschichten und ihren typischen Aufbau verstehen (z.B. eine b Geschichte hat einen Anfang, eine Mitte und einen Schluss; sie besteht aus einer c Handlung mit verschiedenen Personen). Aufbau einer Geschichte d können aus Ruinen oder Bauten Vorstellungen entwickeln, wie diese in der Vergangenheit ausgesehen haben (z.B. Burgen, Höhlen, alte Häuser). Ruine 2e können aus Funden und alten Gegenständen (z.B. Objekte in Museen, prähistorische Felsmalereien, Ausgrabungen, Ausgrabungsgegenstände von Crestaulta Lumbrein, Cresta Cazis, Mutta in Falera, Castello di Mesocco) Vorstellungen über das Leben einer früheren Gesellschaft gewinnen (z.B. Steinzeit, Römer, Spätmittelalter). Ausgrabung, Fundstück können sich aus Geschichten, Erzählungen, Bildern ein Bild über eine vergangene MI.1.2.c Kultur machen (z.B. China, Altes Ägypten, Römisches Imperium). können sich aus Sachtexten, Karten, Quellen ein differenziertes Bild einer historischen MI.1.2.e Epoche erarbeiten. Sachtext, Karte, Quelle f können verstehen, dass man ein historisches Ereignis in unterschiedlicher Weise erzählen kann (z.B. Eroberung des Veltlins, Calvenschlacht, Hexenverfolgungen, Eroberung Amerikas). g können verstehen, dass unterschiedliche Sichtweisen von Vergangenheit mit aktuellen Interessen in Zusammenhang stehen (z.B. Alte Eidgenossenschaft). Nachfolgende Kompetenzen: RZG.6.1, RZG.6.2, RZG.6.3 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 9 278 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Geschichte und Geschichten voneinander unterscheiden. NMG.9.4 Geschichte und Geschichten Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können fiktive Geschichten von realen Geschichten unterscheiden. MI.1.2.b b D.6.C.1.f können die Absichten von Geschichten erkennen und die Wirkung von Geschichten auf 2c sich selber beschreiben. können erklären, aufgrund welcher Merkmale sich fiktive Geschichten von realen Geschichten unterscheiden. fiktive/reale Geschichten d können die Absichten von Sagen und Mythen erklären (z.B. Sage von Wilhelm Tell, mündliche und schriftliche Überlieferungen aus Graubünden). e können Kriterien geleitet Sagen und Mythen von geschichtlichen Darstellungen unterscheiden (z.B. Sagen der Schweiz). f können den Gebrauch von Sagen und Mythen in der aktuellen Gegenwart kritisch reflektieren und deren Verwendung in der politischen Diskussion erkennen. Nachfolgende Kompetenzen: RZG.7.1, RZG.7.2, RZG.7.3 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 9 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 279 NMG.10 Gemeinschaft und Gesellschaft - Zusammenleben gestalten und sich engagieren 1. Die Schülerinnen und Schüler können auf andere eingehen und Querverweise Gemeinschaft mitgestalten. BNE - Politik, Demokratie und Menschenrechte EZ - Eigenständigkeit und soziales Handeln (9) NMG.10.1 Gemeinschaft und Konflikte Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Erfahrungen von Zusammenleben beschreiben und Möglichkeiten für b gelungenes Zusammenleben formulieren (z.B. Rücksicht nehmen, miteinander feiern). c können in Konflikten angeleitet eigene Bedürfnisse und Befindlichkeiten formulieren 2d und jene von anderen wahrnehmen. Gesprächsregeln, Mobbing e können Vorschläge für eine faire Konfliktlösung äussern und sich an Abmachungen f halten. Klassenregeln, Vertrag können gemeinschaftsfördernde Aktivitäten in der Klasse vorschlagen und umsetzen sowie Mitverantwortung für das Wohlergehen aller übernehmen (z.B. Ordnung im Klassenzimmer, wertschätzender Umgang miteinander). lernen, Konflikte in der Gruppe fair zu lösen und können verschiedene Strategien anwenden (z.B. Schlichtung, Abstimmung, Konsens). können sich in andere Menschen hinein versetzen und deren Gefühle, Bedürfnisse und Rechte respektieren und sich für sie einsetzen (z.B. bei Streit, Mobbing). Nachfolgende Kompetenzen: ERG.5.4, ERG.5.6 2. Die Schülerinnen und Schüler können Freundschaft und Beziehungen Querverweise pflegen und reflektieren. EZ - Sprache und Kommunikation (8) EZ - Eigenständigkeit und soziales Handeln (9) NMG.10.2 Freundschaft Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können von Freundschaft erzählen und Freundschaft sprachlich, zeichenhaft sowie b handelnd ausdrücken. 2c können Merkmale von Freundschaft beschreiben (z.B. Zuneigung, geteilte Interessen) und eigene Erwartungen reflektieren. d können Freundschaft auch in Konfliktsituationen und bei gegenläufigen Interessen e gestalten (z.B. sich versöhnen, verschiedene Interessen berücksichtigen). können Qualitäten von Freundschaft und Liebe beschreiben (z.B. Zuneigung, Vertrauen, Gleichberechtigung). setzen sich mit dem Zusammenhang von Freundschaft, Liebe und Sexualität auseinander. Nachfolgende Kompetenz: ERG.5.3 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 10 280 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können grundlegende Funktionen öffentlicher Institutionen verstehen. NMG.10.3 Öffentliche Institutionen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Namen für Aufgaben nennen (z.B. Ämtli in der Klasse) und diese der b entsprechenden Funktion zuordnen. c können Ämter und Funktionen in der Gemeinde benennen und unterscheiden (z.B. 2d Polizist/in, Feuerwehrmann/frau, Förster/in, Gemeinderat/rätin). e können öffentliche Institutionen und Einrichtungen in der Gemeinde benennen und deren Funktion verstehen (z.B. Spital, Schule, Feuerwehr, Abfallentsorgung, Gericht). können den Unterschied zwischen privater und öffentlicher Sphäre beschreiben (z.B. Unterschied zwischen Regeln in der Familie und Gesetzen wie ein Fahrverbot). öffentliche und private Sphäre können zuständige Stellen für Fragen und Anliegen identifizieren (z.B. die Lehrperson, die Schulleitung, der/die Schulhauswart/-in, die Gemeindebehörde). f können ausgewählte Aufgaben einer Gemeinde den Ressorts einer Gemeinde zuordnen und deren Zusammenspiel erklären (z.B. Schneeräumung, Wasserversorgung). Ressort, Gemeinde g können das Zusammenwirken von verschiedenen Teilbereichen des Staates an einem Beispiel erklären (z.B. Polizei und Gericht). Nachfolgende Kompetenz: RZG.8.1 4. Die Schülerinnen und Schüler können das Verhältnis von Macht und Querverweise Recht in Gegenwart und Vergangenheit verstehen. BNE - Politik, Demokratie und Menschenrechte EZ - Eigenständigkeit und soziales Handeln (9) NMG.10.4 Macht und Recht Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Prinzipien der Entscheidungsfindung beispielhaft verstehen und in der Klasse b anwenden (z.B. Los, Einstimmigkeit, Autorität, Delegation, Schlichtung). Mehrheit, c Schiedsrichter d können verantwortungsvoll über andere bestimmen (z.B. Chef/in sein) und sich im Team 2e an Anweisungen halten. können anhand von exemplarischen Situationen (z.B. aus Geschichten, aus Märchen, aus dem Alltag) erkennen, wer Macht ausübt und wie Machtmissbrauch begegnet wird. Macht können Sanktionen in Zusammenhang mit vorher bekannten Regeln bringen. Prinzip: Strafe für eine Übertretung soll vorher bekannt sein können über Sanktionen bei Regelverletzungen hinsichtlich ihrer Verhältnismässigkeit nachdenken. Prinzip der Verhältnismässigkeit NMG Lehrplan 21 15.3.2016 10 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 281 Querverweise f können die Verteilung von Macht an einem geschichtlichen Beispiel erklären (z.B. Altes Ägypten, Römisches Imperium, Zunftverfassung) und Modelle von Macht unterscheiden. Monarchie, Demokratie g können den Weg von einer familienrechtlichen Gesellschaft zu einem Territorialrecht mit rechtstaatlichen Ansätzen erkennen (z.B. Innerschweizer Eidgenossenschaft). Bundesbrief 1291 h können das Entstehen von staatlichen Strukturen an einem Beispiel nachvollziehen (z.B. Bundesbrief von 1524, Gemeindefusionen). Eidgenossenschaft im 13.-15. Jahrhundert i können das Ineinandergreifen von Wirtschaft, Politik und Recht an einem Beispiel erkennen (z.B. Alte Eidgenossenschaft und Alpenpässe). Nachfolgende Kompetenzen: RZG.5.1, RZG.8.1, RZG.8.2, RZG.8.3 Querverweise 5. Die Schülerinnen und Schüler können eigene Anliegen einbringen sowie BNE - Politik, Demokratie und Menschenrechte politische Prozesse erkennen. EZ - Eigenständigkeit und soziales Handeln (9) NMG.10.5 Politische Handlungskompetenz Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können sich für die eigenen Interessen einsetzen und die Möglichkeiten zur aktiven b Mitsprache wahrnehmen (z.B. im Morgenkreis, im Klassenrat). 2c können sich stellvertretend für die Interessen anderer einsetzen (z.B. im Schülerrat). Prinzip der Delegation können politische Prozesse an einem aktuellen Beispiel nachvollziehen. d können an einem politischen Prozess aus dem Nahraum die Phasen und die Möglichkeiten der Mitwirkung erkennen. Problemdefinition, Meinungsbildung, Lösungssuche, Entscheid, Bewertung e können Rechte und Pflichten von Individuen in unserer Gesellschaft nennen. Schulpflicht, Kinderrechte Nachfolgende Kompetenzen: ERG.5.6, RZG.3.3, RZG.8.1, RZG.8.2 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 10 282 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau NMG.11 Grunderfahrungen, Werte und Normen erkunden und reflektieren Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können menschliche Grunderfahrungen beschreiben und reflektieren. NMG.11.1 Menschliche Grunderfahrungen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können in Geschichten und Berichten menschliche Grunderfahrungen entdecken (z.B. 2b Gelingen, Scheitern, Angst, Geborgenheit), haben die Gelegenheit über vergleichbare Erfahrungen zu berichten und dazu Fragen zu stellen. c können beschreiben, wie Menschen mit menschlichen Grunderfahrungen umgehen und d daran Anteil nehmen. (z.B. Erfolg, Niederlage, Krankheit, Geburt, Tod, Abschied). können an Beispielen beschreiben, wie Religionen menschliche Grunderfahrungen rituell gestalten (z.B. Umgang mit Geburt, Erwachsenwerden und Tod). können menschliche Grunderfahrungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten BNE - Geschlechter und vergleichen (z.B. verschiedene Kulturen, Generationen, Geschlecht). und Gleichstellung BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung Nachfolgende Kompetenz: ERG.1.1 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können philosophische Fragen stellen und EZ - Lernen und Reflexion (7) über sie nachdenken. NMG.11.2 Philosophieren Die Schülerinnen und Schüler ... 1a lernen in Bezug auf Erlebtes und Erzähltes Neugier, Staunen, Befremden und b Verwunderung auszudrücken, äussern sich dazu und stellen Fragen. 2c stellen Fragen, die man nicht abschliessend beantworten kann und denken über sie nach und tauschen sich aus (z.B. Was ist Glück? Warum sind wir unterschiedlich?). nehmen zu philosophischen Fragen verschiedene Perspektiven ein und bilden sich eine eigene Meinung. Nachfolgende Kompetenz: ERG.1.2 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 11 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 283 3. Die Schülerinnen und Schüler können Werte und Normen erläutern, Querverweise prüfen und vertreten. EZ - Sprache und Kommunikation (8) NMG.11.3 Werte und Normen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können beschreiben, was ihnen und Menschen in ihrer Umgebung wertvoll und b bedeutsam ist. materielle und immaterielle Werte können dabei materielle und immaterielle Werte unterscheiden (z.B. Besitz, 2c Freundschaft). d können verschiedene Normen und ihre Geltungsbereiche unterscheiden und über ihren D.5.B.1.b e Sinn nachdenken (z.B. Duzen oder Siezen; verschiedene Umgangsformen und Regeln in f Schule, Familie oder Freizeit, Verkehrsregeln). können beschreiben, wofür sich Menschen engagieren und reflektieren, welche Motive und Werte darin zum Ausdruck kommen. Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Solidarität können im eigenen Handeln Werte erkennen und beschreiben, wie sie Verantwortung übernehmen können (z.B. Ressourcennutzung, zwischenmenschlicher Umgang). können Werte und Normen verschiedener Generationen vergleichen (z.B. Gehorsam, Bedeutung materieller Güter, Freizeit). können Werte, die in ihrem Leben bedeutsam sind, beschreiben, vertreten und mit denen von anderen vergleichen. Nachfolgende Kompetenz: ERG.2.1 Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Situationen und Handlungen hinterfragen, ethisch beurteilen und Standpunkte begründet vertreten. NMG.11.4 Ethische Urteilsbildung Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können in Geschichten und Alltagssituationen gerechte und ungerechte Momente b wahrnehmen und benennen. können anhand dieser Geschichten und Alltagssituationen über Schritte zu mehr 2c Gerechtigkeit sprechen. d können ethisch problematische Situationen aus der Lebenswelt beschreiben und diskutieren (z.B. Ungerechtigkeit, Gewalt). können Informationen zu ethisch problematischen Situationen erschliessen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation erwägen (z.B. Krieg, Ausbeutung, Sexismus, Fortschritt). können ethisch problematische Situationen aus verschiedenen Perspektiven betrachten und einen Standpunkt einnehmen. Nachfolgende Kompetenz: ERG.2.2 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 11 284 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau NMG.12 Religionen und Weltsichten begegnen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können religiöse Spuren in Umgebung und Alltag erkennen und erschliessen. NMG.12.1 Religiöse Spuren Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können in der Umgebung Spuren religiösen Lebens entdecken und benennen (z.B. MI.1.3.e b Kirche, Bilder, Namen). Kirchen, Statuen, Hausinschriften, Symbole c können in Bildern religiöse Gestalten und Motive identifizieren und beschreiben (z.B. d Barmherziger Samariter, Arche Noah, Leben Jesu). religiöse Gestalten und Motive können in der Umgebung und in Medien religiöse Spuren entdecken, Informationen dazu erschliessen und darstellen (z.B. Megalithische Kultstätte Falera, Schalensteine, Kirche St. Martin in Zillis, Klöster in Cazis, Disentis, Ilanz, Poschiavo und Müstair, Kapelle von Peter Zumthor in Sogn Benedetg, Stiva da morts von Gion A. Caminada in Vrin). können in der Sprache (z.B. Ausdrücke, Redewendungen) religiöse Motive identifizieren und ihre Bedeutung erschliessen. Nachfolgende Kompetenzen: ERG.3.1, ERG.3.2 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Inhalt, Sprachform und Gebrauch EZ - Sprache und Kommunikation (8) religiöser Texte erläutern. NMG.12.2 Texte und Lehren Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können bekannte Geschichten aus der Bibel und aus verschiedenen Religionen D.3.B.1.d b nacherzählen. 2c können zum Leben bedeutender Gestalten aus verschiedenen Religionen Geschichten erzählen. Mose, Jesus, Mohammed, Buddha können erläutern, wie religiöse Texte und Schriften traditionell verwendet werden. Bibel, Torah, Koran, Pali-Kanon, Veden; Gebet, Gottesdienst, Fest; Erzählen, Vortragen, Kalligraphieren, Memorieren d können in Texten verschiedener Religionen religiöse Vorstellungen erkennen (z.B. Jenseitsvorstellungen, Gebote, Wunder, Gestalten). e können religiöse Sprachformen erkennen und von geschichtlichen Darstellungen und D.6.C.1.f naturwissenschaftlichen Erkenntnissen unterscheiden. Schöpfungsmythen, Legenden, Gleichnisse Nachfolgende Kompetenz: ERG.4.1 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 12 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 285 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können religiöse Praxis im lebensweltlichen Kontext beschreiben. NMG.12.3 Rituale und Bräuche Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Rituale im Tagesablauf erkennen (z.B. Tischrituale, Gutenacht-Ritual, b Verabschiedung, Gebet). 2c können Merkmale von Ritualen wahrnehmen und über ihre Wirkung sprechen (z.B. Wiederholung, bestimmte Handlung/Zeichen, benutzte Gegenstände). d können anhand von Gebäuden Rituale und Bräuche in Religionen beschreiben. Kirche, e Moschee, Synagoge, Tempel; Gebet, Gottesdienst, Segen können zu Bräuchen (z.B. Fasten, Kleidung, Scheibenschlagen Untervaz, Trer schibettas in Danis, Churer Maiensässfahrt, Troccas Surselva, Chalandamarz, Cagorda in der Mesolcina) und ausgewählten Ritualen im Lebenslauf (z.B. Geburtsrituale, Hochzeit, Begräbnis) Hintergrundwissen erschliessen und sie den entsprechenden Religionen zuordnen. können Rituale und Bräuche der Religionen miteinander vergleichen und Unterschiede in der Praxis beschreiben (z.B. regionale und konfessionelle Unterschiede). Nachfolgende Kompetenz: ERG.4.2 Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Festtraditionen charakterisieren. NMG.12.4 Festtraditionen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können von Festanlässen in der Familie oder der Umgebung erzählen (z.B. Geburtstag, b Weihnachten, Neujahrssingen) und Merkmale benennen (z.B. Vorbereitung, Rollen, Rituale, Gegenstände). 2c können einige Feste verschiedener Religionen beschreiben, über die Funktion von d Festen nachdenken (z.B. Gemeinschaft, Erinnerung, Freude) und vergleichbare Elemente erkennen (z.B. Speisen, Dekoration, Gaben, Besuche, Geschichten). können Hauptfeste des christlichen Kirchenjahres, Brauchtum und Festzeiten verschiedener Religionen anhand ihrer Bräuche und Erzählungen erläutern und miteinander vergleichen. Weihnachten, Ostern, Fasnacht, Pessach, Ramadan, Holi, Divali können säkulare Gedenkanlässe und Feiertage beschreiben und ihre Bedeutung erläutern (z.B. Bundesfeier, Tag der Arbeit, Tag der Menschenrechte, regionale Feste). 15.3.2016 Lehrplan 21 NMG 12 286 Fachbereichslehrplan | Natur, Mensch, Gesellschaft | Kompetenzaufbau 5. Die Schülerinnen und Schüler können sich in der Vielfalt religiöser Querverweise Traditionen und Weltanschauungen orientieren und verschiedenen BNE - Kulturelle Identitäten Überzeugungen respektvoll begegnen. und interkulturelle Verständigung NMG.12.5 Weltanschauliche und kulturelle Vielfalt Die Schülerinnen und Schüler ... 1a nehmen wahr und erkennen, wie sich Religionen im Leben von Menschen zeigen und b was sie ihnen bedeuten. 2c können einzelne Elemente (z.B. Feste, Gebäude, Gegenstände) der entsprechenden Religion zuordnen. d können untersuchen, wie Menschen mit ihren religiösen und säkularen Vorstellungen, e Überzeugungen und Ausdrucksweisen ihr Leben gestalten und sie können ihnen respektvoll begegnen. können verschiedene Religionen und Konfessionen benennen und anhand elementarer Merkmale beschreiben und unterscheiden (z.B. Feste, Gebäude, Gegenstände, Geschichten, Lehren). können Gemeinsamkeiten und Bezüge zwischen Judentum, Christentum und Islam an Beispielen erläutern. Nachfolgende Kompetenzen: ERG.4.4, ERG.4.5 NMG Lehrplan 21 15.3.2016 12 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau 287 Natur und Technik mit Physik, Chemie, Biologie NT 15.3.2016 Lehrplan 21 288 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau NT.1 Wesen und Bedeutung von Naturwissenschaften und Technik verstehen Vorangehende Kompetenz: NMG.5.3 Querverweise ERG.4.5 1. Die Schülerinnen und Schüler können Wege zur Gewinnung naturwissenschaftlicher Erkenntnisse beschreiben und deren kulturelle Bedeutung reflektieren. NT.1.1 Physik, Chemie, Biologie, Technik: Prinzipien der Naturwissenschaften Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können beschreiben, wie naturwissenschaftliche Erkenntnisse gewonnen werden (z.B. Was ist eine Beobachtung? Was ist eine naturwissenschaftliche Frage? Was ist eine Hypothese? Was ist ein Experiment? Welche Rolle spielen die Untersuchungsbedingungen?). Naturwissenschaftliche Beobachtung können naturwissenschaftliche Erkenntnisse von nicht naturwissenschaftlichen unterscheiden und an Beispielen verdeutlichen (z.B. Chemie versus Alchemie, Astronomie versus Astrologie). Naturwissenschaftliches Experimentieren b können Informationen zu ausgewählten Persönlichkeiten (z.B. Galilei, le Verrier, Adams und Galle, Curie, Einstein, das Team um Watson und Crick) erschliessen und daraus ableiten, was Naturwissenschaftler/innen machen bzw. wie sie zu ihren Erkenntnissen gelangen. c können angeleitet Informationen über eine naturwissenschaftliche Erkenntnis zusammenstellen sowie nachvollziehen und kommunizieren, wie diese Erkenntnis unser Weltbild verändert hat (z.B. Kopernikanische Wende, Entdeckung des Magensaftes, Gravitationsgesetz, Rutherfords Streuversuch, Atomtheorie, Entdeckung der Kernenergie, Penizillin, Entdeckung der Gene, Urknalltheorie). d können generalisieren, wie naturwissenschaftliche Erkenntnisgewinnung abläuft, welchen Prinzipien sie unterliegt und diese nicht naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung gegenüberstellen. Prinzipien der Naturwissenschaften: grundsätzliche Verstehbarkeit der Welt, Einfachheit der Lösung, Objektivität und Reproduzierbarkeit, Beständigkeit und Vorläufigkeit, Grenzen der Erkenntnisse NT 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau 289 Vorangehende Kompetenz: NMG.5.1 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können technische Alltagsgeräte bedienen ERG.4.5 und ihre Funktionsweise erklären. NT.1.2 Technik: Technik im Alltag Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können die Funktionsweise einfacher technischer Geräte erfassen und Komponenten TTG.3.B.4.c nachbauen (z.B. Handbohrmaschine, Heissluftballon). Einfache technische Geräte: Funktionsweise können eine einfache Fehlersuche bei nicht funktionierenden Geräten durchführen und die Fehl- oder Nichtfunktion genau beschreiben (z.B. defekte Lampe, Sicherung, Kabel richtig einstecken). Einfache Fehlersuche b können Anwendungsmöglichkeiten technischer Geräte unter unterschiedlichen TTG.2.A.3.c Rahmenbedingungen bzw. Einflüssen testen (z.B. erhöhte Reibung, tiefere TTG.3.B.4.c Temperatur). Testverfahren können technische Geräte austesten, hinterfragen und dazu Verbesserungen vorschlagen (z.B. Schattenwurf und Neigungswinkel bei Solarzellen). c können Grundprinzipien von Alltagsgeräten erkennen, vergleichen und präsentieren (z.B. wärmeerzeugende Geräte, Wärmepumpe, Lampen, Übersetzung Fahrrad, Zapfenzieher, Personenlift, Sicherungsautomat, Lautsprecher, Leuchtdiode, Solarzellen). d können die grundlegende Funktionsweise aktueller Technologien aufgrund von Sachtexten erfassen und künftige Anwendungsmöglichkeiten unter unterschiedlichen Rahmenbedingungen skizzieren (z.B. Geothermie, Informations- und Kommunikationstechnologie, Handy in Funkzellen, GPS, Flachbildschirm, Endoskop, Induktionsherd). Vorangehende Kompetenz: NMG.5.3 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können die Nachhaltigkeit BNE - Natürliche Umwelt und naturwissenschaftlich-technischer Anwendungen diskutieren. Ressourcen NT.1.3 Physik, Chemie, Biologie, Technik: Nachhaltigkeit von Anwendungen Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können sich angeleitet über die Bedeutung von naturwissenschaftlich-technischen BNE - Wirtschaft und Anwendungen für den Menschen informieren, insbesondere in den Bereichen Konsum Gesundheit, Sicherheit und Ethik (z.B. Gentechnik, Nanostoffe, Haltbarmachung von BNE - Gesundheit Milch, Antibiotika). TTG.3.B.2.c TTG.3.B.3.c b können sich angeleitet über die Nachhaltigkeit von naturwissenschaftlich-technischen BNE - Wirtschaft und Konsum Anwendungen informieren sowie Chancen und Risiken diskutieren (z.B. TTG.3.B.2.c Verbrennungsmotoren, Kernenergie, Herstellung von Düngemittel, Computer). TTG.3.B.3.c c können selbstständig Sachinformationen zu naturwissenschaftlich-technischen BNE - Wirtschaft und Konsum Themenbereichen recherchieren, reflektieren und präsentieren (z.B. Auswirkungen bei MI - Produktion und Rohstoffmangel). Präsentation MI - Recherche und Lernunterstützung TTG.3.B.2.c TTG.3.B.3.c NT 15.3.2016 Lehrplan 21 1 290 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau NT.2 Stoffe untersuchen und gewinnen Vorangehende Kompetenz: NMG.3.3 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Stoffe untersuchen, beschreiben und ordnen. NT.2.1 Chemie, Physik: Stoffeigenschaften Die Schülerinnen und Schüler ... 3 1a können Stoffeigenschaften nach Anleitung bestimmen, dazu geeignete Messverfahren und -geräte einsetzen. Schmelz- und Siedetemperatur, Dichte, Löslichkeit, pH-Wert, Brennbarkeit; Messgeräte 1b können Versuchsergebnisse vergleichen und Messgenauigkeit diskutieren. Messverfahren, Messgenauigkeit 1c können Versuche zur Unterscheidung oder Gruppierung von Stoffen selbstständig planen, durchführen und auswerten. NT.2.1 Chemie, Physik: Teilchenmodell Die Schülerinnen und Schüler ... 3 2a können die Aggregatzustände und Zustandsänderungen mithilfe des Teilchenmodells erklären und veranschaulichen. Aggregatzustände, Zustandsänderungen; Teilchenmodell: Energie, Anziehung, Abstände und Ordnung der Teilchen 2b können die Grenzen des Teilchenmodells bei ausgewählten Stoffeigenschaften, Lösevorgängen und Stoffgemischen aufzeigen und beschreiben, welche Vorteile die Weiterentwicklungen Ladungsmodell oder Elementarmagnetmodell haben. Ladungsmodell: elektrostatische Eigenschaften, elektrische Leitfähigkeit; Elementarmagnetmodell: Magnetismus, Magnetisierbarkeit 2c können Unterschiede zwischen Modell und Wirklichkeit aufzeigen. Vorangehende Kompetenz: NMG.3.4 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Stoffe aufgrund ihrer Eigenschaften gezielt trennen. NT.2.2 Chemie, Technik: Trennverfahren Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können Stoffe aufgrund ihrer Zusammensetzung benennen und nach ausgewählten naturwissenschaftlichen Prinzipien ordnen. Reinstoff/Gemisch, Gemischarten, Metall/Nichtmetall, Element/Verbindung b können einfache Gemische mit ausgewählten Methoden nach Anleitung trennen und das Vorgehen fachlich korrekt beschreiben. Extraktion, Chromatografie, Destillation c können Anwendungen der Trennverfahren im Alltag und bei Alltagsprodukten erkennen (z.B. Tee-, Kaffeezubereitung, Wäschereinigung, Kläranlage, Ölabscheider, Magnetscheide). NT 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau 291 NT.3 Chemische Reaktionen erforschen Vorangehende Kompetenz: NMG.3.4 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Stoffumwandlungen untersuchen und beschreiben. NT.3.1 Chemie: Chemische Reaktionen Die Schülerinnen und Schüler ... 3 1a können Sicherheitsvorschriften und Regeln im Umgang mit Chemikalien und 1b Gerätschaften einhalten. Laborführerschein: Gefahren- und Sicherheitshinweise nach globalem Klassifikations- und Einstufungssystem für Chemikalien GHS können ausgewählte Stoffumwandlungen (z.B. Kerzen- und Brennerflammen, Verbrennung, Gerinnung von Eiklar) beobachten, untersuchen, als materielle und energetische Umwandlung erkennen und in Fachsprache beschreiben. Chemische Reaktion, Reaktionsschema in Worten 1c können angeleitet Reaktionen mit Sauerstoff durchführen, protokollieren, Fragen stellen, Vermutungen formulieren und diese experimentell überprüfen. Oxide, Korrosion/Korrosionsschutz 1d können Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten bei chemischen Reaktionen vermuten und überprüfen (z.B. Einfluss der Temperatur, Erhaltung der Masse). NT.3.1 Chemie, Technik: Nachweisreaktionen Die Schülerinnen und Schüler ... 3 2a können angeleitet Kohlenstoffdioxid, Sauerstoff, Zucker, Stärke und Proteine chemisch nachweisen. Nachweisreaktionen 2b können neutrale, saure oder basische Lösungen mittels Indikatoren nachweisen (z.B. Rotkohlsaft, Universalindikator) sowie Wirkungen von Säuren und Basen untersuchen. Eigenschaften Säuren/Basen, pH-Streifen, Neutralisation können ausgewählte Neutralisationen nach Anleitung durchführen und das Ergebnis beschreiben. 2c können beim Untersuchen von Stoffen aus dem Alltag geeignete Nachweisverfahren auswählen, selbstständig einsetzen (z.B. Messstäbchen) und dabei die nötigen Sicherheits- und Sorgfaltsaspekte beachten. pH-Wert, Wasserhärte NT 15.3.2016 Lehrplan 21 3 292 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau Vorangehende Kompetenz: NMG.3.4 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Stoffumwandlungen einordnen und erklären. NT.3.2 Chemie: Periodensystem und Modelle Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können in der Entstehungsgeschichte des Periodensystems der Elemente PSE die Bedeutung des systematischen Beschreibens und Ordnens erkennen. Element Metalle, Nichtmetalle, Edelgase können aus dem Periodensystem Informationen zu den Elementen herauslesen. b können eine chemische Reaktion mit dem Teilchenmodell veranschaulichen. Kugelmodell können Energiediagramme skizzieren und ausgewählten chemischen Reaktionen zuordnen. Energiediagramme c können am Beispiel der Entwicklungsgeschichte des Kern-Hülle-Modells die Bedeutung der Grenzen von Modellen erkennen. Masse-Ladungsmodell nach Thompson, Kern-Hülle- Modell nach Rutherford können Atome mit dem Kern-Hülle-Modell darstellen sowie Protonen und Neutronen als Kernbausteine benennen. PSE: Ordnungszahl, Atommasse, Hauptgruppen; Isotop d können Zusammenhänge zwischen Schalenmodell und PSE aufzeigen Schalenmodell können Stoffumwandlungen als Veränderung in der Anordnung von Teilchen und als Veränderung chemischer Bindungen erklären. Wertigkeit, Donator-Akzeptor-Konzept bei Redoxreaktionen, Bindungstypen, Edelgasregel e können die Vielfalt der Stoffe und deren Eigenschaften auf Anordnung und Kombination verschiedener Atome zurückführen. Ionen-, Metall-, Molekülbindung;Modifikation können Gesetzmässigkeiten mit Modellen erklären (z.B. Erhaltung der Masse, Reaktionsgeschwindigkeit). Vorangehende Kompetenz: NMG.6.3 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Stoffe als globale Ressource BNE - Natürliche Umwelt und erkennen und nachhaltig damit umgehen. Ressourcen NT.3.3 Physik, Chemie, Biologie, Technik: Stoffkreisläufe Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können in ausgewählten Medien Informationen zusammentragen und die MI - Produktion und Präsentation Umwandlungsschritte vom Rohstoff zu einem Produkt mit geeigneten Darstellungsformen präsentieren (z.B. Flusswasser - Trinkwasser, Steinsalz - Kochsalz, Rohöl - Fraktionsprodukte). Rohstoff und Produkt b können Stoffkreisläufe erklären und darstellen. Rohstoff-, Kohlenstoffkreislauf c können aufzeigen, welche lokalen und globalen Folgen die Nutzung von Rohstoffen auf MI.1.2.h die Umwelt hat und Möglichkeiten zum nachhaltigen Umgang mit globalen Ressourcen zusammenstellen und einschätzen. Globale Ressourcen: Wasser, Luft, fossile Brennstoffe, Uran; Endlichkeit der Ressourcen können Informationsquellen beurteilen und einschätzen, ob mit den Informationen bestimmte Interessen vertreten werden. NT 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau 293 Querverweise d können selbstständig in Medien nach Informationen zum Recycling von Stoffen suchen MI - Recherche und Lernunterstützung und das eigene Recyclingverhalten reflektieren. Wertstoffkreislauf, PET können Ideen zur Abfallverminderung, zur Verbesserung des Recyclingverhaltens sowie Visionen für weitere Recyclingkreisläufe entwickeln und deren Realisierungsmöglichkeiten einschätzen. NT 15.3.2016 Lehrplan 21 3 294 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau NT.4 Energieumwandlungen analysieren und reflektieren Vorangehende Kompetenz: NMG.3.2 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Energieformen und -umwandlungen RZG.1.4 analysieren. NT.4.1 Physik, Chemie, Biologie: Energieformen und Energieumwandlungen Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können Vorgänge beschreiben, bei denen eine Energieform in eine andere Energieform TTG.2.B.1.5f umgewandelt wird (z.B. Verbrennung von Treibstoff, Verwertung der Nahrung im Körper, den Berg hinunterschlitteln, einen Backofen benutzen, eine Glüh-, Halogen- oder Energiesparlampe verwenden, Pumpspeicherkraftwerk Zervreila). Energieformen qualitativ: Lage-, Bewegungs-, elektrische, chemische und thermische Energie b können Energieumwandlungsketten schematisch darstellen sowie Energieformen und -wandler benennen (z. B. Bewegungsenergie - Energiewandler Generator - elektrische Energie - Energiewandler Heizung - thermische Energie) Energieumwandlungsketten c kennen die Bedeutung der Systemgrenzen bei der Beschreibung von Energieumwandlungsprozessen. können das Prinzip der Energieerhaltung beschreiben und mithilfe von Beispielen verdeutlichen. d können die umgewandelte Energie pro Zeit als Leistung experimentell erfassen und beschreiben (z.B. mechanische Leistung beim Treppensteigen als gewonnene Lageenergie pro Zeit, elektrische Leistung beim Wasserkochen als benötigte elektrische Energie pro Zeit). können die Arbeit als eine der massgeblichen Grössen im Prozess der Energieumwandlung identifizieren und beschreiben. e können in verschiedenen Situationen Lage-, Bewegungs- und elektrische Energie berechnen (z.B. verschieden schwere Steine werden in verschiedene Höhen gehoben, verschieden lange Laufzeiten von elektrischen Geräten). können mechanische und elektrische Leistung berechnen. f können Energieumwandlungen in lebenden Systemen als solche erkennen und beschreiben. Fotosynthese, Zellatmung NT 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau 295 Vorangehende Kompetenz: NMG.3.2 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Herausforderungen zu Speicherung, Bereitstellung und Transport von Energie beschreiben und reflektieren. NT.4.2 Physik, (Chemie, Biologie): Speicherung, Bereitstellung und Transport von Energie Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können verschiedene Möglichkeiten der Isolation an Alltagsbeispielen beschreiben sowie die jeweilige Wirkung vergleichen (z.B. Thermoskanne versus Glaskanne, grobmaschiger Wollpullover versus Baumwollhemd). Wärmeleitung, Wärmestrahlung, Wärmeströmung; Isolation b können mithilfe von Alltagsbeispielen zeigen, dass bei Energieumwandlungen fast immer ein Teil der Energie in thermische Energie umgewandelt wird. Energieentwertung c können verschiedene Möglichkeiten der Speicherung und Bereitstellung elektrischer TTG.2.B.1.5f Energie benennen und beschreiben (z.B. Batterie, Schwungrad, Dynamo, Generatoren in Energiewerken). d können verschiedene Formen der Energiebereitstellung recherchieren und diese TTG.2.B.1.5f vergleichend analysieren. Erneuerbare und fossile Energieträger können den Wirkungsgrad von Energiewandlern vergleichen und bewerten (z.B. nicht nutzbare Energieformen, Inexistenz eines Perpetuum mobile). e wissen, wie Energie unter verschiedenen Rahmenbedingungen gespeichert und transportiert werden kann und können jeweilige Vor- und Nachteile diskutieren. f können die Erkenntnisse über Energie in Alltagssituationen anwenden und im Umgang mit Energieressourcen reflektiert handeln. NT 15.3.2016 Lehrplan 21 4 296 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau NT.5 Mechanische und elektrische Phänomene untersuchen Vorangehende Kompetenz: NMG.3.1 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Bewegungen und Wirkungen von Kräften analysieren. NT.5.1 Physik: Bewegungen und Kräfte Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können gleichförmige Bewegungen von Körpern in Diagrammen erkennen und darstellen. b können Wirkungen von Kräften untersuchen und beschreiben (z.B. verformte Plastilinkugel nach dem Herunterfallen, Bedeutung der Gurte beim Autofahren, Veränderung der Flugbahn eines Balls durch Krafteinwirkung). Angriffspunkt, Richtung und Betrag einer Kraft; Verformung, Bewegungs- und Lageänderungen durch Krafteinwirkung c können experimentell zeigen und in Diagrammen darstellen, dass die Gewichtskraft proportional zur Masse ist. Umgang mit einem Kraftmesser d können Kräfte einordnen und darstellen. Kräftediagramm können experimentell zeigen, dass bei einfachen Maschinen die benötigten Kräfte verringert werden können (z.B. Hebel, schiefe Ebene, Flaschenzug, Ketten-/Zahnradgetriebe). e können begründen, dass bei einfachen Maschinen die benötigten Kräfte verringert werden können, sich gleichzeitig aber die Strecke, entlang der die Kräfte wirken, verlängert (z.B. Hebel, schiefe Ebene, Flaschenzug). Goldene Regel der Mechanik f können beschleunigte Bewegungen von Körpern in Diagrammen erkennen und darstellen. Vorangehende Kompetenz: NMG.5.2 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Grundlagen der Elektrik verstehen und anwenden. NT.5.2 Physik: Grundlagen der Elektrik Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können erklären und mit einfachen Experimenten zeigen, dass der elektrische Strom TTG.2.B.1.5e verschiedene Wirkungen hat (z.B. Licht-, Wärme-, magnetische und chemische Wirkung). b können Veränderungen in Stromkreisen mithilfe geeigneter Messgeräte untersuchen und einfache Regeln aufstellen (z.B. mehr/weniger Lämpchen, Serie-/Parallelschaltung). c können die massgeblichen Grössen eines einfachen Stromkreises miteinander in Beziehung setzen und Gesetzmässigkeiten experimentell herleiten. Stromstärke, Spannung, Widerstand, Ohm'sches Gesetz NT 5 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau 297 d können die massgeblichen Grössen eines verzweigten Stromkreises miteinander in Querverweise Beziehung setzen, Gesetzmässigkeiten experimentell herleiten sowie entsprechende Versuchsprotokolle anfertigen. Knoten- und Maschenregel TTG.2.B.1.5d TTG.2.B.1.5f e können die Funktionsweisen von Elektromotor und Generator beschreiben. Vorangehende Kompetenz: NMG.5.2 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können elektrische und elektronische Schaltungen untersuchen und analysieren. NT.5.3 Physik, Technik: Elektrische und elektronische Schaltungen Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können Schalter, Dioden und veränderbare Widerstände sachgemäss in einen TTG.2.B.1.5e Stromkreis einbauen und die prinzipielle Funktionsweise beschreiben (z.B. Bimetallstreifen, Reedkontakt, Relais, Leuchtdiode, Fotowiderstand, Heiss- oder Kaltleiterwiderstand). Schaltplan, Vorwiderstand, Sperr- und Durchlassrichtung, Sensoren b können einfache Anwendungsprobleme analysieren und eine entsprechende Schaltung TTG.2.B.1.5e entwerfen (z.B. Thermoschalter im Haarföhn oder Rauchmelder). c können die Entwicklung der Halbleitertechnologie recherchieren und die Bedeutung für die Gesellschaft diskutieren. d können einfache Transistorschaltungen bauen und analysieren (z.B. Alarmanlage oder TTG.2.B.1.5e Feuchtigkeitsmelder). Schalter, Verstärker, Steuer-, Arbeitsstromkreis können die prinzipielle Funktionsweise von Halbleitern beschreiben. n- und -p-Leiter, Dotierung NT 15.3.2016 Lehrplan 21 5 298 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau NT.6 Sinne und Signale erforschen Vorangehende Kompetenz: NMG.4.1 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Sinnesreize und deren Verarbeitung beschreiben, analysieren und beurteilen. NT.6.1 Biologie: Sinnesorgane und Reizweiterleitung Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können den Bau und die Vielfalt der Sinnesorgane in Beziehung zur Lebensweise ausgewählter Tiere setzen (z.B. unterschiedliche Anordnung der Augen bei Fluchttieren und Raubtieren, Seitenlinienorgan der Fische). b können beobachten, beschreiben und dokumentieren, wie ein bestimmter Reiz eine entsprechende Reaktion auslöst (z.B. Stimme und Körpergeruch führen zu Zuneigung oder Abneigung). c können Reiz und Reaktion in das Zusammenspiel von Sinnesorgan, Nerven, Gehirn und Muskeln bzw. Drüsen einordnen. Reflex, unbewusste Reaktion, bewusste Reaktion d können mit einfachen Versuchen nachweisen, dass jeder Mensch bzw. jedes Lebewesen die Welt anders wahrnimmt (z.B. unterschiedliche Farbwahrnehmungen in der Dämmerung, unterschiedliches Geschmacksempfinden der Zunge). Intersubjektive Wahrnehmung der Welt Vorangehende Kompetenzen: NMG.4.2, NMG.4.3 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Hören und Sehen analysieren. NT.6.2 Biologie, Physik: Akustik und Hören, Optik und Sehen Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können die Schallausbreitung als fortschreitende Verdichtung der Luft beschreiben und mithilfe von entsprechenden Modellen erklären (z.B. grosse Spiralfeder, Magnete). b können mögliche Hörschäden mit unterschiedlichen Schalleinwirkungen in Beziehung BNE - Gesundheit setzen (z.B. Trommelfellriss durch lauten Knall, Lücken im Hörbereich durch Dauerbeschallung) und entsprechendes Verhalten daraus ableiten. c können die Funktionsweise des menschlichen Ohres beschreiben (z.B. Stereohören, Schallverstärkung, Frequenzverarbeitung, Hinhören/Weghören). können die Funktionsweise des menschlichen Auges beschreiben (z.B. Stereosehen, Farbsehen, Akkommodieren). d können Fehlsichtigkeiten und deren Korrekturen beschreiben (z.B. Kurz-, Weit- und Alterssichtigkeit). NT 6 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau 299 Vorangehende Kompetenz: NMG.4.3 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können optische Phänomene untersuchen. NT.6.3 Physik: Optik Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können die Eigenschaften von Konvex- und Konkavlinsen experimentell bestimmen und entsprechende Versuchsprotokolle anfertigen. Brennpunkt b können die Entstehung von Spiegelbildern und Abbildungen mit Linsen mithilfe des Modells des Lichtstrahls resp. Lichtbündels erklären. können den Aufbau von optischen Geräten darstellen und die wichtigsten Bestandteile benennen (z.B. Fernrohr, Mikroskop, Fotoapparat). c können die Bedingungen für Totalreflexion experimentell bestimmen und ein Versuchsprotokoll anfertigen. d können das Phänomen der optischen Hebung mithilfe des Strahlengangmodells erklären. e können die Entstehung der Abbildung in/mit optischen Geräten mithilfe des Strahlengangmodells erklären (z.B. Fernrohr, Mikroskop, Fotoapparat). NT 15.3.2016 Lehrplan 21 6 300 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau NT.7 Körperfunktionen verstehen Vorangehende Kompetenz: NMG.1.4 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Aspekte der Anatomie und Physiologie des Körpers erklären. NT.7.1 Biologie, (Chemie, Physik): Anatomie und Physiologie Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können ihren eigenen Körper sowie Funktions- und Strukturmodelle dazu nutzen, um das Zusammenspiel von Bau und Funktion des Bewegungsapparates zu analysieren (z.B. Biomechanik der Muskelansatzstellen). Biomechanik: Bau und Funktion des Bewegungsapparats b können mithilfe ausgewählter Medien, Modelle oder realer Objekte das Zusammenspiel von Bau und Funktion eines inneren Organs analysieren (z.B. Physiologie der Lungenbläschen). Physiologie: Bau und Funktion innerer Organe c können zum exemplarisch erarbeiteten Verständnis von Physiologie und Anatomie Gesetzmässigkeiten ableiten und diese erklären (z.B. Agonist - Antagonist, Röhrenknochen - Platte Knochen; Resorption benötigt grosse Oberfläche). anatomische und physiologische Gesetzmässigkeiten Vorangehende Kompetenz: NMG.1.4 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Stoffwechselvorgänge analysieren WAH.4.3 und Verantwortung für den eigenen Körper übernehmen. NT.7.2 Biologie, (Chemie, Physik): Stoffwechselvorgänge Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können die Organe als Komponenten eines Systems erkennen, das die vier zentralen Stoffwechselvorgänge Aufnahme, Transport, Umwandlung und Abgabe umschliesst. Aufnahme: Lunge, Verdauungsorgane; Transport: Blut, Blutkreislauf, Herz; Umwandlung: Leber, Fettgewebe, Knochen, Muskeln, Hirn; Abgabe: Niere, Lunge Verdauungsorgane, Haut b können körpereigene Phänomene mit Stoffwechselvorgängen erklären (z.B. unterschiedliche Gelbfärbung des Urins, Verdauungskoma). Aktion und Reaktion bei Stoffwechselvorgängen c können Ergebnisse experimenteller Untersuchungen (z.B. Nährstoffnachweise in BNE - Gesundheit Lebensmitteln, Verdauung im Reagenzglas) dazu nutzen, um die Ansprüche des eigenen Körpers einzuschätzen und entsprechend zu handeln. Nährstoffexperimente, Ernährung, Bewegung, Schlaf NT 7 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau 301 Vorangehende Kompetenz: NMG.1.5 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler verfügen über ein altersgemässes BNE - Geschlechter und Gleichstellung Grundwissen über die menschliche Fortpflanzung, sexuell übertragbare ERG.5.3 Krankheiten und Möglichkeiten zur Verhütung. NT.7.3 Biologie: Menschliche Fortpflanzung Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a kennen die Wirk- und Anwendungsweise verschiedener Mittel und Methoden zur Empfängnisverhütung und können deren Risiken und Nebenwirkungen vergleichen. Fortpflanzung, Verhütung b wissen um die Verantwortung beider Geschlechter für Empfängnis und Verhütung. c kennen Krankheiten, die häufig sexuell übertragen werden, und können erläutern, wie man sich davor schützt. HIV, Geschlechtskrankheiten d kennen altersgemässe Medien und Informationsquellen zur Sexualaufklärung. Vorangehende Kompetenz: NMG.1.2 Querverweise BNE - Gesundheit 4. Die Schülerinnen und Schüler können Massnahmen gegen häufige Erkrankungen beurteilen. NT.7.4 Biologie: Krankheit und Genese Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können verschiedene Verursacher von Erkrankungen unterscheiden und kennen prinzipielle Reaktionsweisen des Immunsystems (z.B. Antikörper blockieren Viren in der Blutbahn). Krankheitsverursacher: Viren, Bakterien, Pilze; Immunsystem b können präventiv (z.B. Hände waschen, Impfung) und kurativ (z.B. körperliche Ruhe bei einer Grippe) angemessen auf häufige Erkrankungen reagieren. Prävention, Therapie c können grundlegende Wirkungsweisen von Medikamenten verstehen (z.B. keine Wirkung ohne Nebenwirkung), unterscheiden und abgrenzen (z.B. gegenüber Placebo). Wirkung, Nebenwirkung NT 15.3.2016 Lehrplan 21 7 302 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau NT.8 Fortpflanzung und Entwicklung analysieren Vorangehende Kompetenzen: NMG.2.4, NMG.2.5 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Artenvielfalt in Beziehung zur Evolutionstheorie setzen. NT.8.1 Biologie: Evolutionstheorie Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können Ordnungssysteme der Lebewesen hinterfragen und als Modelle erkennen (z.B. Stammbäume). Biologische Ordnungssysteme b können zentrale Prinzipien der Evolutionstheorie an Beispielen erkennen und Gesetzmässigkeiten nachvollziehen. Evolutionstheorie: Mutation, Rekombination, Selektion c können die Veränderlichkeit der Arten erfassen, auftretende Probleme benennen und begründete Vermutungen äussern (z.B. Was spricht dafür, dass Teichfrosch, Wasserfrosch und Seefrosch verschiedene Arten sind, was dagegen?). Artkonzept Vorangehende Kompetenz: NMG.2.3 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Wachstum und Entwicklung von Organismen erforschen und in Grundzügen erklären. NT.8.2 Biologie: Wachstum und Entwicklung Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können mikroskopische Phänomene an Zellen beobachten, dokumentieren und deren Funktionen präsentieren (z.B. Plasmaströme in Wasserpestzellen mikroskopieren und erläutern). Zellen, Mikroskopieren b können Experimente zu Wachstum und Entwicklung von Pflanzen planen, durchführen und dokumentieren (z.B. Keimungs- und Wachstumsexperimente). Pflanzenwachstum, Pflanzenentwicklung, Experimentierprozess c können Informationen zu Zellteilung, -streckung und -differenzierung recherchieren und damit Ergebnisse von Keimungs- und Wachstumsexperimenten interpretieren. Zellteilung, Zellstreckung, Zelldifferenzierung NT 8 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau 303 Vorangehende Kompetenz: NMG.2.3 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Grundlagen der Genetik analysieren und erklären. NT.8.3 Biologie: Genetik und Gentechnik Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können den Zusammenhang von DNS, Genen, Proteinen und Merkmalsausprägungen darstellen. Molekulare Genetik: DNS, Gene, Proteine, Phäne b können Ursachen und Wirkungen von Mutationen beschreiben und zur Erklärung von Merkmalsveränderungen herbeiziehen. Mutationen, gentechnische Veränderung, gentechnisch veränderte Organismen können aus dem Grundverständnis der molekularen Genetik das Prinzip der Gentechnik ableiten. c können die Gesetzmässigkeiten der Vererbung erkennen und zur Erklärung von Phänomen herbeiziehen. Klassische Genetik: Wahrscheinlichkeit, Mendelsche Regel NT 15.3.2016 Lehrplan 21 8 304 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau NT.9 Ökosysteme erkunden Vorangehende Kompetenzen: NMG.2.1, NMG.2.2 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können aquatische Ökosysteme RZG.2.5 untersuchen und beurteilen. RZG.3.1 NT.9.1 Physik, Chemie, Biologie: Gewässerforschung Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können mit geeigneten Instrumenten Daten über abiotische (z.B. Strömungsgeschwindigkeit, Wassertemperatur) und biotische Faktoren (z.B. Leitorganismen für Wassergüte wie Eintagsfliegenlarven) zu aquatischen Ökosystemen sammeln, ordnen und auswerten. Aquatisches Ökosystem, abiotische und biotische Faktoren b können die Planung sowie die Durchführung der Beobachtungen und Experimente kriteriengeleitet prüfen und mögliche Optimierungen vorschlagen. Methodenkritik c können vertiefende Informationen zu aquatischen Ökosystemen oder zum Wasser als BNE - Natürliche Umwelt und Lebensgrundlage suchen, mit Modellen deuten und einschätzen. Nahrungskette, Nahrungsnetze, Ressourcen Konkurrenz MI - Recherche und Lernunterstützung Vorangehende Kompetenzen: NMG.2.1, NMG.2.2 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Wechselwirkungen innerhalb und BNE - Natürliche Umwelt und Ressourcen zwischen terrestrischen Ökosystemen erkennen und charakterisieren. RZG.2.5 NT.9.2 Physik, Chemie, Biologie: Ökosysteme Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können Wechselwirkungen zwischen mehreren terrestrischen Ökosystemen erkennen und beschreiben (z.B. Verinselung von Lebensräumen). terrestrisches Ökosystem b können Untersuchungen zur Wechselwirkung zwischen Pflanzen und Böden planen, durchführen und auswerten (z.B. Veränderungen des pH-Wertes mit zunehmender Entfernung von einem Baumstamm, Zunahme des Sandanteils von der Bodenoberfläche in den Untergrund). Bodeneigenschaften und Zeigereigenschaften von Pflanzen können auf der Basis der gesammelten Daten Schlussfolgerungen zu den vermuteten Wechselwirkungen innerhalb von terrestrischen Ökosystemen ziehen sowie diese gewichten und generalisieren. c können Informationen und Informationsquellen zum Boden als Ressource einordnen, MI - Recherche und Lernunterstützung Schlussfolgerungen für eine nachhaltige Nutzung ziehen und diese beurteilen. Bodennutzung, Nährstoffkreisläufe NT 9 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Natur und Technik | Kompetenzaufbau 305 Vorangehende Kompetenzen: NMG.2.1, NMG.2.2, NMG.2.6 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Einflüsse des Menschen auf BNE - Natürliche Umwelt und regionale Ökosysteme erkennen und einschätzen. Ressourcen WAH.3.2 RZG.2.5 RZG.3.1 NT.9.3 Biologie: Naturnutzung und Naturschutz Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können den eigenen Beobachtungen zum Einfluss des Menschen auf Ökosysteme Informationen aus verschiedenen Quellen gegenüberstellen und daraus Schlussfolgerungen ziehen (z.B. naturnahe und naturfremde Ufer, Nährstoffanreicherung in Gewässern). anthropogene Einflüsse b können zum Einfluss des Menschen auf Ökosysteme verschiedene Perspektiven einnehmen und prüfen, welche langfristigen Folgen zu erwarten sind (z.B. intensive und extensive Bewirtschaftung, invasive Pflanzen und Tiere, Biosfera Val Müstair, Kastanienselva Soglio, Wiesenbewässerung). Naturnutzung, Naturschutz c können aufgrund von Fakten eigene Ideen und Visionen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur entwickeln und begründen. NT 15.3.2016 Lehrplan 21 9 306 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau Wirtschaft, Arbeit, Haushalt mit Hauswirtschaft WAH Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau 307 WAH.1 Produktions- und Arbeitswelten erkunden Vorangehende Kompetenzen: NMG.6.1, NMG.6.2 Querverweise BO 1. Die Schülerinnen und Schüler können über die individuelle und gesellschaftliche Bedeutung von Arbeit nachdenken. WAH.1.1 Bedeutung von Arbeit Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können verschiedene Formen von Arbeit unterscheiden (z.B. Erwerbsarbeit, Haus-, b Betreuungs- und Familienarbeit, Freiwilligenarbeit). Bezahlte und unbezahlte Arbeit c können Informationen zur Zuschreibung von persönlichem und gesellschaftlichem Wert MI - Recherche und Lernunterstützung von Arbeit zusammentragen (z.B. Befragung, Literatur, Medien) sowie Gemeinsamkeiten und Unterschiede diskutieren (z.B. Verantwortlichkeit, Zuverlässigkeit, Pflichtbewusstsein und Sorgfalt beim Arbeiten; persönlicher Sinngehalt und soziale Anerkennung der Arbeit, wirtschaftliche Bedeutung). können Ursachen und Folgen erkennen und darlegen, die mit dem Abbruch einer Ausbildung (z.B. Berufslehre, Schule) oder mit Erwerbslosigkeit verbunden sind. Erwerbslosigkeit d können sich über die Vereinbarkeit von Arbeitsformen informieren, Vor- und Nachteile von Arbeitszeitmodellen einschätzen und vergleichen (z.B. Erwerbsarbeit, Haus- und Familienarbeit, Freiwilligenarbeit, Vollzeit-, Teilzeitarbeit, Jobsharing, Arbeit auf Abruf). Arbeitszeitmodelle, Vereinbarkeit von Haus-, Familien und Erwerbsarbeit Vorangehende Kompetenzen: NMG.6.1, NMG.6.2 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Anforderungen und BO Gestaltungsspielräume in Arbeitswelten vergleichen. RZG.5.2 WAH.1.2 Arbeitswelten Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können Informationen zum Arbeitsalltag von Arbeitnehmer/innen und Arbeitgeber/innen b zusammentragen (z.B. Aufgaben, Tätigkeiten, Verantwortung, Gestaltungsmöglichkeiten, Risiken, Lohn, Arbeitsumfeld, Leistungserwartungen, c Veränderungen des Arbeitsplatzes, Besonderheiten) und diese Informationen mit eigenen Berufsvorstellungen vergleichen. Arbeitsalltag, Arbeitsbedingungen können familiäre, geschlechtsspezifische, soziale und kulturelle Einflüsse in Bezug auf Berufswahl und Arbeitsformen reflektieren (z.B. Vorstellungen zu geschlechtstypischen Berufen, Vorstellungen zu Haus- und Familienarbeit, Bereitschaft zur Freiwilligenarbeit). Vorstellungen von Arbeitsformen können sich am Beispiel eines Lehrvertrages über Rechte und Pflichten der Arbeitgeber/innen und Arbeitnehmer/innen informieren und Bedingungen für eine gute Zusammenarbeit benennen. Lehrvertrag d können Gestaltungsspielräume in verschiedenen Arbeitswelten erkunden und vergleichen (z.B. Arbeitsorganisation, Arbeitszeiten, Verantwortungsbereiche, Weiterbildungsmöglichkeiten, berufliche Perspektiven). 15.3.2016 Lehrplan 21 WAH 1 308 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau Vorangehende Kompetenz: NMG.6.3 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können die Produktion von Gütern und BNE - Wirtschaft und Konsum Dienstleistungen vergleichen und beurteilen. RZG.3.2.c RZG.3.2 WAH.1.3 Produktion von Gütern und Dienstleistungen Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können den Produktionsprozess von exemplarischen Gütern darstellen und die produktionsbedingte Wertschöpfung einschätzen. Produktionsprozess: Rohstoffgewinnung, Herstellung, Vertrieb, Ge-/Verbrauch, Entsorgung; Wertschöpfung b können ökonomische, ökologische und soziale Überlegungen in der Güterproduktion bzw. der Bereitstellung von Dienstleistungen aus Sicht des Produzenten bzw. Anbieters beschreiben und Interessens- und Zielkonflikte erklären. Nachhaltigkeit: in der Güterproduktion, bei Dienstleistungen c können unterschiedliche Produktionsweisen innerhalb einer Produktegruppe vergleichen (z.B. Kleider, tierische und pflanzliche Nahrungsmittel, elektronische Geräte) Produktionsweisen: landwirtschaftlich, handwerklich, industriell d können anhand eines Unternehmens aufzeigen (z.B. Bäckerei, Schreinerei), wie Produktionsfaktoren zusammenspielen. Produktionsfaktoren: Wissen, Arbeit, Kapital, Boden WAH Lehrplan 21 15.3.2016 1 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau 309 WAH.2 Märkte und Handel verstehen - über Geld nachdenken Vorangehende Kompetenz: NMG.6.4 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Prinzipien der Marktwirtschaft BNE - Wirtschaft und Konsum aufzeigen. RZG.3.2.c WAH.2.1 Prinzipien der Marktwirtschaft Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können einen einfachen Wirtschaftskreislauf an einem Beispiel konkretisieren (z.B. Pausenkiosk, Hofverkauf, Lebensmittelgeschäft) und das Zusammenspiel von Akteuren auf Märkten darstellen. Einfacher Wirtschaftskreislauf b können am Beispiel der Preisbildung das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage beschreiben. Angebot und Nachfrage c können Einflüsse auf die Preisbildung sowie Auswirkungen von Preisveränderungen erklären (z.B. Schwankungen in Produktion und Absatz, Wettbewerb). Preisbildung d können Einflussmöglichkeiten des Staates auf Märkte an Beispielen erklären (z.B. Steuern, Subventionen, Umweltabgaben). Marktintervention Vorangehende Kompetenzen: NMG.6.4, NMG.7.3 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können die Bedeutung des Handels für die Verfügbarkeit von Gütern erklären. WAH.2.2 Bedeutung des Handels Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können Aufgaben von Handel und Handelsbetrieben beschreiben (z.B. Verteilung und Austausch von Gütern, Sicherstellung der Versorgung und Verfügbarkeit, Import und Export, Transport, Lagerung). Handelsfunktionen b können an exemplarischen Gütern das Zusammenspiel von Produktion und Handel beschreiben (z.B. globale Arbeitsteilung bei Kleidern, Lebensmitteln: Produktionsorte, Handelswege, personelle Ressourcen). c können sich über globale Warenströme und damit verbundene Anforderungen informieren (z.B. Transportarten- und kosten, Logistik, Import- und Export- Bestimmungen). globale Warenströme 15.3.2016 Lehrplan 21 WAH 2 310 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau Vorangehende Kompetenzen: NMG.6.4, NMG.6.5 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld entwickeln. WAH.2.3 Umgang mit Geld Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können die Anforderungen einer selbstständigen Lebensführung erkennen sowie Herausforderungen und Handlungsspielräume bei unterschiedlichen finanziellen Ressourcen diskutieren. Lebensführungskosten b können ein Budget planen, sich über fixe und variable Kosten informieren, Auswirkungen von Einkommensveränderungen auf Handlungsspielräume und Sparmöglichkeiten aufzeigen (z.B. Taschengeld, Lehrlingslohn). Budgetplanung, fixe/variable Kosten c können Formen des Zahlungsverkehrs beschreiben und sich über Vertragsbedingungen informieren (z.B. Barzahlung, Überweisung, Online-Shopping, Kreditkarte, Kleinkredit, Leasing). Formen des Zahlungsverkehrs d können Ursachen von Jugendverschuldung sowie der Schuldenspirale erklären und präventive Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und diskutieren. Verschuldung: Kredite, Zahlungsrückstände, Kontoüberzug, Steuerpflicht e können Möglichkeiten zum verantwortungsvollen Umgang mit eigenen finanziellen Ressourcen, eigenen Bedürfnissen und der Vielfalt an Marktanbietern und Marktangeboten diskutieren. WAH Lehrplan 21 15.3.2016 2 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau 311 WAH.3 Konsum gestalten Vorangehende Kompetenzen: NMG.6.4, NMG.6.5 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Einflüsse auf die Gestaltung des BNE - Wirtschaft und Konsum Konsumalltages erkennen. WAH.3.1 Einflüsse auf Konsum Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können Lebensstile vergleichen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede beschreiben b (z.B. Eigentum, Gewohnheiten, Ressourcenverbrauch, Umgang mit Wahlfreiheit, Werthaltungen). Wohlstand, Lebensstile, Lebensvorstellungen können unterschiedliche Einflüsse auf die Gestaltung des Konsumalltages erkennen und benennen, sowie deren Bedeutung für das eigene Konsumieren reflektieren (z.B. Marktangebot, finanzielle Ressourcen, Medien, soziales Umfeld). c können bei Konsumgütern ausgewählte Marketingstrategien untersuchen und deren Einfluss auf Konsumentscheidungen diskutieren (z.B. Werbe- und Verkaufsstrategien, Marken). Marketingstrategien Vorangehende Kompetenz: NMG.6.5 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Folgen des Konsums analysieren. BNE - Natürliche Umwelt und Ressourcen NT.9.3 WAH.3.2 Konsumfolgen Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können auf der Grundlage von Informationen (z.B. aktuelle Studien, Fachartikel, MI - Recherche und b Zeitungsberichte) die Wirkung alltäglicher Konsumsituationen auf die Umwelt Lernunterstützung reflektieren (z.B. Ökobilanz). Einsatz von Ressourcen: Rohstoffe, Energie, Wasser; Entsorgung können ökonomische, ökologische oder soziale Folgen des Konsums aus verschiedenen Perspektiven betrachten (z.B. Konsument, Produzent, Arbeitnehmer, Gesellschaft). Fol- gen des Konsums: ökonomisch, ökologisch, sozial c können anhand des Produktlebenszyklus von Gütern aufzeigen, welche ökonomischen, ökologischen und sozialen Überlegungen in Konsumentscheidungen einfliessen. Produktelebenszyklus: Rohstoffgewinnung, Herstellung, Vertrieb, Ge-/Verbrauch, Entsorgung d können erklären, wie persönliche Entscheidungen Folgen des Konsums beeinflussen. 15.3.2016 Lehrplan 21 WAH 3 312 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau Vorangehende Kompetenzen: NMG.6.4, NMG.6.5 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können kriterien- und situationsorientierte BNE - Wirtschaft und Konsum Konsumentscheidungen finden. WAH.3.3 Konsumentscheidungen Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können Konsumangebote unter Berücksichtigung von Produktinformationen und weiteren Kriterien vergleichen (z.B. Materialeigenschaften, Praktikabilität; ökologische Kriterien bei Herstellung, Nutzung, Entsorgung). Kriterienorientierter Angebotsvergleich b können ausgehend von Situation und Bedarf sowie den Konsumangeboten eine an MI - Recherche und Kriterien orientierte Kaufentscheidung ableiten. Situationsanalyse, Bedarfsanalyse Lernunterstützung c können zu unterschiedlichen Konsumgütern und Situationen Informationen recherchieren und so relevante Kriterien für Kaufentscheidungen zusammenstellen. WAH Lehrplan 21 15.3.2016 3 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau 313 WAH.4 Ernährung und Gesundheit - Zusammenhänge verstehen und reflektiert handeln Vorangehende Kompetenz: NMG.1.2 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können das Zusammenspiel BNE - Gesundheit unterschiedlicher Einflüsse auf die Gesundheit erkennen und den eigenen ERG.5.1 Alltag gesundheitsfördernd gestalten. WAH.4.1 Gesundheit als Ressource Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können den Zusammenhang unterschiedlicher Einflüsse auf die Gesundheit erklären b (z.B. Ernährung, Bewegung, Entspannung, Körperhaltung, Arbeitsbedingungen, Belastungen). c können im Alltag Bedingungen, Situationen und Handlungsweisen erkennen und benennen, die für die Gesundheit eine förderliche bzw. abträgliche Wirkung haben (z.B. Genuss, Sucht, Bewegung). Gesundheitsfaktoren erkennen Gesundheit als Ressource und können sowohl Herausforderungen als auch Strategien für deren Erhaltung benennen. d können den Einfluss von politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Faktoren auf gesundheitsfördernde Lebensbedingungen von Menschen erklären (z.B. Wohnumfeld, Arbeitsplatzbedingungen, Höhe des Einkommens). Vorangehende Kompetenz: NMG.1.3 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Einflüsse auf die Ernährung erkennen und Essen und Trinken der Situation entsprechend gestalten. WAH.4.2 Essen und Trinken Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können soziale und kulturelle Aspekte beim Essen und Trinken erkennen und deren b Einflüsse auf die Entwicklung von Essverhalten reflektieren (z.B. familiäre Gewohnheiten, Peers, Werbung, kulturelle Eigenheiten in Bezug auf Wahl von c Nahrungsmitteln und Zubereitung von Mahlzeiten). Esskulturelle Aspekte können Nahrungsmittel über die Sinne vergleichen (z.B. Aussehen, Geruch, Geschmack bei Orangensaft), sensorische Eigenschaften beschreiben (z.B. Farbton, Geruchsintensität, Süssegrad) und Vermutungen formulieren, wie Unterschiede entstehen. Nahrungsmittel-Sensorik können Handlungsmöglichkeiten für gesundheitsförderndes Essen und Trinken erkennen sowie Anforderungen bei der Umsetzung diskutieren (z.B. täglicher Flüssigkeitsbedarf, Umgang mit zuckerhaltigen Getränken). Mahlzeitengestaltung, Getränkewahl d können Essen und Trinken unterschiedlichen Situationen anpassen und variantenreich gestalten. 15.3.2016 Lehrplan 21 WAH 4 314 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau Vorangehende Kompetenz: NMG.1.3 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Nahrung kriterienorientiert BNE - Wirtschaft und Konsum auswählen. NT.7.2 WAH.4.3 Auswahl von Nahrung Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können die Wahl von Nahrung aus gesundheitlicher Perspektive beurteilen und b Handlungsalternativen formulieren. Ernährungsempfehlungen: Nahrungsmittelgruppen, Nahrungsbedarf, Nährstoffe, Energiebalance können Informationen aus Lebensmittelkennzeichnungen erschliessen und das Angebot hinsichtlich unterschiedlicher Aspekte beurteilen (z.B. Gesundheit, Haltbarkeit, Lagerung, Herkunft, Produktion, Ökologie, Zertifzierung). Lebensmittelkennzeichnung c können die Auswahl von Nahrung auf Ernährungsempfehlungen abstützen, dabei Interessenskonflikte und unterschiedliche Werthaltungen erkennen und diskutieren. Vorangehende Kompetenz: NMG.1.3 Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Nahrung unter Berücksichtigung gesundheitlicher Aspekte zubereiten. WAH.4.4 Nahrungszubereitung Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können im Umgang mit Nahrung die Wirkung von Mikroorganismen berücksichtigen b (z.B. Haltbarkeit, Hygiene, Zubereitung). Hygiene im Umgang mit Nahrungsmitteln, Mikroorganismen c können Gerichte mithilfe eines Rezeptes selbstständig zubereiten. d können Eigenschaften von Nahrungsmitteln bei der Verarbeitung und Zubereitung berücksichtigen (z.B. Erhalt von Geschmack, Konsistenz, Nährwert; Veränderung durch Temperatur, Wasser, Fett). Nahrungsmittelgerechte Zubereitung können Gerichte unter Berücksichtigung von gesundheitlichen und ökologischen Aspekten auswählen und zubereiten (z.B. Energie- und Nährwert von Nahrungsmitteln, nährstofferhaltende Zubereitung, saisonale Nahrungsmittel). e können Mahlzeiten situationsangepasst planen und zubereiten (z.B. wenig Zeit für die Nahrungszubereitung, Berücksichtigung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten, vorhandene Nahrungsmittel verwerten, finanzielle Möglichkeiten). Mahlzeitenplanung WAH Lehrplan 21 15.3.2016 4 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau 315 Vorangehende Kompetenz: NMG.1.3 Querverweise 5. Die Schülerinnen und Schüler können globale Herausforderungen der BNE - Wirtschaft und Konsum Ernährung von Menschen verstehen. RZG.3.2.c WAH.4.5 Globale Herausforderungen der Ernährung Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können an exemplarischen Lebensmitteln globale Zusammenhänge der b Lebensmittelproduktion aufzeigen (z.B. Produktionsstandorte, Produktionsprozesse, c Umgang mit Ressourcen wie Luft, Boden, Wasser, Arbeits- und d Einkommensbedingungen). weltweite Produktion und Verteilung von Lebensmitteln können Lebensmittelangebote nach lokalen und globalen Wirkungen analysieren (z.B. Fleisch, Fisch, Gemüse, Früchte). setzen sich mit Fragen der zukünftigen Ernährungssicherung einer steigenden Weltbevölkerung auseinander. weltweite Ernährungssicherung können Handlungsmöglichkeiten als Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung diskutieren. 15.3.2016 Lehrplan 21 WAH 4 316 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau WAH.5 Haushalten und Zusammenleben gestalten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Arbeiten des privaten Alltags situativ planen sowie zielgerichtet und effizient durchführen. WAH.5.1 Planung und Durchführung von Alltagsarbeiten Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können die Vielfalt der Arbeiten eines Haushaltes benennen, sich über Anforderungen b einer situations- und sachgerechten Arbeitsausführung informieren und diese ausprobieren. Haushaltsarbeiten c können alltägliche Arbeiten planen und realisieren, gezielt mit Ressourcen, Geräten und Werkzeugen umgehen und dabei Sicherheitsaspekte berücksichtigen (z.B. Nahrungszubereitung, Reinigungsarbeiten, Textilpflege). Arbeitsplanung, Arbeitsausführung: Ressourcen, Sicherheit können alltägliche Arbeiten organisiert und effizient ausführen (z.B. Arbeitsverteilung und -koordination im Team, Geräteeinsatz bei der Nahrungszubereitung). Arbeits- organisation: Vor-, Haupt- und Nacharbeiten; Arbeitseffizienz d können exemplarische Alltagsarbeiten eines Haushaltes ausführen, Arbeitsergebnisse reflektieren und optimieren (z.B. Unterhalts-, Reinigungs-, Organisationsarbeiten; Reinigungsmaterialien). e können bei alltäglichen Arbeiten (z.B. Planung und Zubereitung von Mahlzeiten) der Situation angepasst zwischen verschiedenen Handlungsalternativen abwägen, den Entscheid erproben und Erfahrungen reflektieren (z.B. bei kurzer Mittagspause, spontanem Dazukommen von Gästen). Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können soziale, rechtliche und ökonomische Aspekte im Alltag und im Zusammenleben recherchieren. WAH.5.2 Soziale, rechtliche, ökonomische Aspekte im Alltag Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können sich bei Miet- und Kaufverträgen über vertragliche Bedingungen informieren und rechtliche sowie finanzielle Verpflichtungen einschätzen (z.B. Wohnungsmiete, Online-Shopping, Kleinkredite, Leasing, Reparaturen, Abonnements, Reisen). Miet- und Kaufvertrag b können unterschiedliche Formen des Zusammenlebens beschreiben, deren Chancen und Herausforderungen in der Gestaltung des Alltags diskutieren (z.B. Wohngemeinschaft, traditionelle Familie, Alleinerziehende, Patchworkfamilie). Vielfalt von Lebensformen c können Überlegungen zu Sicherheit und Vorsorge im Umgang mit Risiken des täglichen Lebens formulieren (z.B. obligatorische und freiwillige Versicherungen, finanzielle Reserven). Vorsorge WAH Lehrplan 21 15.3.2016 5 Fachbereichslehrplan | Wirtschaft, Arbeit, Haushalt | Kompetenzaufbau 317 Querverweise d können sich über Informations- und Beratungsangebote von Fachstellen und Institutionen erkundigen (z.B. bei persönlichen, rechtlichen, finanziellen Fragen und Problemen). e können Versicherungsangebote im Hinblick auf Versicherungsleistung und Vertragsbedingungen untersuchen und vergleichen (z.B. Abstimmung von Situationsanforderung und Umfang der Versicherung, Rechte und Pflichten durch Vertragsunterzeichnung; bei Haushalt- und Privathaftpflichtversicherung, Unfall-und Krankenversicherung, Fahrzeugversicherung, Reiserversicherung). Versicherungen: obligatorische, freiwillige 15.3.2016 Lehrplan 21 WAH 5 318 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau Räume, Zeiten, Gesellschaften mit Geografie, Geschichte RZG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau 319 RZG.1 Natürliche Grundlagen der Erde untersuchen Vorangehende Kompetenzen: NMG.2.5, NMG.4.5 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können die Erde als Planeten beschreiben. RZG.1.1 Geografie: Planet Erde Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können Merkmale der Erde als Planeten beschreiben. Gestalt der Erde, Neigung der Erdachse, b Rotation, Erdrevolution c können Phänomene erklären, die sich aus Stellung und Bewegung der Erde im Sonnensystem ergeben. Jahreszeiten, Tageslängen, Zeitzonen können verschiedene Weltbilder zeitlich und räumlich einordnen. Weltbilder Vorangehende Kompetenz: NMG.4.4 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Wetter und Klima analysieren. RZG.1.2 Geografie: Wetter und Klima Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können verschiedene Landschaftszonen beschreiben und ihnen die sie b kennzeichnenden klimatischen Grundlagen (z.B. Klimadiagramme) zuordnen. Kalte Zone, gemässigte Zone, Subtropenzone und Tropenzone; Höhenstufen; kontinentale und ozeanische Lage können Grosswetterlagen und grossräumige Windsysteme benennen und die daraus entstehenden typischen Wetterabläufe erklären. tropische Zirkulation; europäische Grosswetterlagen: Föhn, Frontverlauf, Bise c können sich über den Klimawandel informieren, Ursachen erläutern und Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene Regionen der Welt, insbesondere die Schweiz, einschätzen (z.B. Rückgang Gletscher: Gletscherlehrpfad im Vorfeld des Morteratschgletschers, Gletschertöpfe bei Maloja, Auftauen von Permafrost, Schweizer Lawinenforschungsinstitut). Treibhauseffekt; Extremereignisse: Hochwasser d können die aktuelle Situation in die Klimaentwicklung einordnen sowie Beiträge zur BNE - Natürliche Begrenzung des Klimawandels in der Zukunft formulieren. Umwelt und Ressourcen RZG 15.3.2016 Lehrplan 21 1 320 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau Vorangehende Kompetenzen: NMG.2.5, NMG.4.4 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Naturphänomene und Naturereignisse erklären. RZG.1.3 Geografie: Naturphänomene und Naturereignisse BNE - Natürliche Die Schülerinnen und Schüler ... Umwelt und 3a Ressourcen können Naturphänomene und Naturlandschaften (z.B. Glazial-, Auen-, b Vulkanlandschaft) beschreiben und deren Entstehung als Ergebnis endogener und c exogener Prozesse erklären. Plattentektonik, Erosion, Ablagerung d können sich über aktuelle Naturereignisse informieren und deren Ursachen erklären. Vulkanismus, Erdbeben, Murgang, Felssturz können die Auswirkungen von Naturereignissen auf Lebenssituationen von Menschen und auf die Umwelt benennen und einschätzen. können Naturlandschaften und Spuren von Naturereignissen an ausserschulischen Lernorten erkennen und untersuchen (z.B. Unesco Welterbe Tektonikarena Sardona, Flimser Bergsturz). Vorangehende Kompetenzen: NMG.2.2, NMG.3.2, NMG.3.3, NMG.6.3 Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können natürliche Ressourcen und BNE - Natürliche Umwelt und Energieträger untersuchen. Ressourcen NT.4.1 RZG.1.4 Geografie: Rohstoffe und Energieträger Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können für den Menschen wichtige natürliche Ressourcen (z.B. Gesteine, mineralische b Rohstoffe, Wasser, Boden) und deren Nutzung nennen. Rohstoff, Ressource c können zwischen erneuerbaren und nicht-erneuerbaren Energieträgern unterscheiden (z.B. Sonnenstrahlen, Wasserkraft, Erdöl, Holz) und deren Vor- und Nachteile vergleichen. Energieträger können Auswirkungen analysieren, die durch die Gewinnung, den Abbau und die Nutzung natürlicher Ressourcen auf Mensch und Umwelt entstehen. d können Probleme benennen, die sich aus dem begrenzten Vorkommen von natürlichen Ressourcen ergeben und daraus entstehende Interessenskonflikte untersuchen. e reflektieren das eigene Verhalten im Hinblick auf einen nachhaltigen Umgang mit BNE - Wirtschaft und natürlichen Ressourcen. Konsum RZG 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau 321 RZG.2 Lebensweisen und Lebensräume charakterisieren Vorangehende Kompetenzen: NMG.7.3, NMG.7.4 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Bevölkerungsstrukturen und BNE - Globale Entwicklung -bewegungen erkennen und einordnen. und Frieden RZG.2.1 Geografie: Bevölkerung und Migration Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können Bevölkerungsverteilungen und -entwicklungen in ausgewählten Regionen der Welt beschreiben und anhand von Bevölkerungsdiagrammen vergleichen. Globales Bevölkerungswachstum b können aktuelle Bevölkerungsbewegungen erkennen, diese räumlich und zeitlich strukturieren sowie Gründe für Migration erklären. Migration in die Schweiz; wirtschaftliche, soziale, ökologische und politische Migrationsgründe c können diskutieren, welche Auswirkungen Migration auf die betroffenen Personen und die Aufnahmegesellschaft hat. Vorangehende Kompetenzen: NMG.7.1, NMG.7.2, NMG.7.4 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Lebensweisen von Menschen in BNE - Globale Entwicklung verschiedenen Lebensräumen vergleichen. und Frieden ERG.5.5 RZG.2.2 Geografie: Lebensweisen und Ungleichheiten Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können eigene Vorstellungen von vertrauten und fremden Lebensweisen darstellen, mit b anderen vergleichen und ordnen. Mental Maps können vergangene und gegenwärtige Lebensweisen in verschiedenen Räumen untersuchen, charakterisieren und vergleichen (z.B. demografische Entwicklungen im Kanton Graubünden, vom Bauern- zum Tourismusdorf am konkreten Beispiel, Emigration-Immigration in Graubünden). Daseinsgrundfunktionen c können soziale Ungleichheiten beschreiben, deren Ursachen erklären und Lebensbedingungen in verschiedenen Lebensräumen bewerten. Armut, Hunger, Bildung d können Auswirkungen von sozialen Ungleichheiten untersuchen, Massnahmen zu deren Verringerung beurteilen (z.B. Millenniumsziele, Entwicklungszusammenarbeit) und entsprechende eigene Ideen entwickeln. RZG 15.3.2016 Lehrplan 21 2 322 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau Vorangehende Kompetenzen: NMG.7.4, NMG.8.1, NMG.8.2, NMG.8.3 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können die Dynamik in städtischen und ländlichen Räumen analysieren. RZG.2.3 Geografie: Dynamik in Stadt und Land Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können ihre Vorstellungen von städtischen und ländlichen Räumen darstellen, mit b anderen vergleichen und hinterfragen. können Merkmale und Funktionen von städtischen und ländlichen Räumen erkennen und vergleichen. Zentrums-, Erholungs-, Wohnfunktion, Bevölkerungsverteilung, Nationalitäten c können Entwicklungen und Veränderungen in städtischen und ländlichen Räumen untersuchen und benennen. Agglomeration, Siedlungsentwicklung, Verstädterung, Landflucht, Push/Pullfaktoren, Segregation d können Wechselwirkungen zwischen städtischen und ländlichen Räumen hinterfragen BNE - Politik, Demokratie und und daraus resultierende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt ableiten. Menschenrechte Vorangehende Kompetenzen: NMG.7.3, NMG.8.2 Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Mobilität und Transport BNE - Natürliche Umwelt und untersuchen. Ressourcen RZG.2.4 Geografie: Mobilität und Transport Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können an Beispielen aus der Schweiz und im weltweiten Kontext die Entwicklung des b Transports von Personen und Gütern, sowie die Entwicklung der Nachrichtentechnik analysieren. c können die Auswirkungen von Transport und Mobilität auf Mensch, Umwelt und Raumstrukturen untersuchen und benennen (z.B. Auswirkungen des Baus der Rhätischen Bahn, des Ausbaus am Gotthard und San Bernardino, der NEAT sowie der Einführung des Automobils in Graubünden). öffentlicher Verkehr, Individualverkehr kennen Kriterien für ein nachhaltiges und sicheres Mobilitätsverhalten und können diese für die Reflexion des eigenen Mobilitätsverhaltens anwenden. RZG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau 323 5. Vorangehende Kompetenzen: NMG.7.3, NMG.8.2 Querverweise RZG.2.5 Die Schülerinnen und Schüler können die Bedeutung des Tourismus BNE - Wirtschaft und Konsum einschätzen. BNE - Natürliche Umwelt und 3a Ressourcen NT.9.1 b NT.9.2 c NT.9.3 d Geografie: Tourismus Die Schülerinnen und Schüler ... können das Verhalten von Tourist/innen beschreiben und im Vergleich mit statistischen Kennzahlen einordnen (z.B. Destinationen, Zweck, Dauer, Form, Übernachtung, Verkehrsmittel). können Formen des Tourismus am Beispiel des Schweizer Alpenraumes und des Mittelmeerraumes beschreiben sowie die wirtschaftliche Bedeutung für ausgewählte Regionen charakterisieren. Individualtourismus, Massentourismus, sanfter Tourismus können den Einfluss touristischer Aktivitäten auf Gebirgs- und Küstenregionen einschätzen und deren Auswirkungen für Mensch und Umwelt benennen (z.B. intensive und extensive Formen des Tourismus, Schneesport). Winter- und Sommertourismus, Verkehr, Infrastruktur, Landschaftsveränderungen können die Anliegen des nachhaltigen Tourismus erklären und reflektieren sie in Bezug auf die eigene Feriengestaltung. RZG 15.3.2016 Lehrplan 21 2 324 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau RZG.3 Mensch-Umwelt-Beziehungen analysieren Vorangehende Kompetenzen: NMG.2.1, NMG.2.2, NMG.2.5, NMG.2.6, NMG.8.2, NMG.8.3 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können natürliche Systeme und deren BNE - Natürliche Umwelt und Nutzung erforschen. Ressourcen NT.9.1 NT.9.3 RZG.3.1 Geografie: Natürliche Systeme Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können natürliche Systeme charakterisieren und räumlich einordnen. Regenwald, Meer, Arktis/Antarktis, Gebirge, Wüsten, Städte b können Nutzungsformen natürlicher Systeme (z.B. Landwirtschaft, Fischfang, Rohstoffgewinnung, Tourismus, Besiedlung) untersuchen und den Nutzungswandel im Verlauf der Zeit beschreiben. Kulturlandschaftswandel in der Schweiz c können die Auswirkungen der Nutzung natürlicher Systeme auf das Landschaftsbild und den Verbrauch natürlicher Ressourcen ableiten. Desertifikation, Waldrodung, Bewässerung d können sich über Interessenskonflikte bei der Nutzung natürlicher Systeme informieren, diese abwägen und Eingriffe des Menschen in natürliche Systeme bewerten. e können Schutzmassnahmen von natürlichen Systemen bewerten (z.B. Wildruhezohnen, Schweizerischer Nationalpark, Parc Adula, Ela, Biosfera Val Münstair, Naturpark Beverin, Riserva forestale Val Cama, Umweltlabels, Kampagnen) und über mögliche nachhaltige Nutzungen nachdenken. Vorangehende Kompetenzen: NMG.1.3, NMG.6.3, NMG.7.4, NMG.8.2 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können wirtschaftliche Prozesse und die BNE - Wirtschaft und Konsum WAH.1.3 Globalisierung untersuchen. RZG.3.2 Geografie: Wirtschaftsgeografie und Globalisierung Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können verschiedene Wirtschaftsräume beschreiben und unterscheiden. Agrarräume, Industrieregionen, Dienstleistungszentren b können landwirtschaftliche Produktionsformen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Landschaft, den Verbrauch natürlicher Ressourcen und die Arbeitssituation der Menschen vergleichen und einschätzen sowie regionale und globale Verflechtungen erläutern. Landwirtschaftliche Produktionsformen: Berglandwirtschaft, Plantage c können die Produktion von industriellen Gütern und die Bereitstellung von WAH.1.3 Dienstleistungen hinsichtlich ihrer räumlichen und sozialen Auswirkungen WAH.2.1 WAH.4.5 untersuchen, sowie regionale und globale Verflechtungen erläutern. Bedarf an Ressourcen wie Boden, Wasser, Arbeitskräfte d können räumliche Veränderungen beschreiben, die sich aufgrund des Strukturwandels ergeben haben (z.B. Landwirtschaft - Industrie - Dienstleistung). Umnutzung und Aufwertung ehemaliger Industriezentren; Rolle der Kommunikationsmedien RZG 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau 325 Querverweise e setzen sich mit der nachhaltigen Produktion von Gütern auseinander und können Erkenntnisse in Bezug auf das eigene Verhalten reflektieren. Vorangehende Kompetenzen: NMG.10.5, NMG.8.2, NMG.8.3 Querverweise BNE - Politik, Demokratie und 3. Die Schülerinnen und Schüler können Prozesse der Raumplanung Menschenrechte nachvollziehen. MI.1.2.h RZG.3.3 Geografie: Raumplanung BNE - Natürliche Die Schülerinnen und Schüler ... Umwelt und 3 Ressourcen a können die gesellschaftliche Bedeutung geografischer und raumplanerischer Fragestellungen in Medien erkennen, sie auswerten und darüber diskutieren. b können fachliche Grundlagen bei raumplanerischen Prozessen erarbeiten, verschiedene Positionen dazu nennen und sich eine eigene Meinung bilden (z.B. Siedlungsraumgestaltung, Umzonung, Gesamtmelioration Forst- und Landwirtschaft). Raumplanung, Zersiedlung, Landschaftsschutz, nachhaltige Raumentwicklung RZG 15.3.2016 Lehrplan 21 3 326 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau RZG.4 Sich in Räumen orientieren Vorangehende Kompetenz: NMG.8.4 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Orte lokalisieren. RZG.4.1 Geografie: Topografie und Orientierungsraster MI - Recherche und Die Schülerinnen und Schüler ... Lernunterstützung 3a MI - Produktion und können zu Lernsituationen passende Orte auf Karten, analogen und digitalen Globen Präsentation b sowie Satellitenbildern in verschiedenen Massstabsebenen einzeichnen und c auffinden. Kontinente, Ozeane, Gebirge, Länder, Ortschaften, Gewässer, Grosslandschaften können die Lage von ausgewählten Orten mithilfe von Raummerkmalen geografisch charakterisieren (z.B. am Meer, im Alpenvorland, in aridem Gebiet). können Orte in räumliche Orientierungsraster einordnen. Gradnetz, Vegetationszonen, Plattengrenzen; Wirtschaftsräume Vorangehende Kompetenz: NMG.8.4 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Karten und Orientierungsmittel auswerten. RZG.4.2 Geografie: Karten und Orientierungsmittel MI - Recherche und Die Schülerinnen und Schüler ... Lernunterstützung 3a MI - Recherche und können verschiedene Kartendarstellungen (z.B. euro- oder polzentriert, verzerrte Lernunterstützung b Kartogramme) beschreiben und vergleichen. c können verschiedene Karten und Orientierungsmittel zur Beantwortung von d Fragestellungen nutzen und auswerten. Orientierungsmittel: Sachtext, Bild, Blockbild, Profil, Statistik, Diagramm, Modell können Kartenskizzen und einfache Karten zeichnen. können räumliche Situationen und Problemstellungen in Modellen darstellen (z.B. Tellurium, Sandkasten, Grundwassermodell) und mithilfe einfacher Experimente untersuchen. RZG 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau 327 Vorangehende Kompetenz: NMG.8.5 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können sich im Realraum orientieren. RZG.4.3 Geografie: Orientierung im Realraum Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können mithilfe von Karten und Orientierungsmitteln den eigenen Standort bestimmen b sowie Orte und Objekte im Realraum auffinden. Koordinaten c können sich mithilfe von Orientierungsmitteln (z.B. Kompass, GPS, Ralleykarte, MI - Recherche und Verkehrsnetzplan) im Realraum fortbewegen. Lernunterstützung MI - Recherche und Lernunterstützung BS.1.A.1.3f können einfache Kartierungen zu ausgewählten Fragestellungen im Realraum vornehmen. RZG 15.3.2016 Lehrplan 21 4 328 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau RZG.5 Schweiz in Tradition und Wandel verstehen Vorangehende Kompetenzen: NMG.10.4, NMG.9.2 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Entstehung und Entwicklung der Schweiz erklären. RZG.5.1 Geschichte: Schweizer Geschichte Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können wichtige Ereignisse aus Entstehung und Entwicklung der Eidgenossenschaften b kurz erklären und berühmten Bildern zuordnen. Ursprungsmythen, Eidgenossenschaften, Gegensatz Stadtorte-Landorte, Konfessionelle Spaltung können Entstehung und Entwicklung der Schweiz als Bundesstaat schildern und in BNE - Politik, einen europäischen Zusammenhang stellen. Helvetik, Bundesstaat, Nation Demokratie und Menschenrechte c können zu einem wichtigen Ereignis der Schweizer Geschichte im 20. Jahrhundert ERG.3.2.c Ursachen, Verlauf und Folgen aufzeigen. Schweiz während der Zeit der Weltkriege; Landesstreik; Schweiz im Kalten Krieg, in der Hochkonjunktur; Frauenstimmrecht d können zu ausgewählten Veränderungen in der Schweiz der letzten 200 Jahre ERG.3.2.c selbstständig Materialien finden und damit die Veränderungen veranschaulichen (z.B. MI.1.3.f Umwelt, Alltag, Geschlecht, Migration, Religion, Auswanderung aus den Bergregionen nach Italien, Russland und Nordamerika im 19. Jahrhundert). Vorangehende Kompetenz: NMG.9.2 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können aufzeigen, wie Menschen in der BNE - Wirtschaft und Konsum Schweiz durch wirtschaftliche Veränderungen geprägt werden und wie WAH.1.2 sie die Veränderungen gestalten. RZG.5.2 Geschichte: Schweizer Geschichte Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können die Entwicklung der Erwerbssektoren am Beispiel der Schweiz aufzeigen und erläutern (z.B. Veränderungen der Anzahl Bauernhöfe in der Schulgemeinde, Entwicklung der Anzahl Beschäftigten in den drei Erwerbssektoren im 19. und 20. Jahrhundert in der Schweiz). Wandel von der Agrar- zur Industrie- und zur Dienstleistungsgesellschaft; Schweiz als Auswanderungs- und Einwanderungsland b können die Veränderung eines Berufs im Laufe der Zeit darstellen (z.B. mit Bild-, Textquellen). Technischer Fortschritt c können Auswirkungen von wirtschaftlichen Veränderungen auf einzelne Menschen erklären (z.B. Technisierung, Inflation, Hochkonjunktur, Energieknappheit). RZG 5 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau 329 Vorangehende Kompetenz: NMG.9.2 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können das Alltagsleben von Menschen in der Schweiz in verschiedenen Jahrhunderten vergleichen. RZG.5.3 Geschichte: Schweizer Geschichte Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können die Veränderungen eines Ortes im Verlaufe der Zeit dokumentieren und b erklären (z.B. Schulhaus, Dorfplatz, Stadtbild, Strasse, Tal). Schulgeschichte, Orts- und Regionalgeschichte können einzelne Aspekte des Alltagslebens aus verschiedenen Zeiten vergleichen und Ursachen von Veränderungen benennen (z.B. Wohnen, Ernährung, Freizeit). Alltags- geschichte c können einzelne Schweizerinnen und Schweizer porträtieren, die einen wichtigen BNE - Kulturelle Identitäten und Beitrag zur Entwicklung des Zusammenlebens oder der sozialen Gerechtigkeit in der interkulturelle Schweiz und der Welt geleistet haben (z.B. Niklaus von Flüe, Huldrych Zwingli, Verständigung Guillaume-Henri Dufour, Alfred Escher, Emilie Kempin-Spyri, Henry Dunant, Marie Heim-Vögtlin, Robert Grimm, Denis de Rougemont, Henri Guisan, Gertrud Kurz, Emilie Lieberherr). Kulturelle und religiöse Minderheiten, Gerechtigkeit, Zivilcourage d können eine Quelle oder eine Darstellung zum Alltag eines Menschen in der Schweiz in MI - Recherche und Lernunterstützung einer Bibliothek oder einem Archiv finden, lesen und analysieren (z.B. zu Familie, Gesundheit, Mobilität). RZG 15.3.2016 Lehrplan 21 5 330 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau RZG.6 Weltgeschichtliche Kontinuitäten und Umbrüche erklären Vorangehende Kompetenzen: NMG.9.1, NMG.9.3 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können die Geschichte vom Beginn der Neuzeit bis heute in ausgewählten Längsschnitten erzählen. RZG.6.1 Geschichte: Weltgeschichte Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können mit Materialien aufzeigen, wie sich das Bild der Welt zu Beginn der Neuzeit BNE - Kulturelle b verändert hat (z.B. mit Karten, Bildern zu Entdeckungsreisen). Neuzeit: Kulturbegegnungen, Identitäten und interkulturelle Weltbild Verständigung können an einem geschichtlichen Umbruch der frühen Neuzeit darlegen, wie sich Denken und Leben von Menschen verändert haben. Europäische Expansion, Reformation, Absolutismus, Aufklärung c können einen groben Überblick zur Geschichte vom Beginn der Neuzeit bis heute entwickeln (z.B. mit einem einfachen Zeitstrahl, einer Tabelle mit Informationen aus verschiedenen Kontinenten). Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft d können eine kurze historische Darstellung einer ausgewählten Region vom Beginn der Neuzeit bis heute verfassen (z.B. zum Heimatland, zum Ferienziel, zu den USA, zum Nahen Osten, zu China). Vorangehende Kompetenz: NMG.9.3 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Kontinuitäten und Umbrüche im 19. Jahrhundert charakterisieren. RZG.6.2 Geschichte: Weltgeschichte Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können Ursachen und Folgen der Französischen Revolution erklären. Ständegesellschaft; b Französische Revolution: Freiheit, Gleichheit können zu einem Aspekt der Industrialisierung verschiedene Informationen finden und MI - Recherche und miteinander vergleichen (z.B. ein Bild, eine Textquelle, ein Erlebnisbericht zur Lernunterstützung Dampfmaschine). Industrialisierung, Soziale Frage, Kinderarbeit c können mit vorgegebenen Materialien eine kurze, historisch sachgerechte Geschichte BNE - Politik, Demokratie und zum 19. Jahrhundert erzählen. Imperialismus, Kolonialismus, Nationalismus Menschenrechte d können Materialien zu Erfindungen und Entdeckungen im 19. Jahrhundert erschliessen MI - Recherche und Lernunterstützung und damit Ursache, Verlauf und Wirkung der Veränderung darstellen. RZG 6 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau 331 Vorangehende Kompetenz: NMG.9.3 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können ausgewählte Phänomene der Geschichte des 20. und 21. Jahrhunderts analysieren und deren Relevanz für heute erklären. RZG.6.3 Geschichte: Weltgeschichte Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können darlegen, warum das 20. Jahrhundert als Zeitalter der Extreme bezeichnet BNE - Politik, wird. Weltkriege, Faschismus, Kommunismus, Holocaust, Kalter Krieg, Unabhängigkeitsbewegung, Globalisierung, Demokratie und Menschenrechte Bürgerkrieg, Terrorismus b können die Geschichte von ausgewählten Institutionen und Menschen erzählen, die sich BNE - Globale Entwicklung und im 20. und 21. Jahrhundert für Freiheit, Frieden, Wohlstand, Gerechtigkeit oder Frieden Nachhaltige Entwicklung einsetzten (z.B. Bertha von Suttner, Martin Luther King, Mutter Theresa, Nelson Mandela, Mahathma Ghandi). Humanitäres Völkerrecht, Rotes Kreuz, Flucht, Migration, Asyl c können anhand vorgegebener Materialien Geschichten von Krieg betroffener Menschen BNE - Globale Entwicklung und aus den letzten 50 Jahren erzählen und diese in einen geschichtlichen Zusammenhang Frieden stellen. RZG 15.3.2016 Lehrplan 21 6 332 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau RZG.7 Geschichtskultur analysieren und nutzen Vorangehende Kompetenz: NMG.9.4 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können sich an ausserschulischen geschichtlichen Bildungsorten zurechtfinden und sie zum Lernen nutzen. RZG.7.1 Geschichte: Geschichtskultur Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können nach einem Museumsbesuch (z.B. Rhätisches Museum, Heimatmuseum b Poschiavo, San Vittore, Chesa Granda, Chesa Planta in Samedan, Museum Regiuna Surselva) einen Ausstellungsgegenstand beschreiben und dazu eine Geschichte erzählen. Museum können eine Karte relevanter Denkmäler und historisch bedeutsamer Orte in der eigenen Umgebung erstellen. Denkmal, historischer Schauplatz, Erinnerungsort c können erklären, woran ein ausgewähltes Denkmal erinnert. Recherche BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung d können Mitschülerinnen/Mitschüler durch einen Teil eines Museums oder eines historischen Schauplatzes führen und dabei ausgewählte Gegenstände bzw. Orte erklären. Vorangehende Kompetenz: NMG.9.4 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Geschichte zur Bildung und Unterhaltung nutzen. RZG.7.2 Geschichte: Geschichtskultur Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können zu einem selber gewählten geschichtlichen Thema unterschiedliche Materialien b finden, diese fachgerecht beschreiben und nach Quellenarten ordnen. Textquelle, Bildquelle, historische Karikatur, Fotografie, historische Karte und Geschichtskarte können eine populäre Geschichtsdarstellung zu einem historischen Thema zusammenfassen und in einen historischen Zusammenhang stellen. populäre Geschichtsdarstellung: historischer Comic, Spielfilm, historisches Jugendbuch c können zu einer ausgewählten populären Geschichtsdarstellung weitere Materialien finden und diese mit der Darstellung vergleichen. Quelle und Darstellung, Quellenkritik d können erklären, wie Geschichte ihr Leben beeinflusst hat und worin für sie selber der Nutzen der Beschäftigung mit Geschichte liegt. RZG 7 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau 333 Vorangehende Kompetenz: NMG.9.4 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können aus Gesprächen mit Zeitzeugen Erkenntnisse über die Vergangenheit gewinnen. RZG.7.3 Geschichte: Geschichtskultur Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können zur Geschichte des eigenen Lebens Quellen finden und in eine Erzählung b integrieren. Biografie: Fotografien, Gegenstände, Urkunden können bei einem historischen Gegenstand darstellen, wie Menschen damit umgegangen sind und wozu er diente (z.B. altes Spinnrad, Waschbrett, Setzkasten, Dreschflegel). historischer Gegenstand c können zu einem geschichtlichen Ereignis oder Phänomen ein Zeitzeugeninterview durchführen und dokumentieren. Zeitzeugen-Interview d können ein selber durchgeführtes Zeitzeugeninterview mit anderen Quellen anreichern (z.B. mit Fotografien, Zeitungsberichten, Statistiken) und in einen geschichtlichen Zusammenhang stellen. RZG 15.3.2016 Lehrplan 21 7 334 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau RZG.8 Demokratie und Menschenrechte verstehen und sich dafür engagieren Vorangehende Kompetenzen: NMG.10.3, NMG.10.4, NMG.10.5 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können die Schweizer Demokratie erklären BNE - Politik, Demokratie und Menschenrechte und mit anderen Systemen vergleichen. RZG.8.1 Geschichte: Politische Bildung Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können darlegen, wie Demokratie entstanden ist, wie sie sich weiterentwickelt hat und b sich von anderen Regierungsformen unterscheidet. Demokratie, Volkssouveränität, Machtbegrenzung, Bürgerrecht können die drei Gewalten auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene unterscheiden und aufzeigen, welche Aufgaben sie lösen. Verfassung, Gewaltenteilung, Regierung, Parlament, Gericht c können wichtige Besonderheiten der Schweizer Demokratie sowie die daraus resultierenden Rechte und Pflichten erklären. Föderalismus, Volk, Gemeinde, direkte Demokratie, Initiative, Referendum, Parteien, Verbände d können zu aktuellen Problemen und Kontroversen Stellung beziehen, dabei persönliche Erfahrungen im schulischen und ausserschulischen Alltag einbeziehen und die Positionen begründen (z.B. Verhältnis von Staat und Wirtschaft, Siedlungsraumgestaltung). Vorangehende Kompetenzen: NMG.10.4, NMG.10.5 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können die Entwicklung, Bedeutung und BNE - Politik, Demokratie und Bedrohung der Menschenrechte erklären. Menschenrechte ERG.2.1.b ERG.2.2 RZG.8.2 Geschichte: Politische Bildung Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können Kinder- und Menschenrechte erläutern. Grundrechte, Menschenrechte, Menschenwürde b können die Bedeutung von Kinder- und Menschenrechten für den eigenen Alltag und die Schulgemeinschaft erkennen und einschätzen. Diskriminierung c können historische Beispiele schildern, die zu einer besseren Durchsetzung der Kinder- und Menschenrechte geführt haben. RZG 8 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Kompetenzaufbau 335 Vorangehende Kompetenz: NMG.10.4 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können die Positionierung der Schweiz in Europa und der Welt wahrnehmen und beurteilen. RZG.8.3 Geschichte: Politische Bildung Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können ausgewählte Ziele und Anliegen sowie die Entwicklung einer internationalen Organisation beschreiben, bei der die Schweiz Mitglied ist. UNO b können Phasen der europäischen Einigung aufzählen und dabei die Position der Schweiz charakterisieren. Neutralität; Europarat; OSZE c können unterschiedliche Positionen zum Verhältnis Schweiz - Europa skizzieren und selber dazu Stellung nehmen. RZG 15.3.2016 Lehrplan 21 8 336 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Planungsbeispiel Planungsbeispiel Werden Geografie und Geschichte parallel unterrichtet, sind Bezüge zwischen den beiden Fachperspektiven möglich. In der nachfolgenden Bezüge zwischen Geografie und Tabelle werden diese Bezüge als Berührungspunkte dokumentiert Geschichte unter der Annahme, dass die Lehrplankompetenzen zu den vorgeschlagenen Themenfeldern zusammengefasst werden. Zu beachten ist dabei, dass die Unterrichtsanregung nur eine mögliche Variante darstellt. Ersichtlich wird zudem, dass bei den jeweiligen Themenfeldern mehrere Kompetenzen gefordert und gefördert und in den verschiedenen Lektionen in der Regel mehrere Kompetenzstufen angesprochen werden. RZG 8 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Räume, Zeiten, Gesellschaften | Planungsbeispiel 337 RZG 15.3.2016 Lehrplan 21 8 338 Fachbereichslehrplan | Ethik, Religionen, Gemeinschaft | Kompetenzaufbau Ethik, Religionen, Gemeinschaft mit Lebenskunde ERG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Ethik, Religionen, Gemeinschaft | Kompetenzaufbau 339 ERG.1 Existentielle Grunderfahrungen reflektieren Vorangehende Kompetenz: NMG.11.1 Querverweise BNE - Gesundheit 1. Die Schülerinnen und Schüler können menschliche Grunderfahrungen beschreiben und reflektieren. ERG.1.1 Menschliche Grunderfahrungen Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können in Erzählungen und Berichten prägende Lebenserfahrungen entdecken und b interpretieren (z.B. Glück, Erfolg, Scheitern, Beziehung, Selbstbestimmung, Krankheit, Krieg). können Erfahrungen des Heranwachsens bzw. Erwachsenwerdens reflektieren (z.B. in Bezug auf Beziehungen, Abhängigkeit, Autonomie), indem sie auf Veränderungen und Entwicklungen achten. c können Grenzerfahrungen betrachten (z.B. Schritte ins Unbekannte, Risikoverhalten, Gefahr, Rettung, Tod), indem sie deren Unumgänglichkeit, Fragwürdigkeit und Faszination reflektieren. d können für prägende Erfahrungen Ausdrucksmöglichkeiten suchen und Worte finden für Fragen, die sie selber beschäftigen. Vorangehende Kompetenz: NMG.11.2 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können philosophische Fragen stellen und über sie nachdenken. ERG.1.2 Philosophieren Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können in einfachen Texten aus verschiedenen Zeiten und Kulturen philosophische b Fragen und Überlegungen entdecken (z.B. Anekdote, Erzählung, Sinnspruch). c können in philosophischen Gesprächen Gedankenexperimente einsetzen (z.B. Stell dir d vor,... Wenn du hättest entscheiden müssen,... Wenn du die Möglichkeit hättest,...). können in Diskussionen oder Debatten philosophische Fragen identifizieren und BNE - Globale Begriffe klären (z.B. Inwiefern gibt es Grenzen der Toleranz? Gehört Gewalt zur Entwicklung und Gesellschaft? Muss oder kann es Gerechtigkeit geben? Was darf man alles Frieden verbieten?). Philosophieren können Informationen und Positionen zu aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und Konflikten bezüglich Interessen und Wahrheitsgehalt hinterfragen (z.B. Schutz und Verwendung von Daten, Umweltfragen, Friedenssicherung). ERG 15.3.2016 Lehrplan 21 1 340 Fachbereichslehrplan | Ethik, Religionen, Gemeinschaft | Kompetenzaufbau ERG.2 Werte und Normen klären und Entscheidungen verantworten. Vorangehende Kompetenz: NMG.11.3 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Werte und Normen erläutern, BNE - Kulturelle Identitäten prüfen und vertreten. und interkulturelle Verständigung ERG.2.1 Werte und Normen Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können über Sinn und Nutzen gesellschaftlicher und individueller Werte und Normen b nachdenken und Normen entsprechend aushandeln. Werte, Normen, Regeln, Legitimation, Legitimität c können alltägliche Situationen und gesellschaftliche Konstellationen (z.B. Jung/Alt, BNE - Politik, Arbeitschancen, Bürgerrechte und -pflichten, Gesundheitswesen) im Hinblick auf Demokratie und grundlegende Werte wie Gerechtigkeit, Freiheit, Verantwortung und Menschenwürde Menschenrechte betrachten und diskutieren. Gerechtigkeit, Freiheit, Verantwortung, Menschenwürde RZG.8.2 können an exemplarischen Beispielen nachvollziehen, wie sich Werte und Normen in ihrer Umgebung oder in der Gesellschaft wandeln. Wertewandel, Autoritäten, Gründe, Begründungen, Generationen, Epochen Vorangehende Kompetenz: NMG.11.4 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Regeln, Situationen und RZG.8.2 Handlungen hinterfragen, ethisch beurteilen und Standpunkte begründet vertreten. ERG.2.2 Ethische Urteilsbildung Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können erlebte, beobachtete oder erzählte Situationen anhand der Perspektiven b verschiedener Beteiligter beurteilen. c d können Massstäbe ethischer Beurteilung reflektieren. Werte, Normen, religiöse Vorstellungen, e Deklarationen, Instanzen können die Bedeutung des Gewissens für moralische, rechtliche, ethische Fragen und Konflikte einschätzen und respektieren. Gewissen können im alltäglichen Handeln oder gesellschaftlichen Umfeld Benachteiligungen und BNE - Politik, Diskriminierungen erkennen und entsprechende Regeln diskutieren (z.B. Chancen, Demokratie und Zutritt, Ausschluss, Sprachgebrauch). Diskriminierung, Emanzipation, Rechte, Interessen, Bedürfnisse Menschenrechte können kontroverse Fragen diskutieren, Positionen, deren Interessen und Begründungen vergleichen und einen Standpunkt vertreten. ERG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Ethik, Religionen, Gemeinschaft | Kompetenzaufbau 341 ERG.3 Spuren und Einfluss von Religionen in Kultur und Gesellschaft erkennen Vorangehende Kompetenz: NMG.12.1 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können religiöse Motive im Alltag und in BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle kulturellen Werken erkennen und einschätzen, wie Religionen in Medien Verständigung dargestellt werden. ERG.3.1 Religionen in Gesellschaft und Medien Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können am Ort oder auf Reisen religiöse Spuren oder religiöse Stätten identifizieren und b in ihrem Kontext betrachten. Zeichen, Symbole, Religionen c können in kulturellen Werken (z.B. der Populärkultur) religiöse Motive erkennen und BG.3.A.1.1c nach ihrer Bedeutung fragen (z.B. biblische Gestalten in Bildern, Malerei, Musik, Film, MU.2.C.1.1h d Literatur, Bauten). Biblische Personen, Engel, Heilige, Gottesbilder können in alltäglicher Umgebung, in kulturell bedingten Lebensweisen oder Lebensstilen religiöse Aspekte identifizieren und im Kontext ihrer Verwendung deuten (z.B. Kleidung, Accessoires, Musik, Wohnen). abstrakte, figürliche, konkrete Kunst können Medienbeiträge zu Aspekten von Religionen und Kulturen vergleichen, nach MI.1.2.h ihrem sachlichen Gehalt fragen sowie hinterfragen, wie Religionen und Kulturen in den Medien dargestellt werden. Sachverhalte, Deutungen, Zuschreibungen Vorangehende Kompetenz: NMG.12.1 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Rolle und Wirkungen von BNE - Politik, Demokratie und Religionen und Religionsgemeinschaften in gesellschaftlichen Menschenrechte Zusammenhängen einschätzen. ERG.3.2 Rolle und Wirkungen von Religion RZG.5.1.c Die Schülerinnen und Schüler ... RZG.5.1.d 3a erkunden eine soziale oder kulturelle Einrichtung (z.B. gemeinnützige Einrichtung, b Schule, Friedhof, Kloster, Veranstaltung) und können anhand deren Geschichte den c religiösen Hintergrund erkennen. d können positive, ambivalente und negative Wirkungen von Religion einschätzen (z.B. soziale Netze, Integration, Meinungsbildung, Orientierung, Fundamentalismus). können an der Geschichte des Judentums in der Schweiz und Europa Erfahrungen religiöser und kultureller Minderheiten exemplarisch aufzeigen. Diaspora, Identität, Toleranz, Emanzipation, Antisemitismus, Schoah/Holocaust, öffentliche Anerkennung, Zionismus können aktuelle Debatten auf religiöse bzw. weltanschauliche Standpunkte und diskriminierende Zuschreibungen untersuchen. ERG 15.3.2016 Lehrplan 21 3 342 Fachbereichslehrplan | Ethik, Religionen, Gemeinschaft | Kompetenzaufbau ERG.4 Sich mit Religionen und Weltsichten auseinandersetzen Vorangehende Kompetenz: NMG.12.2 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können erläutern, wie Texte und Lehren in BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle den Religionen überliefert und verwendet werden. Verständigung ERG.4.1 Texte und Lehren Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können exemplarische religiöse Texte mit ihrer kulturellen Herkunft erschliessen (z.B. b Ursprung, Epoche, Alltagswelt). Tora, Tenach, Bibel, Altes und Neues Testament, Evangelien, Koran, Sunna, c Hadith d können erläutern, wie heilige Schriften überliefert wurden und wie sie studiert und verwendet werden. mündliche Überlieferung, Handschrift, Buchdruck, Übersetzung; Schriften,Ikonographie, Rezitation, Meditation, Lesung, Auslegung können die Bedeutung zentraler Gestalten aus den Religionen anhand von Leben und Lehren sowie ihrer Darstellung und Verehrung erläutern. Die Schülerinnen und Schüler können diese aus verschiedenen Perspektiven betrachten (z.B. historisch, ästhetisch, kulturell). Abraham: Sarah, Isaak, Hagar, Ismael; Mose: Auszug aus Ägypten, Offenbarung am Sinai; Jesus: Maria, Jünger und Jüngerinnen, Kreuz und Auferstehung; Mohammed: Chadidscha, Offenbarung des Korans, Mekka und Medina; Buddha: Ausfahrten, Erwachen können in ausgewählten religiösen Texten Vorstellungen, Auslegungen und Lehren der betreffenden Religionen erschliessen. Vorangehende Kompetenz: NMG.12.3 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können religiöse Praxis im BNE - Kulturelle Identitäten lebensweltlichen Kontext erläutern. und interkulturelle Verständigung ERG.4.2 Rituale Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können Gebäude verschiedener Religionen mit ihrer wesentlichen Ausstattung korrekt b benennen, beschreiben (z.B. Eindrücke, Merkmale, Stil) und sachlich erläutern (z.B. Funktion, Gebrauch). Kirche, Moschee, Synagoge, Tempel wissen, wie sie sich als Besucher/in rücksichtsvoll verhalten. können Übergangsrituale des Erwachsenwerdens in verschiedenen Religionen und Kulturen erläutern. Bar Mizwa, Firmung, Konfirmation, Pubertätsfeste, Hochzeit c können ausgewählte Gebote und Regeln verschiedener Religionen erläutern und entsprechende Auslegungen, Bräuche und Verhaltensweisen im Alltag erkennen und respektieren (z.B. Ernährung, Kleidung, Ruhezeiten). d können Angehörigen verschiedener Religionen und Weltsichten begegnen und respektieren, wie sie in ihrer Lebensgestaltung Traditionen einbeziehen (z.B. Rituale in der Familie, in der Gemeinschaft). ERG 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Ethik, Religionen, Gemeinschaft | Kompetenzaufbau 343 Vorangehende Kompetenz: NMG.12.4 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Festtraditionen charakterisieren BNE - Kulturelle Identitäten und kulturell einordnen. und interkulturelle Verständigung ERG.4.3 Festtraditionen Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit Festtraditionen austauschen. b können an einem Beispiel beschreiben, wie sich Festtraditionen in Familie und Gesellschaft verändern und den Wandel kulturell einordnen (z.B. Generationen, Migration, Modernisierung). c können Festzeiten verschiedener Religionen vergleichen (z.B. Bräuche, Symbole, Geschichten, religiöser Gehalt und Bedeutung, soziale Funktion, gesellschaftliche Bedeutung). respektieren die Bedeutung von Festzeiten für religiöse Gemeinschaften, kulturelle Minderheiten und die Gesellschaft. d können die Bedeutung säkularer Gedenktage oder -jahre einschätzen und entsprechende Anlässe gemeinsam gestalten (z.B. Flüchtlingstage, Tag der Menschenrechte). Vorangehende Kompetenz: NMG.12.5 Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können sich in der Vielfalt religiöser BNE - Politik, Demokratie und Traditionen und Weltanschauungen orientieren und verschiedenen Menschenrechte Überzeugungen respektvoll begegnen. BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung ERG.4.4 Weltanschauliche und kulturelle Vielfalt Die Schülerinnen und Schüler ... 3a erkunden religiöses Leben und Religionsgemeinschaften in der lokalen Umgebung (z.B. b Begegnungen, Besichtigungen, Recherchen, Interviews). c können Religionen und kulturelle Minderheiten mit ihren Anliegen nicht diskriminierend darstellen und verschiedene Auffassungen transparent wiedergeben. Lehren, d Interpretation/Auslegung, Statements: öffentliche und private Äusserungen können vereinnahmende Tendenzen - sowohl religiöser und weltanschaulicher Gruppen als auch des gesellschaftlichen Mainstreams - in religiösen und moralischen Fragen erkennen und aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten. Autonomie, Manipulation, Abhängigkeit, Ausgrenzung, Mainstream können verschiedene Auslegungen innerhalb der Religionen erkennen, der Vielfalt von Überzeugungen und religiösen Traditionen sowie den Bemühungen um Toleranz, Integration und Verständigung respektvoll begegnen. ERG 15.3.2016 Lehrplan 21 4 344 Fachbereichslehrplan | Ethik, Religionen, Gemeinschaft | Kompetenzaufbau 5. Vorangehende Kompetenz: NMG.12.5 Querverweise Die Schülerinnen und Schüler können Weltsichten und Weltdeutungen ERG.4.5 reflektieren. BNE - Globale Entwicklung und Frieden 3a Glauben und Wissen BNE - Natürliche Umwelt und Die Schülerinnen und Schüler ... Ressourcen b NT.1.1 c können in verschiedenen Erfahrungsbereichen (z.B. individuelles Erleben, soziale NT.1.2 Beziehungen) und Fachgebieten (z.B. Technik, Kunst, Religion, Politik, Geschichte, Biologie, Physik, Recht, Ökonomie) unterschiedliche Fragestellungen und Weltsichten erkennen. können wissenschaftliches Fragen, Forschen und Erklären von Lebensweisheit, religiöser Tradition und Überzeugung abgrenzen. Wissen und Glauben, Weisheit können religiös sowie nicht religiös begründete und religionskritische Positionen in konkreten Situationen auf ihre Anliegen prüfen und einschätzen. Tradition, Freiheit, Identität, Toleranz ERG 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Ethik, Religionen, Gemeinschaft | Kompetenzaufbau 345 ERG.5 Ich und die Gemeinschaft - Leben und Zusammenleben gestalten Vorangehende Kompetenz: NMG.1.1 Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können eigene Ressourcen wahrnehmen, BNE - Gesundheit einschätzen und einbringen. WAH.4.1 ERG.5.1 Eigene Ressourcen Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können ihre Erfahrungen und Interessen einbringen, ihre Stärken und Talente b beschreiben und sich in verschiedenen Situationen (z.B. Bewerbung, neue Gruppe) c entsprechend vorstellen. Stärken, Talente, Entwicklung d kennen Möglichkeiten, mit Spannungssituationen und Stress umzugehen (z.B. Pausengestaltung, Bewegung). Erholung, Entspannung, Planungshilfen, Lerntechniken kennen Anlaufstellen für Problemsituationen (z.B. Familie, Schule, Sexualität, Belästigung, Gewalt, Sucht, Armut) und können sie bei Bedarf konsultieren. Beratung, Therapie, Selbsthilfe können Träume und Sehnsüchte wahrnehmen, Vorstellungen ihrer Zukunft äussern und ihre Umsetzbarkeit reflektieren. Vorangehende Kompetenz: NMG.1.6 Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Geschlecht und Rollen reflektieren. BNE - Geschlechter und Gleichstellung ERG.5.2 Geschlecht und Rollen Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf Geschlecht und Rollenverhalten in b der Gruppe formulieren und respektvoll diskutieren (z.B. Bedürfnisse, Kommunikation, Gleichberechtigung). c können Darstellungen von Männer- und Frauenrollen sowie Sexualität in Medien auf MI.1.2.h Schönheitsideale und Rollenerwartungen analysieren und Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung kritisch betrachten. kennen Faktoren, die Diskriminierung und Übergriffe begünstigen und reflektieren ihr eigenes Verhalten. Klischee, Vorurteile, Abhängigkeit, Übergriffe ERG 15.3.2016 Lehrplan 21 5 346 Fachbereichslehrplan | Ethik, Religionen, Gemeinschaft | Kompetenzaufbau Vorangehende Kompetenzen: NMG.1.5, NMG.1.6, NMG.10.2 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Beziehungen, Liebe und Sexualität BNE - Geschlechter und Gleichstellung reflektieren und ihre Verantwortung einschätzen. NT.7.3 ERG.5.3 Beziehung und Sexualität Die Schülerinnen und Schüler ... 3a reflektieren eigene Erwartungen und Ansprüche in ihrem Umfeld an Beziehungen, b Freundschaften, Partnerschaft und Ehe. Freundschaft, Partnerschaft, Ehe c verbinden Sexualität mit Partnerschaft, Liebe, Respekt, Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung und können sexuelle Orientierungen nicht diskriminierend benennen. Hetero-, Homosexualität kennen ihre Rechte im Umgang mit Sexualität und respektieren die Rechte anderer. Selbstbestimmung, Schutzalter, sexuelle Orientierung, Schutz vor Abhängigkeit und Übergriffen d können Verhaltensweisen und ihre Auswirkungen im Bereich Sexualität kritisch beurteilen. Risiken, Übergriffe, Missbrauch, Pornographie, Promiskuität, Prostitution Vorangehende Kompetenz: NMG.10.1 Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Gemeinschaft aktiv mitgestalten. ERG.5.4 Gemeinschaft Die Schülerinnen und Schüler ... 3a lernen auf Gefühle und Bedürfnisse zu achten, Spannungen wahrzunehmen und wo b nötig auszuhalten. c können Anerkennung aussprechen und Rückmeldungen wertschätzend anbringen. können Zuständigkeiten aushandeln und vereinbaren und sich verantwortlich für die Gemeinschaft engagieren (z.B. Aufgaben, Ämter, Aktivitäten planen). d können vereinnahmende Einflüsse auf mögliche Ursachen analysieren und sich abgrenzen (z.B. Manipulation, Modetrends, Gruppendruck, Mobbing). ERG 5 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Ethik, Religionen, Gemeinschaft | Kompetenzaufbau 347 Vorangehende Kompetenzen: NMG.7.1, NMG.7.2, NMG.7.4 Querverweise 5. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedene Lebenslagen und BNE - Kulturelle Identitäten Lebenswelten erkunden und respektieren. und interkulturelle Verständigung RZG.2.2 ERG.5.5 Lebenslagen und Lebenswelten Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können Menschen in verschiedenen Lebenslagen und Lebenswelten wahrnehmen sowie FS1GR.6.A.1.e b c FS2GR.6.A.1.e d über Erfahrungen, Bedürfnisse und Werte nachdenken (z.B. berufliche, ökonomische e und familiäre Situation; Krankheit, Behinderung, Asyl, Migration). können Anteil nehmen, wie Menschen mit schweren Erfahrungen und Benachteiligungen umgehen, indem sie ihre Perspektive einnehmen (z.B. Verlust, Behinderung, Krankheit, Flucht, traumatische Erfahrungen). können anhand von Beispielen Familiengeschichten in einen grösseren Zusammenhang einordnen und reflektieren, wie dies die Familienmitglieder geprägt hat (z.B. ökonomische Entwicklung, sozialer Wandel, Flucht, Migration, Erziehung, Rolle des Geschlechts, Generationen, Traditionen). können Vorurteile, Stereotypen, Feindbilder und Befürchtungen auf ihre Ursachen hin FS1GR.6.A.1.c analysieren (z.B. Medien, politische Interessen, eigene Erfahrungen). FS2GR.6.A.1.c FS3GR.6.A.1.c können den gesellschaftlichen und politischen Umgang mit Andersdenkenden und MI.1.2.h Minderheiten diskutieren (z.B. Integration, Minoritäten, Nonkonformisten). Vorangehende Kompetenzen: NMG.10.1, NMG.10.5 Querverweise 6. Die Schülerinnen und Schüler können Anliegen einbringen, Konflikte BNE - Politik, Demokratie und wahrnehmen und mögliche Lösungen suchen. Menschenrechte BNE - Globale Entwicklung und Frieden ERG.5.6 Konflikte Die Schülerinnen und Schüler ... 3a können eigene Anliegen vertreten und Anliegen anderer zur Meinungsbildung und zu b Entscheidungen in Gruppen einbeziehen. c können mögliche Ursachen und Folgen von Aggression im alltäglichen Erleben D.3.C.1.h d erläutern und reflektieren. Aggression kennen Diskussionsformen und Kommunikationsregeln (z.B. auf andere eingehen, Feedback, Nonverbales) und können diese anwenden. Aussprache, Rollengespräch, Debatte; Kommunikationsregeln können verschiedene Wege der Konfliktbewältigung erwägen und Scheinlösungen erkennen (z.B. Schuldabwälzung, Ausweichen, Verharmlosung, Mehrheitsdiktat). Konflikt- lösung, Ausgleich, Mediation, Abstimmung ERG 15.3.2016 Lehrplan 21 5 Gestalten Elemente des Kompetenzaufbaus Impressum Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden Lehrplan 21 Graubünden Herausgeber: Fassung vom 15.03.2016 Zu diesem Dokument: Iwan Raschle Alle Rechte liegen beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden. Titelbild: gr-d.lehrplan.ch Copyright: Internet: Fachbereichslehrplan | Gestalten | Inhalt Inhalt Zum Fachbereich 352 Bedeutung und Zielsetzungen 353 Didaktische Hinweise für das Bildnerische Gestalten 355 Didaktische Hinweise Textiles und Technisches Gestalten 358 Strukturelle und inhaltliche Hinweise 362 Bildnerisches Gestalten 362 363 BG.1 Wahrnehmung und Kommunikation 365 A Wahrnehmung und Reflexion 367 B Präsentation und Dokumentation 366 368 BG.2 Prozesse und Produkte 370 A Bildnerischer Prozess 372 B Bildnerische Grundelemente 375 C Bildnerische Verfahren und kunstorientierte Methoden 375 D Materialien und Werkzeuge 377 378 BG.3 Kontexte und Orientierung A Kultur und Geschichte 377 B Kunst- und Bildverständnis 378 380 Textiles und Technisches Gestalten 381 380 TTG.1 Wahrnehmung und Kommunikation 382 A Wahrnehmung und Reflexion 384 B Kommunikation und Dokumentation 387 388 TTG.2 Prozesse und Produkte 390 A Gestaltungs- bzw. Designprozess 389 B Funktion und Konstruktion 391 C Gestaltungselemente 392 D Verfahren E Material, Werkzeuge und Maschinen GES TTG.3 Kontexte und Orientierung A Kultur und Geschichte B Design- und Technikverständnis 15.3.2016 Lehrplan 21 352 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Zum Fachbereich Zum Fachbereich Der Fachbereich Gestalten setzt sich aus dem Bildnerischen Gestalten und dem Textilen und Technischen Gestalten zusammen. Die einleitenden Kapitel beinhalten beides, wobei in einem Kapitel immer zuerst die Perspektive des Bildnerischen Gestaltens aufgenommen wird und danach diejenige des Textilen und Technischen Gestaltens. Anschliessend folgen der Kompetenzaufbau für das Bildnerische Gestalten und derjenige für das Textile und Technische Gestalten. GES Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Bedeutung und Zielsetzungen 353 Bedeutung und Zielsetzungen Bildnerisches Gestalten Im Bildnerischen Gestalten und in der Begegnung mit Bildern1 aus Kunst und Alltag sensibilisieren sich Kinder und Jugendliche für unterschiedliche bildnerische Gesellschaftliche Bedeutung Ausdrucksweisen. Sie bringen ihre Vorstellungen, Ideen und Absichten in Bildern Schulische Bedeutung zum Ausdruck. In der praktischen wie rezeptiven Auseinandersetzung mit visuellen Kommunikationsformen, Bildwirkungen und Bildfunktionen entwickeln Kinder und Persönliche Bedeutung Jugendliche ihre Bildkompetenz2. Sie ermöglicht ihnen, sich in einer zunehmend von Bildern geprägten Gesellschaft zu orientieren. Kinder und Jugendliche entwickeln ein ästhetisches Urteilsvermögen und eine Werthaltung zu Kunst und Kultur. Bezüge zu Kultur und Geschichte zeigen ihnen auf, dass sich Kultur im Wechselspiel von Tradition und Innovation fortwährend neu erschafft. Bildnerisches Gestalten leistet durch Kontakte zu Kunstschaffenden und direkten Begegnungen mit Kunstwerken in Museen, Ateliers, Galerien und im öffentlichen Raum einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Bildung. 1Ausführungen zum Bildbegriff siehe unter Erweiterter Bildbegriff. 2 Siehe unter Bildkompetenz. Kinder und Jugendliche setzen sich im Bildnerischen Gestalten mit äusseren und inneren Bildwelten auseinander und beziehen dabei ihre jeweilige Lebenswelt ein. Sie erweitern ihre Beobachtungs- und Erinnerungsfähigkeit, üben fantasievolles Assoziieren und differenzieren ihr Vorstellungs- und Darstellungsvermögen. Schülerinnen und Schüler dokumentieren und präsentieren Spuren ihres bildnerischen Prozesses und ihrer Produkte und kommunizieren darüber. Mit Ausstellungen und Präsentationen leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Schulkultur. Im prozess- und produktorientierten Handeln entwickeln Schülerinnen und Schüler Fragestellungen und Bildideen zu unterschiedlichen Situationen und Themen. Sie erproben bildnerische Grundelemente, Verfahren und kunstorientierte Methoden3, Materialien und Werkzeuge. Durch Sammeln, Ordnen, Experimentieren, Verdichten und Weiterentwickeln realisieren Kinder und Jugendliche eigene Bilder. Im Bildnerischen Gestalten lernen die Schülerinnen und Schüler Kunstwerke und Bilder aus verschiedenen Kulturen und Zeiten kennen. Sie lernen, diese zu lesen und einzuordnen. Im vergleichenden Betrachten erkennen sie, dass Bilder unterschiedliche Wirkungen und Funktionen haben und an kulturelle und geschichtliche Kontexte gebunden sind. Dabei erweitern Kinder und Jugendliche das Verständnis für ihre kulturelle Identität und interkulturelle sowie historische Unterschiede. 3Siehe unter Kunstorientierte Methoden. Bilder lösen bei Kindern und Jugendlichen unterschiedliche Assoziationen und Emotionen aus. In Momenten der ungeteilten Aufmerksamkeit und einer neugierigen und forschenden Haltung machen Schülerinnen und Schüler ästhetische Erfahrungen. Diese fördern die Fähigkeit, eigene Fragestellungen und Lösungswege zu entwickeln, und den Mut, sich auf Unbekanntes und Ungewohntes einzulassen. Im Bildnerischen Gestalten realisieren Schülerinnen und Schüler eigene Bilder. Sie erkunden die Lebenswelt und entdecken dabei neue Zugänge. Sie erfahren Selbstwirksamkeit und erkennen die persönliche Bildsprache als eigenständige Ausdrucksform. Textiles und Technisches Gestalten Gesellschaftliche Bedeutung Die heutige Welt und unser Alltag sind stark von Design und Technik geprägt.4 Wir sind von gestalteten und technischen Produkten und Objekten umgeben. Im Textilen GES 15.3.2016 Lehrplan 21 354 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Bedeutung und Zielsetzungen Schulische Bedeutung und Technischen Gestalten setzen sich Kinder und Jugendliche mit Produkten, Persönliche Bedeutung Prozessen sowie gestalterischen und technischen Lösungen auseinander und lernen deren kulturelle, historische, technische, ökonomische und ökologische Bedeutung kennen. Design- und Technikverständnis klärt Sinn- und Wertfragen in Zusammenhang mit der Herstellung, der Gestaltung, dem Gebrauch und der Entsorgung von Produkten. Es befähigt Kinder und Jugendliche, Zusammenhänge von technischen und kulturellen Entwicklungen und Produkten zu erkennen und dazu Stellung zu beziehen. Kinder und Jugendliche haben das Bedürfnis, ihre eigene Umwelt zu gestalten, Neues zu entwickeln und Bestehendes neuen Anforderungen oder ihren Vorstellungen entsprechend umzugestalten. In Gestaltungs- bzw. Designprozessen erwerben Schülerinnen und Schüler grundlegende motorische und handwerkliche Fertigkeiten, die sie ausserschulisch vielfältig einsetzen können. Zusammen mit weiteren ästhetischen, gestalterischen und technischen Kompetenzen sind diese für das Erlernen und Ausüben zahlreicher Berufe von zentraler Bedeutung. Im Unterricht begegnen Schülerinnen und Schüler gestalterischen und technischen Zusammenhängen und lernen, die Wahrnehmungen, die Erarbeitungsprozesse und die entstandenen Produkte zu beschreiben und zu dokumentieren. Sie setzen sich mit gesellschaftlich bedeutsamen Themen, Fragen der Gestaltung und der Technik auseinander. Sie erkunden Materialien, lernen handwerkliche Verfahren kennen und anwenden und benutzen dabei Werkzeuge und Maschinen. Sie analysieren Funktionen und Konstruktionen, planen und entwickeln eigene Produkte. Schülerinnen und Schüler klären und bewerten handwerkliche und industrielle Produktionsweisen. Sie formulieren eigene Urteile und entwickeln ein Bewusstsein für Qualität. Diese Auseinandersetzung fördert das Interesse und das Verständnis für Design und Technik. Im Textilen und Technischen Gestalten stellen Kinder und Jugendliche eigenständig persönliche Produkte her. Sie erleben die Auswirkungen ihrer Tätigkeiten unmittelbar, was den emotionalen Bezug zum Produkt fördert. Die Erfahrung, etwas hergestellt und Neues gelernt zu haben, stärkt das Selbstbewusstsein von Kindern und Jugendlichen und lässt sie Selbstwirksamkeit erfahren. Die eigenen Grenzen oder die Grenzen der Machbarkeit zu erkennen, fördert den Realitätsbezug. GES Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Didaktische Hinweise für das Bildnerische Gestalten 355 Didaktische Hinweise für das Bildnerische Gestalten Anmerkungen zum Fachverständnis Erweiterter Bildbegriff Der erweiterte Bildbegriff umfasst einerseits zweidimensionale, unbewegte und bewegte Bilder (z.B. Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Video, Animation) und andererseits dreidimensionale Werke in Architektur, Plastik, Installation und Performance. Zudem werden äussere und innere Bilder unterschieden. Innere Bilder beinhalten Vorstellungen, Fantasien, Empfindungen und Assoziationen. Äussere Bilder beziehen sich auf Bilder, Objekte und Phänomene aus Natur, Kultur und Kunst. Bildkompetenz Unter Bildkompetenz sind Fertigkeiten, Fähigkeiten, Kenntnisse und Haltungen zu verstehen, die es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, sich in einer von Bildern geprägten Umwelt zu orientieren. Im Unterricht werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, Bildwirkungen und -funktionen zu erkennen wie auch subjektiv- biografische und historisch-kulturelle Kontexte zu verstehen. Schülerinnen und Schüler erwerben Bildkompetenz, wenn sie: Bilder imaginieren, erleben, wahrnehmen, analysieren, interpretieren (Rezeption); Bilder entwerfen, realisieren, verdichten (Produktion); Bilder zuordnen, vergleichen, verstehen (Reflexion); sich mit Bildern mitteilen, über Bilder sprechen (Kommunikation). Kunstorientierte Methoden Schülerinnen und Schüler nutzen Denk- und Arbeitsweisen, wie sie in der Kunst zur Anwendung kommen (z.B. Umgestalten, Variieren, Kombinieren, Verfremden). Im Unterricht erhalten sie Gelegenheit, durch kunstorientierte Methoden vielfältige Begegnungen und Auseinandersetzungen mit Bildern und Kunstwerken zu erleben. Dabei werden sie aufgefordert, ungewohnte Perspektiven einzunehmen, Grenzen auszuloten und eigene Gewohnheiten zu durchbrechen. Bildnerische Prozesse initiieren und planen Themenfelder Ein bildnerischer Prozess wird mit einer Fragestellung ausgehend von einem Thema aus der Lebens- und Vorstellungswelt der Schülerinnen und Schüler initiiert. Phänomene aus Natur und Kultur, zeitgenössische und historische Kunstwerke sowie analoge und digitale Bildwelten sind die Grundlage solcher Fragestellungen. Mögliche Themenfelder sind: Mensch, Figur, Selbstdarstellung; Landschaft, Pflanze, Tier; Objekt, Körper, Raum, Architektur; Farben (Material und Phänomen); Bewegung (Wahrnehmung und Darstellung); Fiktion, Wünsche, Empfindungen; Werbung, Zeichen, Symbole. Aufgaben Bedeutsame Aufgaben ermöglichen den Schülerinnen und Schülern kompetenzorientiertes Lernen in den drei Kompetenzbereichen Wahrnehmung und Kommunikation, Prozesse und Produkte, Kontexte und Orientierung. Eine Aufgabenstellung beinhaltet eine bildnerische Fragestellung sowie Prozess- und Produktkriterien und fordert eigenständige Bildlösungen. Das Inszenieren des Prozesses, der Einbezug der bildnerischen Grundelemente (Punkte, Linien, Formen; Farbe; Raum; Oberflächenstruktur; Bewegung), die Wahl von Verfahren, Materialien und kunstorientierten Methoden sowie die Bewertung stellen Planungsaspekte dar. Gute Aufgaben initiieren bei den Schülerinnen und Schülern eine offene, neugierige und experimentierfreudige Auseinandersetzung und fördern ihre Kreativität und Bildsprache. GES 15.3.2016 Lehrplan 21 356 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Didaktische Hinweise für das Bildnerische Gestalten Bildnerischer Prozess Im bildnerischen Prozess lernen Schülerinnen und Schüler eine Bildidee zu entwickeln und mit bildnerischen Mitteln zu realisieren. Im Wechselspiel von Wahrnehmen, Denken und Handeln machen Schülerinnen und Schüler ästhetische Erfahrungen und differenzieren damit ihr Vorstellungs- und Darstellungsvermögen. Sie beobachten, beschreiben und vergleichen Phänomene, Objekte und Bilder. Sie sammeln und ordnen Materialien und Informationen, spielen und experimentieren mit bildnerischen Grundelementen und Verfahren. Sie lassen sich auf den Prozess ein und erproben verschiedene Vorgehensweisen. Kreative Prozesse erfahren die Schülerinnen und Schüler im Wechsel von Staunen, Konzentrieren, Nicht-wissen, Entscheiden, Planen, Verweilen, Geschehen-lassen, Wiederholen, Verwerfen, Zögern, Wagen, Scheitern, Vergleichen und Einschätzen. Sie erarbeiten sich dabei Kompetenzen für die Entwicklung und Realisierung eigener Bildlösungen. Im Kontext von Kunst und Kultur lernen Schülerinnen und Schüler, ihre Bilder zu vergleichen und einzuordnen. Bildzugänge In der Auseinandersetzung mit Bildern sind verschiedene Bildzugänge zu berücksichtigen: assoziativ (z.B. Assoziationsketten, Titel erfinden, Geschichten erzählen, Adjektivliste, fiktives Interview); deskriptiv (z.B. Reise durch das Bild, Spiel Ich sehe etwas, das du nicht siehst); handlungsorientiert (z.B. Gestik-Haltung-Mimik nachstellen, Vertonung, Bildteile verfremden, ergänzen und kombinieren, Bilddiktat); analytisch (z.B. Motiv, Bildaufbau, formale Aspekte, Malweise). Bildnerische Prozesse begleiten und beurteilen Rolle der Lehrpersonen In der Begleitung bildnerischer Prozesse fordert und fördert die Lehrperson die individuelle Ausdrucksart der Schülerinnen und Schüler und nimmt dabei unterschiedliche Rollen ein. Diese umfassen die Vermittlung von Sach- und Fachwissen, Fertigkeiten, künstlerischen Denk- und Handlungsweisen; die Anleitung und den Austausch; die Beratung und die Ermutigung; das Ermöglichen von ästhetischen Erfahrungen; die Anregung zu Reflexion, Bildbetrachtung und Kommunikation; die kritische Würdigung, Beurteilung und Bewertung. GES Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Didaktische Hinweise für das Bildnerische Gestalten 357 Die Lehrperson initiiert experimentierende und entdeckende Lernwege sowie nachvollziehende und analysierende Lernsituationen. Sie unterstützt einen konstruktiven Umgang mit Schwierigkeiten und Blockaden, indem sie mit einer förderorientierten Grundhaltung den Blick auf Entwicklungsmöglichkeiten lenkt. Sie bewertet Prozesse und Produkte kriterienorientiert. Reflexion und Dokumentation Prozesserfahrungen werden anhand von Studien, Entwürfen, Skizzenbüchern oder Lernjournalen reflektiert, dokumentiert und kommuniziert. In der Auseinandersetzung mit Prozessen und Produkten entwickeln die Schülerinnen und Schüler Verständnis und Wertschätzung für unterschiedliche Arbeitsweisen und Bildsprachen. Überfachliches und Hinweise zum 1. Zyklus Schwerpunkte überfachliche Im Bildnerischen Gestalten ergeben sich viele Anknüpfungspunkte zur Förderung Kompetenzen überfachlicher Kompetenzen. Im Bereich der personalen Kompetenzen wird schwerpunktmässig gearbeitet an: Selbstständigkeit: Schülerinnen und Schüler lernen, bildnerische Prozesse zu organisieren und konzentriert und ausdauernd zu arbeiten. Im Bereich der sozialen Kompetenzen wird schwerpunktmässig gearbeitet an: Kooperationsfähigkeit: Schülerinnen und Schüler lernen, gemeinsam bildnerische Prozesse zu realisieren und das Potenzial der Gruppe zu nutzen. Im Bereich der methodischen Kompetenzen wird schwerpunktmässig gearbeitet an: Sprachfähigkeit: Schülerinnen und Schüler lernen, bildnerische Phänomene mit fachlichen Begriffen zu beschreiben und Prozesse und Produkte mit fachspezifischem Wortschatz zu kommentieren und präsentieren. Aufgaben/Probleme lösen: Schülerinnen und Schüler lernen, verschiedene Strategien beim Lösen von bildnerischen Aufgabenstellungen kennen und setzen diese gezielt ein. Dabei lernen sie, Herausforderungen anzunehmen, sich kreative Lösungen auszudenken, Informationen zu nutzen und Umsetzungsschritte zu planen. (Siehe auch Grundlagen Kapitel Überfachliche Kompetenzen.) Hinweise zum 1. Zyklus Bei Kindern im 1. Zyklus sind die Übergänge vom bildnerischen Gestalten zum freien Spiel fliessend. Die Auseinandersetzung mit grundlegenden Verfahren, insbesondere das Zeichnen, Malen und Modellieren, ermöglicht dem Kind, ausserhalb sprachlicher Ausdrucksformen Erlebnisse zu verarbeiten und zu kommunizieren. Im spielerischen Umgang mit Formen, Farben und Materialien strukturiert das Kind seine vielfältigen Wahrnehmungen und entwickelt dadurch eigene, persönlich bedeutsame Symbole und innere Bilder. Diese bilden die Grundlage, um Symbole in Bildern, Geschichten und Märchen erfassen zu können. (Siehe auch Grundlagen Kapitel Schwerpunkte des 1. Zyklus.) GES 15.3.2016 Lehrplan 21 358 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Didaktische Hinweise Textiles und Technisches Gestalten Didaktische Hinweise Textiles und Technisches Gestalten Unterricht planen Themenfelder Die Planung eines Unterrichtsvorhabens geht von der Lebenswelt, den Interessen und dem Vorwissen der Schülerinnen und Schüler aus. Ausgehend von den Themenfeldern Spiel/Freizeit, Kleidung/Mode, Bau/Wohnbereich, Mechanik/Transport und Energie/Elektrizität planen Lehrpersonen konkrete Lernumgebungen und Unterrichtseinheiten, in denen Schülerinnen und Schüler handwerkliche und gestalterische Fertigkeiten, Wissen und Haltungen erwerben. Themenfelder beinhalten gesellschaftlich bedeutsame Themen aus Design und Technik, die über das Handeln, das Herstellen und das Reflektieren erschlossen werden. Aufgaben Gute herausfordernde Aufgaben ermöglichen den Schülerinnen und Schülern Erfahrungen und Lernen in den drei Kompetenzbereichen Wahrnehmung und Kommunikation, Prozesse und Produkte sowie Kontexte und Orientierung. Ausgangspunkt ist meist die Auseinandersetzung mit der Funktion und Konstruktion eines Produkts, mit den Gestaltungselementen, den Verfahren oder den Materialien, die genau betrachtet, analysiert oder experimentell erprobt werden. Daraus werden gemeinsam oder individuell Arbeitsschritte und Lösungen entwickelt. Enge, halboffene und offene Aufgaben werden variantenreich eingesetzt. Dabei ist das Ziel, die Schülerinnen und Schüler zu einer offenen, forschenden und lösungsorientierten Auseinandersetzung mit der Aufgabe zu führen und individuelle Lösungen zu ermöglichen. Die Lehrpersonen definieren oder vereinbaren die Kriterien einer Aufgabe. Diese leiten Schülerinnen und Schülern an, sich vertieft mit der Aufgabenstellung auseinander zu setzen. Bei der Aufgabenstellung sind zusätzlich die situativen Bedingungen zu berücksichtigen (z.B. Klassengrösse, Raumgrösse, Ausstattung, Heterogenität). Gestaltungs- bzw. Herausfordernde Aufgaben- oder Problemstellung leiten den Gestaltungs- bzw. Designprozess5 Designprozess ein. In diesem lassen sich verschiedene Phasen unterscheiden, die meist entsprechend der Darstellung aufeinander folgen. Im Prozess kann es notwendig sein, einen Schritt zurück zu machen, um noch ungelöste Teilfragen zu klären. GES Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Didaktische Hinweise Textiles und Technisches Gestalten 359 5Im 1. Zyklus wird im Lehrplan vom Gestaltungsprozess gesprochen, ab dem 2. Zyklus wird der Begriff des Designprozesses eingeführt. Gestaltungs- bzw. Designprozesse begleiten Rolle der Lehrpersonen Die Lehrpersonen instruieren und begleiten die Schülerinnen und Schüler in ihren Lern-, Gestaltungs- und Designprozessen. Sie gestalten einen Freiraum für eigene Erfahrungen und begleiten Reflexions- und Präsentationsphasen. Handlungsorientierung Der Unterricht erfolgt handlungsorientiert. Schülerinnen und Schüler sollen gestalterische und technische Prozesse nicht nur nachahmen, sondern verstehen, um diese einschätzen und umsetzen zu lernen. Auf diese Weise werden Handlungskompetenzen erworben, die auch in neuen Problemstellungen im Unterricht und im Alltag angewendet werden können. Methoden Gute herausfordernde Aufgaben erfordern den gezielten Einsatz fachspezifischer Methoden. GES 15.3.2016 Lehrplan 21 360 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Didaktische Hinweise Textiles und Technisches Gestalten Sicherheit Im Umgang mit Werkzeugen, Geräten und Maschinen sind die Empfehlungen der Beratungsstelle für Unfallverhütung (bfu), der Suva zu berücksichtigen. Prozesse und Produkte begutachten und beurteilen Begutachten, Auswerten, Schülerinnen und Schüler vergleichen ihre Arbeitsschritte und Teillösungen bereits Beurteilen während des Gestaltungs- bzw. Designprozesses mit den Kriterien der Aufgabenstellung. Sie formulieren ihre Erfahrungen im Umgang mit den bearbeiteten Materialien, den angewendeten Verfahren, den Konstruktionen, den Gestaltungen und den Kontexten. Dadurch schärfen sie ihre Beobachtung und entwickeln eine genaue Ausdrucksweise. Die Reflexionen können in Lernjournalen festgehalten werden oder mit kriterienorientierten Begutachtungsrunden in der Lerngruppe erfolgen. Kriterienorientierung Kriterien leiten Schülerinnen und Schülern dazu an, sich mit der Aufgaben- und Problemstellung vertieft auseinander zu setzen. In der Beurteilung bezieht sich die Lehrperson auf die formulierten Kriterien (z.B. zur Präsentation, zur Farbgestaltung, zur Konstruktion und Funktion oder zu ökologischen Zusammenhängen). Die Selbst- wie auch die Fremdbeurteilung erfolgen im Vergleich der Kriterien und der Ergebnisse des Gestaltungs- bzw. Designprozesses. Überfachliches und Hinweise zum 1. Zyklus Schwerpunkte überfachliche Im Textilen und Technischen Gestalten ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte Kompetenzen zur Förderung der überfachlichen Kompetenzen. Im Bereich der personalen Kompetenzen wird schwerpunktmässig gearbeitet an: Selbstreflexion: Schülerinnen und Schüler erfahren und reflektieren im Unterricht vielfältige Lern- und Problemlöseprozesse. Sie lernen im Umgang mit Objekten und Produkten deren Wirkung zu analysieren und setzen ihre Kenntnisse und Fertigkeiten in weiteren Prozessen um. Im Bereich der methodischen Kompetenzen wird schwerpunktmässig gearbeitet an: Informationen nutzen: Schülerinnen und Schüler müssen für die Umsetzung ihrer Vorhaben Informationen aus unterschiedlichen Quellen beiziehen. Zunehmend sind sie in der Lage, sich selbst Informationen zu beschaffen, GES Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Didaktische Hinweise Textiles und Technisches Gestalten 361 Hinweise zum 1. Zyklus anhand von Versuchen Fragestellungen zu erarbeiten und zu bewerten. Aufgaben/Probleme lösen: Schülerinnen und Schüler sammeln Erfahrungen beim Lösen von gestalterischen und technischen Aufgaben. Sie durchlaufen vielfältige Prozesse, die sie zunehmend selber strukturieren. Indem sie ihre eigenen Vorhaben umsetzen, lernen sie, mit Herausforderungen umzugehen. (Siehe auch Grundlagen Kapitel Überfachliche Kompetenzen.) Im 1. Zyklus schärfen Kinder in der Begegnung mit Materialien ihre Wahrnehmung. Sie setzen bei der Bearbeitung die Hände und erste Werkzeuge vielfältig ein. Dabei üben sie Kraftdosierung, Koordination und Geschicklichkeit und bauen Wissen zu Materialeigenschaften und Vorgehensweisen auf. Unterschiedlichste Bewegungsmuster der Hände und Arme fördern insbesondere die Voraussetzungen für den Schrifterwerb. Linkshändige Kinder haben einen Anspruch auf eine Lernbegleitung, welche ihre Handdominanz in allen Situationen unterstützt. Gestalterische Aufgaben sind auch im 1. Zyklus anspruchsvoll, müssen aber den kognitiven, den motorischen und emotionalen Voraussetzungen der Kinder entsprechen und bieten Entscheidungsmöglichkeiten im Prozess. Materialien, welche durch Auffädeln, Zusammenstecken, Kleben, Schichten oder Nageln miteinander verbunden werden können, haben einen grossen Gestaltungsanreiz für Kinder. Mit dem schrittweisen Zusammenfügen der Materialien entstehen während der Arbeit allmählich Ideen, Vorstellungen oder ein Produkt. Das Erklären von Situationen und Aufgaben, sowie das Einführen von Verfahren und Vorgehensweisen, können als intensive, vernetzte Sprachförderung eingesetzt werden. Durch die Kombination von Handlung (nonverbal) und gleichzeitigem Sprechen (verbal) werden Begriffe für die Kinder in einen logischen Zusammenhang gebracht, illustriert und in den Wortschatz integriert. (Siehe auch Grundlagen Kapitel Schwerpunkte des 1. Zyklus.) GES 15.3.2016 Lehrplan 21 362 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Strukturelle und inhaltliche Hinweise Zusammenspiel der drei Die Fachbereichslehrpläne Bildnerisches Gestalten und Textiles und Technisches Kompetenzbereiche Gestalten haben die gleiche Grundstruktur. Sie sind in die Kompetenzbereiche Wahrnehmung und Kommunikation, Prozesse und Produkte sowie Kontexte und Orientierung unterteilt. Fachspezifische Besonderheiten sind in der Binnenstruktur erkennbar (siehe Tabellen 3 und 4). Die drei Kompetenzbereiche stehen in wechselseitigen Beziehungen. In Unterrichtsvorhaben wird mit unterschiedlicher Gewichtung und Reihenfolge in allen drei Kompetenzbereichen gearbeitet. Der Kompetenzbereich Prozesse und Produkte beansprucht in der Regel einen grösseren zeitlichen Anteil als die beiden anderen Bereiche. GES Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Gestalten | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 363 Fehlende Orientierungspunkte In den Lehrplänen Bildnerisches Gestalten und Textiles und Technisches Gestalten Technikverständnis wurden keine Orientierungspunkte gesetzt, weil der Kompetenzaufbau nur wenige Kompetenzstufen enthält, die über den ganzen Zeitraum des jeweiligen Zyklus aufgebaut werden. Die Kompetenzen zum Technikverständnis sind mit den entsprechenden Kompetenzen in den Fachbereichen Natur, Mensch und Gesellschaft (NMG) bzw. Natur und Technik (NT) abgeglichen, wobei unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt wurden: Während es im Lehrplan Textilen und Technischen Gestalten um das Erfahren, das praktische Erproben, das Erschliessen und das Bewerten von naturwissenschaftlichen und technischen Zusammenhängen geht, werden in Natur, Mensch, Gesellschaft und Natur und Technik die theoretischen Grundlagen dazu erarbeitet. GES 15.3.2016 Lehrplan 21 364 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau Bildnerisches Gestalten BG Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau 365 BG.1 Wahrnehmung und Kommunikation A Wahrnehmung und Reflexion Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können bildhaft anschauliche Vorstellungen EZ - Wahrnehmung (2) aufbauen, weiterentwickeln und darüber diskutieren. BG.1.A.1 Vorstellungen aufbauen und weiterentwickeln Die Schülerinnen und Schüler ... 1a 2b können bildhaft anschauliche Vorstellungen aufgrund von Erinnerungen und Wünschen D.4.C.1.b assoziativ aufbauen und kombinieren (z.B. Spielwelt, Schulweg, Wolkenbilder, 3c Fantasiegestalten, Verborgenes imaginieren). können von ihren bildhaft anschaulichen Vorstellungen erzählen und sich darüber austauschen. können bildhaft anschauliche Vorstellungen zu vergangenen, gegenwärtigen und D.4.C.1.e zukünftigen Situationen assoziativ und bewusst aus verschiedenen Blickwinkeln aufbauen, kombinieren und weiterentwickeln (z.B. Bildergeschichte, Höhlenbewohner, Zukunftsvision). können ihre bildhaft anschauliche Vorstellungen benennen und darüber kommunizieren. können bildhaft anschauliche Vorstellungen aufgrund von Empfindungen, Fantasien und D.4.C.1.g Wissen assoziativ und bewusst aufbauen, kombinieren und weiterentwickeln (z.B. unterschiedliche Atmosphären, Konstruktionen, Komposition, Storyboard). können ihre bildhaft anschauliche Vorstellungen analysieren und darüber diskutieren. 2. Die Schülerinnen und Schüler können Bilder wahrnehmen, beobachten Querverweise und darüber reflektieren. EZ - Sprache und Kommunikation (8) EZ - Wahrnehmung (2) BG.1.A.2 Wahrnehmen über mehrere Sinne Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a 2 1b können in der visuellen, taktilen, auditiven und kinästhetischen Wahrnehmung 3 1c Unterschiede erkennen und sich darüber austauschen. können die Wechselwirkung zwischen visuellen, taktilen, auditiven und kinästhetischen Wahrnehmungen erkennen, beschreiben und darüber diskutieren. können die Subjektivität und Vielschichtigkeit von visuellen, taktilen, auditiven und kinästhetischen Wahrnehmungen analysieren und mit anderen vergleichend reflektieren. BG.1.A.2 Aufmerksam beobachten NMG.2.1.a Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können Lebewesen, Situationen, Gegenstände beobachten, Bilder betrachten und 2b bedeutsame Merkmale sowie Empfindungen aufzeigen. können ihre Beobachtungen von Farbe, Grösse, Bewegung und Form mit Beobachtungen anderer vergleichen. BG 15.3.2016 Lehrplan 21 1 366 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau Querverweise 2 2c können Lebewesen, Situationen, Gegenstände über eine längere Zeit beobachten, Bilder betrachten und sich über ihre Empfindungen und Erkenntnisse austauschen. können ihr Vorwissen mit der Beobachtung vergleichen und Bildmerkmale erkennen. 2d können ihre Beobachtungen zu Raum-, Farb- und Bewegungsphänomenen beschreiben (z.B. Nähe-Distanz, Licht-Schatten, optische Farbmischungen, Bildfolge). 3 2e können Lebewesen, Situationen, Gegenstände und Bilder aus verschiedenen Perspektiven und in unterschiedlichen Kontexten beobachten. können ihr Vorwissen mit der Beobachtung vergleichen und ihren Blick schärfen. können ihre Empfindungen und Erkenntnisse beschreiben und vergleichen. 2f können ihre Beobachtungen zu Raum-, Farb- und Bewegungsphänomenen beschreiben (z.B. optische Täuschungen, Anamorphose, Fluchtpunkt, farbige Nachbilder, Wundertrommel, Animation). 3. Die Schülerinnen und Schüler können ästhetische Urteile bilden und Querverweise begründen. EZ - Eigenständigkeit und soziales Handeln (9) BG.1.A.3 Ästhetisches Urteil bilden und begründen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a 2b können ihre Vorlieben in Bezug auf Merkmale und Eigenschaften von Bildern beschreiben (Motive, Farben, Formen und Materialien). c können Eigenschaften und Qualitätsmerkmale von Bildern beschreiben und beurteilen 3d (z.B. Motiv, Farbklang, Bildaufbau). können ein persönliches ästhetisches Urteil an Kriterien festmachen, eine eigene Meinung entwickeln und diese mit anderen Standpunkten vergleichen. können Eigenschaften und Qualitätsmerkmale von Bildern analysieren, einordnen und beurteilen (z.B. Bildwirkung, inhaltliche und formale Umsetzung). BG 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau 367 BG.1 Wahrnehmung und Kommunikation B Präsentation und Dokumentation 1. Die Schülerinnen und Schüler können bildnerische Prozesse und Querverweise Produkte dokumentieren, präsentieren und darüber kommunizieren. EZ - Sprache und Kommunikation (8) BG.1.B.1 Dokumentieren D.4.B.1.e Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a 2 1b können Spuren ihres Prozesses aufzeigen (z.B. Bilder nach ihrer Entstehung ordnen). 3 1c können Spuren ihres Prozesses festhalten und aufzeigen (z.B. Tagebuch, Skizzenheft, Sammlung der Arbeiten). können Phasen ihres Prozesses in Bild und Wort dokumentieren (z.B. Portfolio, Lernjournal). BG.1.B.1 Präsentieren und Kommunizieren Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können ihre Prozesse und Produkte im kleineren Rahmen (Klasse) und 2 2b im grösseren Rahmen (z.B. Projektwoche, Elternabend) präsentieren und darüber erzählen. 3 2c können ihren Bildern Bedeutung geben und darüber sprechen. können ihre Prozesse aufzeigen und ihre Produkte ausstellen (z.B. beschriften, beleuchten). können mit Fachbegriffen ihre Prozesse und Produkte kommentieren. können die subjektive Bedeutung ihrer Bilder aufzeigen. können ihre Prozesse aufzeigen und ihre Produkte präsentieren (z.B. installieren, in Szene setzen, digital aufbereiten). können mit Fachbegriffen ihre Prozesse und Produkte kommentieren und diskutieren. können die subjektive Bedeutung ihrer Bilder aufzeigen und zur Diskussion stellen. BG 15.3.2016 Lehrplan 21 1 368 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau BG.2 Prozesse und Produkte A Bildnerischer Prozess 1. Die Schülerinnen und Schüler können eigenständige Bildideen zu Querverweise unterschiedlichen Situationen und Themen alleine oder in Gruppen EZ - Fantasie und Kreativität entwickeln. (6) BG.2.A.1 Bildidee entwickeln Die Schülerinnen und Schüler ... 1a 2b können eigene Bildideen zu Themen aus ihrer Fantasie- und Lebenswelt entwickeln (z.B. Familie, Tier, Figuren und Fantasiewesen). 3c können eigene Bildideen und Fragestellungen aus ihrer Fantasie- und Lebenswelt zu Natur, Kultur und Alltag entwickeln (z.B. Mensch, Tier- und Pflanzenwelt, Geschichten, Erfindungen, Schriften). können eigene Bildideen und Fragestellungen aus ihrem Interessensbereich und gesellschaftlichen Umfeld entwickeln (z.B. Werbung, Selbstdarstellung, Schönheit, Lifestyle, virtuelle Welten, Streetart). Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können eigenständig bildnerische Prozesse EZ - Fantasie und Kreativität (6) alleine oder in Gruppen realisieren und ihre Bildsprache erweitern. BG.2.A.2 Sammeln und Ordnen, Experimentieren Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können Materialien, Dinge und Bilder aus der eigenen Lebenswelt nach eigenen oder 1b vorgegebenen Kriterien sammeln und ordnen sowie damit experimentieren. können Sammlungen und Experimente als Inspirationsquellen für ihren weiteren 2 1c bildnerischen Prozess nutzen. 1d können in Spiel und Experiment offen an Situationen herangehen, Neues entdecken und damit ihre bildnerischen Ausdrucksmöglichkeiten erweitern. 3 1e können Materialien, Dinge und Bilder aus der eigenen Lebenswelt und dem weiteren 1f Umfeld nach Kriterien sammeln und ordnen sowie damit experimentieren. können Sammlungen und Experimente als Inspirationsquellen für ihren weiteren bildnerischen Prozess nutzen. können in Spiel und Experiment auf Unerwartetes reagieren, ihre Aufmerksamkeit für Details schärfen und ihre Bildsprache erweitern. können Materialien, Dinge und Bilder aus eigenen und fremden Kontexten kriteriengeleitet sammeln und ordnen sowie damit experimentieren. können Sammlungen und Experimente als Inspirationsquellen für ihren weiteren bildnerischen Prozess nutzen. können in Spiel und Experiment Unbekanntes zulassen, Besonderheiten und Zusammenhänge entdecken und ihre Bildsprache differenzieren. BG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau 369 BG.2.A.2 Verdichten und Weiterentwickeln Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a 2 2b können ihre Bilder begutachten und daraus Impulse für die Weiterarbeit gewinnen. 3 2c können die Wirkung ihrer Bilder nach vorgegebenen Kriterien begutachten und daraus Impulse für das Verdichten oder Weiterentwickeln gewinnen. können die Bildidee und -wirkung ihrer Bilder nach eigenen oder vorgegebenen Kriterien begutachten und daraus Impulse für das Verdichten oder Weiterentwickeln gewinnen. BG 15.3.2016 Lehrplan 21 2 370 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau BG.2 Prozesse und Produkte B Bildnerische Grundelemente 1. Die Schülerinnen und Schüler können die Wirkung bildnerischer Querverweise Grundelemente untersuchen und für ihre Bildidee nutzen. EZ - Lernen und Reflexion (7) BG.2.B.1 Punkte, Linien, Formen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können durch Verdichtung, Streuung, Reihung, Überschneidung mit Punkten und Linien 2 1b Spuren erzeugen. können offene, geschlossene, eckige, runde, organische und geometrische Formen 3 1c bilden. können diagonale, horizontale, vertikale Anordnungen von Punkten und Linien linear und flächig erproben und einsetzen. können durch Kontraste, Konturen und Positiv-Negativ-Beziehungen Formen entwickeln und einsetzen. können Anordnungen von Punkten und Linien gezielt für eine lineare, flächige und räumliche Wirkung einsetzen. können durch Figur-Grund-Beziehung, Grössenveränderung, Reduktion und Abstraktion Formen entwickeln und gezielt einsetzen. BG.2.B.1 Farbe TTG.2.C.1.3a Die Schülerinnen und Schüler ... TTG.2.C.1.3b 1 2a 2 2b können nach subjektiven Vorlieben Farben mischen und anordnen. TTG.2.C.1.3c 3 2c können aus Primärfarben verwandte und gegensätzliche Farben mischen und diese miteinander in Beziehung setzen. 2d können die Vielfalt unterschiedlicher Farbtöne erkennen, auswählen und einsetzen. können Farben gegenstandsbezogen mischen und einsetzen. können Farben nach Helligkeit, Farbton und Sättigung nuanciert mischen und gezielt einsetzen. können Farbverläufe und Farbbeziehungen entdecken, aufeinander abstimmen und einsetzen. können Erscheinungsfarben mischen und bewusst einsetzen. BG.2.B.1 Raum Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a 2 3b können mit vorhandenem Material Räume aufbauen und einrichten. können räumliche Situationen in der Fläche zeichnen oder malen. 3 3c können Raum mit Mobiles, Licht-Schatten, Modellen und Installationen aufbauen und verändern. können Raum durch Staffelung, Hell-Dunkel-, Vorne-Hinten-Beziehung untersuchen und in der Fläche darstellen. können Raum in Natur, Architektur und öffentlichem Raum untersuchen und dreidimensional gestalten. können Raum durch lineare Verkürzungen, Farb- und Luftperspektive in der Fläche darstellen. BG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau 371 BG.2.B.1 Oberflächenstruktur Die Schülerinnen und Schüler ... 1 4a 2 4b können mithilfe von Strukturen eine glatte, raue, gekringelte und gewellte 3 4c Oberflächenwirkung erzeugen. können mithilfe von Strukturen eine differenzierte Oberflächenwirkung im Bild und am TTG.2.C.1.1b Objekt erzeugen (z.B. haarig, kantig, stachelig, porös, durchbrochen). können mithilfe von Strukturen eine differenzierte Oberflächenwirkung im Bild und am TTG.2.C.1.1c Objekt erzeugen und gezielt einsetzen (z.B. glänzend, schuppig, gerillt, zerknittert). BG.2.B.1 Bewegung Die Schülerinnen und Schüler ... 1 5a 2 5b können durch rhythmisches Zeichnen und gestisches Malen Bewegungsspuren darstellen. 3 5c können im Action Painting und Rolldruck mit ihrem Körper gezielte Bewegungspuren erzeugen. können Bewegungsmomente und Bildfolgen von bewegten Figuren und Objekten darstellen. können durch Lichtzeichnen mit ihrem Körper Bewegungsspuren erforschen und einsetzen. können die Darstellung von Bewegung durch Schärfe-Unschärfe, Zeitraffer und Zeitlupe erproben und darstellen. BG 15.3.2016 Lehrplan 21 2 372 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau BG.2 Prozesse und Produkte C Bildnerische Verfahren und kunstorientierte Methoden 1. Die Schülerinnen und Schüler können die Wirkung bildnerischer Querverweise Verfahren untersuchen und für ihre Bildidee nutzen. EZ - Lernen und Reflexion (7) EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) BG.2.C.1 Zeichnen, Malen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können rhythmisch, linear und flächig, kritzelnd und wischend, klecksend und 1b schmierend zeichnen und malen. 2 1c können die Druckstärke im Zeichnen variieren und deckend sowie durchscheinend malen. 1d können gestisch zeichnen (z.B. frech, bedächtig, schnell, langsam), frottieren, kribbeln, 3 1e schichten und nass-in-nass malen. 1f können schraffieren und gezielt deckend malen. können regelmässig und unregelmässig schraffieren sowie lasierend und pastos malen. können parallel, kreuz und quer schraffieren und ihren Duktus zeichnerisch und malerisch variieren (z.B. Pinselführung, Druckstärke, Geste). BG.2.C.1 Drucken TTG.2.D.1.5a Die Schülerinnen und Schüler ... TTG.2.D.1.5b 1 2a TTG.2.D.1.5c können Materialdruck, Abklatsch und Körperabdruck erproben und anwenden. 2b können Frottage und Stempeldruck (z.B. Schnur, Gummi, Kork) erproben und 2 2c anwenden. 2d können Schablonendruck und Tiefdruck (z.B. Tetrapack, Styropor) erproben und einsetzen. 3 2e können Monotypie, Rolldruck und Zweifarbendruck erproben und einsetzen. 2f kennen unterschiedliche Druckverfahren und deren Eigenheiten (z.B. spiegelverkehrt, verlorene Platte, Seriendruck, Reproduktion) und können diese gezielt einsetzen. können Prägedruck, Siebdruck und Linoldruck erproben und gezielt einsetzen. BG.2.C.1 Collagieren, Montieren Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a können durch Reissen, Schneiden, Falten und Kleben collagieren und montieren. 3b können die Montage durch Schichten, Anhäufen, Verbinden und Kombinieren erproben 2 3c und anwenden. 3d können durch Überlagern, Einschneiden, Aufklappen, Arrangieren collagieren und MI - Produktion und montieren und dabei Übergänge und Verbindungen beachten. Präsentation 3 3e können die Collage und digitale Montage erproben und einsetzen (z.B. Bild im Bild- Bezug, Bildpaare). können Collage und Montage als Handlungs- und Denkweise gezielt einsetzen (z.B. irreale oder surreale Bildkombinationen). BG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau 373 BG.2.C.1 Modellieren, Bauen, Konstruieren Die Schülerinnen und Schüler ... 1 4a können durch additives Aufbauen und freies Formen modellieren und durch Verbinden, 4b Schichten und Spannen bauen und konstruieren. 2 4c können durch Abtragen und Aushöhlen modellieren und durch Zusammenfügen, Wickeln und Knoten bauen und konstruieren. 4d können durch Verformen und Überformen modellieren und durch Montieren bauen und 3 4e konstruieren (z.B. Mobile, Stabile). 4f können durch Abformen und Nachformen modellieren (z.B. Figur und Objekt) und durch Biegen, Kleben und Schnüren bauen und konstruieren. kennen aufbauende, abtragende und konstruktive Verfahren und können diese gezielt einsetzen (z.B. Körperbild, Raumbild). kennen Positiv-Negativ-Formen, Hohl- und Vollplastik, Skulptur, Gussform, Raummodell und kinetische Objekte und können diese räumlich umsetzen. BG.2.C.1 Spielen, Agieren, Inszenieren Die Schülerinnen und Schüler ... 1 5a 2 5b können mit Gegenständen, Figuren oder Materialien agieren und Spiel-Räume 3 5c inszenieren (z.B. Kleine-Welt-Spiel, tun-als-ob-Spiel). können den eigenen Körper, Objekte, Figuren und Räume inszenieren (z.B. Tableau vivant, Masken, Bildräume mit farbigem Licht, Schattenspiel). können durch Performance und Aktion Raum-Körperbezüge schaffen (z.B. ungewohnte Beziehungen, Selbstinszenierung, Rauminstallation). BG.2.C.1 Fotografieren, Filmen MI - Produktion und Die Schülerinnen und Schüler ... Präsentation 1 6a 2 6b können ausgewählte Situationen fotografisch festhalten. MI - Produktion und Präsentation 6c können unterschiedliche Blickwinkel, Lichtverhältnisse und Bildausschnitte beim MU.5.A.1.g Fotografieren einbeziehen. 3 6d können Farbkontraste, Nähe und Distanz beim Fotografieren erproben und anwenden 6e (z.B. Fotoroman, Trickfilm). kennen bildsprachliche Mittel in Fotografie und Film (z.B. Perspektive, Tiefenschärfe, Einstellungsgrösse) und können diese erproben und gezielt einsetzen. können Bilder und Filme digital bearbeiten (z.B. Korrekturen, Schnitt, Montage). können eine Reportage, Dokumentation oder ein Storyboard in der Gruppe erstellen. BG 15.3.2016 Lehrplan 21 2 374 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können kunstorientierte Methoden anwenden. BG.2.C.2 Kunstorientierte Methoden MU.5.B.1.a Die Schülerinnen und Schüler ... MU.5.B.1.d 1a MU.5.B.1.g können durch Zerlegen, Vergrössern, Verkleinern, Drehen und Wiederholen b Darstellungsmöglichkeiten entdecken. 2c können Hör-, Riech- Schmeck-, Bewegungs- oder Tasterfahrungen bildnerisch darstellen (z.B. Musik malen). d können durch Abbilden, Verfremden, Umgestalten und Schichten 3e Darstellungsmöglichkeiten erproben und anwenden. können durch Umdeuten und Spiegeln Darstellungsmöglichkeiten erproben und f anwenden. können Hör-, Riech- Schmeck-, Bewegungs- oder Tasterfahrungen bildnerisch darstellen (z.B. Rhythmus zeichnen). können durch Abstrahieren, Reduzieren, Kombinieren, Variieren und Dekonstruieren Darstellungsmöglichkeiten erproben, auswählen und gezielt einsetzen. können Hör-, Riech- Schmeck-, Bewegungs- oder Tasterfahrungen bildnerisch darstellen (z.B. Musik als Videoclip inszenieren). BG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau 375 BG.2 Prozesse und Produkte D Materialien und Werkzeuge Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Eigenschaften und Wirkungen von EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) Materialien und Werkzeugen erproben und im bildnerischen Prozess einsetzen. BG.2.D.1 Grafische, malerische Materialien und Bildträger Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können Farbstifte, Wachskreiden, Strassenkreiden und flüssige Farben erproben und 1b einsetzen. können verschiedene Papiere, Karton, Tafeln und Pausenplatz als Bildträger erproben 2 1c und nutzen. 1d können Naturfarben, Naturmaterialien und Kohle zeichnerisch und malerisch erproben und einsetzen. 3 1e können die Eigenschaften von Bildträgern erproben und nutzen (z.B. saugend, abstossend, glatt, rauh, porös). 1f können weiche und harte Bleistifte, wasserlösliche und wasserfeste Kreiden, Gouache und Wasserfarbe erproben und einsetzen. können Stoff, Holz und Glas als Bildträger erproben und nutzen. können Tusche, Graphit, Farbpigmente und Bindemittel erproben und einsetzen. können Bildträger erproben und auswählen (z.B. Postkarte, Post-it, Recyclingmaterial, Schulareal). können Acrylfarbe erproben und einsetzen. können Packpapier, Verpackungsmaterial und Druckerzeugnisse als Bildträger erproben und nutzen. können Materialien zeichnerisch und malerisch erproben und einsetzen (z.B. Rötel, Sprayfarbe, Ölfarbe, Aquarellfarbe). können Bildträger gezielt einsetzen und variieren. BG.2.D.1 Plastische, konstruktive Materialien TTG.2.E.1.1a Die Schülerinnen und Schüler ... TTG.2.E.1.1a 1 2a TTG.2.E.1.1b können plastische Massen, Kleister, Recyclingmaterial, Klebeband, Papier, Sand und TTG.2.E.1.1c 2b Wasser für eine räumliche Darstellung einsetzen. 2 2c können Ton, Holz, Stoff, Draht und Schnur plastisch erproben und für eine räumliche Darstellung einsetzen. 2d können die Wirkung plastischer Materialien erproben und für eine räumliche 3 2e Darstellung einsetzen. 2f können Kernseife, Gips, Panzerkarton, Metall- und Plastikfolie als dreidimensionales Material erproben und einsetzen. können die Wirkung plastischer Materialien erproben und für eine differenzierte räumliche Darstellung einsetzen. können Materialien plastisch erproben und für eine räumliche Darstellung einsetzen (z.B. Porenbeton, Wachs, Offsetplatte). BG 15.3.2016 Lehrplan 21 2 376 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau BG.2.D.1 Werkzeuge Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a können den Gebrauch der eigenen Hände als Werkzeuge erproben. 2 3b können die Anwendungsmöglichkeiten sowie die Wirkung von Borsten- und Haarpinsel 3 3c (z.B.Flach-, Rund-, Stupfpinsel), Schwamm und Farbrollen erproben. können die Anwendungsmöglichkeit und Wirkung von selbst hergestellten Werkzeugen, von Druckwalze, Spachtel und Rolle ausloten und diese gezielt einsetzen. kennen die Anwendungsmöglichkeit und Wirkung von Werkzeugen und können diese sachgerecht einsetzen (z.B. Modellier-, Schnittwerkzeug). BG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau 377 BG.3 Kontexte und Orientierung A Kultur und Geschichte Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Kunstwerke aus verschiedenen EZ - Zeitliche Orientierung (3) BNE - Kulturelle Identitäten Kulturen und Zeiten sowie Bilder aus dem Alltag lesen, einordnen und und interkulturelle vergleichen. Verständigung BG.3.A.1 Kunstwerke und Bilder lesen ERG.3.1.b Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a 2 1b können Zeichen, Farben, Formen und Materialien in Kunstwerken aus verschiedenen 3 1c Kulturen und Zeiten sowie in Bildern aus dem Alltag untersuchen und beschreiben. können Symbole, Komposition und Ausdruck in Kunstwerken aus verschiedenen Kulturen und Zeiten sowie in Bildern aus dem Alltag untersuchen und beschreiben. können Bildsprache und Stilmittel in Kunstwerken aus verschiedenen Kulturen und Zeiten sowie in Bildern aus dem Alltag beschreiben und analysieren. BG.3.A.1 Kunstwerke kennen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können sich auf Begegnungen mit Kunstwerken einlassen (z.B. Museums-, 2b Atelierbesuch). 2c kennen exemplarische Kunstwerke aus der Gegenwart und Vergangenheit sowie aus FS1GR.6.A.1.a verschiedenen Kulturen (z.B. Kunstwerke von Angelika Kaufmann, Alberto und Augusto FS2GR.6.A.1.a Giacometti, Giovanni Segantini, Ernst Ludwig Kirchner sowie Werke in aktuellen Ausstellungen von Kunstmuseen und -institutionen). können Fragestellungen entwickeln (z.B. in Begegnungen mit Kunstschaffenden und mit originalen Kunstwerken). kennen verschiedene Kunstwerke aus unterschiedlichen Kulturen und Zeiten und FS1GR.6.A.1.d können deren kulturelle Bedeutung einordnen (z.B. Kunstwerke von Alberto und FS2GR.6.A.1.d Giovanni Giacometti, Ernst Ludwig Kirchner, Matias Spescha sowie Werke in aktuellen FS3GR.6.A.1.a Ausstellungen von Kunstmuseen und -institutionen). können Kunsterfahrungen beschreiben und diskutieren (z.B. in Begegnungen mit Kunstschaffenden und originalen Kunstwerken). BG.3.A.1 Eigene Bilder mit Kunstwerken vergleichen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a 2 3b können Motiv, Farbe und Material in Kunstwerken mit eigenen Bildern vergleichen und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten aufzeigen. 3 3c können Entstehung, Formensprache, Körper- und Raumdarstellung in Kunstwerken erkennen, mit eigenen Bildern vergleichen und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten aufzeigen. können Abbild, Fiktion und Abstraktion in Kunstwerken mit eigenen Bildern vergleichen und Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten aufzeigen. BG 15.3.2016 Lehrplan 21 3 378 Fachbereichslehrplan | Bildnerisches Gestalten | Kompetenzaufbau BG.3 Kontexte und Orientierung B Kunst- und Bildverständnis 1. Die Schülerinnen und Schüler können Wirkung und Funktion von Querverweise Kunstwerken und Bildern erkennen. EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) BG.3.B.1 Bildwirkung MI.1.2.g Die Schülerinnen und Schüler ... MI.1.2.h 1 1a 2 1b können die Wirkung von Kunstwerken und Bildern beschreiben (z.B. Gefühle, Erinnerungen, Fantasien). 3 1c können Kunstwerke und Bilder in Bezug auf Darstellungsabsicht und Bildwirkung untersuchen (z.B. Rollenbilder, Klischee, Fiktion). erkennen, dass Bilder verändert und manipuliert werden können (z.B. Blickwinkel, Bildausschnitt, Proportion, Farbwirkung, Kontrast, Verzerrung). können Kunstwerke und Bilder in Bezug auf Darstellungsabsicht und Bildwirkung analysieren (z.B. Stilepochen, Trends, Schönheitsideale). kennen Möglichkeiten der Manipulation von Bildern in analogen und digitalen Bildwelten. BG.3.B.1 Bildfunktion Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a 2 2b erkennen, dass Kunstwerke und Bilder etwas erzählen und erklären können (z.B. D.2.B.1.c Bildergeschichte, Sachbild). 3 2c erkennen, dass Kunstwerke und Bilder auffordern, veranschaulichen, dokumentieren D.2.B.1.f und informieren können (z.B. Werbebotschaft, Dokumentation, Gebrauchsanweisung, Fantasiebild). erkennen, dass Kunstwerke und Bilder irritieren, manipulieren, dekorieren, illustrieren, D.2.B.1.h MI.1.2.h klären und unterhalten können (z.B. Propaganda, Schaubild, Zierbild, Schema). BG 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau 379 Textiles und Technisches Gestalten TTG 15.3.2016 Lehrplan 21 380 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau TTG.1 Wahrnehmung und Kommunikation A Wahrnehmung und Reflexion 1. Die Schülerinnen und Schüler können gestalterische und technische Querverweise Zusammenhänge an Objekten wahrnehmen und reflektieren. EZ - Wahrnehmung (2) EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) TTG.1.A.1 Wirkung und Zusammenhänge Die Schülerinnen und Schüler ... 1a 2b können die Wirkung von alltäglichen Objekten wahrnehmen und mit einfachen Worten NMG.3.1.c beschreiben (Zusammenspiel von Funktion, Konstruktion, Gestaltungselementen). 3c können technische Zusammenhänge spielerisch erfahren und mit Worten und Gesten beschreiben (z.B. schaukeln, wippen, wägen, rollen, bauen). können die Wirkung von Objekten wahrnehmen und beschreiben (Zusammenspiel von Funktion, Konstruktion, Gestaltungselementen). erkennen, mit welchen Verfahren Objekte hergestellt wurden. können technische Zusammenhänge erkennen und erklären (Kraftübertragung, Antrieb, Zweifadensystem der Nähmaschine). können Funktionen und Wirkung von Objekten zielgerichtet untersuchen (Zusammenspiel von Funktion, Konstruktion, Gestaltungselementen). erkennen, mit welchen Verfahren Objekte hergestellt wurden. können technische Zusammenhänge erkennen und erklären (Energiebereitstellung, Robotik, Overlockmaschine, Web- oder Wirkmaschine). TTG 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau 381 TTG.1 Wahrnehmung und Kommunikation B Kommunikation und Dokumentation Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Gestaltungs- bzw. Designprozesse EZ - Lernen und Reflexion (7) und Produkte begutachten und weiterentwickeln. TTG.1.B.1 Prozesse begutachten Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können über eigene Prozessschritte sprechen und diese mit Vorgehensweisen anderer 2 1b vergleichen. 3 1c können vorhandene und neu erworbene Fertigkeiten und Erkenntnisse aufzeigen. können eigene Designprozesse mit denen von anderen vergleichen, Unterschiede beschreiben und Entwicklungsmöglichkeiten formulieren. können Designprozesse analysieren und daraus Konsequenzen für nächste Prozesse formulieren. TTG.1.B.1 Produkte begutachten Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a erzählen, ob und warum sie mit dem eigenen Produkt zufrieden sind. 2 2b können einzelne Aspekte ihres Produkts begutachten und konkrete Verbesserungen 3 2c nennen. können Erwartungen an das eigene Produkt mit dem erzielten Resultat und den Kriterien der Aufgabenstellung vergleichen und Optimierungen formulieren. können Produkte kriterienorientiert begutachten, beurteilen und optimieren (z.B. mit professionell hergestellten Produkten vergleichen). Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Gestaltungs- bzw. Designprozesse EZ - Sprache und Kommunikation (8) und Produkte dokumentieren und präsentieren. TTG.1.B.2 Dokumentieren und Präsentieren Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können über den erlebten Prozess berichten und ihre Produkte zeigen (z.B. Portfolio, MI - Produktion und 2b Lernjournal, Ausstellung). Präsentation können erste Fachbegriffe verwenden (z.B. Werkzeuge, Material, Raumbeziehungen, 3c Form, Farbe, Oberflächenbeschaffenheit). können die Phasen des Designprozesses festhalten, veranschaulichen und die Produkte vorstellen (z.B. Portfolio, Lernjournal, Ausstellung). kennen die Fachbegriffe der im Prozess verwendeten Werkzeuge, Maschinen, Materialien und Verfahren und können diese anwenden. können die Phasen des Designprozesses und die entwickelten Produkte nachvollziehbar dokumentieren und präsentieren (z.B. Portfolio, Lernjournal, Ausstellung). können mit fachspezifischem Wortschatz über Prozesse und Produkte kommunizieren. TTG 15.3.2016 Lehrplan 21 1 382 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau TTG.2 Prozesse und Produkte A Gestaltungs- bzw. Designprozess Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können eine gestalterische und technische EZ - Fantasie und Kreativität (6) Aufgabenstellung erfassen und dazu Ideen und Informationen sammeln, ordnen und bewerten. TTG.2.A.1 Sammeln und Ordnen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a 2b können ihre Aufmerksamkeit auf ein Thema richten, Ideen sammeln und ordnen. 3c können eine Aufgabenstellung erfassen, Ideen und Informationen sammeln und nach eigenen oder vorgegebenen Kriterien ordnen. können zu Aufgabenstellungen und zu eigenen Fragestellungen Ideen entwickeln und Informationen recherchieren, strukturieren und bewerten. Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler experimentieren und können daraus eigene Produktideen entwickeln. TTG.2.A.2 Experimentieren und Entwickeln Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Materialien und Objekte aus ihrer Lebenswelt spielerisch und forschend 2b erkunden und eigene Produktideen entwickeln. 3c können bewusst einen Aspekt der Gestaltung in ihr Vorhaben integrieren (z.B. zu Funktion, Konstruktion, Gestaltungselemente, Verfahren, Material). können zu ausgewählten Aspekten Lösungen suchen und eigene Produktideen entwickeln (z.B. Funktion, Konstruktion, Gestaltungselementen, Verfahren, Material). können Lösungen für eigene Produktideen aus Experimentierreihen ableiten. können eigene Produktideen aufgrund selbst entwickelter Kriterien formulieren und experiementell entwickeln. Dabei berücksichtigen sie Funktion, Konstruktion, Gestaltungselemente, Verfahren, Material. TTG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau 383 3. Die Schülerinnen und Schüler können gestalterische und technische Querverweise Produkte planen und herstellen. EZ - Lernen und Reflexion (7) TTG.2.A.3 Planen und Herstellen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a 2b können in einem Prozess angeleitete Schritte mit eigenen Ideen verbinden. können individuelle Produkte unter vorgegebenen Bedingungen und mit Unterstützung 3c herstellen. können die formalen, funktionalen und konstruktiven Bedingungen der NT.1.2.b Aufgabenstellung berücksichtigen und für die Planung des Prozesses verwenden (z.B. Skizze, Plan, Arbeitsablauf, Schnittmuster, Modell). können das geplante Produkt mit punktueller Unterstützung herstellen. können unter Berücksichtigung formaler, funktionaler und konstruktiver Bedingungen Produkte planen (z.B. Konstruktionsplan, mehrteilige Schnittmuster, Schaltschema). können das geplante Produkt herstellen. TTG 15.3.2016 Lehrplan 21 2 384 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau TTG.2 Prozesse und Produkte B Funktion und Konstruktion Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Funktionen verstehen und eigene EZ - Fantasie und Kreativität (6) Konstruktionen in den Themenfeldern Spiel/Freizeit, Mode/Bekleidung, NMG.5.3 Bau/Wohnbereich, Mechanik/Transport und Elektrizität/Energie entwickeln. TTG.2.B.1 Spiel/Freizeit Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können Spielobjekte je nach Situation verändern und ergänzen. 1b können Figuren erfinden und gestalten (z.B. Puppen, Figuren für das Rollenspiel, 2 1c Stofftiere) 3 1d können für ihre eigenen Spielideen Objekte erfinden und herstellen (z.B. Geschicklichkeitsspiel, Windspiel, Spielplan). können Funktionen und Konstruktionen von Spiel- und Freizeitobjekten erkennen und für eigene Spielideen nutzen (z.B. Flugdrachen, technisches Spielzeug, Pausenplatzgestaltung). können Funktions- und Konstruktionsprinzipien von Spiel- und Freizeitobjekten analysieren und für eigene Umsetzungen nutzen (z.B. Sportgerät, Skaterrampe, Flipperkasten). TTG.2.B.1 Mode/Bekleidung Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können Funktionen alltäglicher und spezifischer Kleidungsstücke in ihr Spiel 2b integrieren. 2c können mit Tüchern und Alttextilien spielen und experimentieren. 2d können über Funktionen von Kleidungsstücken nachdenken, diese spielerisch verändern und sich verkleiden (z.B. Schmuck, Schutz). 3 2e können Funktionen von Kleidungsstücken oder Accessoires erkennen, deuten und 2f daraus Ideen für eigene Vorhaben ableiten (z.B. Bündner Trachten, Kleider in verschiedenen Kulturen, Arbeitskleider, Sportkleider, Schutzbekleidung, Kleidung von Jugendlichen). können den Schritt von zweidimensionalen Schnittmustern zu dreidimenisionalen Kleidungsstücken oder Accessoires nachvollziehen und unter Anleitung ausführen. können einfache textile Konstruktionen ableiten und komplexere Konstruktionen verstehen und unter Anleitung ausführen (Schnittmuster). können Trends und Formen von Kleidungsstücken und Accessoires erkennen und für eigene Produkte nutzen. können geeignete textile Konstruktionen auswählen und auf individuelle Vorhaben anpassen. TTG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau 385 TTG.2.B.1 Bau/Wohnbereich Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a können Funktionen von Bauwerken aus ihrer Fantasie und Lebenswelt in ihr Spiel 3b integrieren. können Funktionen von Objekten im alltäglichen Wohnen spielerisch verwandeln. 2 3c können mit Materialien spielen und einfache Bauten konstruieren (z.B. Verpackungsmaterial, Steine, Dachlatten, Seile, Tücher). 3d können den Zusammenhang zwischen Funktion und Konstruktion von Gefässen und 3 3e Behältern erkennen und in alltäglichen Situationen nutzen. können für den Wohnbereich oder den Arbeitsplatz funktionale Objekte erfinden und mit 3f einfachen Konstruktionen umsetzen (z.B. Sammelkiste, Bilderrahmen). können Funktionen von stabilisierenden Elementen in Konstruktionen und Bauten erkennen und anwenden (z.B. Stütze, Verspannung, Verstrebung, Profil). können eigene Bedürfnisse zu Einrichtungsgegenständen formulieren und ihre Ideen mit einfachen Konstruktionen unter Anleitung umsetzen (z.B. Kissen, Gefässe, Behälter). können eigene Bedürfnisse zu Einrichtungsgegenständen formulieren und ihre Ideen mit einfachen Konstruktionen selbstständig umsetzen. kennen funktionale und konstruktive Elemente des Bauens und der Raumgestaltung (z.B. Wärmedämmung, Skelett- oder Fachwerkbau, Raumteiler, Lichtobjekt). können ausgehend von einer Analyse der Raumsituation, von Farbe und Material eigene Bedürfnisse für Produkte im Wohnbereich formulieren und umsetzen. kennen Materialien, funktionale und konstruktive Elemente des Bauens und der Raumgestaltung und können diese anwenden (z.B. Sitzbank, Hausmodelle). TTG.2.B.1 Mechanik/Transport Die Schülerinnen und Schüler ... 1 4a sammeln Erfahrungen mit rollenden, schwimmenden, schwebenden und fliegenden NMG.3.1.d 4b Objekten. NMG.5.1.c 2 4c können mit beweglichen Konstruktionen experimentieren (z.B. Kugelbahn, Floss, NMG.3.1.h Fallschirm). NMG.5.1.e 4d können Erfahrungen mit Hebel und Kraftübertragung sammeln (z.B. Wippe, Hammer, NMG.5.1.f Zange). 3 4e NMG.3.1.h kennen die Funktion und Konstruktion von Antrieben und können diese anwenden NMG.5.1.e 4f (Gummiantrieb, Luftschraube, Rückstoss). NMG.5.1.f setzen sich mit mechanisch-technischen Grundlagen auseinander und können diese funktional und konstruktiv anwenden (Fachbildung beim Weben, Rad, Getriebe). kennen die Funktion und Konstruktion von Antrieben und können diese anwenden (Elektromotor). setzen sich mit mechanisch- technischen Grundlagen auseinander und können diese anwenden (Kraftübertragung mit Getriebe). kennen Maschinen und Transportmittel und können Funktionsmodelle bauen. kennen ausgewählte mechanisch-technische Gesetzmässigkeiten und können diese in Produkten anwenden (z.B. Steuerung, Übersetzung, Bewegungsübertragung). TTG 15.3.2016 Lehrplan 21 2 386 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau TTG.2.B.1 Elektrizität/Energie Die Schülerinnen und Schüler ... 1 5a kennen Sicherheitsregeln im Umgang mit Haushaltstrom (Steckdose) und BNE - Gesundheit 5b Schwachstrom (Batterie). NMG.5.2.1a machen spielerisch Erfahrungen mit Lichtquellen (z.B. Kerze, Taschenlampe). NMG.5.2.1b 2 5c können eine batteriebetriebene Beleuchtung mit Ein-/Ausschaltfunktion verwenden. NMG.5.2.1b 5d machen Erfahrungen zu Wind- oder Wasserkraft an einem Beispiel (z.B. Wasserad bewegt Hammerwerk). 3 5e setzen sich mit Eigenschaften von Stromkreisen auseinander (Leuchtdioden, Serie- und NMG.5.2.1d 5f NMG.5.2.1e Parallelschaltung) und können diese in eigenen Produkten einsetzen. NMG.5.2.1f kennen Energiespeicher und Energiewandler und können damit Produkte entwickeln NMG.3.2.d (Batterie oder Akku, Solarzelle oder Generator). NMG.3.2.e NT.5.2.e NMG.3.2.c kennen Eigenschaften von schwachstrombetriebenen Geräten und können diese NT.5.2.a anwenden (z.B. Steuerung, Robotik, Leuchte mit Leuchtdioden, Thermobiegegerät). NT.5.3.a NT.5.3.b NT.5.3.d kennen Formen der Energiebereitstellung (z.B. Photovoltaik, Wind-, Wasser-, NT.4.2.c Wärmekraftwerk) und können Elemente davon in ihre Produkte integrieren. NT.4.2.d NT.5.2.e NT.4.1.a TTG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau 387 TTG.2 Prozesse und Produkte C Gestaltungselemente Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können die Gestaltungselemente Material, EZ - Wahrnehmung (2) Oberfläche, Form und Farbe bewusst einsetzen. TTG.2.C.1 Material und Oberfläche BG.2.B.1.4b Die Schülerinnen und Schüler ... BG.2.B.1.4c 1 1a können Wirkungen von Materialien und Oberflächen untersuchen, erzählend 2 1b beschreiben und Analogien dazu finden (z.B. rau, glänzend, Analogie 3 1c Vorhangstoff/Gitter) können Wirkungen von Materialien und Oberflächen treffend beschreiben und für das eigene Produkt bewusst auswählen. können Wirkungen von Materialien und Oberflächen beurteilen und gezielt in der eigenen Produktgestaltung einsetzen. TTG.2.C.1 Form Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a 2 2b können Formen, Grössen, Ordnungen und Muster unterscheiden und erzählend beschreiben. 3 2c können Formen entwerfen und auf der Fläche bewusst anordnen (z.B. reihen, spiegeln, streuen, konzentrieren). können dreidimensionale Formen in ihren Produkten bewusst einsetzen (z.B. geometrische, organische, unregelmässige Formen). können Formen und Motive entwerfen und auf der Fläche bewusst anordnen (z.B. Logo, Ornamentik). können dreidimensionale Formen gezielt einsetzen (z.B. Gesamtform, Teilform). TTG.2.C.1 Farbe BG.2.B.1.2a Die Schülerinnen und Schüler ... BG.2.B.1.2b 1 3a BG.2.B.1.2c 2 3b können Farben unterscheiden und benennen und zu einfachen Aufträgen gezielt auswählen. 3 3c können eigene Farbkombinationen zusammenstellen und für die Gestaltung der Produkte auswählen (z.B. Hell-Dunkel, Komplementärkontrast, Qualitätskontrast, Quantitätskontrast). können Farbkombinationen entwickeln und die Farbwirkung gezielt einsetzen (z.B. Sättigungskontrast, Farbtypanalyse). TTG 15.3.2016 Lehrplan 21 2 388 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau TTG.2 Prozesse und Produkte D Verfahren Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können handwerkliche Verfahren ausführen EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) und bewusst einsetzen. TTG.2.D.1 Formgebende Verfahren: Trennen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a 2 1b können die Verfahren erkunden, angeleitet nachvollziehen und üben: - schneiden, reissen, lochen (Papier, Filz, Stoffe, Styropor); 3 1c - sägen, bohren (Holzleisten, Sperrholz). können die Verfahren erkunden, zunehmend selbstständig und genau ausführen und üben: - schneiden (Karton, Textilien, Polystyrol, PET); - sägen, bohren (Weichholz, Holzwerkstoffe). können die Verfahren zunehmend selbstständig und gezielt einsetzen und anwenden: - schneiden (z.B. Bleche, Gewinde, Blachenstoffe, doppelte Stofflagen, Webpelz); - sägen, bohren (Massivholz, Metallhalbzeuge, Acrylglas). TTG.2.D.1 Formgebende Verfahren: Umformen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a 2 2b können die Verfahren erkunden, angeleitet nachvollziehen und üben: - fadenverstärkende Verfahren anwenden (z.B. knüpfen, dinteln, zwirnen); 3 2c - falten (z.B. Papier), raspeln, feilen und schleifen (Holz); - modellieren (z.B. Sand, Papiermaché, Ton). können die Verfahren erkunden, zunehmend selbstständig und genau ausführen und üben: - feilen, schleifen (z.B. Holzwerkstoffe); - biegen (Polystyrol), giessen (z.B. Zinn, Gips); - modellieren (z.B. Plattentechnik). können die Verfahren zunehmend selbstständig und gezielt einsetzen und anwenden: - schleifen, polieren (z.B. Kunststoff); - biegen (Bleche, Acrylglas), tiefziehen (Kunststoffe); - modellieren, giessen (z.B. Wachs, Gips, Ton). TTG.2.D.1 Formgebende Verfahren: Verbinden Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a 2 3b können die Verfahren erkunden, angeleitet nachvollziehen und üben: - nähen von Hand (Papier, Textilien); 3 3c - nageln, kleben (Papier, Karton, Holz). können die Verfahren erkunden, zunehmend selbstständig und genau ausführen und üben: - nähen (Naht, Randabschlüsse, Verschlüsse, verstürzen); - kleben (Polystyrol), schrauben, popnieten, weichlöten. können die Verfahren zunehmend selbstständig und gezielt einsetzen und anwenden: - nähen (innovative textile Materialien, Maschenstoffe); - kleben (Acrylglas, textile Kunststoffe, Vliese); - hartlöten oder schweissen (z.B. schweissen mit Schutzgas, Kunststofffolie). TTG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau 389 TTG.2.D.1 Flächenbildende textile Verfahren Die Schülerinnen und Schüler ... 1 4a 2 4b können die Verfahren erkunden, angeleitet nachvollziehen und üben: - bilden Flächen (z.B. Strickröhre, flechten, filzen, kaschieren). 3 4c können die Verfahren erkunden, zunehmend selbstständig und genau ausführen und üben: - stricken (z.B. Strickbrett), häkeln und weben. können die Verfahren zunehmend selbstständig und gezielt einsetzen und anwenden: - stricken (z.B. Rundstricken, Formen stricken) oder häkeln (z.B. Formen häkeln). TTG.2.D.1 Oberflächenverändernde Verfahren Die Schülerinnen und Schüler ... 1 5a können die Verfahren erkunden, angeleitet nachvollziehen und üben: BG.2.C.1.2a 2 5b - kaschieren, sticken (z.B. Knötchenstich, Kettenstich, Bündner Kreuzstich), nadelfilzen; 3 5c - perforieren; - ölen, wachsen, lackieren (Acryllack), drucken (z.B. mit Fundstücken), bemalen. können die Verfahren erkunden, zunehmend selbstständig und genau ausführen und BG.2.C.1.2c üben: - sticken (z.B. von Hand), applizieren (z.B. textile Materialien); - färben, lasieren, drucken (z.B. Schablonendruck, mit eigenem Druckstock). können die Verfahren zunehmend selbstständig und gezielt einsetzen und anwenden: BG.2.C.1.2e - sticken (z.B. Nähmaschine, Stickcomputer), applizieren, schichten, ausschneiden (z.B. Quilt); - drucken (z.B. Transferdruck, Siebdruck). TTG 15.3.2016 Lehrplan 21 2 390 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau TTG.2 Prozesse und Produkte E Material, Werkzeuge und Maschinen 1. Die Schülerinnen und Schüler kennen Materialien, Werkzeuge und Querverweise Maschinen und können diese sachgerecht einsetzen. EZ - Lernen und Reflexion (7) BNE - Gesundheit TTG.2.E.1 Material Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a 2 1b kennen ausgewählte Materialien und können damit gestalten (Papier, Karton, Holz, Ton, BG.2.D.1.2a 3 1c BG.2.D.1.2b Styropor, Textilien). können Eigenschaften von Materialien benennen und diese bewusst einsetzen BG.2.D.1.2d (Holzwerkstoffe, Polystyrol, Draht, dünne Bleche, Leder, textile Materialien). kennen die Eigenschaften von Materialien und können diese sachgerecht anwenden BG.2.D.1.2f (Massivholz, Acrylglas, Metallhalbzeuge, Vlies, Blache, Gewebe, Maschenstoffe). TTG.2.E.1 Werkzeuge und Maschinen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können ihrer feinmotorischen Entwicklung entsprechend Werkzeuge und einfache 2 2b technische Geräte unter Anleitung und Aufsicht verwenden (Schere, Handsäge, 3 2c Handbohrer, Thermoschneider, Einspannvorrichtung). können dabei Druck, Kraft, Geschwindigkeit und Ausdauer steuern und auf die 2d Arbeitssicherheit achten. können Werkzeuge und Maschinen verantwortungsbewusst und der feinmotorischen Entwicklung entsprechend korrekt einsetzen (Nähmaschine, Webgeräte, Decoupiersäge, Akku- und Ständerbohrmaschine). können Werkzeuge und Maschinen verantwortungsbewusst einsetzen und sachgerecht anwenden (z.B. Overlockmaschine, Stickcomputer, Tellerschleifmaschine, Stich- und Bandsäge, Lamellen-Dübelfräse). können für die Bearbeitung von Materialien Werkzeuge und Maschinen selbstständig wählen und damit sachgerecht umgehen. TTG 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau 391 TTG.3 Kontexte und Orientierung A Kultur und Geschichte 1. Die Schülerinnen und Schüler können Objekte als Ausdruck Querverweise verschiedener Kulturen und Zeiten erkennen und deren Symbolgehalt EZ - Zeitliche Orientierung (3) deuten (aus den Themenfeldern Spiel/Freizeit, Mode/Kleidung, Bau/Wohnbereich, Mechanik/Transport, Energie/Elektrizität). TTG.3.A.1 Bedeutung und symbolischer Gehalt Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können an Objekten Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen früher und heute 2b oder zwischen verschiedenen Kulturen erkennen (z.B. Bekleidung, Bauweise, Wasser- 3c und Windrad). können den symbolischen Gehalt von Objekten deuten oder im Spiel neu interpretieren (z.B. Krone, Schmuck, Schwert). kennen kulturelle und historische Aspekte von Objekten und können deren Bedeutung für den Alltag abschätzen (z.B. Bekleidung, Wohnen, Spiel, Mobilität, Elektrizität). können im Alltag Objekte erkennen, welche einen symbolischen Gehalt besitzen (z.B. Kopfbedeckung, Schmuck). können eine Recherche zu kulturellen oder historischen Aspekten durchführen und deren Ergebnisse präsentieren (z.B. Kleidung, Mode, Freizeit, Maschine, Energiebereitstellung). können den symbolischen Gehalt von Objekten aus Design und Technik erkennen und deren Wirkung im Alltag deuten (z.B. Jugendkultur, Markenemblem, Logo). Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können technische und handwerkliche EZ - Zusammenhänge und Entwicklungen verstehen und ihre Bedeutung für den Alltag einschätzen. Gesetzmässigkeiten (5) TTG.3.A.2 Erfindungen und Entwicklungen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a 2b kennen Erfindungen aus ihrer Lebenswelt und können Aussagen über deren Bedeutung NMG.5.1.a 3c NMG.5.3.a machen (z.B. Nadel, Nagel, Papier). können Auswirkungen von Erfindungen auf den Alltag einschätzen (z.B. Nähmaschine, NMG.5.3.c Webstuhl, Bohrmaschine, Rad, Zahnrad). NMG.5.3.d können technische Innovationen und deren Folgen einschätzen (z.B. NMG.5.3.g Energiespeicherung, Energieumwandlung). NMG.5.3.f können Erfindungen und deren Folgen verstehen und bewerten (z.B. synthetische Materialien, Bionik, Energiebereitstellung, Robotik). können Entwicklungen und Innovationen aus Design und Technik in ihrer Vernetzung analysieren und deren Folgen für den Alltag einschätzen (z.B. Stickcomputer, CNC- Maschine, 3D-Drucker). TTG 15.3.2016 Lehrplan 21 3 392 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau TTG.3 Kontexte und Orientierung B Design- und Technikverständnis 1. Die Schülerinnen und Schüler können bei Kauf und Nutzung von Querverweise Produkten ökonomische, ökologische und gesellschaftliche BNE - Natürliche Umwelt und Zusammenhänge erkennen. Ressourcen TTG.3.B.1 Produktion und Nachhaltigkeit Die Schülerinnen und Schüler ... 2a kennen ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Argumente zu Kauf und 3b Nutzung von Materialien, Rohstoffen und Produkten (Textilien, Holz, Holzwerkstoffe, Kunststoffe). c können Rohstoffgewinnung und Produktion im Sinne der Nachhaltigkeit einschätzen (Textilien, Möbel, Elektronik). können Informationen zu ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Zusammenhängen der Rohstoffgewinnung recherchieren, um Vor- und Nachteile bei Kauf und Nutzung abzuwägen. Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler kennen die Herstellung und die EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) sachgerechte Entsorgung von Materialien und können deren Verwendung BNE - Natürliche Umwelt und begründen. Ressourcen TTG.3.B.2 Herstellung und Verwendung Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Aussagen zu Gewinnung und Herstellung verschiedener Materialien machen, 2b die im Unterricht verwendet werden (Papier, Wolle, Holz). 3c können an Beispielen erklären, weshalb Materialien im Alltag oder für ein Gestaltungsvorhaben eingesetzt und wie sie sachgerecht entsorgt werden (z.B. Papier, Glas, Textilien, Farbe). können die Gewinnung und die Herstellung von Materialien beschreiben und Schlüsse für die Verwendung im Alltag ziehen (Holzwerkstoffe, Kunststoffe, Textilien). können Materialien unterscheiden und ausgewählten Entsorgungsgruppen zuordnen (Batterie, Farbe, Lösungsmittel, Leuchtmittel, PET). können die Herstellungsprozesse und den Gebrauch von Materialien erläutern und nach NT.1.3.a NT.1.3.b Kriterien der Nachhaltigkeit bewerten (Metalle, textile Fasern). NT.1.3.c kennen die Materialien, welche besondere Entsorgungsmassnahmen nötig machen und wissen um eine sinnvolle Weiter- oder Wiederverwertung (Altkleider, elektronische Geräte, Holzwerkstoffe). TTG 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Textiles und Technisches Gestalten | Kompetenzaufbau 393 3. Die Schülerinnen und Schüler können handwerkliche und industrielle Querverweise Herstellung vergleichen. BNE - Wirtschaft und Konsum TTG.3.B.3 Handwerk und Industrie Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können einzelne Aspekte der handwerklichen Herstellung mit dem industriellen 2b Vorgehen vergleichen und beschreiben (z.B. Ton und Backstein, Wolle und Garn, 3c Zellulose und Papier). können Einzelprodukte mit Serienprodukten vergleichen, Unterschiede erkennen und benennen (z.B. Auswirkungen der Automatisierung). können gewerblich oder industriell gefertigte Produkte aus verschiedenen Perspektiven NT.1.3.a betrachten und bewerten (Unikat und Massenprodukt). NT.1.3.b können den Zusammenhang von technischen Innovationen und der Veränderung in der NT.1.3.c Berufsarbeit und im Alltag verstehen und erklären (z.B. Konfektion, industrielle Produktionsstrasse). 4. Die Schülerinnen und Schüler können technische Geräte und Produkte Querverweise BNE - Gesundheit aus dem Alltag in Betrieb nehmen und das entsprechende Wissen aus Gebrauchsanleitungen, Montageplänen und dem Internet aufbauen. TTG.3.B.4 Geräte und Bedienung Die Schülerinnen und Schüler ... 1a 2b können Alltagsgeräte sachgemäss und sicher bedienen (z.B. Heissleimpistole, Föhn, Batterie einsetzen). 3c können technische Geräte und einfache Produkte mit Unterstützung in Betrieb nehmen MI - Recherche und Lernunterstützung und sich an der Bedienungsanleitung orientieren (z.B. Digital- und Videokamera, technisches Spielzeug, Experimentierkasten). können technische Geräte und Produkte aufgrund von Bedienungsanleitung und NT.1.2.a Montageplänen sicher in Betrieb nehmen (z.B. Bügeleisen, Möbelzusammenbau, NT.1.2.b Heimwerkermaschine). MI - Recherche und Lernunterstützung TTG 15.3.2016 Lehrplan 21 3 Musik Elemente des Kompetenzaufbaus Impressum Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden Lehrplan 21 Graubünden Herausgeber: Fassung vom 15.03.2016 Zu diesem Dokument: Claudio Minutella Alle Rechte liegen beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden. Titelbild: gr-d.lehrplan.ch Copyright: Internet: Fachbereichslehrplan | Musik | Inhalt Inhalt Bedeutung und Zielsetzungen 398 Didaktische Hinweise 399 Strukturelle und inhaltliche Hinweise 402 MU.1 Singen und Sprechen 402 A Stimme im Ensemble 404 B Stimme als Ausdrucksmittel 405 C Liedrepertoire 406 MU.2 Hören und Sich-Orientieren 405 A Akustische Orientierung 407 B Begegnung mit Musik in Geschichte und Gegenwart 408 C Bedeutung und Funktion von Musik 409 MU.3 Bewegen und Tanzen 408 A Sensomotorische Schulung 410 B Körperausdruck zu Musik 411 C Bewegungsanpassung an Musik und Tanzrepertoire 412 MU.4 Musizieren 411 A Musizieren im Ensemble 413 B Instrument als Ausdrucksmittel 414 C Instrumentenkunde 415 MU.5 Gestaltungsprozesse 414 A Themen musikalisch erkunden und darstellen 416 B Gestalten zu bestehender Musik 417 C Musikalische Auftrittskompetenz 418 MU.6 Praxis des musikalischen Wissens 417 A Rhythmus, Melodie, Harmonie 419 B Notation 421 MU 15.3.2016 Lehrplan 21 398 Fachbereichslehrplan | Musik | Bedeutung und Zielsetzungen Bedeutung und Zielsetzungen Kultur, Kunst und Gesellschaft Das Erschaffen von Kultur gehört zum Menschen. Die Teilhabe an Kunst und Kultur in der Musik und der musikalischen Alltagswelt ermöglicht es, sich auf musikalischer Ebene mit anderen Menschen zu verbinden und über die Kulturgrenzen hinaus zu kommunizieren. Musik kennt viele Formen und Stile. Die Kinder und Jugendlichen pflegen im ausserschulischen Bereich unterschiedlichste musikalische Praxen, welche durch biographische und kulturelle Einflüsse mitgeprägt werden. Durch die Auseinandersetzung mit musikalischer Tradition und Innovation auch im zeitgenössischen Musikschaffen treten Schülerinnen und Schüler in Dialog mit der eigenen Person und der Gesellschaft und lernen, sich in einer Lebenswelt, in der Musik in verschiedensten Formen und Funktionen allgegenwärtig ist, mündig zu bewegen. Schule als Ort kultureller Bildung Innerhalb der Schule als Lern- und Kulturort leistet der Musikunterricht einen wichtigen Beitrag an die kulturelle Bildung, indem er allen Kindern und Jugendlichen das Bilden und Schärfen eines ästhetischen Urteils und den aktiven Umgang mit Musik ermöglicht. Übergeordnetes Ziel ist eine musikalische Grundbildung, ausgerichtet auf Förderung von Kreativität, performative Fertigkeiten und ästhetischen Sinn sowie auf die Vermittlung von Kenntnissen in Kunst und Kultur. Weiter bietet sich die Möglichkeit, klassenübergreifend zusammenzuarbeiten und Angebote der Kulturvermittlung im Bereich Musik zu nutzen (z.B. Schülerkonzerte, Projektwochen, Musikfeste). Die Schülerinnen und Schüler gestalten auf diese Weise den Schulalltag und die Schulhauskultur aktiv mit. Musikunterricht Der Musikunterricht an der Volksschule sichert einen einzigartigen Zugang zur kulturellen Bildung und basiert auf einem erweiterten Musikverständnis, das auch Rhythmik/Musik und Bewegung sowie Elemente aus dem Tanz miteinbezieht. Er bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich in vielfältiger Weise mit sich selbst, der Gruppe und der kulturellen Umwelt auseinanderzusetzen. Die Motivation für einen aufbauenden und anhaltenden musikalischen Übungs- und Lernprozess wird in erster Linie aus positiven Erlebnissen und Freude im Umgang mit Musik gewonnen. Musikalischen Ausdruck erfahren und differenzieren sowie rezeptive und reflexive Musikbegegnung bilden das Fundament für die Entwicklung von musikalischer Kompetenz. Dies geschieht durch einen aktiv handlungsbezogenen Umgang mit Musik, welcher Stimmerfahrung, Hörerfahrung, Körpererfahrung, instrumentale Erfahrung, ästhetische Erfahrung sowie angewandtes musikalisches Wissen beinhaltet. Die Arbeit an den Kompetenzen des Fachbereiches Musik ermöglicht die handlungs- und anwendungsorientierte Auseinandersetzung mit künstlerischen und kulturellen Ausdrucksformen. Die Schülerinnen und Schüler sammeln musikalische Erfahrungen über vielfältiges, gemeinsames Erleben von Musik. MU Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Didaktische Hinweise 399 Didaktische Hinweise Didaktische Grundsätze Die Entwicklung musikalischer Kompetenzen geschieht einerseits in einem linearen Sinn aufbauend und andererseits in einer Spirale, in welcher einzelne Facetten einer Kompetenz wiederholt in unterschiedlichen Zusammenhängen und in verschiedenen Differenzierungsstufen erworben werden. Die Schülerinnen und Schüler werden in einem umfassenden Sinne musikalisch kompetent. Das heisst, dass sie zunehmend über Erfahrung, Können und musikalisches Wissen verfügen und das Gelernte in neuen Situationen in- und ausserhalb der Schule anwenden können. Angestrebt wird ein Musikunterricht, der die Erfahrungen und das Erleben der Schülerinnen und Schüler ins Zentrum stellt. Heterogenität Der Musikunterricht berücksichtigt die unterschiedlichen Voraussetzungen, Singgewohnheiten und Spieltraditionen der Kinder und Jugendlichen in ihrem Lebensumfeld (Familien, ausserschulische Musikaktivitäten und Freizeit). Die Vielfalt an musikalischen Erfahrungen und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler wird als Chance genutzt und bereichert den Musikunterricht. Verbindung der Sinne Die Einheit von Körper, Musik und Bewegung bildet das Fundament der musikalischen Entwicklung. Die musikalische Wahrnehmung steht am Anfang jedes musikalischen Tuns und gestalterischen Prozesses. Sie benötigt und schult die Aufmerksamkeit der Schülerinnen und Schüler. Die Schulung der Wahrnehmung braucht Kontinuität und musikalische Anregung und lässt ein Staunen immer wieder zu. Eigengestalterische Prozesse Kinder und Jugendliche erfahren in eigengestalterischen Prozessen wesentliche Merkmale und Zusammenhänge von Musik. Alle Schülerinnen und Schülern können, auf jeder Stufe und auch ohne Vorkenntnisse, musikalisch gestalten. Der Entwicklung von Selbstausdruck und Kreativität wird dabei grosse Bedeutung zugemessen. Handeln, Wissen und Können Musikalisches Lernen geschieht über den Weg des Handelns zur Aneignung des Wissens und somit zum Begreifen von Musik. Im Unterricht kann diese Reihenfolge auch variiert und der Situation angepasst werden. Technikerwerb und Üben Für den Aufbau grundlegender Fähigkeiten und Fertigkeiten (rhythmische und melodische Fertigkeiten, Singfähigkeit) ist der regelmässige Übungsprozess eine zentrale Lernmethode: Üben heisst wiederholen, variieren, vergleichen und beurteilen, verfeinern und anwenden. Musikhören Das aktive (Zu-)hören begleitet jede Musiklektion. In einer Zeit, in der Musik im Alltag fast immer und überall medial präsent ist, gehört das Hinführen zum aktiven Zuhören zum Inhalt des Musikunterrichtes. Die Schulung und Entwicklung des bewussten, aktiven Hörens ist Ausgangspunkt für jedes musikalische Tun. Musikvermittlung Im Musikunterricht bietet sich die Möglichkeit, auf das musikalische Umfeld, das regionale Musikleben und auf die aktuelle Musikwirklichkeit der Schülerinnen und Schüler einzugehen und Angebote der Kulturvermittlung an verschiedenen Orten zu nutzen (z.B. Konzertbesuche, Begegnung mit externen Musikschaffenden). Fachsprache Die Anwendung einer musikalischen Fachsprache ist notwendig, damit Schülerinnen und Schüler stufengerecht über Musik, ihre Funktion in der Gesellschaft und über ihre persönlichen Empfindungen sprechen können. Dazu gehört der Aufbau eines entsprechenden Vokabulars über alle Zyklen hinweg. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 400 Fachbereichslehrplan | Musik | Didaktische Hinweise Schwerpunkte überfachliche Kompetenzen (Siehe auch Grundlagen Kapitel Überfachliche Kompetenzen.) Verbunden mit den fachlichen Kompetenzen aus den sechs Kompetenzbereichen fördert musikalisches Lernen auch überfachliche Kompetenzen. Besondere Bedeutung erhalten im Musikunterricht: Kooperationsfähigkeit und Beim gemeinsamen Musizieren spielt die Fähigkeit, sich an der Zusammenarbeit Umgang mit Vielfalt mit anderen aktiv und kooperativ zu beteiligen, eine zentrale Rolle. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Verschiedenheit zu akzeptieren, erfahren Vielfalt als Bereicherung und üben sich darin, Entscheide der Gruppe mitzutragen. Dies geschieht nicht nur in der Begegnung mit anderen Musikkulturen, sondern schliesst auch verschiedenste musikalische Präferenzen innerhalb der Schulklasse mit ein. Selbstreflexion und Die Schülerinnen und Schüler können eigene Gefühle wahrnehmen und diese Eigenständigkeit musikalisch angemessen ausdrücken. Sie können mit musikalischen Herausforderungen konstruktiv umgehen sowie einen eigenen Standpunkt einnehmen. Sprachfähigkeit und Die Schülerinnen und Schüler können kreative Lösungen in einem musikalischen Aufgaben/Probleme lösen Gestaltungsprozess finden und weiterentwickeln. Sie können musikalische Phänomene in der entsprechenden Fachsprache beschreiben und fachspezifische Aufgaben- und Problemstellungen lösen (z.B. ein Musikwerk in einen gesellschaftlichen Kontext stellen). Hinweise zum 1. Zyklus (Siehe auch Grundlagen Kapitel Schwerpunkte des 1. Zyklus.) Musik spielt im Alltag des Kindes eine wichtige Rolle. Es erfährt Musik vorwiegend im direkten Kontakt und Erleben von Musik und anderen Menschen. Das musikalische Spiel und die musikalische Kommunikation entwickeln sich vor dem Umgang mit notierter Musik. Sensomotorik Hören und Erleben von Musik erfasst beim Kind den ganzen Körper. Es lernt dabei auch, die Aufmerksamkeit auf innere Befindlichkeiten zu richten: innere Bilder, Gefühle werden ausgelöst und Fantasieräume geöffnet. Mädchen und Knaben erleben ihre Körperlichkeit, indem sie lernen, ihre Grob- und Feinmotorik zu verfeinern und Bewegungen der Musik vielseitig anzupassen. Dem eigenen Sich- Ausdrücken und Sich-Identifizieren ist genügend Raum zu geben. Gestaltungsräume Im Umgang mit Liedern, Bewegungen zu Musik, Tänzen, rhythmischen und melodischen Versen, im Sich-Einfühlen-in-Rollen, im Erkunden von Klangkörpern, in offenen Gestaltungsaufgaben und weiterem gelingt es Kindern, in der Gruppe oder alleine, musikalisch orientierte Spielwelten zu bilden und in Atmosphären von Klängen und Melodien einzutauchen. Musikalisches Gruppenerlebnis Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung bilden im musikalischen Zusammenspiel beim Singen, Tanzen, elementaren Musizieren ein tragendes Fundament, welches sorgfältig aufgebaut wird. Das Sich-Einordnen-Können sowie das Verstehen von Regeln im gemeinsamen musikalischen Tun sind wichtig, um innerhalb des Klassenverbandes eine Musikkultur aufzubauen. MU Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Didaktische Hinweise 401 Rahmenbedingungen Zu den musikalischen Lernarrangements im 1. Zyklus gehören Musiksequenzen in geführten Aktionen sowie musikorientierte Angebote im Freispiel. Im Alltag von Kindern hat das Bewegungsbedürfnis einen grossen Stellenwert. Darum sollte für die Klasse genügend Raum zum musikalisch aktiven Tun vorhanden sein. Zur Grundausstattung eines Musikunterrichtes des 1. Zyklus gehören Elementar- und Rhythmusinstrumente, Rhythmik- und Alltagsmaterialien, Objekte, didaktische Medien sowie Malutensilien. Rolle der Lehrperson Die Inhalte und Prozesse des Musikunterrichtes werden von der Lehrperson auf der Grundlage der Kompetenzen und Stufenaufbauten ausgewählt. Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler sind zusammen in einen musikalischen Übungs-, Lern- und Gestaltungsprozess involviert. Die Lehrperson agiert dabei als Vorbild einer musikalisch interessierten und kompetenten Person, als musikalische Kommunikationspartnerin, als Mitgestalterin und als Begleitperson von musikalischen Prozessen. Sie begegnet den musikalischen Äusserungen der Schülerinnen und Schüler mit Interesse, Anerkennung und Wertschätzung, kann Freiräume zulassen und baut eine Lernkultur auf, in der auch Fehler Platz haben. Musikalische Grundschule und Instrumentalunterricht Im Kanton Graubünden besteht die Möglichkeit, Angebote musikalischer Grundbildung in den Blockzeiten anzubieten (vgl. Schulverordnung Art. 24). Der Unterricht an der Musikschule, namentlich der individuelle Instrumentalunterricht, ist nicht Gegenstand des Lehrplans 21. Ausserschulisch erworbene instrumentale Fertigkeiten und Fähigkeiten können nach Möglichkeit in den schulischen Musikunterricht miteinbezogen werden. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 402 Fachbereichslehrplan | Musik | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Strukturelle und inhaltliche Hinweise Kompetenzbereiche Die sechs Kompetenzbereiche bilden den Fachbereich umfassend ab und beschreiben den aktiv handelnden Umgang mit Musik. Sie werden mehrperspektivisch und vielseitig miteinander in Verbindung gebracht. Die Kompetenzbereiche Gestaltungsprozesse (MU.5) und Praxis des musikalischen Wissens (MU.6) sind mit allen Kompetenzbereichen zu verbinden, um gestalterische Prozesse und theoretische Inhalte der Musik erfahrbar zu vermitteln. Jeder Kompetenzbereich ist in thematische Schwerpunkte gegliedert, welche die Orientierung innerhalb des Kompetenzbereichs erleichtern. Singen und Sprechen Die Schülerinnen und Schüler setzen ihre Stimme im musikalischen Lernen Hören und Sich-Orientieren vielfältig ein, indem sie eine Beziehung zu ihrer persönlichen Stimme aufbauen und Bewegen und Tanzen sich im stimmlichen Ausdruck als Individuum erleben (Stimmbildung). Sie singen Musizieren sowohl chorisch als auch solistisch im Ensemble und erarbeiten ein vielseitiges Repertoire. Die Schülerinnen und Schüler orientieren sich akustisch in Zeit und Raum, lernen bewusst zu hören und können Beispiele aus Musikgeschichte, Gegenwart und verschiedenen Kulturräumen unterscheiden. Sie setzen sich mit Bedeutung und Funktion der Musik ihrer Umgebung sowie in den Medien auseinander. Die Schülerinnen und Schüler lernen, sich über ihren Körper auszudrücken und in einen Dialog mit der Musik zu treten. Die differenzierte Körperwahrnehmung bildet das Fundament für die sensomotorische Entwicklung als Basis eines handlungsbezogenen Umgangs mit Musik. Die Schülerinnen und Schüler musizieren sowohl mit verschiedenen einfachen Instrumenten und Klangquellen als auch mit Körperperkussion. Das Spielen in Konstellationen von Miteinander und Nacheinander, das Wechselspiel von einzeln und zusammen bilden eine Basis für nonverbale Kommunikationsformen. MU Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 403 Gestaltungsprozesse Die Schülerinnen und Schüler bilden ihre Kreativität, indem sie sich als Person einbringen, auf Gestaltungsprozesse in der Gruppe einlassen und eigenständige Praxis des musikalischen Ideen entwickeln. Sie erkunden, experimentieren und improvisieren mit Körper, Wissens Stimme, Rhythmus, Klang sowie verschiedenen Instrumenten und Medien. Ausgeformte Gestaltungen können in der Klasse oder klassenübergreifend präsentiert werden. Ziel der elementaren Musiklehre in der Volksschule ist das Erfahrbarmachen von musikalischen Strukturen. Dies kann nicht isoliert geschehen, sondern in stetiger Verbindung mit Musikpraxen der anderen Kompetenzbereiche. Die Schülerinnen und Schüler eignen sich die elementare Musiklehre handlungs- und praxisorientiert an. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 404 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau MU.1 Singen und Sprechen A Stimme im Ensemble 1. Die Schülerinnen und Schüler können sich singend in der Gruppe Querverweise wahrnehmen und ihre Stimme im chorischen Singen differenziert EZ - Wahrnehmung (2) einsetzen. EZ - Eigenständigkeit und soziales Handeln (9) MU.1.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können mit ihrer Singstimme Vorgesungenes nachahmen. können sich singend in der Klasse einordnen. b können sich beim Singen in der Klasse in ein Klangerlebnis einlassen und dabei eine c Klangvorstellung entwickeln. können in der Gruppe einstimmig singen. d können in der Klasse mehrstimmig im Kanon singen. e können ihre Stimme im chorischen Singen integrieren und sich für das gemeinsame Musizieren engagieren. 2f können in zweistimmigen Liedern ihre Stimme halten. g h können im chorischen Singen den Anweisungen der Lehrperson bezüglich Einsätze, Tempo und Dynamik folgen. i können Lieder in der Klasse oder in Gruppen üben (z.B. Ausdauer zeigen, Konzentration beibehalten) sowie Interpretationsmöglichkeiten erproben und vergleichen. 3 j können in mehrstimmigen Liedern ihre Stimme halten. k können ihren spezifischen Beitrag im mehrstimmigen chorischen Singen leisten (z.B. Rhythmus, Solo, Bewegung). l können ein begleitetes Lied solistisch oder in Gruppen vortragen. MU 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau 405 MU.1 Singen und Sprechen B Stimme als Ausdrucksmittel 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Stimme und deren Querverweise klanglichen Ausdruck wahrnehmen, entwickeln und formen. EZ - Fantasie und Kreativität (6) EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) D.3.A.1 MU.1.B.1 Singen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können ihre Singstimme wahrnehmen, variieren und spielerisch erkunden. 1b können angeleitet mit der Atmung spielen und diese beim Singen erproben. 1c können in vorgegebenen Tonräumen experimentieren (z.B. Fünftonraum). 1d können kurze ein- bis zweitaktige Tonfolgen memorieren und singen. können Artikulationen beim Singen differenziert anwenden (Vokale und Konsonanten). 2 1e können ihre Stimme für unterschiedliche Ausdrucksformen und Stimmexperimente einsetzen (z.B. Beatbox, Vocal-Percussion). 1f können ihre Stimmlage entdecken, festigen und Töne mit der Stimme sicher treffen. 1g 1h können mit ihrer Stimme unterschiedliche Klangfarben erzeugen. 3 1i können zwischen Kopf- und Bruststimme unterscheiden und beide einsetzen. 1j können die eigene Stimme im Tonumfang erweitern und kräftigen. 1k können ihren Tonumfang erkennen und gezielt einsetzen. MU.1.B.1 Sprechen FS1GR.3.B.2.a Die Schülerinnen und Schüler ... FS2GR.3.B.2.a 1 2a können lautmalerisch mit Silben und Nonsenssprache spielen. 2b können Verse und Reime rhythmisch sprechen. können die Sprechstimme als Ausdrucksmittel einsetzen. 2c können beim Sprechen deutlich artikulieren (Wortverständlichkeit). können Sprechspiele, Lautmalereien und Zungenbrecher mit und ohne Vorgabe 2d realisieren. 2 2e 2f können Texte mit oder ohne Begleitung rhythmisch darstellen. 2g können Texte groovebezogen interpretieren und rappen (z.B. HipHop). 3 2h können eigene Texte einem vorgegebenen Rhythmus anpassen (z.B. viertaktige Patterns). 2i können eigene Song- und Raptexte schreiben und interpretieren. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 1 406 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau MU.1 Singen und Sprechen C Liedrepertoire Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Lieder aus verschiedenen Zeiten, EZ - Sprache und Kommunikation (8) Stilarten und Kulturen singen und verfügen über ein vielfältiges EZ - Zusammenhänge und Repertoire. Gesetzmässigkeiten (5) MU.1.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können sich auf verschiedene Stimmungen in Liedern einlassen und mitsingen. b können aus ihrer Lebenswelt Kinderlieder und Singspiele singen (z.B. Alltag, Familie, Heimat, Natur). c können Kinderlieder in Erstsprache, Mundart, Standardsprache, anderen d Kantonssprachen und aus unterschiedlichen Kulturen singen. 2e können Lieder, Kanons und Volkslieder singen und verfügen über ein Repertoire. können ausgewählte Lieder aus verschiedenen Stilarten singen (z.B. klassische Musik, Pop, Jazz). f können die Eigenart von Liedern aus unterschiedlichen Kulturen singend interpretieren BNE - Kulturelle Identitäten und und dem entsprechenden kulturellen Kontext zuordnen (z.B. Liebeslied, Heimatlied, interkulturelle Schweizerische Landeshymne, Lieder zu Festen und Ritualen verschiedener Länder, Verständigung Jahreszeitenlied). g können Beispiele aus der aktuellen Musikszene singen und ihre musikalischen Präferenzen einbringen. 3 h können Lieder aus unterschiedlichen Stilarten singen, die sprachlichen Besonderheiten FS3GR.6.A.1.d berücksichtigen und den damit verbundenen Ausdruck erproben. i können Singtechniken aus verschiedenen Stilarten unterscheiden und erproben (z.B. Kunstlied, Popgesang). j können Lieder und exemplarische Kunstlieder aus Geschichte und Gegenwart solistisch oder chorisch interpretieren. MU 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau 407 MU.2 Hören und Sich-Orientieren A Akustische Orientierung 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Umwelt und musikalische Querverweise Elemente hörend wahrnehmen, differenzieren und beschreiben. EZ - Wahrnehmung (2) NMG.4.2 MU.2.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können ihre Aufmerksamkeit auf akustische Klangquellen fokussieren. können Gehörtes wahrnehmen und differenziert in Bild und Bewegung darstellen. b können die Unterschiede von Geräusch, Ton und Mehrklang erkennen, nach ausgewählten Kriterien ordnen und beschreiben. 2c d können musikalische Verläufe hörend verfolgen, zeigen und beschreiben (z.B. Melodieverlauf, Lautstärke). e können musikalische Formen unterscheiden und hörend wiedererkennen (z.B. Rondo, Liedform). 3 f können musikalische Aspekte bewusst verfolgen und aufzeigen (z.B. Instrumentierung, Form, Interpretation). g können zu einem gehörten Musikstück eigene Fragen generieren und mögliche Antworten diskutieren. h können gehörte Musikabschnitte mithilfe einer Partitur musikalisch beschreiben. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 2 408 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau MU.2 Hören und Sich-Orientieren B Begegnung mit Musik in Geschichte und Gegenwart Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Musik aus verschiedenen Zeiten, EZ - Lernen und Reflexion (7) EZ - Zusammenhänge und Gattungen, Stilen und Kulturräumen erkennen, zuordnen und eine offene Gesetzmässigkeiten (5) Haltung einnehmen. BNE - Kulturelle Identitäten und interkulturelle Verständigung MU.2.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können sich auf verschiedene Musikangebote einlassen, Lieder und Musik aus ihrer Lebenswelt hören und unterscheiden. b können durch wiederholtes Hören musikalisch Vertrautes in Neuem wiedererkennen c (z.B. Das klingt wie...). 2d können ihnen bekannte Musik wiedererkennen und verschiedenen Stilen zuordnen. e können exemplarische Musikbeispiele unterscheiden und einen Bezug zu Lebenswelten von Menschen herstellen. kennen Biografien einiger Komponist/innen und Ausschnitte aus ihren Werken. f können exemplarische Musikstücke in Bezug zu Vergangenheit, Gegenwart und FS1GR.6.A.1.a Kulturräumen ordnen. FS2GR.6.A.1.a 3 g können sich mit Musik von Mitschüler/innen auseinandersetzen und deren FS1GR.6.A.1.d FS2GR.6.A.1.d Musikvorlieben und Musiktraditionen mit Respekt begegnen. FS3GR.6.A.1.d h können zu musikgeschichtlichen Werken Musikkulturen recherchieren und deren Eigenheiten hörend erkennen. i können Musik bezüglich ausgewählter Merkmale in musikgeschichtliche und BNE - Politik, gesellschaftliche Bezüge einordnen (z.B. politische Musik, Singstimmen in Demokratie und verschiedenen Stilen). Menschenrechte j kennen einzelne Musiker/innen und Komponist/innen der Gegenwart und können deren Musik mit eigenen Fragen begegnen und besprechen (z.B. Komponist/in der Postmoderne, Musiker/in der Popszene). MU 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau 409 MU.2 Hören und Sich-Orientieren C Bedeutung und Funktion von Musik 1. Die Schülerinnen und Schüler können verschiedene Bedeutungen, Querverweise Funktionen sowie emotionale und physische Wirkungen von Musik in EZ - Lernen und Reflexion (7) ihrem Umfeld, in der Gesellschaft und in den Medien erfassen. MU.2.C.1 Bedeutung und Funktion Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können ein Musikereignis hörend dem jeweiligen gesellschaftlichen Anlass zuordnen 1a (z.B. Zirkus, Fasnacht, Besinnung, Konzert). 1b können durch Musik ausgelöste Stimmungen wahrnehmen und dabei entstehende 1c Gefühle zulassen und sichtbar machen (z.B. fröhlich, ausgelassen, wütend, melancholisch). 2 1d können musikalisch geschilderte Geschichten erfassen und dazu Situationen und Figuren spielen (z.B. reiten wie ein Prinz zu festlicher Musik). können in Werkbegegnungen Eindrücke beschreiben und typische Aufführungsorte vermuten und zuordnen (z.B. Kirche, Konzert, Tanzmusik). 1e können ausgewählten Hörbeispielen Stimmungen und Lebenssituationen zuordnen und beschreiben. 1f können bei Musikbeispielen hörend Eindrücke sammeln und diese in einen Bezug zu den eigenen musikalischen Präferenzen bringen. 3 1g können die Wirkung eines Musikstückes aus persönlicher Sicht darlegen und begründen. 1h können Funktionen exemplarischer Musikbeispiele erkennen und einem ERG.3.1.b gesellschaftlichen Kontext zuordnen (z.B. Disco, Filmmusik, Nationalhymne). 1i können Atmosphären von Musikwerken und deren Wirkungsfelder differenziert wahrnehmen und dazugehörige Hintergründe erarbeiten (z.B. soziale, geschichtliche Aspekte). MU.2.C.1 Gehörschutz Die Schülerinnen und Schüler ... 2 2a kennen die Gefahr von anhaltend lauter Musik und können Schutzmassnahmen für das BNE - Gesundheit NMG.4.2.b Gehör treffen (z.B. Kopfhörer, Konzert). 3 2b kennen die Folgen von intensiver Gehörbelastung (Dauer, Lautstärke) und können BNE - Gesundheit NMG.4.2.e sowohl als Musizierende, als auch beim Musikkonsum verantwortungsvoll mit ihrem Gehör umgehen. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 2 410 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau MU.3 Bewegen und Tanzen A Sensomotorische Schulung 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihren Körper sensomotorisch Querverweise differenziert wahrnehmen, einsetzen und musikbezogen reagieren. Sie EZ - Wahrnehmung (2) können sich zu Musik im Raum und in der Gruppe orientieren. EZ - Eigenständigkeit und soziales Handeln (9) MU.3.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können einzelne Körperteile lokalisieren, benennen und den Körper im Musizieren und BS.3.A.1.a Tanzen bewusst einsetzen (z.B. winken und stampfen im Begrüssungslied). b c können einzelne Sinne für die Bewegung zur Musik vielseitig nutzen (z.B. d Richtungsgehen zu Musikquelle). e f können Musik mit Bewegung im Raum spielerisch darstellen (z.B. Drehungen variert BS.3.A.1.b ausführen, vorwärts, rückwärts) und sich in der Gruppe räumlich orientieren. 2g können sich in Figuren, Tiere, Gegenstände und Phänomene einfühlen und sich mit ihnen in der Bewegung identifizieren (z.B. herunterrollende Steine). können Kontraste und Übergänge in der Musik erkennen und mit ihrem Körper darstellen (z.B. fliessend-akzentuiert-pausierend). können Musik und musikalische Parameter im Körper empfinden und fantasievoll darstellen (z.B. Refrain eines Liedes, melodische Phrase). können ihren Körperpuls wahrnehmen, ihren Atem sowie ihre Körperspannung mit Musik in Verbindung bringen. MU 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau 411 MU.3 Bewegen und Tanzen B Körperausdruck zu Musik Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihren Körper als Ausdrucksmittel EZ - Fantasie und Kreativität (6) einsetzen und in Verbindung mit Materialien und Objekten zu Musik in EZ - Körper, Gesundheit und Übereinstimmung bringen und in der Gruppe interagieren. Motorik (1) BS.3.B.1 MU.3.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Musik in der Bewegung mit Materialien sichtbar machen (z.B. mit Tuch, Feder, Stab, Kugel, Nüssen). b können Körperbewegungen musikalisch erkunden und erfinderisch einsetzen (z.B. Wie c klingen Sprungkombinationen, schwingende Bänder?). 2d können zu einem Lied oder Musikstück passende Bewegungen finden und ausformen. e können musikalische Formen und Gestaltungsprinzipien mit Bewegung ausdrücken. können Assoziationen zu Musik bilden und mit Bewegung darstellen (z.B. sommerlich, heiter, übermütig, monoton, sehnsüchtig, gefährlich). f können mit Objekten, Kostümen und Requisiten Bewegungselemente ausformen und damit ausgewählte Musik darstellen. 3 g können in Gruppen musizieren und dazu passende Bewegungsabläufe erfinden. h können Melodie und Rhythmus eines Liedes sowie Texte mit Körpersprache und -ausdruck unterstützen (z.B. Song, Sprechgesang). i können zu Musikstücken vorgegebene Bewegungsabläufe übernehmen, variieren sowie Improvisationen in Gruppen entwickeln. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 3 412 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau MU.3 Bewegen und Tanzen C Bewegungsanpassung an Musik und Tanzrepertoire Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihre Bewegungen koordiniert der EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) Musik anpassen. Sie verfügen über ein Repertoire an Tänzen aus BS.3.C.1 unterschiedlichen Zeiten, Kulturen und Stilen. MU.3.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können in Reigentänzen die Kreisform halten und Bewegungslieder ausführen. b können Bewegungsmuster zu Musik mit Füssen und Händen koordinieren und wiederholen (z.B. Puls, Taktschwerpunkt, Rhythmus, Gangart, Gesten). c können in der Gruppe einen zweiteiligen Tanz nach Vorlage ausführen und einzelne d Elemente variieren (z.B. Kreistanz, Kindertanz). 2e können Tanzschritte und Handfassungen in Gruppenformationen ausführen. können zu einem Musikstück eine einfache vorgegebene Choreographie üben und ausführen. f können Rhythmusmuster in passende Bewegung umsetzen und Grundschritte aus verschiedenen Tanzstilen ausführen (z.B. Polka, Rock 'n' Roll). g können zu Musik aus verschiedenen Ländern unterschiedliche Rollen tanzen (z.B. Kreis-, Volks-, Folkloretanz). 3 h können ungewohnte Taktarten und Taktwechsel in Schrittkombinationen ausführen (z.B. 5-er, 7-er, Wechsel 3/4-6/8). i können Funktionen des Tanzes und der dazugehörenden Musik in verschiedenen gesellschaftlichen Situationen erkennen (z.B. Paartanz, sakraler Tanz, Jugendkultur). j können Bewegungs- und Tanzausschnitte und charakteristische Tanzfiguren in musikalischen Projekten einsetzen (z.B. in einem Musical). MU 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau 413 MU.4 Musizieren A Musizieren im Ensemble Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können sich als Musizierende wahrnehmen EZ - Eigenständigkeit und soziales Handeln (9) und mit Instrumenten sowie Körperperkussion in ein Ensemble einfügen. MU.4.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können sich im musikalischen Spiel der Gruppe anpassen (z.B. Tempo, Rhythmus, Lautstärke). a können in der Gruppe einen vorgegebenen Strukturverlauf auf einem Instrument spielen oder mit Körper wiedergeben (z.B. Spannungsbogen, Melodie). b können eine Begleitung spielen und sich in die musizierende Gruppe einfügen. können eine Melodie- oder Rhythmusstimme in der Gruppe spielen (z.B. Ostinato). c 2d e spielen mit dem Klasseninstrumentarium und können sich dem Tempo und dem musikalischen Ausdruck der Klasse anpassen. f üben einfache Klassenarrangements und können dabei Interpretationsmöglichkeiten ausprobieren, vergleichen und ihre Vorstellung realisieren (z.B. ein Stück lustig, traurig, schleppend, gehetzt spielen). 3 g können ausgewählte Rhythmus- und Melodiepatterns (z.B. aus verschiedenen Kulturen, Epochen und Stilen) spielen und deren Besonderheit erkennen. h können nach Improvisationsvorlagen in der Gruppe musizieren (z.B. Harmoniefolge, Bluestonleiter, Pentatonik). i können Musik aus verschiedenen Kulturen, Epochen und Stilen im Klassenarrangement spielen. j können Elemente aus Musikstilen adaptieren oder verfremden. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 4 414 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau MU.4 Musizieren B Instrument als Ausdrucksmittel Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Instrumente, Klangquellen und EZ - Fantasie und Kreativität elektronische Medien erkunden, damit experimentieren, improvisieren und (6) nach Vorlagen spielen. MU.4.B.1 Akustische Instrumente Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können Materialien musikalisch differenziert erkunden und bespielen (z.B. 1b Alltagsgegenstand, Spielobjekt, Naturmaterial). 1c 1d können grafische Notation spielen und erfinden (z.B. Klangspur, einfache Partitur). 2 1e können mit Instrumenten Stimmungen und Geschichten musikalisch gestalten. können sich in Gruppenimprovisationen einlassen, dabei Spielregeln definieren und musizierend miteinander kommunizieren. können eine eigene Klangpartitur gestalten und diese mit Instrumenten umsetzen. 1f können musikalische Impressionen zu Stimmungen und Emotionen erfinden, spielen und Gegensätze herausarbeiten (z.B. heiter/bedrohlich, Glück/Trauer). 3 1g können zu Begriffen musikalische Spannungsverläufe entwickeln und spielen und dabei verschiedene Artikulationen anwenden (z.B. wachsen, fliegen). 1h können Pattern und Ostinati anwenden und verändern (z.B. Improvisationsmuster). 1i können schriftliche Darstellungen umsetzen (z.B. Partiturausschnitt, Tabulatur, Akkordbezeichnung) und als Vorlage für eigene Ideen verwenden. MU.4.B.1 Musikelektronik und neue Medien Die Schülerinnen und Schüler ... 2 2a können Rhythmusstrukturen übernehmen und erfinden und aktuelle Patterns umsetzen MI.1.3.c (z.B. mit Apps). 2b können mit elektronischen Medien (z.B. Smartphone, Keyboard) musikalisch MI.1.3.c experimentieren. MI - Produktion und 2c können Instrumente der aktuellen Musikszene ausprobieren und Erfahrungen im Präsentation Umgang und Spiel mit diesen Instrumenten sammeln. 3 2d kennen ausgewählte Musiksoftware und können diese erkunden, testen und für musikalische Aufgaben einsetzen. 2e können Klänge aus ihrer Umwelt elektronisch aufnehmen, verändern und damit MI.1.3.h musikalisch experimentieren und anwenden. MI - Produktion und Präsentation 2f können ein Klangarrangement mit Instrumenten und elektronischen Klangquellen umsetzen. MI - Recherche und Lernunterstützung MU 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau 415 MU.4 Musizieren C Instrumentenkunde Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler kennen unterschiedliche Musikinstrumente EZ - Zusammenhänge und Gesetzmässigkeiten (5) und können verschiedene Arten der Klangerzeugung unterscheiden und deren Gesetzmässigkeiten erkennen. MU.4.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können einfache Materialien zu Instrumenten umfunktionieren (z.B. Büchse als Klinger, Tontopftrommel, Plastikrohr als Rufinstrument, klingende Wassergläser). b können eine Auswahl des Schulinstrumentariums benennen (z.B. Klangstab, Triangel, c Schlagholz) und achtsam damit spielen (Materialsorgfalt). 2d können ausgewählte Instrumente unterscheiden und beschreiben. e können beim Bau von einfachen Instrumenten Gesetzmässigkeiten der Klangerzeugung NMG.4.2.d ermitteln und anwenden (z.B. Erzeugung unterschiedlicher Tonhöhen durch Längenteilung mit HiIfe einer Saite). können Prinzipien der Klangerzeugung fantasievoll anwenden und in unterschiedlichen Situationen zum musikalischen Gestalten einsetzen (z.B. streichen, schlagen, blasen). f können Instrumentengruppen unterscheiden und einzelne Formationen beschreiben (z.B. Quartett, Orchester). g können einzelne Instrumente der aktuellen Musikszene (z.B. Pop, Elektro, zeitgenössische Musik) unterscheiden und erkennen. h können Schallwellen, Obertöne, Klangfärbungen und akustische Phänomene hörend verstehen und kommentieren. 3 i können die Möglichkeiten der elektronischen Verstärkung und -bearbeitung erkennen und anwenden (z.B. Verstärkung der Singstimme mit Mikrofon). j können in einem notierten Musikstück (z.B. Partitur) Instrumente erkennen und beschreiben. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 4 416 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau MU.5 Gestaltungsprozesse A Themen musikalisch erkunden und darstellen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Themen und Eindrücke aus ihrer EZ - Räumliche Orientierung (4) Lebenswelt alleine und in Gruppen zu einer eigenen Musik formen und EZ - Fantasie und Kreativität darstellen. (6) MU.5.A.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können Aussen- und Innenräume musikalisch erkunden und damit spielen (z.B. Wie klingt der Pausenplatz? Spiel mit klingenden Objekten des Klassenzimmers). b können zu Themen ihrer Fantasie- und Lebenswelt eine Klanggeschichte entwickeln 2c (z.B. im Wald, meine Wohnstrasse). können Erlebnisse (z.B. Nachmittag im Schwimmbad) als musikalische Impulse nutzen, diese weiterentwickeln und musikalische Darstellungsformen finden . d können zu Themen (z.B. Geschichte, Kunstwerk, Emotion) eine einfache Musik entwickeln und ausgestalten. 3 e können zu musikalischen Fragestellungen kreative Lösungen finden (z.B. Wie klingt die Musik der Grosseltern? Wie klingt eine Filmszene, ein Sportanlass?). f können eine musikalische Collage zu einem aktuellen Thema entwickeln und MI - Produktion und produzieren (z.B. aus ihrem Interessensbereich, Thema aus der Gesellschaft). Präsentation g können in der Gruppe eine Performance oder einen Videoclip zu einem Thema BG.2.C.1.6e produzieren und vertonen. MI.1.3.h MI - Produktion und Präsentation MU 5 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau 417 MU.5 Gestaltungsprozesse B Gestalten zu bestehender Musik 1. Die Schülerinnen und Schüler können zu bestehender Musik Querverweise unterschiedliche Darstellungsformen entwickeln. EZ - Fantasie und Kreativität (6) EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) MU.5.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können zu Musik fantasieren, Ideen dazu entwickeln und diese in andere BG.2.C.2.b Ausdrucksformen bringen (z.B. malen, bauen, bewegen). b können sich zu Musik in Situationen und Rollen versetzen und diese ausgestalten (z.B. 2c ein Schmetterling, ein spielender Bär, Kind auf einer Schlittenfahrt). können zu bestehender Musik eigene musikalische Mitspielaktionen erfinden. d können zu bestehender Musik eine bildnerische, theatralische oder tänzerische BG.2.C.2.d Gestaltung entwickeln. e können Episoden aus einem Musiktheater in eine szenische Darstellung bringen. 3 f können musikalische Vorbilder und deren Performances erkunden und in persönlicher Weise adaptieren. g können zu Musik Assoziationen bilden, eine thematische Auswahl treffen (z.B. Liebe, BG.2.C.2.f Protest, Macht) und diese in Musik und andere Medien umsetzen. MI.1.3.h h können aus einem gewählten Musikstil eine kurze Reproduktion oder Improvisation entwickeln und zeigen. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 5 418 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau MU.5 Gestaltungsprozesse C Musikalische Auftrittskompetenz 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihre musikalischen Fähigkeiten Querverweise präsentieren. EZ - Sprache und Kommunikation (8) MU.5.C.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können ihre eigenen musikalischen Ideen der Gruppe vorzeigen. b können in der Gruppe oder alleine vor anderen singen, tanzen und musizieren (z.B. in der Klasse). 2c können ein Musikstück allein oder in der Gruppe zur Aufführung bringen (z.B. Musizieren mit Klasseninstrumentarium am Elternabend). d können ein Lied in Form einer ausgearbeiteten Präsentation alleine oder in der Gruppe zur Aufführung bringen. e können musikalischen Präsentationen von sich selber und ihren Mitschüler/innen kritisch und gleichzeitig wertschätzend begegnen. 3 f können den Wert von Vorbereitung und Übung in einem Projekt erkennen und Einsatz und Leistungen von Projektmitwirkenden wertschätzen. g können Zusammenhänge zwischen Bühnenpräsenz, Bühnentechnik und der Qualität der musikalischen Darbietung erkennen und benennen. h können ihre instrumentalen, tänzerischen und stimmlichen Fähigkeiten vor Publikum oder auf der Bühne präsentieren. MU 5 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau 419 MU.6 Praxis des musikalischen Wissens A Rhythmus, Melodie, Harmonie 1. Die Schülerinnen und Schüler können rhythmische, melodische und Querverweise harmonische Elemente erkennen, benennen und anwenden. EZ - Zeitliche Orientierung (3) EZ - Räumliche Orientierung (4) MU.6.A.1 Rhythmus Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können kurz/lang, schnell/langsam und schwer/leicht in Abstufungen unterscheiden. 1b 1c können Bewegungen rhythmisieren (z.B. klatschen, patschen, Ballon tupfen). 1d können rhythmisierte Silben und Wörter an ein vorgegebenes Tempo anpassen. 2 1e können Puls und Taktschwerpunkt in Bewegung umsetzen, halten und unterschiedliche Rhythmusmuster wiederholen. können unterschiedliche Taktarten mit Stimme, Bewegung oder Instrument umsetzen (z.B. 2/4, 4/4, 3/4, 6/8). 1f können rhythmische Motive mithilfe einer Rhythmussprache anwenden (hören, lesen, spielen). 1g können rhythmische Motive mit Triolen und ternären Rhythmen lesen und wiedergeben. 3 1h können Rhythmen aus punktierten Noten und Synkopen klatschen und spielen. 1i können gleichzeitig zwei Rhythmen üben und spielen (z.B. Bodypercussion). 1j können rhythmische Sequenzen und zusammengesetzte Taktarten mit Stimme, Bewegung und Instrumenten umsetzen (z.B. 7/8, 5/8). MU.6.A.1 Melodie Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können hoch/tief unterscheiden sowie einfache Tonfolgen im Fünftonraum erkennen 2b und wiedergeben (z.B. Rufterz, Pentatonik, Quintraum). 2c 2d können nach visuellen Impulsen Teile einer Tonleiter singen. 2 2e können ein- bis zweitaktige Tonfolgen wiedergeben. können nach visuellen Impulsen und Handzeichen einfache Tonfolgen und die Durtonleiter singen. können Halb- und Ganztonschritte in der Dur- und Moll-Tonleiter erkennen (lesen, hören, singen). 2f können kurze Melodien mit relativen Notennamen singen (z.B. Solmisation). 2g können die Beziehung zwischen Dur- und paralleler Molltonleiter erkennen (z.B. C-Dur und a-moll). 3 2h können weitere Tonsysteme singend erleben und vergleichen (z.B. Blues-Tonleiter). 2i können Intervalle mit Liedanfängen in Verbindung bringen und umgekehrt. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 6 420 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau Querverweise 2j kennen spezielle Tonsysteme (z.B. Kirchentonarten, Zwölftonmusik). MU.6.A.1 Harmonie 3a Die Schülerinnen und Schüler ... 3 3b können die harmonische Funktion der drei Hauptstufen anwenden. können grosse und kleine Terz und Quinte im Zusammenklang erkennen und anwenden (Dreiklang). 3c können die leitereigenen Dreiklänge der Durtonleiter bestimmen und anwenden. 3d können den Septakkord erkennen und anwenden. MU 6 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Musik | Kompetenzaufbau 421 MU.6 Praxis des musikalischen Wissens B Notation 1. Die Schülerinnen und Schüler können die traditionelle Musiknotation Querverweise sowohl lesend als auch schreibend anwenden und kennen grafische EZ - Zusammenhänge und Formen der Musikdarstellung. Gesetzmässigkeiten (5) MU.6.B.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 können Symbole (z.B. Zeichen, Geste, Muster) klanglich umsetzen und Gehörtes grafisch festhalten (z.B. langsam/schnell, laut/leise). a können rhythmische Motive und melodische Bewegungen im Notenbild erkennen (z.B Höreindrücke zuordnen). b können Notenwerten eine Bedeutung zuordnen und rhythmische Motive aus Halben, Vierteln und Achteln lesen. c können kurze Tonfolgen erfinden, erkennen und notieren. können die Stammtöne benennen und notieren (absolute Notennamen) und kennen die d Bedeutung von Vorzeichen ( und ) . können notierte Melodien spielen und kurze Tonfolgen notieren. 2e f g können rhythmische Motive mit Sechzehnteln und punktierten Noten lesen und schreiben. 3 h können die chromatische Tonleiter notieren. i kennen weitere Symbole der tradtionellen und grafischen Musiknotation (z.B. Dynamik, Artikulation). j können eine Einzelstimme in mehrstimmigen Notenbildern hörend verfolgen (z.B. in einer Partitur). k können musikalische Ideen mittels Notenschrift kommunizieren. MU 15.3.2016 Lehrplan 21 6 Bewegung und Sport Elemente des Kompetenzaufbaus Impressum Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden Lehrplan 21 Graubünden Herausgeber: Fassung vom 15.03.2016 Zu diesem Dokument: Mendel Perkins/iStock/Thinkstock Alle Rechte liegen beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden. Titelbild: gr-d.lehrplan.ch Copyright: Internet: Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Inhalt Inhalt Bedeutung und Zielsetzungen 426 Didaktische Hinweise 427 Strukturelle und inhaltliche Hinweise 432 BS.1 Laufen, Springen, Werfen 432 A Laufen 434 B Springen 436 C Werfen 438 BS.2 Bewegen an Geräten 437 A Grundbewegungen an Geräten 439 B Beweglichkeit, Kraft und Körperspannung 442 BS.3 Darstellen und Tanzen 441 A Körperwahrnehmung 443 B Darstellen und Gestalten 444 C Tanzen 445 BS.4 Spielen 444 A Bewegungsspiele 446 B Sportspiele 447 C Kampfspiele 449 BS.5 Gleiten, Rollen, Fahren 448 BS.6 Bewegen im Wasser 450 A Schwimmen 452 B Ins Wasser springen und Tauchen 453 C Sicherheit im Wasser 454 BS 15.3.2016 Lehrplan 21 426 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Bedeutung und Zielsetzungen Bedeutung und Zielsetzungen Bewegung und Sport als Beitrag zur ganzheitlichen Bildung Beitrag zum Bildungsauftrag Der Fachbereich Bewegung und Sport leistet einen zentralen Beitrag zum Bildungsauftrag der Volksschule, indem er diesen um die körperliche und motorische Dimension erweitert. Im Bewegungs- und Sportunterricht werden die Schülerinnen und Schüler befähigt, an der traditionellen und aktuellen Bewegungs- und Sportkultur teilzuhaben. Sie verbessern ihr Körperbewusstsein, gelangen zu einem bewussten Umgang mit sich und anderen und erkennen die Vorteile von körperlicher Bewegung für Gesundheit und Wohlbefinden. Gemeinsames Bewegen unterstützt die aktive Teilnahme an der Schulgemeinschaft und fördert das Zusammenleben. Teilhabe an der Bewegungs- und Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre individuelle Bewegungs- und Sportkultur Sportkompetenz. Sie lernen Bewegungsabläufe, Spielformen, Sportarten und Wettkampfformen kennen. Sie erwerben Kompetenzen, um aktiv, selbstständig und verantwortungsbewusst über die Schulzeit hinaus an der aktuellen Bewegungs- und Sportkultur teilzuhaben und diese bezüglich ihrer Möglichkeiten, Chancen und Gefahren kritisch zu reflektieren. Bildung durch Bewegung und Die Schülerinnen und Schüler verbessern ihre motorischen Fähigkeiten und ihre Sport körperliche Leistungsfähigkeit und entwickeln emotionale, soziale, kognitive, motivationale und volitionale Aspekte ihrer Persönlichkeit. Sie erleben sich in verschiedenen Bewegungssituationen und führen eine Vielfalt von Grundbewegungen aus, die zu sportlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickelt werden. Diese Bewegungserfahrungen bilden die Grundlage für das Wahrnehmen und Verstehen des eigenen Körpers und führen zu einem bewussten Umgang mit ihm. Erfolgserlebnisse und Freude an Bewegung und Sport sind entscheidend für ein nachhaltiges Interesse an sportlichen Aktivitäten. Der Fachbereich Bewegung und Sport leistet einen Beitrag zur Reflexion und realistischen Einschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit. Die Schülerinnen und Schüler werden sich der Entwicklungsmöglichkeiten ihres Körpers bewusst und erhöhen ihr Selbstvertrauen durch sportliche Erfolgserlebnisse. Durch Bewegungshandlungen entstehen Beziehungen zwischen den Kindern und Jugendlichen. Im Miteinander und Gegeneinander sammeln sie zu motorischen auch emotionale und soziale Erfahrungen. Der Bewegungs- und Sportunterricht leistet durch das Bearbeiten und Reflektieren dieser Erfahrungen einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der überfachlichen Kompetenzen. Bewegung und Sport als Beitrag zur Schule als Gestaltungs-, Lern- und Lebensraum Schulen brauchen Bewegung und Bewegung und Sport unterstützt Schulen darin, sich ein bewegungsfreundliches Sport und gesundheitsförderndes Schulprofil zu geben. Im Schulalltag muss dem natürlichen Bewegungsbedürfnis der Kinder und Jugendlichen Rechnung getragen werden. Durch regelmässiges Bewegen fördert die Schule die Entwicklung und das Lernen der Schülerinnen und Schüler. Lehrpersonen können durch Impulse zu einer aktiven Pausengestaltung beitragen sowie die Anliegen einer bewegten Schule unterstützen. Eine bewegungsförderliche Schule zeichnet sich durch freiwillige Schulsportangebote aus, die auch in Tages- strukturen integriert werden und als Bindeglied zum Vereinssport dienen können. Über den Unterricht hinaus werden Sportanlässe und -lager durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler können erworbene Fertigkeiten erweitern und anwenden oder in einem sportlichen Wettbewerb bestehen. Gleichzeitig ermöglichen solche Anlässe Gemeinschaftserlebnisse, welche die Identifikation mit der Schulgemeinschaft fördern. BS Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Didaktische Hinweise 427 Didaktische Hinweise Innovation und Tradition Der Fachbereichslehrplan Bewegung und Sport steht im Spannungsfeld von Innovation und Tradition. Im Lehrplan wird mit der Orientierung an Kompetenzen der Blick verstärkt auf die Anwendbarkeit von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Wissen gerichtet. Im Fachbereich Bewegung und Sport ist das Können traditionell gut verankert. Darüber hinaus wird dem Wissen und den Einstellungen vermehrt Beachtung geschenkt. Aspekte davon finden sich in jedem Kompetenzbereich. Bewegung und Spielen als Bewegung und Spielen sind kindliche Primärbedürfnisse, die das Lernen Primärbedürfnisse unterstützen. Es gilt, diese Spielfreude und Bewegungslust durch herausfordernde Bewegungsaufgaben und Erfolgserlebnisse zu erhalten und weiter zu fördern. Vielseitiger Bewegungs- und Eine Vielfalt von Bewegungserlebnissen und Sportarten erleichtert Schülerinnen Sportunterricht und Schülern den Zugang zum Sport und das Entwickeln von persönlichen Interessen. Kompetenzen sollen mit verschiedenen Inhalten und Methoden erreicht werden, um den unterschiedlichen Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Die Entfaltungsmöglichkeiten von Mädchen und Jungen sind spezifisch zu fördern. Mehrperspektivischer Bewegungs- und Sportunterricht Schwerpunkte überfachliche Der Bewegungs- und Sportunterricht fördert fachliche und überfachliche Kompetenzen Kompetenzen. Im Unterricht ergeben sich vielfältige Anknüpfungspunkte, um personale, soziale und methodische Kompetenzen zu fördern. Im Lehrplan werden folgende Schwerpunkte gesetzt. Personale Kompetenzen: Selbstreflexion, z.B. beim Beurteilen der eigenen Leistung durch das Einschätzen der eigenen Stärken und Schwächen. Selbstständigkeit, z.B. durch selbstständiges und faires Spielen. Soziale Kompetenzen: Kooperationsfähigkeit, z.B. durch das Lösen von Gestaltungsaufgaben in Gruppen. Konfliktfähigkeit, z.B. durch das Suchen von Lösungen in Konfliktsituationen. Umgang mit Vielfalt, z.B. durch die Wahrnehmung und die respektvolle Begegnung mit Bewegungs- und Ausdrucksformen anderer Menschen. Methodische Kompetenzen: Aufgaben/Probleme lösen, z.B. durch das Planen, Durchführen und Auswerten des Trainingsprozesses im Dauerlauf. (Siehe auch Grundlagen Kapitel Überfachliche Kompetenzen.) Pädagogische Perspektiven Die pädagogischen Perspektiven zeigen auf, in welcher Art und Weise Bewegungs- und Sportunterricht pädagogisch wertvoll sein kann und wie Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung umfassend gefördert werden können. Die Schülerinnen und Schüler erfahren, welche pädagogischen Perspektiven für sie Bedeutung haben. Dies unterstützt sie im Aufbau eines überdauernden Interesses an sportlichen Aktivitäten. Die sechs pädagogischen Perspektiven sind: Leistung: Unter dieser Perspektive geht es darum, in Leistungssituationen des Sports zu bestehen, die Bedeutung der Leistung zu reflektieren und die eigene Einstellung zur Leistung zu begründen. Miteinander: Bewegung und Sport lebt wesentlich von der Gemeinschaft. Unter dieser Perspektive geht es darum, ein kooperatives Verhalten aufzubauen und die Gemeinschaft als unterstützend zu erleben. Ausdruck: Unter dieser Perspektive geht es darum, die expressiven Möglichkeiten des Körpers kennenzulernen und für die Gestaltung von Bewegung zu nutzen. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 428 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Didaktische Hinweise Eindruck: Unter dieser Perspektive geht es darum, Bewegungs- und Körpererfahrungen zu ermöglichen und eine vielseitige Wahrnehmungsfähigkeit zu fördern. Wagnis: Unter dieser Perspektive geht es darum, den Reiz von Situationen mit ungewissem Ausgang zu erleben und sich darin zu bewähren. Gesundheit: Unter dieser Perspektive geht es um Gesundheit und körperliches Wohlbefinden und den Beitrag, den Bewegung und Sport dazu leisten kann. Der Fachbereichslehrplan Bewegung und Sport ist in sechs Kompetenzbereiche gegliedert (siehe Kapitel Strukturelle und inhaltliche Hinweise). Die pädagogischen Perspektiven sind in diesen enthalten. Grundsätzlich kann jede pädagogische Perspektive mit jedem Kompetenzbereich und jeder Kompetenz verknüpft werden (siehe Abbildung 1). Die Lehrpersonen nehmen bei der Umsetzung des Lehrplans eine der Situation angepasste pädagogische Gewichtung vor. Kompetenzorientierte Planung, Durchführung und Auswertung des Unterrichts Heterogenität berücksichtigen Körperliche, psychische und kognitive Voraussetzungen sowie Geschlecht, soziale Herkunft, Begabungen und Interessen sind bei der Planung und Gestaltung des Unterrichts zu berücksichtigen. Durch einen vielseitigen Bewegungs- und Sportunterricht mit differenzierten Leistungserwartungen und angepassten Unterrichtsarrangements ergeben sich individuelle Herausforderungen. BS Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Didaktische Hinweise 429 Geschlechtersensibler Unterricht Das Ziel eines geschlechtersensiblen Sportunterrichts besteht darin, das Orientierung an Kompetenzen Bewegungs-, Spiel- und Ausdruckspotenzial durch einen bewussten Umgang mit Aufgaben den Eigenheiten von Mädchen und Jungen zu fördern, z.B. durch angepasste Zielorientierte Lernzeit Unterrichtsarrangements, differenzierte Leistungserwartungen und Reflexion von geschlechtsspezifischen Vorlieben. Bewegungen lernen Förderorientierte Beurteilung In jedem Kompetenzbereich werden die Aspekte Können, Wissen und Einstellungen berücksichtigt. Diese erscheinen im Aufbau der Kompetenzen. Zu Beginn der Planung steht das Identifizieren von Können, von Wissensaspekten und von Einstellungen. Diese fliessen in die (langfristige) Unterrichtsplanung ein und werden so im Bewegungs- und Sportunterricht handlungswirksam. Aufgaben im Bewegungs- und Sportunterricht sind herausfordernd, sprechen fachliche und überfachliche Kompetenzen an und ermöglichen allen Schülerinnen und Schülern einen Kompetenzzuwachs. Im Bewegungs- und Sportunterricht eignen sich dazu komplexe Aufgaben, die zu problemlösendem Handeln anregen. Beispiel: Die Lernenden erproben und reflektieren Lösungsmöglichkeiten für die Spielsituation zwei gegen zwei. Die Bewegungs- und Sportlektion ist ein Ganzes mit fliessenden Übergängen, wobei die Organisation möglichst wenig Zeit beanspruchen soll. Eine hohe zielorientierte Lernzeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal jeder Lektion. Dabei ist eine Rhythmisierung der Belastung anzustreben, d.h. Anspannung und intensive Bewegungsaktivitäten wechseln ab mit Möglichkeiten der Entspannung und des Reflektierens. Die effektive Bewegungs- und Lernzeit kann erhöht werden, z.B. indem der Wechsel zur Sporthalle und das Umziehen ausserhalb der Lektion durchgeführt werden, soweit dies die Schulorganisation zulässt. aufwändige organisatorische Massnahmen wie das Aufstellen einer Bewegungslandschaft zu Beginn und am Ende eines Halbtages von unterschiedlichen Klassen übernommen werden. das Spielen in kleinen Gruppen allen Schülerinnen und Schülern viele Ballkontakte und ein intensives Bewegen ermöglicht. Beim Erlernen von Bewegungen soll die Bewegungshandlung als sinnvolles Ganzes erlebt werden. Wichtig ist, dass die Lehrpersonen die Schülerinnen und Schüler anregen, mitzudenken und sie darin unterstützen, eine Bewegungsvorstellung aufzubauen (z.B. die Lernenden kennen die Merkmale des Schrittsprungs). Damit ein Bewegungsmuster gelernt wird, muss es variantenreich geübt werden (z.B. in Lernpartnerschaften). Eine Verankerung im Langzeitgedächtnis erfordert viele Wiederholungen unter veränderten Bedingungen. Angestrebt wird eine individuell optimale Bewegung. Dabei sind das Bewegungsgefühl und die Bewegungsvorstellung zentral (Innensicht). Klar kommunizierte Leistungserwartungen und Beurteilungskriterien zeichnen guten Bewegungs- und Sportunterricht aus. Diese orientieren sich an den individuellen Lernfortschritten, den Grundansprüchen und den weiteren Kompetenzstufen. Transparente Lernziele und Beurteilungskriterien, differenzierte Diagnosen und auf die Lernenden zugeschnittene Rückmeldungen sind Grundlagen einer förderorientierten Beurteilung. Das Dokumentieren von Erfahrungen, Erkenntnissen und Leistungen, z.B. in einem Sportheft oder Lernjournal, erleichtert den Schülerinnen und Schülern das Reflektieren und trägt zum Überdenken und Verändern von Einstellungen bei. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 430 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Didaktische Hinweise Sicherheit Allgemein Die Lehrpersonen ergreifen die notwendigen Massnahmen, um die Sicherheit im Unterricht zu gewährleisten. Die Prävention von Unfällen muss bereits in der Planung berücksichtigt werden. Durch geeignete Aufgabenstellungen halten die Lehrpersonen die Schülerinnen und Schüler an, Situationen und die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen. Dabei ist den risikofreudigen wie auch den ängstlichen Schülerinnen und Schülern spezielle Beachtung zu schenken. Je älter die Schülerinnen und Schüler und je anforderungsreicher die Aufgaben sind, umso mehr muss dem Aufwärmen Beachtung geschenkt werden. Durch gegenseitiges Helfen und Sichern übernehmen die Schülerinnen und Schüler Verantwortung, und Unfälle können vermieden werden. Das konsequente Einhalten von Regeln und Fairness als pädagogischer Grundgedanke trägt wesentlich zur Sicherheit und Vermeidung von Unfällen bei. Im Bewegungs- und Sportunterricht tragen alle Beteiligten zweckmässige Kleidung, geeignetes Schuhwerk und je nach Sportart eine Schutzausrüstung. Im Freien Beim Unterrichten im Freien berücksichtigen die Lehrpersonen die Tageszeit, die Witterung (Kälte/Hitze, Ozon, Wind und Niederschläge) sowie die sportartspezifischen Bedingungen. Sie passen die Sicherheitsmassnahmen, die Dauer und die Strecke den äusseren Umständen und dem Können der Gruppe an. Bei Aktivitäten im Kompetenzbereich Gleiten, Rollen, Fahren wird das Tragen eines Helms empfohlen. Für den Aufenthalt in, an und auf Gewässern treffen die Lehrpersonen die nötigen Sicherheitsmassnahmen. Schwimmunterricht Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, im Schwimmunterricht bei mehr als 14 Schülerinnen und Schülern eine Begleitperson einzusetzen. Weitere Informationen zur Sicherheit im Wasser sind beim Amt für Volksschule und Sport erhältlich. Lehrpersonen, die Schwimmunterricht erteilen, verfügen über Kompetenzen im Rettungsschwimmen. Der Lehrplan hält als Grundanspruch im 2. Zyklus fest, dass alle Schülerinnen und Schüler sich sicher im Wasser bewegen und schwimmen können (Wassersicherheitscheck). Die Schulträgerschaften sind verpflichtet, wenn immer möglich eine Gelegenheit für Schwimmunterricht anzubieten (z.B. regionale Lösungen, Nutzung Hotelbäder in der Zwischensaison). Empfehlungen zur Organisation Bewegungszeit über die Woche Für eine gesunde Entwicklung brauchen Kinder und Jugendliche pro Tag mehr als eine Stunde Bewegung mit mittlerer bis hoher Intensität. Aus diesem Grund wird empfohlen, die Bewegungs- und Sportlektionen regelmässig über die Woche zu verteilen. Dies trägt zur gesunden Entwicklung von Schülerinnen und Schülern bei. Geschlechtshomogener und Mädchen und Jungen haben aufgrund ihrer Entwicklung und Sozialisation -heterogener Sportunterricht unterschiedliche Neigungen und Bedürfnisse (z.B. in Bezug auf Themenwünsche, Krafteinsatz, Inanspruchnahme von Raum und Aufmerksamkeit der Lehrpersonen). Um beiden Geschlechtern gerecht zu werden, wird empfohlen, spätestens ab dem 3. Zyklus den Unterricht mehrheitlich geschlechtergetrennt zu organisieren. BS Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Didaktische Hinweise 431 Hinweise zum 1. Zyklus (Siehe auch Grundlagen Kapitel Schwerpunkte des 1. Zyklus.) Bewegung gehört zum 1. Zyklus Kinder brauchen Bewegung und lernen vieles über Bewegung. Daher gehören Bewegungsrituale und -angebote zum täglichen Unterricht. Neben dem Bewegen im Innenraum sind Bewegungsmöglichkeiten im Freien und Bewegung in der Natur zentrale Elemente des Schulalltags. Empfohlen wird, ab dem Start des 1. Zyklus mindestens eine Lektion pro Woche in der Sporthalle durchzuführen. Schneesportwochen Auf Kindergartenstufe haben die Schulen die Möglichkeit, Schnee und Eis für die Kinder als Elemente für Bewegung, Spiel und Sport in Schneesportwochen erlebbar zu machen. Kindergartenschneesportwochen sind ein- bis zweiwöchige Lager, welche die Kindergartenklasse gemeinsam ohne externe Übernachtung mit (falls nötig) täglichem Transport ins Skigebiet durchführt. Weitere Informationen zu den Schneesportwochen sind beim Amt für Volksschule und Sport erhältlich. Lagerwochen im Rahmen des freiwilligen Schulsports werden unter bestimmten Voraussetzungen durch J&S und ergänzend dazu durch den Kanton finanziell unterstützt. Vom Sammeln von Erfahrungen Ausgehend vom spielerischen Sammeln von Bewegungserfahrungen (offene zum gezielten Üben Bewegungsangebote und -aufgaben) verschiebt sich gegen Ende des 1. Zyklus der Schwerpunkt zum gezielten Erwerb einzelner Fertigkeiten. Selbstkonzept Grosse Beachtung ist dem Selbstkonzept des Kindes zu schenken. Ein lernförderliches Klima ermöglicht Erfolgserlebnisse. Mädchen und Jungen, die sich wenig oder zu viel zutrauen, kann durch angepasste Übungsauswahl und Begleitung eine realistische Selbsteinschätzung unterstützt werden. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 432 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Strukturelle und inhaltliche Hinweise Rechtliche Grundlagen Sportförderungsgesetz Das Sportförderungsgesetz des Bundes (2011) zielt auf die Steigerung der Sport- und Bewegungsaktivitäten auf allen Altersstufen und die Erhöhung des Stellenwerts von Bewegung und Sport in Erziehung und Ausbildung. Es gibt vor, dass die Kantone im Rahmen des schulischen Unterrichts die täglichen Sport- und Bewegungsmöglichkeiten fördern. In der obligatorischen Schule sind gemäss Bund mindestens drei Lektionen Sportunterricht pro Woche obligatorisch. Kompetenzbereiche Jede Bewegung besteht aus Steuerung und Energie, deren Zusammenspiel zu einem koordinierten Bewegungsablauf führt. Die Förderung der Wahrnehmung (visuelle, akustische, taktile, vestibuläre und kinästhetische Wahrnehmung), die Entwicklung koordinativer Fähigkeiten (z.B. Gleichgewichts-, Rhythmisierungs-, Orientierungs-, Differenzierungs- und Reaktionsfähigkeit) und die Verbesserung der konditionellen Fähigkeiten (Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit) sind für das Bewegungslernen von zentraler Bedeutung und durchdringen alle Kompetenzbereiche des Lehrplans. Sie werden exemplarisch in einzelnen Kompetenzbereichen aufgeführt und sichtbar gemacht. Im Folgenden werden die sechs Kompetenzbereiche beschrieben. Laufen, Springen, Werfen Die Schülerinnen und Schüler entwickeln die Grundfertigkeiten Laufen, Springen und Werfen weiter zu leichtathletischen Disziplinen. Sie üben schnelles und langes Laufen, Laufen über Hindernisse und im Gelände. Sie lernen, in die Weite und in die Höhe zu springen sowie weites und zielgerichtetes Werfen und Stossen. Sie beobachten ihre Fortschritte und setzen sich mit ihren persönlichen Möglichkeiten und Grenzen auseinander. Bewegen an Geräten Die Schülerinnen und Schüler sammeln Erfahrungen im Umgang mit der Schwerkraft und verbessern Kraft und Beweglichkeit. Sie erweitern ihr Bewegungsrepertoire an verschiedenen Geräten und gestalten Bewegungsabläufe harmonisch. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Risiken einzuschätzen und Ängste zu bewältigen. Gemeinsame Bewegungsgestaltung sowie das Helfen und Sichern leisten einen Beitrag zur Entwicklung der Kooperationsfähigkeit. Darstellen und Tanzen Die Schülerinnen und Schüler können sich im Einklang von Rhythmus und Musik bewegen und verbessern die Wahrnehmung. Sie erweitern und vertiefen die Rhythmisierungs-, Gestaltungs- und Ausdrucksfähigkeit und können Bewegungskünste mit verschiedenen Materialien ausführen. Der respektvolle Umgang mit sich und anderen führt zu konstruktiven Gruppenprozessen. Sie lernen, sich durch Präsentationen zu exponieren. Spielen Die Schülerinnen und Schüler erleben im spielerischen Handeln Spielfreude und Spannung. Sie entdecken vielfältige Spielmöglichkeiten, entwickeln Spielideen und treffen Vereinbarungen für gemeinsame Spiele. Sie lernen, mit Sieg und Niederlage umzugehen. Die Schülerinnen und Schüler verbessern im Miteinander und Gegeneinander spielübergreifende und sportspielspezifische taktische und technische Handlungsmuster. Beim Wetteifern lernen sie, vorgegebene Regeln und Rituale einzuhalten und das Gegenüber zu achten. Es bieten sich Gelegenheiten, den Umgang mit Emotionen zu thematisieren, die Konfliktfähigkeit zu verbessern und Aspekte des Fairplay einzubringen. Gleiten, Rollen, Fahren Die Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Fertigkeiten im Gleiten, Rollen und Fahren. Dies fördert insbesondere die Gleichgewichtsfähigkeit. Je nach lokalen Gegebenheiten sammeln sie Erfahrungen auf dem Fahrrad, den Inlineskates, den Schlittschuhen, den Skis oder dem Snowboard. Die erworbenen Fähigkeiten und BS Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 433 Bewegen im Wasser Fertigkeiten können die Schülerinnen und Schüler auf ausserschulische Sportaktivitäten übertragen. Aspekte der Sicherheit und Nachhaltigkeit im Sinne eines verantwortungsbewussten Umgangs mit Mensch und Natur werden gefördert. Die Schülerinnen und Schüler können Situationen im, am und auf dem Wasser bezüglich Sicherheit einschätzen und sich adäquat verhalten. Im Zentrum steht dabei das sichere Schwimmen. Neben dem Erlernen der Schwimmtechniken erwerben sie ausgewählte Kompetenzen in weiteren Schwimmsportbereichen wie Wasserspringen, Tauchen oder Rettungsschwimmen. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 434 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau BS.1 Laufen, Springen, Werfen A Laufen 1. Die Schülerinnen und Schüler können schnell, rhythmisch, über Querverweise Hindernisse, lang und sich orientierend laufen. Sie kennen die EZ - Räumliche Orientierung leistungsbestimmenden Merkmale und wissen, wie sie ihre (4) Laufleistungen verbessern können. BNE - Gesundheit EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) BS.1.A.1 Schnell Laufen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können schnell laufen (z.B. Fangspiele, auf ein Signal weglaufen). 1b 1c können auf den Fussballen schnell laufen. 2 1d können aus verschiedenen Positionen schnell starten und eine kurze Strecke maximal schnell laufen. können wichtige Merkmale der Schnelllauftechnik nennen und anwenden. 1e können auf den Fussballen schnell über tiefe Hindernisse laufen. 3 1f können auf den Fussballen schnell und rhythmisch über Hindernisse laufen. 1g können wichtige Merkmale der Schnelllauftechnik im Hürdenlauf anwenden. BS.1.A.1 Lange Laufen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können die eigene Anstrengung und Erholung wahrnehmen. 2b 2c können nach kurzen Erholungspausen erneut intensiv laufen. 2 2d können nach einer intensiven Laufbelastung beschreiben, wie sich Anstrengung und Erholung im Körper anfühlen. können während einer längeren Laufbelastung die Laufgeschwindigkeit anpassen. 2e können ihr Alter in Minuten laufen und wissen, dass regelmässiges Trainieren für die Leistungssteigerung entscheidend ist. 3 2f können ihr Alter in Minuten laufen. Sie können erklären, wie Ausdauer trainiert wird, und wissen, welche Prozesse im Körper ablaufen. 2g können verschiedene Ausdauertrainingsmethoden erklären, ausführen und ihre Leistungsentwicklung begründen. BS 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau 435 BS.1.A.1 Sich-Orientieren NMG.8.5.c Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a können sich in der Sporthalle und auf dem Pausenplatz selbstständig zurechtfinden. 3b 3c können sich auf dem Schulgelände im Laufen orientieren. 2 3d können sich beim Laufen mit Orientierungshilfen zurechtfinden (z.B. Foto-OL, Schatzsuche, Schnitzeljagd). können sich beim Laufen auf dem Schulgelände mit einem Plan orientieren. 3e können sich beim Laufen in der Schulgemeinde mit einem Plan orientieren. NMG.8.5.h RZG.4.3.b 3 3f können im Gelände oder im Wald eine Route mit einer Karte ablaufen. 3g können erklären, worauf sie beim Orientieren mit der Karte achten und wenden dies im Orientierungslauf an. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 1 436 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau BS.1 Laufen, Springen, Werfen B Springen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können vielseitig weit und hoch springen. EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) Sie kennen die leistungsbestimmenden Merkmale und können ihre Leistung realistisch einschätzen. BS.1.B.1 Rhythmisch Springen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können rhythmisch hüpfen (z.B. Galopp, Einbeinhüpfen, Hampelmann). 1b können verschiedene Hüpf- und Sprungformen mit Material springen (z.B. Gummitwist, 1c Reifen). 2 1d können seilspringen. können verschiedene Tricks mit dem Seil springen (z.B. Kreuzen, Partnerformen). 3 1e können verschiedene Hüpf- und Sprungfolgen ohne und mit Material kombinieren (z.B. Spring- und Schwungseil). 1f können Sprünge und Tricks den Mitschülerinnen und Mitschülern weitergeben. BS.1.B.1 Weit Springen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können einbeinig und beidbeinig in die Weite springen. 2b können mit Anlauf mit dem rechten und linken Bein abspringen (z.B. über einen 2 2c Graben). 2d können mit Mehrfachsprüngen eine Strecke springen. können wichtige Merkmale der Weitsprungtechnik (Schrittsprung) nennen und mit dem rechten und linken Bein ab- und in die Weite springen. 2e können die Anlaufgeschwindigkeit in einen weiten Sprung umsetzen. 3 2f können wichtige Merkmale der Weitsprungtechnik anwenden. 2g können wichtige Merkmale der Weitsprungtechnik bei Mitschülerinnen und Mitschülern beobachten und rückmelden. BS.1.B.1 Hoch Springen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a können einbeinig und beidbeinig in die Höhe springen. 3b können mit Anlauf mit dem rechten und linken Bein über tiefe Hindernisse springen. 2 3c können mit aufrechtem Oberkörper und deutlichem Schwungbeineinsatz mit dem rechten und linken Bein in die Höhe springen. BS 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau 437 Querverweise 3d können wichtige Merkmale des Springens in die Höhe nennen, mit dem rechten und linken Bein abspringen und in einer Hochsprungtechnik in die Höhe springen (z.B. Schersprung). 3e können den Steigerungslauf in einen hohen Sprung umsetzen. 3 3f können wichtige Merkmale einer Hochsprungtechnik (z.B. Fosbury-Flop) anwenden und die eigene Leistung realistisch einschätzen. 3g können wichtige Merkmale der Hochsprungtechnik bei Mitschülerinnen und Mitschülern beobachten und rückmelden. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 1 438 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau BS.1 Laufen, Springen, Werfen C Werfen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Gegenstände weit werfen, stossen, schleudern und kennen die leistungsbestimmenden Merkmale. BS.1.C.1 Werfen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können Gegenstände in die Weite werfen. 1b können Gegenstände mit der rechten und der linken Hand in die Weite werfen 2 1c (Standwurf). können wichtige Merkmale der Wurftechnik mit 3-Schrittanlauf nennen und anwenden. 1d können einen Schleuderwurf aus dem Stand ausführen (z.B. zusammengeknotetes Seil). 3 1e können wichtige Merkmale der Wurftechnik mit 5-Schrittanlauf nennen und anwenden (z.B. Ball, Speer). 1f können einen Gegenstand aus einer Drehung schleudern (z.B. Velopneu). 1g können wichtige Merkmale des Werfens und Schleuderns bei Mitschülerinnen und Mitschülern beobachten und rückmelden. 1h können wichtige Merkmale des Speerwerfens oder des Drehwerfens nennen und anwenden. BS.1.C.1 Stossen 2a Die Schülerinnen und Schüler ... 3 2b können einen Gegenstand mit einer Ganzkörperstreckung weit stossen (z.B. Medizinball). können wichtige Merkmale der Kugelstosstechnik nennen und beim Stossen anwenden. 2c können eine Kugel weit stossen und wichtige Merkmale bei Mitschülerinnen und Mitschülern beobachten und rückmelden. BS 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau 439 BS.2 Bewegen an Geräten A Grundbewegungen an Geräten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Grundbewegungen wie Balancieren, EZ - Lernen und Reflexion (7) BNE - Gesundheit Rollen-Drehen, Schaukeln-Schwingen, Springen, Stützen und Klettern EZ - Körper, Gesundheit und verantwortungsbewusst ausführen. Sie kennen Qualitätsmerkmale und Motorik (1) können einander helfen und sichern. BS.2.A.1 Balancieren Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können auf einer schmalen Unterlage balancieren (z.B. über Langbank gehen). 1b können auf einer schmalen Unterlage auf verschiedene Arten balancieren (z.B. 1c rückwärts, seitwärts, mit Drehung). 2 1d können auf labilen Geräten balancieren (z.B. Stelzen, Wippe, Balancebrett, Pedalo). können auf Geräten unter erschwerten Bedingungen balancieren (z.B. schmaler, labiler, höher, mit Zusatzaufgabe). 1e können eine Bewegungsfolge zum Balancieren ausführen. 3 1f können auf schwierigen, anspruchsvollen Geräten balancieren (z.B. Slackline). BS.2.A.1 Rollen und Drehen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können auf einer schiefen Ebene rollen und drehen. 2b können eine Rolle vorwärts ausführen. 2c können an verschiedenen Geräten rollen und drehen (vorwärts, rückwärts, seitwärts). 2 2d können Roll- und Drehbewegungen ausführen (z.B. Rad, Drehen an den Ringen, Felgaufschwung). 2e können eine Bewegungsfolge zum Rollen-Drehen ausführen. 3 2f können Roll- und Drehbewegungen unter erschwerten Bedingungen ausführen (z.B. Rolle vorwärts mit Minitrampolin auf den Mattentisch, Handstand abrollen). 2g können Roll- oder Drehbewegungen mit Flugphase kontrolliert ausführen (z.B. Salto vorwärts). BS.2.A.1 Schaukeln und Schwingen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a können an und auf verschiedenen Geräten schaukeln. 3b können im Schaukeln und Schwingen den Umkehrpunkt wahrnehmen (z.B. Schaukeln 3c an den Ringen). können rhythmisch an den Ringen schaukeln. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 2 440 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau Querverweise 2 3d können das Schaukeln und Schwingen mit Elementen ergänzen (z.B. halbe Drehung an den Ringen, Grätschsitz am Barren). 3 3e können eine Bewegungsfolge zum Schaukeln (z.B. an den Ringen) oder zum Schwingen (z.B. am Barren) ausführen. 3f können eine Bewegungsfolge unter erschwerten Bedingungen ausführen (z.B. synchron, zu Musik). BS.2.A.1 Springen, Stützen und Klettern Die Schülerinnen und Schüler ... 1 4a können sich stützend und hangelnd an Geräten bewegen. 4b 4c können kontrolliert niederspringen. 4d können beidbeinig vom Sprunggerät (z.B. Reutherbrett, Minitrampolin) abspringen und kontrolliert landen. 2 4e können verschiedene Hindernisse in einer Folge stützend und kletternd bewältigen (z.B. Barren, Bock, Sprossenwand, Kasten). können kraftvoll vom Sprunggerät abspringen, im Flug Bewegungen ausführen (z.B. Strecksprung, Grätsche) und kontrolliert landen. 4f können eine Folge von Hindernissen ökonomisch überwinden. 3 4g können das Überwinden von Hindernissen variabel gestalten. 4h können Überkopf-Stützsprünge ausführen (z.B. Hochwende, Handstandüberschlag). BS.2.A.1 Wagnis und Verantwortung Die Schülerinnen und Schüler ... 1 5a können Wagnissituationen wahrnehmen und Emotionen benennen (z.B. Freude, Angst). 5b können Wagnissituationen unter Anleitung reflektieren (z.B. Risiko einschätzen). können sich in Wagnissituationen realistisch einschätzen. 2 5c 5d können in Wagnissituationen verantwortungsbewusst handeln. 3 5e können den anderen und sich selbst gegenüber verantwortungsbewusst handeln. BS.2.A.1 Helfen, Sichern und Kooperieren Die Schülerinnen und Schüler ... 1 6a können einander führen (z.B. mit taktilen, akustischen, visuellen Signalen). 6b können einander korrekt und sicher tragen. können Geräte benennen, korrekt transportieren und nach Plan aufbauen. 6c BS 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau 441 Querverweise 2 6d können sich bei Bewegungsaufgaben helfen und sichern (z.B. Handstand, Partner- und Gruppenakrobatik). 6e können Hilfsgriffe und Sicherheitsmassnahmen situationsgerecht anwenden. 3 6f können Bewegungsfolgen an Gerätekombinationen in der Gruppe gestalten und präsentieren. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 2 442 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau BS.2 Bewegen an Geräten B Beweglichkeit, Kraft und Körperspannung 1. Die Schülerinnen und Schüler können Körperspannung aufbauen, ihren Querverweise EZ - Wahrnehmung (2) Körper stützen und die Gelenke in funktionellem Umfang bewegen. Sie wissen, wie sie Beweglichkeit und Kraft trainieren können. BS.2.B.1 Beweglichkeit und Kraft Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können den Bewegungsumfang der Gelenke wahrnehmen. 1b können den Bewegungsumfang der Gelenke ausnützen sowie den Körper stützen (z.B. 1c im Liegestütz vorlings und rücklings). 2 1d können den gespannten Körper auf den Händen stützen (z.B. Handstand mit Hilfe). können unter Anleitung Beweglichkeit und Kraft erhalten und steigern. 3 1e können Trainingsgrundsätze für das Verbessern der Beweglichkeit und das Steigern der Kraft erklären und anwenden. 1f können selbstständig Beweglichkeit und Kraft trainieren. BS.2.B.1 Körperspannung Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können den Körper als schlaff und gespannt wahrnehmen (z.B. Marionette). 2b können den Körper in statischen I-Posen anspannen (z.B. Brett am Boden). 2 2c können die Kernposen (C+, C-, I) in Bewegung gezielt anwenden (z.B. beim Schaukeln an den Ringen, Strecksprung). 3 2d können den Körper in Bewegungsabläufen im richtigen Moment anspannen und entspannen. BS 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau 443 BS.3 Darstellen und Tanzen A Körperwahrnehmung Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihren Körper wahrnehmen, gezielt EZ - Wahrnehmung (2) EZ - Räumliche Orientierung steuern und sich in der Bewegungsausführung korrigieren. (4) BS.3.A.1 Körperwahrnehmung Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können die Umwelt und sich mit verschiedenen Sinnen wahrnehmen (z.B. taktil, MU.3.A.1.a b kinästhetisch, vestibulär) sowie Körperteile unterscheiden und benennen. c können die Stellung des Körpers im Raum wahrnehmen (z.B. Aufstellung auf einer MU.3.A.1.c Linie, im Kreis, in versetzten Reihen). 2d können Körperteile gezielt steuern. e können Bewegungsanweisungen verstehen und umsetzen (z.B. Korrekturen umsetzen). können Körperteile isoliert bewegen (z.B. Schultern, Kopf, Hüfte). f können auf die Qualität der Bewegung und auf die Körperhaltung achten (Wie stehe ich? Wie fühlt sich die Bewegung an?). 3 g können sich in der Bewegungsausführung spüren und korrigieren. h können ein Verständnis für den Zusammenhang von Steuerung und Bewegungsqualität entwickeln. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 3 444 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau BS.3 Darstellen und Tanzen B Darstellen und Gestalten 1. Die Schülerinnen und Schüler können sich mit dem Körper und mit Querverweise Materialien ausdrücken, eine Bewegungsfolge choreografieren und EZ - Sprache und präsentieren. Kommunikation (8) EZ - Fantasie und Kreativität (6) MU.3.B.1 BS.3.B.1 Darstellen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können sich zu Liedern, Versen und Bildern bewegen und deren Inhalte improvisierend 1b darstellen (z.B. Sing- und Bewegungsspiele). 1c können Bewegungen imitieren und sich in verschiedenen Rollen erleben (z.B. Pantomime). 2 1d können Gefühle darstellen und dazu eigene Bewegungen finden. können Bewegungen verbinden und ausdrucksvoll gestalten. 1e können eine Bewegungsfolge nach den Kriterien Raum, Zeit und Energie variieren und gestalten. 3 1f können eine Bewegungsfolge choreografieren und präsentieren. BS.3.B.1 Bewegungskunststücke Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können einen Gegenstand entsprechend seinen Eigenschaften bewegen (z.B. Ballon in 2b der Luft halten, Reif drehen). 2c können einen Gegenstand mit der rechten und der linken Hand aufwerfen und fangen (z.B. Sandsäckli, Jonglierball). 2 2d können Bewegungsformen mit verschiedenen Materialien ausführen (z.B. Seil, Reif, Zeitung). können Bewegungskunststücke mit Material präsentieren (z.B. mit Ball, Diabolo, Band). 2e können eine Folge von Bewegungskunststücken ausführen (mit drei Bällen jonglieren). 3 2f können eine Folge von Bewegungskunststücken choreografieren und präsentieren (z.B. mit Musik). 2g können Bewegungskunststücke vermitteln. BS 3 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau 445 BS.3 Darstellen und Tanzen C Tanzen 1. Die Schülerinnen und Schüler können Bewegungsmuster erkennen, Querverweise Bewegungsfolgen und Tänze zu Musik rhythmisch gestalten und EZ - Wahrnehmung (2) wiedergeben. Sie gehen respektvoll miteinander um. MU.3.C.1 BS.3.C.1 Rhythmisch Bewegen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können ihre Bewegungen der Musik anpassen (z.B. Tempo, Bewegungsumfang). 1b können sich im Metrum bewegen (z.B. im Puls laufen, springen). können sich zu akzentuierter Musik im Rhythmus bewegen (z.B. gehen, laufen, hüpfen). 2 1c 3 1d können verschiedene Taktarten und Musikstile rhythmisch interpretieren. 1e können die Struktur der Musik erkennen und dazu eine eigene Bewegungsfolge erarbeiten. BS.3.C.1 Tanzen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können sich gegensätzlich bewegen (z.B. leicht/schwer, schnell/langsam, hoch/tief). 2b können sich auf verschiedene Arten tänzerisch bewegen (z.B. gehend, laufend, 2 2c hüpfend). können tanzspezifische Bewegungen (z.B. drehen, springen) unter Einbezug der Raumwege ausführen (z.B. vorwärts, rückwärts, diagonal, Platzwechsel). 2d können tanzspezifische Bewegungsmuster zu Bewegungsfolgen verbinden und tanzen (z.B. Volkstanz). 2e können Bewegungsmuster aus verschiedenen Tanzstilen erkennen und tanzen (z.B. Streetdance, Rock'n'Roll, Standardtänze). 3 2f können sich Tanzchoreographien einprägen und präsentieren. 2g können den Körper als Ausdrucks-, Darstellungs- und Kommunikationsmittel einsetzen (z.B. Improvisationstanz). BS.3.C.1 Respektvoller Umgang Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a können sich in der Gruppe bewegen und respektvoll verhalten. 3b können den eigenen Bewegungsausdruck wertschätzen. können dem Bewegungsausdruck von anderen respektvoll begegnen. 2 3c 3 3d können in Gestaltungsprozessen respektvoll miteinander umgehen. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 3 446 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau BS.4 Spielen A Bewegungsspiele 1. Die Schülerinnen und Schüler können Spiele spielen, weiterentwickeln Querverweise und erfinden, indem sie gemeinsam Vereinbarungen treffen und EZ - Eigenständigkeit und einhalten. soziales Handeln (9) BS.4.A.1 Spielen, Weiterentwickeln, Erfinden Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können vorgegebene Rollen in Spielen erkennen (z.B. Fänger und Verfolgte). b können in unterschiedlichen Rollen an Spielen teilnehmen und die Regeln einhalten c (z.B. Fangspiele, Kreisspiele, Singspiele, Platzsuchspiele). 2d können sich während des Spiels in unterschiedliche Rollen versetzen und entsprechend handeln (z.B. Wechsel zwischen Ballbesitzer und Balleroberer). können Spiele unter den Aspekten Regeln, Spielfeld, Spielobjekt, Team, Rollen verändern und selbstständig spielen. e können faires Verhalten und Regelübertretungen bei sich und anderen erkennen und signalisieren. 3 f können Spiele weiterentwickeln, erfinden (z.B. Spielidee, Regeln, Material), selbstständig und fair spielen. g können Konflikte im Spiel konstruktiv bearbeiten und bewältigen. BS 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau 447 BS.4 Spielen B Sportspiele 1. Die Schülerinnen und Schüler können technische und taktische Querverweise Handlungsmuster in verschiedenen Sportspielen anwenden. Sie kennen EZ - Körper, Gesundheit und die Regeln, können selbstständig und fair spielen und Emotionen Motorik (1) reflektieren. BS.4.B.1 Annehmen und Abspielen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können Gegenstände annehmen und wegspielen (z.B. aufwerfen, zuwerfen, aufspielen, 1b fangen). 1c können im Laufen einen Ball oder ein anderes Spielobjekt annehmen und wegspielen (mit Hand, Fuss, Schläger, Stock). 2 1d können in Spielsituationen (z.B. Schnappball, Schnurball) in kleinen Gruppen den Ball oder das Spielobjekt im Spiel halten (z.B. zuspielen und annehmen). können in kleinen Teamspielen den Ball oder das Spielobjekt annehmen und abspielen (z.B. Linienball, Wandball, Königsball, GOBA). 1e können in vereinfachten Sportspielen (z.B. bzgl. Regeln, Team- und Feldgrösse) den Ball oder das Spielobjekt annehmen und abspielen. 3 1f können in Sportspielen den Ball oder das Spielobjekt situationsgerecht annehmen und abspielen (z.B. Basketball, Handball, Fussball, Unihockey, Volleyball, Badminton, Ultimate). BS.4.B.1 Ball/Spielobjekt führen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können den Ball oder das Spielobjekt führen (z.B. mit Hand, Fuss, Stock). 2b können den Ball oder das Spielobjekt nebeneinander führen (z.B. mehrere Spieler 2 2c führen den Ball im gleichen Feld). können den Ball oder das Spielobjekt in kleinen Spielen führen. 3 2d können den Ball oder das Spielobjekt in Sportspielen kontrolliert führen. 2e können den Ball oder das Spielobjekt dribbeln und dabei Täuschungen einsetzen. BS.4.B.1 Ziel treffen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a können aus dem Stand ein Ziel treffen (z.B. Rollmops, Wurfstationen). 3b können aus dem Lauf ein Ziel treffen. können im Spiel ein Ziel treffen. 2 3c BS 15.3.2016 Lehrplan 21 4 448 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau Querverweise 3 3d können trotz gegnerischer Beeinflussung ein Ziel treffen. BS.4.B.1 Taktik Die Schülerinnen und Schüler ... 1 4a können Bewegungen des Mit- und Gegenspielers erkennen und darauf reagieren (z.B. 4b zu dritt den Ball in Bewegung zuspielen). 2 4c können sich anbieten und Mitspielende sinnvoll anspielen (z.B. Schnappball). können den Weg des Balls oder des Spielobjekts und den freien Raum erkennen (z.B. freilaufen, anbieten, in den freien Raum spielen). 4d können sich in der Abwehr richtig positionieren (z.B. Personendeckung) und den freien Raum verteidigen. 3 4e können taktische Handlungsmuster in Sportspielen anwenden (z.B. Doppelpass, 2 gegen 1, sich sinnvoll positionieren). 4f können Spielsituationen analysieren und Lösungen finden. BS.4.B.1 Regeln Die Schülerinnen und Schüler ... 1 5a können Regeln nennen. können Regeln einhalten. 5b können Regeln beim Spielen in kleinen Gruppen umsetzen. können Mit- und Gegenspieler respektieren und zeitweise ohne Schiedsrichter spielen. 5c 2 5d 3 5e können wichtige Regeln der Sportspiele erklären, selbstständig und fair spielen. 5f können Konflikte im Spiel bearbeiten und bewältigen. BS.4.B.1 Emotionen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 6a können eigene Emotionen wahrnehmen (z.B. Freude über einen Sieg). 6b können eigene Emotionen artikulieren und Emotionen der anderen wahrnehmen (z.B. 2 6c im Umgang mit Sieg und Niederlage). können Emotionen unter Anleitung reflektieren (z.B. Teambildung). 6d können Emotionen kontrollieren (z.B. Schiedsrichterentscheide akzeptieren). 3 6e können Emotionen selbstständig reflektieren (z.B. Umgang mit Aggressivität). 6f können bewusst mit Emotionen umgehen. BS 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau 449 BS.4 Spielen C Kampfspiele 1. Die Schülerinnen und Schüler können gewandt und mit Strategie fair Querverweise kämpfen. BNE - Gesundheit EZ - Eigenständigkeit und soziales Handeln (9) BS.4.C.1 Kämpfen 1a Die Schülerinnen und Schüler ... 2 1b können das Gegenüber gezielt aus dem Gleichgewicht bringen. können Bewegungen des Gegenübers in Kampfspielen wahrnehmen und darauf reagieren. 1c können rund und rückwärts abrollen, um Verletzungen zu vermeiden. 3 1d können Kraft und Strategie im Kampfspiel gezielt einsetzen (z.B. offensiv: das Gegenüber in Bedrängnis bringen; defensiv: sich dem Gegenüber entziehen). BS.4.C.1 Regeln Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können Berührungen zulassen. können Stoppsignale des Gegenübers beachten und selber setzen. 2b können Rituale und Regeln in Kampfspielen nennen und einhalten. können das Gegenüber beim Kampfspiel respektieren (z.B. tue nie jemandem weh). 2c 2 2d 2e können gefährliche Aktionen nennen und verzichten auf deren Anwendung (z.B. Hebelgriffe, Würgen). 3 2f können ohne Schiedsrichter fair kämpfen, ohne das Gegenüber zu verletzen. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 4 450 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau BS.5 Gleiten, Rollen, Fahren 1. Die Schülerinnen und Schüler können verantwortungsbewusst auf Querverweise verschiedenen Unterlagen gleiten, rollen und fahren. BNE - Gesundheit EZ - Körper, Gesundheit und Motorik (1) BS.5.1 Rollen und Fahren NMG.8.5.g Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können in einer geschützten, sicheren Umgebung auf Rollgeräten fahren (z.B. 1b Rollbrett). 2 1c können auf Rollgeräten Hindernisse umfahren und sicher bremsen (z.B. Trottinett). können sicher mit dem Fahrrad auf der Strasse fahren (z.B. einhändig, mit kontrolliertem Tempo, Blick zurück). 3 1d können sich auf einem Rollgerät situationsangepasst fortbewegen (z.B. Inlineskates, Skateboard, Fahrrad). BS.5.1 Gleiten Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a können in verschiedenen Körperpositionen rutschen (z.B. auf Rutschbahn). 2b können mit gleitenden Geräten kontrolliert rutschen (z.B. Teppichresten, Plastiksack, 2 2c Tellerschlitten). können sich auf gleitenden Geräten fortbewegen (z.B. Snowboard, Ski, Schlittschuhe). 2d können Kernbewegungen (Drehen, Beugen/Strecken, Kippen/Knicken) auf gleitenden Geräten ausführen. 3 2e können Kernbewegungen (Drehen, Beugen/Strecken, Kippen/Knicken) auf gleitenden Geräten variieren (z.B. rückwärts fahren). BS.5.1 Sicherheit und Verantwortung Die Schülerinnen und Schüler ... 1 3a können sich bei unterschiedlicher Witterung und Bodenbeschaffenheit sicher in der 3b Natur bewegen. 3c können vorgegebene Sicherheitsregeln einhalten. 2 3d können Gefahrensituationen erkennen (z.B. Kuppen, Kreuzungen, andere Personen). können ihr Leistungsvermögen realistisch einschätzen und kennen die Bedeutung der Schutzausrüstung. 3e können Richtlinien zur Sicherheit benennen und beachten (z.B. Verkehrsregeln, FIS- und SKUS-Regeln). 3f können Gefahrensituationen beurteilen und angepasst handeln. BS 5 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau 451 Querverweise 3 3g können Strategien anwenden, um Gefahrensituationen zu vermeiden und wissen, wie sie im Notfall handeln. 3h können der Natur, den anderen und sich selbst gegenüber verantwortungsbewusst BNE - Natürliche handeln. Umwelt und Ressourcen BS 15.3.2016 Lehrplan 21 5 452 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau BS.6 Bewegen im Wasser A Schwimmen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können sicher schwimmen. Sie kennen EZ - Körper, Gesundheit und technische Merkmale verschiedener Schwimmtechniken und wenden sie Motorik (1) an. BS.6.A.1 Schwimmen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können sich im brusttiefen Wasser frei bewegen und spielen. b können die Kernelemente Atmen, Schweben, Gleiten und Antreiben in verschiedenen c Situationen anwenden. 2d können sich eine Minute an Ort über Wasser halten (Wassersicherheitscheck WSC). können in frei gewählter Technik 50m schwimmen (Wassersicherheitscheck WSC). e können die Kernbewegungen (Körperbewegung, Armzug, Beinschlag, Atmung) beim Rücken- und Brustcrawl anwenden. f können die Kernbewegungen beim Brustgleichschlag anwenden. g können wichtige Merkmale je einer Wechselschlag- und Gleichschlagtechnik nennen und auf einer Strecke von 50m anwenden. 3 h können in frei gewählter Technik 100m schwimmen. i können eine lange Strecke in freier Technik schwimmen (z.B. Schwimme dein Alter in Minuten). j können wichtige Merkmale verschiedener Schwimmtechniken nennen und anwenden. k können Techniken aus anderen Schwimmsportarten anwenden (z.B. Synchronschwimmen, Wasserball). BS 6 Lehrplan 21 15.3.2016 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau 453 BS.6 Bewegen im Wasser B Ins Wasser springen und Tauchen Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können fuss- und kopfwärts ins Wasser springen und tauchen. BS.6.B.1 Ins Wasser springen und Tauchen Die Schülerinnen und Schüler ... 1a können fusswärts ins brusttiefe Wasser springen. b können kurze Zeit unter Wasser bleiben und dabei ausatmen. c können ins tiefe Wasser springen und vollständig untertauchen. d können unter Wasser die Augen offen halten und Gegenstände im brusttiefen Wasser ertauchen. 2e können ins tiefe Wasser rollen (Wassersicherheitscheck WSC). f können eine kurze Strecke mit wenigen Zügen tauchen. 3 g können kopfwärts ins tiefe Wasser springen und tiefer als die Körpergrösse abtauchen. h können verschiedene Sprünge aus unterschiedlicher Höhe ausführen. i können beim Tauchen in die Tiefe den Druckausgleich anwenden. BS 15.3.2016 Lehrplan 21 6 454 Fachbereichslehrplan | Bewegung und Sport | Kompetenzaufbau BS.6 Bewegen im Wasser C Sicherheit im Wasser Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können eine Situation im, am und auf dem EZ - Lernen und Reflexion (7) BNE - Gesundheit Wasser bezüglich Sicherheit einschätzen und in Gefahrensituationen verantwortungsbewusst handeln. BS.6.C.1 Sicherheit Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1a können Gefahren im, am und auf dem Wasser nennen. 1b können Gefahrensituationen erkennen und die Baderegeln unter Aufsicht einhalten (z.B. 2 1c Wassertiefe einschätzen). können sich in Gefahrensituationen realistisch einschätzen und diese vermeiden. 1d können die Bade- und Tauchregeln einhalten (z.B. tauche nie alleine). 1e können in Gefahrensituationen verantwortungsbewusst handeln. 3 1f können andere auf das Einhalten von Bade- und Tauchregeln aufmerksam machen. 1g können sich selbst und anderen gegenüber verantwortungsbewusst handeln. 1h können Ertrinkungsursachen nennen. BS.6.C.1 Alarmieren und Retten Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2a 2 2b können auf Anweisung Alarm auslösen. erkennen, wenn eine Person in einer Notlage ist und können Alarm auslösen. 3 2c können Notsituationen erkennen und sinnvolle Massnahmen ergreifen. 2d können grundlegende Techniken des Rettens (z.B. Nacken- und Nackenstirngriff) anwenden. BS 6 Lehrplan 21 15.3.2016 Medien und Informatik Elemente des Kompetenzaufbaus Impressum Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden Lehrplan 21 Graubünden Herausgeber: Fassung vom 15.03.2016 Zu diesem Dokument: Iwan Raschle Alle Rechte liegen beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden. Titelbild: gr-d.lehrplan.ch Copyright: Internet: Modullehrplan | Medien und Informatik | Inhalt Inhalt Zum Modul 458 Bedeutung und Zielsetzungen 459 Didaktische Hinweise 461 Strukturelle und inhaltliche Hinweise 463 MI.1 Medien 465 MI.2 Informatik 469 MI 15.3.2016 Lehrplan 21 458 Modullehrplan | Medien und Informatik | Zum Modul Zum Modul Im Lehrplan 21 dienen Modullehrpläne dazu, fächerübergreifende Aufgaben der Schule zu beschreiben und für einen Kern dieser Aufgaben einen systematischen Aufbau von Kompetenzen zu gewährleisten. Module verfügen über ein begrenztes, nicht durchgehendes Zeitbudget. Die Modullehrpläne gliedern sich wie die Fachbereichslehrpläne in einleitende Kapitel (Bedeutung und Zielsetzungen, Didaktische Hinweise, Strukturelle und inhaltliche Hinweise) und die Darstellung des Kompetenzaufbaus. Der Modullehrplan Medien und Informatik unterscheidet die Kompetenzbereiche Medien und Informatik sowie die Kompetenzen zur Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologien, die als Anwendungskompetenzen bezeichnet werden. Zu den Kompetenzbereichen Medien und Informatik beinhaltet der Modullehrplan die Kompetenzaufbauten. Die Anwendungskompetenzen werden integriert in den Fachbereichen unterrichtet. Daher enthält der Modullehrplan dazu keinen eigenen Kompetenzaufbau, sondern nur eine Übersicht mit Hinweisen auf die Fachbereiche, in denen die Anwendungskompetenzen unterrichtet werden. Für die Arbeit an den Modulen stehen Lektionen gemäss Lektionentafel zur Verfügung. MI Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Medien und Informatik | Bedeutung und Zielsetzungen 459 Bedeutung und Zielsetzungen Bedeutung Die schnelle Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien prägt die Gesellschaft nicht nur in der Wirtschaft, Politik und Kultur, sondern zunehmend auch in der persönlichen Lebenswelt bis hin zur Gestaltung von Beziehungen. Die Bedeutung von digitalen Medien und Computertechnologien als Werkzeuge zur Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von Information nimmt nach wie vor zu, und weitere Entwicklungen sind absehbar. Oft sind Informations- und Kommunikationstechnologien kaum mehr erkennbar, weil unsichtbar in verschiedenste Geräte und Objekte integriert (z.B. in Fahrzeuge, Ausweise oder Billette). Die steigende Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien für die Gesellschaft und der Übergang zu einer Informationsgesellschaft haben Auswirkungen auf die Schule und betrifft sie in vierfacher Hinsicht: Lebensweltperspektive Die heutige Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen ist durchdrungen von traditionellen und digitalen Medien sowie von Werkzeugen und Geräten, die auf Informations- und Kommunikationstechnologien basieren und die durch Ihre Omnipräsenz neue Handlungsmöglichkeiten und neue soziale Realitäten schaffen. Kinder und Jugendliche müssen lernen, damit und mit den Folgen dieser Realitäten kompetent und verantwortungsbewusst umzugehen. Bereits vor Schuleintritt begegnen und nutzen Kinder heute zahlreiche Medien. Eine zentrale Aufgabe der Schule besteht darin, diesen vor- und ausserschulischen Mediengebrauch als Ressource und Erfahrungsfeld aufzugreifen und die Schülerinnen und Schüler zu einer vertieften Reflexion dieser Erfahrungen und Fähigkeiten zu führen. Die Bildung der eigenen Persönlichkeit, der kulturellen Identität, der Erwerb personaler und sozialer Kompetenzen geschieht heute auch in Auseinandersetzung mit Medien. Ein Verständnis der zugrunde liegenden Technologien und Informatikkonzepte ist nicht nur Voraussetzung für diese Auseinandersetzung, sondern ermöglicht auch das Verstehen und Mitgestalten zukünftiger Entwicklungen. Dadurch werden die Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zum mündigen Umgang mit Medien unterstützt. Berufsperspektive Beruf und Studium verlangen Kompetenzen in den Bereichen Medien, Informatik und Anwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien. In Berufsbildung und weiterführenden allgemeinbildenden Schulen spielen Kompetenzen in diesen Bereichen eine entscheidende Rolle. Praktisch jeder Beruf erfordert heute Kompetenzen in der Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologien, Medienkompetenz und grundlegende Informatik- Kompetenzen. Die Volkschule hat sicherzustellen, dass Schülerinnen und Schüler am Ende der obligatorischen Schulzeit diese Technologien in einer weiterführenden Schule oder in der Berufslehre sinnvoll und effizient einsetzen und nutzen können. Bildungsperspektive Die Informations- und Kommunikationstechnologien verändern unseren Alltag so grundlegend, dass auch Bildung und Wissen über den Bereich Medien und Informatik hinaus einer Wandlung unterliegen. So erfordert z.B. die Arbeitswelt zunehmend die Fähigkeit, komplexe Probleme in Kooperation mit andern mittels Nutzung medialer Werkzeuge zu lösen, während andere Prozesse zunehmend automatisiert werden. Die Informationsflut und die Geschwindigkeit des technologischen und gesellschaftlichen Wandels erfordern grundlegende Orientierungsfähigkeit und lebenslanges Lernen. Solche Kompetenzen müssen bereits in der obligatorischen Schulzeit aufgebaut werden. Die gestiegene gesellschaftliche Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien erfordert damit Anpassungen in allen Fachbereichen, auch im Sinne einer Stärkung überfachlicher Kompetenzen. MI 15.3.2016 Lehrplan 21 460 Modullehrplan | Medien und Informatik | Bedeutung und Zielsetzungen Lehr-Lernperspektive Medien, Computer, Internet und mobile multimediale Kleingeräte wie Digitalkamera und Mobiltelefon bieten vielfältige Potenziale für Lehr- und Lernprozesse. Die oben Zielsetzungen erwähnten veränderten Anforderungen an die allgemeinen Bildungsziele bedingen entsprechende Unterrichtsmethoden. Dazu gehört auch die didaktische Integration Medien verstehen und der neuen Medien in Schule und Unterricht. Eine Schule im Kontext der verantwortungsvoll nutzen Informationsgesellschaft soll die Potenziale der neuen Medien auch selber situations- und stufengerecht als Lern- und Lehrwerkzeuge nutzen: für neue Grundkonzepte der Informatik Formen des Lesens und Schreibens, zur multimedialen Veranschaulichung von verstehen und zur Problemlösung Sachverhalten, zur Aktivierung von Schülerinnen und Schülern beim Üben und einsetzen Experimentieren, zur mediengestützten Kommunikation und Kooperation, zum Rechnen und Programmieren und zum Prüfen und zur Dokumentation des Erwerb von Gelernten. Die übergreifende Lernperspektive für den gesamten Lehrplan findet Anwendungskompetenzen sich insbesondere im Kapitel Lern- und Unterrichtsverständnis. Schülerinnen und Schüler erwerben ein Verständnis für die Aufgabe und Bedeutung von Medien für Individuen sowie für die Gesellschaft, für Wirtschaft, Politik und Kultur. Sie können sich in einer rasch ändernden, durch Medien und Informatiktechnologien geprägten Welt orientieren, traditionelle und neue Medien und Werkzeuge eigenständig, kritisch und kompetent nutzen und die damit verbundenen Chancen und Risiken einschätzen. Sie kennen Verhaltensregeln und Rechtsgrundlagen für sicheres und sozial verantwortliches Verhalten in und mit Medien. Schülerinnen und Schüler verstehen Grundkonzepte der automatisierten Verarbeitung, Speicherung und Übermittlung von Information; darunter Methoden, Daten zu organisieren und zu strukturieren, auszuwerten und darzustellen. Sie erwerben ein Grundverständnis, wie Abläufe alltagssprachlich, grafisch und darauf aufbauend auch in einer formalisierten Sprache beschrieben werden können, und sie lernen, einfache, auf Informatik bezogene Lösungsstrategien in verschiedenen Lebensbereichen zu nutzen. Dies trägt zum Verständnis der Informationsgesellschaft bei und befähigt, sich an ihr aktiv zu beteiligen. Schülerinnen und Schüler erwerben grundlegendes Wissen zu Hard- und Software sowie zu digitalen Netzen, das nötig ist, um einen Computer kompetent zu nutzen. Sie erwerben Kompetenzen in der Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien für effektives Lernen und Handeln in verschiedenen Fach- und Lebensbereichen, sowohl im Blick auf die Schule als auch auf den Alltag und die spätere Berufsarbeit. MI Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Medien und Informatik | Didaktische Hinweise 461 Didaktische Hinweise Um sich in einem auch künftig stark wandelnden, durch vielfältige Medien und Informationstechnologien geprägten gesellschaftlichen Umfeld zurechtzufinden, müssen Schulen und Lehrpersonen sich aufmerksam mit den neuen Entwicklungen auseinandersetzen und einen Beitrag zur Informatik- und Medienbildung leisten. Da die Diskussion darüber, was die Schule in diesem Bereich leisten kann und soll, noch längst nicht als abgeschlossen gelten kann, ist der vorliegende Modullehrplan als Ausgangspunkt für eine offene Weiterentwicklung des Fachverständnisses Medien und Informatik zu verstehen. Medien Medienbildung und Der Modullehrplan Medien befasst sich mit Medienbildung und Mediennutzung und Mediennutzung beschreibt die dafür spezifischen Kompetenzen. Aufbauend auf den ersten Kontakten mit traditionellen und digitalen Medien, die vor dem Schuleintritt und im 1. Zyklus erfolgen, setzen die Schülerinnen und Schüler diese zunehmend als Werkzeug ein. Sie sprechen in allen Zyklen über ihren alltäglichen Umgang mit unterschiedlichen Medien in Unterricht und Freizeit. Erwünschte und problematische Auswirkungen werden im Unterricht thematisiert, und ein bewusster Umgang damit wird angestrebt. Um das Verständnis für die Funktionsweise der verwendeten Medien zu fördern, werden auch allgemeine, abstrakte Konzepte und Prinzipien erarbeitet. Neben dem Sachwissen spielen pädagogische Aspekte in der Medienbildung eine Rolle, mit denen Identitätsbildung, Kreativität, Wahrnehmungs- und Ausdrucksfähigkeit gefördert und ethische Überlegungen angeregt werden. Um eigene Medienerfahrungen konstruktiv verarbeiten zu können, ist es für Schülerinnen und Schüler wichtig, diese im Unterricht einbringen und diskutieren zu können. Austausch mit Eltern und Die erzieherische Verantwortung für die Mediennutzung der Kinder und Erziehungsberechtigten Jugendlichen ausserhalb der Schule liegt bei den Eltern und Erziehungsberechtigten. Die Schule hat einen Bildungsauftrag, der die Heranwachsenden im Hinblick auf eine mündige Mediennutzung unterstützen soll. Schule und Elternhaus haben in Bezug auf die Mediennutzung der Kinder und Jugendlichen je eigene Aufgabenschwerpunkte und eine entsprechende Verantwortung. Um diese wahrnehmen zu können, ist ein Austausch zwischen Schule und Elternhaus unabdingbar. Informatik Informatische Bildung Der Kompetenzbereich Informatik befasst sich mit der Automatisierung der Informationsverarbeitung. Die Schülerinnen und Schüler lernen, Daten als symbolische Darstellung von Information zu verstehen und gewinnen Einblick in die Prinzipien und Methoden der Verwaltung, Auswertung und Sicherheit von Daten. Ausgehend von der Beschreibung und Analyse einfacher Abläufe lernen die Schülerinnen und Schüler, grundlegende Lösungsstrategien für eine Vielfalt von Aufgabenstellungen zu verstehen und als Algorithmen zu beschreiben. Beim Programmieren werden Prozesse und Abläufe in eine Sprache übersetzt, die der Rechner versteht und so eine automatisierte Verarbeitung von Daten erlaubt. Verschiedene Grundkonzepte der Informatik können dabei auch ohne Computereinsatz vermittelt werden. Selbstständiges Entdecken Im Informatikunterricht hat das selbstständige Entdecken einen ebenso grossen fördern Stellenwert wie die Vermittlung von Wissen und Methoden. Viele Aufgabenstellungen können zuerst durch selbstständiges Experimentieren gelöst werden. Die dabei gesammelten Erfahrungen führen zum Entdecken allgemeiner Lösungsstrategien. Diese werden beim Programmieren für weitere MI 15.3.2016 Lehrplan 21 462 Modullehrplan | Medien und Informatik | Didaktische Hinweise Aufgabenstellungen auf korrekte Funktionalität getestet und bei Bedarf verbessert. Der Prozess von der Aufgabenstellung bis zum fertigen Produkt soll mit einem möglichst hohen Grad an Selbstständigkeit durchgeführt werden. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler auch, die Programmiersprache durch selber entwickelte Funktionen und Prozeduren zu ergänzen mit dem Ziel, die Kommunikation mit dem Rechner zu vereinfachen und eigene kreative Vorstellungen umzusetzen. ,,Be-greifbare" Informatik Informatik gilt als abstraktes Thema. Für eine erfolgreiche Vermittlung in der Volksschule gilt es deshalb, Informatik anschaulich und "be-greifbar" zu vermitteln. Neben dem Lebensweltbezug bei der Wahl der Beispiele ist deshalb darauf zu achten, Informatikkonzepte wenn immer möglich auch spielerisch und handlungsbezogen zu vermitteln. Sensoren, Aktoren und Roboter verbinden die abstrakte Welt der Informatik mit eigenen Handlungserfahrungen und mit der wahrgenommenen Umwelt von Kindern und Jugendlichen. Anwendungskompetenzen Informations- und Kommunikationstechnologien werden in der Schule als Werkzeuge für eigenes Arbeiten genutzt. Für die konkrete Arbeit wird dabei so viel Wissen erworben wie gerade benötigt wird. Zudem wird der Reflexion von Vor- und Nachteilen, Einsatzmöglichkeiten und Wirkungen Beachtung geschenkt, denn dies erleichtert den Umgang mit Neuentwicklungen. Die Einführung neuer Anwendungen führt nur dann zu nachhaltiger Kompetenz, wenn die Anwendungen in der Folge auch regelmässig genutzt werden. Dies sollte bei der Unterrichtsplanung in den Fachbereichen, in denen die jeweilige Anwendung genutzt wird, berücksichtigt werden. Grundlegendes zur Planung Anwendungskompetenzen werden zum Teil im Modul Medien und Informatik erworben, die übrigen sind Teil der Fachbereichslehrpläne. Es kann sinnvoll sein, insbesondere komplexere Anwendungen in spezifischen Lerneinheiten einzuführen. Dies bedarf der Absprache zwischen den beteiligten Lehrpersonen. Anwendungskompetenzen lassen sich nicht nebenbei vermitteln. Sie müssen unter Berücksichtigung heterogener Lernvoraussetzungen explizit eingeführt werden. So muss zum Beispiel eine systematische Datenablage wie auch das Strukturieren und Gestalten von Präsentationen, Texten oder Webseiten gelernt werden. Um eine so eingeführte Anwendung kompetent einsetzen zu können, braucht es die konkrete Nutzung in einem fachbezogenen Kontext. Aufgrund der fächerübergreifenden Bezüge stellt der Erwerb der Anwendungskompetenzen eine besondere Herausforderung für die Unterrichtsplanung dar. Weitere Hinweise Heterogenität berücksichtigen Die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien gehört für Kinder und Jugendliche heute selbstverständlich zum Alltag. Es bestehen jedoch bei Schülerinnen und Schülern grosse Unterschiede bezüglich Zugang zu Medien und Geräten, Nutzungsverhalten und elterlicher Begleitung. Diese Unterschiede, die sich aus der sozialen und kulturellen Herkunft der Kinder und Jugendlichen, deren Geschlecht sowie dem Erziehungsverhalten von Eltern und Erziehungsberechtigten ergeben können, gilt es mit der nötigen Sorgfalt zu thematisieren und bei der Unterrichtsgestaltung zu berücksichtigen, um allen Schülerinnen und Schülern den Aufbau von Kompetenzen zu ermöglichen. Schwerpunkte zu Beginn des 1. Bereits zu Beginn des 1. Zyklus eröffnen analoge und digitale Medien vielfältige Zyklus kreative Möglichkeiten. Spielerisches Experimentieren mit Bild und Ton und das Erkunden von kreativen Ausdrucksmöglichkeiten haben hohe Bedeutung. Die Mediennutzung steht dabei nicht in Konkurrenz zu realen Erfahrungen in der eigenen Umwelt, sondern ergänzt diese. MI Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Medien und Informatik | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 463 Strukturelle und inhaltliche Hinweise Struktur Der Modullehrplan Medien und Informatik unterscheidet die Kompetenzbereiche Medien und Informatik sowie die Anwendungskompetenzen. Zu den Kompetenzbereichen Medien und Informatik sind die Kompetenzaufbauten im Modullehrplan dargestellt. Der Erwerb der Anwendungskompetenzen gehört grösstenteils zum Auftrag der Fachbereiche und ist daher in die Kompetenzaufbauten der Fachbereiche integriert beschrieben. Diejenigen Anwendungskompetenzen, die nicht integriert in die Fachbereiche erworben werden können, sind Teil der Moduls Medien und Informatik. Weiter unten erfolgt eine Übersicht über die im Rahmen der Volksschule zu vermittelnden Anwendungskompetenzen mit Querverweisen auf die Kompetenzaufbauten der Fachbereiche bzw. des Moduls Medien und Informatik. Die drei Bereiche sind nicht trennscharf. Gewisse Kompetenzen lassen sich nicht eindeutig einem der drei Bereiche zuordnen. So setzt beispielsweise eine effiziente Internetrecherche sowohl Kenntnisse über die Funktionsweise von Suchmaschinen (Informatik) als auch Hintergründe zu Geschäftsmodellen und Zensurmassnahmen von Suchmaschinen (Medien) voraus, als auch konkretes Wissen zur Bedienung derzeit aktueller Suchmaschinen (Anwendung). Überfachliche Kompetenzen Zwischen dem Modullehrplan Medien und Informatik einerseits und den Fachbereichslehrplänen andererseits gibt es eine Vielzahl inhaltlicher Informatik in der zweiten Hälfte Berührungspunkte, die sich für fächerübergreifendes Lernen eignen. des 2. Zyklus Entsprechende Stellen sind durch Querverweise gekennzeichnet. Mediengestützte Interaktionen in kleineren und grösseren sozialen Gruppen erfordern sowohl Sachwissen als auch soziale und personale Kompetenzen. Personale Kompetenzen sind auch Voraussetzung zur Steuerung und Reflexion der eigenen Mediennutzung. Es ist deshalb wichtig, den Unterricht entsprechend zu gestalten, neben inhaltlichen Zielen auch soziale und personale Ziele bewusst zu verfolgen und Lernfortschritte regelmässig zu reflektieren. Das Modul Medien und Informatik leistet wichtige Beiträge zur Entwicklung methodischer Kompetenzen, die in allen Fachbereichen zum Tragen kommen. Dazu gehören insbesondere das Suchen, Bewerten, Aufbereiten und Präsentieren von Informationen und Daten sowie der Erwerb von Strategien zur Bearbeitung von Aufgaben und Problemen, deren Lösung das lebensweltliche und berufliche Handeln unterstützt. Im 2. Zyklus beginnt der Unterricht im Kompetenzbereich Informatik durchgängig in der 2. Hälfte. Dies ist im Kompetenzaufbau durch das Pfeil-Symbol vor dem Orientierungspunkt gekennzeichnet. MI 15.3.2016 Lehrplan 21 464 Modullehrplan | Medien und Informatik | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Anwendungskompetenzen Die Anwendungskompetenzen werden zum grössten Teil im Unterricht der Fachbereiche vermittelt. Die entsprechenden Kompetenzbeschreibungen finden sich in den Kompetenzaufbauten der Fachbereichslehrpläne. Einzelne Anwendungskompetenzen sind Teil der Kompetenzbereiche Medien und Informatik. In der folgenden Übersicht geben die Querverweise an, wo die jeweilige Anwendungskompetenz erworben wird. Die Verantwortung, diese Anwendungskompetenz zu vermitteln, liegt bei der Lehrperson, welche den entsprechenden Fachbereich unterrichtet. Übersicht über die Anwendungskompetenzen Handhabung Zyklus Kompetenz Ort der Einarbeitung 1 Die Schülerinnen und Schüler ... 1 1-2 können Geräte ein- und ausschalten, MI.2.3.a Programme starten und beenden, MI.2.3.b 1-2 einfache Funktionen nutzen, sich mit dem 3 eigenen Login anmelden. 3 können Dokumente selbstständig ablegen MI.2.3.c und wieder finden. können mit grundlegenden Elementen der D.4.A.1.e Bedienoberfläche umgehen (Fenster, MI.2.3.d Menüs, mehrere geöffnete Programme). können mit der Tastatur Texte schreiben. D.4.A.1.e können ausreichend automatisiert mit der D.4.A.1.i Tastatur schreiben. können Dokumente so ablegen, dass auch MI.2.1.h andere sie wiederfinden. Recherche und Zyklus Kompetenz Ort der Einarbeitung Lernunterstützung 1-3 2-3 Die Schülerinnen und Schüler ... können mit Hilfe von vorgegebenen D.3.B.1.g D.4.C.1.b Medien lernen und Informationen zu MI.1.2.c NMG.6.2.b einem bestimmten Thema beschaffen (z.B. RZG.4.2.b Buch, Zeitschrift, Lernspiel, Spielgeschichte, Webseite). können Medien und Daten auswählen, D.2.B.1.f D.4.C.1.e auswerten und als Informationsquelle für FS1GR.5.B.2.b FS2GR.5.B.2.b ihr Lernen nutzen (z.B. Lexikon, MI.1.2.e NMG.2.5.d Suchmaschine, Schulfernsehen, NMG.4.4.1f NMG.5.3.g Wetterkarte, geografische Daten, NMG.7.3.e NMG.8.5.h technische Anleitungen). NMG.8.5.i RZG.4.3.b TTG.3.B.4.b TTG.3.B.4.c WAH.1.1.b MI Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Medien und Informatik | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 465 2-3 können Sachtexte im Rahmen einer D.2.B.1.g 3 Recherche beschaffen (z.B. im Internet, in der Bibliothek) und die darin enthaltenen Informationen mithilfe von Leitfragen für weitere Arbeiten nutzen (z.B. Referat). können Medien für den eigenen FS1GR.4.B.1.d Lernprozess selbstständig auswählen und FS2GR.4.B.1.d einsetzen (z.B. Sachbuch, Zeitschrift, RSS- MA.1.B.3.g Feed, soziale Netzwerke, E-Book, MA.2.B.1.i fachbezogene Software). MA.2.B.1.j MU.4.B.1.2f NT.1.3.c NT.3.3.d NT.9.1.c NT.9.2.c RZG.4.1.a RZG.4.2.b RZG.4.3.b RZG.5.3.d RZG.6.2.b RZG.6.2.d WAH.3.2.a WAH.3.3.c Produktion und Präsentation Zyklus Kompetenz Ort der Einarbeitung 1-2 2-3 Die Schülerinnen und Schüler ... 2-3 3 können Medien zum gegenseitigen MI.1.3.b MI.1.3.c Austausch sowie zum Erstellen und MI.1.4.a TTG.1.B.2.a Präsentieren ihrer Arbeiten einsetzen (z.B. Brief, E-Mail, Klassenzeitung, Klassenblog, gestalten von Text-, Bild-, Video- und Tondokumenten). können die Grundfunktionen von Geräten D.4.D.1.c und Programmen zur Erstellung, D.4.D.1.d Bearbeitung und Gestaltung von Texten, MA.1.B.3.e Tabellen, Präsentationen, Diagrammen, MA.1.B.3.f Bildern, Tönen, Videos und Algorithmen MA.3.C.1.g anwenden. NMG.4.4.1e können aktuelle Medien nutzen um sich BG.2.C.1.3d auszutauschen, und um ihre Gedanken D.4.B.1.h und ihr Wissen vor Publikum zu MI.1.3.f präsentieren oder einer Öffentlichkeit MI.1.4.c verfügbar zu machen. können Geräte und Programme zur BG.2.C.1.6d Erstellung, Bearbeitung und Gestaltung BG.2.C.1.6e von Texten, Tabellen, Präsentationen, D.4.B.1.h Diagrammen, Bildern, Tönen, Videos und D.4.E.1.g Algorithmen einsetzen. FS1GR.4.B.1.c FS2GR.4.B.1.c MA.1.B.3.h MA.2.A.3.h MA.3.A.3.i MA.3.B.1.h MI.2.2.f MU.4.B.1.2d MU.4.B.1.2e RZG.4.1.a MI 15.3.2016 Lehrplan 21 466 Modullehrplan | Medien und Informatik | Strukturelle und inhaltliche Hinweise 3 können Medien und Programmfunktionen D.4.E.1.g zur inhaltlichen und formellen D.4.F.1.e D.4.F.1.f Überarbeitung von Texten nutzen (z.B. D.4.F.1.g Wörterbuch, Korrektur- und FS1GR.5.E.2.c Überarbeitungsfunktionen, Internet). FS2GR.5.E.2.c 3 können in Programmen Vorlagen D.3.B.1.i anwenden (z.B. Textverarbeitung, D.4.D.1.f MA.1.B.3.g Präsentationen, Tabellenkalkulation). 3 können aktuelle Medien ziel- und D.3.B.1.h zielgruppengerecht nutzen um ihre D.3.B.1.i MI.1.3.f Gedanken und ihr Wissen vor Publikum zu MU.5.A.1.f präsentieren oder einer Öffentlichkeit MU.5.A.1.g verfügbar zu machen (z.B. Präsentationen, NT.1.3.c Foto-, Video-, Audiobeitrag, Blog und NT.3.3.a Wiki). 3 können Plattformen gestalten und D.4.B.1.h anpassen und diese interaktiv für MI.1.4.f gemeinsames Arbeiten, Meinungsaustausch, Kommunikation sowie zum Publizieren einsetzen (z.B. Datenablage und -austausch, Blog, Cloudcomputing). MI Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Medien und Informatik | Kompetenzaufbau 467 MI.1 Medien Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können sich in der physischen Umwelt sowie in medialen und virtuellen Lebensräumen orientieren und sich darin entsprechend den Gesetzen, Regeln und Wertesystemen verhalten. MI.1.1 Leben in der Mediengesellschaft Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2 a können sich über Erfahrungen in ihrer unmittelbaren Umwelt, über Medienerfahrungen D.4.C.1.a sowie Erfahrungen in virtuellen Lebensräumen austauschen und über ihre 3 Mediennutzung sprechen (z.B. Naturerlebnis, Spielplatz, Film, Fernsehen, Bilderbuch, Hörspiel, Lernprogramm). b können Vor- und Nachteile direkter Erfahrungen, durch Medien oder virtuell vermittelter Erfahrungen benennen und die persönliche Mediennutzung begründen. c können Folgen medialer und virtueller Handlungen erkennen und benennen (z.B. NMG.7.1.e Identitätsbildung, Beziehungspflege, Cybermobbing). d können Regeln und Wertesysteme verschiedener Lebenswelten unterscheiden, reflektieren und entsprechend handeln (z.B. Netiquette, Werte in virtuellen Welten). e können Chancen und Risiken der Mediennutzung benennen und Konsequenzen für das eigene Verhalten ziehen (z.B. Vernetzung, Kommunikation, Cybermobbing, Schuldenfalle, Suchtpotential). können Verflechtungen und Wechselwirkungen zwischen physischer Umwelt, medialen und virtuellen Lebensräumen erkennen und für das eigene Verhalten einbeziehen (z.B. soziale Netzwerke und ihre Konsequenzen im realen Leben). f können Chancen und Risiken der zunehmenden Durchdringung des Alltags durch Medien und Informatik beschreiben (z.B. Globalisierung, Automatisierung, veränderte Berufswelt, ungleiche Möglichkeiten zum Zugang zu Information und Technologie). g können Funktion und Bedeutung der Medien für Kultur, Wirtschaft und Politik beschreiben und darlegen, wie gut einzelne Medien diese Funktion erfüllen (z.B. Manipulation, technische Abhängigkeit, Medien als vierte Gewalt). MI 15.3.2016 Lehrplan 21 1 468 Modullehrplan | Medien und Informatik | Kompetenzaufbau Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können Medien und Medienbeiträge entschlüsseln, reflektieren und nutzen. MI.1.2 Medien und Medienbeiträge verstehen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a verstehen einfache Beiträge in verschiedenen Mediensprachen und können darüber D.2.B.1.a 2 sprechen (Text, Bild, alltägliches Symbol, Ton, Film). D.2.C.1.b NMG.2.5.a können Werbung erkennen und über die Zielsetzung der Werbebotschaften sprechen. NMG.7.4.a b können benennen, welche unmittelbaren Emotionen die Mediennutzung auslösen kann NMG.9.4.b (z.B. Freude, Wut, Trauer). c können mithilfe von vorgegebenen Medien lernen und Informationen zu einem MI - Recherche und bestimmten Thema beschaffen (z.B. Buch, Zeitschrift, Lernspiel, Spielgeschichte, Lernunterstützung Website). NMG.9.3.d d können die Grundfunktionen der Medien benennen (Information, Bildung, Meinungsbildung, Unterhaltung, Kommunikation). kennen Mischformen und können typische Beispiele aufzählen (Infotainment, Edutainment). e können Informationen aus verschiedenen Quellen gezielt beschaffen, auswählen und MI - Recherche und hinsichtlich Qualität und Nutzen beurteilen. Lernunterstützung D.3.B.1.g NMG.1.5.g NMG.1.6.d NMG.2.5.d NMG.3.3.e NMG.7.1.e NMG.7.2.e NMG.8.2.e NMG.9.3.e 3 f erkennen, dass Medien und Medienbeiträge auf Individuen unterschiedlich wirken. g kennen grundlegende Elemente der Bild-, Film- und Fernsehsprache und können ihre BG.3.B.1.1c Funktion und Bedeutung in einem Medienbeitrag reflektieren. h können die Absicht hinter Medienbeiträgen einschätzen (z.B. Werbung, Zeitschrift, NT.3.3.c Parteizeitung). RZG.3.3.a ERG.3.1.d i kennen Organisations- und Finanzierungsformen von Medienangeboten und deren ERG.5.2.b Konsequenzen. ERG.5.5.d BG.3.B.1.1c BG.3.B.1.2c MI 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Medien und Informatik | Kompetenzaufbau 469 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können Gedanken, Meinungen, Erfahrungen und Wissen in Medienbeiträge umsetzen und unter Einbezug der Gesetze, Regeln und Wertesysteme auch veröffentlichen. MI.1.3 Medien und Medienbeiträge produzieren MI - Produktion und Die Schülerinnen und Schüler ... Präsentation 1 a können spielerisch und kreativ mit Medien experimentieren. NMG.2.1.a b können einfache Bild-, Text-, Tondokumente gestalten und präsentieren. 2 MI - Produktion und c können Medien zum Erstellen und Präsentieren ihrer Arbeiten einsetzen (z.B. Präsentation Klassenzeitung, Klassenblog, Hörspiel, Videoclip). D.3.B.1.d MU.4.B.1.2a d können in ihren Medienbeiträgen die Sicherheitsregeln im Umgang mit persönlichen MU.4.B.1.2b Daten einbeziehen (z.B. Angaben zur Person, Passwort, Nickname). e können Medieninhalte weiterverwenden und unter Angabe der Quelle in NMG.2.5.c Eigenproduktionen integrieren (z.B. Vortrag, Blog/Klassenblog). NMG.5.3.d NMG.7.2.f NMG.12.1.c f können Medien nutzen, um ihre Gedanken und ihr Wissen vor Publikum zu präsentieren MI - Produktion und Präsentation und/oder zu veröffentlichen. MI - Produktion und können Wirkungen eigener Medienbeiträge einschätzen und bei der Produktion Präsentation entsprechend berücksichtigen. D.3.B.1.f NMG.4.5.f RZG.5.1.d 3 g können mit eigenen und fremden Inhalten Medienbeiträge herstellen und berücksichtigen dabei die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie Sicherheits- und Verhaltensregeln. h können allein und in Arbeitsteams mit medialen Möglichkeiten experimentieren und MU.4.B.1.2e sich darüber austauschen. MU.5.A.1.g MU.5.B.1.g Querverweise 4. Die Schülerinnen und Schüler können Medien interaktiv nutzen sowie mit anderen kommunizieren und kooperieren. MI.1.4 Mit Medien kommunizieren und kooperieren Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2 a können mittels Medien bestehende Kontakte pflegen und sich austauschen (z.B. MI - Produktion und Telefon, Brief). Präsentation 3 D.3.C.1.c b können Medien für gemeinsames Arbeiten und für Meinungsaustausch einsetzen und dabei die Sicherheitsregeln befolgen. c können mittels Medien kommunizieren und dabei die Sicherheits- und Verhaltensregeln MI - Produktion und Präsentation befolgen. d können Medien gezielt für kooperatives Lernen nutzen. D.4.D.1.f MI 15.3.2016 Lehrplan 21 1 470 Modullehrplan | Medien und Informatik | Kompetenzaufbau Querverweise e können Medien zur Veröffentlichung eigener Ideen und Meinungen nutzen und das Zielpublikum zu Rückmeldungen motivieren. f können kooperative Werkzeuge anpassen und für gemeinsames Arbeiten, MI - Produktion und Meinungsaustausch, Kommunikation sowie zum Publizieren einsetzen (z.B. Blog, Wiki). Präsentation MI 1 Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Medien und Informatik | Kompetenzaufbau 471 MI.2 Informatik Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Daten aus ihrer Umwelt darstellen, strukturieren und auswerten. MI.2.1 Datenstrukturen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2 a können Dinge nach selbst gewählten Eigenschaften ordnen, damit sie ein Objekt mit einer bestimmten Eigenschaft schneller finden (z.B. Farbe, Form, Grösse). b können unterschiedliche Darstellungsformen für Daten verwenden (z.B. Symbole, Tabellen, Grafiken). c können Daten mittels selbstentwickelten Geheimschriften verschlüsseln. d kennen analoge und digitale Darstellungen von Daten (Text, Zahl, Bild und Ton) und können die entsprechenden Dateitypen zuordnen. e kennen die Bezeichnungen der von ihnen genutzten Dokumententypen. f erkennen und verwenden Baum- und Netzstrukturen (z.B. Ordnerstruktur auf dem Computer, Stammbaum, Mindmap, Website). g verstehen die Funktionsweise von fehlererkennenden und -korrigierenden Codes. 3 h können Dokumente so ablegen, dass auch andere sie wieder finden. MI - Handhabung i können logische Operatoren verwenden (und, oder, nicht). j können Daten in einer Datenbank strukturieren, erfassen, suchen und automatisiert auswerten. k können Methoden zur Datenreplikation unterscheiden und anwenden (Backup, Synchronisation, Versionierung). MI 15.3.2016 Lehrplan 21 2 472 Modullehrplan | Medien und Informatik | Kompetenzaufbau Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können einfache Problemstellungen analysieren, mögliche Lösungsverfahren beschreiben und in Programmen umsetzen. MI.2.2 Algorithmen Die Schülerinnen und Schüler ... 1 2 a können formale Anleitungen erkennen und ihnen folgen (z.B. Koch- und Backrezepte, Spiel- und Bastelanleitungen, Tanzchoreographien). b können durch Probieren Lösungwege für einfache Problemstellungen suchen und auf Korrektheit prüfen (z.B. einen Weg suchen, eine Spielstrategie entwickeln). Sie können verschiedene Lösungswege vergleichen. c können Abläufe mit Schleifen und Verzweigungen aus ihrer Umwelt erkennen, beschreiben und strukturiert darstellen (z.B. mittels Flussdiagrammen). d können einfache Abläufe mit Schleifen, bedingten Anweisungen und Parametern lesen und manuell ausführen. e verstehen, dass ein Computer nur vordefinierte Anweisungen ausführen kann und dass ein Programm eine Abfolge von solchen Anweisungen ist. f können Programme mit Schleifen, bedingten Anweisungen und Parametern schreiben MI - Produktion und Präsentation und testen. MA.2.C.2.g 3 g können selbstentdeckte Lösungswege für einfache Probleme in Form von lauffähigen und korrekten Computerprogrammen mit Schleifen, bedingten Anweisungen und Parametern formulieren. h können selbstentwickelte Algorithmen in Form von lauffähigen und korrekten Computerprogrammen mit Variablen und Unterprogrammen formulieren. i können verschiedene Algorithmen zur Lösung desselben Problems vergleichen und beurteilen (z.B. lineare und binäre Suche, Sortierverfahren). MI 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Medien und Informatik | Kompetenzaufbau 473 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler verstehen Aufbau und Funktionsweise von informationsverarbeitenden Systemen und können Konzepte der sicheren Datenverarbeitung anwenden. MI.2.3 Informatiksysteme Die Schülerinnen und Schüler ... 1 a können Geräte ein- und ausschalten, Programme starten, bedienen und beenden sowie MI - Handhabung 2 einfache Funktionen nutzen. b können sich mit eigenem Login in einem lokalen Netzwerk oder einer Lernumgebung MI - Handhabung anmelden. c können Dokumente selbstständig ablegen und wieder finden. MI - Handhabung d können mit grundlegenden Elementen der Bedienoberfläche umgehen (Fenster, Menu, MI - Handhabung mehrere geöffnete Programme). e können Betriebssystem und Anwendungssoftware unterscheiden. f kennen verschiedene Speicherarten (z.B. Festplatten, Flashspeicher, Hauptspeicher) MA.3.A.1.h und deren Vor- und Nachteile und verstehen Grösseneinheiten für Daten. g können bei Problemen mit Geräten und Programmen Lösungsstrategien anwenden (z.B. Hilfe-Funktion, Recherche). h können erklären, wie Daten verloren gehen können und kennen die wichtigsten Massnahmen, sich davor zu schützen. i verstehen die grundsätzliche Funktionsweise von Suchmaschinen. j können lokale Geräte, lokales Netzwerk und das Internet als Speicherorte für private und öffentliche Daten unterscheiden. k haben eine Vorstellung von den Leistungseinheiten informationsverarbeitender Systeme und können deren Relevanz für konkrete Anwendungen einschätzen (z.B. Speicherkapazität, Bildauflösung, Rechenkapazität, Datenübertragungsrate). 3 l kennen die wesentlichen Eingabe-, Verarbeitungs- und Ausgabeelemente von Informatiksystemen und können diese mit den entsprechenden Funktionen von Lebewesen vergleichen (Sensor, Prozessor, Aktor und Speicher). m können das Internet als Infrastruktur von seinen Diensten unterscheiden (z.B. WWW, E- Mail, Internettelefonie, Soziale Netzwerke). n können die Risiken unverschlüsselter Datenübermittlung und -speicherung abschätzen. MI 15.3.2016 Lehrplan 21 2 Berufliche Orientierung Elemente des Kompetenzaufbaus Impressum Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement Graubünden Lehrplan 21 Graubünden Herausgeber: Fassung vom 15.03.2016 Zu diesem Dokument: Iwan Raschle Alle Rechte liegen beim Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement des Kantons Graubünden. Titelbild: gr-d.lehrplan.ch Copyright: Internet: Modullehrplan | Berufliche Orientierung | Inhalt Inhalt Zum Modul 478 Bedeutung und Zielsetzungen 479 Didaktische Hinweise 480 Strukturelle und inhaltliche Hinweise 482 BO.1 Persönlichkeitsprofil 481 BO.2 Bildungswege, Berufs- und Arbeitswelt 482 BO.3 Entscheidung und Umgang mit Schwierigkeiten 483 BO.4 Planung, Umsetzung und Dokumentation 484 BO 15.3.2016 Lehrplan 21 478 Modullehrplan | Berufliche Orientierung | Zum Modul Zum Modul Im Lehrplan 21 dienen Modullehrpläne dazu, fächerübergreifende Aufgaben der Schule zu beschreiben und für einen Kern dieser Aufgaben einen systematischen Aufbau von Kompetenzen zu gewährleisten. Module verfügen über ein begrenztes, nicht durchgehendes Zeitbudget. Die Modullehrpläne gliedern sich wie die Fachbereichslehrpläne in einleitende Kapitel (Bedeutung und Zielsetzungen, Didaktische Hinweise, Strukturelle und inhaltliche Hinweise) und die Darstellung des Kompetenzaufbaus. Der Modullehrplan Berufliche Orientierung unterscheidet vier Kompetenzbereiche: Persönlichkeitsprofil, Bildungswege, Berufs- und Arbeitswelt, Entscheidung und Umgang mit Schwierigkeiten, Planung, Umsetzung und Dokumentation. Zu diesen beinhaltet der Modullehrplan die Kompetenzaufbauten. Zwei Kompetenzen sind in den Fachbereichslehrplänen Deutsch sowie Wirtschaft, Arbeit, Haushalt beschrieben. Hierzu enthält der Modullehrplan keinen Kompetenzaufbau, sondern eine Übersicht mit Hinweisen auf die Fachbereiche, in denen diese Kompetenzen unterrichtet werden. Der Kanton legt die Zeitgefässe und die schulorganisatorischen Bestimmungen des Unterrichts in Beruflicher Orientierung fest. BO Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Berufliche Orientierung | Bedeutung und Zielsetzungen 479 Bedeutung und Zielsetzungen Zentrales Thema der Die Berufliche Orientierung stellt auf der Sekundarstufe I ein zentrales Thema dar: Sekundarstufe I Parallel zur schulischen Vorbereitung des Übergangs in eine nachobligatorische Ausbildung erarbeiten die Jugendlichen die Voraussetzungen für die Wahl ihres zukünftigen Bildungs- und Berufszieles. Gleichwertigkeit der Der Unterricht in der Beruflichen Orientierung begleitet die Jugendlichen in ihren Bildungswege Schritten Richtung Anschlusslösung auf der Sekundarstufe II. Er vermittelt die Gleichwertigkeit der beruflichen und rein schulischen Bildung und die Durchlässigkeit des gesamten Bildungssystems. Alle Schülerinnen und Schüler auf der Sekundarstufe I sollen im Bereich Berufliche Orientierung unterrichtet werden. Ziel ist, dass alle Jugendlichen fähig sind, einen bewussten Entscheid für ihre Anschlusslösung auf der Sekundarstufe II zu fällen. Der Unterricht in der Beruflichen Orientierung berücksichtigt dabei die individuelle Situation der Schülerinnen und Schüler und passt das Angebot entsprechend an. Verbundaufgabe Auf dem Weg zu dieser Weichenstellung sind die Jugendlichen auf Unterstützung angewiesen. Diese Unterstützung ist eine Verbundaufgabe für Eltern, Bildungsinstitutionen, Berufs- und Studienberatung sowie der Wirtschaft, wobei der Volksschule eine wichtige koordinierende Aufgabe zukommt. Komplexer Prozess Die Bildungs- und Berufswahl ist ein komplexer Prozess, in welchem die bestmöglich realisierbare Lösung zwischen dem individuellen Interessens- und Fähigkeitsprofil der Jugendlichen und dem Angebots- und Anforderungsprofil der Bildungs-, Berufs- und Arbeitswelt angestrebt wird. Die Wahl der Erstausbildung muss dabei als Teil einer langfristig angelegten Laufbahnplanung gesehen werden, im Bewusstsein, dass Alternativen und Wechsel möglich und wahrscheinlich sind. Auseinandersetzung mit Normen Unterricht in Beruflicher Orientierung fördert bei den Jugendlichen die und Prägungen Auseinandersetzung mit sich selbst, der Arbeitswelt, geschlechtsspezifischen, sozialen und kulturellen Normen und Prägungen sowie gesellschaftlichen Diskriminierungen. Entscheid im Spannungsfeld Trotz durchlässigem Bildungssystem ist die Wahl für eine Anschlusslösung wegweisend für den beruflichen Werdegang. Der Entscheid wird in einer Phase starker physischer und psychischer Veränderungen gefällt. Dies sowohl in der Wahrnehmung der Jugendlichen als auch derjenigen ihres sozialen Umfeldes. Der individuelle Entscheid der Jugendlichen findet im Spannungsfeld zwischen dem einzelnen Menschen, seinem sozialen Umfeld und der Gesellschaft statt. Eine gelingende Berufliche Orientierung hilft dem jungen Menschen, eine seinen persönlichen Wünschen und Möglichkeiten bestmöglich entsprechende Bildungs- und Berufswahl zu treffen, die mit den Erwartungen und Bedürfnissen des sozialen Umfeldes und der Gesellschaft korrespondieren. BO 15.3.2016 Lehrplan 21 480 Modullehrplan | Berufliche Orientierung | Didaktische Hinweise Didaktische Hinweise Die Berufliche Orientierung wird schwerpunktmässig im 3. Zyklus unterrichtet. Vorentscheidungen fallen aber schon im 2. Zyklus (z.B. Gymnasium). An Kompetenzen für die Berufliche Orientierung und Themen aus der Berufs- und Arbeitswelt wird bereits ab dem 1. Zyklus im Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft gearbeitet (siehe auch Fachbereich Natur, Mensch, Gesellschaft, z.B. Kompetenzbereich 6). Rolle der Lehrperson und Die Kompetenzen des Moduls Berufliche Orientierung werden von derjenigen Zuständigkeit Lehrperson aufgenommen, die die Jugendlichen in der Schule im Bildungs- und Berufswahlprozess begleitet. Die Lehrperson koordiniert den Bildungs- und Berufswahlprozess und ergreift die Initiative zur Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten sowie inner- und ausserschulischen Fachpersonen, insbesondere der Berufs- und Laufbahnberatung. Die Lehrperson nimmt eine begleitende und unterstützende Haltung ein. Dies bedeutet, dass sie Jugendliche in ihrem individuellen Prozess berät; die Selbstentwicklung fördert, so dass autonome Entscheidungen möglich werden; Erfahrungssituationen und Entscheidungshilfen anbietet; Unklarheiten anspricht; Alternativen aufzeigt; die unterschiedlichen Anforderungen der Sekundarstufe II berücksichtigt; und die Jugendlichen allenfalls an Fachpersonen weiterleitet (z. B. Case Management Berufsbildung). Es ist zu empfehlen, dass die Verantwortung für die Berufliche Orientierung in der Schule bei der Klassenlehrerin oder beim Klassenlehrer liegt. Sie oder er kennt die Schülerinnen und Schüler in der Regel am besten und kann sie darum in dieser anspruchsvollen Phase individuell und professionell betreuen Anschauung und Kooperation Der Unterricht wird für die Jugendlichen umso gewinnbringender, je besser es gelingt, sie Erfahrungen machen zu lassen, die sowohl den Intellekt als auch die Gefühle und Sinne ansprechen (Besichtigungen, Gespräche mit Berufsleuten, Schnupperlehre usw.). In Kooperation mit inner- und ausserschulischen Partnern erfahren sie dabei Unterstützung für die ersten Schritte ihrer beruflichen Laufbahn. Selbsttätigkeit und Berufliche Orientierung setzt den realitätsbezogenen Willen zur Selbstbestimmung Arbeitshaltungen voraus. Schulische und ausserschulische Aktivitäten der Jugendlichen, die die Berufswahlkompetenz fördern, sind zu unterstützen. Die Berufliche Orientierung leistet damit einen Beitrag dazu, dass sich die Jugendlichen Arbeitshaltungen und Fähigkeiten aneignen, damit sie den jeweiligen Anforderungen der Bildungs-, Berufs- und Arbeitswelt wie Belastbarkeit, Leistungsbereitschaft, Flexibilität, Pünktlichkeit, Sorgfalt und Kreativität gewachsen sind. Innere Differenzierung und In der Beruflichen Orientierung muss vom aktuellen, persönlichen Individualisierung Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler ausgegangen werden. Die Lehrperson berücksichtigt Lernstil, Lerntempo, Lernbereitschaft und Lerninteresse der Schülerinnen und Schüler. Sie setzt individualisierende Methoden wie beispielsweise Portfolio, Förderpläne oder Lernverträge ein. Kompetenzaufbau Der Kompetenzaufbau in der Beruflichen Orientierung verläuft, wie auch in den Fachbereichen, komplex: Die Lernschritte sind unterschiedlich gross und der Lernprozess verläuft häufig nicht linear. Schwerpunkte überfachliche Überfachliche Kompetenzen werden über die gesamte Volksschulzeit und in allen Kompetenzen Fachbereichen erworben. Diese Kompetenzen sind für einen erfolgreichen Übergang in die Sekundarstufe II von grosser Bedeutung und auch in der Beruflichen Orientierung entsprechend zu fördern. Dazu gehören Kompetenzen, wie das eigene Persönlichkeitsprofil zu erkennen und zu nutzen oder Schwierigkeiten im BO Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Berufliche Orientierung | Didaktische Hinweise 481 Beurteilung und Dokumentation Bildungs- und Berufswahlprozess zu erkennen und mit ihnen umgehen zu können. (Siehe auch Grundlagen Kapitel Überfachliche Kompetenzen.) Erfolgssicherung und Erfolgsbestätigung Im Bildungs- und Berufswahlprozess sollen die Schülerinnen und Schüler formativ beurteilt werden. Das Führen einer Dokumentation (z.B. Portfolio) durch die Schülerinnen und Schüler während dem Prozess sowie eine Evaluation zum Schluss sind unerlässlich. Erstens weil diverse Aufgaben zu bewältigen und verschiedenste Institutionen am Prozess beteiligt sind und zweitens als Orientierungshilfe für die Jugendlichen selber und die Berufswahlbegleiterinnen und -begleiter. Im mehrjährigen Bildungs- und Berufswahlprozess sind Erfolgssicherung und -bestätigung besonders zu beachten. Dies ermöglicht Erreichtes und individuelle Fortschritte der Schülerinnen und Schüler aufzuzeigen. Damit unterstützen die Lehrpersonen eine konstruktive Entwicklung und helfen den Schülerinnen und Schülern, besser mit belastenden Lebensumständen und Rückschlägen in der Berufsfindung umzugehen (Resilienz). BO 15.3.2016 Lehrplan 21 482 Modullehrplan | Berufliche Orientierung | Strukturelle und inhaltliche Hinweise Strukturelle und inhaltliche Hinweise Kompetenzbereiche Der Modullehrplan Berufliche Orientierung ist in Kompetenzbereiche gegliedert. Folgend sind die Inhalte des Unterrichts in Beruflicher Orientierung beschrieben. Sie sind strukturiert nach den Kompetenzbereichen des Modullehrplans. Persönlichkeitsprofil Der Unterricht fusst auf den bisher entwickelten persönlichen (kognitiven und affektiven) wie auch den sozialen Kompetenzen der Jugendlichen. Er unterstützt die Weiterentwicklung der Identität und die Persönlichkeitsbildung. Er bietet Gelegenheiten zu kritischer Selbst- und Fremdeinschätzung und fördert die Bereitschaft, sich mit der persönlichen (beruflichen) Zukunftsgestaltung zu beschäftigen. Bildungswege, Berufs- und Der Unterricht vermittelt Orientierungswissen zur Bildungs-, Berufs- und Arbeitswelt Arbeitswelt. Die Jugendlichen werden für einen selbstbewussten Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen des Umfelds an die Bildungs- respektive Berufswahl gestärkt. Sie setzen sich mit den eigenen biografischen Prägungen auseinander, insbesondere in Bezug auf geschlechtsspezifische, soziale und kulturelle Normen. Entscheidung und Umgang mit Der Unterricht baut auf den persönlichen Ressourcen der Jugendlichen auf, stärkt Schwierigkeiten sie im Umgang mit Frustrationen und unterstützt ihre Entscheidungsfähigkeit. Planung, Umsetzung und Der Unterricht aktiviert die Auseinandersetzung und ermöglicht Erfahrungen der Dokumentation Jugendlichen mit sich selber und den Angeboten der Bildungs-, Berufs- und Arbeitswelt. Im Unterricht Berufliche Orientierung dokumentieren die Jugendlichen den Berufswahlprozess nachvollziehbar und erstellen Bewerbungsunterlagen. Einarbeitung in die Die in der Tabelle aufgeführten Kompetenzen gehören zur Beruflichen Orientierung. Fachbereichslehrpläne Sie werden in den Fachbereichen Wirtschaft, Arbeit, Haushalt respektive Deutsch aufgebaut und erreicht. Die in die Fachbereichslehrpläne eingearbeiteten Kompetenzen der Beruflichen Orientierung sind mit Querverweisen gekennzeichnet. Der Querverweis führt in der elektronischen Version vom einleitenden Kapitel zum Fachbereichslehrplan und umgekehrt. Tabelle 1: In die Fachbereichslehrpläne eingearbeitete Kompetenzen Kompetenz Ort der Einarbeitung (Fachbereich) Die Schülerinnen und Schüler können ein Wirtschaft, Arbeit, Haushalt: Verständnis für die gesellschaftliche WAH.1.1 Bedeutung von Arbeit und deren verschie- WAH.1.2 denen Formen entwickeln sowie geschlechts- spezifische, soziale und kulturelle Prägungen bei der Bildungs- und Berufswahl verstehen. Die Schülerinnen und Schüler können sich Deutsch: und ihre Kompetenzen sowohl mit formal D.3.C.1.f korrekten Bewerbungsunterlagen als auch D.3.C.1.g im persönlichen Kontakt überzeugend D.4.B.1.f präsentieren. D.4.B.1.g D.4.E.1.f D.4.F.1.f BO Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Berufliche Orientierung | Kompetenzaufbau 483 BO.1 Persönlichkeitsprofil Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können ihr Persönlichkeitsprofil beschreiben und nutzen. BO.1.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können Elemente ihres Persönlichkeitsprofils wahrnehmen und beschreiben (Fähigkeiten, Voraussetzungen, Interessen, Einstellungen, Werte). b können das Selbstbild mit dem Fremdbild respektive der Aussensicht vergleichen und festhalten. c können aus ihrem Selbst- und Fremdbild Schlüsse für ihre Bildungs- und Berufswahl ziehen. BO 15.3.2016 Lehrplan 21 1 484 Modullehrplan | Berufliche Orientierung | Kompetenzaufbau BO.2 Bildungswege, Berufs- und Arbeitswelt Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können sich mit Hilfe von Informations- und Beratungsquellen einen Überblick über das schweizerische Bildungssystem verschaffen. BO.2.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können die Grundzüge der schweizerischen Aus- und Weiterbildung sowie seine Durchlässigkeit anhand einer einfachen Grafik erklären. b können sich selbstständig Informationen zu mindestens drei ausgewählten Berufen bzw. Ausbildungswegen in verschiedenen Berufsfeldern beschaffen (z.B. im Berufsinformationszentrum (BIZ), im Internet, an Berufsmessen, an Informationsveranstaltungen). c können Anforderungen und Tätigkeiten anhand von mindestens zwei ausgewählten Berufs- bzw. Ausbildungswegen aufzeigen und gegenüberstellen. können in ihre Überlegungen und Abklärungen auch Anforderungen und Tätigkeiten von geschlechtsuntypischen Ausbildungen und Berufen mit einbeziehen. Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können einen persönlichen Bezug zur Arbeitswelt herstellen und Schlüsse für ihre Bildungs- und Berufswahl ziehen. BO.2.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können Berufe aus ihrem familiären und weiteren Umfeld in Bezug zu ihrem aktuellen Bildungs- und Berufswunsch setzen. b können eigene biografische Prägungen und Erwartungen ihres Umfeldes zum Beruf reflektieren und geschlechtsspezifische, soziale und kulturelle Stereotypen hinterfragen und dazu eine eigenständige Position vertreten. c können Konsequenzen für die eigene Bildungs- und Berufswahl ziehen. BO 2 Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Berufliche Orientierung | Kompetenzaufbau 485 BO.3 Entscheidung und Umgang mit Schwierigkeiten Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können Prioritäten setzen, sich entscheiden und zugleich gegenüber Alternativen offen bleiben. BO.3.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können verschiedene Methoden der Entscheidungsfindung an einfachen Alltagssituationen anwenden (z.B. Entscheidungsbaum, Pro/Contra, Gefühl/Vernunft). b können aus dem Vergleich von Persönlichkeitsprofil und Überblick über Bildungswege, Berufs- und Arbeitswelt ihren Standort bestimmen und erste passende Ausbildungsziele festlegen. c können nach vorgegebenen Kriterien mindestens drei mögliche Berufe auswählen, die Auswahl begründen, gewichten und konsequent weiterverfolgen. d können sich für eine Ausbildung oder einen Beruf entscheiden und zugleich gegenüber Alternativen offen bleiben (z.B. verwandte Berufe, eine andere Ausbildung, Übergangslösung). Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können mögliche Herausforderungen im Bildungs- und Berufswahlprozess erkennen, Frustrationen benennen, eigene Ressourcen miteinbeziehen und Lösungsmöglichkeiten entwickeln. BO.3.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können Schwierigkeiten, belastende Gefühle und Gründe für Frustration im Bildungs- und Berufswahlprozess benennen, sich damit auseinandersetzen und sich ihrer Ressourcen bewusst bleiben (z.B. Fähigkeiten, Unterstützung im Umfeld). b können mit Erziehungsberechtigten und/oder Fachpersonen Schwierigkeiten im Bildungs- und Berufswahlprozess analysieren (z.B. persönliche Voraussetzungen, Wirtschaftslage, Arbeitsmarkt). c können bei Schwierigkeiten ressourcenorientiert Lösungen entwickeln (z.B. alleine, mit Erziehungsberechtigten und/oder Fachpersonen). BO 15.3.2016 Lehrplan 21 3 486 Modullehrplan | Berufliche Orientierung | Kompetenzaufbau BO.4 Planung, Umsetzung und Dokumentation Querverweise 1. Die Schülerinnen und Schüler können im Rahmen des Bildungs- und Berufswahlentscheids Ziele setzen, den konkreten Bewerbungsprozess planen und nach Bedarf neue Ziele setzen sowie Alternativen planen. BO.4.1 Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können bei einfachen (Lern-)Vorhaben im Bildungs- und Berufswahlprozess Ziele setzen und Planungsschritte festlegen. b können in ihrem Bildungs- bzw. Berufswahlentscheid den konkreten Bewerbungsprozess planen (z.B. Aufnahmeprüfungen, Tests, Anmeldeverfahren). c können nach Bedarf neue Ziele setzen und Alternativen planen (z.B. Brückenangebote, weitere Anschlusslösungen). Querverweise 2. Die Schülerinnen und Schüler können ihre geplanten Schritte im Hinblick auf ihre Ausbildungsziele umsetzen und den Übergang vorbereiten. BO.4.2 Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können selbstständige Einblicke in Berufe und Ausbildungen vorbereiten und organisieren respektive sich Unterstützung holen (z.B. Schnupperlehren). b können Ergebnisse aus den praktischen Erfahrungen und Rückmeldungen der Berufsbildenden reflektieren und Konsequenzen ziehen. c können den Übergang planen und sich spezifisch auf die neuen Anforderungen der Lehre, der weiterführenden Schule oder der Anschlusslösung vorbereiten respektive weitere Alternativen suchen. BO 4 Lehrplan 21 15.3.2016 Modullehrplan | Berufliche Orientierung | Kompetenzaufbau 487 Querverweise 3. Die Schülerinnen und Schüler können ihren Berufswahlprozess nachvollziehbar dokumentieren und daraus ihre Bewerbungsunterlagen zusammenstellen. BO.4.3 Die Schülerinnen und Schüler ... 3 a können ihre spezifischen Ressourcen dokumentieren (Fähigkeiten, Erfahrungen, Aktivitäten in Schule und Freizeit, Sprachkenntnisse). b können wichtige Informationen und Erfahrungen aus der Praxis sammeln und dokumentieren (Berufsinformationen, Schnupperlehrbeurteilungen). c können den persönlichen Entscheidungsprozess dokumentieren und die Berufs- oder Ausbildungswahl nachvollziehbar begründen, insbesondere die eigene Motivation. d können mit Hilfe der gesammelten Dokumente (z.B. Portfolio, Berufswahlordner) wichtige Informationen für ihre Bewerbungsunterlagen zusammenstellen. BO 15.3.2016 Lehrplan 21 4 Powered by TCPDF (www.tcpdf.org)