diff --git a/App/pages/buch-busfahrt.php b/App/pages/buch-busfahrt.php index dc33e93..c017bab 100644 --- a/App/pages/buch-busfahrt.php +++ b/App/pages/buch-busfahrt.php @@ -83,14 +83,14 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; 'Bereit zur Abfahrt: Ein Reisebus bringt bis zu 60 Menschen ans Ziel – in der Simulation übernimmst du seine Touren durch ganz Europa.') ?>
Wer sich in Europa orientieren will, braucht ein Gerüst im Kopf – - Geograf:innen sprechen vom topografischen Grundgerüst: die Lage - der Staaten, ihrer = g('hauptstadt', 'Hauptstädte') ?> und der großen - Naturräume. Europa reicht vom Nordkap bis Gibraltar und vom Atlantik - bis zum Ural – rund 47 Staaten teilen sich den Kontinent, und fast jeder - hat eine Hauptstadt mit eigenem Gesicht und eigenen - = g('wahrzeichen', 'Wahrzeichen') ?>.
-Das Gerüst baust du am besten mit Ankerpunkten: Der - italienische „Stiefel", die Alpen als Riegel in der Mitte, die Donau, - die von Deutschland bis zum Schwarzen Meer fließt, die skandinavische - Halbinsel im Norden, die iberische im Südwesten. Wer solche Anker kennt, - kann unbekannte Orte relativ verorten: Prag? Nördlich von Wien. - Lissabon? Ganz im Westen, am Atlantik. Genau diese - = g('topografie', 'Topografie') ?>-Arbeit trainiert die Simulation – - nicht als Auswendiglernen, sondern als Suchen, Danebentippen und - Besser-Werden.
+Wer sich in Europa auskennen will, braucht ein Gerüst im Kopf. + Fachleute nennen das ein topografisches Grundgerüst. Das heißt: + Du kennst die Lage der Staaten, ihrer + = g('hauptstadt', 'Hauptstädte') ?> und der großen Naturräume. Europa + ist riesig. Es reicht vom Nordkap ganz im Norden bis Gibraltar im Süden. + Und vom Atlantik im Westen bis zum Ural im Osten. Rund 47 Staaten teilen + sich den Kontinent. Fast jeder hat eine Hauptstadt mit eigenem Gesicht + und eigenen = g('wahrzeichen', 'Wahrzeichen') ?>.
+Das Gerüst baust du dir mit Ankerpunkten auf. Solche Anker sind + zum Beispiel: der italienische „Stiefel", die Alpen als Riegel in der + Mitte oder die Donau. Die Donau fließt von Deutschland bis zum Schwarzen + Meer. Dazu kommen die skandinavische Halbinsel im Norden und die iberische + im Südwesten. Wer diese Anker kennt, findet auch unbekannte Orte. Du + fragst dich einfach: Wo liegt der Ort im Verhältnis zum Anker? Prag? + Nördlich von Wien. Lissabon? Ganz im Westen, am Atlantik. Genau diese + Arbeit mit der = g('topografie', 'Topografie') ?> übst du in der + Simulation. Du lernst nicht auswendig. Du suchst, tippst daneben und wirst + besser.
„Wie weit ist das?" ist eine Kernfrage der Geografie – und eine, bei - der unser Gefühl oft danebenliegt. Zwei Werkzeuge helfen: Der - = g('massstab', 'Maßstab') ?> übersetzt Zentimeter auf der Karte in - Kilometer in der Wirklichkeit (bei 1 : 10.000.000 entspricht 1 cm genau - 100 km). Und die = g('luftlinie', 'Luftlinie') ?> ist die kürzeste - Verbindung zwischen zwei Orten – so, wie das Flugzeug fliegt.
-Ein Bus fährt aber keine Luftlinie: Straßen folgen Tälern, umfahren - Gebirge und Seen. Die tatsächliche Fahrstrecke ist deshalb meist - 20 bis 30 Prozent länger als die Luftlinie – in den Alpen oder an - Fjordküsten noch deutlich mehr. Jeder zusätzliche Kilometer ist ein - = g('umweg', 'Umweg') ?>, und Umwege kosten Zeit und Treibstoff. - Ein gutes km-Gefühl entsteht durch Vergleichsstrecken, die du kennst: - Bregenz–Wien sind rund 500 km Luftlinie – Wien–Paris ist etwa doppelt - so weit.
+„Wie weit ist das?" ist eine wichtige Frage in der Geografie. Unser + Gefühl liegt dabei oft daneben. Zwei Werkzeuge helfen dir. Das erste ist + der = g('massstab', 'Maßstab') ?>. Er rechnet Zentimeter auf der Karte + in echte Kilometer um. Bei einem Maßstab von 1 : 10.000.000 sind 1 cm auf + der Karte genau 100 km in echt. Das zweite Werkzeug ist die + = g('luftlinie', 'Luftlinie') ?>. Sie ist die kürzeste Verbindung + zwischen zwei Orten – so, wie ein Flugzeug fliegt.
+Ein Bus fährt aber keine Luftlinie. Straßen folgen den Tälern. Sie + fahren um Gebirge und Seen herum. Darum ist die echte Fahrstrecke meist + 20 bis 30 Prozent länger als die Luftlinie. In den Alpen oder an + Fjordküsten ist sie noch länger. Jeder zusätzliche Kilometer ist ein + = g('umweg', 'Umweg') ?>. Und ein Umweg kostet Zeit und Treibstoff. + Ein gutes Gefühl für Kilometer bekommst du mit Strecken, die du kennst. + Bregenz–Wien sind rund 500 km Luftlinie. Wien–Paris ist etwa doppelt so + weit.
Ein Busunternehmen verkauft Fahrten – der Preis richtet sich nach der - Strecke: der = g('tarif', 'Tarif') ?>, zum Beispiel 1,20 € pro - Kilometer. Dagegen stehen die Kosten: Treibstoff, Reifen, Wartung, - = g('maut', 'Maut') ?> und der Lohn der Lenker:innen. Was nach Abzug - aller Kosten übrig bleibt, ist die = g('marge', 'Marge') ?>. - Eine Beispielrechnung für Wien–Paris (Luftlinie 1.033 km):
+Ein Busunternehmen verkauft Fahrten. Der Preis hängt von der Strecke + ab. Diesen Preis pro Kilometer nennt man = g('tarif', 'Tarif') ?> – + zum Beispiel 1,20 € pro Kilometer. Dagegen stehen die Kosten: Treibstoff, + Reifen, Wartung, = g('maut', 'Maut') ?> und der Lohn der Lenker:innen. + Ziehst du alle Kosten von den Einnahmen ab, bleibt ein Rest übrig. Diesen + Rest nennt man = g('marge', 'Marge') ?>. Hier eine Beispielrechnung für + Wien–Paris (Luftlinie 1.033 km):
Einnahmen: 1.033 km · 1,20 € = 1.239,60 €
Buskosten: 1.033 km · 1,00 € = 1.033,00 €
Marge: 1.239,60 € − 1.033,00 € = 206,60 €
Die Marge ist schmal – schon ein Umweg von 100 km kostet 100 € und - frisst die Hälfte des Gewinns. Dazu kommen Sonderkosten: die - = g('vignette', 'Vignette') ?> oder = g('go-box', 'GO-Box') ?> für - Autobahnen, Tunnel- und Fährgebühren. Und der wichtigste „Kostenfaktor" - ist gesetzlich geregelt: Nach der EU-Verordnung 561/2006 muss jede:r - Buslenker:in nach spätestens 4,5 Stunden = g('lenkzeit', 'Lenkzeit') ?> - 45 Minuten Pause machen; mehr als 9 Stunden pro Tag sind nicht erlaubt. - Der = g('tachograph', 'Tachograph') ?> zeichnet alles auf. +
Die Marge ist schmal. Schon ein Umweg von 100 km kostet 100 €. Das ist + die Hälfte des Gewinns. Dazu kommen Sonderkosten. Für die Autobahn braucht + man eine = g('vignette', 'Vignette') ?> oder eine + = g('go-box', 'GO-Box') ?>. Das ist ein kleines Gerät, das die Maut für + den Bus zählt. Auch Tunnel und Fähren kosten extra. Der wichtigste Punkt + steht sogar im Gesetz. Er heißt = g('lenkzeit', 'Lenkzeit') ?>: So + lange darf eine Person am Stück fahren. Nach spätestens 4,5 Stunden muss + jede:r Buslenker:in 45 Minuten Pause machen. Mehr als 9 Stunden pro Tag + sind nicht erlaubt. So steht es in der EU-Verordnung 561/2006. Ein Gerät + im Bus, der = g('tachograph', 'Tachograph') ?>, zeichnet alles auf. [5]
Der = g('fernbus', 'Fernbus') ?> ist das Comeback des Jahrzehnts im europäischen Verkehr: - Seit der Marktöffnung in Deutschland 2013 ist ein dichtes Netz - entstanden – Marktführer Flix verbindet heute nach eigenen Angaben über - 8.000 Ziele in mehr als 40 Ländern [6]. Allein in - Deutschland stiegen 2024 über 10 Millionen Fahrgäste in einen - Fernbus; die Bahn beförderte im Fernverkehr rund 142 Millionen - [3]. Typische Busreisende: junge Leute und - Familien mit kleinem Budget, Senior:innen auf - = g('pauschalreise', 'Pauschalreise') ?> – und Schulklassen, denn kaum - ein Verkehrsmittel bringt eine ganze Klasse so flexibel von Tür zu +
Ein = g('fernbus', 'Fernbus') ?> ist ein Reisebus, der feste Linien + zwischen weit entfernten Städten fährt – zum Beispiel von Wien nach + Berlin. Solche Fernbusse haben in den letzten Jahren ein großes Comeback + gefeiert. Seit 2013 darf in Deutschland jedes Unternehmen solche Linien + anbieten. Seitdem ist ein dichtes Netz entstanden. Der Marktführer Flix + verbindet heute über 8.000 Ziele in mehr als 40 Ländern + [6]. Allein in Deutschland fuhren 2024 über + 10 Millionen Fahrgäste mit dem Fernbus. Die Bahn brachte im + Fernverkehr rund 142 Millionen Menschen ans Ziel + [3]. Wer fährt mit dem Fernbus? Oft junge Leute + und Familien mit wenig Geld. Dazu Senior:innen auf + = g('pauschalreise', 'Pauschalreise') ?> und Schulklassen. Denn kaum + ein Verkehrsmittel bringt eine ganze Klasse so einfach von Tür zu Tür.
-Und das Klima? Hier überrascht der Bus: Weil sich viele Menschen ein - Fahrzeug teilen, sind seine = g('emissionen', 'Emissionen') ?> pro - Person winzig. Ein Fernbus verursacht rund 30 g Treibhausgase pro - = g('personenkilometer', 'Personenkilometer') ?> – ein - durchschnittlich besetztes Auto 164 g, ein Inlandsflug sogar 290 g. - Ein Personenkilometer bedeutet dabei: Eine Person legt einen Kilometer - zurück – erst diese Einheit macht Verkehrsmittel fair vergleichbar, - weil sich die Abgase eines Fahrzeugs auf alle Mitfahrenden verteilen. - Nur der Fernzug liegt mit 26 g noch knapp - darunter [1]. Für den Klimaschutz ist der - volle Reisebus also ein Spitzenreiter – ein wichtiges Argument in der - Debatte um = g('klimawandel', 'Klimawandel') ?> und +
Und das Klima? Hier überrascht der Bus. Viele Menschen teilen sich ein + Fahrzeug. Darum sind seine = g('emissionen', 'Emissionen') ?> pro + Person winzig – also die Abgase, die er ausstößt. Man rechnet das pro + = g('personenkilometer', 'Personenkilometer') ?>. Das bedeutet: Eine + Person fährt einen Kilometer weit. Erst mit dieser Einheit kann man + Verkehrsmittel fair vergleichen. Denn die Abgase eines Fahrzeugs verteilen + sich ja auf alle Mitfahrenden. Ein Fernbus kommt so auf rund 30 g + Treibhausgase pro Personenkilometer. Ein durchschnittlich besetztes + Auto macht 164 g. Ein Inlandsflug sogar 290 g. Nur der Fernzug ist mit + 26 g noch etwas besser [1]. Ein voller Reisebus ist + fürs Klima also spitze. Das ist ein wichtiges Argument in der Debatte um + = g('klimawandel', 'Klimawandel') ?> und = g('tourismus', 'Tourismus') ?>.
Dass ein Bus von Wien nach Paris durchfahren kann, ohne dass jemand - den Pass zeigt, ist historisch gesehen eine Sensation. Möglich macht es - der = g('schengen', 'Schengen-Raum') ?>: 29 Staaten – 25 EU-Länder - plus Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz – haben ihre - Personenkontrollen an den = g('binnengrenze', 'Binnengrenzen') ?> - abgeschafft. Seit - 1. Jänner 2025 sind auch Bulgarien und Rumänien Vollmitglieder. - Kontrolliert wird dafür an der - = g('eu-aussengrenze', 'EU-Außengrenze') ?> – und beim - = g('zoll', 'Zoll') ?> gelten eigene Regeln: Die Schweiz gehört zwar - zu Schengen, aber nicht zur = g('zollunion', 'EU-Zollunion') ?>, - deshalb gibt es dort Warenkontrollen. [2]
-Ein zweites Nadelöhr des europäischen Reiseraums ist die Natur - selbst: die Alpen. Der Verkehr bündelt sich an wenigen Übergängen – - allen voran der = g('brennerkorridor', 'Brenner') ?>, mit 1.370 m der - niedrigste = g('alpenpass', 'Alpenpass') ?> und Europas wichtigste - Nord-Süd-Achse. 2025 rollten dort rund 2,42 Millionen Lkw - darüber – fast dreimal so viele wie über alle vier Schweizer - Alpenübergänge zusammen [7]. Wo sich so viel - Verkehr bündelt, entstehen Stau, Lärm und Abgase – und der Streit - darüber, wie viel = g('transitverkehr', 'Transit') ?> eine Region - verträgt: also Verkehr, der Tirol nur durchquert, weil Start und Ziel - in anderen Ländern liegen.
+Ein Bus fährt heute von Wien nach Paris durch, ohne dass jemand den + Pass zeigt. Früher war das undenkbar. Möglich macht es der + = g('schengen', 'Schengen-Raum') ?>. Das sind 29 Staaten: 25 EU-Länder + plus Norwegen, Island, Liechtenstein und die Schweiz. Diese Länder haben + ihre Kontrollen an den gemeinsamen Grenzen abgeschafft. Solche Grenzen + zwischen zwei Schengen-Ländern heißen + = g('binnengrenze', 'Binnengrenzen') ?>. Seit 1. Jänner 2025 sind auch + Bulgarien und Rumänien voll dabei. Kontrolliert wird nur noch außen, an + der = g('eu-aussengrenze', 'EU-Außengrenze') ?>. Beim + = g('zoll', 'Zoll') ?> gelten aber eigene Regeln. Der Zoll prüft Waren, + nicht Personen. Die Schweiz gehört zwar zu Schengen. Sie ist aber nicht + in der = g('zollunion', 'EU-Zollunion') ?> – also der Gemeinschaft mit + gleichen Regeln für Waren. Darum kontrolliert die Schweiz an der Grenze + noch die Waren. [2]
+Ein zweites Nadelöhr ist die Natur selbst: die Alpen. Der Verkehr + drängt sich an wenigen Übergängen. Der wichtigste ist der + = g('brennerkorridor', 'Brenner') ?>. Mit 1.370 m ist er der niedrigste + = g('alpenpass', 'Alpenpass') ?>. Er ist Europas wichtigste + Nord-Süd-Route. 2025 rollten dort rund 2,42 Millionen Lkw darüber. + Das sind fast dreimal so viele wie über alle vier Schweizer Alpenübergänge + zusammen [7]. Wo sich so viel Verkehr bündelt, gibt + es Stau, Lärm und Abgase. Und es gibt Streit: Wie viel + = g('transitverkehr', 'Transit') ?> verträgt eine Region? Transit heißt: + Der Verkehr fährt nur durch Tirol hindurch. Start und Ziel liegen in + anderen Ländern.
Jeder Fluss sammelt das Wasser einer ganzen Landschaft: Alles, was in - seinem = g('einzugsgebiet', 'Einzugsgebiet') ?> regnet oder schmilzt, - läuft früher oder später in seinem Bett zusammen. Wie viel Wasser gerade - unterwegs ist, zeigt der = g('pegel', 'Pegel') ?> – eine - Messstelle, die den Wasserstand rund um die Uhr aufzeichnet. Steigt er - über festgelegte Marken, lösen die Behörden Warnstufen aus.
+Jeder Fluss sammelt das Wasser einer ganzen Landschaft. Der ganze + Bereich, aus dem Regen und Schmelzwasser in denselben Fluss laufen, heißt + = g('einzugsgebiet', 'Einzugsgebiet') ?>. Ob gerade viel oder wenig + Wasser unterwegs ist, zeigt der = g('pegel', 'Pegel') ?>. Das ist + eine Messstelle am Ufer. Sie misst Tag und Nacht, wie hoch das Wasser + steht. Steigt der Pegel über bestimmte Marken, geben die Behörden eine + Warnung heraus.
= g('ueberflutung', 'Hochwasser') ?> entsteht, wenn mehr Wasser - ankommt, als das Flussbett fassen kann. Dazu braucht es meist drei - Zutaten: (1) viel Regen oder Schneeschmelze, (2) Böden, die - nichts mehr aufnehmen – weil sie schon gesättigt, gefroren oder - versiegelt sind – und (3) schnelle Ableitung: Ein begradigter - Fluss schiebt die Flutwelle rascher talwärts, wo sie auf die Wellen der - Nebenflüsse trifft.
+ ankommt, als das Flussbett fassen kann. Dafür müssen meist drei Dinge + zusammenkommen. Erstens: viel Regen oder Schneeschmelze auf einmal. + Zweitens: Der Boden kann kein Wasser mehr aufnehmen – etwa weil er + schon voll Wasser, gefroren oder mit Beton zugebaut ist. Drittens: + Das Wasser fließt zu schnell ab. Ein gerade gemachter Fluss schiebt die + Flutwelle rascher talwärts. Dort trifft sie auf das Wasser der + Nebenflüsse, und alles staut sich.Der = g('klimawandel', 'Klimawandel') ?> verschärft die erste Zutat: Pro Grad Erwärmung kann Luft rund 7 % mehr Wasserdampf halten – Starkregen wird dadurch kräftiger.
@@ -211,7 +215,7 @@ require __DIR__ . '/_partials/buch_helpers.php'; 'Der Pegel ist das Fieberthermometer des Flusses: Steigt er über bestimmte Marken, werden Warnstufen ausgelöst.') ?>Die klassische Antwort auf Hochwasser ist Technik: Dämme und - Deiche halten das Wasser im Bett, Schutzmauern sichern Ortskerne, - = g('rueckhaltebecken', 'Rückhaltebecken') ?> fangen die - Flutwelle oben im Tal ab, bevor sie die Siedlungen erreicht, und geben - das Wasser später gedrosselt wieder ab. Dieser = g('hochwasserschutz', 'Hochwasserschutz') ?> - hat ganze Talböden erst besiedelbar gemacht.
+Die klassische Antwort auf Hochwasser ist Technik. Dämme und + Deiche sind hohe Wälle am Ufer. Sie halten das Wasser im Bett. + Schutzmauern schützen die Ortskerne. Ein + = g('rueckhaltebecken', 'Rückhaltebecken') ?> ist wie eine große + leere Wanne oben im Tal. Bei Hochwasser fängt es die Flutwelle auf, bevor + sie die Dörfer erreicht. Später lässt es das Wasser langsam wieder ab. + Dieser = g('hochwasserschutz', 'Hochwasserschutz') ?> hat viele Talböden + überhaupt erst bewohnbar gemacht.
Aber Technik hat Grenzen. Erstens: Jeder Damm ist nur für ein - bestimmtes Hochwasser bemessen – kommt ein größeres, wird er überströmt - oder bricht. Es bleibt immer ein = g('restrisiko', 'Restrisiko') ?>. Zweitens: Was - der Damm hier zurückhält, kommt flussabwärts umso geballter an – Schutz - kann das Problem auch verlagern. Drittens: Hinter Dämmen - fühlen sich Menschen sicher und bauen immer näher ans Wasser – wenn der - Damm dann doch versagt, ist der Schaden größer als je zuvor.
-Die radikalste Technik ist die = g('flussbegradigung', 'Flussbegradigung') ?>: - Sie gewinnt Bauland und beschleunigt den Abfluss – aber sie senkt den - Grundwasserspiegel, trocknet die Umgebung aus und schiebt die Flutwelle - schneller zu den Unterliegern.
+ bestimmtes Hochwasser gebaut. Kommt ein größeres, läuft das Wasser oben + drüber oder der Damm bricht. Ein Rest an Gefahr bleibt also immer. Das + nennt man = g('restrisiko', 'Restrisiko') ?>. Zweitens: + Was der Damm hier zurückhält, kommt flussabwärts umso stärker an. Der + Schutz kann das Problem also nur verschieben. Drittens: + Hinter Dämmen fühlen sich die Menschen sicher. Sie bauen immer näher ans + Wasser. Wenn der Damm dann doch versagt, ist der Schaden größer als je + zuvor. +Der stärkste Eingriff ist die + = g('flussbegradigung', 'Flussbegradigung') ?>: Man macht den Fluss + gerade. Das bringt neues Bauland, und das Wasser fließt schneller ab. Der + Preis dafür ist hoch. Das Grundwasser sinkt, die Umgebung trocknet aus, + und die Flutwelle erreicht die Dörfer flussabwärts noch schneller.
Die zweite Antwort auf Hochwasser ist keine Mauer, sondern Fläche. - Natürliche Flusslandschaften haben eingebaute Puffer: = g('aue', 'Auen') ?> – - die flachen Wälder und Wiesen entlang des Flusses – laufen bei - Hochwasser voll wie ein Schwamm, halten das Wasser zurück und geben es - langsam wieder ab. Diesen Effekt nennt man - = g('retention', 'Retention') ?>: Die Flutwelle wird niedriger und - langsamer. Ausgewiesene = g('ueberschwemmungsgebiet', 'Überschwemmungsgebiete') ?> - machen daraus ein Werkzeug der Planung – dort darf das Wasser hin, - damit es woanders nicht hinkommt.
-= g('renaturierung', 'Renaturierung') ?> geht noch einen Schritt - weiter: Begradigte Flüsse bekommen ihre Kurven zurück, harte Ufer werden - geöffnet, = g('ufervegetation', 'Ufervegetation') ?> darf wieder - wachsen. Davon profitiert das ganze - = g('oekosystem', 'Ökosystem') ?>: Fische finden Laichplätze, Vögel - Brutplätze, die = g('biodiversitaet', 'Biodiversität') ?> steigt – - und der Grundwasserspeicher füllt sich wieder, was in Dürresommern - zählt.
+ Neben dem Fluss liegen oft flache Wälder und Wiesen. Man nennt sie + = g('aue', 'Auen') ?>. Bei Hochwasser laufen sie voll wie ein + Schwamm. Sie halten das Wasser zurück und geben es später langsam wieder + ab. Dadurch wird die Flutwelle niedriger und langsamer. Diesen Effekt + nennt man = g('retention', 'Retention') ?> – das bedeutet + „zurückhalten". In manchen Gebieten plant man das mit Absicht: In einem + = g('ueberschwemmungsgebiet', 'Überschwemmungsgebiet') ?> darf das + Wasser hin, damit es woanders nicht hinkommt. +Die = g('renaturierung', 'Renaturierung') ?> geht noch einen Schritt + weiter. Ein gerade gemachter Fluss bekommt seine Kurven zurück. Harte + Ufer aus Beton werden wieder geöffnet, und die Pflanzen am Ufer + (= g('ufervegetation', 'Ufervegetation') ?>) dürfen wieder wachsen. + Davon profitiert das ganze = g('oekosystem', 'Ökosystem') ?>. Fische + finden Plätze zum Laichen, Vögel finden Plätze zum Brüten. Die Vielfalt + an Tieren und Pflanzen (= g('biodiversitaet', 'Biodiversität') ?>) + steigt. Und der Boden speichert wieder mehr Grundwasser – das hilft in + trockenen Sommern.
Moderne Schutzkonzepte kombinieren beides: Dämme dort, wo Menschen wohnen – Raum für den Fluss dazwischen.
Der Alpenrhein galt als „größter Wildbach Europas". Nach den - verheerenden Überschwemmungen von 1888 und 1890 schlossen - Österreich und die Schweiz 1892 einen Staatsvertrag: die - Internationale Rheinregulierung. Zwei Durchstiche – Fußach 1900 - (−7 km) und Diepoldsau 1923 (−3 km) – kürzten den Fluss um rund - zehn Kilometer, damit das Wasser schneller abfließt und weniger Geschiebe - liegen bleibt. [3] Der „Alte Rhein" bei Gaißau - von Seite 3 ist der abgeschnittene Originallauf. Erst diese - = g('flussbegradigung', 'Regulierung') ?> machte das Rheintal zu dem - dicht besiedelten Wirtschaftsraum, der es heute ist.
-Doch die alten Dämme sind für 3.100 m³/s bemessen – zu wenig - für die Extremereignisse, mit denen heute gerechnet wird. Das - Jahrhundertprojekt Rhesi („Rhein – Erholung und Sicherheit") - erhöht die Kapazität auf 4.300 m³/s, also um - 4.300 − 3.100 = 1.200 m³/s. [4] Der Trick: keine - höheren Dämme, sondern mehr Raum – der Fluss wird auf 26 km - zwischen Illmündung und Bodensee aufgeweitet, mit naturnahen Zonen bis - 380 m Breite. Seite 2 und Seite 3 dieses Kapitels, vereint in einem - Projekt. [5, 6]
-Warum der Aufwand? Das Ahrtal hat es 2021 gezeigt: 100 bis - 150 l/m² Regen in 24 Stunden verwandelten einen kleinen Fluss in eine - Katastrophe mit 135 Toten allein im Ahrtal und über 40 Mrd. € Schaden - in Deutschland. [2] Ein Dammbruch am Alpenrhein - würde eine der am dichtesten besiedelten Regionen der Alpen treffen.
+Der Alpenrhein galt einmal als „größter Wildbach Europas". Nach den + schweren Überschwemmungen von 1888 und 1890 schlossen Österreich + und die Schweiz 1892 einen Vertrag. So einen Vertrag zwischen zwei + Ländern nennt man Staatsvertrag. Die beiden Länder machten den Rhein + gemeinsam gerade. Dafür stachen sie an zwei Stellen einen neuen, geraden + Kanal durch eine Flussschleife – bei Fußach 1900 (−7 km) und bei + Diepoldsau 1923 (−3 km). Das kürzte den Fluss um rund zehn + Kilometer. So fließt das Wasser schneller ab, und weniger Steine und Sand + (das nennt man Geschiebe) bleiben liegen. [3] Der + „Alte Rhein" bei Gaißau von Seite 3 ist der abgeschnittene alte Flusslauf. + Erst diese = g('flussbegradigung', 'Regulierung') ?> machte aus dem + Rheintal den dicht besiedelten Wirtschaftsraum, der es heute ist.
+Doch die alten Dämme schaffen nur 3.100 m³/s Wasser pro Sekunde. + Das ist zu wenig für die starken Hochwasser, mit denen man heute rechnet. + Das Jahrhundertprojekt Rhesi („Rhein – Erholung und Sicherheit") + erhöht diese Menge auf 4.300 m³/s – also um + 4.300 − 3.100 = 1.200 m³/s mehr. [4] Der Trick + dabei: Man baut die Dämme nicht höher, sondern gibt dem Fluss mehr + Platz. Auf 26 km zwischen der Illmündung und dem Bodensee wird er + breiter gemacht, mit naturnahen Zonen bis zu 380 m Breite. Damit steckt in + einem Projekt beides: der Damm von Seite 2 und der Raum für den Fluss von + Seite 3. [5, 6]
+Warum dieser ganze Aufwand? Das Ahrtal in Deutschland hat es + 2021 gezeigt. Dort fielen 100 bis 150 Liter Regen pro Quadratmeter in nur + 24 Stunden. Aus einem kleinen Fluss wurde eine Katastrophe: allein im + Ahrtal starben 135 Menschen, und in ganz Deutschland entstand ein Schaden + von über 40 Mrd. €. [2] Bricht am Alpenrhein ein + Damm, trifft es eine der am dichtesten besiedelten Regionen der ganzen + Alpen.
Der billigste Hochwasserschutz ist, gar nicht erst im Weg des Wassers - zu bauen. Dafür gibt es die Raumplanung: - = g('gefahrenzonenplan', 'Gefahrenzonenpläne') ?> - weisen aus, wo Hochwasser wie oft zu erwarten ist. Maßstab ist meist das - = g('hq100', 'HQ100') ?> – ein Hochwasser, das in jedem einzelnen Jahr mit einer - Wahrscheinlichkeit von 1 : 100 erreicht oder überschritten wird. - Achtung, beliebter Denkfehler: Das heißt nicht „kommt nur alle - 100 Jahre" – es kann auch zweimal in einem Jahrzehnt kommen. - [10] In roten Zonen gilt praktisch Bauverbot, - in gelben Zonen sind Auflagen zu erfüllen. Ob dein Zuhause in einer - Risikozone liegt, kannst du selbst prüfen: Die Karte - HORA (hora.gv.at) zeigt die Gefährdung für jede Adresse in +
Der billigste Hochwasserschutz ist ganz einfach: gar nicht erst dort + bauen, wo das Wasser hin will. Dafür sorgt die Raumplanung. In + einem = g('gefahrenzonenplan', 'Gefahrenzonenplan') ?> steht auf einer + Karte, wo Hochwasser wie oft zu erwarten ist. Das wichtigste Maß dafür ist + das = g('hq100', 'HQ100') ?>. Das ist ein Hochwasser, das in + jedem einzelnen Jahr mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 : 100 kommt. + Achtung, hier steckt ein beliebter Denkfehler: Das heißt nicht + „kommt nur alle 100 Jahre". Es kann auch zweimal in zehn Jahren kommen. + [10] In den roten Zonen darf man praktisch gar + nicht bauen. In den gelben Zonen darf man nur mit besonderem Schutz bauen. + Ob dein Zuhause in einer Gefahrenzone liegt, kannst du selbst nachschauen: + Die Karte HORA (hora.gv.at) zeigt die Gefahr für jede Adresse in Österreich. [10]
-Und wenn es doch passiert? In Österreich gibt es keine - verpflichtende Hochwasserversicherung – der staatliche - Katastrophenfonds ersetzt nach Ermessen meist nur einen Teil des - Schadens. Die Frage „Wer zahlt?" wird nach jedem großen Hochwasser neu - diskutiert.
-Dazu kommt die = g('bodenversiegelung', 'Versiegelung') ?>: - Verbaute Böden nehmen kein Wasser - auf – jeder neue Parkplatz schickt seinen Regen ungebremst in den - nächsten Bach. Hochwasserschutz beginnt deshalb nicht am Damm, sondern - bei jeder einzelnen Flächenwidmung.
+Und wenn doch etwas passiert? In Österreich muss niemand eine + Hochwasserversicherung haben – sie ist freiwillig. Der Staat hat + dafür einen Nottopf, den Katastrophenfonds. Er zahlt aber meist nur einen + Teil des Schadens, und nicht jeder bekommt gleich viel. Deshalb wird nach + jedem großen Hochwasser neu gestritten: Wer soll das bezahlen?
+Dazu kommt noch die + = g('bodenversiegelung', 'Bodenversiegelung') ?>. Damit meint man + Boden, der mit Beton oder Asphalt zugebaut ist. So ein Boden nimmt kein + Wasser mehr auf. Jeder neue Parkplatz schickt seinen Regen ungebremst in + den nächsten Bach. Guter Hochwasserschutz beginnt deshalb nicht erst am + Damm. Er beginnt schon bei der Frage, wo überhaupt gebaut werden darf + (der = g('flaechenwidmung', 'Flächenwidmung') ?>).
= g('tourismus', 'Tourismus') ?> ist längst eine Weltindustrie: - 2024 wurden rund 1,4 Milliarden internationale Ankünfte gezählt – - damit hat das Reisen das Niveau von vor der Pandemie wieder erreicht. - Das meistbesuchte Land der Welt ist seit Jahren Frankreich mit - über 100 Millionen internationalen Gästen pro Jahr, vor Spanien und den - USA. Für viele Länder ist der Tourismus eine wichtige Quelle von - = g('wertschoepfung', 'Wertschöpfung') ?> und Arbeitsplätzen – zugleich - kann zu viel Andrang zum Problem werden +
= g('tourismus', 'Tourismus') ?> ist längst eine Weltindustrie. + 2024 zählte man rund 1,4 Milliarden internationale Ankünfte. Damit + reisen wieder so viele Menschen wie vor der Pandemie. Das meistbesuchte + Land der Welt ist seit Jahren Frankreich – mit über 100 Millionen + Gästen pro Jahr, vor Spanien und den USA. Für viele Länder ist der + Tourismus wichtig: Er bringt Geld in die Region und schafft Arbeitsplätze. + Fachleute nennen dieses verdiente Geld + = g('wertschoepfung', 'Wertschöpfung') ?>. Zu viele Gäste können aber + auch zum Problem werden (= g('uebertourismus', 'Übertourismus') ?>, Seite 5).
Zwischen Check-in und Flugzeug legt ein Koffer eine erstaunliche - Reise zurück: Barcode-Etikett, Sicherheits-Scanner, kilometerlange - Förderbänder, automatische Sortierweichen, Verladung in Container – - eine = g('logistikkette', 'Transportkette') ?> mit vielen Gliedern. - Am = g('hub-flughafen', 'Hub-Flughafen') ?> („Drehkreuz") steigen - nicht nur Passagiere um, sondern auch ihr Gepäck: In Frankfurt sortiert - eine 81 Kilometer lange = g('gepaeckfoerderanlage', 'Gepäckförderanlage') ?> bis zu - 125.000 Koffer pro Tag – vollautomatisch, mit bis zu 18 km/h.
-Und trotzdem geht etwas schief: Weltweit kommen etwa - 6 von 1.000 Gepäckstücken nicht planmäßig an – meist, weil die - Umsteigezeit zu kurz war. Die allermeisten davon werden nachgeliefert; - wirklich verloren geht nur ein Bruchteil. Wer ein Gepäckstück vermisst, - meldet es bei der Gepäckermittlung – genau dort arbeitet der - Kofferdetektiv. An der Grenze wartet außerdem der - = g('zoll', 'Zoll') ?>: Er prüft, was eingeführt werden darf – - frisches Obst oder Fleisch ist in vielen Ländern verboten.
+ Reise zurück – ganz allein. Zuerst bekommt er ein Etikett mit einem + Barcode. Dann fährt er durch einen Scanner, der ihn durchleuchtet. Danach + rollt er über kilometerlange Förderbänder und automatische Weichen. Zum + Schluss landet er in einem Container und wird ins Flugzeug geladen. Viele + Stationen greifen ineinander wie die Glieder einer Kette. Fachleute nennen + das eine = g('logistikkette', 'Transportkette') ?>. An einem + = g('hub-flughafen', 'Hub-Flughafen') ?> steigen nicht nur Passagiere + um, sondern auch ihr Gepäck. Ein Hub ist ein großes Drehkreuz für Flüge. + In Frankfurt sortiert eine 81 Kilometer lange + = g('gepaeckfoerderanlage', 'Gepäckförderanlage') ?> bis zu + 125.000 Koffer pro Tag. Das ist ein riesiges Netz aus Förderbändern + nur für die Koffer – ganz ohne Menschen und mit bis zu 18 km/h. +Und trotzdem geht manchmal etwas schief. Weltweit kommen etwa + 6 von 1.000 Gepäckstücken nicht planmäßig an. Der Grund ist meist + eine zu kurze Umsteigezeit. Die allermeisten Koffer werden aber später + nachgeliefert. Wirklich verloren geht nur ein winziger Teil. Wer einen + Koffer vermisst, meldet ihn bei der Gepäckermittlung. Genau dort arbeitet + der Kofferdetektiv. An der Grenze wartet außerdem der + = g('zoll', 'Zoll') ?>. Er prüft, was man ins Land bringen darf. + Frisches Obst oder Fleisch ist in vielen Ländern verboten.
Fliegen ist die schnellste Art zu reisen – und die klimaschädlichste. - Beim Verbrennen von Kerosin entstehen = g('co2', 'CO₂') ?> und andere - = g('emissionen', 'Emissionen') ?>. Die Forschung des DLR zeigt: Der - Luftverkehr ist für rund 3,5 % der bisherigen menschengemachten - Erwärmung verantwortlich – und nur ein Drittel davon stammt aus dem - CO₂ selbst. Zwei Drittel sind = g('nicht-co2-effekte', 'Nicht-CO₂-Effekte') ?>: vor allem - = g('kondensstreifen', 'Kondensstreifen') ?>, die sich in großer Höhe zu Schleierwolken ausbreiten - und wie eine zusätzliche Wärmedecke wirken + Ein Flugzeug verbrennt Kerosin. Kerosin ist der Treibstoff von Flugzeugen. + Dabei entsteht = g('co2', 'CO₂') ?> und andere + = g('emissionen', 'Emissionen') ?>, also schädliche Abgase. Das + Forschungszentrum DLR hat nachgerechnet: Der + = g('luftverkehr', 'Luftverkehr') ?> verursacht rund 3,5 % der + menschengemachten Erwärmung. Nur ein Drittel davon kommt vom CO₂ + selbst. Zwei Drittel sind + = g('nicht-co2-effekte', 'Nicht-CO₂-Effekte') ?>. Das sind vor + allem = g('kondensstreifen', 'Kondensstreifen') ?>: die weißen Streifen, + die ein Flugzeug am Himmel hinterlässt. In großer Höhe breiten sie sich zu + dünnen Wolken aus. Diese Wolken wirken wie eine zusätzliche Wärmedecke (= g('treibhauseffekt', 'Treibhauseffekt') ?>).
-Der Vergleich der Verkehrsmittel ist deutlich: Ein Inlandsflug - verursacht in Deutschland rund 230 g Treibhausgase pro Person und - Kilometer, ein Fernzug nur rund 30–50 g – etwa ein Sechstel. Für - die = g('co2-flugverkehr', 'CO₂-Bilanz einer Reise') ?> zählt aber - auch die Distanz: Eine einzige Fernreise kann den ganzen übrigen - = g('co2-fussabdruck', 'CO₂-Fußabdruck') ?> eines Jahres übertreffen. - Deshalb lautet die wichtigste Faustregel: - = g('kurzstreckenflug', 'Kurzstreckenflüge') ?> auf die Schiene - verlagern – und Fernreisen seltener, dafür länger. Als Kurzstrecke - gilt dabei ein Flug bis etwa 1.500 Kilometer – innerhalb Europas also - die meisten Verbindungen.
+Der Vergleich der Verkehrsmittel ist deutlich. Ein Inlandsflug in + Deutschland verursacht rund 230 g Treibhausgase pro Person und + Kilometer. Ein Fernzug schafft die gleiche Strecke mit nur rund + 30 – 50 g. Das ist etwa ein Sechstel. Für die + = g('co2-flugverkehr', 'CO₂-Bilanz einer Reise') ?> zählt aber auch die + Entfernung. Eine einzige Fernreise kann mehr Treibhausgase verursachen als + dein ganzer übriger = g('co2-fussabdruck', 'CO₂-Fußabdruck') ?> in einem + Jahr. Deshalb lautet die wichtigste Faustregel: + = g('kurzstreckenflug', 'Kurzstreckenflüge') ?> lieber mit dem Zug + ersetzen. Ein Kurzstreckenflug ist ein kurzer Flug bis etwa 1.500 + Kilometer. Innerhalb Europas sind das die meisten Verbindungen. Und + Fernreisen macht man besser seltener, dafür länger.
Reisen bildet, verbindet Kulturen und sichert Einkommen – aber es - hat Nebenwirkungen. Wo zu viele Gäste auf zu wenig Raum treffen, kippt - die Stimmung: = g('uebertourismus', 'Übertourismus') ?> verstopft - Venedig, Barcelona oder Hallstatt und macht Wohnen für Einheimische - teuer. Die Antwort heißt = g('sanfter-tourismus', 'sanfter Tourismus') ?>: - länger bleiben statt oft fliegen, abseits der Hotspots reisen, lokal - essen und einkaufen – so bleibt die Wertschöpfung in der Region und - die Belastung verteilt sich.
-Der größte Hebel ist die = g('mobilitaet', 'Mobilität') ?>: Für - Strecken innerhalb Europas ist die Bahn fast immer die klimafreundlichste - Wahl. Renaissance feiert dabei der = g('nachtzug', 'Nachtzug') ?>: Die ÖBB betreiben mit - dem Nightjet das größte Nachtzugnetz Europas – über 25 Metropolen von - Hamburg bis Rom sind erreichbar, einige Züge halten sogar in Feldkirch. - Abends einsteigen, morgens mitten in der Stadt aufwachen: Reisezeit wird - zu Schlafzeit, und die Klimabilanz schlägt jeden Flug. Und manchmal ist - das nachhaltigste Reiseziel das nächstgelegene – Urlaub in der eigenen - Region spart die Anreise fast ganz.
+Reisen bildet, verbindet Kulturen und bringt Einkommen. Aber es hat + auch Nebenwirkungen. Wo zu viele Gäste auf zu wenig Raum treffen, kippt + die Stimmung. Man nennt das = g('uebertourismus', 'Übertourismus') ?>: + Er verstopft Venedig, Barcelona oder Hallstatt und macht das Wohnen für + die Einheimischen teuer. Die Antwort heißt + = g('sanfter-tourismus', 'sanfter Tourismus') ?>. Das bedeutet: länger + an einem Ort bleiben statt oft zu fliegen, abseits der vollen Orte reisen + und vor Ort essen und einkaufen. So bleibt das Geld in der Region und die + Belastung verteilt sich.
+Am meisten bringt die Wahl des Verkehrsmittels – die + = g('mobilitaet', 'Mobilität') ?>. Für Strecken innerhalb Europas ist + die Bahn fast immer die klimafreundlichste Wahl. Besonders beliebt wird + wieder der = g('nachtzug', 'Nachtzug') ?>. Die ÖBB betreiben mit + dem Nightjet das größte Nachtzug-Netz Europas. Nightjet ist der Name + dieser Züge. Über 25 große Städte von Hamburg bis Rom sind erreichbar. + Einige Züge halten sogar in Feldkirch. Du steigst abends ein und wachst + morgens mitten in der Stadt auf. So wird aus Reisezeit einfach Schlafzeit – + und die Klimabilanz schlägt jeden Flug. Manchmal ist das beste Reiseziel + auch das nächste: Urlaub in der eigenen Region spart die Anreise fast + ganz.