Schulbuch komplett: 13 Kapitel, je 3 Versionen (Schüler / Leichte Sprache / Lehrperson)

- Gemeinsame Infrastruktur: assets/css/buch.css + pages/_partials/buch_helpers.php
  (Foto-Slots, Glossar-Tooltips, Nav mit 3-Modi-Umschalter ?leicht=1/?lehrer=1)
- Neu: Leichte-Sprache-Version in jedem Kapitel (inklusiver Unterricht):
  kurze Sätze, eine Aussage pro Zeile, Bindestrich-Komposita, einspaltig, größere Schrift
- 12 neue Kapitel: tourismusregion, kofferdetektiv (Themenfeld Reise/Transport/
  Flugverkehr/Nachhaltigkeit), busfahrt, logistik (Alpentransit), weltkueche, farmer,
  klima (2D+3D), fluss (Alpenrhein/Rhesi), energiemanager (Illwerke), heli, sonnensystem,
  eu-werkstatt — alle mit verifizierten Quellen, echten Sim-Mechanik-Kästen,
  D-A-CH-Lehrplan-Chips und 7 Foto-Slots mit konkreten Vorschlägen
- Pilot tourismustal: geschichte-1948 halb so groß (b-klein), Spielsprache-Fixes
- buch.php: 13 Kapitel, Status automatisch aus Dateiexistenz

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* Schulbuch — Kapitel: Heli-Navigation (Mit Karte und Koordinaten)
* -----------------------------------------------------------------
* Schulbuchseiten zur Simulation: Sachinhalte lehrplankonform (GW 2023),
* mit Glossar-Tooltips, echten Daten und Sim-Mechanik-Kästen.
*
* URL: /buch-heli → Schüler:innen-Version
* /buch-heli?leicht=1 → Leichte Sprache (inklusiver Unterricht)
* /buch-heli?lehrer=1 → Lehrpersonen-Version (+ didaktische Kästen)
*
* Fotos: Thomas legt echte Bilder unter assets/img/buch/heli/<slug>.jpg
* ab — die Platzhalter tauschen sich dann automatisch aus.
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require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php';
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<html lang="de">
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<title>📖 Mit Karte und Koordinaten Schulbuch<?= $LEHRER ? ' (Lehrperson)' : ($LEICHT ? ' (Leichte Sprache)' : '') ?> · GeoGraSim</title>
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<link rel="stylesheet" href="<?= $bp ?>/assets/css/buch.css">
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<div class="b-wrap">
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'Modulseite' => 'modul-heli',
'🎮 Simulation starten' => 'heli',
'Glossar' => 'glossar?module=heli',
'Lehrplan' => 'lehrplan?module=heli',
]) ?>
<!-- ============ OPENER ============ -->
<section class="b-seite">
<span class="b-nr">HELI-NAVIGATION · KAPITEL-START</span>
<p class="b-kicker">Geografie und wirtschaftliche Bildung · Sek I</p>
<h1>🚁 Mit Karte und Koordinaten</h1>
<?php if ($LEICHT): ?>
<p class="b-leitfrage">Ein Mensch ist in den Bergen verletzt.<br>
Wie findet der Rettungs-Hubschrauber ihn?</p>
<?= buchBild('opener-heli-berge',
'Notarzt-Hubschrauber im Flug oder am Boden, Berge im Hintergrund.',
'Ein Notarzt-Hubschrauber in den Bergen. Er findet jeden Ort — mit Karte und Koordinaten.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Heft:</b><br>
Du fliegst einen Rettungs-Hubschrauber.<br>
Du lernst: So findet man jeden Ort auf der Erde.<br>
Du lernst: So liest man eine Karte mit Bergen.<br>
Du lernst: So rechnet man aus, wie lange ein Flug dauert.<br>
Und du lernst: So ruft man in den Bergen richtig um Hilfe.</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 So arbeitest du mit der Simulation:</b><br>
Du bist in der Einsatz-Zentrale.<br>
Du wählst einen Einsatz aus.<br>
Dann planst du die Flug-Route auf der Karte.<br>
Du startest den Hubschrauber.<br>
Du fliegst über die Karte zum Einsatz-Ort.<br>
Dort rettest du die verletzte Person mit der Seil-Winde.<br>
Eine Stimme aus der Zentrale hilft dir dabei.</div>
<?= buchBild('gradnetz-globus',
'Schul-Globus mit sichtbarem Gradnetz, Nahaufnahme.',
'Ein Globus mit Gitter-Netz. Mit diesem Netz findet man jeden Ort auf der Erde.', true) ?>
<?php else: ?>
<p class="b-leitfrage">Eine verletzte Person liegt irgendwo im Gebirge wie
findet die Crew eines Rettungshubschraubers in wenigen Minuten einen Punkt,
den sie noch nie gesehen hat?</p>
<?= buchBild('opener-heli-berge',
'Notarzthubschrauber im Flug oder bei einer Zwischenlandung, Berge im Hintergrund (z. B. über dem Rheintal, Walgau oder bei einem Übungseinsatz Helis sind in Vorarlberg fast täglich zu sehen/hören).',
'Ein Notarzthubschrauber im Alpenraum: Die Crew navigiert mit Karte, Koordinaten und Ortskenntnis jede Minute zählt.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Darum geht es in diesem Kapitel:</b>
Du lernst, wie man mit dem <?= g('gradnetz', 'Gradnetz') ?> jeden Punkt der
Erde eindeutig benennt, wie <?= g('hoehenlinie', 'Höhenlinien') ?> und
<?= g('hoehenstufe', 'Höhenstufen') ?> das Gebirge auf der Karte lesbar
machen, wie man aus <?= g('massstab', 'Maßstab') ?>, Entfernung und
Geschwindigkeit die Flugzeit berechnet und wie die Flugrettung in
Österreich, Deutschland und der Schweiz organisiert ist.</div>
<div class="b-chips">
<span class="b-chip">AT · GW 1.3 &amp; 1.6</span>
<span class="b-chip">AT · GW 1.11 &amp; 1.12</span>
<span class="b-chip">AT · GW 3.15 &amp; 3.16</span>
<span class="b-chip soft">DE · BY: Alpen &amp; Kartenarbeit (Jg. 5/7)</span>
<span class="b-chip soft">DE · NRW: Raumorientierung</span>
<span class="b-chip soft">CH · RZG 2.1 &amp; 1.3</span>
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 So arbeitest du mit der Simulation:</b>
Du übernimmst einen Rettungshubschrauber und arbeitest jeden Einsatz in
sechs Phasen ab: <b>Einsatz wählen · Route planen · Start · Kartenflug ·
Landung mit Seilwinde · Auswertung</b>. 25 Einsätze in allen neun
Bundesländern warten vom Skiunfall in Damüls bis zur Seerettung am
Bodensee. Die Leitstelle spricht mit dir: Sie nennt dir Richtung und
Entfernung zum nächsten Wegpunkt, und Pilotin Marlene erklärt dir am
Anfang alles Wichtige. Gestartet wird an echten Stützpunkten zum
Beispiel C8 Nenzing oder C9 Wien-Baumgasse.</div>
<?= buchBild('gradnetz-globus',
'Schul-Globus mit gut sichtbarem Gradnetz, Nahaufnahme (Klassenzimmer oder Schreibtisch).',
'Das Gradnetz auf dem Globus: Breitenkreise und Längenhalbkreise machen aus der Kugel ein Koordinatensystem.', true) ?>
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Verlaufsvorschlag (Doppelstunde):</b>
<b>(1) Einstieg 10</b> Opener-Foto + Leitfrage; Vorwissen aktivieren
(„Wer hat schon einmal einen Rettungshubschrauber gesehen? Woher weiß die
Crew, wohin sie fliegen muss?").
<b>(2) Erarbeitung I 15</b> Seiten 12 gemeinsam (Gradnetz, Höhenlinien;
Globus und Wanderkarte als Realbegegnung auflegen).
<b>(3) Simulation 30</b> ein kompletter Einsatz (Empfehlung: „Verkehrsunfall
A14" oder „Seerettung Bregenz" als leichter Einstieg, Landung auf Level 1).
<b>(4) Auswertung 15</b> Lehrer-Cockpit → Live bzw. Ergebnisse: Wer hat die
Route ohne Fehlklicks geplant? Wie viele Sterne bei Start und Landung?
<b>(5) Vertiefung 20</b> Seiten 35 (Flugzeit-Rechnung, Flugrettung im
D-A-CH-Vergleich, Notruf), zweiter Einsatz als Hausübung oder Folgestunde.
<br><b>Hinweis:</b> Für den inklusiven Unterricht gibt es dieses Kapitel
zusätzlich in <a href="?leicht=1">Leichter Sprache</a>.</div>
<?php endif; ?>
<?php endif; ?>
</section>
<!-- ============ SEITE 1 ============ -->
<section class="b-seite">
<span class="b-nr">SEITE 1 · GRADNETZ</span>
<?php if ($LEICHT): ?>
<h2>1 · So findet man jeden Ort der Erde</h2>
<p>Die Erde ist eine Kugel.<br>
Auf einer Kugel gibt es keine Ecken und keine Ränder.<br>
Darum haben sich die Menschen ein Gitter-Netz ausgedacht.<br>
Es heißt: <b>Gradnetz</b>.</p>
<p>Die Linien von links nach rechts heißen Breiten-Kreise.<br>
Die Linien von oben nach unten heißen Längen-Kreise.<br>
Jeder Ort hat zwei Zahlen: Breite und Länge.<br>
Diese zwei Zahlen heißen: <b>Koordinaten</b>.<br>
Wien hat zum Beispiel die Koordinaten 48 Grad Nord und 16 Grad Ost.</p>
<p>Dein Handy kennt seine Koordinaten immer.<br>
Das geht mit Satelliten im Welt-Raum.<br>
Das System heißt GPS.</p>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b><br>
Koordinaten sind wie eine Adresse.<br>
Aber sie funktionieren überall auf der Erde.<br>
Auch mitten in den Bergen.</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b><br>
Die Zentrale sagt dir den Einsatz-Ort an.<br>
Du suchst den Ort auf der Karte.<br>
Du tippst die Weg-Punkte in der richtigen Reihenfolge an.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgabe:</b>
<ol>
<li>Schau auf einen Globus oder eine Karte.<br>
Liegt Österreich nördlich oder südlich vom Äquator?</li>
</ol>
</div>
<?php else: ?>
<h2>1 · Das Gradnetz: Eine Adresse für jeden Punkt der Erde</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Auf einer Kugel gibt es kein „oben links". Damit man trotzdem jeden
Punkt eindeutig benennen kann, legt man ein gedachtes Netz über die Erde:
das <?= g('gradnetz', 'Gradnetz') ?>. Die <?= g('breitengrad', 'Breitenkreise') ?>
verlaufen parallel zum Äquator und zählen von 0° am Äquator bis 90° an den
Polen. Die <?= g('laengengrad', 'Längenhalbkreise') ?> verlaufen von Pol zu
Pol und zählen vom Nullmeridian in Greenwich (London) bis 180° nach Osten
und Westen.</p>
<p>Zwei Zahlen ergeben so eine weltweit eindeutige
<?= g('koordinate', 'Koordinate') ?>: Wien liegt bei etwa <b>48° Nord und
16° Ost</b>, Bregenz bei etwa <b>47° 30 Nord und 9° 45 Ost</b>. Für
genauere Angaben teilt man jeden Grad in 60 <b>Minuten</b> () und jede
Minute in 60 <b>Sekunden</b> (″) so lässt sich ein Punkt bis auf wenige
Meter genau beschreiben. Genau so gibt eine Leitstelle der Flugrettung
eine <?= g('einsatzkoordinate', 'Einsatzkoordinate') ?> durch.</p>
<p>Dein Smartphone bestimmt seine Position übrigens laufend selbst:
<?= g('gps', 'GPS') ?>-Satelliten senden Zeitsignale, aus denen der
Empfänger seine Koordinaten berechnet die Grundlage jeder Karten-App,
jeder Navigation und jeder Ortung im Notfall.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('koordinaten-kartenapp',
'Smartphone mit Karten-App, auf der die eigenen Koordinaten sichtbar sind (Screenshot-Foto oder Handy auf Wanderkarte liegend).',
'Zwei Zahlen genügen: Jede Karten-App zeigt die eigene Position als Koordinate im Gradnetz an.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b> Breitengrad zuerst (Nord/Süd),
Längengrad danach (Ost/West). Eselsbrücke: Die Breite liegt wie eine
Leiter-Sprosse <i>quer</i>, die Länge hängt wie eine Leiter-Stange
<i>längs</i> von Pol zu Pol.</div>
<div class="b-box b-daten"><b>📊 Echte Zahlen:</b>
Der Äquator ist rund <b>40.075 km</b> lang. Geteilt durch 360 Grad ergibt
das: 40.075 km : 360 ≈ <b>111 km</b> ein Grad Breite entspricht also
etwa 111 Kilometern.</div>
</div>
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Die Leitstelle nennt dir
den Einsatzort du musst ihn auf der Karte <b>finden</b>. In der
Routenplanung tippst du die Wegpunkte in der richtigen Reihenfolge an; die
📍 Übersichtskarte zeigt dir alle Stützpunkte und Einsatzorte im Land. Wer
wild herumklickt, verliert: Nach zu vielen Fehlklicks übernimmt die
Chefpilotin die Planung.</div>
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Didaktischer Hinweis:</b> Häufigster
Stolperstein: Länge und Breite werden verwechselt oder die Schreibweise
48° N / 16° O wird als „Rechenzeichen" gelesen. Lassen Sie die eigenen
Schulkoordinaten mit einer Karten-App ablesen und in Grad/Minuten notieren
das verankert die Reihenfolge (Breite vor Länge). In der Simulation bewusst
<i>ohne</i> Übersichtskarte planen lassen, erst bei Bedarf freigeben.</div>
<?php endif; ?>
<?php endif; ?>
</section>
<!-- ============ SEITE 2 ============ -->
<section class="b-seite">
<span class="b-nr">SEITE 2 · HÖHENLINIEN &amp; HÖHENSTUFEN</span>
<?php if ($LEICHT): ?>
<h2>2 · Berge auf der Karte lesen</h2>
<p>Eine Karte ist flach.<br>
Aber die Berge sind hoch.<br>
Wie zeigt man Berge auf einer flachen Karte?<br>
Mit <b>Höhen-Linien</b>.</p>
<p>Eine Höhen-Linie verbindet alle Punkte mit der gleichen Höhe.<br>
Liegen die Linien eng zusammen: Der Hang ist steil.<br>
Liegen die Linien weit auseinander: Der Hang ist flach.</p>
<p>Oben am Berg ist es kälter als im Tal.<br>
Pro 100 Meter wird es ungefähr ein halbes Grad kälter.<br>
Darum wachsen oben keine Bäume mehr.<br>
Und ganz oben liegt Schnee und Eis.</p>
<?= buchBild('hoehenlinien-wanderkarte',
'Wanderkarte mit Höhenlinien, Nahaufnahme.',
'Eine Wander-Karte mit Höhen-Linien. Enge Linien bedeuten: Hier ist es steil.') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b><br>
Enge Höhen-Linien = steil.<br>
Weite Höhen-Linien = flach.<br>
Je höher der Berg, desto kälter wird es.</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b><br>
Auf der Karte siehst du Berge und Täler.<br>
Manche Einsatz-Orte liegen hoch oben.<br>
Zum Beispiel eine Fels-Wand oder ein Ski-Gebiet.<br>
Bei der Landung musst du auf die Berge achten.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgabe:</b>
<ol>
<li>Es hat 20 Grad im Tal.<br>
Du fährst 1.000 Meter mit der Seil-Bahn nach oben.<br>
Ungefähr wie warm ist es oben?</li>
</ol>
</div>
<?php else: ?>
<h2>2 · Höhenlinien und Höhenstufen: Das Gebirge auf der Karte</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Eine <?= g('topografische-karte', 'topografische Karte') ?> zeigt das
Gelände aber wie bringt man einen 2.000-Meter-Berg auf ein flaches
Blatt? Mit <?= g('hoehenlinie', 'Höhenlinien') ?>: Jede Linie verbindet
alle Punkte gleicher Höhe. Liegen die Linien <b>eng</b> beieinander, ist
der Hang <b>steil</b>; liegen sie weit auseinander, ist er flach. Eine
Hubschrauber-Crew liest daraus in Sekunden, wo ein Grat, eine Schlucht
oder ein flacher Landeplatz liegt.</p>
<p>Mit der Höhe ändert sich auch das Klima: Pro 100 Höhenmeter sinkt die
Temperatur im Schnitt um rund <b>0,65 °C</b> ein Berg trägt also
mehrere <?= g('klimazone', 'Klimazonen') ?> übereinander. Diese
<?= g('hoehenstufe', 'Höhenstufen') ?> prägen die Alpen: unten Siedlungen
und Obstwiesen, darüber der Bergwald, ab der <b>Waldgrenze</b> (je nach
Lage etwa 1.700 bis 2.200 m) nur noch Almen und Matten, ganz oben Fels,
Schnee und Eis (<b>nivale Stufe</b>).</p>
<p>Für die Flugrettung sind Höhenstufen Alltag: Ein Einsatz an der
Waldgrenze bedeutet andere Temperaturen, anderes Wetter und dünnere Luft
als im Tal und oft keinen Platz zum Landen, sodass mit der Seilwinde
gearbeitet werden muss.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('hoehenlinien-wanderkarte',
'Ausschnitt einer Papier-Wanderkarte (z. B. Vorarlberg/Rätikon) mit gut sichtbaren Höhenlinien, Nahaufnahme gerne mit Finger oder Bleistift als Größenvergleich.',
'Höhenlinien auf der Wanderkarte: Wo sie sich drängen, ist der Hang steil wo sie fehlen, ist Ebene.') ?>
<?= buchBild('hoehenstufen-berghang',
'Blick auf einen Berghang, an dem die Höhenstufen sichtbar sind: Wiesen unten, Wald in der Mitte, Fels/Schnee oben (z. B. Kanisfluh, Rätikon oder Blick vom Rheintal).',
'Höhenstufen auf einen Blick: Tal mit Siedlungen, Bergwald, Almen über der Waldgrenze, darüber nur noch Fels.', true) ?>
<div class="b-box b-daten"><b>📊 Echte Zahlen:</b>
Temperaturabnahme im Gebirge: ø <b>0,65 °C je 100 m</b>
<span class="q">[8]</span> · Waldgrenze in den Alpen: je nach Region
und Hanglage ca. <b>1.7002.200 m</b> <span class="q">[9]</span></div>
</div>
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Viele Einsatzorte liegen
hoch: die Felswand im Rätikon, Skigebiete in Damüls oder Sölden, das
Kaisergebirge bei Kufstein. Beim Landen zählt das Gelände je nach
Schwierigkeitsgrad (Einsteiger · Fortgeschritten · Profi) werden die Berge
rauer, der Wind böiger, und Seilbahnkabel kreuzen den Anflug. Die verletzte
Person wird wie im echten Einsatz mit der <b>Seilwinde</b> geborgen, wenn
keine Landung möglich ist.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgaben:</b>
<ol>
<li><span class="b-stufe leicht">A</span>Im Tal auf 500 m hat es 18 °C.
Berechne die Temperatur auf dem Gipfel in 2.500 m Höhe.
(Rechenweg: 2.000 m : 100 m = 20; 20 · 0,65 °C = 13 °C Abkühlung.)</li>
<li><span class="b-stufe mittel">B</span>Skizziere einen Berg im
Querschnitt und beschrifte die Höhenstufen von der Tallage bis zur
nivalen Stufe. Trage die Waldgrenze ein.</li>
<li><span class="b-stufe schwer">C</span>Warum verläuft die Waldgrenze
nicht überall auf derselben Höhe? Nenne mindestens zwei Einflussfaktoren
(z. B. Sonnen- oder Schattenhang, Nord- oder Südalpen).</li>
</ol>
</div>
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Erwartungshorizont:</b>
A: 18 °C 13 °C = <b>5 °C</b>. B: Tallage/collin → montan (Bergwald) →
subalpin (lichter Wald bis Waldgrenze) → alpin (Matten/Almen) → nival
(Fels/Schnee). C: Exposition (Südhänge wärmer → höhere Waldgrenze),
Kontinentalität (Zentralalpen höher als Randalpen), lokale Faktoren wie
Lawinenstriche und Beweidung. <b>Stolperstein:</b> Schüler:innen halten
Höhenlinien oft für Wege oder Grenzen am besten mit einem Sandkasten-
oder Kartoffelmodell (Scheiben schneiden, Umrisse stapeln) klären.</div>
<?php endif; ?>
<?php endif; ?>
</section>
<!-- ============ SEITE 3 ============ -->
<section class="b-seite">
<span class="b-nr">SEITE 3 · DISTANZ, RICHTUNG, ZEIT</span>
<?php if ($LEICHT): ?>
<h2>3 · Wie weit? Wohin? Wie lange?</h2>
<p>Der Hubschrauber fliegt in gerader Linie zum Ziel.<br>
Das nennt man: <b>Luft-Linie</b>.<br>
Die Luft-Linie ist der kürzeste Weg.</p>
<p>Die Richtung sagt man mit den Himmels-Richtungen:<br>
Norden, Osten, Süden, Westen.<br>
Dazwischen gibt es zum Beispiel Nord-Osten.<br>
Ein <b>Kompass</b> zeigt die Himmels-Richtungen an.</p>
<p>Ein Rettungs-Hubschrauber fliegt ungefähr 220 Kilometer in einer Stunde.<br>
Das sind fast 4 Kilometer in einer Minute.<br>
Für 18 Kilometer braucht er nur 5 Minuten.<br>
Ein Auto braucht für den gleichen Weg viel länger.</p>
<?= buchBild('kompass-karte',
'Kompass auf einer Wanderkarte.',
'Ein Kompass auf der Karte. Die Nadel zeigt immer nach Norden.') ?>
<div class="b-box b-daten"><b>📊 Echte Zahlen:</b><br>
Ein Notarzt-Hubschrauber fliegt ungefähr 220 km in einer Stunde.<br>
Das ist doppelt so schnell wie ein Auto auf der Autobahn.</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b><br>
Die Zentrale sagt zum Beispiel:<br>
„Richtung Nord-Osten, ungefähr 12 Kilometer."<br>
Du suchst den Weg-Punkt in dieser Richtung.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgabe:</b>
<ol>
<li>Der Hubschrauber fliegt 4 Kilometer in einer Minute.<br>
Der Einsatz-Ort ist 20 Kilometer weit weg.<br>
Wie viele Minuten braucht der Hubschrauber?</li>
</ol>
</div>
<?php else: ?>
<h2>3 · Distanz, Richtung, Zeit: Die Navigations-Rechnung</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Drei Fragen beantwortet jede Navigation: <b>Wie weit? In welche
Richtung? Wie lange?</b> Die Entfernung liest man über den
<?= g('massstab', 'Maßstab') ?> von der Karte ab: Bei 1 : 50.000
entspricht 1 cm auf der Karte 50.000 cm in der Natur also 500 m.
Ein Hubschrauber fliegt dabei <b>Luftlinie</b>, den direkten Weg
Straßen, Pässe und Serpentinen zählen für ihn nicht. Genau das
macht ihn im Gebirge unschlagbar schnell.</p>
<p>Die Richtung beschreibt man mit den Himmelsrichtungen der
Windrose zwischen den Haupt- und Nebenrichtungen (N, NO, O, SO, S,
SW, W, NW) unterscheiden Profis noch feiner, etwa Nord-Nordost. Ein
<?= g('kompass', 'Kompass') ?> zeigt Norden an; in der Luftfahrt gibt
man den Kurs zusätzlich als Winkel von 0° bis 360° an.</p>
<p>Die Zeit liefert die Grundformel der Bewegung:
<b>Zeit = Weg : Geschwindigkeit</b>. Ein Notarzthubschrauber vom Typ
H135 fliegt rund <b>220 km/h</b>, also etwa 220 : 60 ≈ <b>3,7 km pro
Minute</b>. Vom Stützpunkt Nenzing zum Skigebiet Damüls sind es rund
18 km Luftlinie: 18 : 3,7 ≈ <b>5 Minuten Flugzeit</b>. Ein Auto braucht
für dieselbe Strecke über kurvige Bergstraßen fast eine Stunde.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('kompass-karte',
'Kompass (oder Handy-Kompass-App) auf einer Wanderkarte liegend, Nahaufnahme.',
'Karte und Kompass: Die Grundausrüstung der Orientierung auch im GPS-Zeitalter Pflicht bei jeder Bergtour.') ?>
<div class="b-box b-daten"><b>📊 Echte Zahlen:</b>
Reisegeschwindigkeit Airbus H135 (Standard-Notarzthubschrauber in
Österreich): ca. <b>220 km/h</b> <span class="q">[10]</span> ·
Rechenbeispiel: 18 km : 3,7 km/min ≈ <b>5 min</b> Flugzeit</div>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b> Maßstab 1 : 50.000 heißt:
1 cm auf der Karte = 500 m in der Natur. Je <b>größer</b> die Zahl
hinter dem Doppelpunkt, desto <b>kleiner</b> der Maßstab und desto
mehr Fläche zeigt die Karte.</div>
</div>
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Genau diese Angaben
bekommst du von der Leitstelle: <i>„Von Nenzing Richtung Nord-Osten,
ca. 12 km."</i> Die Simulation arbeitet mit einer <b>16-teiligen
Windrose</b> jede Richtung deckt einen Sektor von 22,5° ab. Im Kartenflug
sagt der Pilot den Kurs zu jedem Wegpunkt an. Wer die Himmelsrichtungen auf
der Karte sicher lesen kann, plant die Route ohne einen einzigen
Fehlklick.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgaben:</b>
<ol>
<li><span class="b-stufe leicht">A</span>Auf einer Karte im Maßstab
1 : 50.000 misst du 7 cm bis zum Einsatzort. Wie viele Kilometer sind
das in der Natur? (7 · 500 m = …)</li>
<li><span class="b-stufe mittel">B</span>Der Hubschrauber fliegt
220 km/h. Berechne die Flugzeit für 33 km Luftlinie.
(33 : 3,7 ≈ … Minuten runde sinnvoll.)</li>
<li><span class="b-stufe schwer">C</span>Ein Krankenwagen fährt
dieselben 33 km über eine Passstraße mit durchschnittlich 55 km/h.
Berechne seine Fahrzeit und vergleiche. Warum ist der Zeitvorsprung
des Hubschraubers bei einem Herzinfarkt entscheidend?</li>
</ol>
</div>
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Erwartungshorizont:</b>
A: 7 · 500 m = 3.500 m = <b>3,5 km</b>. B: 33 : 3,7 ≈ <b>9 Minuten</b>
(alternativ 33 : 220 = 0,15 h; 0,15 · 60 = 9 min). C: 33 : 55 = 0,6 h =
<b>36 Minuten</b> der Heli ist rund 4-mal schneller; bei Herzinfarkt
und Schlaganfall zählt die „goldene Stunde" der Notfallmedizin.
<b>Stolperstein:</b> Einheiten! Viele rechnen km : km/h und interpretieren
das Ergebnis als Minuten statt Stunden. Die Umrechnung km/h → km/min
(durch 60 teilen) vorher gemeinsam sichern.</div>
<?php endif; ?>
<?php endif; ?>
</section>
<!-- ============ SEITE 4 ============ -->
<section class="b-seite">
<span class="b-nr">SEITE 4 · FLUGRETTUNG IM D-A-CH-RAUM</span>
<?php if ($LEICHT): ?>
<h2>4 · Die Flug-Rettung bei uns</h2>
<p>In Österreich heißen die Rettungs-Hubschrauber <b>Christophorus</b>.<br>
Es gibt 17 Stütz-Punkte im ganzen Land.<br>
Im Winter kommen 4 Stütz-Punkte in den Ski-Gebieten dazu.<br>
Im Jahr 2025 gab es 21.650 Einsätze.<br>
Das sind ungefähr 59 Einsätze an jedem Tag.</p>
<p>In der Schweiz heißt die Flug-Rettung <b>Rega</b>.<br>
Sie hat 14 Basen.<br>
Die Rega erreicht jeden Ort in der Schweiz in 15 Minuten.</p>
<p>In Deutschland fliegen der <b>ADAC</b> und die <b>DRF</b>.<br>
Der ADAC hat ungefähr 49.000 Einsätze im Jahr.<br>
Deutschland ist groß. Darum gibt es dort viel mehr Einsätze.</p>
<?= buchBild('stuetzpunkt-landeplatz',
'Hubschrauber-Landeplatz, zum Beispiel beim Krankenhaus.',
'Ein Lande-Platz für den Hubschrauber beim Kranken-Haus. Das große H sieht man von oben gut.') ?>
<div class="b-box b-daten"><b>📊 Echte Zahlen:</b><br>
Österreich: 21.650 Einsätze im Jahr 2025.<br>
Schweiz: ungefähr 20.000 Einsätze im Jahr 2025.<br>
Deutschland: ungefähr 85.000 Einsätze im Jahr 2025.</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b><br>
Du startest an echten Stütz-Punkten.<br>
Zum Beispiel: C8 in Nenzing oder C9 in Wien-Baumgasse.<br>
Jeder Hubschrauber hat ein echtes Kenn-Zeichen.<br>
Es beginnt mit OE. Das steht für Österreich.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgabe:</b>
<ol>
<li>Schau auf die Übersichts-Karte in der Simulation.<br>
Welcher Stütz-Punkt ist am nächsten bei deinem Wohn-Ort?</li>
</ol>
</div>
<?php else: ?>
<h2>4 · Die Flugrettung in Österreich, Deutschland und der Schweiz</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Seit 1983 der erste Christophorus-Hubschrauber in Innsbruck abhob,
ist in Österreich ein flächendeckendes Netz entstanden: Die
ÖAMTC-Flugrettung betreibt heute <b>17 ganzjährige
Christophorus-Stützpunkte</b> mit 27 Hubschraubern von C1 Innsbruck
über C8 Nenzing im Walgau bis C9 in Wien-Baumgasse, wo der Heli vom
Dach startet. Im Winter verstärken vier saisonale Stützpunkte in den
Skigebieten das Netz. 2025 flogen die Crews <b>21.650 Einsätze</b>
rund 59 pro Tag. Alarmiert wird der Heli bei Zeitkritischem: schwere
Unfälle, Herzinfarkt, Schlaganfall und immer dann, wenn der Ort für
den Rettungswagen schlecht erreichbar ist.</p>
<p>Die Nachbarländer zeigen dasselbe Prinzip in anderer Größe: Die
Schweizer <b>Rega</b> erreicht mit 14 Helikopter-Basen jeden Punkt der
Schweiz in <b>15 Flugminuten</b> und wird von 3,7 Millionen
Gönner:innen finanziert. In Deutschland teilen sich vor allem
<b>ADAC Luftrettung</b> (rund 60 Hubschrauber an 37 Stationen, ca.
49.000 Einsätze 2025) und <b>DRF Luftrettung</b> (32 Stationen, rund
35.900 Einsätze) die Arbeit. Ein Hubschrauber trägt dabei sein
<?= g('heli-kennzeichen', 'Kennzeichen') ?> wie ein Auto: OE-… steht
für Österreich, HB-… für die Schweiz, D-… für Deutschland.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('stuetzpunkt-landeplatz',
'Hubschrauber-Landeplatz mit großem H (z. B. Dachlandeplatz LKH Feldkirch von außen, Landeplatz eines Krankenhauses) oder Heli bei einer Zwischenlandung auf einer Wiese.',
'Landeplatz am Krankenhaus: Das H markiert den Zielpunkt jeder Rettungskette aus der Luft.') ?>
<div class="b-box b-daten"><b>📊 Flugrettung im D-A-CH-Vergleich (2025):</b>
AT: <b>21.650</b> Einsätze, 17 Stützpunkte + 4 Winterbasen
<span class="q">[1]</span><span class="q">[2]</span> ·
CH (Rega): <b>20.463</b> Einsätze, 14 Basen, 3,7 Mio. Gönner:innen
<span class="q">[3]</span> ·
DE: ADAC <b>ca. 49.000</b> Einsätze, 37 Stationen <span class="q">[4]</span>
+ DRF <b>35.850</b> Einsätze, 32 Stationen <span class="q">[5]</span></div>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b> Flugrettung ist ein
<b>Standort-Netz</b>: Die Stützpunkte sind so verteilt, dass jeder
Punkt des Landes in wenigen Flugminuten erreichbar ist ein
geografisches Planungsproblem wie bei Feuerwehren oder
Krankenhäusern.</div>
</div>
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Alle Stützpunkte sind
echt: Du startest je nach Einsatz von C1 Innsbruck, C3 Wiener Neustadt,
C6 Salzburg, C8 Nenzing, C9 Wien-Baumgasse, C10 Linz, C11 Klagenfurt und
weiteren Basen. Beim Missionsstart zieht die Simulation ein echtes
Kennzeichen aus dem Pool (z. B. OE-XE…) so wie auch die realen Crews
ihre Maschinen je nach Wartung tauschen. Die 📍 Übersichtskarte zeigt dir
das ganze Stützpunkt-Netz Österreichs.</div>
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Didaktischer Hinweis:</b> Der
D-A-CH-Vergleich eignet sich für eine Kartenarbeit: Stützpunkte auf einer
Österreich-Karte eintragen und Einzugskreise (ca. 60 km ≈ 15 Flugminuten)
zirkeln lassen wo überlappen sie, wo bleiben Lücken? Diskussionsimpuls:
„Warum liegt C8 in Nenzing und nicht in Bregenz?" (Lage im Landeszentrum,
schneller Zugriff auf Montafon, Walgau, Arlberg und Rheintal.)
<b>Stolperstein:</b> Die absoluten Zahlen verleiten zum Fehlschluss
„Deutschland rettet mehr" auf die Einwohnerzahl bezogen liegen die
Alpenländer weit vorn (Relation statt absolute Zahl!).</div>
<?php endif; ?>
<?php endif; ?>
</section>
<!-- ============ SEITE 5 ============ -->
<section class="b-seite">
<span class="b-nr">SEITE 5 · ALPINE GEFAHREN &amp; NOTRUF</span>
<?php if ($LEICHT): ?>
<h2>5 · Gefahren am Berg — und der Notruf</h2>
<p>Die Berge sind schön.<br>
Aber die Berge können auch gefährlich sein.<br>
Es gibt Lawinen im Winter.<br>
Das Wetter kann schnell umschlagen.<br>
Nebel und Gewitter sind auch für den Hubschrauber gefährlich.</p>
<p>So rufst du in Österreich am Berg um Hilfe:<br>
Wähle die Nummer <b>140</b>. Das ist der Alpin-Notruf.<br>
Die Nummer <b>112</b> geht in ganz Europa.<br>
Sag genau: Wo bist du? Was ist passiert? Wie viele Verletzte?<br>
Dein Handy kann deinen Stand-Ort anzeigen.<br>
Das hilft der Rettung sehr.</p>
<?= buchBild('gefahren-wetterumschwung',
'Dunkle Wolken oder Nebel über einem Berg.',
'Das Wetter am Berg ändert sich schnell. Dunkle Wolken bedeuten: Gefahr!') ?>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke:</b><br>
Alpin-Notruf in Österreich: <b>140</b>.<br>
Notruf in ganz Europa: <b>112</b>.<br>
Sage immer zuerst: Wo bist du?</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b><br>
Im Flug gibt es Gefahren: Vögel, Gewitter, andere Flug-Zeuge.<br>
Der Pilot warnt dich über Funk.<br>
Weiche den Gefahren aus!</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Aufgabe:</b>
<ol>
<li>Du siehst einen Unfall beim Wandern.<br>
Welche Nummer rufst du an?<br>
Was sagst du zuerst?</li>
</ol>
</div>
<?php else: ?>
<h2>5 · Alpine Gefahren und Verantwortung: Wenn jede Minute zählt</h2>
<div class="b-cols">
<div>
<p>Das Gebirge verzeiht wenig Fehler. <b>Lawinen</b> fordern in
Österreich im 10-Jahres-Schnitt <b>16 Todesopfer pro Winter</b> wobei
die Winter stark schwanken: 2024/25 waren es acht, im Winter darauf
dreißig. Dazu kommen <b>Wetterumstürze</b>: Ein sonniger Bergtag kann
binnen einer Stunde in Nebel, Sturm oder Gewitter kippen gefährlich
für Wandernde, aber auch für den Hubschrauber selbst, denn bei
<?= g('gewitter-flug', 'Gewitter') ?>, dichtem Nebel oder
<?= g('vogelschlag', 'Vogelschlag') ?> stößt auch die Flugrettung an
ihre Grenzen.</p>
<p>Deshalb gilt am Berg: <b>Vorbeugen ist die halbe Rettung.</b>
Tourenplanung, Wetterbericht, passende Ausrüstung und das Wissen,
wie man alarmiert. In Österreich erreicht der <b>Alpinnotruf 140</b>
direkt die Leitstellen der Bergrettung; der <b>Euronotruf 112</b>
funktioniert in ganz Europa und wählt sich notfalls in jedes verfügbare
Handynetz ein. In der Schweiz alarmiert man die Rega unter <b>1414</b>.</p>
<p>Und dann rettet Geografie Leben: Die Leitstelle fragt zuerst
<b>„Wo genau sind Sie?"</b> Wer seine Position nennen kann Ortsname,
Wegpunkt, Hüttenname oder die Koordinaten aus der Karten-App ,
verkürzt die Suche von Stunden auf Minuten. Genau die Kompetenzen aus
diesem Kapitel machen im Ernstfall den Unterschied.</p>
</div>
<div>
<?= buchBild('gefahren-wetterumschwung',
'Dramatisches Wettermotiv am Berg: aufziehende Gewitterwolken, Nebelwand über einem Grat oder Lawinenwarntafel/Lawinenverbauung im Skigebiet.',
'Wetterumsturz im Gebirge: Was eben noch Panorama war, wird in Minuten zur Gefahrenzone für Wandernde wie für die Flugrettung.') ?>
<div class="b-box b-daten"><b>📊 Echte Zahlen:</b>
Lawinentote Österreich: ø <b>16 pro Winter</b> (10-Jahres-Mittel),
2024/25 nur 8, 2025/26 dagegen 30 <span class="q">[7]</span> ·
Alpinnotruf AT: <b>140</b> · Euronotruf: <b>112</b>
<span class="q">[6]</span> · Rega-Notruf CH: <b>1414</b>
<span class="q">[3]</span></div>
<div class="b-box b-merke"><b>Merke der Notruf in 4 W-Fragen:</b>
<b>Wo</b> ist es passiert? <b>Was</b> ist passiert? <b>Wie viele</b>
Verletzte? <b>Wer</b> ruft an? Und: nie auflegen, bevor die
Leitstelle es sagt.</div>
</div>
</div>
<div class="b-box b-sim"><b>🎮 In der Simulation:</b> Im Kartenflug begegnen
dir die echten Gefahren der Flugrettung: <b>Vogelschwärme</b>,
<b>Gewitterzellen</b> und anderer <?= g('luftverkehr', 'Luftverkehr') ?>
der Pilot warnt dich über Funk, ausweichen musst du selbst. Auf der
Planungskarte erscheinen Schlechtwettergebiete als graue Zonen. Und bei der
Windenrettung entscheidet ruhige Steuerung: Wind, Böen und Seilbahnkabel
machen die Bergung auf den höheren Stufen anspruchsvoll wie im echten
Einsatz.</div>
<div class="b-box b-aufgaben"><b>✏️ Abschluss-Aufgaben:</b>
<ol>
<li><span class="b-stufe leicht">A</span>Notiere die vier W-Fragen des
Notrufs und die drei wichtigsten Notrufnummern für den Alpenraum.</li>
<li><span class="b-stufe mittel">B</span>Du bist auf einer Wanderung und
ein Mitglied deiner Gruppe verletzt sich am Knöchel. Beschreibe Schritt
für Schritt, wie du deinen Standort möglichst genau durchgibst
mit und ohne Handy-Empfang am Unfallort.</li>
<li><span class="b-stufe schwer">C</span>„Wer gerettet werden muss, soll
die Rettung selbst bezahlen." Nimm begründet Stellung: Vergleiche das
österreichische System (Versicherungen, Mitgliedschaften) mit dem
Gönner-Modell der Schweizer Rega. Welche Anreize setzt jedes Modell?</li>
</ol>
</div>
<?php if ($LEHRER): ?>
<div class="b-box b-lehrer"><b>💡 Differenzierung &amp; Auswertung:</b>
Aufgabe B eignet sich als Rollenübung zu zweit (Leitstelle/Anrufer:in)
Erwartung: Ortsname + markanter Punkt + Höhenangabe, alternativ Koordinaten
aus der Karten-App; ohne Empfang: Standort merken, zu Punkt mit Empfang
auf- oder absteigen, 112-Netzsuche nutzen. Aufgabe C berührt GW 3.16
(öffentliche Güter/Finanzierung): keine „richtige" Lösung erwarten, sondern
Argumentqualität bewerten. <b>Stolperstein:</b> Schüler:innen glauben oft,
die Rettung sei überall gratis kurz klären, dass Bergungskosten in
Österreich privat versichert sein müssen. Im Lehrer-Cockpit sehen Sie pro
Schüler:in Routen-Fehlklicks sowie Start- und Lande-Sterne auffällig
viele Planungsfehler deuten auf Probleme mit Himmelsrichtungen (→ Seite 3
wiederholen).</div>
<?php endif; ?>
<?php endif; ?>
</section>
<!-- ============ QUELLEN ============ -->
<section class="b-seite">
<span class="b-nr">QUELLEN</span>
<h2>Quellen &amp; zum Weiterlesen</h2>
<?php if ($LEICHT): ?>
<p>Alle Zahlen in diesem Heft sind echt.<br>
Sie kommen von den Rettungs-Organisationen und von Fach-Leuten.<br>
Hier stehen die Quellen:</p>
<?php endif; ?>
<p class="b-quellen">
[1] ÖAMTC-Flugrettung: 21.650 Einsätze im Jahr 2025 —
<a href="https://www.oeamtc.at/thema/flugrettung/oeamtc-flugrettung-21-650-einsaetze-im-jahr-2025-84202524" target="_blank" rel="noopener">oeamtc.at</a><br>
[2] ÖAMTC-Flugrettung: Stützpunkte, Flotte und Geschichte (seit 1983) —
<a href="https://www.oeamtc.at/thema/flugrettung/" target="_blank" rel="noopener">oeamtc.at</a><br>
[3] Rega in Kürze: Basen, Einsätze, Gönner:innen, Notruf 1414 —
<a href="https://www.rega.ch/en/about-us/rega-in-brief" target="_blank" rel="noopener">rega.ch</a><br>
[4] ADAC Luftrettung: Einsatzbilanz 2025 —
<a href="https://luftrettung.adac.de/einsatzbilanz2025/" target="_blank" rel="noopener">luftrettung.adac.de</a><br>
[5] DRF Luftrettung: Einsatzstatistik 2025 (via rth.info) —
<a href="https://www.rth.info/news/news.php?id=2636" target="_blank" rel="noopener">rth.info</a><br>
[6] Österreichischer Bergrettungsdienst: Notruf absetzen (140/112) —
<a href="https://bergrettung.at/tipps/notruf-absetzen/" target="_blank" rel="noopener">bergrettung.at</a><br>
[7] Österreichisches Kuratorium für alpine Sicherheit: Lawinenbilanz —
<a href="https://alpinesicherheit.at/lawinenzeit-2026-pa/" target="_blank" rel="noopener">alpinesicherheit.at</a><br>
[8] Planet Schule: Gebirgsklima und Höhenstufen in den Alpen —
<a href="https://www.planet-schule.de/mm/die-erde/Barrierefrei/pages/Gebirgsklima_und_Hoehenstufen_in_den_Alpen.html" target="_blank" rel="noopener">planet-schule.de</a><br>
[9] Deutscher Alpenverein: Höhenstufen der Alpen —
<a href="https://www.alpenverein.de/artikel/hohenstufen-der-alpen_b357eec5-01a6-4c3e-96a7-add6683313b4" target="_blank" rel="noopener">alpenverein.de</a><br>
[10] Technische Daten Airbus/Eurocopter EC135 (H135) —
<a href="http://www.flugzeuginfo.net/acdata_php/acdata_ec135_dt.php" target="_blank" rel="noopener">flugzeuginfo.net</a>
</p>
</section>
</div>
</body>
</html>